Helicostoma Befall

  • Hi zusammen,

    Ich hatte hier schonmal einen beitrag geschrieben, da ich Probleme mit einer Acro hatte bzw. habe.

    Das Problem lag sicher am Phosphatwert (0,4mg/l)

    Die Acro um die es sich handelt habe ich direkt aus einer Importkiste gekauft, mehr oder weniger die Katze im Sack und wie sich zeigte ist sie überaus empfindlich, nicht nur vom Phosphatwert her gesehen, schon bei geringen Veränderungen der Strömung, Licht oder ähnliches reagiert sie mit Farbenverlust, zeigt keine Polypen und stirbt teilweise ab.

    Mittlerweile habe ich die Koralle 9 Monate und im Moment scheint es ihr wieder besser zu gehen.
    Nach Knop würde ich sie rein optisch als Acropora cf. cerealis benennen.
    Nach der zugabe von Contraphos sank der Phosphatwert auf nun 0,1mg/l ab.
    Sie zeigt wieder alle Polypen und färbt sich an den Spitzen lila.
    Es sind aber einige Äste noch dabei die wohl Helicostoma Befall zeigen. Die Koralle hat etwa 15cm Durchmesser und ich sag mal 40 Äste. Davon sind 5-6 befallen und auf 1 cm zeigt sich dieser Belag, ganz scharf umrandet von gesundem Gewebe.

    Soll ich diese Äste wegschneiden bzw. abzwicken oder werden sich die Äste wieder erholen, sie wächst auch schon wieder deutlich, in 3 Wochen 1cm.

    Was meint ihr??

    Schonmal Danke
    Grüße
    Max

  • Hallo Max
    Bei Helicostomabefall sollten die Äste tatsächlich entfernt werden. Am besten ausserhalb des Aquariums damit sich der braune Glibberkram nicht im Aquarium verteilt.
    Ansonsten solltest du alle Parameter für die Acropora optimieren da Hilicostoma in erster Linie nur geschwächte Tiere angreift oder wenn der Infektionsdruck sehr hoch ist.
    PVP Jodbäder oder Süßwasserbäder bringen da nichts.

  • Hi Max,

    Bei mir im Aq ist der Helicostoma zuhause, es läuft eine weile gut, Korallen stehen gut und haben super Farben und aufeinmal fängt es irgendwo wieder an. Ich saug dann an den befallenen Stellen das lose Zeug bzw. Gewebe ab, dann zwicke ich die befallen Äste mit einem kleinen Seitenschneider vorsichtig ab...und dies wiederhole ich, bis wieder Ruhe ist mit den Helios.
    Hast du die Dinger einmal im Aq wirst du die nimmer los.
    Was ich schon beobachtet habe, das der Ausbruch immer dann auftritt wenn ph-schwankungen vorhanden sind...eventuell beim Nachfüllen von Co2 oder bei der Zugabe von Kalkwasser!

    Ich wünsche Dir viel Glück

    Tschau

    Jürgen

  • Hi,

    Ich bin mir nicht sicher dass es Helicostoma sind. Es bildet sich an den weißen Ästen sofort ein Überzug, für mich sieht das grünlich aus, da ich aber rot-grün fast Farbenblind bin hat das nichts zu sagen.

    Foto kann ich machen, aber erst zum wochenende, da ich morgen und Freitag wichtige Prüfungen hab.

    Ich weiß aber dass die Acro das schonmal hatte und die Äste wieder völlig überwuchsen.
    Da ich immer schon viele Schmiealgen (Scheibengrün) im Becken habe könnten es auch diese sein.

    Aber ich kümmer mich mal um das Foto.

    Gruß
    Max

  • Hallo zusammen

    Falls es sich um Helicostomabefall handelt, wäre da nicht eine UV-Entkeimer wirksam? Wie sind eure Erfahrungen?

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face:

  • Hi Max,

    UV bringt meiner Erfahrung nach nichts, weil diese Cillaten immer Stationär in massen an einer Koralle
    vorkommen, und der Koralle die Zooxantellen wegfressen!! Du vernichtest mit UV nur andere Kleinlebewesen und deren Larven und auch solche Cillaten ...Raubcillaten die freischwimmend im Aq vorkommen die wieder die Helicostoma fressen.

    Schau dir doch die Dinger mal unter Mikro an, wenn du die Möglichkeit hast! Schaut echt ätzend aus :grinning_squinting_face:

    Servus

    Jürgen

    Einmal editiert, zuletzt von Juergen S. (30. Januar 2003 um 12:45)

  • Hi :]

    Mir ist aufgefallen, das sehr oft durch eine stressbedingte Situation Helicostomas auftreten, z.B wenn im Becken grösser "Riffumbauten" und dergleichen stattgefunden haben!
    Was haltet ihr davon, wenn man mit dem befallenen Stock, versuchsweise ein sep. Chloramphenicolkurzbad oder eine Concurat-L Behandlung machen würde. Da der betroffene Stock ja sowieso verloren ist, wäre es vielleicht mal ein Versuch wert. Hat mit diesen Substanzen, im Bezug auf Helicostomabefall bereits schon wer Erfahrungen gemacht?

    Ciao Heinz :grinning_squinting_face:

  • Hallo Heinz,

    da ich vor wenigen Tagen durch einem Halicostomabefall eine S. hystrix verloren habe und eine S. caliendrum fast gefolgt wäre möchte ich trotzdem von einer Behandlung mit Chloramphenicol abraten. So beschreibt D. Knop im "Steinkorallen im Riffaquarium" Band 2 die Behandlungsmethode und die damit verbundenen Risiken, insbesondere was die mögliche Entstehung von resistenten
    Erregern betrifft. Meines Wissens gab es zu diesem Mittel auch hier im forum eine eindeutige Warnung, nutz doch mal die Suchfunktion oder schau auf Korallenriff.de. Meist sind die Ursachen bei uns zu suchen, da hilft nur genaues analysieren um in Zukunft jegliche Stressituationen auszuschalten.

    Gruß Henry

    Ach ja, nach zwei tagen war der Spuck vorbei, ohne Chemie :winking_face: .

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