Eine Diskussion über Nährstoffe

  • MfG,

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  • Hallo zusammen,

    an dieser Stelle wollte ich auch mit meinen Erfahrungen zu diesem Thema zur Diskussion beitragen.

    Das wird jetzt einiges zu lesen sein, ist aber hoffentlich einigermaßen ausführlich.

    Ich habe ja zwei Becken hier stehen, das Eine ist ein Deltec-Komplettsystem mit einem Volumen von netto ca. 240 Litern.
    Das Zweite ist Marke Eigenbau, und fasst netto ca. 70 Liter. Diese Becken läuft mit der Minimaltechnik von Licht, Pumpen und einer Heizung, mehr nicht.

    Das große Becken:

    ist überwiegend besetzt mit verschiedenen Weichkorallen, Gorgonien, Scheibenanemonen, einigen LPS, mehreren Kolonien zweier verschiedenfarbiger Pocilloporas sowie einigen Krustenanemonen und drei Muscheln.

    An Fischen sind drei Fridmanis, zwei Gobiosoma ev., ein Mirakelbarsch, zwei Ocellaris, ein Scopas, ein Hexatenia sowie eine Grundel mit ihrem Krebs drin. Macht also 12 Fische.

    Der Nitratwert bewegt sich immer zwischen 15 -25 mg/L. Phosphat liegt bei 0,1 oder drunter.

    Wasserwechsel früher unregelmäßig, jetzt bin ich mit Wasserwechseln und Milieuänderungen erstmal etwas vorsichtig in der nächsten Zeit. Ich werde aber bald wieder ca. 10 Liter wöchentlich wechseln.

    Gefüttert wird täglich mit Krill, Mysis, Artemien, Muscheln, Sandgarnelen, Phytoplankton und in letzter Zeit mit Flockenfutter.

    Der Bodengrund ist ca. drei Zentimeter hoch. Eine Riffspülung gibt es nicht und in den hinteren Bereichen der Deko ist der Mulm natürlich dementsprechend.

    Alle Korallen standen gut und wuchsen.
    Dann habe ich Dümmlicherweise mal mit der Mulmglocke gearbeitet. Habe ich sonst nicht gemacht. Dadurch stieg natürlich der Nitratwert rasch an auf über 70. Den Korallen ging es aber gut dabei.
    Ich konnte aber keine Veränderungen in der Farbigkeit der Korallen feststellen (kräftiger bei LPS oder sonstigen Korallen).
    Ich habe mich aber entschlossen, einmal 60 Liter zu wechseln und ca. 8 Tage später noch einmal soviel.

    Die Sinularias, die Sarcophytons, den Capnellas und einer Scheibenanemone (grüne Rhodactis) gefiel das gar nicht! Die genannten Weichkorallen machten erstmal für ca. drei Wochen dicht und gingen dann nach und nach langsam wieder auf. Die große Sinularia macht bis heute noch Mucken und die größte der Capnellas wird auch nicht mehr so groß, wie sie mal war. Dazu muss ich aber sagen, so richtig wollte die nie. Die Scheibenanemone wurde deutlich heller. Dem Rest ging es prima.

    Eigenartig ist, dass vorher keine Xenia in dem Becken länger als ein paar Wochen stehen wollte. Nun habe ich zwei Kolonien im Becken und ihnen geht es prächtig, dafür machen halt die beiden erwähnten Alteingesessenen Probleme.

    Neuen Korallen geht es prima. Als Beispiel:

    Im Laden hatten wir lange Zeit eine Nephthyigorgia. Sie stand zwar in der Strömung, ging aber nie auf. Ich habe sie dann mal einfach mit genommen und siehe da, nach ein paar Stunden sing sie schon auf....

    Das kleine Becken:

    Zwei Anemonen, zwei Lemnalia, eine Pseudopterogorgia, Erythropodium und Capnellas.

    Zwei Perculas, ein A. olivaceus, eine Grundel sowie diverser Garnelenbesatz.

    Das Becken besitzt einen reichlichen Besatz an „höheren“ Algen, die regelmäßig geerntet werden.

    Eingefahren wurde es ausschließlich mit Altwasser, 10 Kilo totem- sowie drei Kilo lebenden Steinen.

    Nitrat und Phosphat sind nicht nachweisbar.

    Wasserwechsel Wöchentlich fünf Liter.

    Fütterung wie oben.

    Der Bodengrund ist ca. eine Zentimeter hoch. Hier wird regelmäßig mit der Mulmglocke gearbeitet. Eine Riffspülung gibt es nicht.

    Die Korallen stehen und wachsen. Die Capnellas vermehren sich regelmäßig und stehen deutlich besser als im großen Becken. Hier wird mit dreimal T8 (im Großen mit 150 Watt HQI 14 K + zwei T8 blau, ziemlich blau, aber ich mag´s!) beleuchtet und die Strömung ist geringer. ich vermute ja, dass die Capnellas es unter weniger Licht und moderater Strömung lieber mögen.

    Soviel von mir erstmal zu diesem Thema.

    Bis dann............Lars

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