Beiträge von Linda

    Hätte dann 180l Lebendfutterkulturen.


    Ja, die hab ich jetzt auch - indoor =)
    Dazu im Sommer noch 2x 120l Moina salina im Garten.

    Es ist ja sagenhaft, welchen Aufwand zu treiben man bereit ist nur um eine Handvoll Seezwergerln bei Laune und bei guter Verfassung zu halten.

    Ich hab glücklicherweise in letzter Zeit ein paar Abnehmer gefunden, die's offenbar wirklich drauf haben und ihre Pferdchen weiterbingen. Nachzuchten gibt's bereits in einem Fall, also ist endlich für ein Backup in vertretbarer Entfernung von Wien gesorgt.

    Im Augenblick hab ich zwar genügend Nachzuchten und bin dabei, die Warteliste abzuarbeiten, aber wie die Erfahrung zeigt kann's schnell gehen mit Rückschlägen. Auch wenn die Ponies wie bei mir auf mehrere Becken aufgeteilt sind.

    Jedenfalls hab ich mir vorgenommen, hier wieder ein bissschen aktiver zu werden und demnächst über die jüngsten Erfahrungen - etwa mit Glasrosen in der Seezwergkoppel - zu berichten. In einem eigenen Topic, natürlich :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo ihr Lieben,

    von meinen 3 Mespilias wohnen die zwei kleineren im Schreibtischnano (12 Liter :face_with_rolling_eyes: ) und einer bei den Schwebegrundeln (54 Liter). Das ist der Stand seit dem 17. August.

    Ich bin ja ein Fan von so genannten Funktionstieren (auch wenn ich sie natürlich nicht darauf reduzier) und bin sehr angetan von den Igerln. Grad im Nano, wo's sommers über recht warm wird und wo deshalb die Aufwuchsalgen jedes Jahr bis spät in den Herbst hinein dominieren, haben die Mespilias ganze Arbeit geleistet und sich den Magen vollgeschlagen.

    Nebenbei geb ich ihnen gelegentlich Futzerln von Norialgen, die sie deutlich sichtbar zur Mundöffnung befördern und aufessen. Besonders gut ist die Nahrungsaufnahme zu beobachten, wenn sich das Tier an der Scheibe befindet.

    Zumindest bei meinen Seeigeln haben sich die Befürchtungen, dass sie keine Ersatznahrung annehmen, nicht erfüllt.

    Darüber freut sich
    Linda

    Wichtig ist keine Gelbstoffe im Wasser, Gorgonien können sonst das Futter nicht "riechen". Kohle oder Ozon verwenden.


    Hallo Beate,

    das erscheint auch mir als der wesentliche Punkt.

    Die Wasserwerte an sich, v.a. Phosphat, dürften eine geringere Rolle spielen, in meinem Azoobecken hab ich recht konstant 0,6 mg PO4/l.

    Meine lila Menella hab ich Mitte Mai vorigen Jahres bekommen von einer Bekannten, die sich dir Fütterung nicht antun wollte, und sie selber hatte das Tier ein paar Wochen vorher in recht ramponiertem Zustand bekommen.

    Mitunter dauert es Wochen, bis eine solche Gorgonie aufmacht und mit der Nahrungsaufnahme beginnt. Solange keine Gewebeschäden erkennbar sind und die Umweltfaktoren halbwegs im Rahmen (nicht zu helle Beleuchtung, gleichmäßige Strömung, und eben keine Gelbstoffe im Wasser) wird sich deine Menella schon öffnen. Ich würd sie nicht mit zuvielen Maßnahmen sekkieren. So wie ich das erfahren hab mögen azooxanthellate Gorgonien möglichst konstante Verhältnisse.

    Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich im Azoobecken eine Invasion vermutlich Schleimfäden bildender Bakterien und hab die (am stärksten befallene) Menella mit Süßwasser gespült. Das hat sie mir arg übel genommen und war ein paar Wochen lang beleidigt. Mit der Zeit aber hat sie sich erholt und schaut heute wieder prima aus.

    Zum Futter: Ich verwende zwar auch Staubfutter (FM Ultra Seafan und Ultra Clam sowie Phytoplan), misch es aber mit Frostfutter (Hummer- und Austerneier sowie Cyclop Eeze). Letzteres geb ich mitunter auch allein, und in jedem Fall nimmt die Menella kleinere Partikel sichtbar auf. Also auch da, glaub ich, ist allzu große Sorge nicht angebracht.

    Für wesentlich halt ich, wie Harald eingangs zitiert, dass keine Gelbstoffe im Wasser sind. Dafür hab ich im Azoobecken (112 Liter) einen Sander Certizon C25, eingestellt auf minimale Leistung.

    Liebe Grüße
    Linda

    Gespannt auf Antwort


    Hallo Claude,

    ich hoff, das du das lesen wirst ...

    Du hast mir im August 2011 per Mail geschrieben, dass du 'Ende nächster Woche' was für mich hättest. Auf meine weitere Nachricht in der drauffolgenden Woche hab ich dann keine Antwort mehr bekommen, genausowenig auf eine nochmalige Anfrage einige Zeit danach.

    Mein Azoo-Gorgonienbecken steht seit bald 2 Jahren, und deshalb hab ich heute neuerlich angefragt wegen einer Muricella plectana. Jetzt hab ich postwendend die Antwort von Fauna Marin bekommen, dass diese Gorgonie derzeit nicht lagernd ist und man auch nicht wisse, wann eine zu haben sein wird, weil das von den Lieferanten abhängt. (Anmerken möcht ich, dass die Mail sehr nett formuliert war.)

    Gut, aber dafür hätt ich auch den Zoohändler um's Eck fragen können. Meine Erwartung ist schlicht, dass jemand, der selbst eine Fangstation in Fernost unterhält und auch gelegentlich vor Ort ist, etwas konkreter antwortet und vor allem den Eindruck von Interesse erweckt.

    Großkundin bin ich halt keine und werd's nie werden. Aber es gibt so etwas wie guten Kundenservice, der gegebenenfalls lobend erwähnt wird im Bekanntenkreis. Bis jetzt hatte ich - was diese Sache angeht - keinen Grund dazu.

    Darauf, dass sich das in Kürze ändert, hofft
    Linda

    Hallo Linda,


    Also als kleinen Seeigel würde ich meinen nicht mehr bezeichnen. Der hat auch schon den Tennisball überholt, der kleine Dickmann.

    Falls du Gurke daheim hast, dann probier das mal aus mit dem "von unten füttern". Klingt komisch, ist aber so... von oben oder der Seite, nimmt meiner das Zeug auch nicht immer an. Er grabscht erst kurz danach und es wandert bissl hin und her, er lässt es dann aber wieder los. Gestern hat er das auch mit der Gurke veranstaltet. Ich habe sie dann unter ihm losgelassen, die hat ja auch schönen Auftrieb.... und hoppla, plötzlich klappts.


    Hallo Karin,

    das ist es ja: Du hast den allem Anschein nach pflegeleichteren Tripneustes gratilla, der halt auch ein bissl größer wird als Mespilia globulus. Trotzdem werd ich's auch bei meinen Kugeligeln mit Gurke versuchen, wenn die Algen mal alle sind.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Karin,

    weil ich eine möglichst klein bleibende Seeigelart mit gutem Benehmen haben wollte, entschied ich mich für Mespilia globulus. Tripneustes gratilla wär vielleicht die bessere Wahl gewesen - nur ein paar Zentimeter größer und auch nicht gar so ein Rabauke, aber beim Essen weniger wählerisch.

    Seeigel-AhAh :smiling_face: wird das Wasser nicht mehr belasten als die Ausscheidungen von Schnecken und Einsiedler, gemessen an der Menge der vertilgten Grünware. Ich find die Ausscheidungen der Pflanzenesser prima für das Funktionieren der Beckenbiologie. Was zuviel ist wird sich ja sowieso irgendwo anhäufen, und man kann es dort absaugen.

    Das wär, denk ich an die zukünftige Versorgung meiner Kugeligel, das kleinste Problem :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Ist Seegras schwierig zu etablieren?


    Hallo Corinna,

    das hast aber lieb gefragt :smiling_face:

    Wenn's gut geht: Nein. Meist geht's aber net gut, zumindest nicht auf Dauer. Man merkt's nur nicht gleich, weil's nur langsam stirbt.

    Seegräser haben durchaus unterschiedliche Ansprüche, aber nach meiner leidvollen Erfahrung ist in jedem Fall ein sehr feines Bodensubstrat wichtig, und das in einer Höhe von mindestens 4 cm. Bereits länger existierende Aquarien dieser Ausstattung halt ich für geeignet etwa für Thalassia hemprichii. Das Gras, das die Mespilias zum Essen gern haben, hab ich als Syringodium isoetifolium gekauft, vermutlich ist es aber Halodule pinifolia. Das scheint ähnliche Ansprüche an das Substrat zu haben wie die Thalassia. Das Problem ist, dass auch Einsiedlerkrebsen das Graserl schmeckt, besser scheinbar als Algen.

    Ganz OT ist das aber ehe nicht, denn Seegras ist, wenn man's mal bekommt, nicht teuer. Als Ersatzfutter für Mespilia globulus scheint es allemal zu taugen, und vielleicht nehmen sie auch das getrocknete Gras aus der Nordsee. Muss mal schauen, wo ich das herkrieg.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Reinhard und Bettina,

    mit Norialgen werd ich's trotzdem versuchen, wenn der Algenvorrat in einem Aquarium aufgegessen ist. Dass meine Igeln verhungern hoff ich ja doch nicht, hab ich doch 8 Aquarien, die alle gut mit Algenaufwuchs ausgestattet sind, und vor allem die Kalkrotalgen regenerieren sehr schnell.

    Ein bissl ärgerlich find ich ja, dass ich unter 'Algen' auch Höhere solche versteh und gehofft hab, dass die Mespilias auch Caulerpas mögen. Das tun sie leider nicht (bloß mein Seegras haben sie zum Teil gegessen und den Rest als Camouflage verwendet :(), aber die 2, die zur Zeit im 12 Liter-Nano wohnen weiden die Aufwuchsalgen an der Deko und den Filterrohren sehr gründlich ab.

    Dass sie Seegras essen gibt halt Anlass zur Hoffnung, dass ihnen auch anderes Blattwerk schmeckt. Da werd ich noch ein bissl herumprobieren.

    Und wie gesagt: Das Umsetzen scheint ihnen überhaupt nichts auszumachen.

    Liebe Grüße
    Linda

    (Reinhard: Denn Tipp mit den Brennnesseln hab ich von Harold. Der weiß, wie man die Dinger angreift ohne dass es brennt :))

    Hallo ihr,

    der Threaderöffner hat hoffentlich nix dagegen, wenn ich mich da gleich anhäng.

    Ich hab aus demselben Grund (geringe Endgröße und gesittetes Verhalten :)) seit ein paar Wochen 3 kleine Mespilia globulus in verschiedenen Aquarien. Sie essen Algenaufwuchs und Kalkrotalgen, davon gibt's vorerst mal genug. Das Umsetzen von einem Becken ins andere hat sich auch als problemlos erwiesen.

    Trotzdem möcht ich mich beizeiten über Alternativnahrung informieren. Im MW-Lexikon steht, dass sie Gurkenscheiben mögen. Die häng ich ungern ins Aquarium. Isst M. globulus auch Norialgen, oder meinetwegen Brennessel- bzw. Löwenzahnblätter? Die sind mir sympathischer als Gurken - rein gefühlsmäßig :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Karin,

    zugegeben: Mein Zooplanktonwasser ist Wechselwasser aus den Aquarien, lediglich abgezogen unter Verwendung eines Schaumstoffaufsatzes :smiling_face:

    Ja, und die Arthrospira zücht ich seit ein paar Jahren und bin begeistert. Die Spiralen scheinen einen wirklich guten Nährwert zu besitzen, und die Standdauer der Kulturen ist weit jenseits der sonstigen Phytoplanktonkulturen.

    Mühsam war die Beschaffung eines Ansatzes und die Erarbeitung des Rezepts für das Kulturmedium (ist ja Sodawasser :))

    Das Zooplankton ist scheinbar ähnlich begeistert wie ich.

    Liebe Grüße
    Linda

    Dann schau dir auch mal die Dichte an, die in den gekauften Beuteln herrscht. Oft schwimmen die nämlich in Brackwasser! Wenn du jetzt "normales" Meerwasser nimmst und die da reinkippst.... kann das gutgehen, muß aber nicht. Also runter mit der Dichte und nach und nach (mehrere Tage) rauf auf die gewünschte. Bei gekauften "speziellen" Ansatzkulturen sieht das anders aus, da passt die Diche. Die Beutel sind aber eigentlich nur zum direkten verfüttern und sollen sowohl für Süß- als auch Meerwasser geeignet sein, daher dieser Mittelweg mit Brackwasser.


    Hi Karin,

    das ist ein guter Hinweis, daran hatte ich nicht gedacht.

    In vorbereitetes Altwasser gleicher Dichte (meist 1.010) geleert sind die calanoiden Copepoden aus den Portionsbeuteln sehr gut haltbar. Vorausgesetzt, es sind noch nicht allzu viele Leichen in den Sackerln gewesen.

    Ich kultiviere sie in 20 Liter-Plastikboxen und füttere sie mit lebendem Phytoplankton (Arthrospira, Nannochloropsis). Belüftet werden die Boxen nicht, 1 bis 2x umrühren am Tag genügt. Die Anpassung an 'normale' MW-Dichte nehm ich im Lauf von 2-3 Tagen vor.

    Dass sie auch in Aqua dest.-Kanistern halten hätt ich nicht gedacht :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Bettina,

    Copepoden und Flasche vertragen sich nicht, calanoide Cops aus den Portionsbeuteln schon gar nicht. Die brauchen Sauerstoff, deshalb ist eine große Oberfläche wichtig, damit der Gasaustausch ausreichend funktioniert.

    Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung ist auch schlecht. Das Phytoplankton mag das eine Zeit aushalten, Artemien schon deutlich weniger, und Copepoden überhaupt nicht. Bei den Temperaturen der letzten Tage wird die Wassertemperatur auf über 40° angestiegen sein, das ist auch für Artemianauplien zuviel - solang die nicht in einem flachen Gefäß mit großer Oberfläche kultiviert werden.

    Zum Thema Copepodenkultur gibt's zahlreiche Veröffentlichungen im Netz, schau mal nach bei der IfMN.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Sven,

    dass es um die Quarantäne von Neuzugängen geht war für mich aus den vorhergegangenen Posts nicht erkennbar.

    Aber gut. Für mich bedeutet Quarantäne die Separierung der betreffenden Tiere und Pflanzen zur genauen Beobachtung, ob eine Behandlung überhaupt nötig ist. Wenn ja, wähle ich eine möglichst schonende Methode und wende die - wie Joe geschrieben hat - mit Rücksichtnahme auf den Reproduktionszyklus des/der Parasiten allenfalls öfter an oder halt eine andere nach demselben Prinzip.

    Wahrscheinlich bin ich überempfindlich gegenüber Begriffen wie "Schädling", "Tötung" und ähnlichen in der Aquaristik. Die mögen zwar im 'normalen' Sprachgebrauch durchaus üblich sein, erinnern mich aber an ein Weltbild, das mir von Grund auf zuwider ist.

    Gruß
    Linda

    Hi ihr,

    in meinem Azoobecken verwend ich seit einem Jahr einen Thermostat von Conrad. Vom Aussehen her entspricht er ziemlich genau dem Gerät aus dem link zu Amazon, kostet allerdings um einen Spott mehr als dort.

    Hinweise auf eine mangelnde Salzwasserbeständigkeit des Fühlers hab ich schon oft gelesen, kann sie nach diesem einen Jahr aber nicht bestätigen. Der Thermostat funktioniert einwandfrei und schaltet analog der Anzeige in Zehntelgrad, auch ohne Schutzmaßnahme für den Fühler (eben weil ich mir denk, dass das die Meßgenauigkeit behindert).

    Ich betreib damit mit einen DIY-Kühler aus Mini-PC-Lüftern, der die Wassertemperatur in dem Hundertliterbecken in normalen Zeiten zwischen 26 und 26,5°C hält, und das nicht einmal bei voller Leistung. Selbst bei längeren Hitzeperiden wie im heurigen Juni mit Außentemperaturen um 37° (da komm ich in meinem Zimmerdschungel auch auf 33° Lufttemperatur) ist das Wasser im Gorgonienbecken grad mal etwas über 28° warm geworden (da halt mit 100% Kühlerleistung und entsprechender Geräuschkulisse).

    Von Anderen im Österreichischen Riffaquaristikforum hab ich gehört, dass sie mit dem gleichen Thermostat und ohne Schutzmaßnahme für den Fühler dieselben Erfahrungen gemacht haben, sprich: klaglose Funktion über mehrere Jahre.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Hans-Werner,

    den UVC-Klärer hab ich ursprünglich gekauft, um die von mir als gefährlich eingeschätzten Dinoflagellaten im GGvJ-Aufzuchtbecken anzubringen. Das hat hervorragend geklappt, deshalb hab ich die Anlage dort nach einem Tag wieder außer Betrieb genommen.

    Dieser Thread hier hat mich auf die Idee gebracht, den Klärer gezielt zur Förderung der Copepodenzuchten einzusetzen. Wobei es einen Unterschied macht, ob es sich um calanoide Cops oder um substratgebundene handelt. Bei ersteren ist mir die Trübung, die das Bacto Balance erzeugt, durchaus willkommen, bei den Tisben weniger. Da werde ich auf den Klärer zurückgreifen.

    Das hab ich bis jetzt noch nicht gemacht, aber dann selbstverständlich berichten, wie sich die Maßnahme auf die Produktivität und die Stabilität der Zuchten auswirkt.

    Liebe Grüße
    Linda

    das Grünwasser wurde bei mir von Nannochloropsis und einer größeren Art, ich denke Isochrysis "T.iso", verursacht. So richtig vermehrt haben sich die Copepoden nicht bevor ich die Planktonblüte mit UV wegklären musste, es wurden aber ein paar mehr. Bis jetzt werden die Copepoden eher noch mehr, seitdem ich den UV-Klärer dran habe. Ich habe es mehrfach mikroskopisch überprüft, in der Planktonblüte befanden sich fast keine toxischen Dinoflagellaten sondern überwiegend eben Nannochloropsis, Isochrysis und ich glaube Tetraselmis, daneben ein paar ungiftige Dinoflagellaten und relativ viele Diatomeen.


    Hallo Hans-Werner,

    es ist in diesem Thread ein bissl off topic, aber Marco wird's mir bestimmt nachsehen, und ein separates Topic wollt ich deswegen nicht eröffnen:

    Der zitierte Absatz hat mich bewogen, heute eine Flasche Bacto Balance für meine Zooplanktonkulturen zu kaufen. Insofern passt's ja doch auch ein bissl zu dem Thema :smiling_face:

    Ich bin gespannt, ob sich die bislang mitunter recht instabilen Kulturen ein wenig länger am produktiven Leben halten lassen.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Einen UV-Klärer hab ich natürlich auch angeschafft. Tisbe u.a. harpaticoide Copepoden essen nach meiner Beobachtung ohnehin am Liebsten abgestorbene Algen. Das passt alles zusammen.

    Hallo Thomas,

    die Fixierung auf 'die Wasserwerte' seh ich nicht als den richtigen Ansatz. Dass irgendwelche Stoffe (etwa Antibiotika) im Ausgangswasser sind ist auszuschließen, selbst (oder gerade) wenn du Leitungswasser verwendest. Die meisten MW-Aquarianer setzen ihr Seewasser aber ohnehin mit Osmosewasser an und irgendeinem handelsüblichen Salz.

    Da MUSS - vorausgesetzt, das Becken besitzt eine Grundausstattung an Bakterien und Detritivoren - die Biologie in die Gänge kommen. Natürlich kann's sein, dass eingebrachtes 'Lebendgestein' mehr tote Organismen beherbergt als lebende. Oder (so wie's mir jetzt passiert ist) das Aquarium wird aus einem bestimmten Grund mit 'desinfizierten' Höheren Algen eingerichtet, und die sind von der Behandlung stark geschädigt. Dann dauert's halt länger und erfordert mitunter die manuelle Entfernung von sichtbar abgestorbenem organischen Material, wenn das im Übermaß anfällt.

    Aber das was du beschreibst, nämlich dass grad nur bei dir die Einfahrphase nie zu Ende kommt, kann nach meinem Dafürhalten nicht mit dem Wasser an sich zu tun haben.

    Ich helf in solchen Fällen mit Bakterienpräparaten nach und erhöh ggf. die Wasserwechselfrequenz und -menge.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Änderungen am Setup halt ich für kontraproduktiv, auch wenn sie erst nach 4 Tagen :winking_face: durchgeführt werden.

    Hallo Dietmar,

    ja, das Ethanol ist eine feine Sache. Der Liter 98%iger Äthylalkohol kostet bei uns im Drogeriefachhandel 24 Euro - das ist umgerechnet auf den Alk-Gehalt von durchschnittlichem Wodka im Supermarkt dasselbe. Bei 0,25 ml/d komm ich damit fast 11 Jahre aus :smiling_face:

    Dafür verwend ich ihn verdünnt auf 75% auch als Desinfektionsmittel und nötigenfalls zum Einlegen von Obst.

    Ist g'scheiter als Methanol.

    Und Phosphat hab ich damit auch auf ein verträgliches Maß reduziert. Die oft angeführten Risken (z.B. O2-Mangel) sind in meinem Aquarium nicht aufgetreten, und wie eingangs gesagt: Die Dosierung halt ich für einfacher als die Kohlenstoffzufuhr mittels Pellets.

    Liebe Grüße
    Linda

    Bevor Didi mitsamt seinem Dealer ins Gefängnis kommt (schließlich liest die NSA bestimmt im MW-Forum mit, und da hilft es nix, wenn er jetzt sagt, er verwendet's eh net) ...

    Bei uns in Österreich bekomm ich Methanol im Drogeriefachhandel, allerdings mit Giftschein.

    Wo steht eigentlich, dass Methanol in Deutschland nicht verkauft werden darf? Im BtMG hab ich nix gefunden, aber um die Betäubung geht's da offenbar gar nicht.

    Es ist schon seltsam, welche Blüten die Bürokratie heutzutage treibt. Ein Gefahrenhinweis sollte eigentlich genügen, um einen mündigen Bürger selber entscheiden lassen zu können, ob er das Risiko eingeht oder nicht.

    lg
    Linda

    Hallo Torsten,

    ich muss nachsehen, wo ich den Hinweis gefunden hab ...

    Für diesen aquaristischen Zweck soll auch Methylalkohol geeignet sein. Ich denk, dass ein mündiger Aquarianer sich der Risken des Methanols bewusst ist.

    lg
    Linda

    Hallo Dietmar,

    in meinem Azoo-System verwend ich seit eineinhalb Jahren Ethanol und bin mit dem Alkohol recht glücklich :smiling_face:

    Diese Art der Kohlenstoffzufuhr lässt sich sehr einfach dosieren. Mit Zellstoff etwa hat's nicht so gut geklappt. Ich hatte allerdings einen insgesamt recht hohen Nährstoffgehalt im Becken, also auch Phosphat, hab als Inspiration die Seite von Reef Dreams verwendet und den Alkoholgehalt von Wodka halt auf 'mein' Ethanol umgerechnet.

    Ob Ethanol oder Methanol scheint in dem Zusammenhang wurst zu sein.

    Wenn du nur ein NO3-'Problem' hast, dann würd ich an deiner Stelle auf Grünzeug setzen. Das sollt mit dem CO2, das im Weg des Gasaustauschs ins Aquarium kommt, das Auslangen finden.

    Falls dir hier trotzdem zum Alkohol geraten wird, würd mich auch gleich interessieren, warum die Nährstoffwerte mit der Zeit auch bei Reduktion der Dosis tendenziell niedriger werden. Vielleicht kann's mir hier wer erklären.

    Liebe Grüße
    Linda

    PS: Falls es an der Stelle von Interesse ist: Ich hab meine Statistik auf Google Drive hochgeladen: https://docs.google.com/file/d/0BzEMtK…dit?usp=sharing
    NB: Bitte den Menüpunkt <Datei herunterladen> verwenden.

    Zitat

    Original von Anfänger2Boah! So viele Ponies fütterst du durch!


    Hallo Frank,

    'Boah' ist liab. Das denk ich mir auch immer, wenn ich die Rechnung für die Cops krieg =) 2x pro Monat über 30 Euro ist kein Klacks für mich.

    Aber dafür hab ich heuer auch im Winter Copepoden gehabt, und das hat sich sehr positiv auf die Vermehrungsfreude der Ponies ausgewirkt.

    Allerdings verfütter ich ja nicht nur Copepoden, sondern natürlich auch angereicherte Artemianauplien und im Sommer Moina salina aus der Freilandzucht. Ansonsten wär das Hobby purer Luxus.

    Zitat

    Gestern habe ich erfolgreiche Geschlechtsbestimmung durchgefürt. Ich habe zwei Jungböcke!

    Bei mir geht es somit hoffentlich auch bald wieder los mit Nachwuchs.

    Da ich reine Copepodenfütterung betreibe, ist bei mir leider ein maximaler Bestand von ca. 10 Tieren nur möglich, d.h. fast alle Neonate werden ich (wieder) abgeben.

    Fein! Dann ist das Geschlechterverhältnis bei deinen Pferdchen ja auch wieder günstiger. Da hoff ich mit dir, dass sich bald Nachwuchs (nicht nur bei dir, sondern auch bei deinen Seegrasponies ;)) einstellt.

    Nach wie vor beneid ich dich ja um die Möglichkeit, Tiere an qualifizierte Halter in deiner Nähe abzugeben. Das spielt's bei mir leider nicht, aber aus Salzburg hab ich jetzt eine interessante Adresse. Das ist schon was.

    Mehr als 20 Tiere möcht ich an sich auch nicht auf Dauer (eben wegen der Futterproblematik), aber viel weniger zu haben (und da vielleicht ein gravierendes Mißverhältnis zwischen Stuten und Hengste) ist auch nicht das Wahre.

    Schauen wir also, dass sich möglichst viele Leute finden, die sich für die Seezwergerln interessieren und auch in der Lage sind, sie gut zu betreuen.

    Das wünscht sich zumindest die
    Linda :wink

    Hallo Reinhard und Frank,

    danke für euer Mitgefühl :smiling_face:

    Zu den Hydroiden: Der Doku zweiter Teil folgt im Anhang, das Foto ist von grad eben. Gestern hat der Seestern noch die Polypen rechts der Schneise aufgegessen, heute in der Früh war er nicht zu sehen, aber als ich vom Büro nach Haus gekommen bin, hat er sich an den Polypen links der Schneise gütlich getan.

    Ich freu mich, dass es mir endlich einmal gelungen ist, das so schön auf die Speicherplatte zu bannen.

    Ja, und was die Ponies betrifft: In der neuen Pferdekoppel hatte ich jetzt viele Wochen lang eine rechte Entgleisung der Biologie zu verzeichnen gehabt, hauptsächlich wegen des missglückten Versuchs, das Becken möglichst ohne unerwünschte Bewohner zu starten. Die Pferdchen und die anderen tierischen Bewohner haben unter der folgenden Cyano- und Dinoflagellateninvasion nicht gelitten, aber ein paar von ihnen haben noch heute Cyanohauberln auf.

    Seit ein paar Tagen endlich erfängt sich das Aquarium sichtbar, das Wasser wird langsam klar, und die Caulerpa wächst schneller als die geschwächten Triebe absterben. Sogar einige Triebe Seegras haben überlebt *freu*. Demnächst (sobald's wieder halbwegs ansehnlich ist) werd ich ein paar Fotos posten.

    Die eigentliche Überraschung ist die 12 Liter-Plastikbox im Unterschrank des Schlammspringerbeckens: Dort hat sich der Ponybestand auf kürzlich gezählte 25 Stück erhöht, und vorgestern gab's neuerlich einen Wurf.

    Jetzt bin ich natürlich froh, dass ich einen Teil der dort wohnenden Tiere in Kürze in die neue Pferdekoppel übersiedeln kann. Die hohe Individuendichte ist eine Gratwanderung.

    À propos, Frank: Gestern hab ich wieder mal ins Seepferdchennetz reingeschaut. Auch dort scheinen sich ja was die Seegrasponies angeht die Erfolge zu häufen =)

    Find ich prima, hoffentlich hält die Begeisterung an!

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi ihr,

    noch einmal das Thema Asterina vs. Cladonema-Hydroidpolypen. In der neuen Pferdchenkoppel hab ich, nachdem sich die Desinfektion der Caulerpa mit KMnO4 als zu lang und deshalb letal für die Algen herausgestellt hatte, weitere Algen aus einem an sich als hydroidenarm eingeschätzten Becken übersiedelt.

    Hydroidenarm und nicht hydroidenfrei: Lang hat's nicht lang gedauert bis die ersten Kolonien im Ponybecken sichtbar wurden.

    Ich hab draufhin die Asterina-Population erhöht, und heute konnte ich ein für die Dokumentation recht brauchbares Foto knipsen: Ein Gänsefüßchen ist zufällig auf eine Kolonie auf einem PVC-Rohr (da kann man die Polypen gut erkennen) gestoßen und hat eine Schneise durch das Stolonengeflecht gezogen.

    Ähnliches hab ich übrigens heute bei einer kleinen (ca. 3mm Gehäusedurchmesser) Schneckenart mit kegelförmigen Gehäuse beobachtet, die ebenfalls vom Stolonengeflecht genascht hat.

    Es gibt also durchaus mehrere Prädatoren für die (im Zwergseepferdchenbecken wohl unvermeidlichen Hydroiden), die den Ponies nicht gefährlich werden.

    Übrigens: Mein Ponybestand hat sich erfreulicherweise auf mittlererweile mehr als 30 Tiere erhöht, 10 davon werd ich ab voraussichtlich Ende Juli abgeben.

    Dass es nach langer Durststrecke wieder aufwärts geht - darüber freut sich
    Linda

    Hallo Torsten,

    danke für das Foto. Die Wunde sieht wirklich grauslich aus.

    Es ist übrigens die graue Asterina, die bei mir auch an Zoanthus und Röhrenkorallen geht.

    In den Pferdchenbecken hab ich nur die andere, beige Art mit dem orange-braunen Muster. Von der kann ich nix Negatives berichten. Groß sind beide Arten nicht. Möglicherweise können adulte Asterinas nachts schlafende Neonate von Seegrasponies anfallen und als Ganzes vertilgen. Da fällt das natürlich nicht auf, vor allem, wenn man wegen des Algengestrüpps keine Standeskontrolle durchführen kann.

    Ich glaub zwar nicht dran (Finger über's Kreuz :face_with_rolling_eyes: ), werd aber jetzt mehr Augenmerk drauf legen. Allein schon, um die Haltungstipps auf placetogo.to zu vervollständigen.

    Alles in allem muss ich trotzdem sagen, dass mir ein paar Ausfälle an Fohlen weniger weh tun als eine Invasion von Hydroiden, die allen Pferdchen das Futter wegfressen.

    Es ist tatsächlich so, dass die Vermehrungsfreude zugenommen und der Allgemeinzustand der Ponies sich verbessert hat seit ich auch winters über ausreichend Copepoden zur Verfügung hab und - dank der Asterinas - keine Probleme mehr mit Hydroiden.

    Liebe Grüße
    Linda

    Hi Frank,

    wegen ein paar Medusen wie du schreibst 'das Becken platt zu machen' halt ich auch für nicht sinnvoll. Die geschlechtliche Vermehrung produziert zwar deutlich mehr Nachwuchs als die Sprossung der Polypen, aber erstens ist die Ausbildung der Medusen vermutlich auch temperaturabhängig, zweitens sind Copepoden keine so leichte Beute wie die doch recht ziellos umherirrenden Artemien, und drittens ist eine Gruppe Asterinas schon in der Lage, die Stolonengeflechte zu limitieren.

    Dass du die Polypen nicht siehst wundert mich nicht :smiling_face: Sie sind bloß ein paar Millimeter lang und transparent. Am Besten erkennt man sie, wenn die netzartigen Geflechtstrukturen an den Scheiben sichtbar werden, oder eben, wenn sich eine Gruppe auf einem Stück Alge angesiedelt hat. Da ich Artemienauplien verfüttere, erkenn ich's auch an den in den Fangarmen der Polypen zappelnden Krebslarven.

    Aber wie gesagt: Die Hydroiden haben ihren Schrecken für mich verloren, seit ich die Gänsefüßchen als Polypenvertilger ausgemacht habe.

    Ich drück dir die Daumen, dass es auch bei dir wirklich so läuft wie ich geschrieben hab.

    Liebe Grüße
    Linda

    Zitat

    Original von Anfänger2
    Kennt ihr Fenbendzol 1 - 2mg/l soll toxisch auf Hydroidpolypen sein! Ungefährlich für Seepferde. Nach einer Woche soll Wirkung eintreten!

    Habt ihr dies mal ausprobiert? Steht so auf Seite 27 rum .
    Gruß
    Frank


    Hallo Frank,

    Fenbendazol verwend ich nicht. Als Mittel gegen Saugwürmer während der Quarantäne hab ich seinerzeit Gyrodol (enthält den Wirkstoff Praziquantel) gekauft, aber dann nicht einmal das eingesetzt, sondern das auf pflanzlicher Basis wirkende Carely von Preis. Ob das auch gegen Hydroiden hilft kann ich nicht sagen.

    Aber wie erwähnt ist mein Rezept gegen die festsitzenden Polypen die Asterina. Da gibt es eine graue Art, die auch an Korallen geht, und eine mit orange-brauner Zeichnung, die das nach meiner Erfahrung nicht tut. Die Stolonengeflechte weiden beide ab. Sobald sich bei höheren Temperaturen Geschlechtstiere abschnüren, felfen die Gänsefüßchen natürlich nicht, aber dann saug ich die Medusen halt ab.

    Hydroiden vermehren sich vor allem bei großzügiger Fütterung mit Artemianauplien stark, und sie siedeln bevorzugt auf abgestorbenen Algen und auf dem Boden in der Nähe von frischem Detritus. Da lassen sie sich auch manuell recht gut entfernen.

    Weil ich die Erfahrung gemacht hab, dass es unmöglich ist, ein Zwergseepferdchenbecken ohne Einsatz von Gift (und das ist für mich ein Credo) komplett hydroidenfrei zu halten, hab ich mich damit abgefunden und seh das jetzt recht entspannt. Eine Massenvermehrung der Hydroiden wie in der Anfangsphase hatte ich schon lang nimmer.

    Weil du das Thema ansprichst: Hast du derzeit ein Problem mit Hydroiden?

    Liebe Grüße
    Linda

    Ja, Frank, das glaub ich schon. Aber Nassarius graben auch. Die leben sogar mehr im Substrat als heraußen. An die Oberfläche kommen sie, sobald sie Essen riechen. Dann aber sind sie schneller da als die Einsiedler :smiling_face:

    Karin: Gut genährte Cerithium können sich schon selber umdrehen, sogar die behäbigen C. caeruleum. Mitunter brauchen sie halt lang dafür. Ich dreh keine mehr um :smiling_face:

    Für den Einsatz in der Cleaning Crew halt ich sie als nicht besonders geeignet, mal abgesehen davon, dass sie auch Cyanos zu essen scheinen (was die 'Algenschnecken' weniger gern tun) und eben das Substrat auflockern.

    Aber das tun Borstenwürmer und vor allem Nassarius auch, nach meiner Beobachtung mit deutlich mehr Einsatzbereitschaft =)

    Liebe Grüße
    Linda

    Hallo Frank, guten Morgen!

    Ja, Schnecken gehören unbedingt in ein Zwergseepferdchenbecken. Ich hab sogar in den Aufzuchtboxen welche, halt 'bloß' Columbellas, weil die keinen Bodengrund brauchen. In den naturnahen Pferdchenaquarien schnecken Columbella sp., Nassarius vibex, Cerithium (2 Arten), Nerita sp. sowie ein paar kleinere Algen essende Arten herum. Als Cleaning Crew sind die alle wertvoll.

    Liebe Grüße
    Linda