Dichteschwankungen Lysmata

  • Hallo,

    Es heißt immer, dass Krebstiere, also auch Garnelnen, sehr schlecht auf Dichteschwankungen zu sprechen sind. Mein Vater hatte gestern folgendes Erlebnis:

    Er hat in seinem Nano aus irgendeinem Grund plötzlich die Algenpest (Cyano). Das ging jetzt seit ein paar Wochen so und ich hatte ihm geraden, die Algen mit einer Zahnbürste zu entfernen, um die Korallen zu befreien und den Grünalgen eine Chance zu geben.

    Danach füllte mein Vater verdunstetes Wasser auf. Zwei Liter auf 40 Liter.

    Kurz darauf waren die beiden Lysmata amboniensis total lethargisch. Nachdem die eine dann irgendwann auf dem Rücken lag und strampelte, rief er mich an und ich bat ihn die Tiere zu mir zu bringen, da ich eine vergiftung erwartete. Ich habe dann Wasser aus meinem Becken auf die gleiche Dichte gebracht und recht zügig das Wasser getascht. Daraufhin ging es ihnen vorerst deutlich besser, sie sind nach einigen Stunden dann aber dennoch verstorben.

    Ich hatte das Gefühl ihr Zentrales Nervensstem war außer gefecht. Sie hatten kein Gleichtgewichtssinn und reagierten nicht auf anstupsen oder ähnliches, zappelten aber mit Beinen und Schwimmfüßchen.

    Kann das an der Dichteänderung gelegen haben? Im Wasser wird nichts gewesen sein. Die andere Möglichkeit wären Faulgase aus dem von Algen befreiten Bodengrund, aber es hat angeblich nicht gerochen.

    Hat jemand eine Idee?

    Grüße Oliver

  • Hallo,
    würde sagen es war die Dichte Schwankung, 2 Liter auf 40 Liter sind 5% das Austausch Wasser auf einen Schlag eingefüllt? Wenn es so ist wird das wahrscheinlich die Uhrsache gewesen sein. Die Tiere sind ziemlich empfindlich! Und müssen lange an andere Dichten eingewöhnt werden, bspw vom Händler der mit 1020 fährt auf 1024 mache ich eigentlich immer eine Eingewöhnung über 2 bis 3 Stunden. Durch das Cyano aufwirbeln sollte das nicht passiert sein, tippe da eher auf eine schnelle Dichteschwankung.

    Grus
    Marc

  • Das ist auch mein Verdacht. Ich selbst vermehre nun seit einigen Monaten Lysmata Rathbunae und die können sogar noch deutlich größere Schwankungen ab. Aber vielleicht nur als Larven, dass kann sein.

    Was mich wundert ist, der Vorgang des Verendens. Sie haben sich verhalten, als wenn das Gehirn einen Tritt verpasst bekommen hat.

    Sehr schade, mit tun die Tiere sehr leid. Ich möchte nicht, dass dies nochmal vorkommt und daher alle Eventualitäten ausschließen.

    Hat schonmal jemand durch Schwankungen der Dichte Tiere verloren?

    Grüße Oliver

  • Halo Oliver,

    ich hab Garnelen schon recht schnell aus sehr niedriger Dichte an normale eingewöhnt. Wenn sie nicht gerade den umgekhrten Vorgang (=verdünen) nicht certragen glaub ich da nicht dran.
    Denke eher an ne Vergiftung durch die Algen. Vielleicht ewarens ja Dinos. Odre Schwefelwasserstoff durch die rumwirbelei.
    Solche Vergiftungserscheinungen hab ich mal bei ner Schwamvergiftung gehabt, das war heftig.

    Grüße
    Ulrike

  • Ich habe mene auch beim Händler gekauft, welcher eine geringere Dichte hat, wie meine. Hab sie nach 5 Minuten auch einmal ins Becken gegeben.

    Habe letztens bei mir im Becken auch 10l Leitungswasser nachgefüllt (das wären ca. 10% meines Gesamtbeckenvolumens).

    Beide male sind nicht passiert. Ich glaube nicht, dass die so empfindlich sind, dass sie einen 5% Wasserwechsel nicht schaffen...

    Gruß, Lam

  • Ok , das wollte ich hören.

    Es hat also an den Algen gelegen, das hatte ich befürchtet...

    Grüße Oliver

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