Phosphatadsorber aerob betreiben?

  • Hallo zusammen,
    kann es sein, dass Phosphatadsorber auf Eisenhydroxid-Basis reaktionsfreudiger sind, wenn sie unter Sauerstoff-Anwesenheit/aerob betrieben werden?
    Haben es bisher immer anaerob, d.h. z.B. im Filtersäckchen, im Durchlauffilter oder auf ähnliche Weise versucht. Jedenfalls immer unter Wasser; also weitgehend anaerob. Die Phosphatwerte verringerten sich dabei über mehrere Tage immer nur wenig. Habe jetzt einmal Phsophatadsorber in meinem gut durchströmten TB auf einer Lichtrasterplatte (auf die ich wiederum eine Lage Filterwatte gelegt habe) platziert. Das Granulat ist dabei nicht vollständig vom Wasser überspült und dabei stelle ich deutlich größere/schnellere Reduktionen des Phosphatwertes fest!
    Ist das reiner Zufall oder gibt es dafür plausible Begründungen?
    Danke für Antworten und Gruß,
    Reinhard

  • Hallo Reinhard,

    im Wasser ist zwar weniger Sauerstoff enthalten als in der Luft, aber von anaerob kann trotzdem keine Rede sein. Das würden die Fische wohl auch nicht lange mitmachen. :winking_face:

    Da das Phosphat auch nur in dem von Wasser umspülten Bereich des Granulats gebunden werden kann, vermute ich, dass der Grund für die bessere Wirksamkeit woanders liegt.

    Grüße
    Ingrid

  • anaerob und aerob ist nicht gleich bedeutend mit "an luft" und "unter wasser"

    du hast mit sicherheit auch in deinem durchlauffilter aerobe verhätnisse

    das adsorptionsverhalten ist stark von der kontakzeit abhängig, daher vermute ich dass du mit deiner lichtraster methode einfach besser kontakzeiten und eine bessere kontaktfläche hast, als in deinem filtersäckchen, eingequetscht in deinem filter.

    du kannst ja mal deine lichtrasterplatte soweit absenken, dass das granulat gerade unter wasser ist, somit würdest du an der durchströmung kaum was ändern, aber die kontaktfläche mit dem wasser vergrößern ... somit sollte die adosrption noch besser sein, jedenfalls nicht schlechter.

    die beste adsorption erreichst du mit einem wirbelbettfilter in dem sich das granulat gegeneinder etwas bewegt, durch die gegenseitige aneinanderreibung wird verhindert das bakterienfilme die oberfläche versiegeln und kaum noch wasser ans granulat kann

    Einmal editiert, zuletzt von Niesmuschel (20. April 2013 um 23:16)

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