Beiträge von Bernd Koberstaedt

    Hallo,

    ich frage mich immer wieder, warum man heute alles unbedingt computergesteuert und mit dem Internet verbunden betreiben muss. Je komplexer die Technik, desto größer ist auch die Ausfallgefahr. Aufwand und Kosten stehen dabei häufig in keinem Verhältnis zum Nutzen. Manches erscheint mir eher als Ersatz für die frühere Spielzeugeisenbahn.
    Erstaunlich auch der heutige Fetisch Datenschutz auf der einen Seite und das offene Scheunentor durch den immer breiteren unüberschaubaren Netzanschluss auf anderen.

    Gruß

    Bernd

    Und ein ganzes Aquarium kann eben nicht zum Kalkreaktor werden, weil man dafür den pH-Wert im gesamten Becken in den sauren Bereich verschieben müsste. Ob das Pulver tropfenweise aus einem separaten Behälter oder sonst wie zugegeben wird, ändert nichts an der Unlöslichkeit!
    Die Löslichkeit in dem gesonderten Behältnis kann erst mit der Ansäuerung durch zusätzliche CO2-Zufuhr erreicht werden, dem Prinzip des Kalkreaktors.

    Der Vorschlag ist und bleibt aus grundsätzlichen chemischen Gegebenheit untauglich.

    Hallo,

    bei ständigen minimalen Wasserwechseln erfolgt nicht der gleiche Austrag unerwünschter, das Wasser belastender Stoffe wie bei einem größeren in gewissen zeitlichen Abständen, auch wenn die Gesamtmenge gleich wäre!
    Mit den täglichen kleinen Wechseln wird ja auch immer wieder ein Teil des am Vortag nachgefüllten frischen Wassers mit entfernt. Gleichzeitig kommt täglich wieder ein Eintrag hinzu. Damit entsteht kein linearer Austrag bei den minimalen Wechseln, aber ein größerer bei dem Wechsel in Abständen, da hier prozentual eine größere Menge Schadstoffe gleichzeitig entfernt werden.

    Gruß

    Bernd

    Ein geringer Überschuss von CO2 muss natürlich vorhanden bleiben, sonst bleibt das Calciumcarbonat nicht in Lösung. In der Neutralisationsstufe verwende ich daher nur eine relativ kleine Menge Kalksubstrat und habe dort nur eine kurze Verweilzeit. Auch sollte die Auslaufmenge aus dem Kalkreaktor nicht zu groß werden, damit in einer ausreichenden Verweilzeit genügend Kalk gelöst wird und die Calciumcarbonatkonzentration hoch ist.

    Einen minimalen CO2-Überschuss und damit eine kleine pH-Absenkung lässt sich aber nicht vermeiden; deshalb die parallele Kalkwasserzufuhr. Die Dosierung erfolgt bei mir automatisch als Ausgleich des Verdunstungswassers.

    Hallo Stefan,

    das ist die wichtigmacherische Bezeichnung der Händler für zwei- oder mehrfarbige, gemischte Farbformen von Korallen.
    Da manche dieser Leute wohl nicht mehr der deutschen Sprache so richtig mächtig sind, sich als besonders "modern" gebärden wollen oder die Kompetenz zur Artbestimmung nicht ausreicht, kommen immer mehr "denglische" Bezeichnungen statt fachgerechter lateinischen Artennamen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Honk,

    am einfachsten geht es, wenn man das Ausgangswasser über einen Behälter mit Kalksubstrat laufen lässt. Da wird überschüssiges CO2 gebunden. Zusätzliche anschließende Luftzufuhr über einen Ausströmer kann nicht schaden; feinperlig könnte allerdings ein Abschäumeffekt entstehen.

    Übrigens, den pH-Wert gibt man nicht mit dKH an, Diese Bezeichnung nimmt man für die Alkalinität.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    in meinem dicht mit Korallen zugewachsenem Becken füttere ich den Mandarinfisch immer, in dem ich Frostfutter in einem ersten Schub im gesamten Becken verteile, direkt anschließend in einem zweiten dann speziell für den Mandarinfisch das Futter so in einen dichten Korallenstock gebe, dass Schnellschwimmer da nicht gut hinkommen. Während die anderen Fische zuerst im Freiwasser nach dem Futter schnappen, kann der Mandarin in relativer Ruhe zwischen dem Geäst picken.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    anorganisches Zinn ist doch ohnehin so gut wie nicht toxisch, schon gar nicht in den Spuren die gelöst werden könnten. Problematisch sind lediglich einige organische Verbindungen, aber die sind in PVC-Rohren nicht vorhanden.
    In Spuren ist Zinn im natürlichen Meerwasser vorhanden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas und Rüdiger,

    danke für deine Beschreibung. Die beschriebene Lösung ist aber im Grundsatz keine Neuerung!

    Gelöstes reines Calciumhydroxid, also Kalkmilch und kein Kombipräparat, hat einen pH-Wert von ca. 12,5. Durch die Zugabe kann man den pH-Wert anheben und gleichzeitig die Ca-Konzentration erhöhen bzw. den Ca-Verbrauch ausgleichen. Rüdiger, die Dosierung lässt sich aufgrund der individuellen Verhältnisse (Verbrauch, CO2-Eintrag, Säurebildung im Rahmen von Abbauprozessen) kaum rechnerisch oder über pauschale Tabellen ermitteln. Geht es "nur" um den pH-Wert, so muss man die Dosierung durch laufende Messungen des pH-Wertes bestimmen.

    Die reine Kalkwasserzugabe hat aber ihre Grenzen und Probleme: Zunächst kann man nur soviel Kalkwasser zugeben, wie Wasser aus dem Becken verdunstet. Andernfalls würde man die Salinität des Beckenwassers senken.
    Theoretisch könnte man das Calciumhydroxid auch direkt ins Aquarium geben, aber dies macht auch wenig Sinn. Erstens löst es sich im Wasser schlecht (nur 1,7 g pro 1 L Wasser) und zweitens kann der nicht gelöste Rest je nach Reinheitsgrad div. ungewollte Rückstände enthalten. Wegen der ätzenden Wirkung käme auch nur eine Zugabe in einem von den Tieren getrennten Bereich infrage.
    Wegen der schlechten Löslichkeit setzt man das Kalkwasser daher getrennt mit einem Überschuss Calciumhydroxid an und gibt nur das gelöste Kalkwasser ohne den entstandenen Bodensatz zu.
    Das dritte Problem hierbei ist der Umstand, dass damit keine Carbonat-Ionen direkt ins Aquarium kommen. Die Calciumkonzentration könnte also in einem Übermaß steigen, die Alkalinität und damit das Pufferungsvermögen aber unzureichend bleiben. Je nach Situation, also Atmung, Fütterung, CO2-Produktion oder Verbrauch etc. entstehen ja ständige Schwankungen im CO2-Status des Beckens mit Einfluss auf den pH-Wert.
    Kalkwasser selbst kann allenfalls indirekt die Carbonatmenge erhöhen, wenn nämlich durch die Erhöhung des pH-Wertes das Carbonatgleichgewicht Richtung CO2-Untersättigung verschoben wird und nun - und nur dann !!! - durch einen optimalen Gasaustausch mit der Umgebungsluft ausreichend CO2 geliefert wird, um Hydrogencarbonate zu bilden.

    Um dies alles ständig zu regeln und zu steuern, bräuchte man einen riesigen Kontrollaufwand. Einfacher geht dies, wenn man parallel zusätzlich mit einem Kalkreaktor arbeitet, da sich Kalkreaktor und Kalkwasser mit ihren gegensätzlichen Auswirkungen auf den pH-Wert gut ausgleichen.
    Um diesem technischen Aufwand zu umgehen, der sich nicht bei jedem kleineren Becken lohnt, haben sich die Balling-Methode, die von unserem Forenfreund Hans-Werner eingeführt wurde, sowie deren Abwandlungen recht breit etabliert.

    Es führen also viele Wege nach Rom, und in der Praxis können alle gute Erfolge nachweisen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Thomas,

    ich bin immer offen für Verbesserungen, nur habe ich immer noch nicht verstanden was da nun tatsächlich neu entdeckt worden sein soll. Ich verwende Kalkwasser beispielsweise schon ewig und wirke damit pH-Senkungstendenzen des Kalkreaktors entgegen, halte auch den pH-Wert damit stabil. Das hat Armin Glaser in seinem Buch zur Meerwasserchemie schon vor langer Zeit beschrieben, und bei mir läuft dies auch zuverlässig. Beide Werte, also KH und pH, sind eingeregelt und müssen nur gelegentlich nachjustiert werden.
    Allein mit Kalkwasser wird es aufgrund der begrenzten möglichen Zugabemengen nur bei optimalem Gasaustausch klappen. Was da der Korallenfarmer in den USA in den USA nun tatsächlich neu machen soll, habe ich aber immer noch nicht gelesen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    unter Balaststoffen versteht man doch faserreiche Bestandteile pflanzlicher Nahrung, die unverdaut in den Darm kommen. Ist dies denn bei der Verdauung der Fischnahrung überhaupt von Bedeutung? Viele Fischarten sind ja gar keine Pflanzenfresser. Oft sind die Arten ganz spezialisiert auf bestimmtes Futter, was sollen Fresser rein tierischer Nahrung mit zum Beispiel mit Norialgen, die sie in der Natur nie aufnehmen würden?
    Ich frage mich, ob dies überhaupt Sinn macht oder eine reale Bedeutung hat, vor allem auch wenn man dann Futter undifferenziert für alle Arten einbringt. Trennen je Art wäre wohl auch kaum realisierbar.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robert,

    ich sehe es eher so wie Rüdiger. Ein größerer Wasserwechsel bedeutet eine, wenn auch nur zeitweilige, plötzliche Veränderung der Phosphatkonzentration. Das mögen Korallen gar nicht; schon gar nicht solche, die über lange Zeit an höhere Werte gewöhnt sind.

    In meinem nun schon viele Jahre stehenden Becken hatten sich im Lauf der Jahre auch die Phosphatdepots vermehrt, weshalb es immer schwieriger wurde, trotz regelmäßiger kleiner Wasserwechsel die gewollten niedrigen Konzentrationen zu halten.
    Ich habe dann zu Lanthan (ElimiPhos rapid) gegriffen. Dabei gab es zunächst einen "Unfall", denn eine falsche Programmierung einer neuen Dosierpumpe hatte auf einmal eine große Menge Lanthan ins Becken gepumpt. Das ganze Wasser war milchig weiß. Passiert ist zu meiner großen Überraschung gar nichts! Allerdings waren die Ausgangswerte beim Phosphat zu diesem Zeitpunkt auch nicht so hoch; es gab also keinen plötzlichen Absturz.

    Ich habe aber daraus gelernt. Lanthan immer nur in äußerst hohen Verdünnungen und diese dann in geringen täglichen Dosierungen verwenden. Für die Sanierung deines Beckens würde ich auch so vorgehen. Die kleineren Wasserwechsel wären dann auch effektiver, ohne radikale Eingriffe.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Werner,

    ich sehe keine Notwendigkeit für große Futterexperimente. Bekanntlich leiden Aquarienfischen weit häufiger an einer Fettleber statt Mangelernährungen. Zur Überfütterung kommt der Bewegungsmangel durch den eingeschränkten Raum und das im Vergleich zum natürlichen Habitat weit geringere Fluchtverhalten. Viele Futtersorten, gerade auch Trocken- oder Granulatfutter, basieren auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, vor allem auch aus der Fischzucht. Die erscheinen mir vermutlich ausgewogener als eigene Experimente.

    Meine uralten Fische sind putzmunter und haben ohne Medikamente sogar die eine oder andere Erkrankung überstanden, die im Lauf der Jahre durch einen Neuzugang eingeschleppt wurde.

    Gruß

    Bernd

    Einen stabilen pH-Wert von 8,3 zu halten ist nicht möglich wenn man mit einem Kalkreaktor arbeitet, selbst dann nicht wenn man versucht das CO2 hinter einem Nachbrenner noch mal über gegenbelüfteses Calziumkarbonat rieseln zu lassen. So meine Erfahrung mit einem DaStaco Kalkreaktor. Mit Aufwand habe ich es geschafft dass er nicht mehr morgens auf unter 8,15 abfällt.
    Ohne spezielle Maßnahmen ist er bis auf 7,75 abgefallen

    Grüße. Klaus

    Hallo,
    dass beim alleinigen Betrieb eines Kalkreaktors der pH-Wert im Durchschnitt tiefer liegt, ist infolge des nicht vollkommen vermeidbaren CO2-Überschusses normal. Eine Nachbehandlung des Auslaufwassers über Calciumcarbonat vermindert zwar den Überschuss, kann ihn aber nicht vollständig beseitigen. Dem wirke ich mit der parallelen Zugabe von Kalkwasser als Verdunstungsausgleich entgegen.

    Man muss das Becken aber auch nicht zwanghaft mit einem hohen pH-Wert von 8,3 betreiben. Wichtiger ist, starke Schwankungen zu minimieren, wobei tageszeitliche Bewegungen auch normal sind. Über 0,5 pH-Einheiten sollten sie aber nicht hinausgehen.
    Allmähliche pH-Schwankungen in dieser Bandbreite im Tagesverlauf machen weder den Fischen noch den Korallen etwas aus. Davon, diese durch eine zu hohe Alkalinität (über KH :smiling_face_with_sunglasses: stabilisieren zu wollen, würde ich abraten.
    Grundsätzlich wären mir stabile KH-Werte wichtiger als minimale langsame Schwankungen des pH-Wertes.
    Nicht ganz nachvollziehen kann ich die beschriebenen Messprobleme bei der Ermittlung des KH-Wertes. Alle von mir bisher verwendeten Tropftests haben bei richtiger Anwendung (sauberes Testgefäß, genau gleiche Menge des Testwassers und gleiche Tropfengröße) innerhalb des gleichen Produkts recht identische Werte erbracht. Große Abweichungen zwischen den angebotenen Marken habe ich auch nicht festgestellt. Allerdings sollten die verwendeten Tests nicht überaltert sein, weil die Säuren in den Tests nicht ewig stabil bleiben.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernd,
    der Vitaminverlust z.b. bei Gemüse kann nach 12 Monaten Lagerung bei - 18 Grad bereits gut 50 % betragen. Marginal finde ich das nicht. Oder würdest Du einen Gewichtsverlust von 50 % innerhalb eines Jahres marginal nennen?

    Jeder kann hier Lesen und die Problemstellung richtig einordnen. Es tut mir leid, aber ich habe aufgrund der bisherigen Erfahrungen hier im Forum grundsätzlich kein Interesse mit dir über irgendetwas zu diskutieren.

    Gruß

    Bernd

    Wenn es um die KH geht, sollte immer der pH-Wert bzw. die pH-Wertschwankungen im Auge behalten werden. Je niedriger die KH (Alkalinität) desto tiefer der pH-Wert und so größer die pH-Wertschwankungen.
    Einige Fische reagieren auf ewige starke pH-Wertschwankungen nicht besonders gut.

    Dies ist sicher richtig, allerdings sollte man daraus nicht im Umkehrschluss ableiten, dass eine erhöhte Alkalinität (KH über 8°dH) erstrebenswert ist. Vielmehr wäre es wichtig, Ursachen für stärker sinkende pH-Werte, etwa erhöhten CO2-Eintrag durch schlechte Raumbelüftung, Überbesatz oder durch Zersetzung organischen Materials, zu beseitigen.
    Bei gut ausgeglichenen Bedingungen sollte bei KH 7,5 der pH-Wert relativ konstant bei ca. 8,3 liegen.

    Hallo,

    um hier auch Haarspaltereien gerecht zu werden, im gefrorenen Zustand steht den für Abbauprozesse verantwortlichen Enzymen so gut wie kein Wasser zur Verfügung. Lediglich winzigste Reste im Mikrobereich sind dann noch vorhanden. Somit kann ein marginaler Vitaminverlust allenfalls nach sehr langer Aufbewahrungszeit eintreten, der aber für die Fragestellung hier so gut wie keine Bedeutung hat. Frostfutter enthält auch nach längerer Aufbewahrung noch ausreichend Vitamine. Nach jahrelanger Lagerung wird es wohl niemand verwenden wollen.
    Für zusätzliche Vitaminanreicherungen ergeben sich für mich in der Praxis somit keine Notwendigkeiten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sandy,

    ich verwende gutes Flockenfutter (meist Tetra Marin), Granulatfutter, als Frostfutter Mysis, Artemia, Cyclops, rote, schwarze und weiße Mückenlarven, im Sommer gelegentlich lebende Artemia aus eigener Zucht, als Grünfutter je nach Jahreszeit vor allem junge Löwenzahnblätter und Feldsalat.
    Von Knoblauchgaben halte ich übrigens auch nicht viel, denn dessen Wirkstoff Alliin/ Allicin zerfällt sehr schnell und kommt in der natürlichen Nahrung der Fische gar nicht vor.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    ich habe Fische im Becken, die teilweise schon über 20 Jahre alt sein dürften, kerngesund sind und nie mit irgendwelchen Vitaminzusätzen gefüttert wurden. Eine ausreichende Ernährung mit gutem Trockenfutter, abwechslungsreichem Frostfutter und Grünfutter für die Doktorfische hat sich bestens bewährt. Aber auch Überfütterung vermeiden, die in Aquarien schnell zur Leberverfettung führen kann und alles ist gut.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    im natürlichen Meerwasser liegt die Alkalinität ungefähr bei KH 6,5. Damit liegt auch nah, dass dies den Korallen besonders gut zusagt.
    Um die Puffwirkung der Alkalinität bezüglich des pH-Wertes möglichst konstant zu halten, betreiben viele Aquarianer ihr Becken mit einem etwas höheren Wert; ebenso manche Züchter, um damit ein schnelleres Korallenwachstum zu pushen (was allerdings auf Kosten der Kompaktheit der Korallen geht).

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    PO4 messe ich mit dem Hanna Checker, da mir die meisten sonstigen Tests Probleme mit dem Farbabgleich bereiten. Für KH verwende ich aber die einfachen Tropfentests, egal ob von Tropic Marin, Tetra oder JBL.
    Diese sind hinreichend genau, denn auf Zehnteleinheiten kommt es da ganz bestimmt nicht an. Wichtiger sind stabile Werte im natürlichen Rahmen.
    Beim neuen Kauf einer Testlösung gleiche ich das Ergebnis mit dem der bisherigen ab. Sollte es da große Abweichungen geben - was bisher nicht der Fall war - könnte ich auch diese abschätzen.


    Gruß

    Bernd

    Hallo Ralf,

    meine Erfahrungen beziehen sich zwar auf Hanna 736, aber da habe ich schon kleine Unterschiede zwischen den Gläsern allein, vor allem aber auch im Hinblick auf mögliche leichte Antragungen am Glas gemessen (z.B. einmal wegen eines gang kleinen Kalkflecks). Dies erscheint mir von der Funktionsweise her auch logisch. Es wird ja auch empfohlen, auf unbedingte Sauberkeit zu achten und selbst feinste Bläschenbildung zu vermeiden.

    Die von mir festgestellten Unterschiede waren allerdings marginal, d.h. für mich ohne Bedeutung für die Beurteilung der Phosphatsituation.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    die geringen Abweichungen können schon allein durch minimale Abweichungen bei der Reagent-Zugabe (ein ganz kleines bisschen geht da bei mir meist daneben oder haftet zu sehr an der Verpackung), der Wasserprobenentnahme , leichten Anhaftungen ( z.B. Fingerabdruck, Wasserspritzer etc.) an den Gläsern oder schon an deren Positionierung im Checker entstehen. Ob da ein Test der Gläser auf Dauer etwas bringt, würde ich eher bezweifeln. Wichtig ist, dass man den Test immer mit einem Glas durchführt.
    Auf die allerfeinste Differenz, die man mit diesem Test wohl kaum verhindern kann, käme es mir auch nicht an.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Sandy,

    ehe du einen der beiden Fische abgeben musst, würde ich schon wie beschrieben einen Versuch starten. Die Dominanz hängt ja nicht allein von der Größe ab. Demoisellen können beispielsweise auch weit größere Fisch aus ihrem Revier verdrängen. Eigentlich gilt auch der Z. xanthurum eher als Raufbold. Mit dem Einsperren kann man ihn vielleicht etwas einschüchtern. Ob dir eine geeignete Fischfalle zur Verfügung steht ist natürlich eine andere Frage.
    Hinsichtlich der Fütterung würde ich es auch noch mit Grünfutter versuchen. Feldsalat gibt es ja derzeit überall und wird bei mir von Doktorfischen besonders gern gefressen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    bei mir gab es einmal recht heftige Probleme zwischen einem Paracanthurus hepatus und einem neu eingesetzten, etwas kleineren Zebrasoma flavescens.
    Ich konnte damals den P. hepatus nach einigen Versuchen in einer selbstgebauten, durchsichtigen Fischfalle separieren und ihn, für dien Zebrasoma sichtbar, gut zwei Wochen im Zaum halten. Dies hatte gereicht, dass sich der Zebrasoma eingelebt hat und offensichtlich mutiger geworden war.
    Danach war der P. hepatus nicht mehr dominant und friedlich.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Max,

    ich habe deinen anderen Beitrag nochmals gelesen, bin leider aber auch nicht schlauer. Es wurden ja viele Möglichkeiten erörtert. Tendenziell wäre ich auch bei Nährstoffmangel und zu häufigen Veränderungen der Parameter. Bei den Fischproblemen würde ich allerdings Lichtfragen ausschließen.

    Es ist schon eine frustierende Situation, wenn man die Ursache für Probleme nicht findet, aber aus der Ferne können Ratschläge auch nur Mutmaßungen sein.
    Aufgefallen ist mir, dass du nur mit Totmaterial und gebrauchtem Lebendgestein gestartest hast. Da wird sich nicht viel Beckenbiologie entwickelt haben. Zweimalige 40 %-ige Wasserwechsel haben sicher auch zu starken, schnellen Parameterverschiebungen geführt.
    Wenn ich richtig gelesen habe, hast du ja auch schon Zink nachdosiert.

    Letztlich bleibt mir auch nur der Rat, nach und nach fragliche Parameter mit langen Abständen zu verändern und die Entwicklung abzuwarten.

    Gruß

    Bernd

    Hallo,

    m.W. hat Armin Glaser im Institut für Mineralogie und Geochemie Karlsruhe HR-ICP-MS-Untersuchungen gemacht. Einige Hersteller (z.B. Fauna Marin) machen auch Angaben zu den Konzentrationen.
    Mit Analysewerten bei Spurenelementkonzentrationen bin ich grundsätzlich vorsichtig. Sie geben bei diesen sehr niedrigen Konzentrationen immer nur einen Augenblickswert wieder, der erheblichen Schwankungen - etwa vor oder nach Fütterungen, Zugabe von Präparaten, inhomogene Mischungsverhältnisse beim verwendeten Meersalz usw. - unterliegen kann.
    Dies zeigt auch das Diagramm des Themenstellers. Zeitweise waren seine Zn-Konzentrationen sogar im oberen Grenzwert. Im natürlichen Meerwasser liegen die durchschnittlichen Werte bei 0,39 µg/l. Bei 10 µg/l können bei Muscheln schon Schäden auftreten, über 15 µg/l sollten die Konzentrationen nicht liegen.
    Die von Max beschriebenen Schäden treten lt. seinem Bericht auch bei relativ neu ins Becken gekommenen Korallen auf. Mangelerscheinungen zeigen sich aber normalerweise nicht nach kurzer Zeit, entsprechende Schäden aber häufig bei rasch wechselnden Bedingungen.
    Ich habe daher meine Zweifel am Zinkmangel als Ursache seiner Probleme, zu anderen Werten und Bedingungen fehlen ja ausreichende Informationen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Bernd,
    woher hast du die Infos das in Meersalzmischungen reichlich Zink vorhanden ist?

    Gesendet von meinem Mi 9T mit Tapatalk

    Hallo Jörg,

    u.a. aus der Fachliteratur (Armin Glaser - Ratgeber Meerwasserchemie zum Thema Zink: ..."Es ist überall in der Umwelt vorhanden. Daher ist es auch in Meersalzmischungen und Trinkwasser so reichlich, dass von einer zusätzlichen Zugabe unbedingt abzuraten ist". ...)

    Bekanntlich ist Zink auch in vielen Futtersorten usw. vorhanden.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Max,

    normalerweise ist Zink in den Meersalzmischungen so reichlich vorhanden, dass von zusätzlichen Gaben eher abzuraten ist. Von einem derartigen Schadbild infolge Zinkmangel habe ich auch noch nicht gehört.
    Zu den Nährstoffwerten - insbesondere PO4 -, eventuellen schnellen Schwankungen usw. hast du nichts geschrieben. Da liegen meist die wichtigsten Ursachen.

    Gruß

    Bernd

    Hallo Robert,

    er kann auch über den Verschraubungen angebracht werden. Die Hauptsache ist, dass er über dem Ventil sitzt.

    Zum Einstellen: Erst Bypass schließen und Hauptventil so einstellen, dass eine ganz kleine Menge weniger durchläuft wie zum Aufstauen nötig. Dann Bypass langsam öffnen und so einstellen, dass der Wasserstand gleich bleibt. Mehrmals nach einiger Zeit nachjustieren, denn die richtige Einstellung hängt oft von wenigen Tropfen Differenz ab.

    Gruß

    Bernd