Nitrat + Phosphat bei Planktonfütterung

  • Hallo Fritz

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Mein System würde es ohne Probleme schaffen wen ich nicht täglich große mengen Lebendes Plankton füttern würde und mit dem Plankton auch Nitrat und Phosphat in den Nährstoffkreißlauf gelangen würden.

    Fettdruck wurde von mir eingefügt. Kannst du mir sagen wie du das schaffst? Ist zwar OT, würde mich aber doch interessieren.

    Viele Grüße

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Bernd Quirbach (13. März 2003 um 21:46)

  • Hallo Bernd,

    was wäre mit folgender Erklärung?
    Das Plankton stirbt oder wird gefressen. Nitrat und Phosphat entstehen dann bei der Mineralisation des toten Materials oder aus den Stoffwechselendprodukten, welche die Fressenden ausscheiden.

  • Hallo Thomas

    Zitat

    Original von Thomas Chronz
    was wäre mit folgender Erklärung?
    Das Plankton stirbt oder wird gefressen. Nitrat und Phosphat entstehen dann bei der Mineralisation des toten Materials oder aus den Stoffwechselendprodukten, welche die Fressenden ausscheiden.

    OT
    Hört sich plausibel an. Worauf ich hinaus wollte, für mich ist es eine dieser urban legends das durch Planktonfütterung PO4 und NO3 im Aq ansteigen. Sowohl ich wie auch einige andere hier im Forum konnten reproduzierbar das Gegnteil nachweisen.

    Also kann es eigntlich nur folgende Möglicheiten für diese erhöhten Werte geben

    1. Messfehler liegt nicht am Anwender sondern an der erhöhten Zellzahl im Wasser
    2. Es wird zu viel totes Material ins Wasser eingebracht
    3. Das eingebrachte Plankton ist für die Korallen nicht verwertbar.

    Viele Grüße

    Bernd

    Einmal editiert, zuletzt von Bernd Quirbach (14. März 2003 um 10:31)

  • Hallo zusammen,

    nur ganz kurz, weil wirklich OT.

    Zu 1. Das kann bei starker Fütterung vorkommen. Die meisten Teste versagen dort. Wasser muß vor der Messung gefiltert werden.

    Zu 2. Das einbringen von totem Material oder das sofortige Absterben des lebenden Planktons beim Einbringen ins System ist die Hauptursache.

    Zu 3. Das ist sehr schwierig in einem Gemeinschaftsbecken zu beurteilen.

    Ansonsten kann mit Plankton die Nährstoffkonzentration teilweise brutal gesenkt werden. Für einige stark belastete Systeme auch zu schnell.

  • Hallo Dies schreib ich vor über einen Jahr.

    Ich habe mich für einen anderen Weg entschieden.
    Ich Züchte Phytoplankton und Zooplankton jedes in einen 100L Aquarium.
    Täglich entnehme ich 5 L Zooplankton und schütte es mit Wasser welches nur 0,5 mg/L Nitrat , 0 mg/L Nitrit und 0,1 mg/L Phosphat enthält in den 1500L Aquarium - Verbund . Danach fülle ich 5 L Phytoplankton ins Zooplankton. Und 5 L Leitungswasser + Meersalz ink. 10mg/L Nitrat , 0,3mg/L Phosphat und Silicat ins Phytoplankton.

    Ich kann weder Nitrat noch Phosphat in meinen Aquarien - Verbund nachweißen solange ich die Menge an Zooplankton langsam erhöhe.
    Vor einen Jahr habe ich mit 1/2 Liter begonnen und jetzt bin ich bei 5 Liter.

    Noch etwas sollte man bedenken ich beginne gerade langsam Phytoplankton direkt ins Aquarium zu geben. Zooplankton ist für viele Lebewesen zu groß. Seescheiden und Schwämme nehmen bei mir sehr viel Phytoplankton auf. Das habe ich in einen 25 L Becken versucht in dem ich täglich 1 Liter Phytoplankton an Seescheiden verfüttert habe worauf sich die Population wöchentlich verdoppelt hat. Ein verdreifachtes Wachstum gegenüber Zooplankton.

    Wieggesagt das wahr der Stand vor einem Jahr.Vor einigen Monaten bin ich bereits bei 10 L Plankton Täglich angelangt.
    Inzwischen Messe ich auch Phosphat mit Merck-Test und bekomme mein Phosphat im Aquarium nur mit größter Anstrengung unter 0,25. oder eher 0,20
    Ich vertraue jetzt eigentlich nur mehr den Merck-Test andere Billig Tests zeigen weniger als 0,1 an, einige sogar 0,0 Phosphat.

    Der Grund ist ganz einfach die Phytoplankton Fütterung.
    Es ist schwierig Phytoplankton ohne ausreichende Menge an Phosphat zu züchten. Die Kulturen brechen im Osmosewasser binnen kürzester Zeit zusammen.
    Ich bin gerade dabei die Planktonzufuhr etwas zu reduzieren um den Phosphatgehalt zu senken.
    Da momentan auch die Algen im 300L Algenfilter nicht sehr gut wachsen. Dies könnte ein Eisenmangel sein. Ich wage es aber noch nicht Eisen zu zu setzen bevor ich nicht den Phosphatgehalt gesenkt habe.
    Wenn es nach der Planktonzucht geht könnte ich auch 15 - 20 Liter täglich zusetzen aber leider ist es mir durch den zu hohen Nährstoffeintrag nicht möglich.
    Ich denke aber es wird eines Tages möglich sein wenn jemand endlich eine Idee hat wie man Acinetobacter
    calcoaceticus oder Pseudomonaden über die ich noch viiiiiel zu wenig weiß, ähnlich einen Schwefelnitratfilter hoch züchten kann und damit auch hohe Phosphatwerte der Geschichte angehören werden.

    Wenn ich zurück denke , vor 3, 4 Jahren war man noch glücklich bei Phosphat 1,0 und jetzt strebt man 0,1 an.

    Grüße
    Fritz.S

  • Hallo Fritz,

    so wie es sich bei dir liest, gibts du das Plankton samt Kulturlösung ins Becken? Der Uwe (use) hätte da so schöne Siebe um das Plankton abzuseihen. :winking_face:

  • Hallo Fritz

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Der Grund ist ganz einfach die Phytoplankton Fütterung.
    Es ist schwierig Phytoplankton ohne ausreichende Menge an Phosphat zu züchten.

    Ausreichend heißt aber auch nicht zu viel und wenn im Wasser noch was drin ist ist es einfach zu viel.

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Die Kulturen brechen im Osmosewasser binnen kürzester Zeit zusammen.

    Das ist ja auch klar, da absolut keine Nährstoffe vorhanden sind

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich bin gerade dabei die Planktonzufuhr etwas zu reduzieren um den Phosphatgehalt zu senken.

    Und warum versuchst du nicht einfach dei Nährlösung anzupassen?

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Da momentan auch die Algen im 300L Algenfilter nicht sehr gut wachsen. Dies könnte ein Eisenmangel sein. Ich wage es aber noch nicht Eisen zu zu setzen bevor ich nicht den Phosphatgehalt gesenkt habe.
    Wenn es nach der Planktonzucht geht könnte ich auch 15 - 20 Liter täglich zusetzen aber leider ist es mir durch den zu hohen Nährstoffeintrag nicht möglich.

    Wie gesagt passe die Nährlösung an und das Problem ist beseitigt, wenn du mir schreibst welches Plankton es ist, kann ich dabei helfen.

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich denke aber es wird eines Tages möglich sein wenn jemand endlich eine Idee hat wie man Acinetobacter
    calcoaceticus oder Pseudomonaden über die ich noch viiiiiel zu wenig weiß, ähnlich einen Schwefelnitratfilter hoch züchten kann und damit auch hohe Phosphatwerte der Geschichte angehören werden.

    Die kontrollierte Zucht ist heute schon möglich. Wenn du genauerses wissen willst gerne per Mail nur verschließt sich mirr irgendwie der Nutzen für das Aquariumsystem, vor allem in Anbetracht der Risiken.

    Viele Grüße

  • Hallo zusammen :smiling_face:


    Da wir auch schon länger mit Plankton und anderen Futtersorten arbeiten, kann ich eigentlich nur zustimmen. Sofern das Plankton keine 50 mg Nitrat hat steigt im Becken eigentlich gar nichts an. Anders ist es bei den sog. Futtermitteln die die Industrie bereithält. Zum Beispiel Cylop Eeze das ein ausgezeichnetes Futtermittel ist, belastet auf Dauer doch ganz enorm. Ebenso Baby Star, Artemia Eier geschält etc.
    Allerdings muss man dazu auch sagen das etwas höherer Werte durchaus hingenommen werden von Tieren die das eigentlich nicht verkraften durch eben das andere Futterangebot. Sprich aktive Nahrungsaufnahme.


    Belasten tut man mit eigenen Plankton, wenn es wenig oder kaum Nitrat hat sein Becken kaum.

    Ich denke daher auch das es die nicht verwertbarkeit ist die die Werte ansteigen lässt.
    Lässt sich bei uns gut nachvollziehen. Vor allem weil man auch nach einer gewissen Zeit immer noch Probleme hat eben gerade für Haarsterne oder anderer Filtrierer das richtige Mass zu finden.

  • Hallo

    Ich züchte vorwiegend Phytoplankton Duneliella Algen die ich bei einer Dichte von
    1.050 züchte damit die Kultur sauber bleibt, im zweiten Aquarium halte ich
    die Duneliella Alge bei einer Dichte von 1.021 von dort aus wird die Menge
    zum verfüttern entnommen und das fehlende Volumen nach der Entnahme wieder
    mit Leitungswasser und den Algen die bei einer Dichte von 1.050 gehalten
    werden ausgeglichen.
    Man könnte sich das zweite Becken auch sparen und die Alge aus einer Dichte
    von 1.050 entnehmen und mit Osmosewasser verdünnen auf eine Dichte von 1.021
    nur dann ist mir das Wasser nicht grün dicht genug.
    Im dunkeln im Keller halte ich zwei 50L Becken mit einer Zooplanktonkultur (Brachionus)
    Dichte 1.021 dort entnehme ich momentan ca. 7L Täglich und fülle
    anschließend mit dem Phytoplankton Duneliella Algen Dichte 1.021 auf.

    Früher habe ich Phytoplankton Duneliella Algen mit einem Tropfen Blumendünger
    Seramis Inhaltsstoffe :
    1,89% N-Stickstoff gesamt 18,9 g/l
    1,05% P205 Phosphat wasserlöslich 10,5g/l
    2,42% K20-Kaliumoxid 24,2g/l
    am Tag gedüngt.Aber der Phosphat Gehalt war kaum zu steuern. Jetzt nehme ich Leitungswasser zum nachfüllen und das Plankton wächst noch besser.
    Ich halte es für wichtig Zoo und Phytoplankton zu verfüttern.
    Es ist sehr schwierig den Phosphatgehalt in den Kulturen zu halten man hat sehr schnell Phosphat 0 wenn man 24 Stunden beleuchtet und die Kultur bricht zusammen. Ich habe auch nicht mehr die Zeit um mich mehrmals täglich um die Kulturen zu kümmern.

    @ Thomas Keine Kulturlösung "PLANKTON" Zoo und Phytoplankton. Es gibt zwar Netze um Zooplankton zu fischen aber bei dem meiner Meinung viel wichtigerem Phytoplankton geht es nicht anders als dieses samt Wasser ins Becken zu leeren.
    Interessant ist vielleicht auch noch das seit ich Plankton Füttere und es zu Nährstoffschwankungen kommt es zum Jährlichen Korallenablaichen kommt.
    Es beginnt mit einer Algenblüte (teilweißes Auflösen) im Algenfilter , danach zu einer Phytoplankton Explosion mit einhergehen von Phosphat 0,0 und einer Zooplankton Explosion . Dies geschieht mehrmals im Jahr , wenn das aber im Frühjahr geschieht kommt es zum Korallenablaichen. Ich bin echt schon gespannt ob es heuer das 3 Mal geschieht.

    @BerndQ
    Warum nur ber Mail.
    Ist mir schon aufgefallen das alle so vorsichtig schreiben, wenn ich es mit dem alten Forum vergleiche.
    War doch eine schöne Zeit als ich mit Hans -Werner in den Ring gestiegen bin.Echt lustig und lehrreich, wenn man das so nachliest.
    Ist mir schon klar das es Risiken birgt, als ich vor einigen Jahren über den 1 Schwefelfilter im Forum 1 diskutierte hat man nur davon abgeraten und heute hat er sich in der Aquaristik etabliert.
    Warum nicht etwas neues versuchen. Eine Biologische Phosphatumwandlung muß doch irgendwie möglich sein. Warum versprichst du dir daraus keinen Nutzen. Das Phosphat Problem ist meiner Meinung momentan das größte Problem in der Aquaristik. Ich bevorzuge es der Natur gleich zu dun und das Phosphat wen möglich im System zu verarbeiten.
    Ich möchte verstehen wie es die Natur macht und es ihr gleich dun.

    Grüße
    Fritz.S

    Phytoplankton Duneliella Algen

    Phytoplankton Isochrysis

    Einmal editiert, zuletzt von Fritz.S (20. März 2003 um 20:00)

  • Hallo

    @ Robert

    Ich bin da nicht ganz deiner Meinung , das wir den Tieren etwas höhere wie du es vorsichtig ausdrückst Nährstoffbelastungen zumuten sollten.
    Du weißt wahrscheinlich noch von früher, ich bin da eigentlich immer energisch dagegen aufgetreten.
    Ich halte mich nach wie vor an die Werte die in der Natur gemessen werden und gebe auch aus diesem Grund lebendes Plankton.
    Ich bin mit meinen Werten absolut nicht zufrieden und suche nach einer Lösung.
    Bei mir ist Nitrat 0,0 bis 0,3 (nach Wunsch einstellbar) heute kein Problem mehr, nur das Phosphat bei mir 0,1 - 0,25 kann und will ich nicht tolerieren.
    Ich will noch einiges weiter runter und wenn ich noch zusätzlich zum Zeovit greifen muß um mein Nährstoffgehalt weiter ab zu senken.
    Also wie gesagt ich bin der Meinung wir sollten ein Nährstoffarmes Nahrungsreiches Milieu schaffen.
    Vielleicht ist sogar die Anreicherung mit Aminosäuren der Stein der Weisen obwohl es da Wissenschaftliche Berichte gibt die zum Schluß kommen das die Koralle nur die breitgestellten Aminosäuren Alanin und Leucin von den Zooxanthellen nutzt oder organische Nahrung über ihr Schleimnetz (Plankton) fangen.
    Aber vielleicht ist das ja Falsch.
    Aber was soll`s einen Schritt nach den andern.

  • Hallo Fritz :smiling_face:

    Ich denke du hast mich einfach falsch verstanden.
    Ich habe gesagt das bei uns alles sehr gut steht auch bei höheren Werten, ich habe nicht gesagt das wir unserere Becken absichtlich mit hohem Nährstoffgehalt fahren.

    Also ich propagiere keine höheren Werte. Wäre ja auch etwas dümmlich. Oft geht das mit einher, und gerade im Bezug auf Nährstoffe und Filtrierer ist sicher noch einiges an Lern und Beobachtunsgbedarf.
    Vor allem dann wenn man diese Tiere zusammen mit anderen Tieren wie Acroporen pflegt.

    Ich bin natürlich auch der Meinung das ein Milieu besser ist das den Werten im Meer nahe kommt.
    Leider lässt sich das in dieser sog. Lernphase nicht so einfach erreichen.

  • Hallo

    @ Robert

    Ehrlich gesagt hat mich das schon in der vor kurzen geführten Diskussion , ich weiß zwar jetzt auf anhieb nicht welche , sauer aufgestoßen.
    Es kam bei einigen so rüber als ob sie sich mit den Nährstoffwerten abfinden und nichts dagegen dun würden.
    Schön das ich mich getäuscht habe und es nicht so ist.

    Ich denke das der erste Schritt das Nährstoffarme Wasser und darauf erst das Nahrungsreiche sprich Plankton stehen muß.
    Es sollte doch unser Ziel sein das unser System die zugeführte Nahrung (Voralleen Phytoplankton ) auch verarbeiten kann.
    Sollte der Nährstoffgehalt so wie bei mir ansteigen ist das Biologische System bereits aus den Gleichgewicht.
    Ich habe zwar dank dem Schwefelnitratfilter keine Probleme mit Nitrat das kann ich regulieren wie immer ich möchte, was heißt ich muß mit etwas Nitrat fahren 0,3 wenn ich Phosphatwerte von 0,2 messen kann. Das einzige was mich dabei beruhigt ist das im Sommer am Canton Atoll,Phoenix Is. die Extremwerte von 0,16 Nitrat und 0,06 Phosphat gemessen wurden.

    Ich denke man sollte wenn man so wie ich mit Nährstoffen Experimentiert sich auf keinen Fall mit höheren Nährstoffwerten abfinden.

    Nur kurz dazu wir hatten letztes Jahr im Sommer auch in Österreich Übehrschwemmungen ich war in dieser Zeit gerade auf Urlaub konnte also nicht wissen das unser Wasserwerk vor den Genuß von Trinkwasser gewarnt hat. Meine Automatisierte Nachfüllung hat natürlich das stark Chlorierte Bakterien und Nährstoffbelastete Wasser Tagelang ins Aquarium gefüllt. Als ich nach hause kam glaubte ich mich trifft der Schlag Nitratwerte von 20mg/L und Phosphatwerte von 2 mg/l, jede Menge Parasiten auf den Korallen, Bohralgen die die Korallen bedrängten kurz gesagt ein sogenanntes Hafenbecken. 3 sehr große Acropora nachzucht Stöcke die auf gute 10cm² herangezogen haben es nicht überlebt. Ich habe noch heute Nachwirkungen der Katastrophe.

    Altes Foto meines ca. 4 Jahre alten Stock`s der leder verstorben ist

    Einmal editiert, zuletzt von Fritz.S (20. März 2003 um 19:54)

  • Hallo Fritz

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich züchte vorwiegend Phytoplankton Duneliella Algen die ich bei einer Dichte von
    1.050 züchte damit die Kultur sauber bleibt,
    .....

    Ein Punkt den man immer wieder hört

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Man könnte sich das zweite Becken auch sparen und die Alge aus einer Dichte
    von 1.050 entnehmen und mit Osmosewasser verdünnen auf eine Dichte von 1.021
    nur dann ist mir das Wasser nicht grün dicht genug.

    Hast du dir wirklich die Zelldichte mal angeschaut?

    Glaube ich gerne

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Jetzt nehme ich Leitungswasser zum nachfüllen und das Plankton wächst noch besser.

    Was für Werte hast du den im Leitungswasser?

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich halte es für wichtig Zoo und Phytoplankton zu verfüttern.

    Ich auch, die Frage ist nur wie gut das Plankton aufgezogen wurde.

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Es ist sehr schwierig den Phosphatgehalt in den Kulturen zu halten man hat sehr schnell Phosphat 0 wenn man 24 Stunden beleuchtet und die Kultur bricht zusammen.

    Ich bin sowieso kein Freund von 24 Stunden- Beleuchtungen

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich habe auch nicht mehr die Zeit um mich mehrmals täglich um die Kulturen zu kümmern.

    Müßte man dann automatisieren

    Zitat

    Original von Fritz.S
    @ Thomas Keine Kulturlösung "PLANKTON" Zoo und Phytoplankton. Es gibt zwar Netze um Zooplankton zu fischen aber bei dem meiner Meinung viel wichtigerem Phytoplankton geht es nicht anders als dieses samt Wasser ins Becken zu leeren.

    Nein auch dafür gibt es Netze mit entsprechender Maschenweite

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Interessant ist vielleicht auch noch das seit ich Plankton Füttere und es zu Nährstoffschwankungen kommt es zum Jährlichen Korallenablaichen kommt.
    Es beginnt mit einer Algenblüte (teilweißes Auflösen) im Algenfilter , danach zu einer Phytoplankton Explosion mit einhergehen von Phosphat 0,0 und einer Zooplankton Explosion . Dies geschieht mehrmals im Jahr , wenn das aber im Frühjahr geschieht kommt es zum Korallenablaichen. Ich bin echt schon gespannt ob es heuer das 3 Mal geschieht.

    Währe gut mehr darüber zu erfahren

    Zitat

    Original von Fritz.S
    @BerndQ
    Warum nur per Mail.
    Ist mir schon aufgefallen das alle so vorsichtig schreiben, wenn ich es mit dem alten Forum vergleiche.
    War doch eine schöne Zeit als ich mit Hans -Werner in den Ring gestiegen bin.Echt lustig und lehrreich, wenn man das so nachliest.

    Weil im Biochemischen Bereich hier oftmals eine Diskussion offensichtlich niht gewünscht wird, weiter hat man das Risiko, das die Leute nur die Hälfe lesen das als Anleitung nehmen und ihr Becken plätten

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ist mir schon klar das es Risiken birgt, als ich vor einigen Jahren über den 1 Schwefelfilter im Forum 1 diskutierte hat man nur davon abgeraten und heute hat er sich in der Aquaristik etabliert.

    Meine Meinung zum SNF kannst du hier in den Threads gerne nachlesen.

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Warum nicht etwas neues versuchen. Eine Biologische Phosphatumwandlung muß doch irgendwie möglich sein.

    Würde mich bei den von von dir genannten Arten wundern wenn man da nennenswerten PO4 Abbau auf Dauer hätte. Anfangs ja bis das Substrat besiedelt ist aber dann ist der Phosphatbedarf dermaßen niedrig das er alleine durch abgestorbene Zellen gedeckt werden kann. Wenn würde man was bei den Extremophilen Bakterien finden. Da währe es aber fraglich ob man ein Substrat finden würde was geeignet währe ans Aquariensystem anzuschließen.

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Warum versprichst du dir daraus keinen Nutzen. Das Phosphat Problem ist meiner Meinung momentan das größte Problem in der Aquaristik. Ich bevorzuge es der Natur gleich zu tun und das Phosphat wen möglich im System zu verarbeiten.

    Das schon. Probleme s.o. mir schwebt da eher der Weg über Algenfilter vor, zwar nicht in der Art wie die meisten Ihn bisher betreiben aber doch über Algen

    Zitat

    Original von Fritz.S
    Ich möchte verstehen wie es die Natur macht und es ihr gleich tun.

    Nährstoffentzug über Pflanzenstoffwechsel

    Viele Grüße

    Bernd

  • [quote]Original von Fritz.S

    ""Interessant ist vielleicht auch noch das seit ich Plankton Füttere und es zu Nährstoffschwankungen kommt es zum Jährlichen Korallenablaichen kommt.
    Es beginnt mit einer Algenblüte (teilweißes Auflösen) im Algenfilter , danach zu einer Phytoplankton Explosion mit einhergehen von Phosphat 0,0 und einer Zooplankton Explosion . Dies geschieht mehrmals im Jahr , wenn das aber im Frühjahr geschieht kommt es zum Korallenablaichen. Ich bin echt schon gespannt ob es heuer das 3 Mal geschieht.""

    Hallo (Fritz)

    Ich habe vorhin 20 Liter Plankton ins Becken gegeben und eine Stunde später fängt die erste Acropora nach 1,5 Jahren endlich wieder an zu laichen. Irgendwas anders hat gestern schon einen großen Laichballen in einem Moostier hinterlassen. Die Montipora macht das schon wieder eine Weile alle paar Wochen. Manchmal auch mehrmals innerhalb von einigen Tagen. Die dritte Art, die auch schon früher bei mir regelmässig ablaichten ist noch etwas klein da ich sie dauernd bearbeite. Die Acroporaäste sind nur 10cm lang, was mich doch etwas erstaunt. Das Ableger von den Tieren in noch viel kleiner mit machen kenne ich schon von früher. Das hört aber nach einiger Zeit auf und beginnt dann wieder bei etwas mehr Volumen. Ich denke die Arten sind was besonders da andere Stöcke sich nicht so Verhalten.

    Wie dürfte das laichen einer Echinopora aussehen? Ich frage mich nämlich was die mit den kleinen farblosen Bläschen die sie weder einzieht macht. Ich kann mich auch täuschen und sie verschwinden ganz langsam in der Strömung. Wegwedeln kann ich sie aber nicht.

    Algenblüte ist bei mir fast Dauerzustand, also ich entnehme auch noch viele Algen obwohl es spätestens nach 5 Tagen wieder eine andere Ecke erwischt.

    Mfg Michael Hannig

  • Hi Michael,

    normalerweise kann jede Apotheke Tests von Merck besorgen.
    Achte auf die richtige Merck-Nr., da es verschiedene Phosphat-Tests gibt: Aquaquant 1.114445.0001 Phosphattest
    Hier noch ein [Link] zum Datenblatt.


    PS.
    Vorsicht, was der Aquaristik-Shop im WWW anbietet, sind Teststäbchen und nicht die hochempfindlichen colorimetrischen Tests, von denen hier immer so lobend gesprochen wird.

    NACHTRAG:
    bei Lars Sebralla gibt es einen lesenswerten und kostenlosen Bericht: Phosphat (PO4) richtig bestimmen

    Einmal editiert, zuletzt von Riffbarsch (3. April 2003 um 14:39)

  • Hi Fritz!
    Ich züchte genauso Plankton, wie Du weißt, aber von der Duniella bin ich schon seit einem halben Jahr weg (zu wenig Nährstoffe). Tetraselmis und Nanocloropsis sind da schon besser.
    Habe trotzdem keinen Schwefelfilter und meine Werte sind ok, obwohl ich täglich Zoo- und Phytoplankton füttere.
    Halte vom Zeovitfilter mehr, aber das ist Geschmacksache.
    Jedenfalls explodieren bei Zugabe von Phytoplankton alle Filtrierer, das habe ich bei Schwämmen und Kalkröhrenwürmern ausgetestet.:-)

    Gruß Geri

  • Nährstoffentzug über Pflanzenstoffwechsel

    Hi Bernd!
    Das ist wohl klar, daß es so läuft, ist ja im Meer nicht anders. Ich habe das jahrelang auch so betrieben, aber wer hat zu Hause den Platz einen Algenfilter mit 200L Wasservolumen zu betreiben, deswegen war meine Alternative voriges Jahr zum Umstieg auf Zeovit.
    Du weißt wie man Tetraselmis und Nanocloropsis noch besser ernähren kann, ausser mit Pflanzendünger, da wäre ich Dir über eine Info sehr dankbar.
    Gruß Geri

  • Hallo Gerald,

    schau mal bei SAG . Dort findest du die Nährlösungen und die Stammlösungen. Also nichts geheimnisvolles. Nur von Pflanzendünger steht da nichts :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Frank D
    Nur von Pflanzendünger steht da nichts :grinning_squinting_face:


    Hi Frank!
    Es vermehrt sich aber trotzdem. :smiling_face:
    Hättest Du vielleicht den Link in deutschsprachiger Fassung. Mein Translator ist im Eimer und mein englisch reicht gerade zum Kommunizieren.
    Vielen Dank
    Gruß Geri

  • Zitat

    Original von gerald schneider
    Hättest Du vielleicht den Link in deutschsprachiger Fassung.


    Hi Gerald,

    ich habe dir ein allgemeines Rezept für marines Phytoplankton aus einer anderen Quelle mal übersetzt:

    f/2 Medium


    f/2 Medium per Liter:

    0.075 g NaNO3
    0.00565 g NaH2PO4x2H2O
    1.00 ml Spurenelemente Stammlösung (chelatiert) [1]
    1.00 ml Vitamin-Mix Stammlösung [2]
    Mit gefiltertem natürlichem Meerwasser auf 1 Liter auffüllen und mit 1M NaOH oder HCl auf pH 8.0 einstellen.

    ------------------------------------------------------
    Marine Algen Stammlösungen:

    [1] Spurenelemente, Stammlösung (chelatiert) per Liter
    4.160 g EDTANa2
    3.150 g FeCl3x6H2O
    0.010 g CuSO4x5H2O
    0.022 g ZnSO4x7H2O
    0.010 g CoCl2x6H2O
    0.180 g MnCl2x4H2O
    0.006 g Na2MoO4x2H2O

    [2] Vitamin-Mix, Stammlösung per Liter:
    0.0005 g Cyanocobalamin
    0.1 g Thiamine HCl
    0.0005 g Biotin


    NACHTRAG
    ein weiterer LINK zur f/2 Kulturlösung, mit etwas mehr Detailinfos und einigen Varianten.

    Einmal editiert, zuletzt von Riffbarsch (4. April 2003 um 00:28)

  • Hallo

    Ich mache es mir einfacher. Ich benutze eine große Regentonne und gebe nur das Auftauwasser nach Bedarf zu. Ich gebe auch mal 40 Liter dunkelgrüne Brühe dazu und die Trübung ist nach einer Stunde weg.
    Alle paar Wochen siebe ich die Brühe durch einen Vorfilter der Osmoseanlage und das ist mein einzige Aufwand. Klar müssen die Wassermengen (Futtermenge) täglich hinundher geschüttet werden. Aber die Artbeit ist ja direkt mit der Fütterung verbunden.

    Mfg Michael Hannig

  • Hi Gerald,

    sicherlich vermehrt es sich trotzdem. Das habe ich ja auch nicht bestritten. Vorher habe ich es ja auch so gemacht. Mittlerweile nutze ich die Nährlösungen usw. Der Unterschied ist schon ziemlich krass. Man muß beides mal gemacht haben um den Unterschied zu erkennen.

    Mittlerweile halte ich gar nichts mehr von offenen Systemen, Blumendünger, Hefe usw.

    Es hat aber auch etwas gedauert bis ich auf diesem Weg war. Mittlerweile bin ich aber voll überzeugt.Es ist der einzigste Weg die Qualität und die Quantität auf einem hohen Niveau zu halten.

    Eine solche Seite auf Deutsch ist mir momentan nicht bekannt. Sie sind alle auf "Neudeutsch". Eigentlich sind alle brauchbaren Internetseiten zu diesem Thema in Englisch/Amerikanisch.
    Wobei die chemischen Komponenten eigentlich keine Übersetzung bedürfen.

    Falls konkrete Fragen zu den Rezepten auftreten, kann dir in diesem Forum sicherlich von einigen Usern geholfen werden.

  • Hallo Gerald

    Zitat

    Original von gerald schneider
    Nährstoffentzug über Pflanzenstoffwechsel

    Das ist wohl klar, daß es so läuft, ist ja im Meer nicht anders. Ich habe das jahrelang auch so betrieben, aber wer hat zu Hause den Platz einen Algenfilter mit 200L Wasservolumen zu betreiben,

    Für dein Panoramaaq bräuchte es nur einen Algenfilter von 40-50 l wenn er vernünftig Konstruiert ist.

    Zitat

    Original von gerald schneider
    deswegen war meine Alternative voriges Jahr zum Umstieg auf Zeovit.
    Du weißt wie man Tetraselmis und Nanocloropsis noch besser ernähren kann, ausser mit Pflanzendünger, da wäre ich Dir über eine Info sehr dankbar.

    Frank und Thomas haben ja schon einige Links geschickt. Für spezielle Nährlösungen ist hier wohl nicht der richtige Platz. Ich schicke dir noch die Tage eine PN wegen Nährlösungen für Tetraselmis bzw Nannochloropsis.

  • Hi Thomas, Frank und Bernd!

    Also habt vielen Dank schon mal für die Info´s.
    Für mein Phytoplankton ist mir nichts gut genug.:-)
    Eigentlich wollte ich das nicht schreiben, aber ich habe mir vom Urlaub in der letzten Nacht Wasser vom Meer mitgenommen und jetzt bin ich neugierig, was in meinem Behälter heran wächst. :smiling_face:

    Gruß und nochmals Danke Geri

  • Für dein Panoramaaq bräuchte es nur einen Algenfilter von 40-50 l wenn er vernünftig Konstruiert ist.
    Hi Bernd!
    Also da mußt Du was besseres haben.:-)
    Mein letzter Algenfilter war 80x25x25 =50L mit einer Leuchstoffröhre. 8mm Schlauchdurchmesser die Wasserzufuhr ohne Pumpe und auf der anderen Seite der Abgang ins Filterbecken. Was natürlich besser wäre, wenn mein Aquaabfluß in einen Algenfilter gehen würde, danach den Eiweißabschäumer und den Kalki. Aber da habe ich das Platzproblem. :loudly_crying_face:
    Die Fauna war eine Gewalt, was sich da an kleinen Getier vermehrte und Algen wuchsen, aber für einen kompletten Abbau der Schadstoffe hat es nie gereicht.
    War eigentlich schon seit etlichen Jahren ein Fan vom Algenfilter, Strandpflanzenfilter und bin es immer noch. Habe es sehr lange bei Aquarianern verbreitet.
    Wenn ich den Platz hätte würde ich es weiter betreiben.

    Gruß Geri

    Einmal editiert, zuletzt von gerald schneider (4. April 2003 um 19:13)

  • Hallo Gerald

    Zitat

    Original von gerald schneider

    Also da mußt Du was besseres haben.:-)

    Ich habe als Algenfilter sicherlich nicht die zur Zeit im Handel erhältlichn Systeme im Sinn.

    Zitat

    Original von gerald schneider
    Mein letzter Algenfilter war 80x25x25 =50L mit einer Leuchstoffröhre. 8mm Schlauchdurchmesser die Wasserzufuhr ohne Pumpe und auf der anderen Seite der Abgang ins Filterbecken. Was natürlich besser wäre, wenn mein Aquaabfluß in einen Algenfilter gehen würde, danach den Eiweißabschäumer und den Kalki. Aber da habe ich das Platzproblem. :loudly_crying_face:
    Die Fauna war eine Gewalt, was sich da an kleinen Getier vermehrte und Algen wuchsen, aber für einen kompletten Abbau der Schadstoffe hat es nie gereicht.


    Bei eine rKombination von Algen und Kleinstfauna ann es nur in wenigen Fällen zum kompletten Schadstoffabbau kommen.

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