Mein ersten MW-Becken

  • @Sascha,

    rumfummeln tu ich eigentlich recht wenig. Nachdem ich die LS reingesetzt hatte, habe ich eben (war wohl der Fehler) umgedacht und neu aufgebaut. Ich bin aber nicht jeden Tag im Wasser. Seit Neuaufbau am Montag abend habe ich ausser Osmosewasser nachfüllen und dichte danach messen nichts mehr gemacht, Steine und Boden nicht mehr seither berührt.

    Ich hatte das Nano als Zwischenlösung für ein grösseres Becken gekauft, um erste Erfahrungen zu sammeln (auch wenn es im Nano warscheinlich schwieriger ist, vor allem um die Dichte zu stabilisieren). Mit dem was in meinem Becken wohl gerade abgeht, habe ich mir heute morgen schon gesagt, dass es letztendlich auch gut war, dass dies im Nano geschieht, und nicht in einem grösseren Becken. Der Aufwand ist ein ganz anderer. Andererseits hätte ich im grossen Becken diesen Schritt nicht gemach sondern in Ruhe einlaufen lassen, das war ja eine Empfehlung eben gerade für Nanos.

    Mit den Büchern hast du natürlich Recht. Ich bin seit ca. einem Jahr mit MW beschäftigt, habe zig Bücher gelesen, habe viel hier und in anderen Foren gelesen, aber mit dem Nano wollte ich nun endlich in die Praxis übergehen. Da habe ich leider im MW-Bereich null Erfahrung, und den ersten Fehler gemacht, ehe es mal überhaupt richtig losging.
    Ich werde mich aber davon nicht entmutigen lassen, wenn sich am Wochenende herausstellt, dass die Werte weiterhin so hoch sind, dann werde ich nächste Woche komplett neu einrichten und nichts eingefahrenes ausser später LS benutzen.

    Danke,
    Patrick

  • Hallo Patrick,

    wenn
    Sand und Wasser aus einem Steinkorallenbecken stammen, das gut gelaufen ist, dürfte das Wasser beim Händler zumindest nicht so schlechte Werte aufweisen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass die Steine phosphatbelastet sind. Das findest du heraus, indem du sie in frisch angesetztem Meerwasser hälterst und nach einigen Tagen den Phosphatwert misst.

    Zitat

    Original von kaytak
    bis das Wasser weniger aggressiv ist (nach 3-4 Tagen?)


    Diesen Punkt hatten wir doch schon ganz am Anfang geklärt.

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    hast recht, den Punkt, wann angesetztes MW nicht mehr aggressiv ist hatten wir schon.

    Ich bin morgen eh den ganzen Tag in Deutschland (bin ja aus Luxemburg) bei eingem Bundesliga-Spiel, werde deshalb am Sonntag nochmal messen und schauen was dabei herauskommt. Dann kucken wir mal weiter.

    Gruss,
    Patrick

  • Hallo,

    ich habe heute noch einmal Nitrat und Phosphat getestet. Beide Werte sind identisch, wobei wenn ich beim Nitrat den Test handhabe wie Sascha, dann komme ich nicht auf 50mg/l sondern auf <1 mg/l (unterster Wert auf der Skala), d.h. da erkenne ich die Farbe der Schablone nicht. Wenn ich vorgehe wie in der Anleitung sind es eher 30-50 mg/l.
    Phosphat liegt zweifelsfrei von der Farbe noch immer um 3,0 mg/l.
    Beide Tests waren von Tropic Marin.

    Demnach keine Besserung in Sicht.
    Ich werde wohl nicht um eine komplette Neueinrichtung rumkommen und dann alles in Ruhe (Wasser/Bodengrund/Bakterien) reifen lassen über mehrere Wochen.
    Sollte ich in dem Fall auch neues LS einbringen, oder kann ich das aktuelle trotzdem nutzen? Langsam aber sicher breiten sich die Glasrosen aus, zu Beginn waren es 2 die ich gesehen hatte, mittlerweile werden es so um die 6 sein.


    Gruss,
    Patrick

  • Ach herrje Kerle,

    hör doch auf so verdammt hektisch zu sein.Als ich mein Becken eingefahren habe hatte ich zeitweise auch nen Wert von 0,3 mg/l. Ich habe trotzdem fast die ersten beiden Monate keinen Wasserwechsel gemacht. Und es waren von Anfang an einige kleine Korallenableger drinnen und auch größere Lederkorallen, die halt auf den Steinen festgewachsen waren. Davon is nichts umgegangen.

    Selbst wenn dein Wasser aus nem laufenden Becken stammt, durch den Transport ohne Luftanreicherung und Filtrierung stirbt einiges ab. Und wahrscheinlich gabs vorhandene Phosphat-Depots im Sand, sowie auch in den Steinen (werden nun anders umspült und setzen daher vielleicht auch Depots frei).

    Diese Wechselwirkungen sind mit Sicherheit sehr komplex. Du solltest dir nen Kalender schnappen und am 25.11.2010 ein großes !-Zeichen machen. Dann kannst du weiter messen. Dein Becken reagiert auf jede Veränderung. Durch meinen kürzlichen Riffumbau ist mein Phosphat auch wieder in die Höhe geschnellt. Es reicht hier wahrscheinlich oft aus zu viel Bodengrund aufzuwirbeln um Phosphat in die Wassersäule einzutragen.

    Übe dich in Geduld, das gleiche Phänomen wirst du ohnehin wieder haben, wenn du Wirbeltiere einsetzt.

    Du kannst eine Entwicklung nach zwei Wochen noch nicht abschätzen.

    Viel Erfolg

  • Zitat

    Original von RouvenMarkovic
    Ach herrje Kerle,

    hör doch auf so verdammt hektisch zu sein.Als ich mein Becken eingefahren habe hatte ich zeitweise auch nen Wert von 0,3 mg/l.


    Hallo Rouven,

    es sind hier aber nicht 0,3 mg/l Phosphat, sondern 3,0. Und es handelt sich um ein 30-Liter-Nano.
    Rätst du allen Ernstes dazu, das Ding so stehen zu lassen und auf ein Wunder zu hoffen?

    Grüße
    Ingrid

  • Da hatte ich Tomaten auf den Augen, ich les glaube ich schon automatisch 0,irgendwas. Mein Fehler. Sorry.

    Nehme alles zurück.

  • Hallo,

    LS, Wasser und Bodengrund stammen aus dem gleichen Becken des Händlers, in dem er auch Korallen gepflegt hat. Ich habe ihn kontaktiert, er hat in diesem Becken 15mg/l NO3 und 0,10 mg/l PO4.
    Er hat mir geraten das Becken sich einlaufen zu lassen, bei diesem kleinen Volumen wäre es normal, dass die Werte am Anfang in die Höhe schnellen.

    Wobei ich immer gedacht habe, dass gerade wenn man eingelaufenes Wasser, Bodengrund und LS einbringt, zwar Bakterien absterben, aber das ganze sich nach einer Woche stabilisieren sollte und die Werte nicht so dramatisch erhöht sein würden.

    Gruss,
    Patrick

  • Gesetzt dem Fall, dass sich tatsächlich Phosphat-Depots im Stein lösen, durch andere Strömungssituation, Dichte,
    oder wie auch immer, dann verteilt sich dass eben nicht wie bei anderen auf mehrere hundert Liter, sondern in deinem
    Fall auf weit unter hundert. Somit ergäbe sich natürlich auch eine weit höhere Konzentration als in großen Becken.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob die von deinem Händler vorgeschlagene Variante nicht letztlich doch zum Erfolg führt.
    Es kommt eigentlich nur auf deinen zeitlichen Horizont an. Du kannst es versuchen, beobachten ob die Werte sich normalisieren
    oder komplett neu einrichten, wobei du hier keinerlei Garant hast, dass dir eine ähnliche Situation erspart bleibt.

    Viel zu verlieren hast du ja nicht oder ? Ich würde noch ein paar Wochen warten. Wenn sich dann nichts getan hat, kannst
    du immer noch die RESET-TASTE drücken.

  • das ist ja gerade mein Dilemma. Ich habe ja selbst noch keine praktische Erfahrung mit MW, der Händler rät zum weiterlaufen lassen, im Forum hier wird mir grösstenteils zum Neueinrichten geraten. Im Nano-Riffbuch und auch in der Anleitung von Dennerle wurde durchaus geraten auch mit eingelaufenem Wasser und Bodengrund zu starten.

    Es ist also schwierig für mich eine klare Richtung zu finden. Mir ist aber auch klar dass der aktuelle Phosphat-Wert in so einem kleinen Becken eine grosse Hypothek für die Zukunft des Beckens ist und sich die Frage stellt, ob das überhaupt in den Griff zu bekommen ist. Ich halte auf jeden Fall gar nichts davon, schon vom Start weg mit irgendwelchen Mittelchen zu versuchen, die Werte zu senken. Das wäre mM nach der schlechteste Start.

    Ich habe eine leichte Tendenz zum Neueinrichten, da dies auch der Rat hier ist und dies mir aufgrund der Werte auch am logischten erscheint.
    Aber da ich vor dem Wochenende ohnehin nicht neueinrichten kann, werde ich auf jeden Fall bis dahin abwarten und schauen, ob sich irgendetwas in die richtige Richtung bewegt. Danach muss ich weiterschauen. Wie du schon sagtest, habe ich ja eigentlich nichts zu verlieren, und werde jetzt mal etwas Geduld zeigen.

    Danke,
    Patrick

  • Hi Patrick

    Also ich würde lieber auf die Mädels u. Jungs hier im Forum hören da sie das Hobby,
    teilweise über Jahrzehnte betreiben und mit sicherheit mehr Tips geben können
    als jedes Buch oder einer Firma die überteuerten Becken verkauft ........!

    Aber wie es auschaut scheinst du ja diese Ratschläge nicht wahr zu nehmen .....!

    Dir ein schönen Tag .

    GLG, Sascha

  • Wieso nimmt er die Ratschläge nicht wahr, bis jetzt wägt er ja noch ab oder?
    Ich kanns ihm schon nachfühlen, ist schwer am Anfang, gerade wenn man eigentlich schon "zu viel" gelesen hat.
    Das verunsichert ungemein.

    Ich kenne mich ja auch noch nicht so gut aus, aber nach allem was ich bisher gelesen habe, und den Ratschlägen aus dem Bekanntenkreis, sowie meinen Erfahrungen auch aus dem Süsswasserbereich ist doch nach dieser geringen Einlaufzeit alles noch sehr unsicher. Das kann stetig so bleiben, muss es aber nicht. Genauso kann es mit dem Phosphat rapide bergab gehen. Die Bakterienstämme brauchen denke ich schon mal ihren Monat bis eineinhalb um sich an die neuen Niveau's anzupassen, bzw. sich in ausreichender Zahl zu vermehren. Ein Teil ist ja
    ohnehin mit Sicherheit abgestorben.

    Wenn die Steine in Ordnung sind, dann werden sie ja auch nicht ewig Phosphat emittieren, sondern solange bis die Depots ausgeschwemmt sind.

    Einmal editiert, zuletzt von RouvenMarkovic (27. Oktober 2010 um 09:26)

  • @ Rouven

    Ich kenne das doch zu gut selber , fange ja gerade auch wieder neu an
    ich habe mich gerade auch in einem neuen Thread vorgestellt dort ist ein Bild vom
    alten Becken drinn dieses hatte eine Einfahrphase von 2 Monaten hinter sich und es
    hat sich gelohnt ............die Gedult spielt eine große Rolle ich hatte von 2004-2008
    3 Becken eingerichtet bei mir und nie große Problem damit gehabt wenn man es in
    ruhe läst ........................und man hat mir hier sehr gut geholfen zu dieser Zeit .....!

    Gerade bei solche kleinen Becken kann schnell Chaos entstehen und man muß sich
    in gedult üben.

    GLG, Sascha

  • Ne Anmerkung noch, nachdem ich den Thread-Anfang nochmals gelesen hatte. Ich würde mir an deiner
    Stelle einfach auch en paar Einweghandschuhe besorgen, wenn du viel im Becken hantierst. Ich hatte schon öfters
    das Vergnügen mit Borstis. Das sind keine Schmerzen, aber es passiert dir leicht mal, dass dein Finger taub wird.

    Ich bin da vielleicht mittlerweile übervorsichtig, aber ich werde bei Umbauarbeiten nur noch mit Handschuhen arbeiten. Kürzlich habe ich weil ich beim hantieren abgerutscht bin, und mich in der Hektik irgendwo abstützen musste, volle Lotte in die große Kolonie Krustenanemonen gefasst (Protopalythoa's). Meine Hand wurde en paar Minuten später taub und kribbelig, was mehrere Stunden anhielt. Mit Handschuhe wär nix passiert. Sicher is sicher.

    Einmal editiert, zuletzt von RouvenMarkovic (27. Oktober 2010 um 13:55)

  • @Sascha
    ich misstraue ja niemandem im Forum und bin für jeden Ratschlag dankbar. Ich habe ja auch geschrieben, dass ich zur Neueinrichtung tendiere, aber jetzt nochmal etwas abwarte, da ich ja nichts zu verlieren habe ausser Zeit.
    Es ist halt wirklich schwer zu entscheiden. Ich weiss auch dass die Erfahrung hier im Forum durch keinen Händler oder durch kein Buch zu ersetzen ist.

    Nur wäre das Becken des Händlers phosphatverseucht gewesen, wäre es nochmal eine andere Sache. Ausserdem macht der mir auch einen kompetenten Eindruck, hat mir schon sehr weitergeholfen und viele Fragen beantwortet (ohne dass er jetzt viel an mir verdient hätte), mir auch einen Aärometer umsonst geliehen (er hatte grad keinen neuen mehr auf Lager) als ich meinen zu Boden geschmissen habe (natürlich nicht absichtlich). Dies ist natürlich auch Kundenbindung, Geld wird er wohl verdienen, wenn ich Korallen und andere Wirbellose brauche... aber das ist ja auch legitim. Seine grossen Becken (mehre mit weit über 1000l) sind sehr gut gepflegt (zumindest für einen Laien). Also muss er auch etwas Ahnung haben.

    Was hinzukommt ist ja auch, dass ich die Tiere später bei ihm kaufen möchte. Ich möchte aber auch weder ihn noch euch vor den Kopf stossen, weil ich anders reagiere als ihr oder er mit rät.

    @Rouven
    danke für deine Unterstützung :-). Zur Zeit wäge ich in der Tat noch ab. Tendenz ist ja wie gesagt zum Neueinrichten. Aber da ich die nächsten Tage sowieso keine Zeit für eine grössere Aktion habe, schaue ich mal wie die Werte sich entwickeln.

    Gruss,
    Patrick

  • Zitat

    Original von kaytak
    Tendenz ist ja wie gesagt zum Neueinrichten.

    hi,

    nun, wie sich das anhört... :face_with_rolling_eyes:

    dabei ists ne sache von keinen 10 minuten bei dem töpfchen. :winking_face:

    also braucht man sich nicht den großen kopf machen.

    wenn beim händler kleinpolypige steinkorallen mit besten farben und im wachstum stehen,
    ist das wasser top.

    wenn nur weiche, lederne, scheibenanemonen dort zu finden sind, ist das eher zu überprüfen.

    wobei heutige top-salze, frisch angemacht und ggfls. n paar tage "reifen" lassen, mit korallensand und
    zwei-drei kilo gutes ls bestückt, auch keine langwöchige "einfahrzeit" benötigt.

    scheibenanemonen, krusten, kleine weiche, lederne, einsiedler, garnele, schlangenstern u.v.m. rein und gut ist.

    :]

  • @Rouven
    Handschuhe habe ich gekauft (Einweg von Tunze und auch dickere wenn ich viel hantiere), ich habe auch keine Lust dass mir die Borstis über die Hand laufen oder die Krustenanemonen mich vollnesseln ;-).
    Ausser 1x bisher Scheiben geputzt und alle 2 Tage Osmosewasser nachfüllen hantiere ich seit Neueinrichtung ja nicht im Becken. Ich gehöre eher zu denen die nicht permanent rumhantieren (auch wenn das in diesem Fred nicht so rüberkommt :winking_face: ).

    Joe
    das klingt ja klar nach einer Empfehlung zur Neueinrichtung, nach dem Motto besser jetzt neu Einrichten (mit frischem Wasser und unbenutztem Korallensand) und nach 3-4 Wochen können Korallen rein als jetzt nochmal mind. die gleiche Zeit warten bis das Phosphat vielleicht runtergeht, oder auch nicht und dann möglicherweise trotzdem dann neu einrichten.
    Ist mir auch klar, dass die Neueinrichtung keine 2 Stunden dauert, aber zuerst muss alles alte mal raus, mit dem Schlauch einmal durchs Becken usw., dann wirds schon knapp mit den 10 minuten ...

    Gruss,
    Patrick

  • Zitat

    Original von RouvenMarkovic
    Genauso kann es mit dem Phosphat rapide bergab gehen. Die Bakterienstämme brauchen denke ich schon mal ihren Monat bis eineinhalb um sich an die neuen Niveau's anzupassen, bzw. sich in ausreichender Zahl zu vermehren. Ein Teil ist ja
    ohnehin mit Sicherheit abgestorben.

    Wenn die Steine in Ordnung sind, dann werden sie ja auch nicht ewig Phosphat emittieren, sondern solange bis die Depots ausgeschwemmt sind.


    Hallo Rouven,

    Phosphat wird von den Bakterien nicht so abgebaut wie Nitrat. Sie nehmen es bei Wachstum und Vermehrung als Baustein in ihren Organismus auf, aber das Phosphat bleibt im Becken. Nur über Adsorber und Wasserwechsel kann es dann entfernt werden und zum Teil über den Abschäumer, wenn die Bakterien absterben. Das findet aber bei einer normalen Bakterienpopulation nur in geringem Umfang statt.

    Bei einem Phosphatwert von 3 mg/l besteht eher die Gefahr, dass sich Depots bilden, die man dann schwer wieder los wird, als dass die Depots ausgeschwemmt werden.

    Grüße
    Ingrid

  • HUHU

    Das soll ja auch nicht böse klingen wenn wir so schreiben , wollen ja nur das Du glücklich
    wirst mit deinem Becken ..........................mach alles neun und lkass dann die Finger raus
    und Du wirst in einem Monat glücklich sein und froh sein das Du es so gemacht hast !

    GGLG, Sascha

  • Hallo Ingrid,

    deswegen sage ich ja auch kann und nicht muss. Nur habe ich keine Erfahrungswerte,in wiefern das bei dem kleinen Becken normal ist oder nicht. Des weiteren ist mir schon klar, dass die Phosphor-Kette anderen Reaktionsprinzipien unterliegt. Ich weiß eben genausowenig ob das funktionieren wird oder nicht.

    Ich denke eben nur, da ja noch kein weiterer Phosphat-Eintrag geschieht, ist keine überaus große Hektik geboten. Es wäre denke ich auch klug den Ratschlag zu befolgen und einen einzelnen Stein zu hältern, um hier zu sehen, ob es die Steine sind.

    Ich vertrete aber nach wie vor den Standpunkt abzuwarten. Vielleicht sogar nochmals nen anderen Wassertest zu rate ziehen, oder nochmals dein Wasser bei einem Dritten testen zu lassen, evtl. mit dem Merck-Test. Vielleicht stimmt ja auch das Ergebnis nicht.

    Ich will ja nur sicher stellen, dass wir alles erörtert haben, bevor er sich nun auf eine Neueinrichtung einlässt und durch ein vermeintlich kleines Problem wieder die gleichen Schwierigkeiten bekommt. Wodurch ihm eines der schönsten Hobbies verleidet würde.

    @kaytak 
    By the way, hast du diesen Marinus Bio-Circulator richtig verbaut. Das Ding schäumt ja auch nichts ab. Hast du die Filterwatte schon gereinigt ? Schaut euch bitte alle nochmal das Funktionsprinzip an, hier wird Oberflächenwasser, dass doch wie oft erwähnt, sehr Schadstoffbelastet ist wieder verstärkt untergewälzt, nachdem es abgesaugt wurde. Scheint mir nun nicht wirklich optimal um Nährstoffe aus dem System zu entfernen. LINK

  • Hallo allerseits,

    die Entscheidung ist gefallen. Ich werde komplett neu einrichten.
    Da ich in den letzten 2 Tagen auch verstärkt Algenwuchs auf den Steinen und auch Scheiben habe, auch kleine Luftblasen an den Steinen sind, schliesse ich darauf, ohne seit Montag erneut gemessen zu haben, dass die Werte noch immer recht hoch sind, und das ganze keinen Sinn macht. Ich werde trotzdem nochmal heute abend messen, alleine aus Interesse, ob sich was getan hat, aber ich gehe nicht davon aus. Ich hatte das Phosphat übrigens mit einem zweiten Test gegengemessen und bin zum gleichen Resultat gekommen (mein Erst-Test ist von Tropic Marin als Gegentest hatte ich den billigeren JBL genommen, beide waren auf der maximalen Skala, wobei JBL nur bis 1,8 mg/l geht.

    Ich würde die Sache jetzt auch anders angehen, und wäre froh, wenn ihr mir sagen könntet, ob ich hier noch einen Denkfehler mache:

    1. ich werde das Becken auf 60l vergrössern. Ich habe zwar dann etwas Geld rausgeschmissen, aber es geht auch nicht um Unsummen und das kleine 30l-Becken kann ich bestimmt noch irgendwann gebrauchen, und sei es für ein weiteres Süsswasser-Nano. Das 60l-Becken würde wenigstens einen kleinen Tick mehr Stabilität als 30l bringen und ich könnte später einmal 2-3 kleinbleibende Grundeln noch reinsetzen.

    2. ich werde heute abend frisches MW ansetzen, und auch das Wasser anschliessend mal nach Nitrat und Phosphat testen (nicht dass ein Problem mit der Osmoseanlage ist, die hat in der Zwischenzeit ca. 9 Monate, ist eine kleine Anlage).

    3. Morgen kaufe ich das neue 60l-Becken und nehme es dann spätestens am Samstag (nach dem Dichtigskeitstest über Nacht) in Betrieb mit neuem Korallensand und dem frischen Meerwasser. Das alte Becken wird komplett aufgelöst. Die Technik wollte ich unter heissem Wasser gut säubern, damit keine Spuren mehr vom alten Becken dran sind. Auch die Filterwatter unters heisse Wasser. (die hatte ich übrigens regelmässig, d.h. alle 2-3 Tage einmal im MW ausgewaschen)
    Das Becken wird dann Samstag/Sonntag noch mit nur MW + Korallensand sowie der Technik des Nano Cube 30 laufen. Den Heizstab (50Watt) muss ich wohl durch einen 100 Watt ersetzen?
    Geplant habe ich, die Dennerle Technik (ausser Heizstab) durch eine Strömungspumpe (Tunze Nanostream 6025?) sowie Sander Picolo Abschäumer (mit Hang-On-Ueberlauf) so schnell wie möglich zu ersetzen.

    4. am Montag Abend kaufe ich dann neue LS (ca. 8-10 kg). Das alte LS würde ich entsorgen da sich Glasrosen und Algen schon gut entwickelt haben und ich nicht weiss inwieweit sich jetzt schon Phosphat einlagern konnte. Oder würdet ihr es behalten (abgesehen vom Geld)?

    5. Das LS soll dann mal 2 Wochen laufen, ich werde dann mal Ende der ersten Woche und nochmal ende der zweiten Woche die Wasserwerte messen, um die Tendenz zu erkennen, ansonsten die Finger rauslassen, höchstens Mal zum Scheibenputzen.

    6. Abschäumer soll rein, sobald ich ihn habe (werde ihn wohl online bestellen). Brauche ich zu dem noch eine separate Pumpe oder ist da alles dabei?
    Mit der Beleuchtung muss ich mir noch etwas überlegen. Zur Zeit habe ich ja nur 24Watt, das reicht nicht. Und zwei solcher 24Watt-Lampen drüber zu hängen sieht auch nicht so toll aus. Gibt es für solche Nano Leuchten die man am Beckenrand befestigen kann, und die ca. 40-60 Watt haben?

    7. Das Becken soll in Ruhe einlaufen, ohne Hektik und ohne Eile. Muss die Einfahrphase komplett vorbei sein um die ersten Weichkorallen einzusetzen, oder kann man das z.b. nach 3-4 Wochen schon machen, sofern die Werte in Ordnung sind.

    Ich hoffe diesmal dann alles richtig zu machen, wenn ich hier noch einen Fehler begehe, gebt mir bitte Bescheid , was ihr anders machen würdet.


    Noch zu meiner Ueberlegung mit dem 60l-Becken. Ich möchte zur Zeit bewusst kein grösseres Becken, da es möglich ist, dass ich innerhalb des nächsten Jahres umziehe. Solange dies nicht klar ist, möchte ich eine flexible Lösung und eben vermeiden, vielleicht in 7-8 Monaten ein noch nicht 100% stabiles 500l-Becken wieder abbauen und neu aufbauen zu müssen. Ich möchte auch etwas, was ich später in jeder Ecke unterkriege. Wenn ich jetzt z.b. auf ein 150l-Becken gehen würde, wäre die Anschaffung dann doch direkt bedeutend grösser, da ich auch einen Unterschrank dazu bräuchte, das Aquarium an sich teurer wäre, Beleuchtung teurer usw.


    Gruss,
    Patrick

  • Zitat

    Auch die Filterwatter unters heisse Wasser. (die hatte ich übrigens regelmässig, d.h. alle 2-3 Tage einmal im MW ausgewaschen)

    Das hättest du besser mal nicht gemacht. In der Filterwatte hängt doch gerade überflüssiger Nährstoff. Den kannst du dann
    entnehmen auswaschen und wieder einsetzen. Ist nicht gleich der Süsswasser-Aquaristik, wo die hohen Nährstoff-Niveaus nicht
    unbedingt so dramatisch sind.

    Schwamm- oder Filterflies-Filter sind in der MeWa-Aquaristik nicht unbedingt zu präferieren, da sich hier Nitrat massenhaft
    sammeln kann.

    Einmal editiert, zuletzt von RouvenMarkovic (28. Oktober 2010 um 14:13)

  • @Rouven
    ich habe die filterwatter in Meerwasser (nicht im Becken) ausgewaschen, ohne grossen Druck usw. um ihn zu säubern. Hätte ich das nicht tun sollen?
    Mir ist klar dass Filterwatter im MW nichts zu suchen hat und eine Nitrat-Schleuder werden kann. Deshalb habe ich ihn alle paar Tage im Meerwasser ausgedrückt. Den wollte ich nicht für immer drinlassen, und bei der Neueinrichtung sowiso sobald wie möglich mit dem Picolo fahren und dann diesen Bio-Circulator rausnehmen.
    Das mit dem heissen Wasser wäre für die komplett neueinrichtung, damit ich solange bis ich den Abschäumer habe, d.h. ca. eine Woche noch den BIO-Circulator nutzen kann.

    Gruss,
    Patrick

  • Hm, vielleicht habe ich dich da missverstanden. Du sagtets im Meerwasser ausgedrückt, aber nicht im Becken.

    Ich würde ihn einfach unter heissem Wasser gut ausspülen und ausdrücken. Hier sollte eigentlich nicht
    viel zurückbleiben im Filter, er wird ja nicht zur aktiven Filterung benötigt.

  • nein natürlich nicht im Becken ausgespült :smiling_face:

    Ich wusste allerdings nicht, dass man den gründlich, also durchaus mit heissem Wasser ausspülen kann.
    Da habe ich dann wieder was hinzugelernt.


    Gruss,
    Patrick

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