Hi!
Ich bin relativ neu hier im Forum angemeldet, habe aber hier schon einige Berichte und Kommentare über die Zucht mariner Crustacean gelesen.
Ich besitze seid gut einem Jahr nun ein Paar Goniopsis sp. Übernommen habe ich sie damals als Goniopsis cruentata, bin mir dessen aber nicht mehr sicher und denke es könnte auch G. pelii sein.
Seid dieser Zeit haben sie sich schon einige Male gepaart und das Weibchen in Abständen von 1 bis 3 Monaten insgesamt schon 4 mal abgelaicht. Gehalten werden die Tiere in reinem Meerwasser, also vollkonzentriert bei 3,5%. Es handelt sich hierbei um Tiere aus der Familie der Grapsidae aus den Mangrowenwäldern und zwar der vordersten Bereiche nahe dem Wasser. Aus verschiedenen Veröffenltichungen habe ich nun gelesen das die Salinität in diesem Gebiet um ca 2-4% schwanken kann, sie sowohl hyper als auch hyposalin werden kann. Demnach habe ich immer versuch die Larven bei Meerwasser zu ziehen wie ich es auch in meinen Meerwasserbcken verwende. Gefüttert habe ich mit Anfangs Artemien. Dies führte zu einer Lebensdauer von 3 Tagen. Danach habe ich mit Brachionus, Artemien und Liquicell getestet, aber auch hier nicht weitere Erfolge erzihelen können. Mittlerweile bin ich bei einer Lebensdauer der Larven von max 10 Tagen. Habe die Befürchtung das ich die Salinität ändern muss. Es gibt Berichte da wurden Cardisooma armatum in 25promill gezogen und entwickelten sich hier deutlich besser. Kann mir das jemand erklären, wenn doch in der Natur die Larven planktonisch im Meer leben??
Auch die Zucht der Sesarma Arten wie der roten Mangrowenkrabbe habe ich schon verfolgt. Hier wurde ja auch oft mit 2,5% gearbeitet. Futter waren Liquicell und Artemien, was aber bei mir wohl net funktioniert. Die geringere Salinität werde ich im nächsten Durchgang einmal austesten
Meine Frage wäre nun ob sich hier irgendjemand mit der Zucht von Krabben einmal befasst hat oder mir weitere Auskunft über die Krabben geben könnte? Mir würden auch schon Links oder Kontaktpersonen/Institute weiterhelfen.
Vielen Dank schonmal
Fritz
Hilfe bei Nachzucht zu Goniopsis sp. gesucht!
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fritz-85 -
15. Januar 2008 um 19:04
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Hallo Fritz, wenn die Larven tatsächlich im Meerwasser leben dann bist du mit 25 Promill zu niedrig! Versuch es doch mal mit 33 Promill.
Ich habe mich mit diesen Krabben noch garnicht befasst aber laut Literatur leben sie ja eher im Brackwasser
http://www.aquarium-glaser.de/de/fish_details.php?product_id=898
Hast du mal pflanzliche Kost bei den Larven getestet? Wie sehen die Larven nach dem Schlupf aus? Wie verhalten sie sich? Konntest du eine Nahrungsaufnahme erkennen? Hast du ggf mal Bilder?
Evtl kann dir André Luty ja mit Infos behilflich sein wenn du magst frag ich Ihn mal. -
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Super, vielen Dank. Wenn du das fragen könntest würds mir denke echt weiterhelfen. Die Seite von Glaser kenn ich und wenn die dort abgebeildete Krabbe eine G. pelii ist dann hab ich auch eine welche. Leider habe ich bis jetzt aber keinen sicheren Bestimmungsschlüssel oder ähnliches finden können. Die Literatur zu G. cruentata sagt diese Art würde näher am Meer leben wogegen ja scheinbar G. pelii weiter landeinwärts lebt. Meine Krabben produzieren immer soviele Larven das ich einmal Parallelversuche starten werde wenn ich wieder Larven habe und dann auch mal Brackwasser bzw 2,5% probieren werde.
Die Pflanzliche Kost reduzierte sich bis jetzt auf Liquicell und auf in Nanochloropsis gezogene Brachionus (Ich meine die Nanochlorpsis als pflanzlich natürlich nicht die Brachionus
). Was würdest du vorschlagen als pflanzliche Kost? Werde es aber auf jeden fall mit frisch geschlüpften Artemien probieren, denn viele Larven der Brachyura fressen ja schon recht früh Artemia Nauplii.
Wie die Larven aussehen: Ähnlich vom Erscheinungsbild her der Geosesarma Arten jedoch größer wie ich finde. Das rostrum ist mehr ausgezogen und die Pigmentierung stärker. Mit der Zeit wechselt das eher kugelige Erscheiniungsbild langsam zu einer gestreckten Form über...weiter bin ich ja bis jetzt leider noch nicht gekommen:(
Sie sind ziemlich agil und sehr stark phototaktisch. Bei meinem letzten Wurf konnte ich zwar keine aktive Nahrungsaufnahme beobachten jedoch einen gefüllten Darmtrackt und einen durch Liquicell gefärbten bzw grünlich durchschimmernden Pharynx Ich besitze einige gute Aufnahmen meiner Larven zu verschiedenen Zeiten der Entwicklung und auch der Adulti. Werde versuchen die die Tage mal hier hochzuladen.
Schonmal vielen Dank!
Freue mich über weitere Antworten;) -
..ach ganz vergessen..kannst du mir wohl kurz sagen was in dem zweiten Link inhaltlich enthalten ist? Bin leider des Spanischen nicht mächtig.
vielen Dank
Gruß
Fritz -
Hallo Fritz, ich habe die Anfrage weiter geleitet.
Ich würde die Larven ggf mal in 3 Behälter verteilen
1=33%
2=19%
3= 2,5%
Die Salinität würde ich langsam erhöhen da die Elterntiere ja sicher bei einer niedrigeren Dichte gehalten werden und die Larven das Umsetzten dann nicht gut verkraften.
Ich würde es mal mit diversen Aufwuchsalgen versuchen, Kieselalgen oder feine Fadenalgen.
Als Wasserzusätze Tetraselmis, Isocrysis.Normalerweise werden Artemiennauplien gerne gefressen evtl wurden die mit der Zeit in der niedrigen Salinität zu träge und üben so keinen optimalen Fressreiz bei den Larven aus daher würde ich in den Aquas öfter am Tag kleine frische Mengen verfüttern und die alten Nauplien entfernen. Wasserzusätze wie
Liquicell belasten das Aufzuchtsbecken zu sehr ggf mal in einem Behälter drauf verzichten oder ein Durchlaufsystem basteln. Ideal wäre ggf auch ein Kreisel. In einem der letzten Beiträge hier hat "Leguan" Bilder eingestellt.Ähmm Spanisch kann ich auch nicht
bei Google kannst du es dir ins englische übersetzten lassen.
eine Textpassage ist schon in englisch. Da derine Krabben aber aus Mexiko kommen wirst du in Zukunft wohl Spanisch lernen müssen LOL -
Vielen Dank nocheinmal!:)
Ja denke diese Salinitätsabstufung werde ich mal probieren.
Du meinst aber 3,3% nicht 33,5 oder?? Denn das wäre etwas zu viel des "Guten"..
Die Eltern leben bei 2,5% nicht 3,5% wie weiter oben in meiner ersten Frage geschrieben. Hab mich da vertippt.
Jap die Anmeldung für den spanisch Kurs is heut schon rausgegangen. Man muss ja auch flexibel sein und sich seinen Tieren anpassen..;)
Wo hast du denn den Artikel gefunden??
Hab unter http://www.aqualog.de/ dann unter aqualog News die nr 12.- kann man sich umsonst runterladen. Hier steht was über Cardisoma armatum, und zwar das die Larven nur in voll konzentriertem Meerwasser gedeien. Und in Folge 69 ist die G. pelii dann drin. Hier kommt sie aus Nigeria
aber auch hier wieder der Hinweiß auf reines Meerwasser. Ein anderer Artikel beschreibt Goniopsis cruentata in Jamiaca.
Bin ja sehr auf André Lutys Antwort dazu gespannt.
Einen schönen Abend noch! -
Hallo Fritz, wenn sie reines Meerwasser benötigen dann sollte es 33 Promill haben! In meinem Riffaqua fahre ich mit 35 Promill

Hier etwas mehr über Salinität
http://www.riffgefluester-forum.de/infothek/dichte.htm
Ich habe google befragt "breeding oder larvae Goniopsis" da gab es noch mehr Artikel evtl findest du ja selbst noch mehr Infos
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Ja Googlen ist auch bei mir mittel der Wahl, aber auch pubmed ist gut. Die meisten Artikel sind ja eh auf English und wissenschaftlich publiziert.
Danke für den Link. Hab mich schon länger mit Salinität befasst und fahre meine Meerwasserbeken bzw. Nanos auch mit 3,5%. Wieso meinst du muss ich 3,3% für Meerwasser haben wenn doch der durchscnitt bei 3,5% liegt? Das hab ich nicht gerafft..sicher variert der Meerwassergehalt von Meer zu Meer und hier auch zT von Küste zu Küste oder eben in Einflussbereichen großer Flüsse etc..meinst u weil sie in Mangowen leben eher lieber 3,3%?
Gruß Fritz -
Hallo Fritz, der Druchschnitt der
Meere liegt bei 33,33333........ Promill daher 33 wenn du keine großen Gefässe benutzt und die Verdunstungsrate mit einbeziehst steigt dir die Salinität zu schnell an, daher hat man bei 33 etwas mehr Toleranz ;)! So denken nur Frauen *fg*
Aber nun erklär mir mal warum du in deinen Nanos nur 3,5 % hast? Du bringst mich hier ganz schön durcheinander
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Wieso durcheinander??
Du fährst doch deine Becken auch auf 3,5% oder? Und laut Wiki und einiegen Büchern liegt doch der Schnitt bei 3,5 oder?? Das rote Meer hat doch immerhin knapp 4,0% und Atlantik oder indischer Ocean leigen bei 3,4 bis 3,5%..oder bin ich grad völlig neben der Spur??? Was spricht dagegen die Nanos aus 3,5% laufen zu lassen?...es ist ja auch schon spät 
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er redet von promill du von prozent.. also meint ihr das gleiche

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andersrum *gg*
Das liegt wohl daran das man nur über ‰ oder Dichte redet
dadurch das Fritz einmal das Wort Promill benutzt hatte war ich nun total durcheinander und dachte er meinte Promille, gut das wir das geklärt haben 
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Hallo, hier die Antwort von André Luty
Zitat André :Schwierig, schwierig.
ich glaube dass die Larven oft gar nicht so weit aus dem Riff oder den Mangroven herausgetragen werden und weitgehend in den Estuarien verbleiben. Zumindest eine Winkerkrabbe wurde in der DDR schon im Aquaterrarium im beisein der Eltern vermehrt (die kleinen waren plötzlich da), dort wurde Teichschlick dazugegeben. Der Ansatz schon eher den Salzgehalt zu senken halte ich für gut. Ganz wichtig denke ich ist auch eine Mikroalgenfütterung für die Krabbenlarven. Wenn ich noch was finde melde ich mich noch einmal.beste Grüße Andre´
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ich meinte auch ihn und nicht dich 
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an mir runterschau und kann kein "er" entdecken

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Na dann ist ja alles klar...

Oh je was eine Verwirrung!!
Aber jetzt mal zurück zum Thema..: Erstmal Danke für die Antwort. Werde beim nächsten mal dann 3 Ansätze fahren mit der oben gennanten Salzkonzentration, also 19, 25 und 33 PROMILL!
Denke bei der größer der Larven werde ich auch noch sehen das ich für die ersten Tage ordentlich Brachionus habe. Habe gestern ordentlich primärliteratur von Laboraufzuchten bzw Experimenten gesammelt und werde mich da jetzt mal durchwühlen..Fotos stell ich eben mal noch ein Paar online. Hoffe weiter schaffe ich dann am Wochenende. -
Das Muttertier:
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..und eine Zoea nach 4 Tagen
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Hallo!
Bin leider immer noch nicht dazu gekommen weitere Bilder hochzuladen..
Habe eine Frage bzw. Bitte an euch:
Ich suche nach einem Copepoden Ansatz, der geeignet ist um z.B. die oben gennanten Krabben zu ziehen oder beispielsweise Garnele der Gattung Lysmata(an denen ich mich ua auch versuche). Gibt es da Reinkulturen oder besser "Mischkulturen"?? Mit der Zucht dieses Planktons habe ich mich bisher nicht befasst. Habe nur nebenher Bodenlebende Copepoden in einem Planktonbecken. Diese scheinen mir aber nicht sehr produtkiv und halten sich kaum im Wasserkörper auf.
Hat vlt jemand einen Ansatz für mich??
Vielen Dank schonmal und gn8!;)
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