ZitatAlles anzeigenOriginal von Hans-Werner
Hallo Claus,es geht mir nur um folgendes: ICH möchte nicht gegen irgend einen Hersteller Stellung beziehen,
ABER die Artikel zeigen, dass Herstellerangaben, die nicht überprüft werden können (oder nur mit einem riesigen Aufwand) nichts wert sind. Im Lebensmittelrecht ist die Angabe von Inhaltsstoffen, die nicht überprüft werden können, verboten!Aus der Nichtangabe irgend etwas mit Marketing zu drehen ist absoluter Quatsch, weil es die ehrlichere Umgangsform mit sowas wie Spurenelementen ist ODER wenn Du in Herstellerangaben über Spurenelemente vertraust, kannst Du genauso gut oder besser in eine Rezeptur vertrauen.
Die Werte, die leicht überprüfbar sind, sind sowieso im Umlauf oder können erfragt werden oder ganz einfach selbst ermittelt werden. Also, was sollen die Vorwürfe gegen einen nicht existenten, monolithischen Block "Industrie". Das ist ein Witz!
Grüße
Hans-Werner
Hallo Hans-Werner,
Du hast natürlich recht, dass man nicht auf DIE Industrie schimpfen darf. Das war auch absichtlich etwas polemisch und nicht so ganz ernst gemeint. Allerdings ist die Vorgehensweise, jemandem gleich rechtliche Schritte anzudrohen, der durch seine Messungen Herstellerangaben in Frage gestellt hat, schon zweifelhaft. Ich weiß nicht, wie der betreffende Hersteller argumentiert hat, vermutlich gar nicht. Ein Hinweis an Martin, seine Messungen zu wiederholen und damit abzusichern, bevor er die Werte veröffentlicht, hätte es für den Anfang sicher auch getan (zumal Martin von dieser Veröffentlichung nichts hat). So hinterlässt dieses Vorgehen einen negativen Beigeschmack, der - wie schon weiter oben erwähnt - nicht sehr zum Ansehen der betreffenden Marke beitragen wird.
Wie Martin schon geschrieben hat, hat er innerhalb eines Eimers zweimal getestet, einmal oben und einmal unten. Durch diesen Re-test und die entsprechenden Ergebnisse sind seine Messungen innerhalb eines Eimers reliabel. Abweichungen von Herstellerangaben durch ungenügende Durchmischung im Eimer (warum auch immer) sind also auszuschließen.
Es bleibt die Möglichkeit der Varianz der Werte zwischen den Eimern. Sollten hier die jeweiligen Werte wirklich stark variieren, sollte sich der Hersteller Gedanken über die Zuverlässigkeit seines Produkts machen. In jedem Fall müsste ein Hinweis angebracht sein, dass diese Werte schwanken können, und zwar auch um welchen Wert. Konfidenzintervalle oder Standardabweichungen sind leicht zu ermitteln.
Dass solche Schwankungsangaben dann beim Verbraucher vielleicht für Erstaunen sorgen, mag möglicherweise nicht im Sinne des Herstellers liegen, das ist klar. Trotzdem wüsste jeder, woran er mit seinem Salz ist, und das Geschrei wäre nicht so groß, wenn jemand wie Martin plötzlich zu solchen "Fehlmessungen" kommt. (Ich unterstell ihm einfach, dass er messen kann.)
Und: Martin hat ja schließlich nicht den Goldanteil im Salz gemessen, sondern sich auf die wesentlichen und wichtigen Werte beschränkt.
PS: Hab mir übrigens letzte Woche erst einen Eimer TM gekauft. ![]()
