Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo

    H. fuscipinnis is endemisch auf Hawaii und lebt dort in Tiefen von über 50 m. Könnte es sein, dass es den Fischen einfach zu hell ist? Wie warm ist es in Deinem Becken? Leider war ich noch nicht auf Hawaii, aber in anderen Bereichen des tropischen Pazifiks habe ich in diesen Tiefen selten mehr als 22-24 Grad gemessen. Bei Peter Schmiedel haben sich die A. ventralis anscheinend durch zu hohe Temperaturen verabschiedet, die leben ja in ähnlichen Tiefen.

    Von der zu erreichenden Endgröße (ca.17 cm) und seinem Maul tippe ich, dass sie schon in der Lage sind, relativ großes und kräftiges Futter zu erbeuten, sie sind halt mit den Groupern und Zackenbarschen verwandt.
    Kommst Du an Lebendfutter ran? Wenn ja probiere es aus, evtl, auch mal Süßwasserfutter probieren. Vielleicht brauchen sie etwas das sich bewegt um einen Futterreiz zu bekommen. Man kann eigentlich nur mit allem experimentieren was man irgendwie bekommen kann und was der Filter verträgt.
    Ich hatte mal Glück bei einen Anthias dispar mit altem und gammeligen Futter. Klingt total seltsam, ich weis, aber der ging am Anfang nur an absolut ranzige und stinkende Artemien die mindestens einen Tag lang aufgetaut auf dem warmen T5 Balken gestanden haben. Frag mich nicht wie das im Wohnzimmer roch.... aber es hat geholfen und er hat überlebt.

    Viel Glück und halt uns auf dem Laufenden

    Jens

    Hallo Peter, Thilo

    Ihr habt Recht, die scheren reichlich viel über einen Kamm, Aber man sollte halt nicht aus dem Augen verlieren dass es sich hier im amerikanische Händler handelt. Die sehen einige Sachen halt etwas anders. Sehr schön ist doch diese Kaufempfehlung, man beachte die angegebene Beckengröße für einen Schwarm UND (!) ein Einzeltier.

    http://www.liveaquaria.com/product/prod_D…?pCatId=49&cc=1

    Die Kategorie Collector Corner dieses Händlers hat echt ein paar schnuckelige Sachen zu bieten, aber halt auch Haie, Rochen und Fadenmakrelen (für Becken ab 600 Liter....)
    Fischhaltung in den USA ist halt was anderes als bei den meisten hier im Forum

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo

    ICh benutze den Frostfutterautomaten von Zinn, da bleibt das Futter eine Woche aufgetaut, aber gekühlt auf 2°C drin. Als Futter benutze ich Artemia, Mysis, rotes u. grünes Plankton, Lobstereier, Fischeier, Bosmiden, Cyclops, alles zusammen im Automaten. Das gibt absolut keine Probleme, allerdings kommt ein guter Schuß Multisanostol mit dazu. Durch das Vitamin C da drin hält sich das Futter sehr gut und auch noch länger als eine Woche.
    Ob ich mir allerdings aufgetautes Frostfutter für eine Woche in den Kühlschrank stellen würde.....hmm ich glaube nicht, denn so wirklich lecker riecht das Zeug ja nicht.

    Grüße

    Jens

    Hallo Günther

    Zitat

    Original von Günter Carstens
    Von den Fuchsgesichtern gibt ja diverse Arten. Sie werden im allgemeinen recht groß. Zwischen 30 cm und 40 cm wie ich lesen konnte. Nur der Siganus vulpinus wird mit bis zu 25 cm angegeben. Der Fisch ist für mein Becken doch schon zu groß. Habe diese Sorte bisher auch noch nicht bei uns in Berlin sehen können.

    Siganus vulpinus, das normale Fuchsgesicht wird in der Natur locker 40 cm groß, ein echtes Monster. Im Aquarium bleiben sie meistens bei max. 25 cm, meiner Meinung nach immer noch zu groß für Dein Becken, obwohl viele Leute es machen. Fuchsgesichter bekommst Du eigentlich in den meisten Berliner Läden, AF hatte am Freitag welche da, Karstadt auch, Milde wohl auch (habe nicht drauf geachtet).
    S. uspi und magnifius bleiben kleiner, sind aber in Berlin nur sehr schwer bis garnicht zu bekommen.
    S. virgatus ginge bei Dir auch noch, der wird nicht so groß und soll wohl auch an Kugelalgen gehen, habe ich in Berlin auch schon mal irgendwo gesehen. Finger weg von S. chrysospilos, der geht irgendwann an Korallen und Muscheln. Ich hatte mal einen, der hat nach 6 Monaten angefangen Gorgonien und Tridacnen anzufressen. Andere Leute berichteten mir noch schlimmere Geschichten. Ausserdem wird er riesig .....sieht aber klasse aus!

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Peter

    Na da waren wir wohl exakt gleich schnell mit der Antwort. Will mal sehen wie das mit meinen Chromis so weitergeht. Deine Erfahrungen machen mir ja wenig Mut. Noch ist bei mir alles in Ordnung, aber sie sind ja auch erst sein November drin.

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Rüdiger,

    C. viridis ist ein echt toller Fisch und sollte auch keine Probleme mit Deinem Besatz haben. Sie bleiben zwar klein und sind auch recht friedlich, sind aber permanent im freien Wasser unterwegs, deshalb sollte das Becken viel freien Schwimmraum haben.
    Ich würde immer mindestens 5 Tiere einsetzen, es sind halt Schwarmfische. Wenn sie noch recht klein sind (unter 3 cm) fressen sie u.U. keine Artemia, ist einfach noch zu groß. ICh habe sie mit Cyclops, Bosmiden und rotem Plankton groß bekommen, inzwischen bewältigen sie sogar Mysis.
    Ich selber habe neben 6 Chromis noch 2 Gramma loreto, 2 V. puellaris, 2 kauderni und diverse andere Fische im Becken (170*80*65, Raumteiler), ohne jegliche Probleme. Das mit Deinem Besatz sollte kein Problem sein.
    Schau mal beim Peter Schmiedel auf die Seite, der hat noch ein paar interessante Kommentare zu den Tieren. Bei mir brüten sie (noch) nicht, daher kann ich zur Aggressivität wärend der Brutzeit nichts sagen.

    Viele Grüße

    Jens

    Moin,

    Ich bin bei der Suche nach was anderem auf diese Liste gestossen. Ist vielleicht schon mal hier irgendwo gepostet worden aber ich finde die so gut, dass ich sie niemandem vorenthalten will. Leider in Englisch, aber trotzdem gut zu verstehen.

    http://www.aquariumpros.com/articles/badfishlist.shtml

    Einiges muß man vor dem Hintergrund betrachten, daß es sich um amerikanische Aquarien handelt, da sind reine Fischbecken noch wesentlich häufiger als hier.

    Grüße

    Jens

    Hi Peter

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel

    Anyway bringe mir eine Kupferanemone und percula / ocellaris und die nicht wollen und innerhalb von 3 Wochen bekommst du die gleichen Tiere als Lebensgemeinschaft zurück. Garantiert! :grinning_squinting_face: :face_with_tongue:


    Wie machst Du das? Hast Du da irgendein Geheimrezept oder nagelst Du die Fische mit den Flossen an der Anemone fest?

    Grüße

    Jens

    PS: Du hast einen tollen Versuch zur Ethanoldosierung verpasst

    Hallo Gerlinde

    So wie sich das anhört sind Deine Fische gerade mal nicht mehr am verhungern, mehr aber auch nicht. Ich füttere 6 mal am Tag und empfinde das als untere Grenze. In der Natur sind die Tiere den ganzen Tag auf Futtersuche und fressen auch die ganze Zeit.
    Wenn man sich die Fische im Riff anschaut, dann wundert man sich wie fett die sind. Ein Zebrasoma scopas z.B. (ungefähr gleicher Körperbau wie ein gelber Doc) ist dann schon mal 4-5 cm breit.
    Meine Empfehlung: Fütter öfter, mehr und mit vielen verschiedenen Futtersorten
    Deine Fische werden es Dir danken.

    Grüße

    Jens

    Hallo Stefan

    Zitat

    Original von kenny
    Schon wegen der Haltbarkeit (Keimdichte) würde ich nur reinstes Osmosewasser nehmen!

    Glaubst Du wirklich, das in einer konzentrierten CaCl2 oder NaHCO3 Lsg noch viele Bakkies durchhalten? Im normalen Meerwassern sind durchschnittlich 10000 Zellen/ml. Wenn ich mir die meisten Osmoseanlagen anschaue, dann kommen da wahrscheinlich mehr Bakkies raus als reingehen, auf jeden Fall wenn die Membrane nicht wirklich gut gewartet ist.
    Im übrigen wachsen Bakterien in Osmosewasser sehr gut, durch Luftaustausch besorgen sie sich alles was sie brauchen. Konzentrierte Salzlösungen sind da schon ein anderes Problem, da haben die meisten Bakkies echte Probleme mit.

    Grüße

    Jens

    Hallo Brombeere


    Zitat

    Original von brombeere
    Manche Anemonen sind da sehr rücksichtsvoll (meine zum Beispiel!). Und es gibt keine Garantie, dass die Anemone an dem einmal gewählten Platz auch bleibt. Wenn ihr plötzlich das Licht oder die Strömung nicht mehr passen, wandert sie wieder los. Und das kann ganz schnell gehen, wenn Du eine Koralle aufstellst. Dadurch ändert sich ja u.U. was.
    Ausserdem ist auch die Reihenfolge, erst Anemone dann Korallen in meinen Augen nicht so gut, da eine Anemone schon etwas höhere Ansprüche an die Wasserqualität und das Becken stellen (bezüglich eingefahren sein), als viele Korallen das tun. Oftmals können Weichkorallen viel besser damit umgehen, wenn das Becken noch nicht so stabil läuft. Okay, dann gibts natürlich die Gefahr, dass die Ocellaris in eine Weichkorallen einziehen und daraus dann auch nicht mehr rauszubekommen sind.... sie haben halt ihren eigenen Kopf :winking_face:

    ICh sehe da schon eine ernste Gefahr für die anderen Korallen, wenn eine Anemone loswandert. Manche Arten sind da "netter" als andere und das Vernesseln hält sich in Grenzen. Leider gibt es genügend Händler die einem Anfänger ohne Warnungen eine Teppichanemone (St. haddoni) andrehen. Klar, die sehen toll aus, aber können in einem Becken schon richtig viel Schaden anrichten. Wenn die was vernesseln ist es platt! Bei einer E. quadricolor sieht das natürlich anders aus.

    Wenn die Wasserwerte einigermaßen stimmen würde ich so schnell wie möglich eine Anemone reinsetzen und warten das sie sich einen Platz gesucht hat. Alle Korallen die man nicht mit einem Handgriff umsetzen kann würde ich erst danach einsetzen. Das Risiko der plötzlichen Reiselust nach Jahren an einem Platz hat man dann zwar immer noch, doch damit muss man bei den Tieren immer leben.

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Stefan

    Im Riff stehen die Dendros an den seltsamsten Orten, nicht immer nur dunkel und tief, sondern z.T. in der prallen Sonne zwischen den Akroporas und in der heftigen Strömung. Unser Problem im Aq ist wohl eher das wir keine gleichmäßige Strömung hinbekommen, entweder einfach zu wenig oder zu ruppig (wenn jemand eine starke Pumpe direkt auf die Koralle richtet).

    Ich glaube nicht, das wir momentan irgendein "richtiges" Futter haben, denn wir wissen nicht mal was die Dinger in der Natur fressen. Wenn es Zooplankton ist, dann fehlt mit Sicherheit der Futterreiz durch die Eigenbewegung des Planktons. Staubfutter zappelt einfach nicht. Evtl. nehmen die Dendros auch kleine mineralische Partikel auf und verwerten Bakterienfilme oder anderes organisches Materia, das daran kleben bleibt.
    Normalerweise sind die Dendros den ganzen Tag offen, wenn man sich dann mal überlegt wieviel Wasser im Laufe eines Tages an der Koralle vorbeizieht, dann kann man sich ausrechnen, wie viel Plankton dem Tier zur Verfügung steht. Dagegen ist unsere Staubfuttergabe ein Witz, egal wie häufig wir das Zeug reinwerfen.


    Grüße

    Jens

    Hallo Karsten

    Leider muß ich mich meinen Vorrednern anschliessen, das Tier wird mit 99,99% Sicherheit eingehen. Mir ist lediglich ein Fall vom Hörensagen bekannt, bei dem eine Dendronephtea mehrere Jahre überlebt hat.

    Die Möglichkeiten um das Sterben etwas hinauszuzögern und ein paar Wochen länger was von dem Tier zu haben hat Jörg in seiner email schon beschrieben, allerdings auch die Probleme, welche mit massiven Staubfuttergaben zusammenhängen. Ich selber kloppe große Mengen diverser Sorten Staubfutter etc. ins Becken (6 mal täglich!) und habe mit Wasserbelastung etc. zu kämpfen. Da Du in Berlin wohnst kann ich Dir anbieten dass wir uns mal treffen und wir in Ruhe darüber diskutieren können wie man evtl. die Lebensbedingungen für die Koralle verbessern könnte. Man könnte evtl. ein paar Sachen ausprobieren. Wenn Du Interesse hast, alles weitere per PN

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Gerlinde

    Eine quadricolor kann sich in die abartigsten Formen drehen, keine Sorge deswegen. Ich würde allerdings GANZ SCHNELL was tun wegen der Strömungspumpe. Wenn sie da reinkommt hast Du viele kleine Anemomenfetzen im Becken und das wars. Kannst Du erstmal einen Streifen blaue Filtermatte drumwickeln? Mache irgendwas um den Sog zu verteilen/dämpfen, egal was hauptsache Du tust es schnell

    Grüße

    Jens

    Hallo Martin

    Die Artikel von Shimek kenne ich, bin aber nicht von allem, was er so schreibt, überzeugt.


    Zitat

    Original von Martin Kornacker
    Hallo,
    Letztendlich sind nur 4 Dinge wichtig:
    -ausreichende Höhe des Bodengrundes, damit eben Denitrifikation stattfinden kann

    Das glaube ich auch, wobei man sich über die minimal nötige Höhe Streiten kann. Meiner Meinung nach ist alles unter 10 cm nicht wirklich praktikabel

    Zitat


    -ausreichende Bodenfauna (Würmer etc, die beimpft werden müssen), das bedeutet verzichtet auf deren Fressfeinde (die meisten Garnelen, Einsiedlerkrebse, Grundeln...)

    Die Fauna kommt von selbst mit lebenden Steinen etc. Es hilft bestimmt ein paar handvoll alten Bodengrund in den neuen zu mischen. Den Verzicht auf Fressfeinde finde ich absolut unnötig bzw sogar schädlich. Solange man nicht 10 Baggergrundeln auf 100 Liter packt können die das Sediment garnicht so schlimm umgraben als das es wirklich schaden kann. Allerdings kümmern sich Baggergrundeln etc. sehr gut um größere Nahrungspartikel so daß sie garnicht erst anfangen zu gammeln.

    Zitat


    -richtige Korngrösse (sehr fein, es gibt im reefcentral.com Forum unendliche Diskussionen...), 2-3 mm ist zu grob

    Das kommt auf die Schichthöhe an, so pauschal kann man das nicht sagen

    Zitat


    -ausreichende Grösse und Nährstoffversorung der DSB, eine Ecke im Aquarium reicht nicht aus, ein DSB im Refugium funktioniert auch nicht ,weil da ja nicht ordentlich gefüttert wird und die Bodenfauna verhungert

    Das mit der Ecke im Aquarium stimm. Das ein Refugium nicht klappt, halte ich spätestens seit den Bildern von Markus Resch für Blödsinn. Jörg Griem betreibt fast seine gesamte Korallenzucht mit einem Jaubert/DSB system und er hat eher PRobleme mit zu wenig Nährstoffen.

    Zitat


    Fäulnissherde werden durch die Bodenfauna verhindert, die ja kontinuierlich Wasser durch das Sediment pumpt.

    Hmmm, im Prinzip richtig, allerdings liefert Shimek nirgendwo seine Formeln, wie er denn die Bioirrigation in einem solchen Sediment berechnet hat.
    Ohne die Quantifizierung der Bioirrigation ist das alles nur Gerede Seine mathematischen Modelle dazu würden mich echt mal interessieren. Wissenschaftlich ist seine Aussage so nicht haltbar, da nicht belegt.

    Zitat


    Man braucht nicht unbedingt Aragonit oder dergleichen, jedes Sediment mit der richtigen Korngrösse ist ausreichend. Die "Pufferfunktion" durch CaCO3 haltige Stoffe ist laut Shimek zu vernachlässigen. Er empfiehlt auch gewaschenen Sand, z.B. von einem Flussufer...Silikat-Anteile würden nichts machen).

    Im Prinzip richtig Miracle Mud ist auch Karbonat-frei. Allerdings will ich sowas nicht im Becken haben, sieht einfach doof aus. Warum sollten wir uns solche Mühe geben ein Riff nachzubilden, wenn wir dann Sand für ein Süßwasserbecken nehmen. Irgendwie würde mir dann was fehlen.


    Grüße

    Jens

    Moin

    Ich habe auf 170* 80 cm Grundfläche ca. 100 kg Bodengrund, 4 Sack Life sand, 50 kg 2-3mm Körnung (auf dem Sack stand glaube ich Dohse Aquaristik) und noch mal ca. 20 kg aus dem alten Becken mit grobem Material und gebrochenen Muschelschalen .Das steht seit Oktober und gammeln tut da nix. Das Päärchen Goldkopfgrundeln gräbt die Oberfläche einmal am tag um und das wars. Die Schichthöhe liegt im Durchschnitt wohl bei 10 cm, je nach Grabungsaktivität der Grundeln.

    Grüße

    Jens

    Moin

    Bicarbonat kann als C Quelle genutzt werden, allerdings nicht von den Organismen die Du in einem Aquarium haben willst. Methanogene oder acetogene Bakterien können z.B. folgende Reaktion ablaufen lassen
    HCO3- + 4H2 + H+ = CH4 + 3 H2O
    2 HCO3- + 4H2 + H+ = CH3COO- + 4 H2O

    Bei diesne Reaktionen wird allerdings nur sehr wenig Energie frei, deshalb laufen sie nur ab, wenn alle anderen Elektronenakzeptoren mit einer höheren Energieausbeute schon verbraucht sind, d.h. alles Sulfat in Sulfid umgewandelt ist. selbst wenn in einem Deep Sand Bed o.Ä. Sulfid im unteren Bereich entsteht wird das nicht ausreichen um Methanogenese in Gang zu setzen und das ist auch gut so.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    L. wurdemanni hatte ich bisher max. 3 Exemplare im Becken, lebten eher versteckt, kamen eigentlich nur nachts richtig raus. Allerdings hatte ich ein Päärchen Stenopus hispidus drin. Die haben dann anscheinend nach und nach die Lysmatas liquidiert.
    Anscheinend sind die Lysmatas im allgemeinen recht gesellig, was man von Stenopus leider nicht sagen kann.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Ich habe damals den S. puellus zum chrysospilos nachgesetzt, ohne jegliche Probleme. Die hatten sich auch ein Jahr lang lieb, dann flog der chrysospilos wegen Appetits auf die falschen Sachen raus.
    Zwei von der gleichen Art würde ich wohl nicht riskieren, bei den ganzen Berichten über Probleme bei S. vulpinus.
    In der Natur habe ich die Jungtiere meist in Gruppen von 10 bis 50 Tieren gesehen, als Alttiere waren sie immer nur paarweise unterwegs, ganz selten mal alleine. Wahrscheinlich sind sie wählerisch bei der Partnerwahl und lösen sich, nachdem sie einen gefunden haben, aus der Gruppe heraus. Wenn man nur einen Partner anbietet, dann kann das klappen oder aber nicht, und das passiert wohl meistens.
    Nachdem ich im letzten Herbst in Australien viele verschiedene Kaninchenfische zum ersten mal in der Natur sehen konnte, wurde mir langsam klar wie riesig diese Biester werden können. Gerade die puellus und chrysospilos werden Monster, das ging hart an 40 cm Länge und 10 cm Höhe. Die vulpinus wirkten dagegen noch etwas kleiner, waren aber trotzdem deutlich größer als alles was in irgendwelchen großen Schaubecken gesehen habe. Sie haben als Päärchen in der Natur Reviere mit mindestens 100 m Durchmesser, sie dulden andere Arten von Kaninchenfischen, aber keine Artgenossen.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Ich habe einen S. vulpinus und einen S. uspi im 900 L Becken. Der vulpinus wollte erst nicht so recht an die Kugelalgen ran, allerdings ist er auch noch recht klein. Seitdem ich den uspi drin habe, der alles frisst was grün ist, findet der kleine vulpinus auch Gefallen an den Kugel. So was wie Erziehung scheint also wirklich zu klappen.
    Weder uspi noch vulpinus scheinen an die ganz großen Kugeln (1,5 cm und größer) zu gehen, allerdings sind auch noch genügend kleine da. Ich warte erstmal ab.
    Ich hatte schon mal einen S. chysospilos, der hat alles gefressen AUSSER Kugelalgel, leider auch Tridacna Mantellappen und Gorgonien. Mein S. puellus oder puelloides (keine Ahnung welcher das war) ging ab und zu an Kugelalgen aber nicht wirklich gerne.
    Was mich an den Kaninchenfischen im allgemeinen stört ist ihre Endgröße, nur der uspi bleibt unter 30 cm (lt. fishbase.org), trotzdem scheinen sie das beste zu sein was man gegen Kugelalgen tun kann. Nasos sind ja wohl nicht immer hungrig auf die Dinger.

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Peter

    Nun ja, ob ich da neidisch werde ist so die Frage. Natürlich sind da einige Tiere aufgelistet auf die ich (und Du bestimmt auch) scharf wäre. Allerdings finden sich da auch Viecher, die selbst der Pro-Naso Fraktion wohl ein wenig zu heftig sein dürfte, z.B. Titanendrücker oder Wobbegongs. Ausserdem listet themarinecenter immer wieder gerne Tiere aus Südaustralien und Kalifonien (z.B. Kuhfische oder Opistognathus rosenblatti) die bei Temperaturen von unter 20 Grad gehalten werden sollten, darauf wird leider nicht hingewiesen.
    Es gibt schon mehr interessante und aquarientaugliche Arten als das, was man im normalen deutschen Handel so bekommt, aber manches Angebot sollte man sich wohl besser zweimal überlegen.
    Mit ein bisschen Suchen und Geduld lassen sich aber auch viele seltene Arten in Deutschland finden, es gibt ja ein paar tolle Händler bei denen man immer wieder fündig werden kann.

    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Ralf

    Bei solchen Werten (die ich kaum glauben kann) waere ich sehr vorsichtig mit Wodka UND Schwefel. Sehr viel Wasserwechsel sollte der erste Schritt sein bevor irgendwas anderes versucht wird. 50% koennte etwas heftig sein, aber jeden Tag 10 -20 % ueber mehrere Wochen koennte schon echt helfen. Allerdings solltest Du DIr ueberlegen wie Du ueberhaupt zu solchen Werten gekommen bist.
    Wie RObert auch werde ich keinen weiteren Ratschlag geben, alles ausser Wasserwechsel koennte in einer solchen Situation echt gefaehrlich sein.

    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Ich waere sehr vorsichtig mit den dort publizierten Erkenntnissen. Die Daten kann man auch anders interpretieren. Ich will hier nicht ins Detail gehen, aber dieser Artikel gehoert nicht zu den Highlights von Nature. Man koennte die dort angewendete Methodik an diversen Stellen kritisieren.
    @ Tom: Der Kerl bleibt beim Thema, da Nature Paper=Vertragsverlaengerung, so laeuft das in der deutschen Wissenschaft (in der Schweiz ist es allerdings auch nicht anders;-)

    Gruesse

    Jens

    Hallo

    Ich hatte vor 2 Jahren mal das Vergnuegen zuzuschauen wie sich ein Paar Naso unicornis von ca. 70 cm Laenge (das Horn nich mit einkalkuliert) mit einer Gruppe Weisspitzenhaien um Futter pruegelte. Die Haie mussten reichlich was einstecken....Das Futter waren Schlachtabfaelle und Fischreste. Anscheinend gehen sie in der Natur auch an andere Sachen als Algen, wobei das sicher eine Ausnahme war.

    Kurze Bemerkung zum Schluss: Ich bin absolut gegen Fischfuettern im Riff, besonders Haifuetterungen finde ich zum kotzen, aber in Franzoesisch Polynesien bekommt man sowas bei jedem 2. Tauchgang geboten, ob man will oder nicht.

    Gruesse

    Jens

    Hallo Andreas


    Zitat

    Original von Andreas Kopplin
    Mehrmals in der Woche muss ich den Boden umwälzen und die Scheiben sind jeden Tag beschlagen. Der Boden ist nach ca. 6-8 Std. wieder mit den braunen Belag voll

    Hmmm, dasmit dem umwaelzen macht mich nachdenklich, ich denke mal das Du dadurch ganz massiv was durcheinanderwirbelst. Die Bakterien im Bodengrund sind dort in bestimmten aufeinanderfolgenden Lagen angesiedelt, so das sie die fuer sie optimalen Lebensbedingungen finden. Wenn Du nun den Sand alle paar Tage kraeftig umruehrst finden die das bestimmt nicht toll. Grundeln etc. wuehlen zwar auch wie bloede, lagern aber im Allgemeinen nur den oberen cm um ( von den tiefen Loechern ab und zu mal abgesehen). Ob Du nun Cyanos oder Kieselalgen im Becken hast kann ich so natuerlich nicht sagen, bei Deinen Werten MUSS das keine Kieselalgen Plage sein.
    Cyanos finden es immer dann klasse wenn andere Organismen Probleme haben, und das ist in einem Bodengrund der mehrmals die Woche umgewaelzt wird bestimmt bei so einigen Bewohnern der Fall.


    Gruesse

    Jens

    Hi

    Der Fossa/Nielsen ist wirklich wohl schon ein wenig in die Jahre gekommen. Ich habe in meinem Becken (Grundflaeche 170x80 cm) ein Gemisch aus 4 Sack Life Sand, 50 kg feiner Korallensand (2-3 mm) und ca. 10-15 kg grobes Material (20 mm) und 10 kg Muschelschill. Das macht etwa 5-10 cm Schichthoehe, je nachdem was die Grundeln gerade treiben. Sieht absolut klasse, aus, der Dreck bleibt oben drauf liegen und kann von den Grundeln erwischt werden, und ueber Nitrat brauchst Du Dir auch keine Gedanken mehr zu machen. Der Life Sand startet echt sofort, ich hatte keinerlei Nitrit und das trotz massivem Gammel in den Lebenden Steinen (Phosphat lag teilweise bei ueber 1 mg/L).
    Ich kann Dir das Zeug nur waermstens empfehlen, ist etwas teuerer aber absolut den Preis wert. Lass Dich nicht von irgendwelchen Haendlern beirren, die einem solche Sachen an den Kopf werfen wie: Das hatten wir schon vor 20 Jahren, hat schon damals nicht geklappt, alles Sch.....
    Solche Leute gibt es leider viel zu viel.

    Gruesse

    Jens

    Sorry, habe keine Umlaute auf der Tastatur

    Hallo

    Bevor Du Dich um den KH kümmerst bring erstmal Mg hoch. Wenn Du das nicht machst kannst Du NaHCO3 im Kilo ins Becken schütten ohne das es was bringt. Vereinfacht ausgedrückt: Mg ist nötig um CaCO3 (also Kalk) im Wasser in Lösung zu halten. Wenn der MG Gehalt zu gering ist, dann sackt der KH und Ca Wert immer weiter ab.
    Wenn Du Mg angebst, bitte nicht an einem TAg von 800 auf 1300, sondern in kleinen (20 mg/Tag) Schritten.

    Grüße

    Jens

    Hallo Herr Doktor

    Algen Ex, welches Zeug ist das, dieses von Michael Mrutzek?
    Habe auch Kugelalgen, allerdings auch zwei Fuchsgesichter. Bisher halten die sich eher zurück, wenn sie garnicht and die Kugeln gehen, dann muß ich wohl auch auf sowas zurückgreifen.

    Grüße

    Jens

    HI

    Die Biester können fast alles ab. Wäre froh wenn meine etwas empfinlicher wäre, aber nix da.
    Keine Sorge mit ein Bischen frischen Wasser bringst Du die nicht um. Ich übernehme keine Garantie, daß Du Dir in einem Jahr nicht wünscht, das es sie damals geplättet hätte. Die können echt zur Pest werden.

    Grüße

    jens

    Hi

    Ich habe seit 4 Wochen auch eine Gruppe von 4 A. dispar (1,3), ein Traum! Leider hatte der Händler nicht mehr Tiere, sonst wäre die Gruppe größer.
    Größenmäßig liegen meine so zwischen 8 und 10 cm, habe sie auch noch nie wesentlich größer gesehen. Was das Füttern angeht: so viel wie möglich, die Viecher fressen wie blöde. Meine bekommen einmal morgens was und dann abends über 3-4 Stunden kontinuierlich kleine Mengen. Damit bekomme ich sie schön rund.
    Wenn Du die Tiere in gutem Zustand bekommen, und eine häufige Fütterung mit vielen verschiedenen Sorten Futter sicherstellen kannst, dann sind das absolute Traumtiere, die auch nicht so groß werden.

    Grüße

    Jens

    Hi

    In meinem alten Institut hatten wir diverse Becken in verschiedenen Größen auf diesen Profilen stehen (kamen von der Firma Paletti). Hatten niemals Probleme mit den Dingern. Ein Kollege hat sogar eine spezielle Anlage gebaut, die er dann komplett im Meer versenkt hat, allerdings immer nur ein paar Stunden und dann gut mit Süßwasser nachgespült. Worauf ich achten würde sind die Verbinder. Es nützt nichts, eloxiertes Alu zu nehmen und dann Verbinder aus Eisen die sofort rosten.
    Mein eigenes Gestell ist aus Aluprofilen und Verbindern der Firma 3 D Plastk
    (http://www.3d-plastic.de) und dann mit Siebdruckplatten verkleidet. Ist bombensicher und seewasserfest.

    Grüße

    Jens

    Hallo

    Das Problem mit etwas Nitrit hatte ich auch mal, ohne Wodka. Habe dann im Labor nachgemessen, war praktisch nix drin. Wenn die Viecher gut stehen, nicht schnell atmen und der Wert nicht weiter steigt, dann bleib einfach ruhig.
    Teste mal Dein Leitungswasser, mal sehen ob der Test da was anzeigt.

    Grüße

    Jens

    Hi

    In Kulturmedien wird selten bis niemals Alkohol zugegeben, da sie sterilisiert werden müssen (Autoklave 25 min. bei 121°C) und dann der Alkohol futsch ist. Daher wirst Du in den Rezepten für Medien auch nichts finden. Die C Quellen werden extra dosiert, und meistens über Filtration sterilisiert.

    Praktisch alle heterotrophen Bakkies können Methanol Ethanol benutzen, wir Menschen sollten vom Methanol die Finger lassen....naja, ein Auge kann man ja mal riskieren.

    Grüße

    Jens