Phytoplanktonzucht

  • Hallo zusammen,

    wie sind eure Erfahrungen mit Phytoplanktonzucht, bzw. Wachstum der Steinkorallen dadurch.
    Wie waren eure Wasserwerte? Möchte es züchten um ein besseres Steinkorallenwachstum zu erreichen, bin mir da aber noch nicht 100% einig ob es sinnvoll ist, laut Jörg Kokott beugt das Plankton auf jeden Fall einer Eisenlimitierung vor.

    Lässt sich normaler Grünpflanzendünger verwenden oder gibt es da bestimmte Einschränkungen.

    Danke schon einmal für eure Hilfe

  • hallo,

    ich züchte nannochloropsos salina. trozdem geb ich lieber die fertigen phytoplanktonMISCHUNGEN zu, da ich hier 1. sicher sein kann das ich keine unerwünschten sachen (düngerrückstände z.b.) ins aqua bekomme, und 2. viele verschiedene algen verfüttern kann.

    es ist erwiesen das bestimmte montipora-arten einen grossteil ihres energiebedarfs durch PHYTO-planktonfang decken können. ausserdem kommt das phyto den röhrenwürmern, muscheln, usw. zu gute. in meinem aqua wachsen spontan sämtliche muscheln, die sich auch über längere zeit halten.

    wenn du phyto füttern willst wäre es ratsam das du ein flüssigpräperat benutzt. ich habe anfangs trockenpräperate benutzt und war nicht so überzeugt.

    in kürze wird es einen ausführlichen bericht geben, der dies wissenschaftlich belegt.

    grünpflanzendünger würde ich nicht verwenden. du weisst nicht, was für rückstände im wasser zurückbleiben. wenn du pech hast, kann es dir passieren das durch die zugabe unerwünschte algen sehr gut gedeien. stattdessen kannst du z.b. den dünger von aquaristik klauck verwenden.

    gruss

    jonas

  • Hallo Jonas,
    hatte es mit dem Dünger schon fast geahnt.Hatte von jemandem Phytoplankton bekommen ca. 1/2 Liter und wollte es vermehren.
    Dann kippe ich das Plankton besser weg, bevor ich irgendetwas ins Becken bekommen.Ist zwar sehr schade, aber es nützt ja nix. Algen hatte derjenige nämlich schon ein paar drin.Er hatte mir allerdings auch eine Flasche von Klauck gezeigt, es war ein flüssiges Nährpräparat, glaube ich wenigstens. Allerdings wuchsen seine Fungias wie wild, das war überhaupt der Grund mit der Zucht zu beginnen, wegen ihnen.

    Du hast von einen ausführlichen Bericht gesprochen. Wer wird diesen denn verfassen? Bzw. wann und woher kann man diesen demnächst, wenn er denn dann fertig ist, lesen oder bekommen?

    Danke und Gruss Florian

  • hallo,

    der bericht wird von der phytoplanktonfarm dt erstellt. es gibt ihn schon auf englisch, er wird derzeit übersetzt.

    du kannst das phyto auch einfach auf der fensterbank mit leitungswasser vermehren. das dauert dann eben etwas länger. wegkippen würde ich es nicht. was ist es denn für phyto? nannochloropsis salina oder was andres?

    gruss

    jonas

  • Hallo Jonas, das weiss ich garnicht was für welches ich habe. Wie kriege ich das denn raus? Kann ich das irgendwie testen?


    Wenn ich das weiterverwende besteht nicht die Gefahr, das ich Düngereste im Becken habe.Da das Plankton mit normalem Grünpflanzendünger versorgt worden ist?

    Sonst muss ich ihn mal anmailen und nachfragen

    Gruss Florian

  • Hi Florian,

    Normaler Grünpflanzendünger ist nicht gut geeignet, wenn man das Plankton direkt verfüttern möchte.

    Eine auf die Phytoplanktonzucht abgestimmte Nährlösung sollte es schon sein. Aber auch dann kannst Du das Plankton nicht einfach ins Becken kippen, da unverbrauchte Nährlösung natürlich auch nicht vorteilhaft ist, bzw. Algenwachstum hervorrufen kann.

    Normalerweise testet man im Phytoplankton den NO3 Wert (nicht mit einem üblichen Tropfentest, sondern mit einem Stäbchentest, z.B. von Merck), um herauszufinden, ob die Nährlösung verbraucht ist. Ist NO3 nicht mehr nachzusweisen, sollten auch die anderen Inhaltsstoffe weitestgehend verbraucht sein.

    Ob es sich lohnt, für deine Zwecke extra eine Planktonkultur zu betreiben, möchte ich bezweifeln.

    Möchte man eine Kultur über längere Zeit gut am laufen halten, macht das schon etwas Arbeit. Und normale Steinkorallenaquarien funktionieren normalerweise auch ohne Zugabe von Phytoplankton.

    Viele Grüße
    Inken

  • Hi Inken,
    danke für deine Antwort. War halt sehr inspiriert von einem Becken, was ich bei jemandem gesehen habe, wo die Fungias wuchsen wie Xenien und als er mir dann seine Plnktonzucht zeigte... Naja da musste ich halt auch. Du hättest die Fungias sehen sollen.

    Was mich ebenfalls noch dazu bewogen hat, war ein Vortrag von Jörg Kokott, indem beschrieb er wie gut doch das Plankton sei.

    Was den NO 3 Test angeht, ist da ein TM Test nicht genau genug?

    Gruss Florian

  • Hi Florian,

    Nein, mit der Genauigkeit hat das nichts zu tun. Der TM-Test ist eigentlich ja wunderbar. Aber Tropf-Tests eignen sich prinzipiell nicht, um in Phytoplankton zu messen. Denn bei Zugabe der Reagenzien können Planktonzellen platzen und das Messergebnis stark verfälschen.

    Daher eigenen sich nur Stäbchen-Tests wie der von Merck.

    Diese Tests sind zwar sehr unpräzise, weshalb sie sonst kaum verwendet werden, sind dafür aber für derartige Messungen bestens geeignet.

    Auf Genauigkeit kommt es auch nicht an, es reicht völlig, abschätzen zu können, ob wenig oder kaum Nitrat oder eine größere Menge vorhanden ist.

    Viele Grüße
    Inken

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