Beiträge von Linda

    Hallo Leola,

    ich verwend gelegentlich Microbe Lift Special Blend.

    Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht, aber vermutlich wirken andere Bakterienpräparate auf ähnliche Weise.

    Dunkelkuren mögen etwa bei bestimmten Cyanobakterien helfen, aber auch da nur vorübergehend, wenn die Ursache des Ungleichgewichts nicht erkannt und beseitigt wird.

    Meine Überzeugung: In den meisten Riffbecken besteht wegen der starken Oberflächenströmung ein CO2-Mangel, aber gerade diese Kohlenstoffverbindung dürfte am Beginn des Kohlenstoffkreislaufs stehen. Deshalb fördern alternative Kohlenstoffquellen wie Zucker, Alkohole, Baumwolle etc. das Bakterienwachstum. Solche Kohlenstoffverbindungen scheinen auch in den Bakterienpräparaten enthalten zu sein.

    Wie Hans-Werner schreibt ernähren sich Dinoflagellaten u.a. von Bakterien bzw. deren Stoffwechselprodukten. Das macht die Sache spannend, aber nach meiner Erfahrung gehen sowohl Dinoflagellaten als auch Cyanobakterien von allein zurück, wenn man dem System die Möglichkeit gibt, sein Gleichgewicht zu finden. Diesem Konzept widersprechen vorübergehende Radikalmaßnahmen.

    Es braucht halt Geduld. In meinem 12 Liter-Schreibtischnano hab ich mir mit Livesand Dinos eingeschleppt (oder besser: Ihnen passende Bedingungen für die Massenvermehrung geboten), die erst nach eineinhalb Jahren auf eine vernünftige Population zurückgegangen sind. Ganz los wird man sie ja eh nie, und das halt ich auch nicht für notwendig. Im Gegenteil: Solche Organismen zeigen an, wenn was aus dem Ruder läuft.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Knut,

    ich freu mich sehr, dass sich deine Erfahrungen so genau mit meinen decken.

    Die Kleine auf dem aktuellen Foto ist so ein Wesen, in das ich mich glatt verlieben könnte (wenn ich's nicht eh schon wär in die Seegrasponies :))

    Meine 4 Christkindln können die calanoiden Copepoden aus den Portionsbeuteln auch schon essen, was die Versorgung bedeutend leichter macht. Übrigens: Diese Copepoden halten bei Zimmertemperatur ausgesprochen gut in den 20 Liter-Wannen (2 Liter/Portion) und bei sparsamer Fütterung mit Schwebealgen (Nannochloropsis, Rhodo-/Cryptomonas und Arthrospira). Damit bleiben sie bis zur nächsten Lieferung zwei Wochen lang nahrhaft und wertvoll.

    Zusätzlich geb ich meinen Ponies auch angereicherte Artemianauplien zu essen, aber halt in weitaus bescheidenerer Menge als man es gemeinhin liest in der Literatur und in den Foren. Vom 'im Futter Stehen' halt ich nix. Aber damit wiederhol ich mich.

    Auch meine Pferdchen essen die Salinenkrebse mit Begeisterung, ich seh keinen Grund, ihnen dieses Futter grundsätzlich vorzuenthalten.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hans-Werner,

    du sprichst mir aus der Seele!

    Es ist der falsche Ansatz, Dinoflagellaten und Cyanobakterien bekämpfen zu wollen, das geht auf Dauer nicht.

    An die Dons und Donnas Quichote: Im Grund genommen ist die Rechnung einfach - je spezialisierter ein Lebewesen ist, desto weniger Energie muss es für die Summe seiner Fähigkeiten aufwenden. Umgekehrt: Allrounder können unter sehr unterschiedlichen Bedingungen existieren, brauchen dafür aber vergleichsweise mehr Energie als Spezialisten und haben denen gegenüber somit einen Konkurrenznachteil.

    Die Schwierigkeit besteht halt immer darin, herauszufinden, welche Ursachen eine gerade stattfindende Massenvermehrung dieser Organismen im Aquarium hat, und dann die richtigen Maßnahmen zu setzen.

    Eine Förderung der substratgebundenen Bakterien mit Bakterienpräparaten kann durchaus sinnvoll sein, aber dann müssen auch die Verhältnisse passen. Das erkennt man oft durch genaue Beobachtung des Milieus und viel Geduld. Alle paar Tage eine andere Maßnahme zu setzen halt ich für kontraproduktiv, genauso Dunkelkuren und andere Geheimrezepte.

    Interessant ist ja, dass die wirklich wirksamen Zusätze kein Gift zu enthalten scheinen, sondern spezifische Nährstoffe für Bakterien und vor allem Kohlenstoffverbindungen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Na fein, Frank!

    Wenn's der Copepodenlieferant ist, werden die ihm nicht so schnell ausgehen :smiling_face:

    Es scheint diesmal wieder was zu werden mit der Verbreitung der Seegrasponies.

    Bin neugierig wie's weitergeht.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: In Wien ist gestern 1 Fohlen zur Welt gekommen. (Zumindest hab ich nur dieses eine entdeckt im Gestrüpp der Pferdekoppel.) Es wohnt jetzt bei seinen 4 Geschwisterm vom letzten Wurf im Plastikwanndl.

    Hallo Frank,

    dem Anschein nach besteht Hoffnung, ja :smiling_face:

    Hoffentlich klappt's damit besser als beim letzten Mal. Heißt das, dass auch die Fohlen bei dem anderen Halter gestorben sind? Das wär schon seltsam.

    Auch ich hab eine schlechte Nachricht: Vor ein paar Tagen in der Früh hab ich den neuerlich tragenden Hengst abgemagert und augenscheinlich schon sehr schwach im vorderen Bereich des Beckens entdeckt. Als ich nachmittags vom Büro nach Haus gekommen bin, war unterhalb dieser Stelle nur mehr ein Knäuel Schlangensterne, Schnecken und Borstenwürmer zu sehen. Keine Ahnung, woran das Tier gestorben ist. Vielleicht waren es doch Darmparasiten, die sich aus irgendeinem Grund bei diesem Pony letal ausgewirkt haben. Eine Schwangerschaft zehrt ja an den Kräften.

    Damit ist auch die Chance auf neuerlichen Nachwuchs in meiner Koppel vertagt. Ich bin froh, dass es den 4 Fohlen vom letzten Wurf in der Aufzuchtbox gut geht.

    Man sieht wieder einmal, dass die Seegraspferdchen immer für Überraschungen gut sind.

    Also wie gesagt: Alles Gute dem werdenen Vater und seinem Pfleger!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Frank,

    nach den Erfahrungen, die ich mit meinen Azoo-Gorgonien gemacht hab, reagieren zumindest einige von ihnen empfindlich auf einen Wechsel der Lichtverhältnisse. Das scheint mit den Symbionten zu tun zu haben, Die gängige Praxis bei der Sammlung der Gorgonien scheint das Grundübel zu sein. Wie ich erfahren hab, sind die Tiere da häufig der prallen Sonne ausgesetzt - was sicher zu irreparablen Schäden führt.

    Die weitere Herausforderung ist das jeweils auf die Polypengröße abgestimmte Futter und die Fütterungsfrequenz. Aber das ist bei Azoos ja nichts wirklich neues.

    Ich glaub mich zu erinnern, dass ein öffentliches Aquarium in Australien oder Hawaii Muricellas über einen längeren Zeitraum erfolgreich gehalten haben soll.

    Die oben gezeigte Anthogorgia, die mit Muricella nahe verwandt sein soll (und die ihr auch ähnlich sieht), wohnt in meinem Gorgonienbecken seit etwa 1 Jahr. Auf einen temporären direkten Sonnenlichteinfall im Frühjahr 2012 hat sie mit massivem Gewebeverlust reagiert, konnte das Coenenchym aber nach dem Einbau einer Abschattung regenerieren. Sie gedeiht jetzt problemlos, auch ein Ableger wächst zufriedenstellend.

    Das gibt ein bisschen Hoffnung für den Fall, dass ich doch einmal eine unter guten Bedingungen gesammelte Muricella ergattern kann. Bis jetzt hat sich diesbezüglich leider nichts ergeben.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Frank,

    ja, vielleicht war das bei meinen jetzt nur ein Ausreisser. Ich hab halt schon oft gelesen, dass es mit der Zeit zu ausgeprägten Ungleichgewichten beim Geschlechterverhältnis kommt.

    Das wiederum konnte ich bei meinem Stamm bisher nicht beobachten. Grad eben jetzt beim bislang letzten Wurf, der bei vergleichsweise niedriger Zeitigungstemperatuir zur Welt kam. Vielleicht spielen auch bloß ein paar Zehntelgrad eine Rolle.

    Witzig find ich ja, dass ich dir im anderen Thread geschrieben hab, dass von den ursprünglich 6 Fohlen deines ersten Wurfs schon nicht alle dasselbe Geschlecht haben würden :smiling_face:

    Seit vorgestern scheint einer meiner Hengsterln wieder zu tragen, und für die nächsten Tage ist bei uns ein Kälteeinbruch vorhergesagt. In einer Woche, schätz ich, wird die Temperatur in meiner Ponykoppel auf etwa 20° gesunken sein. Ich bin neugierig, was aus diesen Fohlen wird.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    da der letzte Wurf meiner Seegrasponies 100% Buben erbracht hat, würden mich die Beobachtungen anderer Halter interessieren.

    Mit Angi hab ich das Thema schon mal unter 20 Fingern diskutiert, aber es ruft eigentlich nach einem größeren Forum: Ist die Geschlechterdetermination bei H. zosterae möglicherweise temperaturabhängig?

    Ganz aus der Luft gegriffen ist die Vermutung nicht, denn bei Reptilien und Amphibien gilt es als erwiesen, dass je nach Zeitigungstemperatur mehr Buben oder mehr Mädels zur Welt kommen.

    Die Heimat der Zostera-Zwergseepferdchen ersteckt sich ja bis in Regionen mit einem deutlichen Temperaturwechsel während des Jahres. Vermutlich trifft das auch andere Fische ohne ausgeprägte Laichzeit, die Seegrasponies sind ja grundsätzlich in der Lage, alle 3 Wochen einen Wurf abzusetzen.

    Knut sei Dank ist es jetzt recht einfach, zu Messdaten eines Dwarf-Biotops in Florida (Indian River Lagoon) zu kommen. Damit glaub ich dem Grund auf die Spur zu kommen für die bisher merklichen Vermehrungspausen im Winter und im Sommer. Im heurigen Winter hatten wir in Wien einen außergewöhnlich milden Dezember, die Wassertemperatur in meiner (ungeheizten) Pferdekoppel ist noch nicht unter 22°C gesunken.

    Leider war ich in der Vergangenheit schlampig und hab in diese Richtung keine Aufzeichnungen geführt. Bei 24-26°C gab's meiner vagen Erinnerung nach meist ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis. An einen Wurf mit ausschließlich Mädchen kann ich mich halt nicht erinnern.

    Deshalb möcht ich das Thema hier gern zur Diskussion stellen und bitte um eure Erfahrungen. Inzwischen ist die Zunft der Seegraspferdchenhalter ja doch ein bissl angewachsen.

    In meine Zuchtstatistik werd ich jetzt jedenfalls die ungefähre Zeitigungstemperatur aufnehmen.

    Auf dass mehr Licht kommt in die Geheimnisse der Zwergseepferdchenvermehrung.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Knut,

    fein, dass du die Seite des Smithonian Institute mit der Messdatenreihe ausfindig gemacht hast! Die Kenntnis der Verhältnisse im natürlichen Habitat unserer Tiere ist ausgesprochen wertvoll für die Haltung.

    Die winterliche Temperaturabsenkung im natürlichen Lebensraum wird wohl der Grund sein, warum meine Pferdchen bisher zwischen November und Februar pausiert haben, jetzt aber noch so munter sind. Wir haben in Wien heuer einen außergewöhnlich milden Jahresausklang, und obwohl die Pferdekoppel in Bodennähe aufgestellt ist und sich unter meiner Wohnung die Hofeinfahrt befindet, ist das Wasser noch 23° warm.

    Falls sich jetzt noch ein Wurf ergibt werd ich nicht traurig sein, aber an sich gönn ich den Ponies die gewohnte Erholungspause.

    Die Box mit den jetzigen Jungspunden ist in einem Kastl untergebracht, da ist das Wasser auch wegen der Beleuchtung bedeutend wärmer. Das merkt man auch am Wachstum der Kinder. Sie sind jetzt 10 Tage alt und haben an Größe schon deutlich zugelegt.

    Im Anhang zeig ich euch ein Foto von der größeren Copepodenbox, in der sie jetzt wohnen. Trotz der spartanischen Einrichtung tu ich mir wegen meines Augenproblems sehr schwer, sie zu finden. Einer der Burschen ist halbwegs gut zu erkennen, das schräg dahinter befindliche Mädchen leider gar net. Das liegt wohl auch an dem Buschen ausgeblühter Caulerpa serrulata, die ich als Substrat für die Copepoden mit übersiedelt hab. Obwohl's nicht sehr appetitlich aussieht fühlen sich die Pferdchen in dem verrottenden Pflanzenmaterial ausgesprochen wohl. Ich bin überzeugt, dass der Grund dafür die Bakterienrasen sind und mit ihnen die Tisben.

    An sich müsste sich sowas ja auch bei dir auf den Kunststoffpflanzen etablieren. Wobei mir die Beschreibung gefällt, wie sich deine Seegraschamäleons tarnen :smiling_face:

    Wenn du mal einen braunen Hintergrund brauchst schick ich dir gern einen Binkel von der verrottenden Caulerpa :smiling_face:

    Ansonstes wünsch auch ich allen Seegrasponyfreunden ein gutes Jahr 2013, auf dass es zumindest nicht schlechter wird als das heurige.

    Liebe Grüße
    Linda
    *die sich sehr freut, dass jetzt auch hier sowas wie ein Netzwerk entsteht*

    Hallo Community,

    die 4 Fohlen vom 21.12. hab ich heute in eine größere Copepodenbox übersiedelt. Dem Anschein nach sind es 3 Burschen und 1 Mädchen. Wie gewohnt haben die Kinder nach einer Woche mit der Umfärbung begonnen. Drei sind schwarz, eins ist beige geblieben. Viel besser hätt ich's nicht treffen können, denn im Augenblick - die Hollandmädels eingerechnet - hab ich ja einen Frauenüberschuss.

    Allerdings glaub ich, dass die Mutter des aktuellen Nachwuchses die Stute aus dem Altbestand ist. Erstens, weil die Umfärbung wie bisher erfolgt ist (was ja bei den Neuimporten nicht zutrifft), und zweitens, weil die Alten im direkten Vergleich deutlich graziler sind als die Neuen. Gestern Abend hatten sich 2 Burschen und 2 Mädels zu einem Sitin verabredet (leider im Algengestrüpp an der Rückwand, deshalb nicht einfach zu fotografieren), da erkennt man, denk ich, recht gut den Unterschied v.a. gegenüber Methusalem, der sich auf gleicher Höhe befindet. Edit: Die Stute ganz rechts ist die vom Altbestand. Ihr im Vergleich zur Nachbarin aus Holland viel zarterer Körper ist auf dem Foto leider nicht so gut zu erkennen, aber ansatzweise die Hörndln :smiling_face:

    Ich bin also weiterhin gespannt, ob es zu Paarungen der Newbies mit den alteingesessenen Männern kommt. Tatsache ist, dass die Neuzugänge den Rhythmus schon mal gehörig durcheinander gebracht haben. Das abendliche Zusammentreffen gestern könnte auch mit einer Eiübergabe geendet haben.

    Aber wie auch Frank schon erkannt hat: Mit genügend Copepoden ist die Aufzucht einer kleinen Fohlengruppe nicht wirklich schwierig. Also schaun wir mal.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Wolfgang,

    ich bin froh, dass du nicht länger gewartet hast mit dem Spitalbesuch. Eine Sepsis muss ja nicht von dem 'typischen' Strich begleitet sein und ist trotzdem lebensgefährlich.

    Aber wie immer, wenn man das Glas halbvoll sieht: Es ist noch einmal gut ausgegangen, und dein Bericht wird sicher für andere hilfreich sein, die sich auch so was Nettes wie eurer Wasauchimmer ins Aquarium eingeschleppt haben und sich anfangs freuen, dass es wächst. Ausschauen tut's ja bei aller Unscheinbarkeit ganz hübsch.

    Ich bin neugierig, was Alex herausfinden wird. (Vielleicht ist es die Polypenform der Portugiesischen Galeere :))

    Jedenfalls freu ich mich, dass du 'als geheilt entlassen' wurdest und hoffentlich bald wieder ganz fit bist.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Anfänger2
    Es sind letztendlich dreizehn! Acht gebe ich am Wochenende an einen Neuhalter, der auf einem Berg Tisbe sitzt. Die anderen gebe ich nach zwei Wochen ab. Ich kann diesen Wurf nicht auch noch vernünftig ernähren.

    Das ist eine g'scheite Entscheidung. Hoffentlich hat der Neuhalter (Anfänger3? :)) eine gleich gute Hand wie du.

    Zitat

    Ich habe jetzt selbst neun Tiere. Hoffentlich sind die fünf aus dem alten Wurf nicht nur Mädels.


    Das wünsch ich dir. Dem Anschein nach verfärben sich die ersten Nachzuchtgenerationen der Neuimporte nicht so schnell geschlechterspezifisch wie der noch bei Elena und mir vorhandene Bestand aus dem Import 2008.

    Durch die trübe Wand der Plastikbox kann ich jetzt schon erkennen, dass beim Wurf von der vergangenen Woche zumindest 1 Hengsterl dabei ist - es ist kohlrabenschwarz. Die sonst für Seepferdchen typischen Geschlechtsmerkmale sind meist erst nach 3 Monaten halbwegs sicher zu erkennen.

    Aber im Augenblick ist ja vor allem wichtig, dass sich ein solider Grundbestand entwickelt. Nur Mädels oder nur Burschen wirst schon nicht haben.

    Das hofft zumindest
    Linda

    Zitat

    Original von Reinhard Seidl
    Was ist das weiße vorne am Boden auf den Bildern?


    Hallo Reinhard,

    das ist mein (gar nicht) geheimes Rezept für die Förderung der Kleinorganismen - die gebrauchten Stopfen der Algen-Schüttelkulturen :smiling_face:

    Die sind aus Zellstoff und damit eine prima Kohlenstoffquelle. Zuerst hab ich sie in den Copepodenboxen probiert, jetzt verwend ich sie auch in der Pferdekoppel und bei den Hawaiigarnelen. Sie werden sehr rasch von substratgebundenen Bakterien besiedelt und somit zu einem Tummelplatz für Tisbe & Co.. Bei ausreichender Sauerstoffzufuhr entwickeln sich offenbar hauptsächlich Nitrifikanten. Das hat etwa bei den Futterzuchtboxen zu einer längeren Standzeit ohne Cyanobakterien geführt. Bei unzureichender O2-Zufuhr gedeihen halt auch Schwefelbakterien, aber die werden erstens von den Kleinkrebsen ebenfalls vernascht, und zweitens kriegt man schnell ein Gefühl dafür, ob's passt oder nicht. Da reicht die gelegentliche Geruchsprobe.

    In den gut beströmten Aquarien besteht dieses Risiko ohnehin nicht, und alle Pflanzenesser, angefangen von den Schnecken bis zu den Einsiedlerkrebsen freuen sich über das Zubrot aus Zellstoff. Binnen weniger Tage ist so ein Stopfen restlos aufgegessen.

    Ausschauen tun sie halt nicht besonders attraktiv, nur tun das die 2 Filterschwämme und die mittels Diffusor optimierte Bodenströmung (das mit Kalkrotalgen bewachsene Kastl links vorne im Becken) auch nicht. Aber für die Beckenbiologie sind sie ein Hit.

    Liebe Grüße
    Linda
    *die sich über Reinhards Anteilnahme besonders freut ;)*

    Hallo Frank, hallo Knut!

    Frank: 12 Stück sind nicht wenig. Ich wünsch dir, dass du sie auch so gut durchbringst wie die ersten 6 (oder halt jetzt 5).

    Knut: Ich glaub dir gern, dass deine Ansprüche höher sind. Aber erstens ist es ja doch eine für dich neue Fischart, die nicht so schnell vergleichbar ist mit anderen, und zweitens waren die Begleitumstände nicht grad günstig.

    Ganz allgemein: Ich für meinen Teil bin froh, wenn ich meinen Bestand erhalten und vielleicht irgendwann mal Tiere tauschen kann wegen des Genpools und allenfalls zum Ausgleich der Geschlechterverteilung. Ich hatte schon mal 40 Tiere und keine Ahnung, was ich mit weiteren Würfen tun sollte. Dass es nach einer recht radikalen Abgabeaktion dann plötzlich in das andere Extrem ausgeschlagen hat war einfach Pech.

    Um große Nachkommenzahlen (zu denen H.zosterae ohne Zweifel fähig ist und dabei den Guppies nicht nachsteht) aufzuziehen fehlt mir der Platz für die Futterhaltung - und vor allem die Nachfrage am Markt. Speziell bei uns in Österreich gibt es nur ganz wenige Leute, die sich für die Seegrasponies interessieren und auch in der Lage scheinen, sie entsprechend zu versorgen.

    Bei euch in D mag die Lage noch etwas anders sein. Ich war 2009 auch froh, dass mit Andi (Mela) jemand die Ponies im größeren Stil gezüchtet hat, sonst hätt ich keine Zuchtgruppe zusammenbekommen.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Ich hab heut eins der Hollandmädels vor die Kamera bekommen. Das passiert sehr selten. Entweder sind sie im Gestrüpp gar nicht zu entdecken, oder der Winkel ist so ungünstig, dass die Kamera nicht scharfstellen kann. Aber wie schon früher erwähnt: Jede Sichtung - auch von den Grundeln - wird damit zum Erlebnis :smiling_face:

    PPS/Edit: Und ja - die Neuen haben jetzt zum Teil Cirrhi ausgebildet! Vornehmlich die 2 grünen, aber die zu fotografieren ist mir leider noch nicht gelungen.

    Hallo Community!

    Bei der Gelegenheit: Ich hab heut in meiner Tisbenbox 3 Fohlen gesehen! Das hat mich schon ein bissl überrascht, weil ich gestern gedacht hab, es wären nur 2, und eins hätt ich beim ersten Fangversuch mit dem Netz nicht erwischt. Heute saßen aber drei in dem Buschen Meersalat und hatten ein schön gefülltes Bäucherl.

    Ja, und grad eben hab ich in der Pferdekoppel noch ein viertes Fohlen entdeckt. Das freut mich ja überhaupt riesig, denn damit ist erwiesen, dass Coryphopterus personatus - im Gegensatz zu den zuletzt geäußerten Bedenken - als Gesellschaft für die Ponies doch taugt =)

    Dadurch ist tatsächlich eine Limitierung der Flohkrebse möglich geworden. Zwar haben die Grundeln auch kräftig aufgeräumt unter den tropischen Mysis, trotzdem krieg ich langsam das Gefühl, endlich am Ziel angekommen zu sein: H. zosterae in einem naturnahen Becken zu halten ohne Probleme mit Hydroiden und Gammarus, ohne Cyanoplage, und mit einem täglichen Arbeitsaufwand, der sich auf die Fütterung morgens und abends mit Copepoden und angereicherten Artemianauplien beschränkt.

    Der wöchentliche Wasserwechsel von 10 Litern ist weder der Rede wert noch wär er unbedingt nötig, weil die Wasserqualität dank der Bepflanzung quasi von allein gut bleibt.

    Ich glaub, dass die Haltung der Seegrasponies auf diese Weise für viele Interessenten machbar wird - ohne den hohen Zusatzaufwand für die Aufrechterhaltung der Wasserqualität und die Eliminierung ungebetener Gäste.

    Dass es endlich wieder gute Nachrichten gibt auch von ihr freut ganz besonders
    Linda :smiling_face:

    Na gut, Frank, das ist ein Argument :smiling_face:

    Aber du züchtest ja auch noch andere Seepferdchenarten, brauchst du da zu Beginn nicht auch Copepoden? Ich pfleg zwar selber keine, hab aber einmal einen Schwung Reidi-Neonate gesehen, die waren um einiges kleiner als neugeborenen Seegrasponies! Und viele noch dazu.

    Ich beneide ja alle, die ein Haus besitzen und so genug Platz haben für umfangreiche Lebendfutterzuchten. Andererseits bin ich ganz froh, dass ich keins mehr hab, denn der Tag hat ja trotzdem nur 24 Stunden, und man muss auch schauen, woher das Geld kommt für das Hobby, gell? Ich glaub, so ähnlich hasst du das ohnehin auch ausgedrückt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Das Tisbebecken wird auf 25l erweitert.


    Gut so, Frank! Und ein zweites gleich dazu! :smiling_face:

    Ohne Spaß: In meiner Wohnung stehen derzeit sage und schreibe 9 Copepodenwanndln à 12 Liter und eins mit 5 Litern rum - alles nur wegen der Ponies. Dafür hab ich momentan ruhige Nächte mit erholsamem Schlaf.

    Die Aufzucht der Fohlen mit (substratgebundenen) Copepoden hat - davon bin ich überzeugt - 2 entscheidende Vorteile gegenüber Artemianauplien: Der höhere Nährwert (v.a. wenn die Copepoden gut gefüttert werden), und zweitens genügt eine geringe Futterdichte. Das reduziert die Infektionsgefahr durch pathogene Keime und senkt den Arbeitsaufwand.

    Ich wünsch dir weiterhin Erfolg mit den Ponies und hoff auf neue Nachzuchterfolge demnächst in diesem Theater.

    Liebe Grüße
    Linda

    Liebe Freunde der Seegrasponies,

    ich freu mich über ein frühes Weihnachtsgeschenk, und das gleich aus mehreren Gründen :smiling_face:

    Erstens haben meine Ponies zum ersten Mal in der Winterpause zwischen November und Februar für Nachwuchs gesorgt.

    Zweitens sind die Schwebegrundeln nicht die ultimativen Fohlenesser, als die ich sie schon verdächtigt hatte.(Edit: Das ist - ohne überheblich zu sein zu wollen - sogar die positivste Neuigkeit :))

    Und drittens freu ich mich, dass zumindest eins meiner Hengsterln aus dem Altbestand noch Kinder austragen kann. Wer die Mutter ist werd ich wohl in ein paar Wochen erahnen können, sofern alles gut geht mit der Aufzucht :smiling_face:

    Eins der Neonate hab ich schon in der Früh beim Füttern entdeckt, es saß in der Gorgonie nahe der Wasseroberfläche. Leider hatte ich nicht mehr die Zeit, mich um ein Ausweichquartier zu kümmern. In dem für solche Überraschungen vorgesehenen 12 Liter-Becken haben sich Turbellarien etabliert, und nach der traurigen Erfahrung vom Spätsommer (da ist ein Fohlen unmittelbar nach der versehentlichen Aufnahme eines ungeeigneten Futtertiers gestorben) wollt ich jetzt nix riskieren.

    Als ich vom Büro nach Haus gekommen bin habe ich gar nicht mehr damit gerechnet, das Fohlen von in der Früh noch lebend vorzufinden. War aber doch so, und ein zweites hab ich dann auch noch im Caulerpagestrüpp entdeckt.

    Die 2 sind recht groß, was drauf schließen lässt, dass der Wurf klein war und ich mit viel mehr Babies nicht zu rechnen brauch.

    Aber das ist mir sogar sehr Recht, denn die beiden Fohlen sind in eine 5 Liter-Copepodenbox übersiedelt, die ich kurzerhand mit einem Eheim Liberty 100 ausgestattet hab. Je weniger Babies, desto länger kommen die aus mit den dort wohnenden Krebsln.

    Nett wär's natürlich schon, wenn die zwei Christkindln zu hübschen kräftigen Seegraspferdchen heranwüchsen.

    Ich bin ja sicher, dass die Community allen, die derzeit Ponynachwuchs haben, die Daumen drückt :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Knut,

    4 von 24 ist immer noch besser als ein Totalverlust, vor allem unter den gegebenen Umständen. Die 2 auf dem Foto schauen beide gut aus. Ich wünsch dir halt, dass die Geschlechterverteilung günstig ist auch im Hinblick auf den Bestand an Adulten.

    Und natürlich, dass es in ein paar Wochen wieder Nachwuchs gibt. Nicht zuviele auf einmal, damit sie ausreichend gutes Essen bekommen und der Bestand kontinuierlich steigt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von SeepferdchenDr
    Alle sind froh, wenn sie Junge bekommen.


    Hallo Elena,

    Frank scheint das zwar ironisch gemeint zu haben, aber ich muss gestehen, dass ich zu gewissen Zeiten weniger Ponynachwuchs lieber gehabt hätte. Zuwenig geeignetes Futter zu haben um alle Mäuler stopfen zu können macht doch ordentlich Stress.

    Heut hingegen wär ich froh, wenn ich wenigstens ein paar Fohlen in der Koppel fände :frowning_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Frank,

    schön zu lesen, dass von den 6 Fohlen noch alle am Leben sind. Du scheinst einer von den wenigen in der zuletzt erfreulicherweise gewachsenen Seegrasponygemeinde zu sein, die wirklich ein Händchen haben für die Zwerge.

    Mit der Methode, eine geringe Anzahl von Neonaten in einer Box mit Phytoplankton und Tisben aufzuziehen, hab auch ich den besten Erfolg erzielt, und das nahezu ohne Arbeitsaufwand während der ersten 2 Wochen.

    Nach dieser Zeit waren sie allerdings in der Lage, 2 Tage alte angereicherte Artmianauplien zu essen, und das haben sie auch getan. Warum das deine nicht tun ist mir ein Rätsel.

    Aber gut, wenn sie jetzt im Nitokra-Becken sind, werden sich die Tisben auch wieder erfangen.

    Ich wünsch dir weiterhin das Beste für deine Ponykinder.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS/Edit: Mit Tiggerpods hab ich keine so tollen Erfahrungen gemacht, und bei Jungfohlen wär ich überhaupt vorsichtig. Hungrige Tigriopus fallen alles an, was ihnen in die Quere kommt.

    Hallo ihr Lieben,

    ich hab die Substratüberschwemmung ein bissl anders verstanden - eben so wie es mir aus meiner Beobachtung schlüssig erscheint.

    Das Siedlungssubstrat wird durch die (zu hohe?) Kohlenstoffzufuhr mit Bakterien derart überschwemmt, dass sich die die Biofilme partiell ablösen.

    Es wäre eine Erklärung für die fädrigen Gebilde, die aus dem Filterrohrsystem meines Gorgonienbeckens kommen.

    Einfacher wär's halt, wenn man die Bakterien mit freiem Aug sehen erkennen könnte und sie ein Namensschild trügen :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Torsten,

    die konsequenteste Art der Entfernung ist die Abschäumung der Bakterien.

    Das war vor allem zu Beginn der Ethanolzufuhr deutlich zu erkennen durch die bakterielle Trübung und die Menge des Abschaums.

    Die Trübung hatte sich bald gelegt, aber Abschaum gab es relativ viel noch bis etwa Juli. Dann hat sich das Spektrum an Bakterienarten offenbar zugunsten der sessilen Stämme verschoben, und der Abschaum wurde weniger. Dafür lösen sich seither immer wieder Bakterienfilme von den Substraten, die als fädige Gebilde vom Wasserstrom verteilt werden. Im Ö-Forum hat Roland Lück das Ablösen für mich recht einleuchtend mit einer Substratüberschwemmung infolge der C-Zufuhr erklärt. Die Gebilde werden zu einem geringen Teil ebenfalls abgeschäumt und so entfernt (der Abschaum ist weniger, dafür konzentrierter als früher, bei gleich AS-Einstellung). Gelegentlich saug ich die Fäden auch ab, vor allem aber dienen sie dem vielen Kleinzeug als Nahrung. Im letzteren Fall bleibt der Phosphor zwar im System, aber in den Zellen gebunden. Wenn ich Copepoden oder Flohkrebse absaug oder sonstwie Biomasse entferne, ist es aber auch wieder draußen.

    Das ist zumindest meine Theorie, die sich auf die Messreihen eines Jahres stützt und auf die Beobachtung der Bewohner des Aquariums.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Falls es in dem Zusammenhang von Interesse ist - WW pro Woche 20%, aber hauptsächlich um die Spurenelemente zu ergänzen. Auf die Nährstoffwerte hat der WW schon länger keinen Einfluss mehr.

    Zitat

    Original von Hans-Werner

    Andere Frage: Ist die Nitrat-Phosphat-Messung tatsächlich für die Beurteilung der Funktion biologischer Prozesse im Aquarium relevant?


    Gegenfrage: Wozu gibt's die Wassertests? :smiling_face:

    Im Ernst: Ja, die find ich relevant.

    Bei der gegebenen Futtermenge für Gorgonien und Filtrierer ist der Nährstoffeintrag in meinem kleinen Azoobecken naturgemäß hoch. Mein Ziel ist es, das Aquarium mit einem Minimum an Aufwand zu führen und dabei wie erwähnt auf physikalische Hilfsmittel wie PO4-Adsorber und Zeolith zu verzichten. Der Abbau der Nährstoffe soll ähnlich wie in der Natur durch die im Becken befindlichen Organismen erfolgen.

    Ohne externe Kohlenstoffzufuhr gelingt es aber nicht, neben dem Nitrat auch das anfallende Phosphat abzubauen. Bakterien sind die wegen ihrer hohen Vermehrungsrate dafür am Besten geeigneten Organismen, und die brauchen eben mehr Kohlenstoff als im Aquarium von den autotrophen Organismen produziert wird. (Soviel ich weiß, wird Kohlendioxid nur von pflanzlichen Lebewesen assimiliert, und die speichern Überschüsse dann in Form von Zucker und Stärke.)

    Die Messung von NO3 und PO4 finde ich deshalb wichtig, um zu sehen, ob's ungefähr im Rahmen der Redfield Ratio funktioniert - und zwar auch dann, wenn die Buddy-Ratio ihre Mängel haben sollte. Die absoluten Werte sind da gar nicht so interessant, sondern die Relation zwischen NO3 und PO4 im Zeitvergleich.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    Hallo Linda,

    das N : P-Verhältnis von Bakterien liegt wohl bei 7 bis 10, wie auch hier diskutiert und verlinkt. Ich denke, das liegt daran, dass die Bakterien nur einen begrenzten Raum für Enzyme und andere Proteine bieten.


    Hallo Hans-Werner,

    danke für deine Antwort und den link. Die Diskussion werd ich mir so bald wie möglich zu Gemüte führen.

    Ganz grundsätzlich muss ich ja darauf verweisen, dass mich die Thematik zwar sehr interessiert, ich aber erst im Zusammenhang mit der Entwicklung des Azoo-Projekts auf die biochemischen Zusammenhänge aufmerksam wurde. Vom tieferen Verständnis der Materie bin ich noch weit entfernt, aber ich denk mir, dass ich damit nicht allein hier bin :smiling_face:

    Zitat

    Ich verstehe nicht ganz, was Du mit Deiner Argumentation meinst. Die Tatsache, dass Nitrat eher stärker angestiegen ist, weit über das Verhältnis von 1:10 hinaus, bedeutet doch, dass vorher eine intensivere Denitrifikation stattfand als nach der Verringerung der Wodkadosierung. Nitrat ist um ca. 4 mg/l angestiegen, Phosphat nur um 0,08, somit ist das N : P-Verhältnis des Anstiegs 50 und >10, also hat vorher Denitrifikation in höherem Maße stattgefunden. Oder wie würdest Du das interpretieren?


    Auch so. Wahrscheinlich hab ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Ich meinte, dass sowohl Denitrifizierer als auch andere heterotrophe Bakterien in gleichem Maß von der Ethanolreduktion betroffen sein und so ihr Wachstum verlangsamen müssten.

    Bei näherer Betrachtung aber scheint mir schon einleuchtend, dass Denitrifizierer und fakultativ anaerobe Bakterien aus demselben Grund weniger vom Alkohol bekommen müssen wie vom Sauerstoff: Sie sind - salopp ausgedrückt - einfach später dran. Die etwa in der Schichtung der Biofilme näher am Wasser befindlichen Organismen haben sowohl den Sauer- als auch den extern zugeführten Kohlenstoff verbraucht, wenn der nicht im Überfluss zur Verfügung steht. Damit fallen die Anaerobier im Wachstum zurück.

    D'accord?

    Zitat

    Aber das Rechnen mit Nitrat und Phosphat ist ohnehin unpräzise bis irreführend. Es könnte ebenso sein, dass nach der Verringerung der Wodka-Dosierung durch den verringerten Umsatz einfach ein bisschen mehr Ammonium übrig bleibt, das nitrifiziert werden kann und das nicht-reaktive Phosphat wird normalerweise auch nicht gemessen. Aus diesen beiden Messwerten kann man nur bedingt auf N : P-Verhältnisse schließen, da die N- und P-Formen stark vom Umsatz abhängig sind.


    Ohne jetzt aquarienchemisch mitreden zu können: Das glaub ich dir einfach. Aber ist die Ungenauigkeit tatsächlich für die Beurteilung der Funktion biologischer Prozesse im Aquarium relevant?

    Außerdem - was mich schon lang beschäftigt: Wie wurden die Werte der Redfield Ratio bestimmt? Vor allem die 106 Teile C sind mir ein Rätsel.

    Zitat

    Denitrifikation findet wahrscheinlich immer statt, wenn ausreichend organischer Kohlenstoff, welcher oxidiert werden kann, und Nitrat vorhanden sind. Schon in einem Biofilm können anaerobe Zonen entstehen und fakultativ anaerobe Bakterien kannst Du nicht ausschließen, die wirst Du auch immer im Aquarium haben.


    Gut, und darüber freu ich mich ja. Es war nur eine Art Kontrollfrage, ob ich deinen Hinweis in Bezug auf die Nitratatmung in dem zitierten Post richtig verstanden habe. Offenbar zunächst nicht ganz.

    Aber es wird schon. Bitte halt noch um ein bissl Geduld :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Hans-Werner
    ... da wird einfach Bakterien-Biomasse gebildet, die für den Aufbau von Eiweißen usw. Nitrat verbraucht, und zwar mit einem engeren N : P-Verhältnis als dem klassische Redfield-Verhältnis.


    Hallo Hans-Werner,

    mit 'enger' meinst du, dass pro Anteil Phosphor weniger Stickstoff verbraucht wird als bei der Redfield-Ratio mit 1:16?

    Ich verfolg diesen Thread erst seit gestern, aber mit steigendem Interesse. In meinem Azoo-Gorgonienbecken versuche ich nämlich von Beginn an, den Nährstoffverbrauch ausschließlich mit Hilfe einer externen Kohlenstoffquelle (in dem Fall Ethanol) zu beeinflussen, also ohne PO4-Adsorber und Zeolith. Als Indikator verwende ich die Buddy-Ratio.

    Das Becken steht seit einem Jahr, seit Juli sind die Werte sukzessive zurückgegangen. Ende November lagen sie bei 0,04/<1 (PO4/NO3), sodass ich die Ethanoldosis vor ein paar Tagen auf 60% gesenkt habe. Die Folge ist jetzt zunächst ein Nitratanstieg von auf etwas unter 5 mg/l bei zuletzt 0,12 mg PO4. An sich bin ich damit sehr zufrieden, nur kann ich mir nicht erklären, weshalb die geringere Kohlenstoffzufuhr nicht auch das Bakterienwachstum im gleichen Maß bremst und so eher ein im Verhältnis markanterer Phosphatanstieg erfolgt. An sich hätte ich das erwartet, zumal sich in diesem System auch pflanzliche Nitratzehrer befinden.

    Zitat

    Nitratatmung bedeutet einfach, dass Nitrat NO3 die Sauerstoffquelle für anaerobe und fakultativ anaerobe Bakterien ist. Wenn kein Sauerstoff O2 da ist veratmen diese Bakterien eben Nitrat NO3 zu N2 oder N2O.


    Das bedeutet umgelegt auf mein Gorgonienaquarium, dass entweder der O2-Gehalt so hoch ist, dass Denitrifikation in nur geringem Maß stattfindet oder dass die Bakterienfauna kaum fakultativ anaerobe Stämme enthält?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Community,

    ich bin auf der Suche nach Makroalgen. Aber es soll halt nicht Chaetomorpha, Caulerpa, Gracilaria und Co, sondern Penicillus capitatus und ähnliches Meergemüse sein, das nicht beim Händler um's Eck zu kriegen ist. Seegras (z.B. Thalassia testudinum) hätt ich auch gern.

    Von Freunden in Österreich weiß ich, dass da noch weiteres Interesse besteht, aber ich möcht auch gern mal hier in die Runde fragen, wer aller auf exotischeres Seaweed steht.

    Eventuell gibt's eine Möglichkeit, Meergemüse aus Florida zu bekommen aus einem Kontakt, der im Rahmen von Knuts Florida-Thread im Sommer entstanden ist. Aber selbst unter Freunden wär das eine Sache, die doch einige Abnehmer voraussetzt. 10 Seegras-Rhizome und 5 Penicillus um 200 Dollar ist nicht wirklich wohlfeil.

    Konkret ist derzeit noch gar nix, aber zur Orientierung wär's halt nett beizeiten einschätzen zu können, ob sich die Fragerei und die Arbeit überhaupt lohnt.

    Wie hat ein österreichischer Ex-Verkehrsminister mal gesagt? "Austria is too small for me". In meeresaquaristischer Hinsicht kann ich ihm folgen :winking_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Anfänger2
    Das Zählen jeden Morgen nervt!


    Ja Frank, das kenn ich noch gut von meiner Anfangszeit in der Seegrasponyhaltung. Jetzt erspar ich mir die regelmäßige Bestandskontrolle. Wär auch gar nicht möglich bei dem Pflanzendickicht.

    Gestern hab ich zum ersten Mal seit gut 2 Wochen(!) bis auf einen Hengst alle Fische in der Pferdekoppel zugleich entdeckt. Der Hengst ist heute aus dem Gestrüpp aufgetaucht.

    Irgendwie find ich das nett, wie in der Natur: Jö, schau, ein Seepferdchen! :smiling_face:

    Dass dir zuvor 5 Tiere verstorben sind ist traurig. Aber damit bist du nicht allein.

    Liebe Grüße
    Linda

    Danke, Wolfgang!

    Von den tropischen Mysis hatte ich ja von Geri & Anita einen Ansatz bekommen (sogar flohkrebsfrei!) und war sehr froh gewesen, dass sich die kleinen roten Woisln so gut vermehrt haben im Pferdchenbecken.

    Nur hatten sie halt gegen die Grundeln nicht den Funken einer Chance. Ich seh jetzt nicht einmal im Schein der Taschenlampe mehr welche :frowning_face:

    Falls ihr mir wirklich wieder zu einem Ansatz verhelfen könnt, kommt der mit Sicherheit nicht in die Koppel, solang noch die Grundeln drinnen sind.

    Aber sehr herzlich bedankt scih schon im Voraus
    Linda :smiling_face:

    Hallo Knut,

    danke ebenfalls für die gelungenen Fotos und die Ausführungen. Die Variabilität der Seegrasponies scheint überaus groß zu sein. Ich werd ja sehen, ob es irgendwann zu Paarungen meiner Hengste aus dem Altbestand mit den Stuten des Stamms 2 :smiling_face: kommt und was draus werden wird.

    Dass die Neuen ihre Farbe dem Hintergrund deutlich stärker anpassen als der Altbestand ist Faktum. Da können sich selbst Chamäleons ein Scherzerl abschneiden.

    Die Schecken sind auf den Bildern deines ersten Beitrags von heute gut zu erkennen. Von der Färbung her wirken meine Mädels noch dunkler grün - exakt die Farbe der Caulerpa serrulata, in der sie sich am Liebsten aufhalten.

    Übrigens: Bei meiner letzten Lebendfutterlieferung waren ein paar von den kleinen Ostseemysis dabei, die hatten sich binnen 14 Tagen nahezu explosiv vermehrt. Beim Leeren der Box anlässlich der Vorbereitung für die neue Lieferung am vergangenen Montag habe ich die Schwebegarnelen ausgesiebt und alle auf einmal in die Pferdekoppel entlassen. Darüber gefreut haben sich nicht nur die Grundeln, sondern auch die Ponies, allen voran die doch insgesamt größeren Mädels von Stamm 2. Sobald ich seither eine von ihnen entdeck im Caulerpagestrüpp. so hängt die kopfüber in der Caulerpa und wartet auf vorbeiwuselnde Mysis. Die Ponies scheinen sie extrem gern zu mögen, und das ist natürlich schon eine kräftigere Mahlzeit als Artemianauplien und Copepoden oder Moina. Sie halten überdies recht gut im Aquarium und sind so eine prima Futterreserve.

    Das hat auch Elena schon vor einiger Zeit erwähnt.

    Liebe Grüße
    Linda

    Liebe Elena,

    danke für deine Antwort, die mich doch einigermaßen beruhigt.

    Und den letzten Absatz kann ich zu 100% bestätigen. Die frühe Unterscheidung der Geschlechter ist ein Vorteil.

    Wie sieht es bei deinem Bestand aus mit Nachwuchs?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Freunde der Seegrasponies!

    Kann es sein, dass es sich bei den zuletzt nach Deutschland gelangten H. zosterae um eine andere Art handelt als der Stamm, der meiner Erinnerung nach 2008 importiert wurde?

    Beim näheren Vergleich der Stuten von de Jong mit der aus meinem Altbestand fällt auf, dass die Neuen keine Cirrhi besitzen (obwohl sie sonst eindeutig Mädels sind) und insgesamt größer sind als die Stuten von meinem Stamm jemals waren. Auch die Färbung ist unterschiedlich: Die Pferdchendame aus dem Altbestand ist hell kaffeebraun und erinnert stark an Melange, die ich 2009 bei Patrick Schubert gekauft hatte. Die Stuten von Andi (Mela) waren vom Habitus her ähnlich, nur noch heller, fast weiß.

    Die Neuzugänge waren zunächst auch sehr hell und wiesen kaum ein Muster auf. Nach und nach sind sie jedoch ergrünt mit leichten Schecken und deshalb im Caulerpadickicht so gut wie unsichtbar. Nur äußerst selten kann ich alle 3 Newbies zugleich beobachten, als ich heute in der Früh zwei von Ihnen gesehen hab, war ich glücklich.

    Es scheint ihnen also ganz gut zu gehen, allerdings habe ich bisher auch noch keinen der 3 Hengste dabei beobachtet, dass er eine der Neuzänge angebalzt hätte. Die letzten Balzversuche gab's lediglich bei dem Mädel aus dem Altbestand. Und da war ich bis vor kurzem ja nicht sicher, ob die Dame überhaupt fruchtbar ist, weil es schon länger keine Fohlen gegeben hatte.

    Heute hat ein Hengst vom Morgen bis zum Nachmittag an Leibesfülle verloren, ich nehm an, dass er zumindest mit 2 oder 3 Fohlen schwanger gewesen sein könnte. Wenn dem so war, sind die Babies wahrscheinlich den Schwebegrundeln zum Opfer gefallen. Entdecken konnte ich leider keins.

    Andererseits wäre das zumindest ein Grund für Zuversicht, dass selbst aus dem Altbestand noch was werden kann.

    Aber wie weit die Neuen tatsächlich 'frisches' Blut einbringen können steht für mich derzeit in den Sternen. Eine genetische Schranke benachbarter Unterarten wäre schon ziemlich blöd, denn wenn etwaige Nachkommen einer vielleicht doch möglichen Mischung aus Newbies und Altbestand unfruchtbar wären, machte das auch nicht wirklich Freude.

    So bringt die Seegrasponyhaltung immer wieder neue Überraschungen zutage.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Kathrin,

    lieben Dank für die guten Wünsche :smiling_face:

    Hallo alle,

    das vorläufige Ergebnis des Versuchs ist leider nicht wirklich zufriedenstellend - wenn auch wenigstens nicht ein Reinfall auf allen Ebenen.

    Fangen wir beim Positiven an: Coryphopterus personatus ist ein ruhiger Fisch, der mit erwachsenen Seegrasponies gut harmoniert - auch wenn das Seegrasbiotop (wie ich jetzt nach weiterer Recherche weiß) nicht wirklich auch das der Schwebegrundeln ist.

    Die ursprünglich in diese Art gesetzte Erwartung, nämlich dass sie die Flohkrebsbrut im Zaum hält, haben die Fische augenscheinlich erfüllt.

    Allerdings sehe ich auch keine Riffmysis mehr, die sich zuvor erfreulicherweise recht gut vermehrt hatten in der Pferdekoppel. Ebenso traurig schaut es aus mit harpaticoiden Copepoden, und das kann nicht bloß den 7 Ponies zugeschrieben werden.

    Die Zufütterung mit calanoiden Copepoden und angereicherten Artemianauplien bietet jedoch ausreichend Nahrung für beide Arten. In dieser Hinsicht funktioniert es also.

    Damit zu den weniger guten Nachrichten. Zunächst mal die Grundeln selber betreffend: Leider ist der Effekt eingetreten, den ich von den Schlammspringern und auch von den Eviotas kenn. Bei wirklich beengten Verhältnissen ohne großartige Verstecke (wie es im Quarantänebecken der Fall war) vertragen sich auch mehrere Tiere problemlos. Übersiedeln sie dann in ein etwas größeres, stärker strukturiertes Becken, bilden sie rasch Reviere, und das führt zur Unterdrückung der schwächeren Tiere. Das hätte ich wissen sollen.

    Für 4 Schwebegrundeln ist das naturnah eingerichtete Pferdchenbecken mit seinen grad mal 63 Litern demnach nicht geeignet. Schon wenige Tage nach der Übersiedlung war eine von den Grundeln verschwunden, 3 Wochen später die zweite.

    Bei den 2 verbliebenen Grundeln scheint es sich um ein Paar zu handeln, ihr Verhalten entspricht exakt dem meiner Eviota atriventris im Schreibtischnano: Wenn nicht grad Laichzeit ist, geht man einander aus dem Weg oder streitet gelegentlich ein wenig, aber zu ernsthaften Auseinandersetzungen kommt es nicht.

    Das Verhältnis der Grundeln zu den adulten Zostera-Ponies ist wie schon eingangs erwähnt problemlos. Allerdings - und eine andere Erfahrung hätte mich ehrlich gesagt doch gewundert - haben sie anscheinend keinerlei Hemmung, sich an Seepferdchenfohlen zu vergreifen. Beobachtet habe ich sie dabei zwar nicht, aber ein Hengst, bei dem ich nicht sicher war, ober er schwanger ist, hat heute vom Morgen bis zum Nachmittag deutlich an Leibesfülle verloren. Mein Zögern, ihn zu separieren, hat möglicherweise ein paar Fohlen das Leben gekostet.

    Unter dem Strich ist die Vergesellschaftung der Seegraspferdchen mit den Schwebegrundeln also nicht uneingeschränkt zu empfehlen.

    Meine Grundeln werden (sobald er eingerichtet und biologisch stabil ist) wahrscheinlich in einen Cube übersiedeln.

    Bezüglich einer kleinen Elactinusart hab ich Bedenken, dass die Erfahrung ähnlich sein würde wie mit den Coryphopterus. Nur dürften die noch zusätzlich etwas lebhafter sein als die Schwebegrundeln. Eine vom Biotop her ganz gut passende Art, Signigobius biocellatus, hab ich mir nach eingehender Recherche wieder aus dem Kopf geschlagen. (Ein Paar davon hatte ich vor kurzem in einem Wiener Zoogeschäft gesehen und war hin und weg gewesen.)

    Hinsichtlich der Limitierung der Gammarus steh ich in diesem Fall wieder am Anfang.

    Als Alternative kann ich mir nur vorstellen, die Schwebegrundeln doch im Pferdchenbecken zu belassen und dafür selbst auf Verdacht hin tragende Hengste (konsequenter als zuletzt) in ein eigenes Becken zu übersiedeln.

    Was meint ihr?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo iihr Lieben,

    heute hab ich die Neuzugänge vom 12.10. aus der Quarantäne in die Pferdekoppel entlassen. Zuerst die 3 Ponydamen, dann die Schwebegrundeln. Dazwischen hab ich gefüttert mit angereicherten und mit Preis Carely präparierten Artemien sowie calanoiden Copepoden.

    Die neu eingesetzten Tiere haben sofort nach der Übersiedlung zu essen begonnen, und sie atmen normal. Also vorderhand kein Grund zur Sorge.

    Und im Vergleich zu dem doch nur ansatzweise naturnah eingerichteten Quarantänebecken hab ich bei der gut eingefahrenen Koppel das Gefühl, nicht gar so ängstlich sein zu müssen wegen der Wasserbelastung durch das Futter.

    Ein Foto häng ich an von einer der Newbies sowie einen link zu einem Video. Wie meist bei solchen Gelegenheiten ist es ausgesprochen fad, trotz der Grundeln. Am meisten Action sieht man noch bei den Éuplicas bzw. Columbellas und den Asterinas :smiling_face:

    So, und jetzt bin ich nur mehr gespannt, wie das wird mit dem Ponynachwuchs. Darauf hoff ich ja noch immer, und ob die Grundeln die Neonate in Ruh lassen, wird sich weisen. Eventuell separier ich dann auch den ersten trächtigen Hengst, um einen möglichen Zuchterfolg nur ja nicht zu gefährden.

    Im Quarantänebecken hat sich die Vergesellschaftung der Grundeln mit den Seegrasponies in den vergangenen 3 1/2 Wochen als problemlos erwiesen.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Drückt mir die Daumen , dass nach meiner Rückkehr die Zahl des Nachwuchses nicht dramatisch abgenommen hat.


    Das sowieso, Knut!

    Ehrlich gesagt wundert mich die hohe Sterblichkeit schon ein bisschen, aber da wird wohl auch die Wurfgröße eine Rolle spielen. Und 15 Youngster sollten mit einem Alter von 3 Wochen jetzt über den Berg sein. Sie sehen jedenfalls schon recht fertig aus.

    Bei deiner anderen Gruppe tut sich nix mit Nachwuchs?

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Torsten,

    da bin ich mal gespannt, ob sich da auch was niederschlägt im Nachzuchtenregister.

    Boris und Mane sind auch hier bekannt, aber Sinn macht sowas erst dann, wenn sich mehr Leute als Seegrasponyzüchter registrieren. Selbst wenn sie - wie ich leider schon seit längerem - nicht ständig Tiere abgeben können.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Knut, guten Morgen!

    Zur Winterpause (und ganz allgemein zu den spezifischen Fortpflanzungsperioden) der Seegraspferdchen: Bei mir regelt eine Schaltuhr die Dauer der künstlichen Beleuchtung auf 13 Stunden ohne Rücksicht auf die Jahreszeit. Der Zimmerdschungel erhält aber auch Tageslicht, sodass zumindest ansatzweise ein Sommer/Winter-Rhytmus stattfindet. Seit ich die kleinen Pferdchen pfleg kann ich mich nicht erinnern, dass jemals in den Monaten von Ende November bis Anfang März Fohlen zu Welt gekommen sind, ebensowenig im Sommer von Mitte Juni bis Mitte August.

    Das halt ich grundsätzlich auch für gut, weil die Hengste ansonsten ständig schwanger wären und sich diese Belastung nach meinem Dafürhalten auf die ohnehin nicht sehr lange Lebenszeit der Ponies auswirken würde. Da möcht ich keinen Einfluss nehmen.

    Ja, und was die Zusammenführung betrifft, war ich so wie du drauf aus, die Neuzugänge so lange vom Altbestand getrennt zu lassen, bis dort noch einmal Nachwuchs erschienen ist. Der letzte Wurf dort muss aber von der anschließend verschollenen Stute gewesen sein, denn seither gab's trotz großzügiger gemischter Fütterung mit angereicherten Artemien, calanoiden Copepoden, Tisbe, Moina und Mysis sowie augenscheinlich guter Konstitution der Hengste kein Fohlen mehr. Die letzte Stute meines Altbestands ist vielleicht gar nicht fortpflanzungsfähig, anders kann ich's mir nicht erklären.

    So gesehen erscheint es mir jetzt sinnvoller, die Tiere schon demnächst zusammenzuführen, um überhaupt eine Chance auf Nachwuchs zu haben.

    Was die anderen Zosterae-Halter und deren Zuchtbemühungen angeht werden Boris und Mane mehr wissen. Bei uns in Österreich kenn ich niemand, der noch Seegrasponies hält, damit bleibt mir ohnehin nur die Hoffnung, später frisches Nachzuchtblut aus Deutschland zu zu bekommen.

    Schön, dass es dich gibt =)

    Liebe Grüße
    Linda