Lederkoralle befestigen, aber wie ?

  • Ich habe eine Lederkoralle in meinem Becken und habe folgendes Problem:

    Sie hat keinen Stein auf dem sie festgewachsen ist, von daher habe ich das Problem, daß wenn ich sie hinstelle, daß sie ständig umfällt.

    Wie könnte ich sie denn am besten befestigen oder wächst sie von alleine fest ?

    Mit einem Kabelbinder ist es unmöglich, da würde ich sie ja quetschen. Sollte ich sie irgendwo festkleben ? Gibts da einen flüssigen Kleber ?

  • Hallo,

    ein einfacher aber guter Trick ist die Kombination von Zahnstocher und Gummi.

    Den Zahnstocher so durch den Stamm bohren (Schade der Koralle nicht und wird bald überwachsen) das die Enden gerade herausschauen und dann mit einem Gummiband an einen LS binden.

    Kabelbinder geht natürlich auch

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Das durchbohren macht der Koralle wirklich nichts aus ?

    Aber ziemlich weit unten durchbohren oder ?

    Wenn ich sie festbinde, wächst sie dann mit der Zeit auf dem Stein fest ?

  • Keine Angst, das macht der wirklich nichts!!
    Natürlich ziemlich weit unten. Nach ca. 2 Wochen sollte sie so fest angewachsen, daß du den Zahnstocher wieder vorsichtig ziehen kannst

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • hi,
    man kann wenn man will den zahnstocher auch drin lassen...der löst sich von alleine auf, mfg thorsten

  • Ich hab sie gestern aufgespiesst. Hat super geklappt, nur spinnt die Lederkoralle ein bisschen.

    Zuerst hat sie sich total zusammengezogen wie ein kneul und jetzt, wo sie sich langsam wieder streckt und der Stamm größer wird bäugt sie sich immer in eine Richtung daß sie auf den lebenden Steinen aufliegt.

    Was ich konkret meine ist, egal wie ich sie hinstelle, sie biegt sich immer wieder um. Ich denke ich lasse sie jetzt einfach mal machen was sie will und beobachte sie mal.

  • Hallo zusammen,
    sorry, habe gerade erst den thread entdeckt.
    Wir haben bei Lederkorallen auch sehr gute Erfahrungen mit Angelschnur gemacht. Einfach auf dem Stein festbinden, je nach dem welche Lederkorallenart es ist kann man nach 14 Tagen(bei Pilzlederkorallen) oder 4-5 Wochen (Sinularia o.ä.) die "Fäden ziehen".
    Nach dem "Korallenpiercing" laß Deiner Lederkoralle etwas Ruhe, sicher erholt sie sich dann wieder schnell.
    Viele Grüße von
    Claudi

  • Hallöchen,
    auch ich kann Trick mit dem Zahnstocher oder Angelschnur bestätigen. Klappt einwandfrei. Und durch diese Methode konnte ich selbst schon einige Ableger nachziehen.
    In diesem Sinne
    Detlef

  • Hallo,

    obwohl überall gilt - nicht ohne Gummi - sollte er nicht in Meerwasser verwendet werden. Zumindest die Weichmacher werden rausgelöst und manche Gummibänder verwandeln sich in eine schmierige Masse.
    Kabelbinder sind da die bessere Wahl. Mein Tipp: Immer Kabelbinder in versch. Größen vorhalten, weil sie bei allen möglichen Befestigungen einsetzbar sind.
    Lederkorallen reagieren unterschiedlich auf die Durchbohrerei. Die stark schleimenden Gattungen (z.B. Gladiella, Cespitularia etc.) sind empfindlicher als die festen, fensterlederartigen (z.B. Sinualria, Lobophytum etc.)

    Bis denn

    Klaus-D.

  • Hallo,

    ich habe bei mir eine etwas abgewandelte Zahnstochermethode mit sehr guten Erfolg eingesetzt, bei der man sich das Gummiband sparen kann.

    Man nimmt ein kleines Stück (Lebend-)Stein und und setzt eine durchgehende Bohrung rein, deren Durchmesser so gewählt ist, daß der "Stamm" der Koralle in geschrumpelten Zustand gerade durchpaßt. Dann steckt man den Korallenstamm von oben durch das Loch und läßt sie auf der Unterseite so ca. 1 cm rausgucken. Durch dieses 1 cm herausschauende Gewebestück treibt man dann einen Zahnstocher, so daß er quer zur Bohrung sitzt. Voila. Dauert keine fünf Minuten (es sei denn, man muß sich erst eine Bohrmaschine ausleihen) und wenn man mehrere Stücke anlegen will, geht es sogar noch flotter, wenn man die Bohrmaschine einmal zur Hand hat. Sollte also auch für "Großanwender" (also Züchter) eine interessante Variante sein.

    Man spart sich so Gummibänder und Angelschnüre und die damit verbundene etwas schwierige und fummelige "Verdrahtung". Bei Ablegern kann man dann die Wundstelle (also die Schnittstelle am unteren Ende des "1cm-Stückchens") für eine Woche so ausrichten, daß sie gut in der Strömung liegt. Die Koralle wächst im Bohrungkanal innerhalb kurzer Zeit gut an.

    Grüße an alle
    Andreas

  • Hallo,

    ich habe schon einige Ableger von Cladiella gezogen. Also einfach finde ich das nicht. Analog zur Methode mit Angelschnur habe ich mit Zwirn gearbeitet. Ein Problem ist, man kann halt schlecht festziehen, weil die Festigkeit der Koralle gering ist. Der Erfolg war wechselnd, mal hat es gehalten, mal ist sie wieder rausgerutscht.

    Was auch gut funktionieren kann, das ist die Koralle mit leichtem Gewicht festzuklemmen. Also man legt oder stellt die Koralle auf den Substratstein und lehnt einen natürlich nicht zu schweren Stein dagegen. Die Methode klappt am besten, wenn man einen gut passend für die Koralle geformten Stein hat. Am besten die erste Zeit an einer Stelle mit wenig Strömung aufstellen.

    Übrigens vertragen auch die schleimenden Cladiella bei mir den Schnitt sehr gut. Die Ableger machen schon nach wenigen Stunden wieder auf.

    Sogar aus den Stellen, wo ich die Arme abgeschnitten habe, wachsen wieder Zweige raus :confused_face: So war das eigentlich nicht gedacht, der Riesen-Busch sollte eigentlich kleiner werden .. aber der denkt gar nicht dran.

    Gruß

  • Hmmmm Andreas Stein,
    meine Ableger die ich gemacht hatte, hatten ca, einen Durchmesser von 3 cm ( im geschrumpelten Zustand ) !!!! Was für Bohrer hätte ich da nehmen sollen ????
    Hast Du Deine Methode schon einmal angewandt ??Ich glaube dies ist Theoretisch gut aber nicht so zu gebrauchen.Alleine meine Sinualrias haben einen anständigen Durchmesser der wohl alle Bohrersortiments eines jeden Heimwerkers sprengen würde.
    Aber trotzdem noch schönen Abend un viele Grüße
    Detlef

  • Hi zusammen

    Am besten funzelt es meiner Meinung nach mit den sog. Spritzen (also die dünne Kanüle die man in den Arm steckt, beim Blutabnehmen - wenn die Bezeichung richtig ist ). Die halten gut, kann man meist ohne Probleme durch das Tier stecken und nach einer Woche gut wieder entfernen. Sie halten sogar in Lebenden Steinen wenigstens meist.

    Gruss
    Robert

  • Hallo Robert,

    auf welchem Substrat machst du das denn. Ich habe für Ableger Tuff und ähnliches Gestein. Dringen die Kanülen dort ein? Das kann ich mir schwer vorstellen, probiert habe ich es aber noch nicht.

    Gruß

  • Andreas,

    mit der Methode hätte ich das gleiche Problem wie Detlev, Koralle zu groß. Außerdem würden die Tuffsteine beim Bohren höchstwahrscheinlich kaputtgehen. Mit kleinen Ablegern mag das aber gut funktionobeln.

    Gruß

  • Hallo Detlef und Bernd,

    ja, ich habe es in der Tat bislang nur bei kleinen Ablegern gemacht. Da funktioniert es sehr gut und das Bohren ist dann auch problemlos. Ich denke auch, daß ein 30mm Steinbohrer jedes weiche Korallenkalkgestein zerbröseln würde.

    Das mit den Kanülen habe ich auch mal probiert - mit wenig Erfolg. Die Spitzen zerbiegen sich sehr schnell und rutschen leicht wieder raus. Mag aber auch Steintyp liegen, bei dem ich es probiert habe.

    Grüße
    Andreas

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