Seltsamer Effekt – Graphit-/Karbonelektroden im Meerwasser

  • Hallo ihr,
    ich bin gerade dabei mir eine Nachfüllautomatik zu basteln. Zum ermitteln des Füllstandes möchte ich Elektroden einsetzen (keine Schwimmschalter). Welche leitenden und meerwasserbeständigen Materialien kann man dafür verwenden? Titan wird wohl etwas teuer sein und ausserdem auch schwer zu bekommen.

    Gestern habe ich eine interessante Entdeckung gemacht, vielleicht kann mir jemand Licht ins Dunkel bringen. Ich habe mal versucht Karbonstäbe als Elektroden zu verwenden. Misst man den Widerstand der Elektroden, beläuft dieser sich auf in etwa 15Ohm. Das Meerwasser hat einen Widerstand von in etwa 5kOhm. Misst man den Widerstand des Meerwasser über die Karbonelektroden (2mm im Durchmesser), so ist der Widerstand zunächst sehr gering und steigt dann relativ rasch und stetig an (nach ca. 10Minuten auf 2Mohm und steigend). Kann mir jemand von euch diesen Effekt erklären???? (Ein Kondensator hat ein ähnliches Verhalten für Gleichstrom, da aber beide Elemente für Sich genommen Leiten und ein Kondensator einen Isolator benötigt, scheint die Sache doch etwas diffiziler zu sein).

    Für Graphit (Bleistiftminen) habe ich den selben Effekt beobachtet??

    Lg Pierre

  • Hallo Pierre,

    es deutet darauf hin, das sich Ablagerungen an den Elektroden bilden und damit der Widerstand steigt. Wahrscheinlich bedingt durch die Gleichspannung bei der Messung. Dieser Effekt sollte mit Wechselspannung nicht auftreten.
    Leitwertmeßungen werden normalerweise auch nicht mit einer konstanten Gleichstromquelle vorgenommen, sondern zumindest mit einer gepulsten Versorgung.
    Eine einache ohmsche Messung dürfte einige Probleme bereiten.
    Ektronische Beispielschaltungen findest du unter dem Stichwort Leitwertmessung im http://www.

    Eine einfache Schaltung gibt es auch bei Toni Gabriel.

  • Hallo Frank,
    ich habe mir auch schon gedacht, dass dieser Effekt wahrscheinlich mit der Elektroloyse zusammenhängt und die Ionen eine entsprechende Gegespannung aufbauen. Mich hätte allerdings interessiert, ob ich da richtig liege...

    Jedenfalls verwende ich nun Wechselspannung und es funktioniert ganz gut:)

    Lg Pierre

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