Hallo Leute,
ich habe seit ca.2 Jahren an meinem Becken ein Nitratfilter der mit Deniball´s gefüllt ist.Meine Frage ist: Wann muß man neue Deniball´s in den Filter geben bzw. ist es richtig das sich die Bälle komplett auflösen.Der Hintergrund meiner Frage ist,daß ich trotz geringer Fütterung und gutem Redoxwert immer noch verhältnismäßig viel Nitrat in meinem Becken habe ( 30-40mg ).
Gruß Andreas
Nitratfilter mit Deniball´s
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Hallo Andreas,
hast du vielleicht Biobälle, Filterwatte, blaue Schwämme oder ähnliches in deinem Überlauf? Oder hast du einen Topffilter oder Rieselfilter angeschlossen? Eventuell liegt hier der Grund für den Nitratwert.
Wenn man die Ursache abstellt, ist ein Nitratfilter überflüssig.l -
Hallo Sabine,
ich habe keine Watte,keine Bälle und auch keinen Rieselfilter im bzw. am Becken. Außer dem Nitratfilter habe ich nur noch einen Abschäumer und ein Kalki angeschlossen.Woher der hohe Nitratwert kommt kann ich mir nicht erklären.
Gruß Andreas -
Hallo Andreas,
meine Erfahrungen mit solchen Nitratfiltern ist denkbar schlecht. Sie können allgemein nur schlecht oder mit weiteren technischem Aufwand einigermaßen sicher betrieben werden. Ganz vorne an steht die Durchlaufgeschwindigkeit und die Verweildauer des Aquariumwassers im Filter. Um es einmal sehr einfach auszudrücken, wenn die Durchlaufgeschwindigkeit zu hoch ist, dann wird zu viel sauerstoffangereichertes Wasser durch den Filter geleitet und es passiert genau das Gegenteil. Statt Nitrat zu veratmen wird es produziert und an das Wasser abgegeben. Die Folge ist eine allmähliche Erhöhung des Nitratwertes. Ist die Durchlaufgeschwindigkeit zu niedrig und die Verweildauer zu lang, bilden sich Fäulnisgase, die die Fische töten.
Wenn Du nicht ganz sicher im Umgang mit einem Nitratfilter bist, empfehle ich Dir darauf zu verzichten und statt dessen eine gute Abschäumung und regelmäßige Wasserwechsel in kurzen Intervallen mit nitratfreiem oder nitratarmen Wasser durchzuführen.
Zur Handhabung des Nitratfilters:
wenn Du am Auslauf des Filters Nitrat messen kannst, dann ist die Durchlaufgeschwindigkeit zu hoch und muß gedrosselt werden. Keinesfalls darf die Fließgeschwindigkeit so niedrig sein, daß das Wasser einen "schlechten" Geruch annimmt. Um solch eine Anlage relativ risikolos zu betreiben, benötigst Du ein Redoxmeß- und Regelgerät sowie einen Ozonisator, der immer dann eingeschaltet wird, wenn der Redoxwert zu entgleisen droht.
Ich möchte es mir ersparen jetzt auf die Feinheiten einzugehen, die bis zur Auswahl, Position und Wartung der Meßelektrode gehen, wenn eine solche Anlage zu Aufwendig ist. Die beste Methode den Nitratwert dauerhaft niedrig zu halten ist die, die ich oben vorgeschlagen habe.
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Hallo Andreas,
Verweildauer Deniballs:
In der Anleitung zum AquaMedic Nitratreduktor ist von mindestens einem Jahr die Rede. Das kannst Du aber einfach testen; wenn bei minimalem Zulauf trotzdem der Nitratwert nicht auf Null sinkt gibt es entweder keine Nahrung mehr für die nitratabbauenden Bakterien oder es gibt trotz aller Nahrung keine entsprechenden Bakterien (Nitrafilter ist nicht eingelaufen).Lösen sich die Deniballs auf?
laut AquaMedic jaObwohl ich selbst einen Nitratfilter betreibe möchte ich die Aussage von Ralph noch einmal unterstreichen. Ein nicht funktionierender Nitratfilter kann viel Schaden anrichten. Nicht verständlich ist für mich allerdings, dass ein Nitrafilter bei zu grossem Durchlauf zusätzlich Nitrat produzieren soll, dazu ist der Durchfluss in der Regel viel zu gering. Mein Filter produziert bei zu hohem Durchlauf (und damit zu hohem Sauerstoffgehalt) am Ausgang jedoch eifrig Nitrit !
Wenn ich Dir einen Rat geben darf:
Klemm' deine Redox-Elektrode vom Becken ab und steck' Sie in den Nitratfilter oder in den Auslauf. Letztendlich kannst Du ohne Messung des Redoxpotentials nicht (oder nur sehr schwer) entscheiden was im Nitratfilter abgeht. Ungeregelt würde ich - wenn es denn sein muss - nur einen Nitratfilter auf Schwefelbasis betreiben.Wenigstens hast Du mit den Deniballs nicht das Problem, dass ungewollt "Nahrung" für die nitratabbauenden Baketrien ins Wasser kommen kann. Dieses Problem entsteht zusätzlich bei Fütterung mit Flüssignahrung bzw. den Tabletten (Denimar) die AquaMedic im Programm hat. Hier wird ein Betrieb ohne Redoxsteuerung sehr schnell zum russischen Roulette. Ich habe mich schon mit Leuten unterhalten denen ein Becken aufgrund einer (ungewollten) Überfütterung des Nitrafilters komplett gekippt ist ( da wird dann das gesamte Becken zum Nitratfilter
).Das Handling eines Nitrafilters ist sehr gut auf der Homepage von Lars Sebralla (--> Wodkafilter) beschrieben. Ob Du dabei mit Wodka, Doppelkorn oder Deniballs fütterst ändert prinzipiell nichts an der Fkt..
mfg
Torsten
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