Reihenfolge der Bildbearbeitung

  • Hallo ihr digitalen Bildverbesserer :grinning_squinting_face:

    Da ich zwar eine nette Kamera (EOS 10D) mein eigen nenne, aber leider keinen Schimmer von digitaler Bearbeitung habe stellen sich da so einige Fragen. Die Kamera speichert die Bilder derzeit im RAW Modus und ich verfüge über Photoshop Elemenst 2.0 als Tool.

    1. Macht es einen Unterschied in welcher Reihenfolge ich Dinge bearbeite? Z.B. erst Farbenanpassen und dann Schärfefilter anwenden

    2. Das Thema Ebenen (Photoshop) verstehe ich absolut nicht

    3. Meine Kamera bietet die Möglichkeit jpg Bilder in RAW Datein einzubinden. Was soll das? Wofür kann ich das nutzen?

    4. Was "lese" ich aus dem Histogramm?

    Da ich mit dem Gedanken schwanger gehe Artikel zu veröffentlichen möchte ich die Bilder im raw Modus beibehalten.

    Seit so nett und erklärt das einem grauhaarigen über 40ig Jährigen so das er es auch versteht :winking_face:

    Danke im vorraus!

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • 1. den Schärfefilter immer als letztes benutzen, auf die auszugebende Bildgröße
    (also nicht erst schärfen, dann Bild verkleinern)

    2. Ebenen sind Blätter, die übereinanderliegen. Man kann sie durchscheinen lassen - dann versteht man den Sinn des Ganzen.....
    Es gibt ebenen mit verschiedenen Bildmotiven, also zwei Bilder, die Du übereinanderlegst, oder Text über ein Bild usw.Oder aber sogenannte Einstellungsebenen, an denen Du Kontrast, Tonwert, Farbkorrektur vornehmen kannst, ohne das Originalbild zu beeinflussen.

    3. mit den eingebundenen jpgs kannst Du quasi das Bild sichtbar machen, ohne das jpg stellt es sich nur als Symbol dar

    4. die Verteilung der Graustufen....Schwarzpunkt, Weisspunkt, Kontrast

    5. RAW-Bilder müssen von 16 auf 8 bit runtergerechnet werden. Sie benötigen in jedem Falle ein umfangreiche Nachbearbeitung - Elements wird da nicht reichen.
    Das hochwertigste jpg-Format würde in deinem Falle sicherlich genügen.

    Achja - den Thread hab ich ins U-Forum verschoben.... :winking_face:

  • Hi Peter,
    ich mach mal langsam und antworte erst mal nur auf die ersten Fragen:

    1.
    Die Reihenfolge der Bildbearbeitungsschritte ist sehr wichtig und nicht wahlfrei.
    Zuerst wird der Ausschnitt und dann eine Tonwertkorrektur gemacht, dann eventuell mit der Gradationskurve gespielt. Anschließend sind die Farben dran, also Sättigung, Hue usw. Jetzt folgt die Bildretusche, danach die Größenanpassung des Bildes. Wird das Bild ausnahmsweise vergrößert, sollte dies allerdings vor der Retusche geschehen. Jetzt wird das Bild gespeichert, es ist dein Masterbild. Am besten als unkomprimiertes TIF, das verstehen die meisten Programme.

    Öffne das Bild, gib ihm einen neuen Namen und verpasse ihm eine Schärfekorrektur. Je nach Ausgabemedium verlangt diese Korrektur andere Werte, also wird ein Bild für eine Zeitschrift anders geschärft wie ein Bild fürs Fotoalbum. Solls fürs Web sein, dann sind schon wieder andere Schärfewerte gefragt. Du siehst hier die Notwendigkeit eines Masterbilds, was noch keine Schärfung erfahren hat.

    2.
    Die Ebenen sind wie spezielle Folien, die über dem Bild liegen. Farbfilter zum Beispiel, oder Kopien des Bildes, an denen etwas verändert wurde. Diese Folien kann man an- oder abschalten, in der Wirkintensität ändern, ja sogar maskieren - also stellenweise unwirksam machen. Weil wir am Computer sind, können diese Folien Funktionen erfüllen, die es mit wirklichen Folien nie geben würde.

    Dazu ein praktisches Beispiel:
    kopiere deine Grundebene in eine zweite darüberliegende Ebene: kein Unterschied.
    schärfe diese zweite Ebene schön kräftig mittels Unscharfmaskierung, jetzt sieht es an hellen Objekten nicht mehr sehr schön aus, da die Kanten anfangen zu blitzen.
    ändere den Modus der Ebene in "Abdunkeln", das Blitzen ist weg, dafür auch ein Teil des Schärfeeffekts.
    kopiere die zweite, geschärfte Ebene erneut, ändere ihre Deckkraft in 50% und ändere den Modus in "Aufhellen". Das Ergebnis ist eine schöne Schärfe mit reduziertem Effekt an hellen Stellen


    übrigens gibt es in der Hilfe von Photoshop Elements eine schöne Erklärung des Ebenenkonzepts: ../Photoshop Elements 2/Hilfe/help.html :grinning_squinting_face:

    PS.: Glückwunsch zur Wahl des Programms, einfach genug für Beginner, mächtig genug für viele Profis und der beste Einstieg ins echte Photoshop



    (zu lang getextet, Stefan war schneller :winking_face: )

    3 Mal editiert, zuletzt von Riffbarsch (5. Januar 2004 um 16:50)

  • Bezüglich Deiner Frage nach RAW hier ein sehr guter Link.

    Du wirst sehen, dieser Aufwand lohnt für die wenigsten Bilder.....

  • Tja Peter, jetzt schaust du aber, oder!?! :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    (Ich hätte mir das ganze einfacher vorgestellt.)
    Gruß,
    Christian

    Einmal editiert, zuletzt von Chriss (5. Januar 2004 um 20:03)

  • Zitat

    Original von Chriss
    Tja Peter, jetzt schaust du aber, oder!?! :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:
    (Ich hätte mir das ganze einfacher vorgestellt.)
    Gruß,
    Christian

    ... ich mir auch ....

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Ihr zwei,

    erst mal Danke für die Erklärungen .. schätze ich benötige viel mehr Zeit asl ich dachte um mich da einzuarbeiten ... muss wohl mal einen Wochenend Kurs bei euch buchen :winking_face:

    Wie macht man denn den Hintergund etc auf diesem Bild?

    Der schwarze Rand macht sich gut finde ich, auch die leicht abgeflachten Kanten finde ich ansprechend, und eine Möglichkeit einen Text zu Hinterlegen finde ich immer gut.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • hallo peter!

    ich kann dir die bücher
    Photoshop elements 2.0 - easy reihe von markt+technik und
    photoshop elements 2.0 das einsteigerseminar vom verlag bhv
    wärmstens empfehlen.

    die beiden bücher hat man relativ schnell durchgelesen und man kann anhand der beispiele alles direkt am pc mitmachen. mit dem damit erworbenen grundwissen und kurzer zeit des experimentierens hat man pse2 bald im griff.

    grüsse aus wien
    gerald

  • 1. Foto öffnen
    2. Arbeitsfläche vergrößern
    3. Ebene duplizieren (nun hast du zwei Ebenen übereinander)
    4. die untere Ebene mit "Fläche füllen" mit schwarz einfärben
    5. das Foto passend hinschieben
    6. Das Foto unter Ebenen-Fülloption mit Relief versehen
    7. Text schreiben - dabei entsteht automatisch eine neue Ebene
    8. diese Ebene verschieben

    etwa so - allerdings ohne Relief

  • Hallo Peter,
    lade dir das gewünschte Bild in dein Photoshop Elemenst 2.0 . Dann gehe oben auf Fenster und dann Effekte. Jetzt noch Rahmen aus wählen fertig. Geht so relativ schnell und einfach mit dem Photoshop Elemenst 2.0 !!!
    Hier mal ein ohne und mit Rahmen Photo als kleines Beispiel.

    (c) Stephan Busch

  • Hy ihr Cracks,

    gestern hat mich mein progi böse überrascht ... wenn ich in Bild öffne um es zu bearbeiten ist es plötzlich total Rotstichig ??????

    Im viewer oder später beim speichern und konvertieren zu jpeg sieht es wieder richtig aus ...

    Was zur Hölle habe ich das - unbewußt - verändert ??????

    Grüße und schönen Tag
    Peter

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