Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    dem Meer entnommens Wasser enthält sicher auch einiges an Plankton. Frisch ins Becken gebracht, wäre dies sicher eine feine Sache. Aber wie sieht es mit dem Transport aus? Was überlebt da und noch fraglicher, was geschieht damit in der längeren Zeit in den Aufbewahrungstanks?
    Ich fürchte, da entstehen weit höhere organische Belastungen des Wassers. Ob dies der Weisheit letzter Schluss ist, habe ich doch meine deutlichen Zweifel.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich nutze inzwischen nur noch AMA Royal Natur, nachdem ich früher die meisten anderen gängigen Sorten verwendet hatte. Bei meinen SPS hat es sich am besten bewährt, vor allem hinsichtlich des Polypenbildes. Mischfehler, die auch bei einigen gängigen Top-Sorten auftraten, habe ich da nie erlebt.

    Gruß

    Bernd


    Alle von uns bekannten Leuchten kannst du dann nur noch im Museum betrachten.

    Hallo Harald,

    die in den Aquarien verwendeten HQI-Brenner werden - wie auch Mario schon richtig geschrieben hat - noch lange weiter erhältlich sein und T5-Röhren sowieso. Dafür gibt es auch sachliche Gründe (z.B. flache geschlossene Abdeckungen mit geringem Abstand zur Wasseroberfläche), also vorerst nix mit Museum.

    Gruß

    Bernd

    ich halte den Einsatz eines Mondlichtes auch für sehr sinnvoll. Es dient den Fischen zur Orientierung. Gerade wenn sie sich mal erschrecken sollten, haben sie so die Möglichkeit noch etwas zu sehen. Auch bei der Haltung von springfreudigen Fischen ist meiner Meinung nach ein Mondlicht ein Muss.

    Hallo,

    ein Muss ist das Mondlicht keinesfalls! Oft ist es nur eine Spielerei, ein zu starkes kann Korallen schädigen und im Extremfall deren Massenablaichen synchronisieren. Dies hat Armin Glaser schon berichtet und dann hat man ein echtes Problem!

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    Deine grundsätzlichen Bewertungen teile ich voll und ganz. Das Kernproblem im aquaristischen Bereich, insbesondere auch hinsichtlich des dürftigen Informationsgehalts vieler Beiträge, sehe ich vor allem in der Unmenge der möglich relevanten Faktoren. Da sind zum einen die unterschiedlichsten Werte und Bedingungen in den individuellen Becken, zum anderen die Diversität der relevanten Arten und schließlich auch die Prozesse, die neben den biologischen Wachstumsbedingungen die Mattenbildungen begünstigen, ganz abgesehen von möglichen Störfaktoren.
    Für echte Vergleichsaussagen müssten wir nicht nur die genauen Wasserwerte kennen, sondern auch die genaue Unterform der auftretenden Cyanoart (in der aquaristischen Praxis eine Unmöglichkeit), sowie Einflussgrößen wie Strömung, Licht usw.. Gerade die Frage, wann und warum sich Cyanobakterien zu den in den Aquarien problematischen Matten verketten, ob und warum sie diese Gebilde wieder lösen, welche Mischpopulationen in diesen Biofilmen einschließlich deren Wechselwirkungen bestehen, dies alles bleibt meist offen. Zu den Störfaktoren, wie etwa viruale Fraßfeinde findet man überhaupt keine verwertbaren Informationen.

    Eigentlich sind wir da, ganz abgesehen von der Berichtsflut manch Unbedarfter, eigentlich alle mehr oder weniger überfordert.
    Auf dieser mangelnden Datenbasis sind echt vergleichbare Erfahrungswerte kaum zu ermitteln. Einzelerfahrungen, daraus abgeleitete vereinfachende Rückschlüsse und spekulativen Thesen helfen wenig weiter, wenn sie bei den im Einzelfall Betroffenen nicht funktionieren; immer wieder aufkommende polemische Streitereien schon gar nicht.

    In meinem Becken, seit Jahren laufend, mit noch nie getauschtem Bodengrund und relativ bescheidener Technik, habe ich damit Gott sei Dank schon eine Ewigkeit keine Probleme mehr. Die Finger möglichst aus dem System zu lassen und unnötige Experimente zu vermeiden, war bei mir noch immer das beste Erfolgsrezept. Wider besseres Wissen nicht daran gehalten, wurde meist mit Lehrgeld bezahlt.

    Viele Grüße und ein schönes Osterfest

    Bernd

    Hallo Hajo,

    sicher wäre es nicht uninteressant gewesen, wobei sich aber immer noch die Frage der Übertragbarkeit stellt. Glaube mir, schon in den 70er Jahren hatten wir (u.a. zusammen mit Peter Wilkens) nach eindeutigen Kriterien gesucht (damals noch ohne größeres Hintergrundwissen) und waren doch immer wieder vor allem auf völlige Widersprüche gestoßen. Seit dem beobachte ich dieses Thema mit großem Interesse. Durch die Erfahrungsberichte in den Foren sind die Informationen nun viel, viel breiter geworden, aber an dem Wirrwarr hat sich nicht allzu viel verändert. Da gibt es einige mehr oder weniger plausible Theorien und inzwischen auch bessere Untersuchungen, aber vieles wird durch gegensätzliche Erfahrungen wieder infrage gestellt. Mich überrascht dies auch nicht mehr und die Gründe liegen auf der Hand, aber außer manch eher unerfreulicher Diskussion habe ich auch hier noch nirgends wirklich allumfassende zuverlässige Empfehlungen gefunden.
    Ich schätze, dieses Thema wird die Aquaristik noch länger beschäftigen. Die Foren sind regelmäßig voll davon.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Hajo,

    was letztlich im Einzelfall zum Kommen und Gehen der Cyanos führt, ist doch immer wieder eine offene Frage. Systematisches Vorgehen unter eindeutigen Bedingungen, zu dem ich auch immer wieder rate, wird man in der Aquarienpraxis wohl eher schwer umsetzen können. Meist steht da doch etwas Ungeduld im Vordergrund.
    Zumindest meine Beobachtungen zeigen, dass viele Becken ohne irgendwelche Mittel und Zugaben am besten auskommen. Gerade bei Cyanos helfen manchmal schon kleine Milieuveränderungen. Norman hatte mit dem Weglassen Erfolg, egal woran es tatsächlich lag. Da aber unsere Becken bekanntlich ganz unterschiedliche Verhältnisse aufweisen und somit auch verschieden reagieren können, muss letztlich jeder selbst testen und entscheiden, was er zugibt oder weglässt. Dies hat ja auch Hans-Werner angemerkt.
    Ein allgemeingültiges, zuverlässiges Patentrezept zur Bekämpfung der Cyanos habe ich leider noch nirgends gefunden.

    Gruß

    Bernd

    Also, zusammenfassen: MW beinhaltet immer PO4 und NO3, welches wir - im besten Fall - auch messen können. Oder habe ich falsch verstanden?

    Hallo Stephan,

    nein, im Fall von sehr nährstoffarm gefahrenen Becken, also beispielsweise bei hohem Zeolitheinsatz bei gleichzeitig starken Korallenbesatz, kann es schon zu Engpässen kommen, wenn nicht genügend Nachschub durch Fütterung und Abbauprozesse kommt.
    Ob Deine Messungen tatsächlich die reale Situation abbilden, kann man hier aber nicht einfach beurteilen. Dies hängt von der Qualität der Tests und der richtigen Handhabung durch den Tester ab.

    Gruß

    Bernd

    Nabend Bernd,

    ich staune immer wieder das extremste Beispiele für die Konzentration von Nährstoffen aus der Natur als Referenz für die Limitierungtheorie herhalten müssen.
    Aus Nitrat oder Phosphat kann eine Koralle keine Energie gewinnen, wie alle anderen Lebewesen übrigens auch.

    Hallo Rainer,

    ich glaube nicht, dass ich geschrieben hätte, dass die Korallen hieraus unmittelbar ihre Energie gewinnen, aber schließlich ernähren sie sich wesentlich über Organismen, die diese Nährstoffe verarbeiten(Zooxanthellen).
    Daher sind Stickstoff und Phosphor essentielle Nährstoffe und limitierte Verhältnisse im Aquarium für die Korallenhaltung problematisch.
    Dahin ging die Fragestellung des Themenstellers.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    wenn sie tatsächlich bei Null liegen würden, wäre dies sehr schlecht für die Korallen. Wovon sollten sie dann leben?

    Im Meer sind die Werte zwar auch niedrig, aber niemals bei Null (Phosphat 0,002 bis zu 0,09 mg/l, Nitrat bis zu 0,5 mg/l). Im Gegensatz zum Aquarium gibt es aber aufgrund des großen Wassermasse niemals völlige Limitationen.

    Gruß

    Bernd

    ich möchte deinem hinweis gerne glauben und werde meine KH nicht mehr auf 8-9 halten wollen, aber es der springende punkt ist, dass die Salz-produkte, die ich kenne bei 35 g/l schon weit oberhalt von 7 oder 8 °dh liegen.

    Hallo Alex,

    dass die meisten Salzmischungen erhöhte KH-Werte aufweisen, liegt einfach daran, dass sie zusätzlich angereichert sind, um dem schnellen Verbrauch in Korallenbecken auszugleichen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    gleiche Erfahrungen habe ich auch gemacht. Manche Missverständnisse kommen vielleicht auch daher, dass kommerziellle Züchter manchmal mit hoher Alkalinität bei gleichzeitig hohen Phosphatwerten arbeiten, um ein schnelleres Wachstum zu erzielen. Die dürfte sich aber negativ auf die Struktur der Korallen auswirken.

    Viele Aquarianer streben eher möglichst helle, farbige Korallen an und betreiben daher ihre Becken mit sehr niedrigen Phosphatwerten. Da kann es dann bei wachstumsfördernder hoher Alkalinität und gleichzeitigem Phosphatmangel schnell Probleme geben. Dies kann man damit vergleichen, wenn man beim Autofahren Vollgas bei gleichzeitig angezogener Handbremse gibt.

    Gruß

    Bernd

    und da hatte ich schon gedacht, dass ein paar Aquarienmärchen allmählich aussterben würden...
    Ich habe dafür extra ein Buch geschrieben. Das wird zwar oft verkauft, aber scheinbar nicht von allen gelesen :loudly_crying_face:

    Was sehr schade ist, denn das Buch vermittelt das ganze nötige Hintergrundwissen und stellt auch ein gutes Nachschlagewerk dar. Ein bisschen Zeit und Ruhe zur Einarbeitung braucht man da zwar, dafür spart man sich - nicht nur als Anfänger - viele unnötige Fehler und Missverständnisse.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    da wurde hier ein einiger Unsinn verbreitet:
    1. Ca sollte bei ca. 420 mg/l dauerhaft gehalten werden. Überdosierungen sind aber unproblematisch, da brauchst Du keine Sorgen um Deine Korallen haben. Löse das Calciumchlorid einfach in Osmosewasser und gib nach und nach diese Stammlösung so lange zu bis 420 mg/l erreicht sind. Nach zwei bis drei Tagen misst Du nach wieviel Ca inzwischen verbraucht wurde. Die Menge Stammlösung, die Du nun brauchst um wieder auf 420 mg/l zu kommen, stellt Deinen Verbrauchsmenge dar, die Du nun in den gleichen Zeitabständen wieder nachdosieren musst. Von Zeit zu Zeit muss man aber neu messen, da mit dem Wachstum der Korallen auch der Verbrauch steigt. Dein Verbrauch dürfte nach dem Bild zu urteilen noch nicht sehr hoch sein.
    2. Calciumchlorid-Dihydrat ist richtig, die Aussage, dass man flüssiges Calcium braucht ist Unsinn (nur unnötig teuer!).
    3. Ebenfalls Unsinn ist die Tabelle, die hier geschrieben wurde. Beide Werte - Calcium und Alkalinität (KH) - kann man jeweils getrennt auf den angestrebten Wert einstellen. Für Korallen ist ein KH-Wert um 7 ideal (nicht KH 9). Alkalinität kann man am einfachsten mit Natriumhydrogencarbonat nachdosieren.
    4. Dein Mg ist in Ordnung.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Norman,

    fluoreszierende Pocilloprine (Farbpigmente) der Korallen absorbieren kurzwelliges Violett-/Blaulicht, die nicht-fluoreszierenden Pocilloporine dagegen langwelliges Licht (550 - 600 nm und 610 - 630 nm), zur Photosynthese der Zooxanthellen wird Licht der Wellenlänge 630 nm und 660 nm benötigt. Reines Blaulicht ist daher auf Dauer nicht angebracht.

    Gruß

    Bernd

    Bernd: " Wenn sie bei Blaulicht verschwinden, sind es offensichtlich keine Cyanobakterien, dann sind es höchstwahrscheinlich Dinoflagellaten!"

    Dann haben wir wohl alle hier irgendwas nicht verstanden. Aus wissenschaftlicher Sicht würde ich eher nicht herumrätseln, sondern eine Probe unter dem Mikroskop anschauen.

    Torsten,

    genau das habe ich doch empfohlen! Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Hans-Werner, was war falsch? Dass nachts verschwindende und morgens wieder auftauchende Beläge grundsätzlich eher auf Dinoflagellaten hindeuten? Dies findest Du sogar im FAQ Plagegeister, Teil 1, bei der Sichtprobe beschrieben. Dabei bleibe ich auch weiterhin, hat sich im konkreten Fall aber längst erledigt.
    Ich kann und will hier niemand Vorschriften machen; Deine Ansichten oder fragwürdigen Auseinandersetzungen mit anderen Leuten sind für mich auch nicht immer das gelbe vom Ei.
    Zur Sache trägt dies aber nichts mehr bei.

    Ich wünsche Dir einen schönen Tag

    Bernd

    Mein Gott, spar Dir doch dieses unnötige Theater. Wir sind doch nicht im Kindergarten. Wenn Du meine Ausführungen für Unsinn hälst, dann ignoriere sie und wenn Du mich falsch verstehen willst, dann kann ich damit auch leben. Diskussionen über den richtigen oder falschen Sprachgebrauch muss ich hier ganz bestimmt nicht führen. Sollte ich mich tatsächlich missverständlich ausgedrückt haben, im folgenden Beitrag war ja alles geklärt. Vor Dir hat in diesem Zusammenhang doch gar niemand etwas gewollt. Foren sind doch nicht dazu da, sich ständig an anderen Leuten abzureagieren.

    Ich schreibe meine Erfahrungen und Du Deine.

    Hallo,

    was heißt "...dann kommen so gut wie keine Cyanos raus..."? Wenn sie bei Blaulicht verschwinden, sind es offensichtlich keine Cyanobakterien, dann sind es höchstwahrscheinlich Dinoflagellaten! Hast Du sie überhaupt einmal mikroskopisch identifiziert?

    Gruß

    Bernd


    Hallo Hans-Werner,

    wenn Dir dies wichtig ist, dies hatte ich hierzu eingangs geschrieben und der Begriff "sicher" war im anderen Beitrag als "sicherlich" zu verstehen. Alles im Zusammenhang gelesen erspart Interpretationszweifel.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    der Button zur Korrektur ist bei mir nicht mehr vorhanden. Da hat sich etwas verschoben. Richtig sollte es heißen...Zweitens habe ich ihm eine mikroskopische Abklärung empfohlen um Klarheit zu schafffen, eine allgemein empfohlene Maßnahme, die bestimmt nicht verkehrt ist, da optische Diagnosen anhand von Fotos oder aufgrund der Tatsache, dass häufig gemischte Belege auftreten, unzuverlässig sind.

    Hallo Hans-Werner,

    was sollen da wieder Deine üblichen persönlichen Seitenhiebe???

    Erstens habe ich nie geschrieben, dass müssen Dinoflagellaten sein, sondern aufgrund seiner ursprünglichen Schilderung von einer hohen Wahrscheinlichkeit gesprochen.
    Zweitens habe ich ihm eine mikroskopische Abklärung empfohlen um Klarheit zu schaffen; eine allgemein empfohlene Maßnahme, da optische Diagnosen anhand von Fotos oder der Tatsache, dass häufig gemischte Beläge auftreten, bestimmt nicht verkehrt ist.

    Ja, ich kenne nicht alle Verhaltensweisen oder Stämme der Cyanobakterien. Dies habe ich auch noch nie behauptet. Im Gegensatz zu anderen Leuten halte ich mich nicht für allwissend. Der Kern meiner Überlegungen geht ja gerade von der Diversität der Cyanobakterien und der daraus folgenden unterschiedlichen Ansprüche und Verhaltensweisen aus. Dass nachts verschwindende und tagsüber wieder zunehmende Beläge meist auf Dinoflagellaten hindeuten, war bisher nirgends strittig.
    Aber bei sorgfältigem Lesen sollte inzwischen gekärt sein, dass Norman die wechselnden Verhältnisse auf seine Maßnahmen bezogen hat, weshalb Deine wandernden Cyanos hier wohl nicht von Relevanz sind.

    Der Sinn und Zweck eines Forums ist doch die Diskussion und der Erfahrungsaustausch. Warum müssen andere Auffassungen, die sich um Hilfen und Anregungen für Betroffene bemühen, immer mit einem gehässigen Unterton versehen werden? Eine ganze Reihe von ausgewiesenen Fachleuten spart sich hier inzwischen die Diskussion mit Dir.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Norman,

    ich weiß nicht, ob Du mit einem feinen Sand tatsächlich gut beraten bist. Beide Sorten haben Vor- und Nachteile. Im allgemeinen geht man davon aus, dass sich im gröberen Bodengrund eine bessere Mikrobiologie entwickeln kann. Du hast ja auch schon geschrieben, dass es da bei Dir richtig wimmelt. Im feinen Sand können eher Faulstellen entstehen. Es gibt auch Grundelarten, die eher kiesigen Untergrund bevorzugen. Da Du nach Deinem Bericht auch regelmäßig durch Absaugen etc. im Bereich des Bodengrundes aktiv warst, hätten da Grundeln vermutlich auch nicht viel mehr bewirkt. Einen Zusammenhang zwischen der Körnung Deines Bodengrundes und der Cyanoproblematik sehe ich daher nicht.
    Früher hat man fast ausschließlich Muschelgrus oder Korallenkies verwendet. Mein Korallenkies befindet sich schon über 10 Jahre im Becken und Cyanoprobleme hatte ich da noch nie.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Norman,

    dies ist eine uralte Methode Bakterien oder (spekulativ) auch Bakteriophagen ind Becken zu bringen. Manchmal klappt es damit tatsächlich, auch Cyanos loszuwerden.

    Man mischt einfach zwei bis drei Eßlöffel einer ungedüngten Gartenerde oder von einer Wiese in ein Gefäß mit Wasser, wartet dann bis sich die Erde abgesetzt und die Flüssigkeit etwas geklärt hat und gibt diese dann vosichtig, ohne Erde, ins Becken. Dies sollte man mehrfach mit Erde von verschiedenen Stellen versuchen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Joe,

    dies ist ein ganz wichtiger Aspekt, weshalb das ständige Absaugen nötig ist. Es sind aber nicht nur die "Abschattungen", sondern vor allem die von den Cyanos abgegebenen Hemmstoffe mit denen sie andere Mikroorganismen verdrängen. In der Molekularbiologie wurden vor nicht allzu langer Zeit bei mehr als 2/3 der Cyanoarten spezielle Gene für die nichtribosonale Synthese von entsprechenden Peptiden nachgewiesen, welche als Hemmstoff wirken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    das sind keine Untersuchungen aus dem Bodensee, bezüglich der angeblich fehlenden Kompetenz der Wissenschaftler wiederholst Du Dich, dies war ja vorauszusehen (hast Du da einmal Probleme gehabt?),andere Aquarianer als Du haben auch Erfahrungen, manchmal vielleicht sogar längere und Dein ewiges Herumhaken auf dem Tassentest und Bodengrund hat nun auch sicher jeder schon zigmal gelesen.

    Schön wäre es, wenn es so einfach wäre. Dann hätte sich das Problem eigentlich schon längst erledigen müssen. Leider sind aber viele Leute damit nicht weitergekommen und haben - auch schon in diesem Thread - mit guten Argumenten Deiner These wiedersprochen.
    Lass doch einfach die Leute selbst entscheiden!

    Gruß

    Bernd

    Ps. Über persönliche Kompetenzen muss ich mit Dir nicht diskutieren. In meinem engen Umfeld, mit denen ich mich ständig austausche, sind allerdings echte, promovierte Wissenschaftler, darunter der Leiter mehrere Analytiklabore von Eurofins. Persönlich habe ich schon in den 70er Jahren mit Peter Wilkens, zu Zeiten der Anfängen der Meeresaquaristik, engen Kontakt gehabt und manigfach experimentiert. Und hier in Baden und der Pfalz gibt es auch professionelle Meeresaquarianer.

    O.K. Norman, dann habe ich Deinen Beitrag hinsichtlich des Verschwindens falsch interpretiert. Meinen Aufsatz zur Cyanobekämpfung kennst Du sicher. Lass alle Zugaben, also auch Kohlenstoffgaben unbedingt weg. Das bringt momentan alles nichts.
    Das tägliche Absaugen ist zwar mühsam, aber sehr sinnvoll. An Steinen und Korallen alle Cyanos mit einem weichen Pinsel abpinseln. Das Absaugwasser filtern und wieder verwenden. Keinen Wasserwechsel machen. Dann testen: a) Nitar und Phosphat leicht erhöhen, Abschäumung reduzieren. Absaugen beibehalten. Gut zwei Wochen beobachten, ob Cyanoentwicklung stärker oder schwächer wird. Wird sie schwächer, dann diese Werte beibehalten.
    Wurden sie stärker oder blieb es gleich, nun b) Nährstoffwerte senken (einmaliger größerer Wasserwechsel von ca. 30 %, Osmosewasser mit nachgeschaltetem Mischbettharzfilter verwenden, möglichst eine neue Salzsorte nehmen; Abschäumer hoch fahren und relativ nass abschäumen, sehr sparsam füttern). Absaugen beibehalten. Wieder gut zwei Wochen beobachten. Wenn Rückgang feststellbar, diesen Weg fortsetzen.
    Wenn weiter keine Besserung eintritt, nach und nach mit jeweils zwei Wochen Beobachtungszeit Strömung reduzieren, Strömungsrichtung ändern, Bakterienmischung ( am besten die neue von Fauna Marin) zugeben, Versuch mit Erdaufguss.
    Wichtig ist, wirklich nur jeweils diese Maßnahmen und sonst absolut nichts durchzuführen. Zeiten unbedingt einhalten. Irgendwann wird ein Erfolg eintreten, auch wenn man da Zeit und Geduld braucht. Wenn man da einmal durch ist und nicht weitere Experimente mit irgendwelchem Zeug unternimmt, bleibt das Becken dann normalerweise auch stabil.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Norman,

    da gehen die Meinungen hinsichtlich der Körnung des Bodengrundes auseinander. Gerade auf feinem wird häufig von Cyanobelägen berichtet.

    Über Antibiotikaeinsatz wurde schon oft genug alles geschrieben. Du weißt selber welchen Unsinn Du damit treiben würdest. Früher wurde dies aus Unwissenheit häufig praktiziert. Die Cyanos waren dann schnell weg, die Becken kippten wegen der starken Belastungen oftmals total um (incl. Fischverluste durch Ammoniakvergiftungen und Freisetzung von Toxinen aus den Cyanos), die Kleinstlebewelt war total kaputt.

    Was bei Becken, in denen es nicht zum GAU kam, am schnellsten wieder da war? Die Cyanobakterien und diesen aufgrund fehlender Konkurrenz oft stärker als je zuvor.
    Ich kenne da wirklich viele negative Erfahrungen. Meist wurde dann das Hobby ganz aufgegeben oder in die Süßwasseraquaristik gewechselt.

    Ganz entscheidend ist aber die Gefahr für die Umwelt und Gesundheit. Da wirst Du hier von Verantwortungsbewussten keinen Zuspruch finden. Was Du letztlich mit Deinem Becken machst, ist Deine Sache, aber Schädigungen anderer Leute sicher nicht. Also lass die Finger davon!!!

    Hinsichtlich der Identifizierung hast Du immer noch nicht reagiert. Optisch sieht es auf den Bildern zwar nach Cyanos aus, aber Fotos sind nicht zuverlässig. Richtig sind Torsten´s Hinweise auf häufige Mischungen in den Belägen. Du hattest vom Verschwinden über Nacht und dem Neuauftauchen bei Tag berichtet. Das wären dann sicher Dinos. Hierzu wäre es jetzt aber auch mein letzter Hinweis. Nur jammern, aber nicht reagieren, bringt nichts.

    Gruß

    Bernd

    Um es zur Vermeidung von Missverständnissen noch zu ergänzen: Selbstverständlich brauchen Cyanobakterien - wie alle Photosynthes treibenden Organismen - zur Photosynthese Licht. Die blauen und einige roten Spektralbereiche sind dabei energiereicher, weißes Licht enthält alle Spektralbereiche.
    Zur Bekämpfung einer Cyanoplage bringt die Umstellung auf Blaulicht daher gar nichts, weil dies gerade die benötigten Bereiche beinhaltet; ein völliger Lichtentzug ist auch kein Weg, da dann im Becken vorher alle anderen Insassen, vor allem Korallen, absterben würden, ehe es die Cyanobakterien nachhaltig beseitigt und Schwachlicht bzw. energiearme Spektralbereiche können von einigen Cyanoformen im Gegensatz zu anderen Photosynthesetreibenden sogar genutzt werden.

    Ich biege mir gar nichts hin, habe wohl auch ein paar Tage längere und kaum weniger breite Erfahrungen wie Du und kann daher sagen, dass Lichtentzug bzw. die Beschränkung auf Blaulicht keine nachhaltige Wirkung hat, in manchen Fällen aus den genannten Gründen sogar kontraproduktiv ist. Der Glaube an angebliche Erfolge beruht in den meisten Fällen offensichtlich auf Verwechslungen mit Dinoflagellaten.
    Dass diese Erkenntnis, die eine ganze Reihe anderer Fachleute teilt, auch wissenschaftlich belegt ist, wird Dich wie üblich nicht interessieren, da Du ja nach mehrfachem Bekunden von wissenschaftlichen Untersuchungen nichts hälts.
    Mag sich jeder betroffene Aquarianer selbst seine Meinung bilden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Torsten,

    die Lichtverhältnisse spielen bei der Massenvermehrung von Cyanobakterien sicher nur eine Nebenrolle, aber Arten, die Phycobilisome besitzen und dadurch Schwachlicht (grüner Spektralbereich) nutzen kommen im Aquarium durchaus vor. Sie sind es, die oft im Zusammenhang mit alten Leuchtmitteln beobachtet werden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Mirco,

    da scheinst Du einiges zu verwechseln. Was für Fadenalgen gilt, hat mit Cyanobakterien nichts zu tun! Weißes Licht fördert keinesfalls Cyanobakterien. Im Gegenteil, verschiedene Stämme haben gerade bei Schwachlicht Konkurrenzvorteile. Daher macht auch ein Wechsel zu alter Leuchtmittel bei Cyanoproblemen Sinn.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Michael,

    sorry, aber ich habe schon den Eindruck, dass Du auch auf gut gemeinte kritische Nachfragen unangemessen reagierst. Das habe ich ja auch schon am Anfang dieses Threads erleben dürfen.
    Du hast Probleme und stellst Fragen. Da muss man auch akzeptieren, dass jemand hierzu seine sachliche Meinung äußert. Oder suchst Du nur Bestätigungen? Dies wäre dann wohl nicht so ganz hilfreich.

    Meine Vorbehalte gingen ja auch schon in die Richtung, dass ein stark besetztes Fischbecken - grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden! - andere Wasserwerte aufweisen wird, als ein nährstoffarmes Korallenbecken. Dessen Werte bei gleichbleibendem Besatz mit Kohlenstoffzugaben anzustreben, ist eben ein schwieriges, nach vielfältigen Erfahrungen - besonders bei der vergleichbaren Anwendung der Wodkamethode - oftmals mit erheblichen Problemen verbundenes Unterfangen.
    Dies hast Du ja nun selbst erlebt und solltest - da wiederhole ich mich - die Quelle des Problems auch ein bisschen bei Dir selbst suchen. Wie Du selbst geschrieben hast, liegt Dein Schwerpunkt bei den Fischen und dies hat in der Vergangenheit gut geklappt. Belass es doch einfach dabei und verzichte auf Experimente.

    Gruß Bernd

    (Hoffentlich kommt da nicht wieder ein Beißreflex).