Beiträge von Stefan C.

    Zitat

    Original von Günter Carstens
    Ich habe diese Alge trotz 6 wöchigem Algenexeinsatz nicht wegbekommen. Unglaublich schnell hat sie sich nach den 6 Wochen wieder erholt. Ich habe mich nicht getraut die Dosis wie Stefan C um 15% anzuheben. Besser wäre es vermutlich gewesen. Vielleicht hätte ich dann die 6 Wochen abkürzen können.

    Stefan C @ kam das Zeug dann dauerhaft nicht wieder ?

    Hallo Günter,

    mit dem überdosieren kam nichts mehr.
    Ich hatte die Dosierung anfänglich zu früh abgesetzt; den Anschluß an die 5-wöchige Behandlung und ihre Wirksamkeit wiederzufinden, ist dann natürlich schwer.
    Auch wenn andere Leute glauben, dass es sich um keine Plage handelt (ich hatte die roten Büschel zu Beginn ganz nett gefunden),- mein Korallenverlust bezifferte sich bis vor Einsatz von Algen-Ex bereits auf über 140 Korallen; allein durch das Einwachsen der Algen ins Korallengewebe (prima unter dem Mikroskop zu sehen) und das abziehen von Nitrat und Phosphat bis unter meßbare Grenze durch den zehrenden Verbrauch der roten Watte mit ihrem immensen Vermehrungspotential.
    Seither lautet mein Ratschlag immer: die Dosis wie angegeben beginnen (fast homöopathisch). Nach 10 Tagen steigern und spätestens nach 20 Tagen 15- 20% überdosieren. Erst wenn der letzte rote Flusen die Farbe verloren hat, ist die PLAGE besiegt. Länger als 3 Wochen sollte/darf eine Behandlung eigentlich nicht dauern.
    Ich kenne den Wirkstoff von Algen-Ex; deshalb sollte eine Behandlung in kurzem Zeitraum zum Ziel führen.
    Auch, um gerade zwangsläufige Flurschäden in der Bakterienökologie so gering wie möglich zu halten.

    Vor einigen Monaten habe ich mir durch Briareum (daran haftet die Watte gerne) in 2 Becken die Alge wieder eingeschleppt. Da keine Fische vorhanden sind, funktioniert das 'aushungern' bis jetzt ganz gut.

    Hallo,
    ich hatte meine Freude in 5000Ltr. Wasser ; jeden Tag ein halbes Kilo rote nasse Watte geangelt!
    Wenn Algen-Ex so hergenommen wird, wie in der Konzentration angegeben, hat man länger Freude an den roten Büscheln.
    Ich hatte in der Not zum Schluß, nach 5 Ltr. Algen-Ex, als die Korallen nach der mehrwöchigen Kur bereits arge Schäden davontrugen, die Konzentration um 15 % erhöht und den Sieg errungen.

    Zitat

    Bevor ich das versuche würde ich es vielleicht erst mit den üblichen Verdächtigen wie PH-Erhöhung über Kalkwasser und co. versuchen.


    jaaa genau... , das düngt richtig schön :angry_face:
    solche Tips gebe ich selbst meinen ärgsten Nichtfreunden nicht :O .

    Hallo,
    mindestens einmal im Quartal taucht die Frage nach dieser Alge auf. :O
    Gegen die rote Haaralge gibt es soweit keinen Freßfeind; weder Einsiedler (die zerrupfen die Alge nur :angry_face: ), noch Schnecken, Seehasen oder herbivore Fische; ich hatte alles durch!
    Manche berichten davon das Turboschnecken oder Zebrasoma an die Alge gehen. Ich hatte damit nie Glück.
    Sehr schön auf dem Foto zu sehen: das einwachsen der Alge ins Korallengewebe; das ist gerade das Fatale.

    Zwei Möglichkeiten: aushungern-; keine Spurenelemente, kein Wasserwechsel, absaugen der Büschel, peinlich darauf achten, dass sich beim Absaugen die Alge nicht im freien Wasser selbständig macht.

    Die andere Möglichkeit: Algen-EX Radikalkur, bis auch das letzte Büschel braun ist. Vorzeitiges Beenden der Algen-EX Behandlung verschlimmert die Plage, da die Alge sich aus kleinsten Resten regeneriert und mit doppelter Pracht innerhalb weniger Wochen wieder aufersteht.

    Hallo,
    Ich habe die vergangenen Jahre schon um die 500 kg des Tütensandes verbaut, manchesmal hartnäckig mit Cyanos besetzt, einmal auch mit Dinoflagellaten, die sich aber auf den siedelnden Diatomeen niedergelassen hatten, aber auch viele Male vollkommen sauber geblieben.
    Gleiches erlebte ich mit trockenen Aragoniten, Korallenbruch aber auch mit gebranntem Keramikmaterial.
    Das Bakterien im Sand eingetütet 'überleben' ist sicher absoluter Käse. Die 'Nährlösungen' in den Tüten sind aber Bakterienfutter pur. Wenn ein Becken schwach in der Bakterienflora bestückt ist...> da glaub ich gerne daran, dass die Dinos in die Lücke springen :winking_face:
    aber das Herziehen über den Livesand aus Tüten in dieser Art ist wohl schon frech bis geschäftsschädigend! .

    Da es aber im Thread um den sich sammelnden Detritus im Vergleich von Korallenbruch zu Sand handelt-; zur Beruhigung: ich sauge mit Mulmglocke derzeit jede Woche aus ca. 200kg Sand die Überreste der vergangenen 5 Jahre mittels Mulmglocke. Die Menge an abgesaugtem Dreck steht der von Korallenbruch mit 3-5mm körnung in nichts nach.

    Hallo Peter,
    2x IKS, der älteste nun im 7.Jahr: mittlerweile geht die Uhr bei einem schon 11 Stunden und 4 Tage nach. :smiling_face:
    Früher noch voll aufgerüstet, betreiben beide mittlerweile nur noch Kalkreaktoren, messen Temperatur, Leitwert, pH und am großen Becken einer zusätzlich den Redoxwert. Schaltsteckdosen sind mehr oder weniger leer geworden.
    Ich hab genügend mit anderer Aquatechnik zu kämpfen, darum brauch ich keine Spielereien, sondern Erleichterung und Zuverlässigkeit in abzulesenden Daten.

    Edit: fast vergessen: einer bedient noch eine Nachfüllanlage. der Pegelfühler ist in einer Salzkruste erstarrt, arbeitet aber seit 9 Jahren bis auf einmal säubern absolut tadellos.

    ach Peter,

    Zitat

    Auf dem Bild ist er übrigens FALSCH angeschlossen, denn der Zulauf erfolgt von UNTEN !!


    für wie dämlich hältst du mich? :face_with_tongue: :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    Da wo der gelbe Schlauch oben sitzt , ist freilich der Auslauf. Nur der mitgelieferte Leitwertmesser passt nirgendwo dran. Falsche Nennweite der Verschraubung.

    Hallo Dirk,
    da die Eimer im Tauschsystem sind, ist mir der weitere Weg der Harze an und für sich egal.
    Nur perplex bin ich doch von der recht mageren Ausbeute an Reinstwasser von 500 Ltr. / bottle. Ich brauche aber pro Woche mindestens 1200 Ltr. ;
    eigentlich wollte ich von der Wasserverschwendung mittels UOA und MB20 Harz weg, aber so wie es aussieht...

    Hallo,
    Der Hersteller der 25Ltr. 'Patronen' würde mich interessieren.
    Wer weiss anhand des Fotos, wer das sein könnte? Der Vertrieb erfolgt über Aqua Perfekt.
    Lt. Auskunft des Vertrieblers sollen sich die Eimer wie warme Semmeln verkaufen :confused_face: .
    Demnach sollte dann der Hersteller zumindest Antwort geben können, für was für einen Zweck sein (nicht deklariertes) Harz eigentlich gedacht ist?

    Hallo Klaus,

    Zitat

    Die Lampe ist nur in schwarz (anthrazit) erhältlich.


    wer sagt das? kannst du gegen Aufpreis gerne umgepulvert bekommen.

    Zitat

    Ein großer Pluspunkt: Die Lampen werden von einem deutschen, für seine Qualität bekannten, Leuchtenhersteller hergestellt. Das bedeutet, daß die Leuchten immer dieselbe Qualität aufweisen.


    Stimmt! :thup
    ich habe mir meine Leuchte vergangenen Freitag selbst ab Produktionsstandort abgeholt und die Qualität der Herstellung im allgemeinen begutachten dürfen !

    Hallo Peter,
    bei Zwergkartuschen muß man in der Tat aufpassen, denn teilweise treiben durch zu schnellen Durchlauf die Harze auf, -wenn dann kein Innertharz verwendet wird, verstopfen die Filterchen;
    ab einer gewissen Füllmenge und Größe ist von unten nach oben schon der normale Betriebszustand, denn sonst hätten die Filterhersteller alle einen Denkfehler.
    ich bekomme übernächste Woche meinen 25 Ltr. Mischbett-Filter von Aqua Perfekt. Bin gespannt, wie das funktioniert.
    Mir geht die Wasserverschwendung mittels UOA und nachgeschaltetem MB20 schon gehörig auf die Nerven.
    Derzeit verbrauche ich 25kg MB20 alle 14 Wochen. :angry_face:

    Hallo Klaus,
    der Unterbau wurde mit Kalkgestein aus der Vorgebirgsgegend erstellt;
    was dann noch an toten Korallen eindekoriert wurde, keine Ahnung. Aber das man das tote Zeug dann mittels Flieger bewegt, alle Achtung,- der hats eben richtig krachen lassen :thup

    die tollle Weissglasscheibe hat aber leider auch nichts gegen das pieselgelbbraune Wasser genutzt :ylol...

    Zitat

    Original von Gwynnedd

    Hallo Klaus, leider nicht. klick

    wieso leider nicht?
    Gott sei Dank ist der aquaristische Schandfleck entsorgt. Das 'wie' wissen aber nur mehr die alten Forenmitglieder ; hier nachzulesen.
    Der Schund wurde dann 4 Monate später bei ebay versucht, zu verhökern. Schade, dass es keine Bilder mehr davon gibt;

    am Rande für die Geizhals-Fraktion:
    es ist seltsam,
    kaum tauchen die Begriffe 'günstig', 'nicht günstig' auf, wird sofort recherchiert, was etwas kostet oder kosten darf :face_with_tongue: .
    Bei billigen Bezugsquellen werden dann oftmals die VE dezent übersehen , gell? :grinning_squinting_face:
    Mir war irgendwie zu Beginn des Threads schon klar, das auch noch die blaubunt schillernden Chinaröhren den Weg spätestens beim Preis in einen post finden werden. :ylol

    Zitat

    Original von C. Schuhmacher
    Hi Stefan

    Das ist fast richtig
    Aber Narva hat ein anderen Leuchtstoff als SLI
    die Unterschiede sind auch schon sichtbar.

    von der Optik her finde ich das blau von OSRAM aber ebenfalls das schönste Licht da geb ich dir recht
    Gruss

    Hallo Claude,
    das winzig bisserl hellblauer :O
    dennoch lohnt der klitzekleine Unterschied nicht, den Glaubenskrieg wie um die 15k-Röhren der Hersteller loszutreten, oder :winking_face: ?

    Zitat

    Hat jemand Erfahrungswerte mit der "Osram T5 67 (Blau)" im vergleich zu "ATI Blue plus".welche ist besser?


    auf die Frage kann man dann eigentlich nur mit 'Osram' antworten. :winking_face:

    Zitat

    Ich hacke da übrigens nur deshalb drauf herum, weil mir empfohlen wurde, einen Zebrasoma scopas einzusetzen. Das werde ich sicher nicht tun, wenn er tatsächlich 'gewöhnlich' 40cm groß wird. Im Gegenteil, solltet Ihr tatsächlich Recht haben, dass Zebrasoma scopas regelmäßig 40cm groß wird, dann wäre ich sofort für den Hinweis, dass er keinesfalls in ein 60cm hohes Durchschnittsbecken gesetzt werden sollte!


    ich empfehle einen Fisch niemals auf Grund papierener 'Wahrheiten', sondern immer aus eigener Erfahrung; soviel dazu :angry_face:
    Ganz ehrlich, das Lexikon ist nicht meine Präferenz in Sachen Fischgröße.
    Nur im Falle der Endgröße eines Scopas ist die Übertreibung um das mehr als 3,5fache schon heftig.
    Aber soll jeder das glauben, woran er mag.

    Parallel zum Lexikon bieten sich für viele Fischarten mittlerweile die MARUBIS Haltungsempfehlungen an.
    Dort sind tatsächlich neben den Haltungsempfehlungen auch reelle Größenangaben aus der Praxis von Haltern für Halter erarbeitet worden.

    Hallo Thomas,
    wie geschrieben, die Label auf den blauen Röhren sagen das wenigste aus. Erstere von deinen beiden genannten ist von Sylvania, zweite aus dem Hause Narva.
    Bei den deutschen Herstellern gibt es kein besser oder schlechter in Bezug auf Blau.
    Mit Osram machst du so oder so nichts verkehrt.

    Hallo,
    was besser ist?
    nur soviel:
    Osram Lichtfarbe L67 war und ist schon immer Referenz in blau gewesen. Eine bessere Röhre gibt es nicht. Was alles an adäquaten T5 in blau vor ein paar Jahren von Konkurrenzfirmen Osrams , -nämlich Sylvania und Narva-, auf den Markt drängte, reicht an die Referenz heran.
    Was dann an Aquaristik-Labeln auf den Röhren prangt, ist zweitrangig; außer, das sich manche Aquaristik-Hersteller auch aus fernöstlichen Herstellerlagern bedienen. Aber darauf bezieht sich die Frage nicht.

    Hallo Peter,
    da du mich angesprochen hast:
    nein, das große Becken ist 24mm Weissglas rundum (VSG), ausser der Seite mit den Bohrungen, da ist es 19mm Grünglas. Wenn man es nicht weiss, dass 2 verschiedene Glasarten verbaut wurden, kennt keiner den Unterschied beim Blick durch die Scheiben. Es hängen aber auch 6,8kw Licht drüber.
    Ich meine, wenn es anständiges Glas ist und eine vernünftige Beleuchtung (HQI) über einem Becken hängt, sehe zumindest ich keinen Unterschied zwischen den Gläsern.
    Wie sieht denn Wolfgangs Würfel aus? Da sind doch mehrere Lagen Weissglas verklebt?

    Mein Bürobecken in 15er Grünglas 200x80x70 würde ich immer wieder nehmen.
    Im Nachhinein und Vergleich zueinander betrachtet waren die 8m² Optiwhite des großen Beckens für die Katz. Da wird die Folie zwischen den Gläsern wahrscheinlich den Vorteil des Weissglases und damit verbundene Dicke an sich wieder schmälern.

    Andererseits wird Klaus sicher wissen ,von was er schreibt, wenn er einen riesigen Unterschied bei beiden Gläsern in 12mm Einfachglas zu sehen glaubt; ist ja schließlich sein Metier.

    Nur hier ist nach 15mm Glasstärke gefragt.

    Peter, ich glaube, dass du bei deinem Beckenangebot keinen schlechten Stich machst; falls du es nicht nimmst...ich sitz sofort im Auto :grinning_squinting_face:

    @Klaus,
    Wahnsinn, wie du nur alles zeitmäßig noch unterbekommst .
    Anfang vergangenen Jahres hast du die 50000Ltr. Zuchtanlage mit 3 Kreisläufen und Riffkeramikeinrichtung gebaut.
    Mitte vergangenen Jahres kam die 6000Ltr. Kaltwasseranlage dazu, und nun baust du schon wieder 2 Tridacnabecken?
    Und ich komm mit meinem neuen Becken ausser dem Fundament nicht vom Fleck.... , weil mir vorne und hinten die Zeit fehlt. :frowning_face:

    ...
    naja,
    das ein Scopas soooo groß wird ... mit dem Vergrößerungsglas sicherlich :O .
    Meine sind über 11cm noch nie rausgewachsen, -und sie hätten wirklich Platz zu wachsen.
    Dafür ist ein Schleimfisch bei mir (ohne Borstenzahn) sage und schreibe 13cm groß.

    Ich denke sogar, dass ein Flavescens bei dir als Leitfisch nicht zu verneinen wäre.
    Ein Siganus, wie er im Becken war, ist eine Liga größer und war wirklich nichts für die Beckengröße.

    Hallo,
    dem Borstenzahn geht ein Leitfisch ab; in der Art vlt. ein Zebrasoma scopas o.ä.; -wird schwierig bei der Beckengröße.
    Anthias, Apogon sind selbst 'Angstfische'. Deshalb tragen sie zur entkrampfenden Beckengesellschaft sehr wenig bei.
    Am Rande:
    Es wird irgendwann 100% Krieg zwischen Borstenzahn und Schleimfisch geben. Letzterer wird unfreiwillig das Becken verlassen.
    Die Kombi beider Fische hat m.W. nach noch nie funktioniert.


    Hallo Jens,
    Squamipinnis und Evansii funktioniert; Squamipinnis und Tuka =Probleme mit Männchen der Arten untereinander; Tuka mit Evansii no go; letztere werden regelrecht vom Futter abgedrängt.
    Dispar und Squamipinnis tut im Becken nicht gut, da Dispar als ruhige, zurückgezogene Anthias wenig Chancen gegen die quirligen 'Goldfische' haben.
    Alles schon ausprobiert....

    Zitat

    Original von Chris7701
    8 mal am Tag füttern??????????????????????????

    muss ich jetzt kündigen um mich um meine fische zu kümmern?????

    Ihr seid ja lustig...........

    nur zur Eingewöhnung :wink

    ...ist aber eigentlich hinlänglich bekannt;
    genau wie der Umstand, dass man immer erst bis 3 Anthias einsetzen soll, die ans Futter zu gewöhnen, und dann erst den Schwarm komplettieren soll ; der Rest der eingesetzten Fische schaut den 'älteren' deren Freßgewohnheiten ab.

    Hallo,
    Bei mir fressen Dispar und Squamipinnis (in verschiedenen Becken, um Mischschwärme zu vermeiden) zwar Flockenfutter (Evansii und Tuka aber nicht), dennoch ist
    Flockenfutter bei allen Arten von Anthias pervers und dient keinesfalls ,-bei manchen [vielen] hinfälligen Mitgliedern dieser Familie-, einer lebensverlängernden Ernährung.
    So wie Claude ganz richtig schreibt, und dies bei so vielen Fischarten der Fall ist, spielt Jahreszeit und Herkunft die größte Rolle.
    Lebendfutter ist nicht notwendig, wenn sie vernünftig vorgehältert werden, -bis zu 8xiger Fütterung am Tag mit angereichertem Futter zur Eingewöhnung halte ich für wichtig.
    weiters meine Erfahrung, dass alle Arten von Anthias extrem sensibel auf vorhandenes Sozialgefüge im Becken reagieren und dies leider kaum durch Futter zu kompensieren ist.
    Tuka halte ich nach eigenen Haltungserfahrungen aber neben Squamipinnis für Rabauken, die jedoch ungeeignet für kleine Becken unter 1000Ltr. sind. Meine beiden letztgenannten Arten messen je nach Fisch im Ranggefüge zwischen 6 und 13cm;

    Ich schreibe jetzt zu diesem Thema überhaupt nichts mehr,
    sonst werde ich noch als Bildzeitungs-Leser tituliert

    und laufe fortan als Umwelt-Lobbiest stigmatisiert durchs Forum :angry_face:


    Machen es die Hersteller und Händler bitte unter sich aus, wieviel Fisch und Verbraucher dazu es in Deutschland offiziell geben darf und genehm ist. :winking_face:
    Schließlich gehts um Verbraucher, -und Geld. Der zu bestellende Acker kann dem zur Folge eigentlich garnicht groß genug sein.

    Da halt ich mich dann raus....

    Edit: eins noch, was ich eigentlich als Unterzeile unter den C+P-Text setzen wollte:
    ''Jetzt warte ich darauf, was an einzelnen Sätzen herausgezogen wird, um sich munter drüber zu mokieren''
    Das ist ja dann wohl genauso eingetroffen!

    auf Wiederschaun :wink

    Ach Leute :loudly_crying_face: ,
    ich trage doch nur Zahlen und Texte zusammen. Was sollte ich daran kommentieren?
    Ich stelle eben fest, dass es Recherchen und 'Statistiken' eigentlich nur von Lobby oder Umweltschutzorganisationen gibt.
    Aktuelle Zahlen? vom statistischen Bundesamt beispielsweise? da gibt es überhaupt nichts.

    Ich nehme meinen gesunden Menschenverstand, lese, gehe mit offenen Augen durch die Branche.
    Viel Anglerlatein gibts immer zu hören =)

    Hier gibts nochmal was von einer Naturschutz-Organisation.
    Datum wahrscheinlich auch aus 2001.
    Selbst wenn man die Zahlen durch 100 teilt, bleibt noch genügend Grausen übrig.

    Torsten,
    es ist ja so schön, dass in der Branche jeder jeden zu kennen glaubt .
    mein Großhändler (Importagentur) holt 14tägig in FRA und MUC (an letzterem Flughafen hole ich dann selbst ab, da um die Ecke) jahreszeitabhängig zwischen 30 und 70 Boxen pro Flughafen ab. Ich schreibe nur, was ich sehe.
    Es scheint dann kein Großhändler zu sein, den du kennst?

    es hat sich tatsächlich an den Zahlen seit 2002 nichts großartig getan? oje.
    Stimmt, ich wundere mich immer, warum bei meinem Stamm-Großhändler die Hälterungsbecken permanent fast leer sind. Er hat dann mit Glück seine Jahreszuteilung von 80 Zebrasoma immer innerhalb weniger Stunden verkauft ; warum sind dann die Fische nur so billig? wenns denn tatsächlich nur so wenig sein sollten, wundern mich doch Meerwasserprodukte herstellende Firmen, die die vergangenen Jahre neben ständiger Sortimentsverbreiterung auch die Sortimentstiefe stetig vorantreiben. Das lohnt sich doch überhaupt nicht :confused_face: :winking_face:
    Den paar Tieren muß es doch anhand der vielen neu entstandenen Marken und Salzsorten, Futtermitteln und Amphetaminen hervorragend gehen, wenn sie nicht gerade mit Pulvern, Tropfen und Inkredenzien der Hersteller von ihren Haltern vorzeitig ins Jenseits befördert werden. (Ironie an/aus, jeder wie er will)

    Also damit bin ich dann zufrieden und ich gestehe: ich habe maßlos übertrieben und letztens gesehene Hälterungsbecken mit gerammelt vollen 250 Zebrasoma war nur eine Fiktion .

    leider lassen sich folgende Textpassagen nur via c+p einfügen:
    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    GP Report 6.01 (2001)
    >Schätzungsweise mehrere zehntausend Deutsche begeistern sich für dieses Hobby, die Bundesrepublik ist nach den USA und Japan der drittgrößte Markt weltweit. Jährlich werden hierzulande zweistellige Millionenbeträge umgesetzt und geschätzte sechs Millionen Meeresfische importiert, vor allem aus den Philippinen, Indonesien, Thailand, Singapur und Hawaii. Seit den Anfängen in den 60er Jahren ist die Fangemeinde stetig gewachsen, und so hat sich auf Hawaii beispielsweise die Zahl der gefangenen Meereszierfische seit Anfang der 70er verfünffacht. Nach einem Report des Washingtoner World-watch-Instituts werden weltweit jährlich 500 bis 600 Millionen Zierfische aus den Meeren geschöpft. Für viele der meist armen Exportländer ist der Zierfischhandel eine wichtige Einnahmequelle. ......<

    selbes Pamphlet (wahrscheinlich von Herstellern und Händlern so gesehen) :grinning_squinting_face:

    >....Doch nicht nur Antibiotika, auch Beruhigungsmittel und Hormone zur Steigerung der Farbintensität gehören zum Speiseplan der Exoten. "Immer häufiger bekommt man im Laden aufgeschwemmte, verdauungsunfähige, fehlfarbene Todeskandidaten vorgesetzt. Liegen diese Giftbomben endlich tot am Boden des Aquariums, rührt sie kein Einsiedlerkrebs, ja selbst kein Borstenwurm mehr an", klagt die Verhaltensforscherin Ellen Thaler in der Juni-Ausgabe der Aquarianer-Zeitschrift DATZ.
    Die Professorin, selbst eine Meeresfisch-Liebhaberin, unterstellt den Aquarianern eine Wegwerf-Mentalität. Viele verschlissen Fische oder wechselten sie aus, weil gerade andere Arten "in" sind. "Je seltener ein Fisch ist, desto begehrter ist er auch. Der Preis spielt dann keine Rolle mehr", sagt Bruhns (ehem. Zierfischhändler aus Berlin) über seine ehemaligen Kunden. "Früher oder später holt sich jeder einen Fisch, von dem er besser die Finger lassen sollte." Sein vernichtendes Fazit: "Von zehn Meeresaquarianern sollten sich neun ein anderes Hobby suchen. Die sehen die Fische nur als Zimmertapete." <

    weiter gehts:

    >Die meisten Aquarianer und Händler haben zum Naturschutz ein gespaltenes Verhältnis: Zwar schimpfen sie laut über Umweltschäden, verdrängen aber zugleich die negativen Folgen ihres Hobbys. Denn im Gegensatz zur Süßwasseraquaristik, wo die meisten Arten inzwischen nachgezüchtet und nur etwa zehn Prozent der gehandelten Fische der Natur entnommen werden, sind im Meeresaquarium 95 bis 98 Prozent der Tiere Wildfänge. Die meisten Zuchtversuche scheitern daran, dass fast alle Meeresfische Freilaicher sind. Die Weibchen geben die Eier direkt ins Wasser ab, und die Larven ernähren sich von umherschwimmendem Plankton. Doch eben diese Eier und das Plankton werden von den für die Wasserqualität des Beckens unerlässlichen Filtern abgefischt – ein bislang ungelöstes Problem. "Daraus wird in Zukunft nichts werden, weil es technisch zu aufwendig und zu teuer ist. Das kann man vergessen", winkt Fischforscherin Thaler ab.

    So wird die Nachfrage nach Korallenfischen aus dem Riff wohl auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen. Trotz stetig steigender Exportzahlen gibt es bis heute nicht einmal für bedrohte Arten konkrete Bestands- oder Handelszahlen oder irgendwelche Handelsbeschränkungen, jeder darf importieren, was und wie viel er will.

    Die dramatischen Folgen zeigt die weltweit bislang einzige Studie zu den Auswirkungen des Meereszierfischfangs in Hawaii (1999) auf: Dort wurden die natürlichen Populationen von zehn häufig gehandelten Arten durch den Fang rasant dezimiert – in nur zwei Jahren um 38 bis 57 Prozent. Und dies, obwohl dort nicht einmal mit Zyanid gefischt wird. Der Autor der Studie, Brian Tissot, drängte erfolgreich darauf, mindestens 30 Prozent der Küstengewässer Westhawaiis zu Reservaten zu erklären, in denen jegliches Fangen von Fischen verboten ist. Zudem werden auf den Inseln der Handel und die Populationszahlen kontrolliert. Von solchen Maßnahmen sind alle anderen Exportländer weit entfernt. <
    .....
    >Doch auch in den Importstaaten gibt es keine Handelsstatistiken. In Deutschland etwa ist nur die Gesamtmenge der jährlich importierten Zierfische in Tonnen bekannt (2000: 105 Tonnen Süßwasser- und 45 Tonnen Meerwasserfische). Als das Bundesamt für Naturschutz (BfN) Anfang der 90er versuchte, die Handelsdaten zentral zu erfassen, scheiterte dies am Widerstand der Händlerlobby. "Die dachten, wir wollen ihnen das Geschäft kaputt machen", erzählt BfN-Abteilungsleiter Harald Martens.
    Auch 1997, als die Bundesartenschutzverordnung an die EU-Gesetzgebung angepasst wurde, gab das BfN klein bei: Das acht Jahre lang geltende Importverbot für die farbenprächtigen Kaiser- und Falterfische wurde ohne Ausnahmen aufgehoben. "Es ließ sich in der EU nicht durchsetzen. Und ein deutscher Alleingang war nicht drin", sagt Martens.
    "Wenn das BfN gewollt hätte, hätte man das Verbot beibehalten können", meint hingegen ein Kollege eines ostdeutschen Umweltamtes. "Auch andere Länder haben beim Import bedrohter Arten Sonderregelungen erreicht. In Schweden darf man beispielsweise keine exotischen Vögel halten, in Frankreich keine Greifvögel."

    Seit der Aufhebung des Verbots haben Aquarianer und Händler wieder die freie Auswahl in allen Ozeanen. Nur einige langsam wachsende Steinkorallenarten aus Indonesien dürfen nicht importiert werden. Dafür werden sie illegal ins Land geschmuggelt. "Wir sind da schwer überfordert", stöhnt die zuständige Expertin vom Zoll am Frankfurter Flughafen, "wir sind ja Zöllner und keine Biologen. Wenn’s nach uns ginge, sollte die Einfuhr von Korallen ganz verboten werden."
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    das war Stand der Infos vor 8 Jahren!

    Hallo,
    Ihr macht mir wirklich Spass:
    Zahlen, die ihr euch nicht vorstellen könnt, werden gleich mal angezweifelt;
    rechnet euch doch die Zahlen schön, wie ihr möchtet; mir egal.
    Tip am Rande: Europa besteht aus 41 Staaten ; darum habe ich in obigem post geschrieben: in Europa relativiert sich die gigantische Zahl!!!
    wären eurer Meinung nach durchschnittlich herausdividierte 975 Zebrasoma pro Land im Quartal zu viel ? (je nach Glaube der Kaufkraft pro Land dürft ihr einige hundert Fische je Land ruhig umverteilen :winking_face: )
    wer nur einmal bei z.B. bei De Jong NL die Menge von im Schnitt immer 25000 vorrätigen MW-Fischen gesehen hat, wird seine Vorstellungskraft von der Menge revidieren.

    @Hans-Werner
    Deutschland ist lange nicht mehr Schwergewicht in Europa und hat nur mehr den 10. Platz in der Rangfolge der Kaufkraft-Statistik.
    Zahlen über Europa gibts hier.

    Zu deinem vorletzten post:

    Zitat

    Ich glaube, dass die Haltung von Tieren und mehr noch die Pflege eines ganzen kleinen Ökosystems, denn das ist ein gut funktionierendes Riffaquarium, eher die Sensibilität für die Natur und die Lebewesen stärkt.


    die Krux ist nur, dass alles auf learning by doing beruht und im Vorfeld des kleinen funktionierenden Ökosystems eine Menge Tiere ihr Leben dabei lassen. Ich habe selbst in meinem großen Bekanntenkreis noch niemanden erlebt, welcher meine begangenen Fehler zu Beginn nicht partout selbst erfahren wollte.

    Zitat

    Ich denke, es wäre für den Natur- und Artenschutz wenig gewonnen, wenn die Aquarianer und Terrarianer auch noch statt vor ihren Glaskästen vor Computer und Fernseher sitzen würden. Ich denke, das wäre eher ein Schritt in Richtung weiterer Naturentfremdung und würde eher den gewissenlosen Umgang mit den natürlichen Ökosystemen, aus denen die Tiere kommen, erleichtern


    Ich denke, dass vielen in dieser unseeligen Zeit überhaupt die Muse fehlt, sich eingehend mit den Lebewesen hinter Glas befassen zu wollen. Viele sitzen bereits vor ihren naturentfremdeten Aquarien, -nur das Leben im Becken ist erwünscht, das man sich aussucht, kauft und ins Becken setzt.
    Rote Fetzen auf schneeweissem Bodengrund, ein Würmchen, brauner Schleier mit Luftblasen auf Steinen oder Scheiben, selbst Turfalgen werden bereits als Bedrohung gesehen, welche hyperventillierend im Forum ausgebreitet werden. Das viele glauben, sich mit der Technik die erfolgreichen Voraussetzungen für das kleine Ökosystem 'erkauft' zu haben, lasse ich dahin gestellt.
    Ich sehe vielerorts Aquarien als reine Deko-Design-Objekte verkommen (nichts gegen schöne Becken), die genauso zu funktionieren haben, wie jeder andere Einrichtungsgegenstand.

    Hallo Reinhard,
    ich bin nicht 100%ig involviert, aber
    diese Zahl wurde mir vor 4 Jahren verlässlich genannt ; ich denke nicht, das sie seitdem gesunken ist?
    aber bitte bedenken: Europa ist groß, insofern relativiert sich dadurch die Stückzahl vielleicht etwas.
    Andererseits fliegen eben bei jedem Zebrasoma-Transport noch, und nicht nur damit, viele andere Fische mit.
    Das beängstigende an der Tatsache ist jedenfalls, dass die Welt nicht nur aus Europa besteht, das die Fische verbraucht.

    Ich kenne noch vor einigen Jahren den Aufruf hier im Forum bei Erscheinen des Films 'Nemo', den Verstand walten zu lassen und nicht dem Hype zu verfallen, sofort ein Minibecken dafür einrichten zu wollen.
    Den Aquaristikhandel (nur einige [hier im Forum bekannte] Händler ausgenommen) und die Nanobecken-Hersteller hat das wenig tangiert. Die Nemos aus Australien wurden damals tatsächlich knapp, -trotz gestiegener Preise-; was wunderts. Da haben viele davon partizipiert :winking_face:
    ...zu Zeiten Nemos war dieses Forum hier übrigens auch schon das größte im deutschsprachigen Raum.

    Zitat

    Original von Jannes Freiberg
    ....
    Nun aber genug des OT von mir, und zurück zum Meerwasser:


    Wovon träumst du Nachts? Nur weil das in 3, 4 Foren inzwischen nicht mehr gern gesehen wird, wird zumindest der Großteil der Leute, die nicht im Internet aktiv sind, es so machen- und von den anderen sind es gewiss auch einige.

    Letztlich ist es ja nett, wenn ein Forum wie dieses hier relativ gesehen viele User hat, die nachdenken, aber dafür wird dieses Forum in den anderen Foren vermutlich auch als "zu extrem" beschrieben- und solange Leute, die einen einzigen 200l-Würfel mit mehreren Docs betreiben, in Süßwasserforen fleißig für die Meerwasseraquaristik werben, ist da in der Tat auch keine Besserung in Sicht.

    vollstes :thup :thup

    nur, dass alle user des Forums nachdenken, halte ich für zweifelhaft.
    über Docs in 200 Ltr. wird nicht gesprochen, sondern einfach drauflos gekauft.
    Mittlerweile schleicht sich da eine neue Verbraucher-Mentalität ein, die vom Handel auch nicht unbeachtet bleibt.

    Die paar hundert realen Mitglieder in diesem Forum werden mit den europaweit in Foren gemeldeten ca. 8000 Mitgliedern kaum die jedes Quartal nach Europa eingeflogenen 40.000 Zebrasoma flavescens verbrauchen.
    Ich halte im übrigen von den Gelben 10 Stück und nur einer ist mir in 10 Jahren gestorben. Drum bin ich schon mal unschuldig an solchen Zahlen

    Zitat

    Der größte Riffschützer sind aber dennoch die kommerziellen interessen, ob jetzt für den Handel mit Lebendtieren oder die Aussicht...


    aber sicher doch; mit steigender Nachfrage, wie sie die vergangenen Jahre durch zunehmende Beliebtheit der MW-Aquaristik stattgefunden hat, werden zur preisgeschützten Technik mancher Hersteller zunehmend die dazugehörenden Fische und Korallen verramscht.
    Man braucht nur hier im Forum unter den Angeboten des Handels nachzusehen. :face_with_rolling_eyes: Bemitleidenswerte Viecher; die Masse zählt.
    Bis vor 2 Jahren waren wenigstens noch quartalsmäßige verteilte CITES knapp und zum Ende eines Quartals konnte man sicher sein, Ende für eine Weile.
    Mittlerweile kommt 'Ware' ins Land, dass es eine Schande ist. Was ich im vergangenen Jahr bei renommierten Händlern und Garagen-Dumpern tote Tiere gesehen habe, -der Markt lebt nur noch vom Gigantismus. Gewissen seitens des Handels?- Fehlanzeige. Käufer gibts genug; die Nachfrage ist da und wird zur Not über den Preis erzeugt.

    Zitat

    Sabine, frag doch mal die Verleger von Koralle oder Meerwasseraquarianer. Ich gehe davon aus dass jeder ernsthafte Seewasseraquarianer eines der Hefte aboniert hat, wenn nicht beide.


    Schade,
    bin ich als nicht ernsthaft einzustufen, nur weil ich die Bilder-Kommerzheftchen nicht abonniert habe?

    Hallo Torsten,
    auch wenn am Ende ein Wattenmeer-Ausschnitt als Kosten/Nutzen-Kompromiß übrig bleibt,- es ist und bleibt reine Phantasterei ; in einem bestehenden Schwimmbecken ohne grundlegenden technischen Neuaufbau für das Vorhaben ist dieses keinesfalls realisierbar.
    Die Temperaturen des Wattenmeeres mögen grob überrissen mit unseren 'Landtemperaturen' stimmig sein, aber dennoch nicht mit denen einer abgeschlossenen Wasserpfütze von 140cm Tiefe, welche unter Sonneneinfluß steht.
    Die schnelle Erwärmung des Wassers, aber auch schneller Temperaturabfall,- und das in vielen kurzen Zyklen (Tagen) -, sind nur mit hohem technischen Aufwand kontrollierbar und werden von den eingesetzten Lebewesen kaum toleriert.
    Die öffentlichen Aquarien wissen darum sehr wohl, warum sie ihre Becken dem Sonnenlicht verschliessen.

    Ich möchte das Sonnenlicht in meinen wenigen m³ aber dennoch keinesfalls missen, habe aber Jahre gebraucht, den Unsicherheitsfaktor einigermassen zu beherrschen,...und erlebe dennoch immer wieder Niederlagen mit einhergehenden Verlusten.

    Ausschlag gebend werden für das Ende einer wuchernden Phantasie schlußendlich die Betriebskosten sein:
    Ich kenne so grob meine Unterhaltskosten und auch einige Zahlen aus öffentlichen Aquarien. Wenn ich diese auf nur 40m³ hoch-/herunter rechne, beißt die Maus selbst bei einem Niedertemperaturbecken keinen Faden ab. Jährliche Fixkosten um 70.000,- für das Phantasie-Vorhaben sind nicht realitätsfremd.
    Wer einmal die Technik hinter den Kulissen einer 40.000 Ltr. MW-Anlage gesehen hat, weiß, wie Kosten 'produziert' werden. Da braucht es nicht einmal HighTech dazu.

    Zitat

    Original von Joe

    hi,

    in den nördlichen bereichen kühlt das oberflächenwasser nach dem winter auf 10 - 11 grad ab.

    das relativiert noch n stück.

    der erste richtige Aspekt im ganzen Thread!

    Hai,
    irgendwie wollte ich diesen Thread überlesen, bzw. nicht drauf antworten; aber auf soviel theoretisches 'Wissen' und teils wirklich verzapften Schmarrn setze ich mal ein kleines Beispiel aus der Praxis.
    Mein Becken ist nicht im Pool, aber steht unmittelbar nebendran unter gleichen überdachten 'Freilandbedingungen'.
    Ich kann über Kommentare meiner Besucher jedenfalls nicht mal mehr schmunzeln, die meinen, ich solle das neben dem Pool stehende Aquarium in selbigen leeren.

    Zitat

    Die Beleuchtung in unseren Breiten reicht im Sommer sehr locker auch für Tiere des tropischen Korallenriffes aus. Im Winter ist das Licht jedoch zu schwach, bzw. die Beleuchtungsdauer zu kurz. Das heißt hier müsstest du in zusätzliche Beleuchtung investieren.


    ich hatte meine Beckenplanung ursprünglich auf Sonnenlicht ausgerichtet. Nur war das selbst im Sommer zum Leben der Korallen zuwenig, zum Sterben zuviel.

    Der Pool hat 60m³, im Winter hat das Wasser 11° Oberflächentemp. , 8° Bodentemp. bei 19° Lufttemperatur. Das Aquarium mit 5m³ Wasser neben dem Pool wird von 6,3 kw Licht und 6 Heizstäben a 300W auf Temperatur von 24° gehalten (im Winter). Das Licht wird Sommer wie Winter benötigt, die Heizstäbe nur von Oktober bis April.
    Das Dach des 'Gebäudes' ist aus EVA-Folie (läßt alle UV-Spektren durch), welche zwecks Energieeinsparung doppelt aufblasbar ist und bei maximalster Lichtdurchlässigkeit von 97 % das effektivste Bedachungsmaterial in der Beziehung am Markt darstellt. Stehwände aus Alu und Glas, im Winter zusätzlich in Noppenfolie eingepackt. Umbauter Raum 14x8m. Jetzt in der kalten Jahreszeit, muss mit zusätzlicher Heizleistung von 25 kw mindestens 16 Stunden am Tag die Umgebungstemperatur bei besagten 19°-22° gehalten werden, um den Taupunkt einigermassen abzufangen, damit es nicht (tatsächlich) regnet.
    Die Verdunstung aus Pool und Aquarium reichen derzeit dazu, für ~90% rel. Luftfeuchte zu sorgen; =leichte Nebelbildung. (Es stehen allerdings 3000Ltr. zusätzliche beheizte Aquarien im 'Poolhaus')

    Wer klar über die gesponnenen Gedanken hinauskommt, wird nach durchrechnen feststellen, dass ein Kaltwasserpool als umfunktioniertes Aqua auch im Winter seine Heizung benötigt und zusätzliche Probleme im Sommer bekommt; selbst vorhandener Besatz für Mittelmeeraquarien verkraftet diese Temp-Schwankungen nicht.
    Die Gedanken einer Kühlung mittels Brunnenwasser (für das Riffbecken) habe ich nach einem Jahr Praxis wieder verworfen. Kühlschlangen mit 50m Länge habe ich seitdem unter dem Pool verlegt, dessen Wasser es bis 20° Pooltemperatur schafft, das Aquawasser um 2° zu senken. Über 20° Pooltemperatur ist die Erwärmung des Aquariums schneller, als der Kühleffekt dies durch das Poolwasser selbst auffangen könnte. Da die Wasseroberfläche des Aquariums sehr groß ist, reicht ein 250m³/h Ventilator im Sommer aus , die Aquatemp. nicht über 28-29° bei 35° Grad Lufttemperatur im Haus (Hochsommer mit max. Sonneneinstrahlung) steigen zu lassen.

    Habe ich die Pumpen schon erwähnt? In meinem Aqua wirken 180m³/h Wasserumwälzung.
    Im Schwimmbad dagegen nur laue 30m³/h.
    Pumpen verbrauchen, -mittlerweile bekannt, mehr Strom als Beleuchtung, da letztere nur einen halben Tag benötigt wird :winking_face:

    Den Energiebedarf kann sich jeder, der Lust hat, anhand der Zahlen vom Aqua auf einen Pool um/ausrechnen.
    Salz und Wasser als Fixkosten sind jedenfalls Peanuts.
    Etwa angedachte handelsübliche Heimaquarientechnik ist in dem Fall hinausgeworfenes Geld, denn keine der Techniken kommt mit den Temperatur- und Luftfeuchteschwankungen zurecht.
    usw. usw.

    Hallo Dirk,
    die Weichmacher sind kein Problem, da nichts im Reinstwasser ist, was sie anlaugen könnte :winking_face: .
    dennoch wirst du in den tranparenten (weiss oder grün) Schläuchen nach Osmose vor Reinstwasserfilter im Laufe der Zeit einen schmierigen Bakterienbelag bekommen.
    Ich habe für die Anwendungen aud der drucklosen Seite normalen schwarzen Gardena 4/6mm PE-Schlauch aus dem Bewässerungssortiment im Einsatz.


    Sehr gut,
    hiermit drängle ich mich vor :thup

    Mit Jodbädern stresst man meiner Meinung nach die befallenen Tiere mehr, als man den anhaftenden (ich nenn sie mal) Parasiten schadet.

    Hallo Gerhard,
    ich habe keine Riffkeramik, absolut silikatfreies Wasser und dennoch vermehren sie sich in einem nun 10 Jahre stehenden Becken an den Aquarienscheiben und Bodengrund.
    Also ist meine Beobachtung die falsche?
    Silikateintrag dürfte bei mir nur mit dem beim Wasserwechsel verwendeten Salz mit den wenigen enthaltenen Spuren an SiO2 erfolgen.
    Ich verwende im übrigen genügend Adsorber, welcher als angenehme Begleiterscheinung auch evtl. vorhandene Kieselsäure bindet.
    Die flatworms zeigen sich unbeeindruckt.

    @Claude,
    stimmt, die kenne (und habe) ich auch zur Genüge :O ...nenn sie doch beim Namen :winking_face: : Waminoa!
    Aber das sind auch die, welche sich leichtestens mittels osmotischem Schock exekutieren lassen.

    Ich bin arg versucht, mich als Proband zu bewerben, sofern das Mittel jodfrei ist.