50% Wasserwechsel Risiken ?

  • Hallo zusammen !

    Vor Ca einer Woche hatte ich unser 250 l Becken so gut wie geschrottet, als nach rumdrücken am angebohrten Ablauf (Rückseite des Beckens ca 10 cm unter Wasser) sich ein Riss im Glas bildete. Dieser Überzog die Gesamte Rückseite in einem Halbkreis der fast bis zur halben Höhe des Beckens reichte. Da ich einen Bruch und damit eine Überschwemmung befürchtete wurde direkt Wasser über einen Schlauch abgelassen
    (bis zum Riss).

    Bisher wurde das AQ mit Technikbecken und Rieselfilter betrieben.Im T-Becken wurde auch ein Abschäumer betrieben, der aber wohl falsch ausgelegt war.
    Dadurch und durch den starken Fischbesatz (und den damit verbunden Fütterungen) hatte ich ständig Probleme mit Phosphat und Nitrat.

    Seit dem Boom testete ich die Wodka Methode (7,5 ml pro Tag auf 250 l) und Nitrat liegt fast bei Null und Phosphat sinkt langsam.

    Durch den beinahe Crash, hat sich die Situation aber komplett geändert.

    Das Becken wurde gegen Baugleiches ersetzt (Diesmal ohne Bohrung und dadurch ohne Technikbecken und ohne Rieselfilter). Ein neuer Außenabschäumer wurde installiert, der jetzt funktioniert und dunkelbraune Brühe produziert.

    Leider mussten fast 40 Prozent des Wassers neu angemischt werden (Osmosewasser mit HW-Meersalzmischung). Easylife wurde doppelt dosiert ins Becken gegeben.

    Der Umzug fand am Sonntag statt, die Beckeneinrichtung besteht fast nur aus LS.

    Beleuchtet wird mit 4 X 39 W t5.

    Wodkadosierung wird beibehalten.

    Das Wasser wirkt immer noch leicht milchig (Dieser Easylife Nebel, noch ganz schwach)

    Alle Fische sind munter, Die Korallen (nur Weich und Leder) stehen gut.

    Mördermuschel ist geöffnet und Seestern und Garnelen verhalten sich normal.

    Wasserwerte habe ich mich noch nicht getraut zu messen, werden nachgeliefert.

    Wie hoch ist das Risiko das sich trotz 60% Altwasser und eingefahrenem LS (Riff musste natürlich neu aufgebaut werden) gefährliche Ammonium bzw Nitrit Spitzen bilden ?

    Was könnte man noch machen ? (ausser abzuwarten ?!)

    übrigens die Aktion dauerte am Sonntag von 1300 bis 2300 !!!

    Leider musste es unbedingt dieses Becken sein (Akvastabil), der Express aus Belgien war teurer als das Becken selber :-(.

  • Hallo Stefan,

    also ich denke mit einigen Karussellfahrten Deiner WW solltest Du rechnen, allerdings denke ich nicht, das da viel schlimmes passiert. Das mit dem Easy Life sit bestimmt eine gute Idee und würde ich auch zunächstmal beibehalten.

    Was den Vodka angeht, denke ich das es wohl am besten wäre mit zumindest einer halben Dosierung weiterzumachen. Da ja nun viele der Baks zerstört wurden, würde durch ein gleichbleibende Kohlenstoffzufuhr auf eine geringere Menge Baks zu einem Wachstumsschub, resp Bakterienblüte führen die im Moment vielleicht nicht so richtig angebracht ist. :grinning_squinting_face:

    Auf jeden Fall würde ich mal den PO[T]4[/T] Wert checken, da dieser schnell in die Höhe schießen kann wenn Bakterienbiomasse innerhalb des Systems abstirbt und dann das gebundene PO[T]4[/T] wieder in Lösung geht.

    Ich drück Dir auf jeden Fall ganz fett die Daumen.

    Bestell Deiner Liebsten einen lieben Gruß. :flower:

    Andreas!

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas Pridzun (13. Januar 2004 um 22:04)

  • Zitat

    Original von StefanStraat
    Wasserwerte habe ich mich noch nicht getraut zu messen, werden nachgeliefert.

    Wie hoch ist das Risiko das sich trotz 60% Altwasser und eingefahrenem LS (Riff musste natürlich neu aufgebaut werden) gefährliche Ammonium bzw Nitrit Spitzen bilden ?

    Was könnte man noch machen ? (ausser abzuwarten ?!)

    übrigens die Aktion dauerte am Sonntag von 1300 bis 2300 !!!

    Hallo Stefan :smiling_face:

    Na dann war der Sonntag ja wohl gelaufen. :st:

    Durch die kpl. unvermeidbare Millieuverschiebung dieser Aktion, könnte es Erfahrungsgemäß schon zu Spitzenwerte der Ersten Abbaustufe kommen, habe das selber schon erlebt, bei Ähnlichem "Start" wie du ihn jetzt hast.

    Ein Ozoner hilft hier eigentlich ganz gut. Er "verbrennt" die Stoffe recht schnell. Allerdings steigen dann die anderen Werte wieder an. Du dosierst Wodka daher würde ich mal Abwarten und auf alle Fälle die Werte messen, das kann sehr schnell Umschlagen!


    Grüße Thilo :face_with_tongue:

  • hier die angekündigten Werte,
    leider ist mein NO2 Test leer :frowning_face:


    18:04 14.01.2004

    temp 24.5 (ok) (DigitalThermostat)
    Dichte 1.023 (ok) (Spindel)
    Ammonium Ammoniak 0 (ok) (TM)
    PH 8.0 (leicht niedrig) (TM)
    KH 10 (ok) (TM)
    Phosphat PO4 1.0 mg/l (zu hoch) (JBL)
    Nitrat NO3 0 mg/l (ok) (JBL)

    Wassertrübung fast verschwunden
    Abschäumer arbeitet auf hochtouren
    Fische ok, 1 Weichkoralle löst sich augenscheinlich auf,
    Restliche Wirbellose OK.

    (Heute ist der 3te Tag danach)

    Thilo:

    Danke für deine Tips, ich warte allerdings erstmal ab und beobachte,
    OZON ist für mich immer noch genauso unheimlich wie
    ein Schwefelfilter, da lasse ich lieber die FInger von.

    Die Nacht danach konnte keiner von uns durchschlafen :winking_face:

    Erzähl doch mal mehr von Deiner Erfahrung (Notfalls PN)

    Andreas

    Erstmal Grüsse von Jessica zurück, auch an Elly

    Mit dem Wodka handhabe ich das so, das ich erstmal nicht höher gehe.

    Nach dem was ich bisher so mitbekommen habe ist 7.5 auf 250 wohl schon einigermassen viel

  • Hallo Stefan,

    meine Erfahrungen mit Ozon sind sehr gut. An allen Becken wo größere Fische drin sind habe ich Ozon sogar im Dauerbetrieb. Die Gefahr von der Handhabung mit Ozon ist eigentlich recht gut zu Kontrollieren. Wenn du weist wie es funktioniert und was es bewirkt so ist der Einsatz nicht allzu Schwer. Allerdings die Dosierung. Hier haben sich nur Annäherungswerte herausgestellt. Die Allgemein verbreiteten Gefahren kannst du wesentlich Eindämmen wenn du den Ozoner nicht wie früher direkt über einen Ausströmerstein betreibst, sondern über deinen Abschäumer. So hast du eine gute Sauerstoffsättigung, weniger Nitrit, Ammoniak Spitzen, keine Gelbfärbungen mehr (Huminsäuren) und ein Effektives Mittel gegen Parasiten bzw. Krankheitserreger Allgemein.

    bei akutem Befall, habe ich aber trotzdem schon das Ozon über einen Injektor direkt ins Wasser gelassen, aber ohne Luftpumpe. Davon würde ich dringend Abraten. bei zu starkem Ozoneintrag kann dies die Schleimhaut und Kiemendeckel der Fische schädigen!

    Schön daß es mit deinem Becken aufwärts geht, allerdings würde ich die Weichkoralle entfernen. Sie belastet das Wasser unnötig, wenn du sicher sagst sie ist einem Ausfall nahe.

    Literatur bezügl. Ozon kannn ich dir Martin Sanders Buch "Aquarientechnik" Empfehlen. Für mich ein muß ;), nicht nur wegen dem Ozon!

    Wie du sicherlich weißt gibt Sander den Ton an in sachen Ozon in der Aquaristik genauso wie in der Wasseraufbereitung allgemein. Martin ist Geschäftsführer von Sander Aquarientechnik und ist von Beruf Wasserbauingenieur. Dementsprechend auch seine Kompetenz in Sachen Wasseraufbereitung. Das Buch ist genial und nicht teuer verglichen mit den meisten anderen Aquarienbüchern.

    Grüße Thilo :face_with_tongue:

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