Klärung des Seewassers mit Ani...
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hallo Pierre,
gleich vorab: ich weiß es nicht!
... möchte aber meine Zweifel anmelden:Ani scheint ein Anionentauscher zu sein: er tauscht ein bestimmtes Anion gegen ein anderes aus. Zu den Anionen gehört u.a. Chlorid, Sulfat, Bromid, also wichtige Bestandteile des Meerwassers. Ebenfalls Anionen sind Nitrat und Phosphat und das sind die, um welche es bei ANI wohl geht. Zusätzlich gibt es noch einen Haufen an Spurenelementen, die in anionischer Form auftreten. Nun muss das Austauscherharz so beschaffen sein, daß es nur NO3 und PO4 festhält und alle anderen Anionen passieren lässt, sonst käme die Chemie des Wassers völlig durcheinander. Solch ein selektives Harz ist mir nicht bekannt.
Wahrscheinlich wird dir Waldemar Effertz hier aber wesentlich besser Auskunft geben können, er ist der angesagte Spezialist für Ionentauscherharze.
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Hallo Pierre!
Ich habe mir ´mal die ebay-Seite angesehen. Zuvor dacht ich, es ginge vielleicht um die Zubereitung von entmineralisiertem Wasser (anstatt einer UO-Anlage). Nein, der Verkäufer gibt ja an, mit dem ANI-Ionentauscher kolloidale Eiweiße aus dem laufenden Meerwasseraquarium herausholen zu können!

Also das erscheint mir reichlich dubios.
Möglicherweise ist eine Bindung von Eiweißen, die ja an ihrer Oberfläche durchaus negative Ladungen (C-terminale Enden von Polypeptiden und Eiweißen) haben, durch den Anionentauscher in einem gewissen Rahmen möglich, aber ob die Kapazität ausreicht, um damit quasi den Abschäumer zu ersetzen, wie es auf der ebay-Seite prophezeit wird, ist mehr als nur fraglich. Ich halte diese Aussage für unseriös (wo sind eigentlich passende Publikationen in Fachzeitschriften?).Passend erscheint mir da, was ich in einer kurzen Recherche über die Verkäuferin erfahren habe: Eine Frau Gabriele Brüning, die neben ihrem ebay-shop auch noch ein Zoogeschäft hat und ein Forum für Süßwasseraquaristik betreibt. Sie ist allerdings in verschiedenen Foren sehr unbeliebt, es gab wohl auch unschöne Vorfälle in ihrem Forum, wofür ihr die Schuld gegeben wird. Der wesentlichste Vorwurf ist, daß sie in ihrem Forum Hilfesuchenden Wunderdinge verspricht, die durch Produkte, die sie vertreibt, erreicht werden sollen.
Also das, was ich da bis eben gelesen habe, würde mich jetzt neben den oben bereits genannten Zweifeln klar am Erwerb irgendeines Produktes dieser Dame hindern.
Gruß,
Michael
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hallo michael,
ich werde wohl deinen rat befolgen und abstand vom kauf nehmen.
als neuling hört und liest man vieles und versucht auch dann die methoden praktikable umzusetzen.
manchmal weiss man aber gerade als neuling nicht, wen man vertrauen soll und was das richtige für einen persönlich ist.gestern zum beispiel habe ich mich lange mit einem herrn aus dem stuttgarter raum unterhalten, der seit über 40 jahren meeresaquaristik betreibt.die technik mit dem filterbecken wie sie fast jeder hier im forum hat hielt er für überflüssig. das wäre alles humbuk !
er würde nur reines lebendiges meeresgestein (kein riffgestein !) und einen etwa 1,60 m langen abschäumer empfehlen und das wars.und von solchen foren wie hier würde er sowieso abraten, weil es sowieso alles nur stammtischparolen wären und viele händler mitmischen würden, die auf diese weise noch ein paar euro dazu verdienen wollen...
ich habe versucht ihn vom gegenteil zu überzeugen: zwecklos.
aber ich denke wenn manche nicht im zeitlater des internets groß geworden sind, ist es schwer, sie vom gegenteil zu überzeugen...
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Hallo Pierre,
so ganz unrecht hat der alte Herr dann doch nicht.Die von ihm betriebene Methode "Berliner System" ist bei einem zurückhaltenden Fischbesatz sicher ausreichend, es gibt genügend gute Beispiele. Auch seinen kritischen Blick auf Internet-Foren kann ich gut verstehen, manch ein Händler sieht in ihnen eine willkommene Werbeplattform. Und daß 400 Forenuser nur einen sehr kleinen Teil aller Meerwasseraquarianer darstellen begünstigt auch, daß es in Foren immer wieder zu gewissen Trend bzw. Modeerscheinungen kommt, die im "realen" Leben kaum eine Rolle spielen. Wer erst kurz dabei ist, in einem Forum, kann sicher auch nicht unterscheiden, was an den Trends nur Glauben ist und was daran Tatsachen sind.
Man merkt es ja gerade am Wodka, in dem einen Forum verteufelt, im anderen noch nicht angekommen und in unserem - hoffentlich - vernünftig diskutiert.
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Zitat
Original von Thomas Chronz
Man merkt es ja gerade am Wodka, in dem einen Forum verteufelt, im anderen noch nicht angekommen und in unserem - hoffentlich - vernünftig diskutiert.
Hi Thomas,
na bislang doch überwiegend mit gutem EIsnatz oder? Das Rezept wird wohl im "Händchen" für die Dosierung liegen

Gute Nacht
PS: Das Buch fesselt echt
genau mein Ding! -
Hallo Thilo,
das hat weniger mit der Dosierung zu tun, als mit der biologischen Situation in den einzelnen Becken.
Wir sagen immer jedes Becken ist anders. Nur mit mit Wodka sollen sich alle gleich verhalten? Wohl eher nicht. Der "überwiegend gute Einsatz"
ist wohl auf die überwiegend gleiche Art und Weise der Beckenbetreibung zu folgern.Es gibt anscheinend eine erkennbare Tendenz, in welchen Becken es zu Problemen kommt. Auch Fische können davon betroffen sein. Dazu wird es aber noch Veröffentlichungen geben.
Generell gilt für den Anionentauscher wie auch für Kohlenstoffquellen das selbe. Man sollte sehr vorsichtig mit Massnahmen sein, die eine chemische oder biologische Veränderung hervorrufen.
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Hallo Frank,
na, nun bin ich aber gespannt!
Wo kommen denn dann die Veröffentlichungen zum erkennbareb Trend? Ist da irgend was geplant?MfG Marcus
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Hallo Marcus,
es wird da etwas bei Manuela und Robert erscheinen. Der Bericht ist nicht von mir, nur Anmerkungen.
Ich habe selber eine zeitlang überlegt etwas in der Richtung zu machen. Aber es passt thematisch nicht zu meiner Webseite und Korallenriff hat auch eine höhere Verbreitung.

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Hallo Frank,
Danke für die gute Ausführung.
ZitatAlles anzeigenOriginal von Frank D
Hallo Thilo,das hat weniger mit der Dosierung zu tun, als mit der biologischen Situation in den einzelnen Becken.
Hab ich anfänglich auch gedacht. Klingt eigentlich am logischsten.
Wir sagen immer jedes Becken ist anders. Nur mit mit Wodka sollen sich alle gleich verhalten? Wohl eher nicht. Der "überwiegend gute Einsatz"
ist wohl auf die überwiegend gleiche Art und Weise der Beckenbetreibung zu folgern.Der Meinung bin ich auch. Die überwiegende Zahl der Becken sind eher die Steinkorallenbecken. So macht es zumindest den Anschein.
Es gibt anscheinend eine erkennbare Tendenz, in welchen Becken es zu Problemen kommt. Auch Fische können davon betroffen sein. Dazu wird es aber noch Veröffentlichungen geben.
darauf freue ich mich
Gruß Thilo

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Zitat
Wahrscheinlich wird dir Waldemar Effertz hier aber wesentlich besser Auskunft geben können, er ist der angesagte Spezialist für Ionentauscherharze.
Sorry, war jetzt einige Tage nicht zu Hause. Das kommt leider häufig vor.
Es ist aber genau richtig. Mit Harzen sollte man nicht im Seewasser arbeiten. Das gilt natürlich nicht für die Wasseraufbereitung.
Z.B. ein Anionenharz entzieht dem Wasser wichtige Anionen, aber auch z.T. Kationen. Diese verblocken das Harz in kurzer Zeit und man kann es unter normalen Bedingungen nicht mehr regenerieren.
Das schlimmere ist aber das Ionengleichgewicht wird zerstört.
Ein selektives Harz für Nitrat gibt es. Es wird aber mit NaCl regeneriert und ist daher nur im Süsswasser einsetzbar, da aber mit Erfolg.
Phosphat kann man leicht ausfällen. Wurde damals von Hoechst entwickelt wegen der Waschmittelphosphate. Es kann jedoch sein das auch Spurenelemente mit ausgefällt werden. Wenn man es einsetzt würde ich Spuren nach der Behandlung nachdosieren. Gegen Nitrat würde ich einfach die Anaeroben mit Kohlenstoff füttern. -
Hallo Waldemar!
ZitatGegen Nitrat würde ich einfach die Anaeroben mit Kohlenstoff füttern.
Es ging bei dem ebay-Artikel ja gar nicht mal um Nitrat, sondern es wurde sogar behauptet, daß bereits die kolloidalen Eiweiße, aus denen sich dann Nitrit und Nitrat bildet, durch den ANI-Ionentauscher entfernt würden.Zitat aus der Beschreibung des ebay-Artikels:
"Ani beugt der Nitritbildung sicher vor, denn er entfernt geringste Mengen des in kolloidaler Form vorliegenden Eiweiß, bevor es weiter oxidieren kann."Ich halte das für Quatsch, zumindest daß Eiweiße in einer relevanten Menge gebunden werden. Vielleicht werden geringe Mengen gebunden. Abgesehen davon, daß - wie Du es ja erwähnt hast - es zu einer massiven Ionenverschiebung kommen würde.
Gruß,
Michael
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Hallo Michael,
Eiweißstoffe können nicht von Ionentauschern adsorbiert werden, ich kenne jedenfalls keinen.
Es gibt ein Fällungsmittel das in Schwimmbädern dazu eingesetzt wird.
Ich glaube aber im Auarium ist man mit einem Abschäumer besser bedient. -
Hallo
Ani sagt mir irgendetwas. Aber nichts gutes! Hm war sau teuer und nicht bekannt welches material das ist. Also es gibt Austauschsäuken auch für meerwasser, aber sie haben kaum Akzeptanz bei der Pflege von niederen Tieren.
Das Ausgleichen der Chloridionen dürfte für balling Erfahrene kein Problem darstellen, da immer die selbe Menge Chlorid dem Wasser zugesetzt wird und somit Anhaltspunkte vorhanden sind wieviel natriumhydrogencarbonat und Na Cl freies Meersalz man zusetzen müßte. Die steigende Dichte wäre auch kein Problem, denn wofür mißt man den Salzgehalt.Diese Technik habe ich im Süßwasser benutzt und sie klappt. Lewatit ist die Firma die da einen guten Ruf hat. Im Meerwasser würde ich die Art der "Filterung" nur bei reinen Fischanlagen in Betracht ziehen.
Mfg Michael hannig
Ps es müßte sich um Lewatit 600 handeln. Ich glaube das war das Meerwasser taugliche Anionenaustauschmittelchen.
Achte wenn du wirklich sowas willst auf die Qualität. Ein Vorteil der nicht zu unterschätzen ist der, das es Sorten gibt die sich nicht bei Sättigung verfärben. Da mußt du messen und das macht keinen Süaß auf Dauer. Hatte eine Säule (habe ich rumstehen/ ich glaube ich habe insgesamt 4 Stück) wo man das Mittelchen nicht sehen konnte(graues PVC). Wenn mir die Tiere zeigen das die Werte steigen gefällt mir das gar nicht.Ps beim Diskus findet man mehr zu der Methode
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Hallo Waldemar!
ZitatEiweißstoffe können nicht von Ionentauschern adsorbiert werden, ich kenne jedenfalls keinen.
Tja, sag das ´mal der Verkäuferin Gabriele Brüning. Sie verkauft genau mit dieser Aussage. Man kann allerdings schon am Design und den Formulierungen ihrer Artikelbeschreibungen erkennen, daß das alles nicht seriös ist.Gruß,
Michael
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Wenn man nur einen Kationen- oder Anionenaustauscher einzeln benutzt, kriegt man ein Problem mit dem pH-Wert denk ich. Mal abgesehen von der ominösen Eiweissfähigkeit. In der Regel liefern die Austauscher H+ oder OH- Ionen. Betreibt man nur einen der Beiden, wirds sauer oder alkalisch?! Spezialharze wie Enthärterharze machen das nicht. Würde ja gerne mal wissen, was da drin steckt?
Gruss
Andreas -
Lewatit 600
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Is eigentlich ein Nitrataustauscher der Chlorid-Ionen abgibt im Austausch.
Muss morgen mal in der Firma nachschauen.Ciao
Andreas -
Hallo Andreas,
Enthärterharz ist, du glaubst es kaum, ein Kationenaustauscher wie Lewatit S100. Es ist nur nicht mit HCl sondern mit NaCl beladen.
Diese werden in Hausanlagen eingesetzt und tauschen Mg u. Ca-Ionen gegen Na-Ionen.Das Nitratharz ist mit NaCl beladen und taucht Nitrat gegen Chlorid.
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Weis ich doch Waldemar
Hatte ich doch oben erwähnt, das Enthärterharze anderst arbeiten. Mal zur Info: Lewatit 600 ist ein stark basischer Ionenaustauscherharz auf Basis eines Styro-Divinyl-Coploymerates. Als funktionelle Gruppe wird ein quartäres Amin eingesetzt an dem die Chlorid-Ionen sitzen. Normale Kationenaustauscher sind natürlich mit H+-Ionen bestückt. Der S100 arbeitet mit einer Sulfonsäure die die Natriumionen abgibt. Uff, was ein Erguss 
Gruss
Andreas
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