Umstieg auf LED: Eindrücke und Erfahrungen
Teil 1+2
Guten Abend alle zusammen.
Ich möchte mit diesem Thread offen und ehrlich beschreiben, wie eines unserer Becken – welches sich aktuell noch mehr oder weniger in der Einfahrphase befindet und welches wir überwiegend mit Steinkorallen besetzen wollen – von HQI auf LED umgerüstet wird. Es ist das Ziel über die gemachten Erfahrungen berichten zu wollen.
Es ist angedacht auch Steinkorallenableger nachzusetzen und deren fortlaufende Entwicklung darzulegen.
In diesem Zusammenhang wird auch nicht unterlassen auf technische Änderungen einzugehen, bzw. Veränderungen der Futterstoffe/Zugaben zu benennen.
Es ist nicht angedacht User in Sachen der LED-Technologie bekehren zu wollen/zu müssen ![]()
Das Becken:
Hierbei handelt es sich um ein älteres, gebraucht erworbenes Winkelbecken ca 500 L+ ca 150 L Technikbecken.
Bei der ursprünglichen Stellweise war es die Optik sehr verzerrend, wenn man irgendwie etwas im Zusammenhang erkennen wollte.
Von daher haben wir das Becken gedreht, so dass man nun durch die ehemalige Rückwand in das Becken sieht.
Durch die obere und untere Beckenverkleidung wurde eine Raumabtrennung geschaffen, die es ermöglichte den technischen Krams und das hinter dem Hauptbecken stehende Technikbecken zu „verstecken“.
Bedingt durch die damalige Bauweise verfügt das Becken leider nur über einen seitlichen 40er Ablauf und hat keine weiteren Bohrungen und auch noch keinen Schacht, was während der Einfahrphase schon zu Problemen führte.
Aktuell befindet sich eine Tunze 6105 Stream in der linken, vorderen Ecke, welche wiederum über eine „echte“ OSCI-Motion bewegt wird.
Als Rückförderpumpe arbeitet momentan noch eine ca. 5000 Liter fördernde Pumpe.
Der zur Zeit verwendete Abschäumer ist ein Schuran-Pico.
Kalkreaktoren sind verschiedene vorhanden, aber keiner im Einsatz
Licht:
Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind folgende Leuchtmittel im Einsatz:
3x 150W HQI (Reeflux)
1x T8/18W
1x T8/36W
In der Zwischenzeit haben sich einige Algen bereits verkrümelt und wenige Tiere sind eingezogen.
Hierbei handelt es sich um:
2 Leierfische
2 schwarze Ocellaris
Aus einigen Beckenauflösungen und anderen Korallenverkäufen haben wir mehr oder minder tolle Ableger käuflich „ergattert“.
Davon haben sich einige wieder recht schnell verabschiedet und die im Bild gezeigten dienen fortan für unsere Beobachtungen.
Von daher sind die momentane Größe und der augenblickliche Ist-Zustand untergeordnet zu betrachten.
Entscheidend wird sein was in der Zukunft passiert.
Allerdings ist bei hinzukommenden Korallen und deren zusätzliche Beobachtung immer zu berücksichtigen, dass sich die Korallen eh gegenseitig beeinflussen werden/wollen und mit jedem Stück wachsender Koralle auch die Strömungsverhältnisse ändern und irgendwann ohnehin technische Verstärkung erforderlich sein wird.
Ob und wenn ja wann wird sich im Zuge der Zeit herausstellen, sofern kein Fall „x“ die Korallen himmelt.
Die Bilder zeigen den kümmerlichen Anfang des Vorhabens
In Sachen der LED Beleuchtung schrieb ich bereits ab dem Jahr 2007, forenübergreifend und unter verschiedenen Nicks, dass es sich hierbei um eine sicherlich interessante Technik handelt, die allerdings noch Zeit zur weiteren Entwicklung braucht.
Bereits damals wurde darum kontrovers, wenngleich anders diskutiert als heute.
Da ich manchmal auch in derart alten Beiträgen lese, ist es tlw. schon zum Schmunzeln wie und wohin sich so manche Meinung hinentwickelt und verändert hat.
Natürlich haben wir um diese LED-Leuchten oftmals mitgelesen, Usermeinungen und deren Erfahrungen aufgenommen und diverse Leuchten angesehen.
Das machte uns eigentlich immer mehr kritisch als zu dem Thema LED offen.
Im Zuge der vielen Vergleiche und Sichtungen und der auf uns wieder zukommenden Erneuerung der Leuchtmittel (an allen drei Becken) las ich plötzlich von einem bundesdeutschen Lampenbauer, der nicht die eierlegende Wollmilchsau propagierte, sondern seine Sichtweisen zu seiner Bauweise in Bildern und mit Messwerten präsentierte.
Der Beitrag war schon fesselnd und es entstand ein gewisser Appetit, was die Technik von diesem Hersteller betraf.
Nach einigen Fragen und Antworten ergab sich die Möglichkeit seine Produktionen in Natura sehen zu können.
Ab diesem Zeitpunkt stand fest, dass es zeitnah eine neue Lampe geben wird
Den eigentlichen Kauf haben wir uns zuvor etliche Mal durch den Kopf gehen lassen (müssen), da es neben der Aquaristik auch noch andere Dinge gibt die Prioritäten haben und wir uns aus verschiedenen Gründen diverse Anschaffungen halt dreimal überlegen.
Es war abzuwägen, ob wir die kommenden Jahre weiterhin Geld in die jährlich neu zum Nachkauf anstehenden Leuchtmittel investieren und damit u.a. das Becken und den Raum beheizen, mehr Verdunstung erzeugen etc.. oder in diese funktionierende LED-Lampe investieren, welche uns dafür aber auf einen Schlag finanziell belastet.
Nun ist sie da ... Top verpackt... wie ein rohes Ei ![]()
Und auch ein PAR- Messgerät, wie es vom Hersteller verwendet wird.
Die ersten schnellen Testmessungen an der bestehenden Beleuchtung in den bestehenden Becken war so ernüchternd, dass ich eigentlich keine Lust mehr hatte dafür Zeit zu investieren um Bilder zu machen und eine Datenbank anzulegen.
Aber es wurde zum Abschluss doch die gesamte bestehende Beleuchtung in allen Becken gemessen und dokumentiert.
Anschließend wurden die am Winkelbecken befindlichen Lampen demontiert und es wurde die neue LED-Lampe halbwegs und vorerst provisorisch positioniert und ebenfalls gemessen.
Aus Gründen der Vorsicht und auch der vorerst teilweisen Ausleuchtung des einen Schenkels mit der dort befindlichen Bartkoralle wurde die LED-Lampe 45 cm !! über der Wasserkante hoch gehängt.
Die vier an der Lampe befindlichen Stecker werden später über preiswerte, analoge Zeitschaltuhren angesteuert und sollen die Lampe in der gewünschten Weise werkeln lassen.
Der erste Eindruck: Derart beeindruckend, dass wir von den mickrigen und unansehnlichen Ablegern gleich noch schnell Bilder gemacht haben.
Wir sind der festen Überzeugung, dass es im Vergleich zu den zuvor gemessenen, erschreckenden Werten zu gewagt gewesen wäre, wenn die Lampe tiefer aufgehängt worden wäre.
Auch nett ist die Kringelbildung / das sich Abzeichnen sogenannter Kringel, obgleich die Wasserbewegung in diesem Becken nicht die Dollste ist.
Nun beginnt eine spannende Wartezeit
