Hallo zusammen
Da das Thema immer für sehr viel Interesse sorgt will ich es jetzt mal zum Titelthema machen. Weiskehl, Plaetten, Pinzett usw. Warum klappt es bei einem und beim anderen nicht? sollte man auf diese Fische verzichten? Ich verzichte weil ich einfach zuviel Angst um meinen anderen Besatz habe.
Bloß meine Meinung ist auch 2 geteilt. Stellt euch vor, vor 15-20 Jahren hätte man gesagt wir Importieren keine Steinkorallen mehr weil sie zu dieser Zeit ja auch als ´fast unhaltbar` galten. Und wo sind wir heute? Also ich bin wirklich gespannt auf diese Diskusion. Ist halt ein sehr heikles Thema weil es ja schlieslich um Lebewesen geht.
Gruß Frank
Unhaltbare Tiere (Fische)
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Frank Mohr -
23. Mai 2002 um 19:52
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Hallo Frank
eigentlich hatten wir das gerade
oder sind noch dabei
schau einfach unter
"Helmon rostratum"Bis dann Claude
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Hallo Claude
Eben! Habe die ganze Helmondisusion verfolgt, da es aber da jetzt auch nicht mehr um Helmon geht dacht ich man sollte das mal allgemein behandeln. Wenn du mal genau liest geht es auch auch einwenig um Korallen.
Gruß Frank -
Hallo Frank,
ich vermute mal das gerade da der Hund begraben liegt. Heut zu Tage gibt es viel Aquarien die rand voll mit farbigen SPS sind. Das scheine einige Fische gar nicht auf engem Raum zu mögen. Wenn man mal in älteren Büchern nach schaut, steht da zum Beispiel ein Japonicus gehört in jedes Aqua
Ich kenne zum Beispiel jemanden der hat keine SPS Korallen und er hatt einen Weißkehl schon über 8 Jahre!!!! Scheint was drann zu sein das Weißkehl, Achiles und Japi stark auf die Nesselgifte der SPS reagieren. -
Hallo Frank, :))
ZitatOriginal von Frank Mohr
Weiskehl, Plaetten, Pinzett usw. Warum klappt es bei einem und beim anderen nicht? sollte man auf diese Fische verzichten?Ich verzichte weil ich einfach zuviel Angst um meinen anderen Besatz habe.
Stellt euch vor, vor 15-20 Jahren hätte man gesagt wir Importieren keine Steinkorallen mehr weil sie zu dieser Zeit ja auch als ´fast unhaltbar` galten. Und wo sind wir heute?
wenn ich auf Deine Eingangsfrage eine Antwort und damit möglicherweise eine Lösung hätte, wäre das schon auf dem Tisch. Ich weiß das es bei den meisten nicht klappt und da wo es klappt, ist es die Ausnahme. Allerdings widerspreche ich der Aussage daß ein Palettendoktor schlecht haltbar sein soll. Zumindest weiß ich von deutlich mehr erfolgreich gehaltenen P.hepatus als von Acanthurus Arten. Eine der Möglichkeiten (reine Theorie von mir) ist, daß der Keimdruck im Aquarium zu hoch ist und dieTiere deshalb immer wieder an Ektoparasiten erkranken.
Mir persönlich ist es fast egal warum verzichtet wird, mir ist wichtig das verzichtet wird.
Das Beispiel mit den Korallen hat einen Haken. Die Problemfische sind nach wie vor nicht haltbar, vor 20 Jahren nicht und heute immer noch nicht, Siegel hin oder Siegel her. Es hilft ja alles nichts, wenn das Tier beim Liebhaber letztendlich den Löffel abgibt. Ich glaube auch nicht daran, daß die nächsten 15-20 Jahre daran was ändern werden. Ich persönlich mache da nicht mit und ich bin auch nicht bereit immer wieder einen neuen Versuch zu wagen der dann mit hoher Wahrscheinlichkeit nach ein paar Jahren mit dem Tod des Tieres endet zum einen und zum anderen (habe ich schon woanders geschrieben) bin ich der Meinung daß diese Tiere einfach nicht in unsere Durchschnittsaquarien hineingehören. Es gibt eine ausreichend große Artenvielfalt im Angebot, so daß ich meine Meeresaquaristik frohen Herzens genießen kann. Auch ohne Falter, Doktor und Co.
Ich kann mir beim besten Willen auch nicht vorstellen, daß ein Verkaufsverzicht das Händlereinkommen so beschränkt, daß von Umsatzeinbußen gesprochen werden kann.
@Claude :))
Claude wir sind da unterschiedlicher Ansicht und das hat nichts mit Freundschaft zu tun. Ich denke aber Du weißt auch, daß meine Einstellung davon unberührt bleibt !
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Original von Stephan Busch
Hallo Frank,...stark auf die Nesselgifte der SPS reagieren.
Hallo Stephan,
wir sollten mal mit der Mähr aufräumen, daß Korallen oder andere Nesseltiere ihre Nesselgifte an das Wasser abgeben. Die Tiere nesseln bei Berührung und die Nesselkapseln dringen in das Opfer ein, im Wasser sind sie aber nicht zu finden.
Daß einige der Doktorfische in Korallenaquarien ihre Probleme haben, ist eher in den Wasserwerten begründet. Umweltbedingungen, die für unsere Korallen gut sind, müssen nicht zwangsweise auch für alle Fische gut sein. Dann kommen da noch ständige Veränderungen durch Zugabe von Spurenelementen, Magnesium, Strontium usw. hinzu. Nee, die Fische habens wirklich nicht leicht!
MfG Helmut -
Hallo
Ich kann mir auch nicht vorstellen das Nesselgift von Steinkorallen an den Problemen dieser Fische schuld ist.
Ich teile da ehr die These von Ralph u.a. das zukleine und überbesetzte Becken an den Erkrankungen schuld sind.
Bei meinem Händler schwamm ein Weisi (hat er diesen Fisch angeblich ganicht bestellt) über Wochen ohne jedliches Pünktchen in einem 3,5 x 1 x 1m Becken. Wenn jetzt so ein Fisch rausgefangen wird was ja schon sehr viel Stress bedeutet und dann in ein kleines strak besetztes Becken kommt muß er ja Krank werden.
@ Alex
es würde mich interesieren wie groß die Kloake war wo dein Weisi her ist.
@ Ralph
Paletten hab ich scho probiert. Hat eine Weile ganz gut geklappt. Aber leider nur eine nicht sehr lange Zeit.
Gruß Frank -
Hallo ich noch mal
@ Die Händer (Michael usw)
Wie oft bestellt ihr solche heiklen Kandidaten? Oder schicken die Importeure die einfach manchmal mit? Ihr kennt doch die meisten eurer Kunden (Stammkunden) wie oft werden solche Fische verlangt und wie oft kommt der Kunde zurück und erzählt das das Tier gestorben ist? Were nett wenn ihr dazu mal ein paar Infos habt. Weil ihr kennt ja mehr Meeresaquarianer als unsereins.
Gruß Frank -
Hallo Frank,
Zitates würde mich interesieren wie groß die Kloake war wo dein Weisi her ist.
Die größe des Beckens war Ok, immerhin 840Liter und da schwimmt er auch jetzt wieder drinnen. Ich habe ja das Becken mit dem Fisch übernommen :), sonst hätte ich auch keinen, weil ich die Meinung teile das es genügend andere schöne Fische gibt.Das mit den Nesselgiften sehe ich auch nicht als Problem, sondern eher der angestrebte hohe Calziumwert in einem Steinkorallenbecken und die ewige Überfüllung unserer Pfützen (ich kann mich da leider nicht ausnehmen).
Hier habe ich auch noch so einen Kandidaten, der einfach zu groß wir für ein Wohnzimmeraquarium:

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Hallo Alex
Schöner Fisch, hätte ich mir auch fast mal zugelegt. hatte aber bedenken ob mein Becken groß genug ist. Der schwimmt auch bei meinem Händler. Schon über ein Jahr.
Da das Becken für den Weisi grössenmäßig ja ganz ok war. Bestättigt es ja das was ich sage. Hat er Platz und nicht so viel Stress sind "schlechtere Wasserwerte" nicht so schlimm.
Gruß Frank
P.S. Meine mit schlecht nicht das die Fische in Pi...... schwimmen sondern das Nitrat usw ruhig vorhanden sein können. -
Hi,
nun ich habe in meinen Anfangsjahren vor ca. 15 - 20 Jahren leider mehrfach den A.achilles "totgepflegt".

Ich finde ihn nach wie vor einen wunderschönen Fisch, laße ihn aber dort wo er am besten asusieht --> IM MEER.
Ich hatte übrigens dasmals schnell wieder die Meerwasseraqauristk aufgegeben, als ich das tauchen angefangen habe.
So wie sich mir die Unterwasserwelt damals im Meer geboten wurde, konnte ich es mit dem vorhandenen Budget und der damaligen Standard Technik nicht realisieren. In beiden Punkten hat sich viel verändert und daher bin ich heute wieder dabei.Wer jedoch einmal die Achanthurus Arten über ein Riffdach flitzen sah (z.B. A.sohal) wird die wohl nie in ein noch so großes Becken setzen.
Wenn ich heute A.achilles sehen will, setzte ich mich in den Flieger!! :))
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Hallo zusammen,
ich habe vor ca. einem jahr angefangen mit meerwasseraquaristik.
darauf bin ich zufällig im internet drauf gestossen.
hatte bis dato nie etwas mit fischen zu tun.
nachdem ich mir alles, fast jede nacht bis 3 uhr morgens durchgelesen haben und das internet ist auch nicht gerade klein, fand ich bei ebay ein komplett-eingefahrenes beck.samstag abends war ich dort, 3 stunden lang und sagt nur noch :
morgen um 10 uhr hole ich es ab...der ab- und aufbau des 240l becken war problemlos, brauchte nur 5 liter wasser nachschütten.
2 wochen vergingen, fische, lederkorallen, anemone u.s.w. war wohl auf.
ich hatte immernoch keine ahnung....
wir fuhren nach d´dorf zu einem fischhändler, wir sind mitlerweile sehr gut befreundet, dort sahen wir einen naso lopezi in einem 120l becken. er sagte den habe ich schon sehr lange (er hat das geschäft ubernommen)und keiner will ihn haben.er hatte auch keine möglichkeit diesem ein größeres becken zu geben.
wir nahmen in mit, 80,- dm.
abends im internet geschaut, meerwasserlexikon, iris sagt: nicht unter 1000l
ups: was machen wir jetzt, er fühlte sich aber bei uns im 240l becken wohl.
planen, kosten festlegen und ab ging es.
150x65x60 l becken stand 5 wochen später bei uns im wohnzimmer, ich weis es ist immer noch zu klein und bis heute habe ich nicht die ahnung wie manch ein anderer von euch...
aber meinem naso geht es prächtig, frisst aus der hand, läst sich streicheln u.s.w.
auch wenn ihr jetzt alle sagt, unvernunft ....
ich bin heute froh das ich ihn mir damals geholt habe..
und wir sind in der plannung... zu vergrößern.
nur das geht nicht so schnell, man muß auch mal die kosten überlegen.
wir hatten auch schon einen weiskehl geholt, verstarb.
man lernt zwar dazu, aber mit was verbunden.. ein lebewesen ist wieder von uns...
ansonsten teile ich eigentlich euere meinung, diese fische da zu lassen, wo sie platz haben.
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Vorneweg, ich habe große Hochachtung vor denen, die konsequent auf die Haltung größer-werdenden Fische verzichten. Ich kann das nicht. Aber mir scheint es auch ein prinzipieller Trugschluss zu sein, dass die Größe eines Fisches das gewissermaßen ethisch entscheidende Kriterium ist.
Relativ klein ist natürlich immer besser als relativ groß. Bzw.: je kleiner der Fisch und je größer das Becken, desto besser. Aber machen wir uns doch nichts vor. Eine wirklich artgerechte Haltung ist vielleicht bei Schwertgrundeln u.ä. Fischen möglich, die sich höchstens 20 cm von ihrer Höhle entfernen. Oder bei Demoisellen mit ihren 50-60cm Revieren. Aber selbst da: der Wasserdruck stimmt nicht. Das Futter ist ein anderes, die Futtersuche ... Höchstens relativ artgerechte Hälterung ist möglich.
Für mich entscheidet sich die Haltbarkeit wohl daran, ob es für den Fisch Qual bedeutet, von mir gehältert zu werden.
Das gilt sicher nicht für die Fische, die wir balzend beobachten können, wie Demoisellen, aber auch Herzogfische. Nicht mehr ganz so sicher bin ich bei meinem Sechsstreifen-Lippfisch, wenn er imponierend durchs Wasser schießt und nur 130 cm weit kommt.
Gilt es für Kaiserfische?
Von Verdikten über ganze Familien (Kaiser- oder Doktorfische geben sich da im Schnitt wohl nicht viel) halte ich nichts. Auch nichts davon, dass dogmatisch die Paarhaltung vorgeschrieben wird. Schwarmfische sind im nur im Schwarm ordentlich zu halten. Klar. In der Literatur und bei fishbase.org aber findet sich oft genug der Hinweis "found singely". Diese Tiere werden m.E. nicht gequält, wenn man sie allein hält. Wirklich artgerecht aber leben sie nur im Meer. Daran führt kein Weg vorbei. Für alle Fische gilt, das man sie besser im Meer beläßt, wenn man sich am Maßstab des Artgerechten orientiert.Was heißt das nun im Blick auf unser Hobby? Ich denke, redlicherweise ist einzugestehen, dass wir die Fauna der Riffe wohl nicht "verbrauchen", aber doch nutzen.
Alle Versuche bei Fossa/Nielsen oder klassischer noch bei Konrad Lorenz, die Meeresaquaristik auf dem Umweg über die Pädagogik oder im Vergleich mit anderen Formen der Riffnutzung (Kalkbrennen etc.) ethisch aufzuwerten, scheinen mir nicht wirklich überzeugend.
Aber die (ökonomische) Nutzung der Riff-Fauna für die Aquaristik halte ich auch an sich nicht für schlecht und damit nicht prinzipiell der Verteidigung bedürftig; ja, grundsätzlich lägen in ihr sogar die Chance einer nachhaltigeren Bewirtschaftung der Riffe, als in mancher Form der Fischerei etc.
Warum soll ich für mich keinen Kaiserfisch nutzen? Weil er bei mir nicht kilometerweit schwimmen kann auf der Suche nach Nahrung? Er braucht es nicht (vgl. ein Posting von Joe). Übrigens mag es sein, dass gerade diese nicht territorialen Arten "satt" natur-gemäßer zu halten sind, als territoriale Arten, denen es im Becken auch nicht am Futter aber an ihrem in der Größe klar bestimmten Revier fehlt.Mir ist der Gedanke der "Naturnutzung" hilfreich. Er befreit mich vom Druck des Artgerechten, was ich letztlich eh nicht gewährleisten kann.
Damit befürworte ich keine gewissenlose Tierhaltung. Beileibe nicht. Ganz im Gegenteil erwarte ich, dass wer diese wertvollen Tiere hält, sich vor der Anschaffung gut informiert, ob er das Tier ohne Qualen für es halten kann.
Ein Hai im Riffbecken ohne die Möglichkeit wenigstens im Rund zu schwimmen, wie Thomas Chronz es im Bild festgehalten hat? Ein Imperator, der sich drehen und wenden und an verschiedenen Stellen verstecken kann? M.E. ist das zweierlei!Die Information vor dem Kauf ist aber „nur“ das eine. Zur verantwortbaren Anschaffung etwa des Chelmon rostratus denke ich hat Claude Schuhmacher Entscheidendes geschrieben. Aber mit der Anschaffung allein ist auch noch nicht getan. Futterverweigerer ans Futter zu bringen, kostet viel Mühe und Zeit und Geld. Wird in diesen drei Dimensionen immer ausreichend investiert?
Ein langer Beitrag, aber mit einfachem und knapp-formulierbarem Schwarz-Weiß-Denken kann man m.E. unser Hobby insgesamt nicht "begründen". Außer natürlich damit: es ist einfach wunderschön!
Kai
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Hallo Kai,
*** Eine wirklich artgerechte Haltung ist vielleicht bei Schwertgrundeln u.ä. Fischen möglich, die sich höchstens 20 cm von ihrer Höhle entfernen. Oder bei Demoisellen mit ihren 50-60cm Revieren.***
was spricht dagegen sich auf Fische dieser Größe zu beschränken ? Das Angebot an geeigneten Fischen dieser Klasse ist riesig.
*** Aber selbst da: der Wasserdruck stimmt nicht. Das Futter ist ein anderes***
viele Arten leben direkt an der Niedrigwasserlinie somit besteht da kein Problem. Wiederum andere Arten pendeln in Druckbereiche von Null bis 10 Bar oder sogar noch mehr (siehe z.B. Nautilus). Das wir nur Ersatzfutter bieten können ist richtig aber durchaus auch über lange Jahre erfolgreich möglich.
***Für mich entscheidet sich die Haltbarkeit wohl daran, ob es für den Fisch Qual bedeutet, von mir gehältert zu werden. Das gilt sicher nicht für die Fische, die wir balzend beobachten können, wie Demoisellen, aber auch Herzogfische. Nicht mehr ganz so sicher bin ich bei meinem Sechsstreifen-Lippfisch, wenn er imponierend durchs Wasser schießt und nur 130 cm weit kommt ***
da stimme ich Dir voll zu, es bedarf dazu keine weitere Erklärung. Auch der Pseudocheilinus hexataenia ist revierbildend und ist regelmäßig in den Korallen des Flachwasserbereiches anzutreffen. Insofern sehe ich da auch keinen Widerspruch.
*** Von Verdikten über ganze Familien (Kaiser- oder Doktorfische geben sich da im Schnitt wohl nicht viel) halte ich nichts. Auch nichts davon, dass dogmatisch die Paarhaltung vorgeschrieben wird.***
so ganz Pauschal wird das ja auch nicht eingegrenzt. Zwergkaiser sind, bis auf wenige Ausnahmen, Top zu halten. Bei den Doktorfischen sind es die Acanthurus Arten die ja nicht erst seit gestern die Problemgruppe bilden. Bist Du schon mal in Gruppen von ausgewachsenen Sohals geschwommen, hast Du schon mal riesige Schulen von Zebrasoma desjardini am Nachmittag über die Riffe ziehen sehen, wo die größten Tiere vorneweg schwimmen und die Kleinsten hintenan ? Ausgewachsene Zebrasoma desjardini sind riesig ! Ist die Auswahl unter den Ctenochaetus und Zebrasoma (mit Ausnahme des Z. desjardini) nicht genug ?
Die paarweise Haltung hat seit Ellen Thaler eine neue Dimension bekommen. Es gibt immer mehr Aquarianer die über ihre paarweise gehaltenen Fische erstaunt sind. Die Tiere sind weniger Krankheitsanfällig, sie zeigen ein ganz anderes natürlicheres Verhalten und die Eingewöhnung ist plötzliche viel weniger problematisch. Bei den Tieren wo die Lebensweise als Einzelgänger dokumentiert ist würde ich eine zwangsweise Paarhaltung auch nicht favorisieren (siehe ostafrikanische Cichliden oder Anthias). Also kein Dogma aber eine gute Empfehlung.
***Warum soll ich für mich keinen Kaiserfisch nutzen? Weil er bei mir nicht kilometerweit schwimmen kann auf der Suche nach Nahrung? Er braucht es nicht (vgl. ein Posting von Joe). Übrigens mag es sein, dass gerade diese nicht territorialen Arten "satt" natur-gemäßer zu halten sind, als territoriale Arten, denen es im Becken auch nicht am Futter aber an ihrem in der Größe klar bestimmten Revier fehlt.***
Das Großkaiser im Aquarium ausreichend gefüttert werden ist nicht das Problem. Es gehört zu ihrer angestammten Lebensweise ein Revier zu bilden, die Grenzen zu kontrollieren und dieses Revier zu erhalten. Es ist Voraussetzung zur funktionierenden Paarbildung und ein Schutzgebiet für den Nachwuchs der sich in dem Elternrevier aufhalten kann bis er sich selbst ein Revier suchen kann. Erst wenn die Umfärbung der Jungtiere vollzogen ist sind sie auch in der Lage dazu. Das Alles ist ein sehr fein abgestimmtes Netzwerk welches in einem Aquarium nicht funktioniert. Man nimmt ihnen schlichtweg die Möglichkeiten die genetisch verankert sind. Bei den Hühnerfarmen schreien wir alle empört auf weil den Tieren die Möglichkeit der Bewegung, des Auslaufes genommen werden. Gerade hier aber sind die Auswüchse gewollt falscher Haltung sehr deutlich sichtbar. Du führst weiter oben Konrad Lorenz an, ich empfehle Dir bei einem seiner profiliertesten Schüler Prof. Hans Fricke weiter zu lesen, der fast sein ganzes Leben mit Verhaltensforschungen im Riff verbracht hat.
*** Damit befürworte ich keine gewissenlose Tierhaltung. Beileibe nicht. Ganz im Gegenteil erwarte ich, dass wer diese wertvollen Tiere hält, sich vor der Anschaffung gut informiert, ob er das Tier ohne Qualen für es halten kann.***
Dann laß uns zusammen versuchen zu definieren welche Tiere geeignet sind und welche nicht. Diese Aufgabe ist enorm und das größte Hindernis ist die Uneinsicht und das Verlangen Problemtiere haben zu wollen. Wobei vielen ganz sicher nicht bewußt ist das sie ein Problemtier erwerben.
Mein Herz (wie abgedroschen
) schlägt für die Falter- und Kaiserfische und mein Ziel ist es daß diese Tiere nicht mehr der Natur entnommen werden. Ich bin Meerwasseraquarianer mit Haut und Haaren aber ich habe auch die Möglichkeiten erkannt es anders zu machen und trotzdem nichts zu vermissen. -
Zitat
Original von Stephan Busch
Hallo Frank,
ich vermute mal das gerade da der Hund begraben liegt. Heut zu Tage gibt es viel Aquarien die rand voll mit farbigen SPS sind. Das scheine einige Fische gar nicht auf engem Raum zu mögen. Wenn man mal in älteren Büchern nach schaut, steht da zum Beispiel ein Japonicus gehört in jedes Aqua
Ich kenne zum Beispiel jemanden der hat keine SPS Korallen und er hatt einen Weißkehl schon über 8 Jahre!!!! Scheint was drann zu sein das Weißkehl, Achiles und Japi stark auf die Nesselgifte der SPS reagieren.Hallo Stephan
gut erkannt ;-). Nun setz ich mich mal in ein paar Brennnesseln. Diverse Docs haben tatsächlich Problem mit stark nesselden Korallen. Einfacher Beweis ich hab früher Importiert und irgendwann bin ich auf die Idee gekommen die Niedere Tiere Anlage und die Fischbeken zu koppeln. War echt ein super System mit div. Bypassregeln. Aber nach etwa 12h waren fast alle Doc´s weiß. Mit den Nesselkapseln hatten die garantiert direkt keinen Kontakt. Das hat jetzt aber nix mit den Jumbo- Heringen zu tun.MfG
Jürgen
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Hallo Jürgen
Meinst du nicht das es auch sein kann das das zusammenkoppeln deiner Anlage und damit die Veränderung der Wasserqualität (gut o. schlecht) für die Erkrankung der Docs verantwortlich war?
Vieleicht lieg ich ja da falsch aber ich meine das in einem Riffbecken kein freies Nesselgift im Wasser ist. Stell dir vor was in einem Becken los were in dem viele Glasrosen wachsen. Meine Glasrosen (6Stk
) vernesseln ja auch nichts solange sie es nicht berühren.
Gruß Frank -
Zitat
Original von Frank Mohr
Hallo Jürgen
Meinst du nicht das es auch sein kann das das zusammenkoppeln deiner Anlage und damit die Veränderung der Wasserqualität (gut o. schlecht) für die Erkrankung der Docs verantwortlich war?
Vieleicht lieg ich ja da falsch aber ich meine das in einem Riffbecken kein freies Nesselgift im Wasser ist. Stell dir vor was in einem Becken los were in dem viele Glasrosen wachsen. Meine Glasrosen (6Stk
) vernesseln ja auch nichts solange sie es nicht berühren.
Gruß FrankHallo Frank
Die WW in der Fischanlage waren bestimmt schlechter. Sonstige Werte waren fast identisch. Deine GR. gehen auch auf größeres Futter. Aber die SPS meist auf Plankton und da dürfte die Trefferquote schlechter sein. Aber die Diskusion hatten wier schon mal.MfG
Jürgen
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Zitat
Original von Ralph D. Huber
Das Großkaiser im Aquarium ausreichend gefüttert werden ist nicht das Problem. Es gehört zu ihrer angestammten Lebensweise ein Revier zu bilden, die Grenzen zu kontrollieren und dieses Revier zu erhalten.Moin Ralph,
was bitte ist eine angestamte Lebensweise???? Es handelt sich bei den Revieren in aller Regel um Nahrungsreviere die energisch gegen Nahrungskonkurenten Verteidigt werden. Ist das Nahrungsangebot groß, so ist das Revier entsprechend kleiner. Natürlich meist immer noch deutlich größer als unsere Fingerhut Aqaurien.
Bin sonst deiner Meinung, fand das obige Zitat jedoch sachlich falsch.
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Hallo zusammen :),
ZitatOriginal Jürgen: Diverse Docs haben tatsächlich Problem mit stark nesselden Korallen. Einfacher Beweis ich hab früher Importiert und irgendwann bin ich auf die Idee gekommen die Niedere Tiere Anlage und die Fischbeken zu koppeln. War echt ein super System mit div. Bypassregeln. Aber nach etwa 12h waren fast alle Doc´s weiß. Mit den Nesselkapseln hatten die garantiert direkt keinen Kontakt.
Mir ist mal gesagt worden das speziel die Acanthurus Arten Hautprobleme bei sehr hohen Calziumwerten bekommen und ich nehme mal an, dass Du Deine Niedere Tiere Anlage aufgekalkt hast und Deine Fischbecken nicht und deswegen haben sie auf einen Schlag deutlich höhere Calziumwerte bekommen und logischerweise auch Pünktchen.ZitatOrginal Peter: was bitte ist eine angestamte Lebensweise???? Es handelt sich bei den Revieren in aller Regel um Nahrungsreviere die energisch gegen Nahrungskonkurenten Verteidigt werden. Ist das Nahrungsangebot groß, so ist das Revier entsprechend kleiner. Natürlich meist immer noch deutlich größer als unsere Fingerhut Aqaurien.
Ist das nicht genau das was Ralph geschrieben und gemeint hat??? Ich glaube Ihr habt die selbe Meinung
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Hallo Peter,
mit "angestammt" meine ich, daß Großkaiser ihr Revier nicht wechseln. Das hat auch nicht mehr im eigentlichen Sinne etwas mit Nahrungskonkurenz zu tun denn alle anderen Fische werden ja in diesem Revier geduldet. Das ist in etwa so als wenn Du es leid bist immer wieder eine neue Wohnung zu beziehen und Dich endlich entschließt ein Haus zu bauen mit viel Garten drumherum.
Ein blöder Vergleich aber ich finde keinen besseren. Jedoch unter den Fischen gibt es kaum größere Individualisten als die großen Kaiserfische.
Die Reviere von Großkaisern müssen einige Voraussetzungen erfüllen die es -neben ausreichender Nahrung- auch zulassen daß der Nachwuchs relativ ungestört wachsen kann und sich in diesem Gebiet auch genügend Rückzugsmöglichkeiten, z.B. bei Gefahr, befinden. Wenn Du die Tiere beobachtest kannst Du glauben, daß sie jeden Quadratzentimeter ihres Revieres zu kennen scheinen.
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Zitat
Die Reviere von Großkaisern müssen einige Voraussetzungen erfüllen die es -neben ausreichender Nahrung- auch zulassen daß der Nachwuchs relativ ungestört wachsen kann und sich in diesem Gebiet auch genügend Rückzugsmöglichkeiten, z.B. bei Gefahr, befinden. Wenn Du die Tiere beobachtest kannst Du glauben, daß sie jeden Quadratzentimeter ihres Revieres zu kennen scheinen.
Hi Ralph,
´
habe beim Tauchen eigentlich eher selten die Juvenilen im Reviere der Adulten entdecken können. Viel öfter jedoch in flacheren Bereichen oder an einzelnen Korallenblöcken auf Sandzonen.Ansonsten sind wir wohl einer Meinung
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