Beiträge von Linda

    Hallo Jochen,

    immer wenn ich von der Nährstoffarmut der Ozeane les denk ich mir, dass das ja bloß die Folge davon ist, dass die anfallenden Nährstoffe eben von den entsprechenden Organismen zur Gänze aufgenommen wurden. Das heißt ja nicht, dass gar keine Nährstoffe produziert werden - wie bendel schreibt, im freien Wasser der Ozeane wahrscheinlich in geringerem Ausmaß als in dicht besiedelten Küstenregionen mit Nährstoffeintrag auch aus den Flüssen.

    So versteh ich das natürliche Gleichgewicht. Das lässt sich unter geeigneten Voraussetzungen auch im Aquarium herstellen.

    Probleme entstehen folglich dann, wenn die Nährstoffe (also etwa NO3 und PO4) zueinander nicht in dem Verhältnis anfallen, in dem sie unter 'normalen Umständen' verarbeitet werden können, oder die Abbauorganismen nicht in ausreichender Menge vorhanden sind. Überschüsse auf der einen oder anderen Seite begünstigen jeweils andere Organismen.

    Der bei der Phytoplanktonzucht verwendete Dünger unterstützt durch seine Zusammensetzung die Entwicklung erwünschter Algen. Aber halt nur solange, bis die Nährstoffe aufgebraucht sind und andere Parameter (Licht und CO2) das weitere Wachstum nicht begrenzen.

    So wie du hab ich auch mit dem Experimentieren begonnen und find die Zucht von Phytoplankton ausgesprochen interessant und spannend.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Peter!

    Bitte erinnere mich nicht an meinen Kontakt in die Niederlande! Das hab ich verdrängt. Glenn war's jedenfalls nicht :smiling_face:

    Aber im Ernst: Du hast dir schon so viel angetan mit den Pferdchen! Und jetzt willst es lassen?

    In der Zwischenzeit hab ich ja auch schon ein bissl Erfahrung mit der naturnahen Haltung der Zostera-Pferdchen. Beobachtungen wie die mit den kleinen Putzergarnelen als Medusenvertilger sind doch ein Lichtblick, meinst nicht? (Wobei ich halt schon zugeben muss, dass die auch gern Artemia essen :face_with_rolling_eyes: Aber man bekommt sie wenigstens leicht wieder raus aus der Koppel.)

    Über den Umweg einer ertragreichen Boggessi-Zucht mit Hydroidmedusen als Spezialfutter müssen sich die Kosten für die Artemien ja wieder hereinbringen lassen =)

    Und schließlich gibt's dann ja noch die Option mit Hydroiden essenden Nacktschnecken. Gestern hab ich erfahren, dass es (ich nehm an, in Deutschland) ein Angebot gibt. Allerdings hab ich keine Infos über die Art, und außerdem liegt der Bestellwert trotz des deftigen Preises weit unter der Mindestbestellsumme. Aber auch diesen Weg werd ich weiterverfolgen.

    Am Ende seh ich jedenfalls schon eine wunderschöne naturnahe Seegraspfütze mit ein paar Zostera-Pferdchen, die mit einem Minimum an Arbeit und Technik stabil gehalten werden kann und in der höchstens ein paar wenige Meduserln herumhüpfen, dafür jede Menge Copepoden. Und keine Cyanos wuchern.

    Ein bissl näher bin ich der Vision schon gekommen.

    Ich fänd's schad, wenn du - der diesen tollen Thread schließlich ins Leben gerufen hat - dich von dem Thema verabschieden würdest.

    Liebe Grüße
    Linda

    Especially for Peter ... :smiling_face:

    Hi!

    Im Zuge einer Korrespondenz ist mir heute eingefallen, dass ich hier noch gar nicht berichtet hab von einer netten Beobachtung die Hydroidmedusen betreffend ...

    Ein paar der aus der Pferdekoppel abgesaugten Quallen hab ich kürzlich in mein Mini-Riff gegeben, um zu sehen, wer seinerzeit dafür gesorgt hat, dass sie dort nachhaltig verschwunden sind.

    Die Rechnung ist leider nicht aufgegangen, denn meine zwei Lysmata boggessi (die damals noch nicht in diesem Aquarium gewohnt hatten) haben die Medusen binnen ein paar Minuten restlos aufgegessen!

    Ich möcht jetzt versuchen, die Garnelen nachzuziehen und dann ein paar Jungnelen vorübergehend in die Pferdekoppel zu entlassen. Ich denk, dass die den adulten Zostera-Pferdchen nichts antun werden, und wenn sie größer sind, kann ich sie wieder rausfangen.

    Wenn das klappt, hab ich mit den Putzergarnelen zumindest eine Zwischenlösung gefunden, um der ungezügelten Vermehrung der Hydroiden was entgegenzusetzen.

    Dass ich meinen zwei Boggessis jetzt alle 2 Tage besondere Leckerbissen kredenzen kann find ich ja überhaupt super!

    Übrigens: Seit 8 Tagen wohnen 10 Jungfohlen in einer meiner Copepodenboxen und gedeihen dort ganz wunderbar. Ich hab sie vorigen Samstag aus der 'großen' Koppel herausgefischt, weil dort die Copepodendichte jetzt im Winter nicht gewährleistet ist. Vom vorletzten Wurf hatten nur zwei die ersten Tage überlebt, bis sie Artemianauplien essen konnten.

    Hab mir gedacht, das ist auch für andere Freunde von den Seezwergerln interessant.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Roger,

    wie Peter schon geschrieben hat gehören die kleinen Quallen in einer Zwergseepferdkoppel zum Besatz wie die Pferdchen selber :smiling_face:

    Nach meinen bisherigen Recherchen sind zumindest die winzigen Viecher, die bei mir wohnen, eine Cladonema-Art.

    Der Schaden, den sie anrichten, scheint tatsächlich in erster Linie darin zu bestehen, dass sie Futterkonkurrenten sind und in ihrer beachtlichen Anzahl das Zooplankon gehörig dezimieren.

    Woher sie kommen hab ich noch nicht herausgefunden. An Artemiazysten glaub ich nicht (mehr), denn in meinem Hawaiigarnelenbecken hab ich sie jetzt zum zweiten Mal, und dort verfüttere ich keine Artemien. Seit ich auch die winzigen Polypen gesehen hab kann ich mir gut vorstellen, dass sie sogar als blinde Passagiere auf einer Garnele eingeschleppt werden können, auf jeden Fall aber mit Pflanzen und Einrichtungsgegenständen. Dazu reicht ja ein winziges Stück eines Polypen. Bei zusagenden Bedingungen bilden sie dann Geschlechtstiere aus und vermehren sich explosionsartig.

    In deinen Garnelenzuchtbecken wirst du sie ziemlich sicher auf die vorgesehene Art loswerden, zumindest für eine Weile.

    Ich versuche, einen Freßfeind ausfindig zu machen, der keine Nebenwirkungen auf andere Kleinlebewesen hat.

    Auf http://www.riffaquaristik.at hab ich einen Thread über Cladonema eröffnet mit den Informationen, die ich zu dem Thema bisher gefunden hab.

    Alle, die dazu weiteres Wissen beitragen können, bitte ich, das zu unterstützen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Jannes Freiberg
    Hallo,


    Das funktioniert nicht, also sieh bitte davon ab, die Tiere bei derartigen Versuchen zu verheizen.


    Hi Jannes,

    schau mal da.

    Gruß
    Linda

    Edit: Stefan, ich nehm an, du möchtest die TDS nicht für's Riffbecken, sondern für die Zostera-Pferdchen. Die sind sowieso am Besten zu halten bei einer Salinität um 3%. Das entspricht bei 24° ziemlich genau einer Dichte von 1.020. In der jetzigen Pferdekoppel waren schon vor dem Einzug der Pferdchen TDS drinnen, und die haben sich vermehrt wie die Karnickel.

    Hallo Stefan,

    fein, dass du auch hergefunden hast in die Ponykoppel des Meerwasserforums!

    Vielleicht gehört bald auch die Steiermark zum Verbreitungsgebiet der Seezwergerln :smiling_face:

    Was die Beckengröße angeht reichen vor allem für den Anfang sicher die 20-30 Liter. Ich hab schon öfter Besuch gehabt, der sich für die Pnies interessiert hat, und selbst bei meinem aktuellen Bestand von zumindest 35 Pferdchen auf 54 Liter dauert's meist eine Weile, bis die ersten Tiere entdeckt werden. Das ist immer lustig zu beobachten.

    Mit Copepoden als Hauptfutter ist die Wasserbelastung wahrscheinlich nicht so schlimm, das schafft ein guter luftbetriebener Schwamm- bzw. Mattenfilter locker. Die regelmäßige Kontrolle des Eiweißabbaus empfiehlt sich ja trotzdem, und entsprechende Wasserwechselintervalle.

    Ich bin gespannt wie's weiter geht mit deiner Minikoppel.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo ihr, hallo Peter,

    schade, dass du nicht auch nach Wien kommst, aber ich kann's verstehen. Hoffentlich geht's dir und deinem Knie bald besser!

    Was Dietmars Künste angeht hab ich ja schon einen Vorgeschmack bekommen bei den Bildern von deinen Pferdchen am Anfang dieses Threads.

    Vermutlich - nein: Ganz sicher - hätte er aus dem Motiv auch mehr herausgeholt: Vor der heutigen Medusenabsaugorgie hat sich eine junge Dame aus der Nachzucht Juli 2009 an der Frontscheibe präsentiert. Ich hab's halt schöner nicht zusammengebracht :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Edit: Man sieht auch ein paar Meduserln auf dem Foto. Eine halbe Stunde später waren's ein paar weniger :smiling_face_with_sunglasses:

    Na, das ist ja toll! =)

    Dietmar, sobald du den genauen Termin deines Wienbesuchs weißt sag's mir bitte (am Besten eine Woche vorher), damit ich den Boden ordentlich sauber mach.

    Meine Pferdekoppel ist ja im Erdgeschoß. Ordentliche Fotos zu machen ist da wirklich was für echte Profis, die auch körperlich gut trainiert sind :winking_face:

    Ich freu mich!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Peter,

    ich hab mich mit den Quallen als Mitbewohner in der Pferdekoppel abgefunden. Solang ich keine passenden Predatoren hab saug ich alle 2 Tage ab was geht, bis halt ein 10 Liter-Kübel voll ist. Ich hab mir einen Aufsatz für das Ansaugrohr gebastelt um einen größeren Querschnitt zu erreichen und fahr damit knapp über dem Boden entlang, damit erwisch ich den frischen Detritus und eine Menge Quallen. Seit dem Einsatz der Strömungspumpe sammelt sich die Mehrzahl davon ohnehin an der Frontscheibe und bei der Filterpatrone. Das Absaugen der abgestorbenen Futtertiere reduziert gleichzeitig die Wachstumsbasis für die Cyanos, die seither auch weniger geworden sind. Das Wasser lass ich durch eine Schaumstofffilterpatrone wieder zurück ins Becken.

    Dauer der Aktion: Etwa 20 Minuten.

    Ich kann mir vorstellen, dass du bei deiner Beckenanzahl wahrscheinlich auch so über Fadesse nicht klagen wirst, aber in einem weniger naturnahen Becken sind dafür häufigere Wasserwechsel angesagt. Der Aufwand, den Angi schildert, wär für mich bei weitem zuviel.

    Elena hat ein paar Seiten weiter vorn in diesem Thread geschrieben, dass die Hydroidpolypen einmal ihren ganzen Pferdebestand vernichtet haben. Möglicherweise war das eine andere, stärker nesselnde Art. Meine Cladonema (vermutlich californicum) hab ich als absolut harmlos kennen gelernt. An ihnen stört mich bloß die Menge und ihre ungezügelte Vermehrung.

    Cladonema-Polypen find ich jetzt (seit ich mich ein bissl näher mit ihnen beschäftig) immer wieder auch an den Algen, aber sie sind halt so winzig klein, dass man sie kaum sieht. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Becken wirklich frei von ihnen zu halten ist.

    Der langen Rede kurzer Sinn: Ich würd mich an deiner Stelle auch mit den Quallen arrangieren. Meine Pferdchen haben mit den Cladonemas keine Probleme, auch nicht die drei neugeborenen Fohlen, die vorgestern zur Welt gekommen sind.

    Liebe Grüße & baldige Besserung (auch was den Magen angeht ;))
    Linda

    Hallo Angi,

    hab mir das Video grad angeschaut. Die Pferdchen scheinen ja trotz der hohen Bestandsdichte viel Spaß zu haben. Oder vielleicht grad deswegen :smiling_face: - meine versammeln sich auch vor allem zum Schlafen fast alle an einem einzigen Algenbuschen nahe der Frontscheibe.

    Ansonsten fällt mir auf, dass deine Tiere doch viel unterschiedlichere Farbmuster aufweisen als meine. Ich hab nur ein einziges weibliches Tier, das deutlich gelb-orange gefärbt ist, die anderen Mädels sind wie meine Melange von ProMarin beige-kaffeebraun. Meine Hengste sind überhaupt einheitlich schwarz-braun.

    Deine Stuten haben wie meine diese hübschen Körperanhängsel. Ich hoff, dass sie die über die Generationen hindurch behalten.

    Jedenfalls kann ich mir angesichts des Videos und der Bilder vorstellen wie's in deiner Pferdekoppel ausschaut. Praktisch ist es bestimmt.

    Wenn Peter seinen Fotografen verleiht: Möcht der nicht auch mal nach Wien kommen? :wink

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von angi
    ich steh jetzt auf der Leitung. Trojaner von Knop?


    Ja, Angi. Trojaner von Knop :smiling_face:

    Zitat

    Die Learchis lebt auf Sargossum am liebsten zwischen Hydroidpolypen. Ich denke, in einem größeren Korallenriffaquarium sollten die schon genug Hydroidpolypen finden. Die sind ja latent überall vorhanden.


    Das ist es. Ich hab kein größeres Korallenriffaquarium :frowning_face: Wenn sie nicht auch anderes Futter essen (müssen nicht grad Seepferdchenfohlen sein) wär's schad um die Schnecken.

    Mir tut schon leid um die Schlupfwespen, die ich alle paar Jahre bei einer Nützlingszucht kauf um die Schildläuse in den Terrarien zu dezimieren. Sobald die Läuse weg sind, verhungern die Nützlinge.

    Toll wär's, wenn die Learchis so 'funktionieren' würd wie meine Lysmata boggessi. Die haben bis auf eine alle Glasrosen in meinem Miniriff vertilgt, bekommen jetzt Granulatfutter und was halt von den Zwergrundeln übrig gelassen wird, und wenn die Aiptasien wieder mehr werden schränk ich einfach die Zusatzfütterung ein.

    Zitat

    Ja, momentan läuft es sehr gut hier mit Nachzuchten. Kaum ein Tag, an dem ich nicht ein paar Neugeborene entdecke. In den letzten 4 Tagen hatte ich 3 Würfe und ein Hengst platzt fast, so dick ist er. Die werden wohl heute Nacht oder morgen entlassen.

    Aber glaub nicht, dass ich im Winter selbst so viel Plankton züchten kann. Da muss ich auch permanent zukaufen.

    Ich habe nur einen irren Horror, weil ich hier keine Vertretung habe, der ich im Fall der Fälle die Pflege anvertrauen könnte. Es gibt zwar im Umkreis einige Meerwasser-Aquarianer, aber ob die sich mit Planktonzucht und Pferdchen auskennen, steht auf einem anderen Blatt geschrieben


    Diese Sorgen kenn ich. Deshalb möcht ich mehr Pferdchen als meinen jetzigen Bestand von etwa 30 gar nicht haben.

    So hat halt alles zwei Seiten.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Angi,

    das sind ja wirklich gute Neuigkeiten!

    Gleich 6 Christkindln in einem Pferdestall - da strahlt der Stern von Thiersheim besonders hell :smiling_face:

    Du hast es ja gut. Einfach dran denken, ein größeres Becken herzurichten, und Futter gibt's auch genug. Das muss man sich keine Sorgen machen.

    Wegen der Hydroiden: Vorgestern hab ich einen Bekannten kontaktiert, der ein Zweitdomizil an der Adria hat und sich mit der Mittelmeerfauna auskennt. Von ihm erhoff ich mir ein paar Widderkrebschen im Frühling. Von denen nehm ich an, dass sie nicht ausschließlich auf Hydroiden angewiesen sind.

    Bei den Nudibranchien hab ich das Gefühl, dass die einzelnen Arten rechte Nahrungsspezialisten sind, und ehrlich gestanden: Hydroidmedusen züchten mag ich net unbedingt. Aber vielleicht kann ich noch Infos über die Lebensweise von Learchis poica auftreiben. Eine erste Suche bei Google hat mich im Kreis geführt :confused_face:

    Natürlich wär die Nacktschnecke aus Florida ein ganz besonderer Schatz im zosterae-Aquarium. Und wenn sie nicht ausschließlich Hydoridmedusen isst, sondern auch an Ersatzfutter geht, bin ich sicher, dass sich da ein interessanter Markt auftut. Immer mehr Leute kommen ja drauf, dass es besser ist, so genannte Plagegeister auf natürliche Weise im Zaum zu halten anstatt Gifte einzusetzen. (Daniel Knops 'Trojaner' hab ich mir übrigens vorgestern bestellt, die Vorschau liest sich vielversprechend.)

    Da komm ich eventuell noch einmal auf dich und deine Bezugsquelle zurück.

    Ganz begeistert von den News der vergangenen Tage,
    mit lieben Grüßen
    Linda

    Zitat

    Original von angi
    Linda, hast Du Dein Tier, welches daran verstarb genauer unter die Lupe genommen?


    Hallo Angi,

    natürlich hätte ich großes Interesse gehabt, die Todesursache zu wissen, allein schon wegen einer möglichen Infektionsgefahr für die anderen Tiere.

    Ich hab das Tier deshalb in einer Fiole im Kühlschrank aufbewahrt und es ein paar Tage später zu meiner Tierärztin gebracht. Die hatte ihre Diplomarbeit über Krankheiten bei Seepferdchen geschrieben und war dem entsprechend auch daran interessiert, aber leider hatte der Verwesungsprozeß trotz der Kühlung schon eingesetzt, es war nichts mehr zu machen.

    Als Präventivmaßnahme hab ich daraufhin drei Wochen die bekannte Cryptocarion irritans - Prophylaxe angewendet, also die Futtertiere vor dem Verfüttern 20 Minuten lang mit einer Mischung aus Knoblauchgranulat und Multivitaminsirup versetzt. Seither hab ich kein weiteres Pferdchen mehr durch Atemprobleme verloren.

    Ich wünsch dir viel Glück mit der Kleinen und kann verstehen, dass du dir Sorgen machst, wenn du Syptome sieht aber die Ursache nicht findest. Alles Gute deiner Kleinen!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo ihr,

    zur Herkunft meiner Pferdchen: Mein erstes Tier war Campino, ein Hengst, der soviel ich weiß aus dem Import 2008 stammte. Er ist Mitte September d.J. gestorben. (Er ist übrigens fast 5 cm groß geworden und hat damit die Angaben in der Literatur doch deutlich übertroffen.)

    2 Paare hatte ich von Andi, davon ist leider ein Mädel nach etwa 2 Wochen an Atemnotproblemen gestorben. Diese Tiere sind meines Wissens Nachzuchten ebenfalls aus dem Import 2008.

    Die kurze Zeit später dazu gekommene Melange ist von ProMarin und laut Cites ebenfalls eine deutsche Nachzucht. Näheres weiß ich leider nicht.

    Campinos erster Wurf bei mir dürfte etwa 10 Fohlen umfasst haben (das war jedenfalls der Spitzenwert, den ich gezählt hab), später dann waren es einmal 15. Die Junghengste bringen anfangs meist nur 3-5 Fohlen zur Welt. Ich glaub, das liegt an den noch wenig erfahrenen Stuten. Erst gestern hab ich wieder einen Eiklumpen auf einer Wurzel gefunden - so wie nach der ersten Paarung Campinos mit einer der jungen Damen von Andi kur nachdem ich sie bekommen hatte.

    Von 20 Neonaten kann ich bisher nicht berichten (bin auch nicht traurig drüber).

    Noch einen schönen Heiligen Abend und erholsame Feiertage wünscht euch
    Linda

    Hallo Angi,

    genau von dieser Seite hab ich den Tipp mit den Nacktschnecken! =)

    Es ist die bisher einzige Quelle mit Informationen über Fressfeinde der kleinen Quallen. Widderkrebschen sind wohl die Caprelliden, wenn mich meine verkümmerten Lateinkenntnisse nicht täuschen. Da werd ich mich noch schlau machen. Im Meer trifft man halt noch viel öfter auf spezialiserte Nahrungsketten als im Süßwasser, da wird's vielleicht nicht einfach sein, das Passende zu finden. Träumen tu ich halt schon von einer Gemeinschaft, in der sich die eigentlich recht hübschen Quallen und ihre Predatoren die Waage halten.

    Und von einem naturnahen Pferdchenbecken, das auch noch schön aussieht. Meins ist ja naturnah - aber eben durch die hohe Futtermenge ein Cyanorefugium.

    Aber solang die Pferdchen wohlauf sind kann ich damit leben. Die Wasserwerte sind ja wirklich sehr ok. Weder Nitrat noch Phosphat sind nachweisbar, obwohl ich bloß einmal pro Woche nicht ganz 10% des Gesamtvolumens (Pferdekoppel+angeschlossenes Phytoplankton/Guppybecken+Mangrovenfilter) wechsle.

    Zurück zu den Quallen: Sobald ich was gefunden hab, werd ich die Erfahrungen hier posten. Gift kommt mir jedenfalls nicht ins Becken.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Peter!

    Ja, so kalt :smiling_face:

    Ich hab bald nach Inbetriebnahme der Pferdekoppel den Regelheizer rausgenommen, da pendelt die Temperatur ganz ordentlich. Jetzt ist es vergleichsweise warm, die Nachtabsenkung meiner Etagenheizung lässt's nicht weiter abkühlen. In der Übergangszeit, wenn das Fenster auch in der Nacht schon offen bleibt, geht's auch mal auf 20° runter, dafür hab ich im Sommer schon 30° gehabt. Das scheint H. zosterae nix auszumachen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Angi, hallo Carina, hallo Peter!

    Schön, Carina, dass du dich hier auch zu Wort meldest. Willkommen im Club :smiling_face:

    Wie ist denn deine Pferdekoppel eingerichtet? Wie oft fütterst du am Tag. Reicherst du die Artemien an? Wennn ja: Womit?

    Peter: Ich halt meine Tiere bei 2,8 - 3% Salinität, das also einer Dichte von 1.019 bis 1.020 bei 23°.

    Angi: Danke für den Tipp mit den tropischen Mysis! Hast du eine Ahnung, ob die auch an die Quallen gehen? Mittlererweile weiß ich zumindest, dass das Hydroiden der Gattung Cladonema sind, vermutlich Cladonema californicum. Sie ernähren sich wie ich gedacht hab von den auf den Boden abgesunkenen Artemianauplien, deshalb halt ich's für unwahrscheinlich, sie auf andere Art los zu werden als durch den Einsatz von Fressfeinden. Nudibranchien sollen sie angeblich zum fressen gern haben, nur weiß ich noch nicht, welche.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Angi,

    ich hab jetzt etwa 30 Pferdchen, alle paar Wochen werden es ein paar mehr. Im Augenblick halt noch, weil meine Möglichkeiten, Cops in ausreichender Menge zu züchten, ja beschränkt sind. Da kommen nur die stärksten Fohlen durch.

    Aber so schlecht ist diese Selektion auch wieder nicht. Ich hab zwar schon ein paar Anfragen aus Österreich und werde die ersten Nachzuchten ab Jänner (da sind sie mehr als 3 Monate alt) abgeben. Allerdings schrecken sich die Leute ja doch, wenn ich ihnen sag, dass Artemien nicht das optimale Alleinfutter sind und die Futterzucht doch einigen Aufwand mit sich bringt. Der Markt für die Seezwergerln ist deshalb begrenzt.

    Jedenfalls lohnt es sich, denn wie du schreibst ist es einfach süß, wenn die Männer am Morgen ihren Hormonen freien Lauf lassen und balzen was das Zeug hält. Und sie dann alle gemeinsam beim Frühstück zusammensitzen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Manuel,

    was den Expressversand angeht glaub ich nicht, dass der den Tieren mehr Stress bereitet als wenn man sie selber abholt. Andi hatte die 4 Pferdchen so professionell verpackt, dass sie bei der Ankunft noch in der Transportflasche zu essen begonnen haben als es beim Auspacken hell wurde. Topfit waren sie sowieso.

    Mit dem Auto von Wien nach Bochum und wieder retour zu fahren wär auch für mich ein höheres Risiko gewesen, und mit einer Übernachtung bei der Heimreise wären wir auch nicht weniger als 24 Stunden unterwegs gewesen.

    Natürlich wär's interessant gewesen zu sehen, wie die Tiere beim Züchter gehalten werden. Aber hier in diesem Monsterthread gibt's eh auch Erfahrungsberichte. Auch weniger tolle, und das macht vermutlich den Unterschied zur Koralle aus. Auf die Titelstory bin ich wie gesagt gespannt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Denis & Wenky,

    lieb von dir, Denis, dass du Wenky drauf hinweist :smiling_face:

    Ich wollt nicht antworten, weil es ja auch in Deutschland Züchter gibt, die sich - nehm ich an - noch melden werden.

    Wenky: Oder du fragst direkt nach bei Andi (hier im Forum <Mela>). Der grenzüberschreitende Lebendtierversand ist schon eine teure Angelegenheit, und wenn's Alternativen gibt ...

    Selbstabholung wär ja überhaupt ein Hit. Aber gut, Tuttlingen klingt nach Schwaben, und Bochum ist da net grad um's Eck.

    Übrigens: Die aktuelle Koralle hab ich mir gestern bestellt, nachdem ich erfahren hatte, dass die Titelgeschichte von H. zosterae handelt. Darauf bin ich schon sehr neugierig.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi René,

    hast ne Mail über's Forum gekriegt.

    Wie ich dir da schon geschrieben hab ist das Selco eine tolle Sache. Seit ich die frisch geschlüpften Artemien damit nach dem Schlupf 24 Stunden lang anreichere sind meine Zwergseepferdchen wesentlich besser beisammen als früher.

    Nur lagert sich das Lachsöl halt an der Plastikwand ab, deshalb muss das Gefäß schnell und einfach zu reinigen sein

    lg
    Linda

    Hallo ihr,

    eignet sich das Gerät auch zur Anreichung von Artemianauplien mit Culture Selco? Sprich: Ist es leicht zu reinigen?

    Wie funktioniert die Trennung von Nauplien und Schalen?

    Ich hab einen recht hohen Dauerbedarf an Artemia und mach das derzeit auf traditionelle Weise durch Absaugen mit einem dünnen Schlauch.

    Danke jedenfalls für den Tipp, das muss ich mir noch heut in Natura anschauen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Peter & Wolfgang!

    Peter, dir wünsch ich für deinen Spitalsaufenthalt alles Gute und dann natürlich, dass dein neuer Würfel so funktionieren wird wie du's dir vorstellst.

    Wolfgang: Auf die Fotos bin ich auch schon neugierig!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Matthias, hallo Niklas,

    die Minimalvariante mit einem luftbetriebenen Schwammfilter und einem ebenfalls luftbetriebenen Eck-Mattenfilter hat gut funktioniert solang nur 5 Pferdchen im Becken waren. Mit steigender Zahl und der folglich höheren Futtermenge hat es nimmer so recht gepasst. Weniger wegen der Wasserbelastung (Nitrat ist nicht nachweisbar), sondern wegen der Anzahl der gestorbenen Futtertiere, für die ich im Pferdebecken zu wenig Abnehmer hab.

    Borstenwürmer oder Flohkrebse würden bestimmt Abhilfe schaffen, aber ich trau mich nicht, welche einzusetzen. Speziell bei den Flohkrebsen in der Futterzuchtbox hab ich gesehen, wie die mit den tropischen Mysis verfahren sind, wenn sie eine erwischt haben.

    Ich weiß nicht, ob sie auch neugeborene Fohlen angreifen würden, aber ich möcht's vorderhand nicht riskieren. Andererseits denk ich mir, das im natürlichen Lebensraum der Pferdchen gerade solche Tiere vorkommen werden, und die haben die Zostera-Pferdchen auch nicht ausgerottet. Es ist trotzdem keine leichte Entscheidung.

    Niklas: Bei mir ist das Pferdchenbecken gekoppelt an ein bodengrund- und pflanzenloses 45 Liter-Aquarium, das ich eigentlich für die Zucht von Phytoplankton eingerichtet hab, um damit bei Bedarf die Kleinkrebse im Pferdecken zu versorgen. Dieses Becken wird mit einem Eheim 2211 gefiltert, wobei ein Teil des Rücklaufs über ein Pflanzgefäß mit einem Mangrovenbäumchen in die Pferdekoppel geleitet wird. Eiweißabschäumer verwend ich keinen.

    In dem Phytobecken wohnen mittlererweile etwa 20 Guppies und 4 Glasgarnelen. Irgendwann mal hab ich eine Hydroidmeduse entdeckt, die wahrscheinlich über den Verbindungsschlauch eingewandert ist. Die Guppies haben sie nicht gefressen, von den GGvJ weiß ich's nicht, aber ich hab sie jetzt schon ein paar Tage nicht gesehen. Jedenfalls sind Hydroidmedusen in diesem Aquarium keine Plage. Deshalb bin ich sicher, dass die Ausbreitung der Polypen und Medusen durch den frischen Detritus gefördert wird. Die Cyanos sowieso.

    Für die Pferdchen ist das alles offensichtlich nicht so schlimm, aber die Optik ist halt eine Katastrofe.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Eins der Fotos im Anhang zeigt den neuen Kreiselpumpenfilter und einen Teil der Verrohrung. Der Auslauf an der Oberfläche besitzt nur ein Loch mit 2 mm Durchmesser, das an der Rückwand über dem Boden verlegte Lochrohr dergleichen 6.

    Hallo Peter,

    ja, ich hab mich ehrlich gesagt auch gewundert, dass die Zwergerln die doch recht starke Strömung ganz offensichtlich mögen.

    Die Kreiselpumpe ist eine JBLProFlow500, an die ich einen feinen Eheim-Filterschwamm angeschlossen hab. Zur Drosselung der viel zu starken Leistung hab ich quasi als Reduktionsventil ein Stück 6mm - PVC-Schlauch in das Filterauslaufrohr gesteckt und da noch einen 4mm - Luftschlauch hinein. Damit ist der Sog am Filterschwamm kein Problem.

    Aber wie erwähnt werden die Hydroidmedusen mitsamt dem Mulm nach vorne geblasen, sodass ich sie gut absaugen kann. Das ist mir wichtig, weil ich bisher noch kein geeignetes Mittel gegen die Medusen gefunden hab.

    Zur Fütterung: Eine Zeitlang hab ich jetzt nur 1x morgens Copepoden und Artemia gefüttert. Die Artemianauplien leben im Aquarium aber nicht lang und bilden dann (so stell ich's mir zumindest vor) bei der großen Menge für 30 Pferdchen die Nahrungsbasis für die Cyanos und die Hydroidpolypen.

    Außerdem ist kürzlich ein schon etwas größeres Fohlen gestorben, ich glaub, es hat zuwenig zu essen bekommen. Das und der allgemeine Eindruck, dass die Tiere etwas mager sind, hat mich vor ein paar Tagen wieder zu einer Fütterungsumstellung bewogen. Einen Teil der angereicherten Artemianauplien bekommen meine Pferdchen 1 Stunde bevor das Licht abgeschaltet wird.

    Die geeignete und ausreichende Fütterung ist wohl die Kardinalfrage bei der Haltung der Zostera-Pferdchen. Ansonsten kommen sie mir ausgesprochen robust vor.

    Wie geht's denn deinen jetzt? Hast dich entschlossen, sie zu behalten? Schon, oder?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo ihr!

    Zuerst mal: Schreckt euch bitte nicht! :winking_face:

    Meine Pferdekoppel ist seit Monaten nicht wirklich ein Augenschmaus. Aber ich bin froh, dass ich die Cyanos hab. Sie sorgen dafür, dass die Wasserwerte trotz des vielen Futters und des regelmäßig zusammenbrechenden Caulerpabestands top sind. Oder besser: Bottom

    Den Pferdchen machen weder die Schmieralgen was aus noch die Hydroidmedusen, die ich bisher leider noch nicht angebracht hab.

    Mittlererweile ist die Herde auf etwa 30 Tiere angewachsen, erst gestern hab ich wieder ein paar neugeborene Fohlen entdeckt. Die Futterfabrik läuft dem entsprechend auf Hochtouren.

    Nicht zuletzt wegen der Hydroidpolypen hab ich den Tipp eines Bekannten von vor ein paar Wochen aufgegriffen und jetzt mal versucht, die Strömung doch ein bissl zu verstärken.

    An sich heißt es, dass H. zosterae ruhigeres Wasser mag, deshalb hab ich bisher auch bloß die zwei Luftheber in Betrieb gehabt. Seit dem Wochenende aber sorgt eine zusätzliche Kreiselpumpe für etwas mehr Bewegung in der Koppel, vor allem in Bodennähe. An der Rückwand ist auf dem Boden ein Lochrohr verlegt, nur ein geringer Teil des Wassers wird an die Oberfläche geleitet. Trotz Drosselung auf 4 mm Schlauchdurchmesser wirbelt's ganz ordentlich.

    Entgegen den ursprünglichen Bedenken scheint das den Pferdchen aber sehr zu gefallen. Sie suchen die stark bewegten Zonen auf, um sich von der Strömung treiben zu lassen. In der Beziehung sind sie doch nicht soviel anders als die Reidis.

    Der erhoffte Effekt der stärkeren Strömung, nämlich dass sich der frische Detritus (hs. nicht gegessene Artemien) an den paar strömungsärmeren Zonen an der Frontscheibe absetzt, ist jedenfalls eingetreten. Da kann ich ihn leichter absaugen, und mit ihm auch die Hydroidmedusen, die sich bisher im gesamten Becken breit gemacht hatten.

    Aber jetzt zum aktuellen Video: http://www.youtube.com/watch?v=mTyXLdpslF4

    Leider ist meine Digicam nicht die ideale Videokamera. Aber ich versprech: Sobald das Becken wieder hübscher ist kauf ich mir eine Richtige.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Alle, die außer hier auch noch ins Riffaquaristikforum und/oder ins Biotopforum reinschauen: Sorry for crossposting.

    PPS: Seit ein paar Tagen füttere ich nach Möglichkeit auch noch abends. Die einmalige Futtergabe in der Früh war für die Menge an Tieren doch nicht optimal.

    Hallo ihr,

    ja, machen wir wieder eine Aktualisierungsrunde.

    Peter, mir tut's leid, dass du immer wieder solche Rückschläge hinnehmen musst. Wie kürzlich erwähnt hab ich mir auch Hydroidmedusen eingefangen. Bis jetzt hat das Absaugen ungefähr jeden zweiten Tag zumindest den Erfolg gebracht, dass sie augenscheinlich nicht mehr werden. Meine Pferdekoppel ist halt überschaubar mit ihren bloß 54 Litern.

    Nach wie vor bin ich auf der Suche nach natürlichen Polypenvertilgern, die aber die Fohlen in Ruhe lassen. Die Ohrenschnecken aus dem Miniriff haben die geringere Dichte im Pferdebecken scheinbar nicht vertragen, oder sie brauchen einfach eine behutsamere Anpassung. Sobald sich der Ohrenschneckenbestand im Minibecken wieder erholt hat werd ich's noch einmal versuchen. Mir wär ansonsten unklar, wohin die Hydroidmedusen gekommen sind, die ich vorübergehend im Miniriff hatte. 100% durch Absaugen wegzukriegen halt ich für nicht realistisch.

    Wieviele Pferdchen jetzt insgesamt bei mir wohnen kann ich gar nicht sagen, weil etwa alle 2 Wochen Jungfohlen auftauchen und das Caulerpadickicht eine genau Zählung unmöglich macht, besonders dann, wenn die Kleinen nach einer Woche die Farbe wechseln. Gestern hab ich eine grobe Bestandsaufnahme gemacht und 21 Tiere verschiedenen Alters gefunden. Ein bisschen mehr werden's bestimmt sein, aber es ist schon so, das von jedem Wurf nur die fitesten Fohlen durchkommen.

    Mit einer morgendlichen Fütterung pro Tag (2 Tage alte mit Selco angereicherte Artemien und gemischte Copepoden mit Moina) bring ich jetzt eine solche Futterdichte zusammen, dass ich am Abend immer noch ein paar Krebse im Wasser hüpfen seh. Die Cops verziehen sich offenbar in die Caulerpas, denn die Fohlen seh ich auch abends noch nach Futter schnappen zwischen den Pflanzen - wenn ich zeitig genug vom Büro nach Haus komm.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Wegen dem Futter hab ich ne Frage, würden sich nicht auch die Larven von Felsengarnelen als Futter eignen, sollen ja recht leicht züchtbar sein, oder sind diese nicht reichhaltig genug bzw. sind da die Larven für die zosterae schon zu groß?


    Hallo Matthias,

    ich hol den Beitrag wieder hoch, vielleicht gibt's doch auch noch andere Ansichten ...

    Wie schon per Mail kundgetan glaub ich, dass selbst frisch geschlüpfte Larven der GGvJ zu groß sind für H. zosterae.

    Und weil ich die Fohlen im Elternbecken belass wär mir das Risiko zu groß, dass eine erwachsene Glasgarnele den Jungpferdchen gefährlich werden könnte.

    Halocaridina rubra ist eine gute Alternative. Auch wenn die nicht grad produktiv sind und ziemlich teuer, halt ich deren Larven für eine brauchbare Futterreserve, wenn's um Zwergseepferdchen geht. Die erwachsenen Nelen tun den neugeborenen Fohlen nix.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Elena,

    na, da freu ich mich :frowning_face:

    Aber sag: Was ist dann schließlich mit deinen Pferdchen passiert, dass du den gesamten Bestand verloren hast? Die Medusen sind ja bloß wenige Millimeter groß!

    Im vorigen Beitrag ist es vielleicht nicht so deutlich rausgekommen: Die Fotos stammen aus dem Garnelenbecken. In der Pferdekoppel sind es nicht so viele.

    Allerdings frag ich mich wirklich, woher die auf einmal herkommen. Wenn nicht von der neuen Charge Artemia (das liest man gerüchteweise immer wieder, ich kann's mir aber nicht wirklich vorstellen), dann höchstens von dem Seegras, das ich vor ein paar Wochen aus Kroatien bekommen hab.

    Mir fällt auf, dass sich diese Wesen bevorzugt in den Fadenalgenpolstern aufhalten, vermutlich weil sie dort besonders viele Copepoden vorfinden.

    Ich hab gelesen, dass Tanzgarnelen die Hydroidpolypen zum Fressen gern haben. Dann vergreifen sie sich doch auch an den Fohlen, oder?

    Gibt's sonst eine Alternative zur Absaugvariante?

    Es ist halt schwierig, unter diesen Umständen mit bewusst gesetzten Maßnahmen ein Gleichgewicht zu erreichen. Am Liebsten wär mir ja, wenn sich so etwas von allein regelt. Die Turbellarien sind ja auch fast zur Gänze verschwunden.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Danke für den Buchtipp. Hab's grad bestellt

    Hallo ihr Lieben,

    das Leben in meiner Pferdekoppel entwickelt sich schön. Aber leider nicht nur das, das ich mir gewünscht hab, sondern auch solches, dem ich mit großem Mißtrauen begegne. Bis jetzt hab ich gedacht, es sind Hydroidmedusen, weil sie entfernt an Geschlechtstiere von Süßwasserpolypen erinnnern.

    Sie vermehren sich ziemlich rasant, das Absaugen halt ich für keine Dauerlösung. Auf der Suche nach Alternativen hab ich jetzt festgestellt, dass es sich doch nicht um Hydroidpolypen handeln dürfte.

    Kann mir jemand von euch sagen, was das ist? Bilder davon hab ich auf meiner Website im Album diverse, derzeit 6. Reihe von oben, die 3 Bilder rechts (ich hoff, dass das nicht von Browser- und Bildschirmeinstellungen abhängt, es sind jedenfalls die Fotos, die mit 'seltsame Viecher' betitelt sind.

    Damals, im Garnelenbecken, hab ich sie mit einer Radikalkur (Becken ausräumen und desinfizieren) weggebracht, nachdem ich das Gefühl bekommen hatte, dass sie die Hawaiigarnelen als Mitbewohner nicht besonders mögen. Jetzt, im Pferdchenbecken, haben diese Wesen noch nicht die langen Nesselfäden (weil ich sie ja absaug, sobald ich eins seh) und scheinen den Fohlen auch nichts auszumachen.

    Aber es wär halt prima, wenn ich die Bevölkerungsexplosion auf natürlich Weise in den Griff kriegen könnt.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Ende voriger Woche hat das einsame Fohlen noch Gesellschaft bekommen, und die Futterzuchten gehen im Augenblick auch ganz ausgezeichnet :smiling_face:

    Hallo Angi, hallo @ all,

    na, ich bin neugierig, wie meine Tigriopus den ersten Winter im Gartenhaus überstehen werden. Nächstes Jahr wird's dann hoffentlich große Cops im Überfluß geben :smiling_face:

    Die Woche hab ich übrigens wieder ein(!) neugeborenes Fohlen entdeckt. Leider auch einen halbwüchsigen Guppy, der wohl durch das Verbindungsrohr zum Phytoplanktonbecken den Weg in die Pferdekoppel gefunden hat. Er muss schon ein paar Wochen im Pferdchenbecken wohnen, denn durch den Filterkorb wäre er mit seiner jetzigen Größe nicht gekommen. Er ist ausgesprochen scheu und verschwindet bei der geringsten Störung in das Caulerpadickicht. Ich hab vorderhand keine Chance, ihn da rauszukriegen.

    Weiß nicht, ob er eventuell ein paar Fohlen gleich nach der Geburt vertilgt hat. Das Kleine, das ich jetzt noch seh, ist höchstens 3 oder 4 Tage alt, also immer noch in einer Größe, um als Appetithäppchen im Guppymagen zu landen. Tut es aber nicht.

    Dieses Fohlen ist überhaupt ein Hit: Heute in der Früh hab ich es mitten in einem Fadenalgenbüchel gefunden und hab schon geglaubt, dass es sich da verheddert hat. Mitnichten. Es war auf der Jagd nach Copepoden, die sich zwischen den Fadenalgen in ziemlicher Menge finden.

    Auch von den dort ebenfalls vorhandenen Hydroidpolypen (ja, die hab ich vor 2 Tagen auch zum ersten Mal in der Pferdekoppel gefunden :-() hat es sich nicht irritieren lassen. Nach ein paar Minuten ist das Fohlen ganz ohne Hektik aus dem Buschen rausgeschwommen und hat sich's inmitten der größeren Pferdchen gemütlich gemacht. Meine - nach den Berichten in diesem Thread - anfängliche Sorge, dass H.zosterae sich nicht von selbst aus derartigen 'Fallen' befreien kann, find ich so also nicht bestätigt und bin sehr froh darüber.

    'The Survival of the Fittest' ist in diesem Zusammenhang gar kein schlechtes Prinzip.

    Die Hydroidpolypen saug ich ab sobald ich einen seh. Auf diese Weise hab ich sie aus dem Miniriffbecken auch wegbekommen. Wie sie in die Pferdekoppel gelangt sind ist mir allerdings rätselhaft. Dafür verwend ich eigene Gerätschaften, eine 'Infektion' ist in dem Sinn ausgeschlossen. Bloß Artemien verfütter ich in beiden Becken.

    Cops hab ich derzeit auch wieder genug, die Indoor-Zuchten sind in den letzten Tagen geradezu explodiert (danke für's Daumen Drücken :-)).

    Am Dienstag krieg ich - wenn's klappt - wieder Moina salina. Und diesmal hab ich auch jemand gefunden, der den Schatz mit mir teilt. Ein Backup im Raum Wien ist sehr beruhigend.

    Ich hoff nur, dass ich den Guppy doch bald einfangen kann - eventuell mit einer Futterfalle.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo,

    weil heut wieder die Frage nach einem verlässlichen Tierversand gestellt wurde, möcht ich gern meine Erfahrung mit Geovex mitteilen.

    General Overnight hatte es nämlich zunächst abgelehnt, einen Transport lebender Seepferdchen von Bochum nach Wien zu übernehmen. Nach einer telefonischen Rückfrage ("Es handelt sich um Fische") hätte man's dann gemacht, um etwa 80 Euro.

    In der Zwischenzeit hatte ich aber bereits ein Offert von Geovex bekommen, die ich auf Empfehlung von Bekannten aus einem Terraristikforum angeschrieben hatte.

    Der Transport war in allen Punkten ok (pünktliche Abholung, Zustellung binnen 24 Stunden, Tiere in sehr gutem Zustand, Preis 63 Euro).

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von angi
    50 Moina für 25 Euro? Das kann doch nicht Dein Ernst sein, Linda :frowning_face: Ich kaufe die nur in Bigpacks und da sind viell. 20.000 oder 25.000 drin. Oder war das Paket zu lange nach Wien unterwegs? Die Moina haben ja einen extrem kurzen Lebenszyklus. Die würde ich mir von Deutschland aus nur mit Express nach Wien schicken lassen.


    Hallo Angi,

    danke für deine mitfühlende Antwort :smiling_face:

    Es war ein Litersackerl, und beim ersten Mal vor zwei Monaten war ich auch sehr zufrieden mit der Menge. Diesmal halt nicht. Und nein, es waren keine Leichen im Sackerl. Die Flöhe waren 2 Tage unterwegs und sind fit in Wien angekommen

    Zitat

    Welche Copepoden züchtest Du denn? Hast Du keine Möglichkeit, ne Outdoorkultur anzulegen? (gemischte Calanoida, Tisben, Tiggerpods)


    Ich hab so ziemlich die gleichen Copepoden wie du schreibst, auch großteils in gemischten Kulturen, allerdings indoor. Vor einiger Zeit hab ich zusätzlich ein 90 Liter-Wanndl im Garten aufgestellt für Tiggerpods. Aber auch da dauert's ein bissl, bis sich das so recht entwickelt. Vorigen Samstag hab ich wenigstens schon ein paar Krebsln rumwoiseln gesehen. Aber mein Garten ist am anderen Ende von Wien, ich komm nur am Wochenende hin. Eine andere Möglichkeit zur Outdoor-Kultur hab ich leider nicht.

    Zitat

    Ich habe um diese Jahreszeit immer so an die 500 Liter Zooplankton in meinen Outdoorkübeln und die stehen proppe dicht. Du kannst mir gerne ne Mail an angi@megasite.de schreiben falls Du Hilfe bei der Cops-Zucht benötigst.


    Das ist sehr lieb von dir. Die Cops gehen wie erwähnt eh ganz gut, aber es fehlt einfach der Platz für noch mehr Zuchtboxen. Das hab ich ein bissl unterschätzt. Mit den Moinas wird's dann wieder besser werden, die sind doch ein bissl größer als die Copepoden, da sind die Pferdchen schneller satt.

    Zitat

    A-Nauplien halte ich nicht gerade für dauerhaft geeignetes Futter für die Zosterae.


    Alisa Wagner-Abbott empfiehlt sie als Hauptfutter, aber ich hatte von Anfang an vor, Artemien bestenfalls als Ergänzung zu geben. Jetzt bin ich froh, dass ich welche hab.

    Vergangene Woche war ich bei einem Vortrag über die Zucht von Seepferdchen, da ist mir klar geworden, was so heikel ist an der Artemiafütterung. Seit 2 Tagen verfüttere ich nicht nur die frisch geschlüpften Nauplien, sondern auch solche, die einen Tag lang mit Selco angereichert wurden. Nur ist das halt sehr mühsam.

    Meinen Bestand von 9 Pferdchen möcht ich auf Dauer eh nicht ausweiten, somit hoff ich ja doch, dass ich mit den vorhandenen Zooplanktonzuchten durchkomm. Vor allem, wenn ich einmal pro Woche eine ordentliche Portion Tigriopus vom Garten holen kann. Bin halt neugierig, wie das im Winter sein wird, wenn ich das Wanndl in das gerade frostfrei gehaltene Gartenhaus übersiedel.

    Zitat

    Meine bekommen überhaupt keine Artemien. Nur verschiedene Copepoden, sehr kleine Mysis, Garnelenlarven, Moina.


    Meine Zwergerln halt ich gemeinsam mit Roten Hawaiigarnelen. Die tun den Pferdchen garantiert nix, aber sie vermehren sich halt auch nicht so rasant, dass man von einem Futterreservoir reden könnte.

    Sprichst du da von tropischen Mysis? Ich hab versucht, Nordseemysis zu züchten, aber das war äußerst aufwändig und alles Andere als effizient. Mit den tropischen ist es bei weitem besser gegangen, aber da hab ich Sorge, dass die adulten Schwebegarnelen neugeborene Fohlen anfallen. Pferdegarnelen hab ich ebefalls seit kurzem. Aber auch da fürcht ich, dass überlebende Larven als ausgewachsene Garnelen an die Pferdchen gehen. Mit Flohkrebsen ist es das Selbe. Da ist die Vermehrungsrate enorm, aber sie essen nicht nur Detritus.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von mela
    Hallo,
    hier ist ja gar nichts mehr los !! Mich würde mal intressieren was eure Pferdchen so machen.
    Bei mir läuft es nach wie vor ganz gut mit den Pferdchen. Und wie siehts bei euch mit dem Nachwuchs aus ?

    Schönen Gruß
    Andi


    Hallo Andi,

    besonders toll schaut's nicht aus bei mir :frowning_face:

    Hab zwar noch 4 adulte Tiere, aber mein großer Campino ist kürzlich gestorben, und von den 10 Fohlen des ersten Wurfs Juli find ich nur mehr 5. Campino hatte wieder Eier getragen, die Männer von dir müssen offenbar noch auf den Geschmack kommen. Paarung hab ich bei ihnen noch keine gesehen. (Campino ist übrigens fast 5 cm groß geworden. Ich dachte immer, die Zwerge werden nicht größer als 3,5 cm?)

    In der Zwischenzeit gab's 2 Monate lang ein ziemliches Problem mit Cyanobakterien. Das hatte ich mit dem Austausch des Bodengrunds schließlich wegbekommen. Dann hab ich endlich eine Handvoll Zostera noltii aus Kroatien gekriegt (kleines Seegras wollt ich schon lang), aber es ist gekommen wie ich's befürchtet hab: Faulende Rhizomteile - Schwefelbakterien - absterbende Nitrifikanten - Cyanos. Diesmal beschränkt sich der Cyanobefall Gott sei Dank nur auf den Bereich, in dem ich das neue Seegras eingesetzt hab, und mit fleißigem Absaugen des dort anfallenden Detritus bekomm ich die roten Schmieralgen hoffentlich schneller weg als beim letzten Mal.

    Die Pferdchen scheinen sich von den Cyanos nicht wirklich stören zu lassen, aber das ganze Klima im Becken wirkt halt nicht so wirklich gesund.

    Außerdem ist mir letzthin aus Unachtsamkeit meine Moina salina - Zucht gekippt. Die Sicherheits-Parallelkultur hatte ich aus Platzmangel vorübergehend aufgelassen. Eine Nachbestellung in Deutschland (du kannst dir denken, wo) war diesmal absolut unbefriedigend. Bei den 50 Flöhen, die im Sackerl gewesen sind, komm ich inklusive Versand auf 50 Cent pro Stück, und es wird ewig dauern, bis ich da wieder was entnehmen kann. Ich hoff, dass mir diesmal mein wiener Zoohändler helfen kann, er hat eine mögliche Quelle ausgemacht, aber die liefert halt erst in frühestens 10 Tagen.

    Die Copepodenzucht läuft zwar gut, gibt aber trotzdem nicht soviel her, dass die Pferdchen allein von den Cops satt werden.

    Jetzt gibt's als Hauptfutter nur frisch geschlüpfte Artemien, aber da hab ich den Eindruck, dass die auf Dauer auch nicht das Gelbe vom Ei sind. Außerdem ist die neue Charge Cysten scheinbar ein andere Sorte. Mir kommt vor, dass die Pferdchen sie nicht so gut verdauen können.

    Ja, das ist jetzt etwas länger geworden, aber so ist halt der Stand der Dinge bei mir. Net besonders toll, wie gesagt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Thomas,

    du hast da ein wunderschönes Pferdchenaquarium, ich bin begeistert!

    Zum verpassten Wurf: Ich hab noch keine so große Erfahrung mit Seepferdchen, und meine H. zosterae sind auch nicht so fruchtbar wie die Reidis.

    Gott sei Dank, denn vom ersten Wurf - es waren 10 Fohlen - sind jetzt mal 7 übrig geblieben, und da ist der Aufwand für die Versorgung mit einigermaßen abwechslungsreichem Futter bei dem beschränkten Platzangebot einer Mietwohnung schon nicht gering.

    50 Fohlen könnte ich gar nicht adäquat ernähren.

    Aber natürlich wünsch ich dir für's nächste Mal mehr Glück und dann gutes Gelingen bei der Aufzucht!

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von angi
    Die Zosterae erscheinen mir härter im nehmen.


    Hallo, guten Morgen!

    Mir fehlt der Vergleich, so kann ich nur sagen, dass auch meine Zosterae-Fohlen unerwartet robust sind.

    Ich halt sie mit ein paar Hawaiigarnelen im Elternbecken. Sie sind am 22. Juli zur Welt gekommen, da hab ich 10 gezählt. Es ist der erste Nachwuchs der kleinen Mädels, die ich Ende Juni von Andi bekommen hatte.

    Vor ein paar Tagen hab ich im Zusammenhang mit einer Cyanoinvasion den Bodengrund getauscht. Beim Rausfangen der Bewohner hab ich eine Standeskontrolle gemacht, es sind jetzt 7 Kinder. Sie haben das zweimalige Umsetzen ohne Probleme vertragen.

    Sie wachsen auch überraschend schnell. Die größten von ihnen sind geschätzt schon fast 2 cm lang und essen - bis auf die größeren Moina - das gleiche Futter wie die adulten Pferdchen, also Copepoden verschiedener Arten und frisch geschlüpfte Artmianauplien.

    Bei der Geburt sind sie schneeweiß gewesen, aber schon nach einer Woche haben ein paar begonnen, sich umzufärben. Die Mehrzahl ist jetzt schwarz-braun-weiß gescheckt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Uwe,

    die Sache hat mir keine Ruhe gelassen, so hab ich mir heute frei genommen und den Bodengrund ausgetauscht. Leider hat mich dein Tipp mit dem ganz feinen Korallenbruch zu spät erreicht, ich hab deshalb wie vorgehabt den Lößsand genommen. Negative Auswirkungen der Inhaltsstoffe hab ich bisher in den anderen Aquarien, in denen ich ihn verwende, nicht erkennen können. Die Salinität im Schlammspringerbecken ist nicht weit weg von der bei den Pferdchen. Und dort funktioniert die Beckenbiologie einwandfrei.

    Genauso übrigens im Mini-Riff-Aquarium, dort hab ich ebenfalls Muschelgrit als Bodengrund, allerdings nur 1 cm. Außerdem sind in diesem Aquarium Flohkrebse, Borstenwürmer und anderes Kleinzeug, das ich im Pferdebecken nicht haben möcht, das aber die Futterreste schneller beseitigt als die Turmdeckelschnecken.

    Damit wird's wahrscheinlich auch zu tun haben, dass das Pferdebecken mit dem groben Muschelgrit nicht mehr funktioniert seit ich so viel füttere.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo ihr,

    in meiner Seepferdchenkoppel hab ich auch ein Problem mit Roten Cyanobakterien. Besonders massiv ist es geworden seit ich wegen der Jungtiere die Futtermenge deutlich angehoben hab.

    Die hier im Forum zu diesem Thema bereits vorhanden Informationen find ich sehr hilfreich und möcht meine Beobachtungen (und die daraus getroffenen Rückschlüsse) mal zur Diskussion stellen. Dazu scheint dieser Thread prima geeignet.

    Also: Das 54 Liter-Becken läuft seit 3 Jahren und wurde für die Zwergseepferdchen bloß ein bisschen adaptiert. So hab ich die Salinität von 2,5% auf 2,8% erhöht und Muschelgrit als Bodengrund eingebracht. Letzterer scheint einer der Auslöser für die Cyanoplage zu sein.

    Im freien Wasser sind die Werte (für die Fische) Top - weder NO3 noch PO4 sind nachweisbar. Das allein könnte zwar schon die Basis für ein 'gesundes' Cyanowachstum sein, aber jetzt kommt's: Das Bodenwasser enthält auch nahezu kein Nitrat, der Phosphatwert liegt aber bei 1 mg/l. (Das ist an sich das Ergebnis, das nach dem Studium der anderen Topics hier zu erwarten war :-()

    Wegen der Bepflanzung möcht ich auf zumindest 5 cm Bodengrund nicht verzichten, seh aber im Muschelgrit die eigentliche Ursache für die Misere. Die nicht gefressenen und in der Folge abgestorbenen Futtertiere bleiben nicht an der Oberfläche liegen, sondern gelangen durch die grobe Struktur des Bodens in anaerobe Schichten, wo sie dem Stickstoffkreislauf abhanden kommen. Der funktioniert in dem Aquarium nämlich ausgezeichnet.

    Jetzt möchte ich wieder auf den ursprünglich vorhandenen Bodengrund aus feinem Lößsand zurückkommen. Bei dem bleibt organischer Detritus zum größten Teil an der Oberfläche. Den direkten Vergleich hab ich mit meinem Schlammspringerbecken, in dem Schmieralgen kein Thema sind, trotz der barbarischen Eßgewohnheiten der Fische mit einer entsprechenden Menge an Futterresten. Um die kümmert sich im Schlammspringerbecken ein Heer von Turmdeckelschnecken.

    In der Pferdekoppel, in der jahrelang ebenfalls TSD in großer Menge gewohnt haben, sind diese nach dem Auftreten der Cyanos jetzt schon fast verschwunden. Das führ ich einerseits darauf zurück, dass ihnen diese Bakterien nicht bekommen, andererseits auf die für sie ungünstigen Bedingungen im Bodengrund, wo auch H2S entsteht.

    Ich geh davon aus, dass anaerobe Zonen im Boden nicht grundsätzlich ein Problem darstellen, sondern erst im Zusammenhang mit der Zersetzung organischer Substanz zu einem werden.

    Chemie zur Bekämpfung der Schmieralgen (abgesehen von KNO3, im Zusammenhang mit der Redfield Ratio) lehn ich ab. Auch wenn ein Aquarium nicht ganz mit einem natürlichen Lebensraum vergleichbar ist, laufen die Prozesse ja doch nach dem selben Schema ab. Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass es nicht möglich sein soll, das Becken auf natürlichem Weg wieder von den Cyanos zu befreien.

    Liebe Grüße
    Linda