Kieselsäurefilter/Wasseraufbereitung

  • Hallo,

    ich möchte euch mal um eure Meinung bitten.
    Bislang habe ich das Wasser per Osmoseanlage und nachgeschalteten KIeselsäurefilter Kieselsäurefilter aufbereitet.
    Ich habe mir vor ein paar Wochen von den Stadtwerken die Wasserwerte schicken lassen. Alle Werte sind danach in Ordnung, außer Nitrat soll bei 30 liegen. Nun habe ich das Leitungswasser mit einem Red Sea Test getestet. Nach dem Red Sea Test wäre Nitrat nich nachweisbar? Kann das überhaupt sein? Ich meine kann es sein, daß die Stadtwerke sagen der Nitratwert liegt bei 30 und der Wert ist deutlich geringer? Der Test soll ja ziemlich genau sein.
    Ansonsten möchte ich mal vorsichtig antesten ob ich ohne Osmoseanlage auskomme. Da ich keinen extra Wasseranschluss habe und die Osmoseanlage jedesmal samt Kanister im Bad steht und es ewig dauert bis der Kanister voll ist. Mal abgesehen von der Wasserverschwendung. Ich mache immerhin jede Woche 10% WW. Da kommt an Abwasser ganz schön was zusammen. Ich hatte mal zu meinen MW Anfängen mal ein 200 Liter Becken ohne Osmoseanlage betrieben. Soweit ich mich noch errinnern kann gab es keine Schwierigkeiten.
    Meint ihr es ist ok, wenn ich vor dem WW das Leitungswasser auf jedesmal schnell auf Nitrat und Phosphat teste und es verwende wenn die Werte wirklich ok sind?
    Allerdings möchte ich den Kieselsäurefilter anschließen(da der Silikatwert recht hoch ist). Nach der Osmoseanlage ist das Wasser ja nur sehr sehr langsam durchgeflossen. Kann das Wasser auch per Direktanschluß an den Wasserhahn schnell durch den Filter fließen?
    Achja wie merke ich wann der Filter erschöpft ist?

    Viele Grüße

  • sorry, der Link scheint nicht zu funzen(führt nur zur Startseite). Es ist jeden falls so ein Kieselsäurefilter von Aqua Light. Auf der Seite der Seite die sich öffnet unter Schnäppchen zu finden.

  • Hallo Ramon,

    ein Leitungswasser mit Nitrat n.N. kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, zumal die Stadtwerke von 30mg/l sprechen. Würde den Test mal wiederholen.
    Soweit ich weis ist bei einigen Vollentsalzern ein Farbindikator im Harz der anzeigt wenn es erschöpft ist. Falls nicht mußte Du den Leitwert überprüfen, oder wenn es dir nur uns Silicat geht, mittels eines Silikat-Tests.
    Dein Filter hat nur 1,2 Liter Harz!! Jetzt mit vorgeschalteter UO mag er eine ganze Zeit reichen bis Du die Harze austauschen mußt. Ohne UO verkürzt sich die Einsatzzeit ganz erheblich. Du hast doch bestimmt eine Angabe für wieviel Härteliter der Filter ausgelegt ist, teile die Angabe durch den Härtegrad Deines Leitungswassers und Du weist so ca. wieviel Liter (ohne UO) Du da durchjagen kannst bis zur Neuauffüllung.

  • Hi Jürgen,

    den Test habe ich sogar 3mal wiederholt. Er zeigt immer das niedrigste Ergebnis an. Ich vermute mal daß es vieleicht schwankt, daß heißt daß es nicht jeden Tag so gut ist. Deshalb vorher immer messen.
    Und zu dem filter habe ich natürlich keinerlei Daten bzw. Gebrauchsanweisung bekommen. Hab halt immer so ein Glück :grinning_squinting_face:

    MfG Ramon

  • Hi Ramon,

    auf deine Frage kann ich dir leider keinen Tipp geben, da ich noch Anfänger bin und selbst gerade bezüglich der Osmoseanlage am schauen bin.

    Daher auch meine Frage an dich, wie bist du mit dem Kieselsäurefilter zufrieden? Ich hab auch schon überlegt ob ich mir den zulegen soll.
    Du sagst es waren keine Daten und keine Gebrauchsanweisung dabei, hast du den beim Händler gekauft? Wenn das normal ist dann las ich lieber die Finger weg, denn ohne Gebrauchsanweisung, bin ich eine technische Null :-))

    Kann man den Filter eigentlich an jede Osmose nachschalten, oder braucht man da bestimmte Anschlußteile?

    Bei mir ist es so ähnlich wie bei dir , alle Wasserwerte sind im grünen Bereich, nur das Silikat ist absolut zu hoch. Auf die Idee mann könnte nur den Silikatfilter, ohne Osmose , verwenden, bin ich noch garnicht gekommen. Aber wie schon beschrieben wird dann die Lebensdauer des Filters ziemlich kurz sein.

    Viele Grüße
    EVA

  • Hi Lupo,

    das mit der Gebrauchsanweisung ist nicht so tragisch. Es gibt da wirklich nur 2 Anschlüsse. Einer wo das Wasser reinfließt und einer wo es wieder rauskommt. Das bekommt man auch ohne Anleitung hin :grinning_squinting_face: . Aber eine Information zur Haltbarkeit oder eine Angabe über die von Jürgen angesprochenen Härteliter wären ganz hilfreich.Ich habe den Filter in einem Internetshop bestellt. Vieleicht gehört ja auch eine Anleitung dazu und bei mir hat sie nur gefehlt.
    Mit den Ergebnissen bin ich sehr zu frieden. Ich habe nach der Osmoseanlage mit keinem der Wasserwerte Probleme. Wie es ohne Osmose ausschaut kann ich noch nicht sagen.
    MfG Ramon

  • Hallo Ramon,

    hier ein Link zur Berechnung:
    http://www.bingo-ev.de/~kh3515/vollen…llentsalzer.htm
    Auszug:

    Zitat

    Ich mache dies an einer Rechnung für ein Trinkwasser deutlich. Die Wasseranalyse (vom Wasserwerk) gibt folgende Konzentrationen für die wesentlichen Kationen an:[


    in den folgenden Zeilen mußte jetzt Deine Leitungswasserwerte eingeben und nach dem gleichen Schema umrechen.
    Aber vorausgesetzt Dein Vollentsalzer hat die beschriebenen Harze!
    Viel Spaß

    Einmal editiert, zuletzt von Jürgen Schmidt (25. März 2003 um 15:00)

  • Hallo Ramon

    Kaum ein Wasserwerk hat immer die gleichen Werte die sie angeben, zumindest sind mir teils auch Schwankungen bekannt.
    Das trifft vor allem auf Silicat und auch andere Stoffe zu. Je nachdem was ins Wasser kommt. Dennoch sollte man davon ausgehen das wenn das Wasserwerk 30 mg angibt das dies in grosser Zahl
    auch hinkommt.

    Dann stellt sich die Frage, wie alt ist der Test.. Es sind viele Dinge die hier eine Rolle spielen könnten.

    Wie hoch sind denn deine Silicatausgangswerte ?
    Ich meine weil hier eine Osmose so um die 85 % entzieht (Rest dann Reinstwasserfilter)...

    Und lieber mal mit einem anderen Test gegenprüfen was dort der N03 Wert sagt. Wer weiss wie alt der Red Sea Test schon ist. Und es ist noch lange nicht gesagt´das in zwei Wochen das wasser ebenfalls noch null hat.
    Die Spanne wäre dann ja recht gross, da sie bis 30 jederzeit gehen können :smiling_face:

  • Hallo Ramon,

    also ich benutze auch keine UO Anlage, aus eben den von Dir genannten Gründen, es kann nicht sein, daß wir Seewasseraquarianer immer von Umweltbewustsein, Tier- und Naturschutz sprechen und dann für 100ltr Aquarienwasser 60-100ltr in den Kanal schütten! :angry_face: Allerdings habe ich auch das Glück das mein Ausgangswasser nur einen NO3 Wert von 15mg/ltr aufweist, da mache ich mir dann keinen Kopf drum und das Silikat filtere ich sporadisch per Silicarbon raus.
    Bei eine Wert, der gegen 30mg/l geht (das Wasserwerk wird 100%ig nicht nach oben schummeln :grinning_squinting_face: ) würde ich allerdings auch kein unbehaldeltes Leitungswasser nehmen, sondern über einen Vollentsalzer gehen! Der ist schneller als UO 100% des Wassers können genutzt werden und Du filters wirklich alles raus. Und wenn Du so ein Teilchen dann noch fachgerecht regenerieren lässt ist es auch Umwelttechnisch unbedenklich!

    Andreas!

  • Hallo zusammen

    Habe mir ein Vollentsalzer gebaut mit je 10ltr Anion und Kationharz.
    Ich weiss zwar den Verdünnungsgrad der Säure und Lauge für das Regenerieren aber ich weiss nicht die
    menge die ich dafür benötige.
    Vieleicht kann mir einer von euch helfen.

    Ich war es auch Leid mit der UO-Anlage 1ltr Wasser = 2-4ltr Abwasser, das kann es nicht sein.
    Und es sind Reststoffe vorhanden, dann lieber gleich ein Vollentsalzer.

    mfg Udo

  • Zitat

    Original von JestersTear
    sondern über einen Vollentsalzer gehen! Der ist schneller als UO 100% des Wassers können genutzt werden und Du filters wirklich alles raus. Und wenn Du so ein Teilchen dann noch fachgerecht regenerieren lässt ist es auch Umwelttechnisch unbedenklich!

    Andreas!

    Hallo Andreas :grinning_squinting_face: ,

    ich bin ja wie gesagt am überlegen ob der angesprochene Vollentsalzer zur Wasseraufbereitung reicht. Geworben wird ja folgendermaßen: beseitigt Restschadstoffe wie Salze, Kieselsäure(Silikat), Nitrat, Schwermetalle, usw. - bringt destillatgleiches Wasser von höchster Reinheit

    Aber ich denke mal das dies nur bei wenig belasteten Wasser funzt. Sonst würde ja niemand mehr eine Osmoseanlage benutzen.
    Ich werde es einfach mal probieren und die Werte mit frischen Test´s testen.

    Grüße
    Ramon

  • Zitat

    Original von JestersTear
    also ich benutze auch keine UO Anlage, aus eben den von Dir genannten Gründen, es kann nicht sein, daß wir Seewasseraquarianer immer von Umweltbewustsein, Tier- und Naturschutz sprechen und dann für 100ltr Aquarienwasser 60-100ltr in den Kanal schütten! :angry_face:

    Wie kommst du denn auf 60-100L? Bei einem Verhältnis von 1:3 oder 1:4 sind es 300-400L je 100L Aqaurienwasser.

    Zitat


    Allerdings habe ich auch das Glück das mein Ausgangswasser nur einen NO3 Wert von 15mg/ltr aufweist, da mache ich mir dann keinen Kopf drum und das Silikat filtere ich sporadisch per Silicarbon raus.

    Hattest du nicht mal ein Nitratproblem gehabt? Wenn du natürlich schon nitratreiches Wasser zum WW nimmst ist es ja klar, dass du den Nitratwert nicht runterbekommst.

    Zitat


    Der ist schneller als UO 100% des Wassers können genutzt werden und Du filters wirklich alles raus. Und wenn Du so ein Teilchen dann noch fachgerecht regenerieren lässt ist es auch Umwelttechnisch unbedenklich!

    Stellt sich nur die Frage, ob die Kosten für die Regenerierung (ich schätze mal das dürfte mind. 1 mal im Monat notwendig werden) geringer sind als die Kosten für das Wasser (was bezweifelt werden darf). Eine eigene Regenerierung fällt aus, da die Harze in der Säule miteinander vermischt sind.

    Gruss,
    Carsten

  • Hallo Ramon,

    du kannst da ohne bedenken so machen! Das Ausgangswasser der meisten Qquarianer wäre so gut damit auf eine Osmoseanlage völlig verzichtet werden kann.
    Eigentlich wollen wir kein "steriles" Wasser sondern nur Schadstoffarmes Wasser für unser Aquarium. Es ist ab leider so aß so eine Osmoseanlage nicht nur die von dir bereits erwähnten Nachteile mit sich bringt sondern auch die guten Stoffe herausfiltert. ganz wichtig z.b. Kalk. beim Süßwasser ist das ja noch in Ordnung, jedoch keinesfalls bei Seewasser.
    (Siehe auch meine posts im Board: Osmoseanlage u. Kalkreaktor)

    Da Kaufen wir erst teure aufwändige Osmoseanlagen um ein fast destilliertes Wasser zu bekommen um nachher mit teuren kalkreaktoren und jährlich mit Litern von Spurenelementen das Wasser wieder "lebensfähig" zu machen.
    Das ach so gut gemeinte ist längst nicht das beste!

    Du hast ja auch geschrieben ein früheres Becken ebenfalls ohne betrieben zu haben. Bei genauer Kontrolle der Wasserausgangswerte wird dir auch Künftig an neueren Becken nichts passieren. :winking_face:

    Ich habe schon mehre Führungen in verschiedenen Wasserwerken genossen und kann dir sagen daß wir in Deutschland so derart strenge Gesetze haben und vor allem die nötige Technik, um ein wirklich sehr gutes Trinkwasser zu haben. Ich werde im Forum mal ein neues Thema Starten und dort die Wertetabelle der hiesigen Wasserwerke veröffentlichen..)


    Grüße Thilo :smiling_face_with_sunglasses:

  • Andreas!

    Einmal editiert, zuletzt von Andreas Pridzun (29. März 2003 um 19:24)


  • Andreas!

    P.S.:

    Thielo, bitte bitte nicht falsch verstehen, aber wenn Du Deine Postings nach dem einstellen noch mal kurz überfliegen würdest und einige Tippfehler korrigieren würdest könnte ich Dich viel besser verstehen. Ist voll nicht böse gemeint, als wie gesagt bitte nicht falsch verstehen!

    Andreas!

  • Hi Andreas,

    Für Tippfehler keine Haftung..hehe.. grins.. :grinning_squinting_face:
    Keine Sorge ich bin da nicht Empfindlich! hast ja recht.

    Ich geb mein bestes!


    Les mal mein neuen post zum Thema "Gegentrend bei Osmoseanlagen"


    Schönen Abend noch...

    grüße Thilo :face_with_tongue:

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