Presse: Meeres-Mikroben als winzige "Bio-Batterien"

  • Hall,

    hab gerade das hier gefunden:
    aus: http://science.orf.at/science/news/88045

    Meeres-Mikroben als winzige "Bio-Batterien"
    US-Forscher haben eine von Bakterien betriebene "Batterie" entwickelt, die konstant und auf lange Dauer Energie liefert. Ausgangspunkt der winzigen Bio-Batterie: Eine Mikrobe vom Meeresgrund.

    Rhodoferax ferrireducens ist eine Mikrobe vom Meeresboden, die Zucker direkt in Energie verwandeln kann. Sie produziert beim Verzehr verschiedener Arten von Zucker Elektronen, die sie unmittelbar an Elektroden weitergibt.

    Die einzigartige Fähigkeit des kleinen Organismus, aus Glukose, Fruktose oder Xylose nutzbare Energie zu liefern, wird in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "Nature Biotechnology" vom Montag vorgestellt.


    Der Artikel "Electricity generation by direct oxidation of glucose in mediatorless microbial fuel cells" ist als Online-Vorabpublikation in "Nature Biotechnology" erschienen (7. September 2003, doi:10.1038/nbt867).
    Abstract des Artikels in http://www.nature.com

    Kein Übertragungsmittel notwendig

    Derek Lovley und Swades Chaudhuri vom Institut für Mikrobiologie der Universität von Massachusetts in Amherst betonen, dass die von Rhodoferax ferrireducens gespeisten Batterien im Gegensatz zu anderen Bioenergiezellen kein Übertragungsmittel brauchen, das die Elektronen aus der Zelle zu der Grafit-Elektrode (Anode) trägt.

    Besonders effiziente Energiegewinnung

    Damit steigt auch die Effizienz der Energiegewinnung. Die von ihnen entwickelte Batterie schaffe es, mehr als 80 Prozent der in dem Zucker gelagerten Energie in Elektrizität umzuwandeln, schreiben Lovley und Chaudhuri.

    Damit sei sie allen anderen vergleichbaren Bio-Zellen mit einer Ausbeute von maximal 50 Prozent weitaus überlegen.

    Bioabfälle als mögliches "Futter"

    Ein weiterer Vorteil sei, dass Bioabfälle aus der Landwirtschaft, aus städtischem und industriellem Müll genügend Energie enthalten, zumeist in Form von Kohlenhydraten, um die Mikroben zu füttern und damit zur Elektronenproduktion anzuregen.

    Damit sei die Welt ihrem Ziel, nutzbare Energie aus Abfällen zu produzieren, einen Schritt näher gekommen, heißt es in "Nature Biotechnology".
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    Ob wir die Mikroben auch in unseren Becken halten könnten um damit unsere Becken mit Strom zu versorgen :D?
    Aber - müßte doch eigentlich gehen mit einer Mini-Solarzelle (die irgendwo am Beckenrand befestigt ist, das HQI-Licht (zusätzlich) zu nutzen - zumindest um den PC-Lüfter für die Kühlung zu betreiben?

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

  • Hallo Markus,

    das mit der Solarzelle und Lüfter funktioniert ist halt abhängig von den entsprechenden Werten. Es gibt da da spezielle Bausätze etc. Wenn du genaueres wissen willst per PN.


    mfg

    schiwo

    HAPPY REEFKEEPING


    schiwo

  • Hallo Rainer,

    vielen Dank. Aber nachdem das Seniorenheim die Stromkosten für mein Becken bezahlt, kann ich das ruhig am normalen Netz lassen (ist ja auch nicht so viel). Dachte das eher als Anregung für andere, denn wenn man schon soviel "Sonnenlicht" überm Becken hat, kann man das ja optimalst nutzen.
    Hab mir allerdings nicht überlegt, was solche Bausätze kosten und wieviel Strom man dann effektiv sparen kann (Amortisationszeit).
    War einfach eben der gedanke, der mir im Zuge dieses Artikels gekomen ist. Vielleicht möchte sich ja jemand damit näher befassen.

    Grüße

    Markus

    Grüße aus Tirol - dem Herz der Alpen
    PS: wozu an die See fahren, wenn man "Meer" zuhause hat?

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