Ablaufanbringung an Aquarien

  • Hallo Forianer,

    Wollte mal wissen wie das ist mit der Anbringung eines Ablaufes im Aqua, wenn man Filter- resp. Technikbecken im Unterschrank unterbringen möchte.
    Was ist von der Stabilität her gesehen besser ?
    Bohrungen durch die Bodenscheibe oder eher durch die Seitenscheiben ?
    Natürlich muss bei der Lösung ( Seitenscheiben ) die Verrohrung der Seite hinunter zum Unterschrank angebracht werden.
    Bei Verohrung durch die Bodenplatte, konstruiert man ja meistens quasi einen Schutz um das Rohr, sei es eine senkrechte Scheibe im Ecken des Beckens, wenn die Bohrung da ist oder mit einem Gitterkorb, damit die Steine nicht an die Rohre stossen können beim Auf- oder Umbau oder Herunterfallen, wie auch immer !
    Natürlich gibt es da noch die Überläufe von Tunze etc.., aber mal abgesehen davon, was meint ihr ?

    Servus :confused_face:

  • Zitat:
    Bei Verohrung durch die Bodenplatte, konstruiert man ja meistens quasi einen Schutz um das Rohr, sei es eine senkrechte Scheibe im Ecken des Beckens, wenn die Bohrung da ist oder mit einem Gitterkorb, damit die Steine nicht an die Rohre stossen können beim Auf- oder Umbau oder Herunterfallen, wie auch immer !

    Hallo Tom :face_with_tongue:

    Ein Überlaufschacht, den du vermutlich meinst (senkrechte Scheibe ) hat nicht die Funktion eines eines Schutzes für die PVC-Verrohrung, sondern ist rein Ablauf und Strömungstechnisch zu empfehlen. In einem solchen Schacht lässt sich viel einfacher das Beckenniveau und das Unterbeckenniveau via Notablauf einregulieren (2 Abläufe), ausserdem hat das ganze auch ne estetische und akustische Komponente, die mir pers. sehr wichtig ist. Was geschieht, wenn nur ein einzelner Ablauf zu klein dimensioniert und erst noch nicht in in einem Überlaufschacht montiert ist, kannst du sehr gut bei Marc P. erkennen (Leerstück wie man es auf keinen Fall machen sollte!) Er hat nun riesen Probleme das ganze im Nachhinein zu koorigieren.

    Ciao Heinz :]

  • Hallo Heinz E. ,

    ich möchte Deinen Ausführungen etwas widersprechen. Seit bei einem Kunden einmal das Standrohr durch angelehnte Dekoration zur Seite gebogen- und die Flachdichtung angehoben wurde (es floß Wasser aus) habe ich grundsätzlich zur Sicherung der Aquarien diese nur noch mit einem Ablaufschacht hergestellt. Ein weiterer Vorteil zeigte sich dadurch, daß es nun gelang die gurgelnden Ablaufgeräusche zu dämmen und zu verhindern, kleinere Fische und manchmal auch Garnelen im Vorfilter des Filterbeckens wiederzufinden. Im Laufe der Jahre habe ich immer wieder Modifikationen ausprobiert aber die Konstruktion eines Syphons ist meiner Ansicht nach die beste Lösung.

    Für Pumpenleistungen bis etwa 1500 Liter/h reicht ein Rohrdurchmesser für den Ablauf von 40 mm, idealerweise in Verbindung mit einer Eheim 1250. Darüber hinausgehende Leistungsgrößen erfordern Rohre mit 50 mm Ø und 63 mm Ø. Einen Absperrhahn habe ich niemals verwendet und werde das auch zukünftig nicht machen. Es muß nun wirklich nicht sein, daß ich einerseits den Rohrdurchmesser verjünge (von 40 auf 32 mm) und andererseits bei Benutzung des Hahns ein unkalkulierbares Risiko eingehe. Meine Filter/Technikbecken sind so berechnet, daß bei Verstopfung des Ablaufs die gesamte Restwassermenge aus dem Unterschrankbecken (auch bei maximalen Wasserstand) ohne Gefahr des Überlaufens noch in das Becken paßt bis die Pumpe kein Wasser mehr bekommt. Hier wird bewußt in kauf genommen, daß die Pumpe vernichtet werden kann. Ein Ersatz der Förderpumpe ist aber kein Vergleich zu dem Schaden, den übergelaufenes Salzwasser anrichten kann. Und andererseits paßt die Menge Beckenwasser bei Stromausfall ganz bequem in das Filterbecken, selbst wenn dieses bis zur maximalen Wasserstandsmarkierung aufgefüllt worden ist. Die elektrische Versorgung geschieht über mindestens zwei (besser drei) Stromkreise, damit nicht die gesamte Technik beim Ausfall einer Steckdose stillgelegt wird. Im zweitschlimmsten Fall müßte ein biologisches System wieder eingefahren werden. Beim schlimsten anzunehmenden Unfall ( SAU ) betrifft der Stromausfall die gesamte Wohneinheit und dann muß man sehen was übriggeblieben ist.

    Der Durchmesser von Ablaufrohren mit 50 mm und 63 mm können mit Pumpenleistungen von 2500 und 3000/5000 Liter/h belastet werden allerdings kann die entstehende Geräuschkulisse dann kaum noch mit einfachen Mitteln eingedämmt werden, so daß ich solch starke Pumpen nicht für notwendig erachte. Hier muß die Strömungsversorgung getrennt werden. Einerseits die Versorgung des Unterschrankbeckens mit ausreichenden Wassermengen für den Eiweißabschäumer und die reine Umwälzung/Strömungserzeugung mit leistungsstarken Pumpen andererseits. Es ist hierbei auch das Risiko des Totalausfalls bei Stromverlußt oder Pumpendefekte zu berücksichtigen. Ist nur eine Pumpe betroffen, läuft der Rest bei getrennter Stromversorgung weiter,. Wird die Filterung und Strömung mit nur einer Pumpe realisiert, dann ist das gesamte Becken davon betroffen und die Folgen sind fatal für die Aquariumbewohner.

    Soweit meine Gedanken zur Filterung, Strömung und Verrohrung eines Aquariums.

  • Zitat

    Original von Ralph D. Huber
    Hallo Heinz E. ,

    Es ist hierbei auch das Risiko des Totalausfalls bei Stromverlußt oder Pumpendefekte zu berücksichtigen. Ist nur eine Pumpe betroffen, läuft der Rest bei getrennter Stromversorgung weiter,. .

    Hi,

    und mit einer USV kann ruhig einmal der komplette Strom weg sein. Hier in meiner Wohngegend gibt es im Jahr min 2-3 Stromausfaelle in der "gewitterstarken Jahreszeit"

    cu

  • Hallo zusammen

    Zitat Ralph:
    Der Durchmesser von Ablaufrohren mit 50 mm und 63 mm können mit Pumpenleistungen von 2500 und 3000/5000 Liter/h belastet werden ...

    Da muss ich dir gem. Ang. DIN 11850 wieder sprechen Rohre mit solchem Querschnitt 50 und 63 , können mit ca. 10'000 resp. 17'000 lt./h belastet werden.
    Das trocken laufen der Pumpen , kann man ganz einfach über einen Niveauregler steuern, z..B mit einer Sumpfglocke von Dupla die, die Funktion eines Trockenlaufschutzes übernimmt. Ich kann mir ja nicht jedes Mal ne neu 17'000er ATK zulegen, nur weil kein Wasser mehr runter kommt! :face_with_rolling_eyes:

    Zitat cu:
    und mit einer USV kann ruhig einmal der komplette Strom weg sein.

    Das mit der USV (unterbruchslose Stromversorgung)finde ich als Betreiber eines privaten Aquariums doch sehr übertrieben-da kann ich mir ja gleich ein Leitsystem zulegen um über das Telephon oder einen Pager informiert werden.

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face:

  • Hallo Heinz E. ,


    Zitat Ralph:
    Da muss ich dir gem. Ang. DIN 11850 wieder sprechen Rohre mit solchem Querschnitt 50 und 63 , können mit ca. 10'000 resp. 17'000 lt./h belastet werden.

    Du beziehst Dich mit der DIN 11850 auf Rohre und Fittings die für die Verwendung im Lebensmittelbereich/Pharmazie samt Anhang Reihe 1 und Reihe 2 Anwendung findet. Hier wird mit Drücken bis zu 40-75 Bar geprüft.

    Ich habe mich auf Wassermengen die frei, ohne Druck, ablaufen bezogen und die damit verbundene subjektiv empfundene Lautstärke mit einbezogen die in keiner DIN zur Anwendung kommt.

    Das hatte ich aber auch beschrieben.
    Auf die DIN 11850, 11850/1 und 11850/2 kann ich mich schon alleine deshalb nicht berufen weil im aquaristischen Bereich nicht mit Druck oder mit nicht relevanten Drücken gearbeitet wird !

    Das trocken laufen der Pumpen , kann man ganz einfach über einen Niveauregler steuern, z..B mit einer Sumpfglocke von Dupla die, die Funktion eines Trockenlaufschutzes übernimmt. Ich kann mir ja nicht jedes Mal ne neu 17'000er ATK zulegen, nur weil kein Wasser mehr runter kommt! :face_with_rolling_eyes:

    Du übertreibst Heinz, ich habe in Bezug auf die üblichen Unterschrankfilter/ Technikbecken bezug genommen und wenn Du mir jetzt nochmal erzählst, daß Du 17.000 Liter in der Stunde drucklos und geräuscharm durch ein 63er Rohr leitest, dann glaube ich Dir alles :grinning_squinting_face:

    Das mit der USV (unterbruchslose Stromversorgung)finde ich als Betreiber eines privaten Aquariums doch sehr übertrieben-da kann ich mir ja gleich ein Leitsystem zulegen um über das Telephon oder einen Pager informiert werden.

    ja, nur bist Du dann vor Ort bist hat Dir die Benachrichtigung auch sehr viel geholfen (?) :]

  • Salut Ralph :grinning_squinting_face:

    Ich filtere nicht im herkömmlichen Sinn-nur Abschäumung und lebende Steine!

    Gruss aus der nebligen Schweiz :]
    Heinz

  • Zitat

    Original von HeinzE

    Zitat cu:
    und mit einer USV kann ruhig einmal der komplette Strom weg sein.

    Das mit der USV (unterbruchslose Stromversorgung)finde ich als Betreiber eines privaten Aquariums doch sehr übertrieben-da kann ich mir ja gleich ein Leitsystem zulegen um über das Telephon oder einen Pager informiert werden.

    Gruss Heinz :grinning_squinting_face:

    Tag

    Nur mal zur kurzen Info. Meine Name ist nicht "cu"
    cu schreibt man im Internet, Foren, Chat, u.s.w. z.B. an das Ende einer Mail / Beitrages zum verabschieden. :grinning_squinting_face:

    Ich habe die ganze Elektronik im Haus ueber mehrere USVs abgesichert. Da ich gerne alles modern habe und alles altmodische fuer mich ein Horror ist, so hat ds Haus auch eine Haussteuerung. Und die sollte halt immer laufen und nicht bei Stromausfall tot sein. Also wurde einfach an eine weitere USV das Aquarium angeschlossen.

    cu

  • Sorry cu

    Ich gehör eben zu den "altmodischen", ich hab nicht mal ne USV für meinen Toaster, werd ich trotzdem überleben? :winking_face:

    Gruss
    cu (Heinz ) :face_with_rolling_eyes:

  • Zitat

    Original von HeinzE
    Sorry cu

    Ich gehör eben zu den "altmodischen", ich hab nicht mal ne USV für meinen Toaster, werd ich trotzdem überleben? :winking_face:

    Gruss
    cu (Heinz ) :face_with_rolling_eyes:

    Klar kann man damit ueberleben. Meine USVs sind auch nur fuer die Tueren, Klima, verschiedene Multiroom-Anlagen, Computersysteme zustaendig u.s.w. Fuer den Rest gibts nur einen Überspannungsschutz, da beim letzten Gewitter die Elektronik der Kuehschlranks und der Abzugshaube in der Küche zerstoert wurde.

    cu

    P.S. fuer aufwendige Aquarien, bei denen mehrere 100 Liter bei einem Stromausfall auslaufen koennten, da wuerde ich schon fuer eine USV sorgen.

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