Refraktometer +Hitze ???

  • Hallo ,

    ich hab da mal ne Frage.
    Funktioniert eigentlich bei dieser Hitze noch das ATC ????

    Weil, wenn ich mein Refraktometer im Raum liegen lasse (ca.33 grad)
    und dann mein Wasser messe erhalte ich ca 36-36,5.
    Wenn ich aber das Refraktometer kurz in den Kühlschrank lege und dan Messe , erhalte ich die eingestellten 35 .

  • Hi,
    da die meisten Refraktometer mit ATC im Bereich 10-30°C kompensieren würden sich Abweichungen bei 33°C erklären.

    Beim kurzen Lagern im Kühlschrank, darf man aber auch nicht unter 10°C kommen, sonst gibt es auch wieder Abweichungen.

    Gruß
    Steffen

  • Hast du dann schon mal versucht, dann destilliertes Wasser zu messen? Da gibt es auch Abweichungen. Die ATC bezieht sich laut meinem Lieferanten NUR auf das Wasser, NICHT auf die Umgebungstemperatur.

    Das hängt damit zusammen, dass sich das Material des Refraktometers bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen unterschiedlich ausdehnt und es dann zu geringen Abweichungen in der Optik kommt. Deshalb gibt es auch den Schraubendreher oder die Rändelmutter, mit der man das Gerät abgleichen kann.

    Wenn ich meinen Refraktometer im Keller liegen habe, wo ich das Wasser ansetzte und gehe dann damit ins Wohnzimmer und messe mein Becken, dann bekomme ich meist einen falschen Wert. Deshalb lasse ich das Gerät kurz auf "Arbeitstemperatur" kommen und gleiche dann mit destilliertem Wasser den Nullpunkt ab.

  • Zitat

    Original von Stefan Linder
    Wenn ich meinen Refraktometer im Keller liegen habe, wo ich das Wasser ansetzte und gehe dann damit ins Wohnzimmer und messe mein Becken, dann bekomme ich meist einen falschen Wert. Deshalb lasse ich das Gerät kurz auf "Arbeitstemperatur" kommen und gleiche dann mit destilliertem Wasser den Nullpunkt ab.


    Hallo,
    dann ist die Messung mit dem Refraktometer aber nicht mehr einfacher und schneller als mit dem Aräometer.
    @Stefan,
    wenn Du Wasser aus dem Wohnzimmerbecken im Keller (Temperatur) mißt, hast Du dann den gleichen Wert wie im Wohnzimmer nach dem kalibrieren.

  • Hallo,

    klar, nach dem Abgleichen stimmen die Werte genau überein.

    Das Refraktometer hat schon seine Vorteile. Es ist m. M. nach einfacher abzulesen und vor allem sehr genau. Aber ich denke mal, auch ein Aräometer hat Materialschwankungen die von der Umgebungstemperatur abhängen. Zwar sind die durch die Verwendung von Glas nicht so groß wie beim Refraktometergehäuse aber sicher auch vorhanden. Wie kann man die kompensieren? Da habe ich beim Aräometer noch keine Einstellschraube gefunden :grinning_squinting_face:

    Wenn ich keine GROßEN Temperaturunterschiede in der Außentemperatur habe, entfällt ja der Abgleich. Mittlerweile nehme ich nicht mehr das Refraktometer mit in den Keller, sondern nur noch die Pipette :grinning_squinting_face:

    Man muss aber bei den Refraktometern diesen Punkt beachten. Ab und zu sollte man mit einem Tropfen destilliertem Wasser den Nullpunkt überprüfen, dann geht auch bei der Messung nichts schief.

    @Bigtown

    Hast du das Refraktometer schon mit dest. Wasser überprüft? Falls sich der Nullpunkt verschoben hat sollte sich nach dem Abgleich eigentlich wieder der richtige Wert ablesen lassen.

  • Mache ich so jeden Monat einmal....

    Aber bei dieser Hitze werde ich es Heut gleich machen,denn 36,5 wäre doch sehr heftig...

    Aber wenn die Umgebungstemerratur so hoch ist, wie schafft den das Refraktometer das Wasser auf die geforderte Tep. zu drücken(ATC).
    Wenn das Refrakto die Umgebungstemp angenommen hat (Lagerung).

  • Zitat

    Original von Stefan Linder


    Das hängt damit zusammen, dass sich das Material des Refraktometers bei unterschiedlichen Umgebungstemperaturen unterschiedlich ausdehnt und es dann zu geringen Abweichungen in der Optik kommt. .

    Hallo Stefan.

    wie Du evtl. mitbekommen hats, bin ich nicht unbedingt ein Anhänger der Refraktometer.

    Ist nicht die Ausdehnung des Materials und die dadurch erzeugte Verschiebung der Optik diese berüchtigte ATC? Zumindest bei diesen einfachen Geräten.

    Diese "Mechanik" funktioniert im Bereich von 10 bis 30 Grad Celsius. Der Tropfen muß auf die gleiche Temperatur gebracht werden. Das wird durch die große Masse des Refraktometers gegenüber dem Tropfen schnell erreicht sein.

    Ungenauigkeiten bei einer Refraktometermessung sehe ich viele:

    Der Tropfen hatte vor dem Abesen keine Zeit sich auch die Temperatur des Refraktometers einzustellen.

    Das Refraktometer wurde in eine anders temperierte Umgebung gebracht und stellt seine Optik noch ein. ( Das meintest Du wohl mit Arbeitstemperatur)

    Das Refraktometer wird zu lange in der Hand gehalten und wird erwärmt-> optische Verstellung, die das Refraktometer nur langsam durchführt. Ähnlich Punkt 2.

    Es wird nicht die vorgeschriebene Lichtquelle benutzt.

    Es wird die Dichte agelesen,ohne darauf zu achten das die Dichte bei 20 Grad angegen wird.

    Wie gravierend die einzelnen Punkte in die Messung eingehen ist mir nicht bekannt.

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