Beiträge von Jens Kallmeyer

    Hallo Andreas

    Wenn Du diverse Liter von dem QFI Zeugs reinkippst, dann funktioniert es auch damit. Du kannst aber auch ganz einfach das Balling Salz kaufen, die entsprechend benötigte Menge über den Aqua Calculator von Martin Kuhn oder einen der anderen online Rechner im Netz berechnen und dann zugeben. Das ist deutlich billiger und m.M. nach auch einfacher als diese flüssigen Zugaben.

    Grüße
    Jens

    Hallo Wiki

    Den Ausführungen von Peter Ismaier kann ich mich erstmal nur anschließen. Was die Verwendung von Zeolithen über eine sehr langen Zeitraum angeht, so werden die irgendwann einfach so verschleimt sein, dass sie sich einfach nicht mehr reinigen lassen.
    Wie Du hoffentlich schon mitbekommen hast sollen (müssen) Zeolithfilter regelmäßig geschüttelt werden um die an den Körnern anhaftenden Biofilme zu entfernen. Trotz dieser Reinigung werden irgendwann die Poren verstopft sein, da hilft dann auch kein Schütteln mehr. Danach ist so ein Zeolithkorn einfach nur noch ein massiver Klunker ohne nennenswerte Porosität und Ionenaustauscher Kapazität. Da könntest Du auch Kieselsteine nehmen.
    Ob ein Austausch alle 4 oder 8 Wochen sinnvoll oder nötig ist mag ich nicht beurteilen. Aber wenn viele Anwender es genau so machen und damit großen Erfolg haben, dann scheint da schon was dran zu sein.

    Gruß
    Jens

    Hallo Maico

    Das mit dem Füttern war doch sowieso klar, oder? Egal ob Menella oder Echinogorgia, gefüttert werden müssen die beide. Einfache Regel: Hat eine Gorgonie Polypen in einer anderen Farbe als braun, dann muss in 99% der Fälle gefüttert werden. Cyclop eeze sollte halbwegs gehen, könnte aber etwas groß sein. Es gibt von diversen Herstellern sehr gute Futtermittel für azoos, da würde ich mich mal umschauen

    grüße

    Jens

    Zitat

    Original von OliverL
    Danke schon mal für eure Antworten !

    Hat keiner die Ansaugrohre direkt im Becken !?


    HI Oliver

    Peter hat das bei seiner RE Anlage. Soweit ich mich erinnern kann hat es da schon diverse Schnecken dran zerlegt, da die Schlitzrohre für die PUmpenleistung einfach zu klein sind. Bevor ich bei Peter diese Lösung live gesehen hatte fand ich die ja total klasse, danach nicht mehr.

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo,

    das ist jetzt zwar ein anderes Thema, aber ist es vielleicht dennoch interessant, wenn auf dem Eintauchtest überhaupt etwas wächst? Das ist immerhin ein Hinweis, dass Bakterien, die mit den nährstoffreichen Nährböden zurecht kommen, im Aquarium ihr auskommen haben. Viele Spezialisten für das nährstoffarme Milliö werden ja durch die hohen Nährstoffgehalte der normalen Nährboden gehemmt und gehen deshalb nicht an.

    Hi

    Nun ja, wenn Du ein paar Millionen Zellen hast, wahrscheinlich mehrere 1000 Arten, wird davon ja wohl die eine oder andere mit hohen Nährstoffwerten klar kommen. Das Züchten auf super mageren Medien geht halt auch, dauert halt nur länger. Heribert Cypionka aus Oldenburg hat Kulturansätze, die zeigten z.T. erst nach 5 Jahren oder noch längeretwas Wachstum...wohl kaum geeignet für einen Schnelltest.

    Jens

    HI

    Zitat

    Original von Salvelinus
    ...Dort wächst auch nur ein Bruchteil der Bakterienpopulation an und die meisten sind eh völlig unbekannt und nicht beschrieben.

    Wenn es wenigstens bloß Bakterien wären, dann ginge das ja noch, aber die verfluchten Archaea werden dabei total übersehen. Es ist absolut irre wo die inzwischen überall Archaea finden und was für einen großen Anteil an der gesamten mikrobiellen Gemeinschaft haben.

    Zitat

    und nebenbei habe ich jetzt auch mal Zahlen über die Bakteriendichte in marinen Wassersystemen aus erster Hand erfahren - vielen Dank Jens !

    Moooment, ich habe nur was über die Gesamtzellzahl gesagt, nicht wie hoch der Anteil an Bakterien und Archaea ist. Wenigstens in Sedimenten scheint es so zu sein, dass sogar der größte Anteil der Zellen Archaea sind und keine Bakterien, auch wenn das immer noch umstritten ist. Da werden wir in den nächsten Jahren noch ganz massive Entwicklungen sehen, da bin ich mir sicher. Momentan haben wir immer noch das Problem, dass das Ergebnis wenigstens teilweise davon abhängt mit welcher Technik die Probe untersucht wird, was sehr schön in diesen beiden Papers dargestellt wird. Wenn Du Interesse hast kann ich Dir die Papers per email schicken.

    Biddle, J.F., Lipp, J.S., Lever, M.A., Lloyd, K.G., Sorensen, K.B., Anderson, R. et al. (2006) Heterotrophic Archaea dominate sedimentary subsurface ecosystems off Peru. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America 103: 3846-3851.

    Schippers, A., Neretin, L.N., Kallmeyer, J., Ferdelman, T.G., Cragg, B.A., Parkes, R.J., and Jørgensen, B.B. (2005) Procaryotic cells of the deep sub-seafloor biosphere identified as living bacteria. Nature 433: 861-864.

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von Salvelinus

    Ich habe vorhin meinen Abschäumer geleert....Konzentrierte Nährlösung, gut temperiert und bleibt 24 - 48 Stunden stehen - das ist der Cocktail aus dem Bakterienträume bestehen !

    In dem Inhalt wird man wohl mehrere Millionen Keime finden - ob sie für mich relevant sind kann ich nicht sagen, aber unter Hygienegesichtspunkten ist der Abschäumerinhalt sicher eine Fracht, die man so entsorgen sollte, dass sie nicht - auch nicht aus Versehen - wieder in mein näheres Umfeld gelangt. Also wegkippen, gut nachspülen und Hände waschen - aber das sollte eigentlich sowieso selbstverständlich sein.

    Salve Linus

    Nun ja, wenn da nur mehrere Millionen Keimen drin wären, dann wäre das ja noch fast als harmlos einzustufen.
    Das Problem bei solchen Keimzahl Angaben ist ja meistens die Beeinflussung durch die Kultivierung, denn auf solchen beruhen die meisten Angaben. Das ist im medizinischen Bereich ja eine ordentliche Sache, aber leider können wir in marinen Proben (bzw. in praktische allen Umweltproben) nur 0,001 bis maximal 1% aller darin enthaltenen Mikroorganismen kultivieren. Im besten Fall verlieren 99% der Information. Die Kultivierung ist natürlich klasse, wenn man ganz bestimmte Organismen anreichern will und man dafür ein spezielles Medium hat, wie z.B. für humanpathogene E.coli oder andere unschöne Biester. Aus solchen Kultivierungen allerdings irgendwelche Aussagen über die Gesamtzellzahl einer Umweltprobe zu machen halte ich für Kaffeesatzleserei.
    Solche Aussagen lassen sich eigentlich nur einigermaßen vernünftig über Epifluoreszenzmikroskopie nach Färbung der Probe mit ds-DNA spezifischen Farbstoffen (Acridine Orange, DAPI, SYBR Green, etc.) machen. Und dann sehen die Werte schnell ganz anders aus...so was mache ich hier jeden Tag, wobei ich fast nur Zellen im Sediment zähle. Leider kommen immer wieder Leute mit irgendwelchen Gesamtzellzahl Schnelltests an, und meinen, sie hätten steriles Wasser, nur weil sich nichts kultivieren lässt.
    In ganz normalem sauberen natürlichen Meerwasser hast Du eine Gesamtzellzahl von ca. 10^6, also einer Million Zellen pro milliliter. Das geht in Küstennähe gerne mal auf 10^7 bis zu 10^9 hoch, interessanterweise aber nicht höher. Selbst in der Tiefsee vom Zentral Pazifik hast Du noch 10^5 Zellen, davon sind 80 bis 90 % metabolisch aktiv, also lebendig.
    Weil ich gerade kein natürliches Meerwasser hier im Labor habe, nehme ich mein Aq. Wasser als Standard, trotz Ozon bis es stinkt, ordentlicher Abschäumung und wirklich glasklarem Wasser habe ich noch ca. 8 x10^6 bis 5x^10^7 Zellen pro ml. Sobald es meine Zeit zulässt möchte ich in meinem Aquarienverein mal eine Untersuchung machen und die Zellzahlen in den verschiedensten Becken messen, vom reinen Fischbecken bis zur Zeolith getunten Acropora Wüste. Ach ja, und Abschäumer Flüssigkeit messe ich dann gleich auch mal....das wird ein Spaß. Da werde ich wohl gleich mal mit 10.000 facher Verdünnung anfangen.

    Grüße

    Jens

    Hallo Michael

    Ist die Deko aus Riffkeramik? Das würde die hohen Ca Werte erklären.
    Lass bloß die Finger von Ammoniumnitrat, das ist erstens explosiv bzw. Feuergefährlich, zweitens ist es als Nitratquelle nicht zu gebrauchen, da Du viel zu viel Ammonium ins Becken hauen würdest, als Ammoniumquelle wäre es zu nutzen, aber Ammoniumdosierung ist echt heikel.
    Wenn Du es unbedingt probieren möchtest, dann nimm Ammoniumchlorid. Da gibt es im Netz einige gute Rezepte.
    Du könntest noch Natriumnitrat nehmen, aber das ist das gleiche bzgl. der Probleme mit der Beschaffung.


    Grüße

    Jens

    Hallo Simon

    Schau mal bei Reefcentral, da gab es mal einen oder zwei threads zu dem Thema,
    im Berliner Zooaquarium haben die welche, die Viecher sind ganz schön groß und aktiv, schwimmen dort zusammen mit den Nautilus, das Becken wird also wohl deutlich kühler sein als ein normales Riffbecken.

    Grüße
    Jens

    Hallo Sven

    Hmm, also eine Algenblüte die so lange anhält ist schon echt selten. Dass der Abschäumer erstmal nichts mehr schäumt ist nicht wirklich tragisch,das können z.B. Produktionsreste in der UV Anlage oder den Schläuchen sein. Ich würde mal ein paar Tage über Kohle filtern, dann sollte sich das Problem erledigt haben.
    Lass die UV Anlage auf jeden Fall permanent an, alles andere ist Mist.
    Die toten Algen müssen unbedingt raus aus dem Wasser, das ist ja totes organisches Material, und das hat im Becken echt nichts verloren

    Grüße
    Jens

    Hallo Marcus

    Also wenn Du die Auswahl hast, dann würde ich immer die Schraubfassung nehmen, die sind einfache besser zu handhaben beim Brenner wechseln.
    Was die Lichtfarben angeht, da gehen die Meinungen extrem weit auseinander. Schau Dir mal diverse Kombinationen an, da musst Du selber herausfinden, welche für Dich richtig ist.

    Grüße
    Jens

    Hallo Mark

    Keine Ahnung ob aus dem Plastik der Tonne irgendwelche Stoffe abgegeben werden, ob nun Nitrit oder etwas, das den Test entsprechend beeinflussen kann, aber ich würde mich vorsichtshalber mal nach einer neuen Tonne umschauen. Außerdem würde ich mir mal einen neuen Nitrat Test besorgen, 10 mg NItrat innerhalb von einem Tag weg ist schon etwas extrem.
    Nitrit ist im Seewasser bei weitem nicht so schlimm wie im Süßwasser. Es ist zwar ein deutlicher Anzeiger, dass der Stickstoffkreislauf nicht perfekt läuft, aber in Panik zu verfallen muss man wegen etwas Nitrit noch nicht. Ammonium ist da schon wesentlich übler, aber das wird leider immer noch viel zu häufig übersehen.
    Hier findest Du einen guten Artikel zu dem Thema Nitrit.
    So eine blaue Tonne benutze ich auch, aber da bleibt das Wasser vielleicht 15 Minuten drin. D
    Das ganze "Reifen" des Wassers halte ich für kompletten Blödsinn, das war vielleicht früher mal nötig, als die Salzmischungen noch nicht so gut waren, aber inzwischen haue ich das Wasser ins Becken sobald das Salz gelöst ist.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von jessikaS
    Na da gibt es unzaehlige Webseiten die das erzaehlen: Google mal "How to cure Live Rock"!
    Nicht dass ich damit sagen will dass das eine gute Methode ist! :confused_face:
    Bei mir hat es mal 3 Monate gedauert bis die Steine sich wieder erholt hatten und manche musste ich auch entsorgen, weil nicht zu retten. :loudly_crying_face:
    Allerdings glaube ich dass die Steine von den meisten Haendlern hier in den USA eine solche Behandlung hinter sich haben...!

    HI Jessica

    Schau Dir mal den "live rock cooking" Thread auf RC an. Da kommt mir das Essen wieder hoch wenn ich mir überlege, das danach irgendwelche armen Tiere in ein Becken mit solchen Steinen gesetzt werden. Generell ist das Angebot an LR in USA gar nicht mal so schlecht, über die Versandhändler in LA kann man eigentlich ganz ordentliches Material kriegen. Das Zeug bei den LFS ist natürlich eine ganz andere Nummer, aber das ist hier in D leider auch häufig so.

    Grüße
    Jens

    Hallo Arno

    Warum willst Du unbedingt PhosBan einsetzen wenn es in Europa reichlich gute PO4 Adsorber auf Eisenbasis gibt? Phosban ist relativ weich und macht reichlich Abrieb, ansonsten funzt es wie die anderen Adsorber

    Grüße
    Jens

    HI Thomas

    Ich kenne die Geräte von Dr. Lange und finde sie eigentlich recht gut und vor allem stabil verarbeitet. Das spezielle Gerät kenne ich nicht, kann Dir deshalb auch nicht sagen ob es mit dem Test funktioniert. Ich hatte vor ein paar Jahren mal probiert einen Aquarien PO4 Test (nicht Merck/Rowa)auf einem Photometer auszumessen, das klappte nicht so gut, denn der Peak war sehr breit und sein Scheitelpunkt schwankte in Abhängigkeit von der Konzentration. Für eine grobe Angabe reichte es, aber die bekam ich auch ohne Photometer einigermaßen hin

    Grüße
    Jens

    HI

    Nun ja, das mit den Hawaii Docs im Mittelmeer war wohl eher von irgendwelchen Aquarianern ausgelöst, die so ihre Tiere entsorgt haben. An der Ostküste der USA findet man im Spätsommer und Herbst immer wieder weit im Norden, bis nach Boston hoch Fische aus der Karibik (Falter, Kaiser, Hamlets). Die werden als Larven verdriftet und fühlen sich dort recht wohl, bis dann halt der Winter kommt. In geschützten bzw. künstlich aufgewärmten Bereichen wie dem Long Island Sound können einzelne harte Arten auch den Winter überstehen. Vor New York gibt es eine stabile Population von Rotfeuerfischen....rat mal wo die herkommen, bestimmt nicht aus der Karibik.
    Ob einzelne Arten auch bei deutlich tieferen Temperaturen gehalten werden können muss man wohl für jede Art spezifisch bestimmen, da kann man wohl kaum alles in einen Topf werfen. Bei einigen Arten geht das wohl sehr gut, bei anderen geht das nicht, s.o.

    Temperierte Arten im tropischen Becken halten geht bei einzelnen Tieren gut, z.B. Schnecken, Schlangensterne, aber bei Fischen schrumpft die Lebenserwartung z.T. dramatisch. Gerade in USA gibt es da einige Fische, die dort immer wieder in den Handel kommen, aber besser in kühleren Spezialbecken gehalten werden sollten, da sie sonst innerhalb von einem Jahr oder noch weniger "verheizt" sind, z.B. Catalina Goby, Garibaldi, Rosenblatti-Kieferfisch.

    Andersherum hat es wohl noch kaum jemand probiert, die meisten Leute haben halt tropische Becken und keine temperierten. Aber wenn man sich schon die Arbeit macht und ein temperiertes Becken pflegt, warum das dann mit "langweiligen" tropischen Fischen besetzen?

    Grüße
    Jens

    HI

    In öffentlichen Aquarien werden ja öfters mal 2 oder sogar mehr Feuerfische in einem Becken gehalten. Bei Deiner Beckengröße sehe ich da keine Probleme. Keine Ahnung ob die kannibalisch veranlagt sind wenn der eine groß genug ist um den anderen zu schlucken.

    Grüße
    Jens

    Hallo Dirk

    Das sollte so gehen, ich kann auf jeden Fall bei der beschriebenen Technik keine Probleme erkennen. Ich mache das selber so, bisher keine Probleme damit. Da die Lösung einen recht hohen pH Wert hat würde ich mal einen Blick auf die Schläuche werfen und kontrollieren ob die sich verfärben oder hart werden.

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von Uwe HirschbergDer Schmier ist noch da, einige Koralle gehen, aber total Farblos, andere wie (SPS) Monis gehe nach 1 Woche kaputt.

    Hallo Uwe

    Das kenne ich irgendwie..... Bei mir stehen alle Weichen, Leder, und Gorgonien echt gut, auch die etwas heiklen azoos, nur die SPS wollen einfach nicht. Spätestens nach 2 Wochen ist bei mir jede SPS gebleicht oder das Gewebe platzt flächig ab. Glücklicherweise habe ich keine Probleme mit Schmieralgen, nur ein ganz paar vereinzelte Büschel Fadenalgen, aber die hält der Seehase unter Kontrolle.
    Natürlich würde ich auch gerne ein paar SPS halten, aber momentan warte ich einfach mal ab, der Rest steht ja ganz ordentlich.
    Grüße
    Jens

    Zitat

    Original von Alex G.
    Ist es nicht eigentlich schlau, bei der ersten Süsswasserfüllung schon Kohle, Silicarbon und evtl. PhosEx einzusetzen, bevor lebende Komponenten eingebracht werden ? Oder braucht man dafür unbedingt Seewasser ?


    Nö, das geht auch mit Süßwasser, auf jeden Fall würde ich schon mal Silikarbon mit reinhängen, PhosEx ist wohl eher nicht so nötig, wo sollte das Phosphat auch herkommen. Silikat löst sich besser bei höheren pH Werten, aber frag mich jetzt bitte nicht wie viel das im Aquarium so ausmacht, wahrscheinlich nicht sehr viel. Eine geringfügige Anhebung des pH Werts wäre auf jeden Fall nicht hinderlich.

    Grüße
    Jens

    HI

    Beide Systeme (Osmose und Ionenaustauscher) habe ihre Vor- und Nachteile.
    Mit einer guten Osmoseanlage mit Druckerhöhungspumpe bekommt man heutzutage ein Reinwasser/Abwasserverhältnis von 1:1 hin. Allerdings ist dann u.U. immer noch etwas Silikat im Wasser, weshalb sich ein nachgeschalteter Reinstwasserfilter zur Silikatentfernung empfiehlt. EIne Osmose holt auch unpolare organische Substanzen aus dem Wasser, das macht ein Ionenaustauscher nicht.
    Eine Osmoseanlage muss ordentlich bedient und regelmäßig gespült werden, sonst vergammelt die Membrane.

    Bei einem Ionenaustauscher hat man das gepansche beim Regenerieren, nicht jeder kommt mit starken Säuren und Laugen gut klar. Außerdem kann sich bei längeren Standzeiten eine fiese Bakterienkultur in den Säulen entwickeln, die u.U. irgendwelche Gifte an das Wasser abgeben können. Wenn man sogenannte Mischbett Harze nimmt, die man zum Regenerieren beim Hersteller/Händler abgibt, z.B. das Patronen Gerät von Welke, dann kann das u.U. deutlich teurer werden als die höhere Wasser Rechnung durch die Osmose.

    Das perfekte System gibt es nicht, die meisten Leute kommen allerdings mit der Osmose besser klar als mit dem Vollentsalzer.
    Grüße
    jens

    HI Inken

    An Siganus gutattus wird anscheinend schon seit langem in der Aquakultur gearbeitet. Alleine Aquaculture hatte 38 Artikel zum Thema Siganus. Einige klingen ganz interessant, habe aber gerade keine Zeit mir die runter zu laden geschweige denn zu lesen. Hier sind nur mal die Titel der einzelnen Paper, klingt ganz interessant

    1. GnRHa-accelerated spermatogenesis in the testes of underyearling golden rabbitfish, Siganus guttatus (Bloch)
    3. Expression and purification of a biologically active recombinant rabbitfish (Siganus guttatus) growth hormone
    4. Fatty acid composition of five candidate aquaculture species in Central Philippines
    5. Nutrient requirements of marine food fish cultured in Southeast Asia
    6. Clove oil as a fish anaesthetic for measuring length and weight of rabbitfish (Siganus lineatus)
    7. Sustained production of milt in rabbitfish, Siganus guttatus Bloch, by weekly injection of luteinizing
    hormone-releasing hormone analogue (LHRHa)
    8. Salinity tolerance of fertilized eggs and yolk-sac larvae of the rabbitfish Siganus guttatus (Bloch)
    9. Thyroxine injection of female rabbitfish (Siganus guttatus) broodstock: changes in thyroid hormone levels in plasma, eggs, and yolk-sac larvae, and its effect on larval growth and survival
    10. Spermiation response of mature rabbitfish, Siganus guttatus Bloch, to luteinizing hormonereleasing hormone analogue (LHRHa) injection
    Aquaculture, Volume 97, Issues 2-3, 15 September 1991, Pages 291-299
    11. Induced spawning of rabbitfish, Siganus guttatus (Bloch) using human chorionic gonadotropin (HCG)
    12. Effect of dietary protein and energy level on growth, protein utilization and carcass composition of rabbitfish, Siganus guttatus
    13. The effect of stress on spawning of brood fish and survival of larvae of the rabbitfish, Siganus guttatus
    14. Effects of continuous lighting on growth and survival of first-feeding larval rabbitfish, Siganus guttatus
    15. Yolk and oil globule utilization and developmental morphology of the digestive tract epithelium in larval rabbitfish, Siganus guttatus (Bloch)
    16. Year-round spawning and seed production of the rabbitfish, Siganus guttatus
    17. Spawning behavior and early life history of the rabbitfish, Siganus guttatus, in the laboratory
    18. Mass mortality in Siganus canaliculatus due to streptococcal infection
    19. Induced spawning of sea bass, Lates calcarifer, and rabbitfish, Siganus guttatus, after implantation of pelleted LHRH analogue
    20. Breeding and larval rearing of the rabbitfish, Siganus guttatus (Bloch)
    21. The spawning cycle, fry appearance and mass collection techniques for fry of Siganus rivulatus in the Red Sea
    22. Growth of Siganus rivulatus reared in sea cages in the Red Sea
    23. Preliminary investigations on rabbitfish, Siganus canalicullatus, cultivation in Tanzania
    24. Experiments on the propagation of Red Sea siganids and some notes on their reproduction in nature
    25. Cage culture of Sparus aurata
    26. Larval rearing and development of Siganus lineatus (Pisces: Siganidae) from hatching through metamorphosis
    27. An experiment in rearing larval Siganus vermiculatus (Valenciennes) and some observations on its spawning cycle
    28. A successful spawning and hatching of Siganus vermiculatus under field conditions
    29. Induced multiple spawning of reared Siganus oramin (Schneider) (=S. canaliculatus Park)
    30. Some aspects of the suitability of various Philippine siganid species (Siganidae) for mariculture
    31. Some ecological and behavioural aspects of siganid populations in the Red Sea and Mediterranean coasts of Israel in relation to their suitability for aquaculture
    32. Effect of photoperiod on gonadal maturation in the rabbitfish, Siganus canaliculatus Park 1797
    33. Report on the growth of rabbit fish in fish ponds in Fiji
    34. Food preferences in cultured rabbitfishes (Siganidae)
    35. Rearing Siganus striolata in a closed sea-water system
    36. Fertilization and hatching of rabbitfish Siganus rivulatus
    37. Toxicity of Siganus luridus (Rüppell) on the Mediterranean coast of Israel
    38. Experiments in rearing rabbitfish (Siganus rivulatus) in sea water

    Gruß Jens

    Hi

    Such mal bei ebucht nach bohrer2002, bzw nach Glasbohrkrone, da solltest Du was finden. Kostet so um die 25€ und hält für ein paar Löcher. Die Dinger sind nicht supertoll, aber für den Heimanwender, der mal ein Loch bohren will reicht das aus.

    Grüße
    Jens

    hallo Sven

    Generell sind die Angaben im Lex schon ganz realistisch, der eine oder andere Fehler wird wohl noch drin sein, leider widersprechen sich die Quellen z.T extrem was die maximale Größe angeht.
    Wegen der empfohlenen Beckengrößen: drüber ist fast immer egal, drunter ist schon schwieriger. Man könnte Deine Frage so interpretieren: Wie massiv kann ich die empfohlene Beckengröße unterschreiten? Die Antwort darauf kann nur lauten: Gar nicht! Es hat einen Grund warum bestimmte Fische eine bestimmte minimale Beckengröße haben sollten.
    Und fang bitte gar nicht erst mit dem Argument an: "Ja ich weis das der Fisch sehr groß wird, aber bis dahin dauert es noch einige Zeit und dann kaufe ich mir sowieso ein größeres Becken, oder gebe den Fisch an jemanden mit einem größeren Becken ab".
    Solche Ansätze sind in 99.9% der Fälle zum Scheitern, sprich Tod des entsprechenden Fisches, verurteilt.
    Bei meinem Händler hier in Berlin schwimmt gerade ein 30 cm Sohal, war beim Kunden in einem 500 L Becken, wurde wohl mal als 5 cm Zwerg eingesetzt. Der Händler würde den Fisch gegen Erstattung der Futterkosten abgeben oder wohl inzwischen sogar verschenken, aber niemand will so ein Monster, kein Zoo, kein öffentliches Aquarium, und Privatleute sowieso nicht.
    Es gibt genügend wunderschöne und interessante Fische, die bequem in ein kleineres Aquarium passen, beschränke Dich darauf, erspare Dir viel Ärger und den Fischen vermeidbares Leid.

    Grüße

    Jens

    HI Sven

    Im Grunde hat Steffen schon alles gesagt, ist wohl eine Planktonblüte. Setz ein paar Weichkorallen rein und fang langsam mal an das Becken zu besetzen. Der Abschäumer sollte in den nächsten Tagen ordentlich zu tun haben um die absterbenden Algen aus dem Wasser zu holen. Sollte das Wasser einen Gelbstich kriegen würde ich mal mit Aktivkohle dagegen angehen, ansonsten einfach laufen lassen.

    Grüße

    Jens

    Zitat

    Original von MartinZ
    Gibt es den bei diesen Tieren Haltungserfolge? Den Text im Lexikon kenn ich, mich würden weitere Meinungen und Erfahrungen mal interessieren,...

    HI

    Ich hatte die nicht blitzenden eine ganze Zeit in meinem letzten Becken. Sofern genügend Futter für Filtrierer im Wasser ist (das ist bei mir ja nie so das Problem gewesen) und sie nicht von irgendwelchen Fischen oder Krebsen angefressen und in Ruhe gelassen werden sind sie eigentlich ganz gut haltbar. Leider habe ich selber einige davon direkt nach dem Einsetzen verloren, das habe ich aber auch schon von anderen Leuten gehört, anscheinend sind sie recht transportempfindlich.
    Leider suchen sie sich meistens eine Spalte und bleiben dann dort sitzen, diese Spalte ist gerne auch mal auf der Rückseite des Riffs...meine sah ich eigentlich nur wenn ich mich vor die Seitenscheibe gekniet habe und von von einem ganz bestimmten Punkt schräg nach oben unter einen Überhang schaute. Ein Hingucker ist was anderes

    Grüße

    Jens

    Hallo Gerald

    Das Salz wird ja nicht schlecht, wenn Du die Packung wieder ordentlich verschließt, dann hält sich das Zeug ewig. Wieviel Du kaufst hängt wohl eher davon ab, wieviel Du auf einmal ausgeben willst bzw. wieviel Platz Du zum Lagern hast. Ich habe normalerweise 2 oder 3 Eimer bei mir rumstehen. Die Eimer haben den Vorteil, dass man sie gut wieder verschließen kann, das ist bei manchen kleineren Packungen echt besch... ohne Umfüllen in ein ordentliches Gefäß ist da nichts zu machen. Salz bestelle ich meistens dann, wenn das Zeug irgendwo im Angebot ist.
    Bei den Sorten bin ich nicht wählerisch, TM Classic oder Pro, Red Sea, Instant Ocean, Reef Crystals, Grotech, Preis, HW, etc. was halt gerade im Angebot ist.

    Grüße

    Jens

    HI

    Nach dem letzten mir bekannten Stand ist die Gattung der Halfterfische (Zanclidae) monotypisch, es gibt nur eine Art, den Z. cornutus, der Z. canescens war ursprünglich als eigene Art abgeteilt worden, ist aber dem Z. cornutus zugeschlagen worden, war wohl nur eine Standortvariante oder eine Jugendform.

    Grüße
    Jens

    Zitat

    Was mach ich denn jetzt mit der Salz-Pampe?


    Weiter benutzen, ist ja nur feuchter, aber nicht schlecht. Musst nur halt etwas mehr von der Pampe einwiegen als mit trockenem Salz.

    Zitat

    Lass ich das Salz so wie es jetzt ist in der geschlossenen Box?


    Ja

    Zitat

    Oder kann ich irgendwie das Hydratwasser zurück ins Salz treiben (mit Kälte?)?


    Nein

    Gruß

    Jens

    Hi Dominic

    Das Hydratwasser tritt nicht bei Raumtemperatur aus. Dein Salz ist nass geworden, Plastik Box hin oder her.
    Trocknen bringt nicht viel, dazu ist das Zeug zu hygroskopisch. Nimm beim Abmessen einfach etwas mehr Salz (10 %) und mess dann einfach mal die Werte nach. Nachschütten kannst Du immer noch


    Grüße

    Jens