Neueinsteiger Vorstellung und Fragen

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und wälze mich gerade durch alle Threads durch um möglichst viele Infos aufzuschnappen.

    Kurze Vorstellung: Christoph :wink , 30 Jahre jung (oder alt, je nach Tagesform), selbständig im Bereich erneuerbare Energien, Schwerpunkt Biogas. Seit 15 Jahren Süßwasseraquarianer und nun auf dem steinigen Weg in die Meerwasseraquaristik. Literatur ist vorhanden, Internet wird zur Zeit auch stundenlang gequält :grinning_squinting_face:

    Ich werde Anfang nächstes Jahr in eine neue Wohnung ziehen und plane dort ein Meerwasserbecken im Wohnzimmer (Größe noch unbekannt, denke im Bereich 300 bis 600 Liter). Dieses Becken soll dann mit einem Miracle Mud/Caulerpa Becken bei vorgeschaltetem Abschäumer (als Reserve) gereinigt werden.

    Da ich mich vorher intensiv mit der Thematik beschäftigen möchte, plane ich bereits seit ein paar Wochen ein kleines (50 bis 150 l) Becken bei mir im Büro aufzustellen und mal in die MW Aquaristik ein bischen reinzuschnuppern.

    Das Becken soll keine Fische beinhalten (ist ja auch zu klein dafür), sondern nur mit Lebendgestein, Algen, Steinkorallen etc. bestückt werden.

    Jetzt gibts zwar tausende von Infos überall, leider widersprechen sich manche Infos bzw. sind auf "normale" Becken mit Fischbesatz ausgerichtet. Deshalb hoffe ich das hier ein paar "alte Hasen" langweilig ist und sie vielleicht ein paar Tips auf Lager haben.

    Meine Vorstellung ist ein würfelförmiges AQ mit den Maßen 40x40x40 (64 Liter) bzw. 50x50x50 cm (125 Liter). Das Becken sollte oben offen sein.

    Bisherige geplante technische Ausstattung:

    Becken :grinning_squinting_face:
    Hängelampe
    Strömungspumpe
    Heizung
    (Abschäumer)
    (Miracle Mud Becken)

    Ionenaustauscheranlage vorhanden.


    Frage1: Benötigt ein solches Becken überhaupt einen Abschäumer? Oder könnte die Reinigungsleistung alleine mit dem im Becken vorhandenen Lebendgestein (10-20%) bzw. Algen vorgenommen werden da ja eigentlich nicht gefüttert wird?

    Frage2: Welche Beleuchtungsart sollte für das Becken vorgesehen werden? Theoretisch müsste eine T5 Beleuchtung ja gerade noch ausreichen, auch wenn die Lampe 10 cm über der Wasseroberfläche "schwebt". Oder muss es HQI sein? (wobei ich noch keine T5 Beleuchtung mit 40-50 cm Länge gefunden habe, gibts das überhaupt?). Welche Leistung sollte für eine HQI bzw. T5 Lampe vorgesehen werden? Muss man bei Verwendung eines HQI Strahlers noch eine Extra Blaulicht-Röhre mit einplanen?

    Frage3: Irgendwelche Tips für den Besatz? Bzw. was ihr auf keinen Fall in ein solches Becken setzen würdet.


    Noch eine kurze Sache: Hinweise auf die Suchfunktion sind nicht nötig, ich verspreche hoch und heilig das ich meine gesamte Freizeit fürs Info-Sammeln draufgehen lasse!

    Ich konnte mich einfach nichtmehr zurückhalten und musste diesen Thread hier schreiben, auch wenn ich mich eigentlich vorher noch mehr informieren müsste, aber ich denke ihr kennt das sicherlich und verzeiht mir hoffentlich meine Ungeduld.

    Herzliche Grüße,

    Christoph

    2 Mal editiert, zuletzt von Christoph B. (1. Juni 2009 um 23:57)

  • Hallo Christoph,

    herzlich willkommen im Forum. Hier triffst du auf kompetente Leute, die gern mit ihrem Rat Hilfestellung geben.

    Mit kompetent meine ich zwar nicht mich, aber da die anderen wohl schon schlafen, beantworte ich trotzdem mal die Fragen aus meiner Sicht:

    Zunächst einmal: In dieser Beckengröße lassen sich durchaus Fische halten. Dagegen spricht lediglich der Standort im Büro, das vermutlich am Wochenende nicht besetzt ist.

    Ohne Fütterung und Fischausscheidung brauchst du keinen Abschäumer. Du wirst eher Probleme mit einer Nährstofflimitierung bekommen.

    Bei einer Höhe von 50 cm ist T5-Beleuchtung durchaus ausreichend. Wenn du das Problem mit der Länge umgehen willst: Was spricht gegen 60 cm Länge? 60x40x40 (oder eben auch 60x50x50) fände ich eine schöne Größe und es passen die gängigen Leuchtbalken.

    Im Besatz bist du bei passender Beleuchtung kaum eingeschränkt, abgesehen natürlich von Korallen, die sehr schnell sehr groß werden. Aber die kannst du dir ja dann nächstes Jahr in dein großes Becken setzen.

    Viel Spaß bei der weiteren Planung!

    Grüße
    Ingrid

  • Hallo Ingrid,

    danke für deine Antwort.

    Das mit der Beckengröße ist natürlich ein Argument... ein Würfel muss es nicht zwangsläufig sein.

    Ich würde das Becken halt versuchen so vorzubereiten, dass man evtl. einen Abschäumer noch installieren kann. Bei der Beckengröße und bei sehr geringem Besatz würde ja ein kleiner im Becken ausreichen?

    Ich schau mal was es noch so gibt.

    Gruss,


    Christoph

  • Hallo Christoph,

    Schön, das du dich für das Hobby interessierst und dich vor allem auch INFORMIERST!

    Leider haben wir das zu Anfang versäumt. (und viel Lehrgeld bezahlt)

    Mich würde noch interessieren, wie es mit dem Becken im Büro dann aussieht, willst du das auch weiterhin laufen lassen oder abbauen sobald das "Große" steht?

    Und noch eine Frage, was erhoffst du dir von dem kleineren Becken?


    Gruß Matthias :wink

  • Hallo Matze,

    das Becken werde ich im Büro stehen lassen. Ein 180 l Süsswasser steht ja auch schon drin :grinning_squinting_face:

    Von dem kleineren Becken erhoffe ich mir "learning by doing", sprich: möglichst viele Informationen auch schon in der Praxis sammeln und mit diesen Erfahrungen dann das größere Becken aufstellen.

    Ich denke das man trotzdem noch genug Fehler machen wird, aber vielleicht passieren die groben Schnitzer dann nicht beim großen Becken.

    Mal schaun :grinning_squinting_face:

  • Hallo Christoph,

    Klar schadet es nichts, mit einem kleineren Becken zu "üben" aber du solltest dir im klaren sein, dass zum einen jedes Becken anderst läuft und dass du im anderen Becken vielleicht sogar gegenteilige Probleme bekommen wist...( wie z.B. schon angedeutet Nährstofflimitierung im kleinen und eventuell das gegenteil im großen Becken, was wir aber erst mal nicht hoffen ;))

    Also wenn ich heute nochmal zurück blicke was man am Anfang vielleicht anderst hätte machen sollen/ können würde ich sagen, ich hätte zuerst mit einem Becken begonnen, welches zuerst mit Weichkorallen "befüllt" worden wäre, damit man einfach Biologie ins Becken bekommt und diese Vertragen auch mal kleinere Schnitzer :winking_face: Und dann mit der Zeit dann auf Seinkorallen umgestellt oder was einem halt gefällt, wobei da warscheinlich der umstieg auch nicht ganz leicht wird. Aber du hast ja glaube ich noch nicht geschrieben, was du überhaupt in deinem großen Becken halten willst.

    Das mit den Algen halte ich aber für eine sehr gute Idee, da so gleichzeitig Nährstoffe rausgezogen werden aber sich auch gut Kleinlebewesen in den Algen entwickeln können. Aber vielleicht solltest du dir noch mal anschauen, welche Alge du nimmst. Denn ich dachte das Caulerpa Algen mit der Zeit auch mal ausbleichen können und dann irgend welche Stoffe freisetzen, die nicht gut für die Tiere sind, ich weiß aber leider nicht mehr genau was, falsch ich mich täusche bitte verbessern!

    Gruß Matthias

  • Sodele, meine bisherige Ausbeute des Tages:


    Becken

    70x50x50 (LxBxH) = 175 Liter brutto

    Floatglas, stoßverklebt


    Beleuchtung

    [URL=http://www.giesemann.de/223,1,,.html]Giesemann Reflexx nano plus [/URL]

    1 x 150 Watt HQI, 2 x 8 Watt T5

    Strömungspumpe

    2 x Tunze Nanostream 6025 (je 2.500 l/h)

    Heizung

    Jäger 125 Watt

    Lebendgestein

    10% = 17,5 kg


    Kosten

    Becken: 200,00 ?? genauer Preis folgt
    Beleuchtung: 350,00
    Strömungspumpen: 100,00
    Heizung: 20,00
    Lebendgestein 17,5 x 14,00 = 245,00 €

    Alles woran ich sonst noch nicht gedacht habe: 300,00 €


    Summe bis jetzt: ~ 1.215 €

    Würde mich freuen wenn jemand seine Meinung dazu abgibt. Danke schonmal.

    Christoph

  • Hallo Christoph,

    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum.

    Btw, dein Wohnort ist mir sehr vertraut. Dort befindet sich quasi neben Stuttgart mein Heimatflugplatz.

    Einmal editiert, zuletzt von RalfG (2. Juni 2009 um 23:23)

  • Hallo Christoph,

    klingt gut.
    Für das, woran du noch nicht gedacht hast, solltest du gern ein paar Euro mehr einkalkulieren. Da fallen mir noch ein:
    Unterschrank, Osmoseanlage, Wassertests, Bodengrund, Meersalz, ...

    Zitat

    Original von Christoph B.
    70x50x50 (LxBxH) = 175 Liter brutto


    So so, das nennst du also ein kleines Becken. Das ist ja fast so groß wie meine beiden zusammen. :grinning_squinting_face:

    Grüße
    Ingrid

  • Ich werde das Becken wahrscheinlich auf einen stabilen Bürotisch stellen. Oder ich mach mir einen Unterschrank selber, mal schaun.

    Vollentsalzeranlage (stark sauer/stark basisch) ist vorhanden - schon praktisch wenn man ein eigenes Labor besitzt :grinning_squinting_face:

    Kann man eigentlich Wassertests für Süsswasser auch für Meerwasser verwenden? Dann wärs nicht so teuer das ganze.

    Das Becken ist auch ein bischen größer geworden :ylol Aber vielleicht nehme ich auch "nur" ein 60x50x50 Becken. Muss mir das noch überlegen.

    Beleuchtung + Strömungspumpen haltet ihr also für in Ordnung?

    Bei Bedarf kann ich das Becken mit Abschäumer etc. nachrüsten. Will erstmal mit "nichts" (nur Lebendgestein, Algen) anfangen.

    Danke für die Kommentare.

    Gruss

    Christoph

  • Hi Christoph,

    auf den Wassertests steht explizit drauf ob sie für Meerwasser geeignet sind. Wenns nicht draufsteht, dann nicht. :winking_face:

    zu der Beleuchtung: ich würde drüber nachdenken, nur T5 zu nehmen. HQI ist bei der Beckentiefe echt nicht notwendig und ist energetisch ungünstiger.

    Grüße
    Gwyn

    Gruß aus dem Bergischen
    Adi

    "the sum of human intelligence is constant"

  • Zitat

    Original von Gwynnedd
    Hi Christoph,

    auf den Wassertests steht explizit drauf ob sie für Meerwasser geeignet sind. Wenns nicht draufsteht, dann nicht. :winking_face:

    Schade :grinning_squinting_face:

    Zitat


    zu der Beleuchtung: ich würde drüber nachdenken, nur T5 zu nehmen. HQI ist bei der Beckentiefe echt nicht notwendig und ist energetisch ungünstiger.

    Grüße
    Gwyn

    Hmmja ... das habe ich mir auch schon überlegt ... auf der anderen Seite .. wieviel Watt brauche ich denn bei dem Becken? Leuchtstoffröhren sind halt länglich .. mit 60 cm Beckenlänge wird die Auswahl an ausreichenden T5 Hängelampen nicht sehr groß sein denke ich (und viel billiger als ein HQI auch nicht.. ). Aber ich schau mal was es noch so gibt.

    Stromverbrauch ist von den Kosten nicht so wichtig, wir zahlen hier im Büro Industrie-Strompreise :grinning_squinting_face:

    Aus Umweltschutzgründen wär das was anderes .. :yrf


    Gruss

    Christoph

  • Hallo Christoph,

    auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. :wink

    Zitat

    Stromverbrauch ist von den Kosten nicht so wichtig, wir zahlen hier im Büro Industrie-Strompreise

    Aus Umweltschutzgründen wär das was anderes ..

    Da ich studienbedingt auch gerade an einer Biogasanlage rumrechne ist mir bei obigen Satz eine Idee gekommen, die für einen Fachman wie dich doch eine nette Herausforderung sein sollte. Du setzt Fische in das Becken, mit den Nährstoffen die der AS rausholt züchtest du Algen, und die werden über Biogas... in Strom für das Becken gewandelt. Das erste energetisch autarke Becken :smiling_face_with_sunglasses: Hmm, da werden nur die Massenbilanzen nicht reichen, also größeres Becken :face_with_tongue:

    Wünsche viele interessante Threads

    Gruß
    Benjamin

  • Theoretisch ist alles möglich.

    Ich hatte vor Jahren schonmal eine kleine 10 Liter Selbstbau-Biogasanlage bei mir in der Wohnung. Damit habe ich mir eine Tasse Kaffee warmgemacht bzw. irgendwann eine kleine Dampfmaschine angetrieben.

    Lange Rede, kurzer Sinn, meine Freundin hat mich aufgrund des "leichten" Geruches vor die Wahl gestellt :grinning_squinting_face:

    Ich hab mich dann doch schweren Herzens von ihr getrennt.


    Der Biogasanlage natürlich :grinning_squinting_face:

  • So, wieder zurück zum Thema :grinning_squinting_face:


    Folgendes ist bisher passiert:

    Ich habe mir auf Ebay ein sehr gut erhaltenes Juwel Trigon 190 ersteigert, das steht jetzt auch schon bei mir.

    Auf eine gebrauchte Giesemann Infinity (1x150 Watt HQI und 4x24 Watt T5) hätte ich auch Zugriff. Die ist nur kurz in Gebrauch gewesen und noch sehr gut erhalten. Neupreis ~500 €. Was würdet ihr denn als angemessenen Preis für diese Leuchte sehen?

    Kann ich mit dieser Leuchte das Trigon gut ausleuchten? Kann man die Leuchte auch auf dem AQ aufständern oder muss ich die wegen dem HQI Strahler 10-30 cm über dem Becken hängen lassen?

    Ist sogenannter "Live Sand" unabdingbar oder gehts auch ausschließlich mit dem "normalen" Sand?

    Eigentlich bräuchte ich jetzt doch nur noch die Leuchte, einen Heizstab, Strömungspumpen, Meersalz, Wassertests, Sand und nach ein paar Tagen dann Lebendgestein, oder?

    Grüße und schonmal vielen Dank für Antworten.

    Christoph

  • Morgen Christoph,

    was mir spontan einfällt:

    1) ein Thermometer brauchst du noch -> hast du aber evtl. schon

    2) ein Messgerät zur Bestimmung des Salzgehaltes (z.B. ein Aräometer-> hier würde ich dir dann gleich noch zum Kauf eines ausreichend großen Messzylinders (ca.500ml) raten. Das messen ist so meiner Ansicht nach genauer und komfortabler)

    3) zum Vorgehen:
    Du sollest das Lebendgestein und erst danach den Bodengrund einbringen. Sonst kann es zu unschönen Gammelecken kommen. Zudem können die Steine so nicht von Bewohnern untergraben und somit zum Einsturz gebracht werden. Manche Aquarianer bringen noch eine Plexiglasscheibe ins Becken ein, damit die Steine nicht direkt auf der Bodenplatte des Aquariums aufliegen. Das erscheint mir aber nach wie vor eine Glaubensfrage zu sein.

    4) Bei der Einfahrphase kannst du einige Makroalgen ins Becken einbringen, um so eine Nahrungskonkurrenz aufzubauen. So lassen sich die niederen Algen (Kieselalgen, Fadenalgen,...) gleich etwas in Schach halten. Empfehlenswert sind Caulerpa, müssen aber unter "Kontrolle" gehalten werden. Nicht ganz so effektiv, dafür aber wesentlich leichter zu kontrollieren sind Drahtalgen.


    Gruß Tobias

  • Danke für die Antwort.

    Ja, ein Thermometer, das fehlt noch. Wird aber die Kosten für das Becken gottseidank nicht explodieren lassen :grinning_squinting_face:

    Ich kann mir ein Aärometer von einem Kollegen ausleihen. Ist das dann ausreichend wenn ich die Salzmenge für die notwendige Dichte per Laborwaage (0,01 g genau) abmesse und dann in Zukunft z.B. beim Wasserwechsel einfach die Salzmenge einwiege? Oder sollte man sich das Aärometer zulegen um häufiger zu kontrollieren?

    Das mit der Reihenfolge zuerst Steine, dann Sand hab ich auch schon mal gelesen. Also zuerst den Unterbau aus normalem Gestein bauen, dann Sand hinzugeben und danach das Lebendgestein auf dem Unterbau platzieren (so das das Lebendgestein nicht unter den Sand kommt? Ist das so richtig?

    Caulerpa wollte ich sowieso im Becken haben. Mich wundert eigentlich warum recht wenige Meerwasser-Aqs Caulerpa im Becken habe (zumindest mehr als ein kleines Fleckchen). Gibts Gründe dafür oder ist das einfach nur Geschmacksache?

    Gruss

    Christoph

  • Hallo,

    Zum Thema Aräometer... Also ich würde sagen du brauchst auf jeden Fall eines für dich selbst, allein schon um Verdunstungswasser im richtigen Maße nachzulehren.

    Aber ich empfehle dir ein Refraktometer, da die nicht so schnell kaputtgehen, leichter abzulesen sind und man nicht auf die Themperatur achten muss...

    Ich habe zumindest schon 3-4 von denen geschrottet, dann ein Refraktometer gekauft und bin mit dem äußerst zufrieden...!

    Gruß Matthias

  • Zitat

    Original von Christoph B.
    Oder sollte man sich das Aärometer zulegen um häufiger zu kontrollieren?

    Wie Matthias schon sagt: man sollte eine Möglichkeit zum schnellen Messen des Salzgehaltes haben. Auf die paar Euro kommt es letztlich ja auch nicht an. :winking_face:

    Zitat

    Original von Christoph B.
    Das mit der Reihenfolge zuerst Steine, dann Sand hab ich auch schon mal gelesen. Also zuerst den Unterbau aus normalem Gestein bauen, dann Sand hinzugeben und danach das Lebendgestein auf dem Unterbau platzieren (so das das Lebendgestein nicht unter den Sand kommt? Ist das so richtig?

    1) Unterbaugestein
    2) Lebensgestein
    3) Sand

    Der Sand wird das Wasser zunächst erstmal stark trüben, daher würde ich den zuletzt einbringen. Mit Hilfe einer Strömungspumpe kann man Sandablagerungen auf dem Riff "wegblasen".

    Zitat

    Original von Christoph B.
    Caulerpa wollte ich sowieso im Becken haben. Mich wundert eigentlich warum recht wenige Meerwasser-Aqs Caulerpa im Becken habe (zumindest mehr als ein kleines Fleckchen). Gibts Gründe dafür oder ist das einfach nur Geschmacksache?

    Wird der Bestand der Caulerpas zu dicht, dann neigen sie zu einem Populationszusammenbruch. Dabei werden die aufgenommenen Nährstoffe wieder abgegeben. Durch regelmäßiges "Ausdünnen" soll man diesem zuvorkommen können, ich würde das Risiko im Becken aber nicht eingehen. Zumal es beim Auslichten zur Freigabe von Caulerpin kommt, was Korallen hemmen kann.
    "Algen im Meerwasseraquarium" von Daniel Knop ist in diesem Zusammenhang interessant. :thup

  • Hallo Christoph,

    da die Salinität eines der wichtigsten Parameter im Meerwasser ist, solltest du sie gern selbst jederzeit messen können. Dabei kommt es vor allem darauf an, dass größere Schwankungen vermieden werden, und nicht darauf, um wie viele Kommastellen genau man messen kann. Veränderungen können sich aus veschiedenen Gründen ergeben. Hat dein Abschäumer viel Wasser gefördert, du aber eine Zeit lang nur Verdunstungswasser nachgefüllt, sinkt die Dichte. Wenn du neue Tiere eingewöhnt hast und dazu Wasser aus deinem Becken entnommen hast, musst du entsprechend auffüllen. Hast du die Salzsorte gewechselt, musst du die Menge kontrollieren können usw.
    Ich benutze die Spindel von Aqua Medic für 5-6 Euro und finde, man kann die sehr gut ablesen.

    Zu den Caulerpa: Ich hatte mir beim ersten Becken vom Händler zwei Arten mitgeben lassen für die Einfahrphase. Trotz aller Vorsicht besiedelten sie rasch das Riff. Dabei erwies sich die eine Art als so hartnäckig, dass nach wenigen Monaten trotz aller Gegenmaßnahmen das gesamte Becken grün war. Da ich für algenfressende Fische keinen Platz hatte, blieb mir schließlich nichts anderes übrig, als das Becken neu einzurichten. Und aus den zwischengelagerten Ablegersteinen sprießen immer noch Caulerpa. :frowning_face:

    Grüße
    Ingrid

  • Update :grinning_squinting_face:

    Das Becken steht!

    Nochmal kurz die Daten:

    Becken: Trigon 190 Liter
    Beleuchtung: Giesemann Infinity 150 Watt HQI, 4x24 Watt T5
    Abschäumer: Aqua Medic Miniflotor (bis 200 l)
    Pumpen: Resun Wave Maker 15000, Tunze Nanostream 6025 (kommt noch)
    Bodengrund: 2/3 Live Sand, 1/3 normaler Korallensand
    Lebendgestein: 11,2 kg
    Unterbau: ca. 15 kg totes Riffgestein
    verwendetes Salz: Tropic Marin Pro Reef

    Messwerte:

    Silicat: ~ 1,7 mg/l im Leitungswasser, ~ 0,5 mg/l im VE-Wasser, im Becken ca. 1,1 mg/l
    Temperatur: 25 oC
    pH: 7,86
    Dichte: 1,022 kg/l (waren so 36 g Salz / Liter in etwa).

    Besatz:

    eine Weichkoralle war am LS mit dran, sie scheint auch überlebt zu haben.
    Caulerpa
    Röhrenwürmer
    diverses Kleinvieh (Muscheln, Krebse, Schnecken und natürlich die Borstenwürmer) :grinning_squinting_face:

    Photos:

    folgen ... die Trübung durch den Sand ist noch nicht ganz weg.

    Kosten:

    Mit allem drum und dran bisher etwa 1.079 €.


    Hat jemand Anregungen? Kritik? Tipps und Tricks? Werde das ganze jetzt mal so stehen lassen, verdunstetes Wasser nachfüllen, Dichte regelmäßig prüfen und warten was passiert.

    Grüße,

    Christoph

    Einmal editiert, zuletzt von Christoph B. (27. Juni 2009 um 12:49)

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