SEEgurken

  • Hallo an alle,

    Kann mir jemand was zu Seegurken sagen??

    Meine Haltung,verhalten usw.

    Danke im vorraus,
    LOCKE

  • Hallo Locke,

    ich kann Dir zur Seegurke nicht viel sagen, da ich selber keine halte, noch halten werde. Nur soviel, wenn die Seegurke stirbt kann es passieren das dein ganzes Becken "vergiftet" wird bzw. umkippt.

  • Hallo Locke,

    Zitat

    Original von LOCKE
    Kann mir jemand was zu Seegurken sagen??

    Meine Haltung,verhalten usw.
    LOCKE

    Seegurken gibt es einige tausend Arten und nur wenige werden in Aquarien eingesetzt. Das positive an ihnen ist, daß sie den Bodengrund durchkauen und so ziemlich alle organischen Substanzen werden verwertet. Ausgeschieden wird dann nur der saubere Bodengrund.

    Aber....allen Seegurken ist eines gemeinsam. Sie gehören zu den Holothurien. Den Namen bekamen sie, weil sie Holothurin produzieren, ein Nervengift. Deshalb wird hin und wieder von Totalverlusten bei Fischen geschrieben, Wirbellose reagieren nicht auf das Gift. Selbiges trifft auch auf die besonders farbprächtigen Arten zu die nicht den Bodengrund durchkauen sondern mit ihrem Tentakelkranz Plankton fangen. Diese Arten verhungern regelmäßig was auch optisch durch ständiges Kleinerwerden der Tiere festzustellen ist. Hier wird nicht so massiv von hohen Todesraten berichtet, möglicherweise deshalb, weil die Menge Holothurin auch mit der Größe der Gurken schwindet.

    Ich hoffe die Informationen reichen Dir für eine Entscheidung.

  • Hallo Locke,
    Stamm: Echinodermata ( Stachelhäuter )
    Klasse: Holothuroidea (Seewalzen)

    Allgemein:
    - gurken-/walzenförmiger Körper
    - ca. 950 Arten
    - keine Stacheln oder Pedicellarien ausgebildet
    - Tiere können sich mittels ihrer Tentakel im Sand eingraben

    Ernährungstrakt:
    - die Aufnahme der Nahrung erfolgt durch die Tentakel, welche Schwebstoffe zum Mund transportieren
    - Mund und After befinden sich an den zugespitzen Polen
    - vor dem After befindet sich ein erweiterter Raum von dem auch die paarigen, schlauchförmigen
    Wasserlungen entspringen
    - im Bereich des Enddarmes zeigen sich zahlreiche weiße oder rötliche Schläuche (Cuviersche
    Schläuche) die nach Einreißen als Abwehrreaktion ausgeschleudert werden können und durch
    Kontraktion verlängert werden. Sie können eine klebrige oder giftige Substanz freisetzten, die Feinde
    oder Beute betäuben bzw. einfangen soll. Nach dem Aussschleudern werden sie sehr schnell wieder
    regeneriert.

    Atmung & Blutgefäßsystem:
    Atmung
    - durch kontrahierbare, schlauchförmige Wasserlungen, welche auch für den Mineralstoffwechsel und
    die Exkretion zuständig sind.

    Blutgefäßsystem vom Ringgefäß des Mundes verlaufen in den Radien blind endigende Gefäße.
    - der Darm besitzt sowohl ein Dorsal- als auch ein Verntralgefäß. Am Dorsalgefäß sitzen zahlreiche
    Gefäße, welche kontraktil sind und als Herzen fungieren können. Sie bilden einen Plexus, von dem
    sich das Blut in einem Ventralgefäß sammelt. Das Gefäßnetz verbindet Darm und linke Wasserlunge.
    Um die Wasserlungen befinden sich zahlreiche Follikel, in denen sich Blutzellen anhäufen.

    Geschlechtstrakt & Fortpflanzung:
    -männliche und weibliche Gonaden sind bei den (meist) getrenntgeschlechtlichen Tieren sehr ähnlich gestaltet und liegen im dorsalen Mesenterium
    - Larve: Auricularia

    Nervensystem und Sinnesorgane:
    Nervensystem
    -das ecto- und das hyponeurale Nervensystem bilden Radiärstränge aus-das Ectoneuralsystem bildet weiterhin einen Ring um den Mund

    Sinnesorgane:
    * Hautsinnesorgane an den Tentakeln und in der Körperhaut
    * Statocysten in der Nähe des Mundes

    Histologie & Morphologie:
    - da die Längsachse des Tieres (Verbindung Mund - After) parallel der Substratoberfläche verläuft, ist das
    Tier bilateral-symmetrisch gebaut
    - die Ambulakralfurchen sind in die Körperwand eingesenkt und nur noch als Ambulakralstreifen
    (Radien) erkennbar.
    *drei verlaufen (mit zwei Interradien)an der abgeplatteten Unterseite (Kiechsohle, Trivium), an der sich
    auch die Ambulakralfüßchen zu Fortbewegung befinden
    *zwei verlaufen (mit drei Interradien) an der Oberseite (Bivium); die Ambulakralfüßchen sind hier um-,
    oder rückgebildet
    * die Ambulakralfüßchen sind im Bereich des Mundes zu einziehbaren Tentakeln umgeändert

    - Die Skelettkörperchen sind sehr klein und bilden keinen festen Panzer. Das Tier ist eher rauh und mit zahlreichen Papillen an der Epidermis besetzt

    - Coelom:
    * Ringkanal des Hydrocoels umgibt den Ringkanal, von ihm gehen die 5 Radiärkanäle aus
    * meist ist nicht mehr ein Steinkanal zur Körperoberfläche, sondern ein oder mehrere Kanäle, welche in
    einem Madreporenkörper in der Leibeshöhle enden, zu erkennen
    * am Ringkanal befinden sich eine bis 50 Polische Blasen und 5 Radiärkanäle, deren Fortsätze in die
    Mundregion und in die Ambulakralfüßchen ziehen.
    * zwei Coelomräume am Vorder- und Hinterende (Peripharyngealsinus, Perianalsinus)
    * Axocoel und Axialorgan werden bei adulten Tieren rückgebildet
    - unbewimperte Epidermis mit einer untergelagerten Bindegewebsschicht (Cutis)
    - Muskulatur:
    * unter der Cutis liegt eine Ringmuskelschicht, welche nur durch die Ambulakralstreifen durchbrochen ist
    * im Bereich des Mundes und des Afters sind besondere Schließmuskeln ausgebildet


    Zur Aquarienhaltung da kann ich dir die schwarzen emfehlen, diese sind sehr Nützlich, wenn du feinen Korallenbruch als bodengrund verwendest. Mein Freund Thomas Lenz hatt eine solche Art schon seit etwa 2 Jahren im Aquarium. Werde sie auch mal noch fotografieren!!!

  • Ich kann mich da nur anschliesen seegurken sind eigentlich nicht so gut weil wenn sie sterben dann vergiften sie das ganze wasser im aquarium. :-(((...
    Aber wenn du sie trotzdem halten willst frage vorher deinen fachhändler ok,

    mfg Tim

  • Zitat

    Original von phasmidentim
    seegurken sind eigentlich nicht so gut weil wenn sie sterben dann vergiften sie das ganze wasser im aquarium.
    Aber wenn du sie trotzdem halten willst frage vorher deinen fachhändler

    und was soll die Antwort des Fachhändlers an der Tatsache der Gefahr ändern ???

  • Hi Tom
    Wenn der Händler ein Tier verkaufen möchte wird er kaum negativ über das Tier sprechen. Hör lieber auf die Leute hier, weil die wollen dir nichts verkaufen.
    Gruß Frank
    P.S. Bitte keine Händlerdis...... :winking_face: :winking_face:

  • Hallo,

    Herzlichen Dank an alle besonders natürlich
    an Stephan ( ausfürlicher gehts nicht :smiling_face:

    Gefällt mir immer besser dieses Forum!!

    Gruß
    LOCKE
    ( Stephan Becker)

  • Zitat

    Original von Stephan Busch

    Zur Aquarienhaltung da kann ich dir die schwarzen emfehlen, diese sind sehr Nützlich, wenn du feinen Korallenbruch als bodengrund verwendest. Mein Freund Thomas Lenz hatt eine solche Art schon seit etwa 2 Jahren im Aquarium. Werde sie auch mal noch fotografieren!!!


    Hallo Stephan, bei Alexander Girz hat es eine schwarze Seegurke (gibt es ja auch versch. ähnliche Arten) teilweise durch den Schutzkorb einer Tunze gezogen. 2/3 aller Fische sind dadurch gestorben.

  • Hallo Thomas,

    den Meisten ist es zu riskant ein Tier in´s Becken zu setzen, das bei einer mechanischen Verletzung, bei starken Vernesselungen oder auch bei Verbrennungen durch ein austreten des Giftes, den gesamten Fischbesatz vernichten kann.
    Des Weiteren gibt es da noch den fall der Eviszeration. Sind oder werden die Umweltbedingungen für die Holothurien drastisch schlechter im Becken, so KANN es vorkommen, dass sie ihre Gonaden und assoziierte Organe ausstoßen und es so zu einer Vergiftung kommt. Bei einigen Arten ist dies auch ein ganz natürlicher, saisonaler Vorgang.
    Es wurde auch schon berichtet, dass bei einer Vermehrung der Holothurien Vergiftungen auftraten. Ebenfalls ist mir dies bei großen Tridacniden im Becken bekannt. Obwohl es hier wohl eher an der Menge der Samen- und Eizellen gelegen haben wird.
    Geht ein Tier an natürlichen Umständen im Becken ein, bedeutet dies nicht, dass auch gleichzeitig das Gift austritt.

    Es liegt an dir, was du machst. Es sind, keine Frage, schöne und zum Teil auch nützliche Tiere.
    Ich hatte früher auch die eine oder Andere Seegurke und Seewalze im Becken und alles ging gut...........

    Du solltest dir also der möglichen Folgen im Klaren sein.

    Gruß, Lars

  • Hallo KS,
    solch ein Erlebnis ist natürlich nicht so toll. auf Deutsch sogar Schei........!!!! Es birkt natürlich eine Gefahr in sich. Da muss man halt Vorkehrungen treffen. Die Seegurke oder Walze die mein Freund hatt ist sehr, sehr nützlich da er sehr kleinen Korallenbruch als Bodengrund hatt un den walzt sie ordentlich durch. Werde versuchen diese Art genau zu bestimmen. Leider kam sie gestern nicht nach vorne sonst hätte ich sie schon fotografiert!!!!!

  • Hallo Stephan,

    Zitat

    Original von Stephan Busch
    Da muss man halt Vorkehrungen treffen.

    welche Vorkehrungen willst Du treffen und vor allem wann ?
    Das Gift ist in jedem Fall vorhanden und die Einzigen Maßnahmen wären:

    1.) erst gar keine einzusetzen und
    2.) sie rechtzeitig aus dem Becken entfernen


    aber Du kennst ja Murphys Gesetze :]

  • Hallo Ralph,
    ja Murphys Gesetze kenne ich :face_with_rolling_eyes: Meinte damit mit Vokehrungen das sie nicht an die Pumpen rann kommt!!! Meines erachtens sind die schwarzen Arten nicht so giftig und rumtreiberrisch. Thomas hatt seine nu etwa 2 Jahre drinne, sie war winzig klein und ist nu das Ungeheuer von Kleingladenbach wo er wohnt :grinning_squinting_face:

  • Zitat

    Original von Stephan Busch
    Hallo Ralph,
    ja Murphys Gesetze kenne ich :face_with_rolling_eyes: Meinte damit mit Vokehrungen das sie nicht an die Pumpen rann kommt!!! Meines erachtens sind die schwarzen Arten nicht so giftig und rumtreiberrisch. Thomas hatt seine nu etwa 2 Jahre drinne, sie war winzig klein und ist nu das Ungeheuer von Kleingladenbach wo er wohnt :grinning_squinting_face:


    Hallo Stephan,

    da helfen auch Vorkehrungen nicht viel. Die Tunze electronic hing in frei in einer Ecke des Aquariums weitab von der Decoration. Trotzdem schaffte es die Walze irgendwann/irgendwie an den Ansaugkorb heranzukommen.
    Vor einigen Jahren hat es mir eine schwarze Seewalze durch den Ansaugkorb der Eheim 1250 gezogen mit dem der Abschgäumer Sander III betrieben wurde.- Das passierte irgendwann in der Nacht. Morgends war nur noch die lederartige Haut der Walze am Ansaugkorb. Im Schäumertopf waren viele große Blasen (wie Seifenblasen) aber keinerlei Beschwerden bei den Fischen. Scheinbar wurde das Gift herausgefiltert.
    In den 80ern hat es mir eine Synapta maculata angesaugt. Das war der totale GAU. Alle Fische und Garnelen tot und starke Spätschäden bei den Weichkorallen.
    Fazit: Nie wieder Seewalzen oder Seegurken.

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