Gorgonien - Indentifizierung

  • Hallo zusammen :smiling_face:

    Seit einigen Tagen steht sie bei uns im Becken.
    Dieser wunderschöne Gorgonie.
    Nur finde ich sie nirgends in der Literatur...?
    Weiss jemand welche es sein könnte?


    Achtung diese Gorgonie muss gefüttert werden, scheint aber nicht ganz so heikel wie andere fressende Arten. Zumindest die ersten TAge geben Anlass zur Freude.
    Aber dazu kann man wohl jetzt noch nicht allzuviel sagen...

  • Hallo Robert,

    im der Aquaristik Fachmagazin & Aquarium Heute Zeitschrieft ist eine Doppelseite mit Achtstrahligen Korallen. Da ist auch ein Foto von der die Du hast. Es könnte eine Guidgorgia sein. Wenn di willst kann ich dir das Bild am We schicken. Ist aber sonst nix zulesen. Sind nur Bilder.

  • Hallo Tim:-)

    Man dankt für die Nachricht.

    Es freut mich das du ebenfalls diese Zeitschrift gelesen hast !

    Ich habe sie hier und schau mal gleich ob ich was entdecken kann.

    Gruss
    Robert

  • Sollten sich die Polypen vollständig einziehen können und auf der Oberfläche einen dunkelblauen Punkt bilden, könnte es sich auch um eine möglicherweise azooxanthelle Guaiagorgia handeln. Diese sind in der Natur selten und treten hauptsächlich auf flachen Sand- oder Felsflächen auf. Gefunden werden sie in Indonesien, Nord-Australien und Neu-Kaledonien.
    Was mich etwas irritiert, daß ihre Verzweigung nur spärlich und ungegordnet sein sollen und daß sie in einem nahezu rechten Winkel zur Basis stehen sollen. Diese Gorgonie ist nur in der Farbmorphe Blau bekannt.

    Buchempfehlung: Soft Corals and Sea Fans, Katharina Fabricius and Philip Alderslade 2001. ISBN: 0642322104

  • Hallo zusammen

    Mittlerweile habe ich die Zeitung gefunden und geschaut. Diese in der Zeitung abgebildete hat einen richtig weissen Stamm, die von uns aber nicht, der ist mehr beige.
    Die Polypen sind nicht so krass blau wie bei dem Zeitungsartikel.
    Ach wäre der Joachim Grosskopf schon wieder online der könnte ja dann auch helfen :smiling_face:

    Und wir haben keine blauen Nubbel wenn sie zugeht. Dann ist der Stamm eben beige ohne Punkte.

    auch wenn ich den Namen nicht weiss, sie ist wunderschön. Und ich hoffe ich kann sie halten :smiling_face:

    Das was mich zum Kauf bewogen hat war das sich eine Art Seescheide darauf befand (Dendormolle) Dieser hatte Zooxanthellen eingelagert, was für mich ein zeichen war das sie nicht so tief gewesen sein kann.
    Es sind noch zwei andere kleine Ableger von Gorgonien drauf die wiederherum bedeuten das sie eben Filtrierer ist. 1. mal swiftea und noch eine andere unidentifizierte.

    Na mal schaun, danke euch erst mal für die Hilfe.

  • Hallo Robert
    Ich pflege ein ganz ähnliches Tier (siehe Foto), denke es könnte die gleiche Gorgonie sein.
    Ich bin bis jetzt davon ausgegangen dass es eine Guaiagorgia ist.
    Sie öffnet die Polypen etwa 95% Tag und Nacht.
    Füttern tu ich sie täglich 2-3x mit der Spritze. Mach einen Brei aus frischem Phytoplankton, frisch geschlüpften Artemien, Zooplankton,geschälte Artemieneier die zum direktverfüttern geeignet sind, Staubfutter und LobsterEier. Dieser Brei wird allen Tieren die gefüttert werden müssen mehrmals täglich verfüttert.
    Wachstum kann an der Gorgonie beobachtet werden.

  • Hallo Robert,

    habe dieselbe Gorgonie (ich habe sie als Guaiagorgia gekauft) seit ca. 2 1/2 Monaten im Becken.

    Gekostet hat sie bei uns in Ö, soweit ich mich erinnern kann, ca. 40€.

    Die ersten 1-2 Wochen hatte sie die Polypen bei mir immer offen, jetzt leider nur noch phasenweise (2-3 Tage zu, dann wieder 2-3 Tage offen). Habe schon überlegt, ob vielleicht mein Nitratwert (n.n) zu gering ist, weil ich gelesen habe, das Gorgonien bei zu niedrigen NO3-Werten nicht mehr gut aufgehen sollen?

    Schöne Grüße
    Karl

    Einmal editiert, zuletzt von Karl Hauber (24. März 2003 um 09:09)

  • Hallo zusammen,

    heute Abend stelle ich die Identifizierung hier ein. Habe diese Gorgonie nun auch :grinning_squinting_face: und sie ist in Soft Corals and Seafan abgebildet.

    @ Karl

    das mit dem Nitratwert halte ich für, naja, sagen wir mal nicht zutreffend. Es gibt zwar einige Arten, die in turbulenten und stark mit Sedimenten belasteten Wasser vorkommen. Aber daraus sollte man nicht unbedingt auf einen erhöhten Nitratwert schließen.

    Das nicht öffnen kann viele Ursachen haben.

    1. Zuviel / zuwenig Strömung
    2. Abschleimen / Häutung
    3. Belästigung durch Fische
    4. Zuviel Licht.
    5. geschwächtes Tier
    6. Parasiten (Schnecken)

    Bei belasteten Wasser häuten sich die Gorgonien erheblich häufiger, als bei sauberem Wasser.
    Bei deinem 2-3 Tage Rhytmus tippe ich auf Häutung. Je schneller die Häutung vollzogen werden kann, desto schneller geht sie wieder auf. Vielleicht mal etwas mit der Strömung experementieren, damit die alte Haut besser gelöst wird.

    Die oben gezeigte Art kommt in Tiefen um 5 Meter vor.

    @ Tabata

    mach mit deiner Fütterung so weiter und Du wirst viel Freude an deiner Gorgonie haben. Diese Futterzusammensetzung ist im großen und Ganzen auch meine "Mischung". Ich experementiere zwar immer weiter, vor allem mit dem Plankton, aber deine Richtung stimmt. Ich wußte gar nicht, das auch solche Gorgonien in deinem Becken sind.

  • Hallo Frank,
    Danke für Deine Vorschläge, ich tippe nach Deinen Infos auch auf Häutung, weil sich einzelne Fetzen lösen, werde wohl mal etwas stärkere Strömung ausprobieren (wieviel Strömung vertragen diese Gorgonien Deiner Meinung nach?).


    Die Mutmaßung bzgl. Nitrat basiert auf einem Beitrag von Sabine (23.02.2003):
    <<<Zitat Beginn>>>
    Ich habe die Erfahrung gemacht, das einige Gorgonien, besonders die Pterogorgia und Pseudopterogorgia bei einem Nitratwert unter 20 mg nicht so offen sind oder sogar garnicht mehr geöffnet sind. Auch das Wachstum ist reduziert. Bei meinem aktuellen Wert von ca. 20 mg/l und einem Phosphatwert von 0.06-0,1 mg/l sind die Wachstumsraten und Polypenexpansion optimal.
    ...
    Also ich könnte mit Nitrat und Phosphat null mein Becken nicht betreiben, weil nichts stehen und wachsen würde.
    <<<Zitat Ende>>>

    :confused_face:

    Schöne Grüße,
    Karl

  • Hallo Karl, Hallo all,

    bei mir stehen die Gorgonien am besten in pulsierender Strömung. Einige Arten können zumindest eine gewissen Zeitraum eine sehr starke Strömung vertragen. Zum Beispiel swifta. Andere zeigen nach einiger Zeit deutliches Unwohlsein.

    Wieviel Strömung ist schwer zu sagen, da ein wenig die Meßmethode fehlt. Mit dieser Gorgonie habe ich auch noch keine Erfahrung, da sie wie gesagt neu ist.

    Ich selber habe sie in ca 1m Entfernung von 2 pulsierenden 4000liter Pumpen stehen. Sie ist zur Zeit noch permanent offen. Aber das heißt gar nichts.

    Also ausprobieren und gut beobachten.

    Zu den Nitratwerten. Langsam muß man ja relativieren was sind hohe Nitratwerte. Bei den Acroporabecken mit Zeovith und sonstigem, spricht man ja von 0 Werten. Also mein momentaner Nitratwert liegt bei 10mg/Liter (gestern Abend). Das sehe ich für ein solches Becken als niedrigen Wert an. Trotzdem stehen die Gorgonien. Sabine hat aber teilweise auch andere Tiere, so daß ich ihre Erfahrung nicht verwerfen möchte oder kann. Allerdings kenne ich auch die Fütterung bei Sabine nicht. Wo ich ihr aber Recht gebe sind Werte um Null. Diese würde ich momentan auch nicht fahren wollen. Aber die se erreiche ich mit normalen Mitteln auch nicht.

    Eine Vermutung ist folgende: Gorgonien können wie anscheined andere Korallen auch, Nährstoffe aus der freien Wassersäule aufnehmen. Es reicht aber wohl nicht zum überleben. Es kann aber das nicht optimale Futter wohl kompensieren. Wie gesagt, Vermutung ohne Beweis.

    Wenn die Futterqualität gesteigert werden kann und die Futtermenge reduziert werden kann, sinkt auch der Nährstoffgehalt im Becken. Trotzdem kommen die Gorgonien dann damit klar. Bei den ersten Gehversuchen mit azooxanthelen Arten habe ich Werte von NO3 50mg/l und PO4 Werte bis 0,8mg/l. verzeichnen müssen. Mittlerweile ist der Nitratwert kein Problem mehr und mit dem Phosphatwert ist momentan in Arbeit.

    Die Pflege von solchen Korallen erfordert mehr Arbeit außerhalb des Beckens als innerhalb. Man wird auf Dauer um eigene Planktonzuchten usw. nicht herumkommen.

    Noch eine Erfahrung an alle Pfleger. Es scheint so, das Gorgonien mit blauen oder weißen Polypen etwas einfacher sind. Von Gorgonien mit violetten oder roten Polypen sollte der normale Aquarianer Abstand nehmen.

  • P.S. ich glaube mich daran zu erinnern, daß diese Koralle (guaiagorgia) auch im Buch

    Riffaquarien. Aquarienportraits aus aller Welt.

    von D.Knop im Aquarium von Fr. Ellen Thaler gezeigt wird. Sinngemäß:
    "Wächst einige Jahre ... Regenerierte das von Fischen angefressene Gewebe ..."

    Grüße
    Karl

  • Hallo Robert,

    ich glaube nicht das es sich um eine Guaiagorgia handelt. Ich glaube auch nicht, das die Gorgonie von Monica und deine die selbe Gattung sind. Was schnell dazu verleite die Gattung Guaiagorgia anzunehmen ist die blaue Färbung.

    Ich selber habe 2 blaue und unterschiedliche Gorgonien im Becken. Wenn man das Buch Soft Corals and Sea Fans durchschaut, findet man dort nur 2 Gorgonien die eine blaue Färbung haben können. Und von denen ist es keine. Ich vermute es gibt mehr Farbvariationen, als in diesem Buch dargestellt.

    Von der Polypenform und vom der Wuchsart würde ich bei deiner Gorgonie eher auf Menella oder verwandte Arten tippen, auch wenn dort keine blaue Variante verzeichnet ist.

    Du hast aber trotzdem eine andere Gorgonie erwischt als ich. Es sind unterschiedliche Arten. Wobei dein Tier einen schöneren optischen Eindruck macht.

    Falls Du es realisieren kannst schicke mir mal ein Makro mit den Polypen.

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