Ciliopagurus strigatus einsiedler larven

  • hi,

    gestern abend während der blaulichtphase hat mein einsiedler Ciliopagurus strigatus (orangerot gestreifter einsiedler) massenhaft larven abgesetzt. da er an einem erhöhten pfeiler dies gemacht hat, hat sich die ganze fischbande drumherum gesellt und wild gefressen. ich habe den einsiedler dann raus genommen und nun ca. hundert larven im glas.

    nach meinen recherchen im nachzuchtregister ist es wohl möglich einsiedler gross zu ziehen. hat jemand erfahrung mit Ciliopagurus strigatus???
    welches futter würdet ihr jetzt reichen plankton? artemianaupilen? staubfutter?

    gruss bernd

  • Hallo Bernd,

    mit dieser Art habe ich selbst noch keine Zuchterfahrungen. Jedoch etwas mit Paguristes cadenati. Hierzu müsste es auch einen Eintrag im Nachzuchtenregister geben. So in etwa würde ich mich auch bei C. strigatus danach richten, sollten die Larven so um die 2 mm haben wenn sie Schlüpfen.

    Für die ersten Lebenstage ist ein Mix aus Phytoplankton und kleinsten frischgeschlüpften und angereicherten Artemianauplien am Sinnvollsten.

    Als fast ebensowichtig erscheinen wohl die Schneckenhäuser die man frühzeitig reichen sollte.

    Auf Staubfutter würde ich vorerst verzichten. Es wird nur seltenst wenn überhaupt aufgenommen im Larvalen Stadium, und belastet das Wasser doch erheblich. Für eine gesunde Entwicklung ist gutes Wasser unerlässlich. Von daher ist ein tägl. Wasserwechsel von min. 20% zu Empfehlen. Alteingefahrenes Wasser aus einem großen funktionierenden Becken scheint mir hier auch besser geeignet als ganz frisches.
    Unsere Zuchtanlage läuft deshalb meist über die Becken der (gesunden) Elterntiere.

    Auch ist es sinnvoll ab dem Megalopalarvenstadium ein Aufzuchtbecken zu haben dessen Boden bereits einen kurzen "Algenrasen" aufweist. Mit anderen Worten eine art eingefahrenes Aufzuchtbecken.

    Am besten erreichst du dies wenn du ein entspr. Becken nimmst, und einige Wochen zuvor mit einem Ansatz Phytoplankton und Artemianauplien laufen lässt. Es sollte gut beleuchtet sein, und die Krebsschen tägl. feinstes Staubfutter bekommen. Kein Wasserwechsel sollte erfolgen, nur eine gute Beleuchtung (Daylight Spektrum reicht völlig).und verdunstetes Wasser nachfüllen.

    Durch die beginnende selbstständige Vermehrung der Artemien (Lebendgebärend) - bzw. deren Ausscheidungen - wird der Boden schnell eine Art Belag/Algenrasen aufweisen.
    Dies erreicht reduziert man die Fütterung bis das Wasser völlig klar ist und entnimmt die dann adulten Artemiakrebse. Danach die Wasserwerte messen und evtl. kleineren Wechsel machen damit alle Werte stimmen. Dann ist es (biologisch) Startklar.

    Viel Erfolg!


    Grüße Thilo

    Einmal editiert, zuletzt von Esther&Thilo (24. August 2006 um 23:51)

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