Hallo!

ich habe seit langem Probleme mit meinem C. flavissimus - wie man sieht ist er zwar wunderschön, aber leider sind seine Manieren unter aller Sau.
Zuerst war er in einem zu kleinen Becken - war Anfangs OK da ich ihn als Minifisch gekauft habe. Dort war er mit einem Paar Gramma loreto, einem Paar Premans , einer Signigobius biocellatus und einen Esenius bicolor zusammen. Lieder hatte ich lange Zeit keine passenden Partner für ihn finden können, und später war er mir zu dominant um in dem 120iger Becken zwei Tiere halten zu können. Irgendwann fing er an die Grundel zu jagen, dann wurde ich angedroht und angeknurrt sobald ich vor dem Becken stand. In das Becken konnte ich sowie so fast nie reinfassen, denn sowohl das Prenmans Zuchtpaar als auch der Esenius (!!) ließen keine Gelegenheit aus mich zu beißen. Als ich einen Gramma verloren hatte und diesen ersetzte hat der Zwergkaiser den neuen so stark angegriffen das ich ihn retten musste. Da war klar er muss raus und umgesetzt werden. Nachdem er endlich in die Falle ging wurde er erstmal in Einzelhaft gesteckt. Bald danach fand ich gleich zwei fitte flavissima als Partner.
Zuerst wurden die beiden neuen in das 150x60x60 Becken gesetzt. Dort waren schon 1,1 Liopoproma rubre, 1,1 Amblyeleotris randalli, 1,1 Amphiprion ocellaris "black" , 1,1 Priolepis nocturna, 1,4 Pseudanthias kashiwae, 5 Sphaeramia nematoptera und ein Labroides dimidiatus. Zum Glück frassen die neuen Zwergkaiser schnell und gingen auch gut miteinander um, so das ich nach einer Woche den alten dazu gesetzt habe. Obwohl ich große Bedenken hatte, war er vorbildlich zu den kleineren Artgenossen.
Nach 3 Wochen fing er wieder an mich anzudrohen und anzuknurren sobald ich vor dem Becken saß, dann fing er an die Zwergkaiser zu jagen. Auch die sonst oft zu sehenden Liopoproma waren plötzlich wieder scheu. Gestern dann die Krönung denn seit dem hat er das vermutlich Männchen der ocellaris auf dem Radar. Dieser wurde immer wieder angegriffen. Leider ist in den Becken nur eine kleine Anemone und 3 mini Anemone die dem Tier kaum Schutz bieten. Da die beiden Anemonen Fische auch noch (??) keine gute Paarbindung haben, kam das Weibchen ihm nicht wirklich zu Hilfe. Gestern wurde dann darauf hin das Premans Zuchtbecken umgekrempelt um dort 2 der 3 Anemonen zu entfernen. Eine wanderte in das hier beschriebene Becken um den ocellaris eine weitere sichere Zone zu bieten, die andere in ein 80iger um die ocellaris ggf retten zu können. Bin heute dann um 06:00 aufgestanden um die ocellaris im Schlaf aus den Anemonen zu ernten. Habe mich dann aber entschieden noch einen Tag zu warten um zu sehen ob die große Anemone dem ocellaris Männchen hilft sich zu verteidigen. Sollte das schief gehen, ziehen die Premnas in diese Becken um und kann ich da nur noch weitere aggressive Fische pflegen.
Mann sieht an diesem Beispiel das unsere Fische schon eine Persönlichkeit haben die manchmal sehr individuell ausgeprägt ist. Futter scheidet bei mir sicherlich als Grundlage für die Aggression aus. Vielleicht war er zu lange alleine?
