Wie wichtig ist eine Osmoseanlage?

  • Moin Leute,

    da ich ja im Mai mein größeres Aquarium aufbaue hab ich mal ne Frage dazu.
    Wie wichtig ist eurer Meinung nach, eine Osmoseanlage?
    Einen Link zu den Wasserwerte bei uns hab ich hier:
    Wasserwerte
    Ich weiß nicht genau, welche ihr davon wissen wollt, deswegen der Link. Da stehen nämlich ziemlich viele Werte.

    Grüße

  • Hallo Angelo,

    habs mir grad mal kurz Angeschaut. Wie meist immer fehlt die Silikatangabe. Das ist für unsereins ein wichtiger Faktor. Nitrat halte ich noch für vertretbar. Chlorid wär mir zu hoch, ebenfalls ist der Härtegrad nicht zu Unterschätzen. Ist doch schon enorm hoch, zumal du diesen ja ohnehin auf relativ hartem Level fährst sobald du Salz ansetzt.

    Sollte der Silikatwert möglichst nahe bei N.N. liegen und das Wasser ehe es mit Meersalz versetzt wird gut belüftet werden für 24h sowie der Besatz an empfindlicheren SPS Korallen sich in Grenzen halten könntest du einen Versuch wagen. Voraussetzung du weißt wirklich was "hinter den Kulissen" läuft - wie weit der Weg bis zu dir vor die Haustüre ist -was da passiert, usw.

    Ich war eigentlich von Kind auf nie eine Osmoseanlage gewöhnt, da wir hier auf der Hochalb das Privileg eines super Wassers haben. Auch heute verwendet kaum ein Meerwasseraquarianer aus der näheren Umgebung hier den ich kenne eine Osmoseanlage. Mich hat es Anfangszeiten des Forums daher auch gewundert daß hier im Forum fast jeder eine UO betriebt :winking_face:

    Für mich ist "ohne" allerdings seit letzter Woche nun auch Geschichte. Zum einen wegen der immer größer werdenden Zucht, die ausser Arbeit ja auch Finanziell ein gewisses Kapital beinhaltet, und ich da nichts Riskieren möchte, und zum anderen weil die letzte Zeit öfter mal beim Warmwasserbetrieb des Hausanschlusses plötzlich leichte "Rostbrühe" kam. Das Haus hier ist Bj. 95 aber es ist so einiges gemurkst worden so daß ich mir das bei den Leitungen auch Vorstellen kann. Jedenfalls nehme ich fortan Dialysewasser.

    Warum ich dir das ganze erzähle hat folgenden Grund. Selbst wenn du bis hin zu den Wasserwerken wirklich sicher gehen kannst daß die ihre Arbeit zu bester Zufriedenheit verrichten und salopp gesagt dir ausser wenns einen Rohrbruch gibt im Netzwerk nichts groß passieren kann, bleibt immer noch die Gefahr der Verrohrung im Haus selbst.

    Würde ich jedenfalls genau Inspizieren. Ich habe es immer so gemacht daß ich ca. jeden Monat mal die wichtigsten Parameter am Leitungswasser gemessen habe.

    Wenn du aber auf wirklich Nummer sicher gehen willst - nehm eine Osmoseanlage, und bei Silikat zumindest ein Harz.


    Gruß Thilo

  • Das unser Haus 1904 gebaut ist und auch noch ziemlich alte Verrohrung vorhanden ist, macht die Sache wohl nicht Besser :grinning_squinting_face:
    Also in meiner kleinen Pfütze ist bisher mit "Frischem Leitungswasser" nicht viel passiert, ok ist auch niht viel Empfindliches drin. Aber im anderen Becken sollen schon etwas anspruchsvollere Tiere ein zu Hause finden. Hmm. Und unser Wasserwerk? Ja gute Frage... Wo ist das denn? Also in der Nähe steht es nicht. Die Strecke ist wohl ziemlich Lang, die das wasser zurück legt. und ich habe auch mal was Leuten gehört, das wir im Boden Bleirohre haben. Kann das angehen? Auf jeden fall ist bei uns ca. 3 mal im Jahr irgendwo in Lübeck Rohrbruch angesagt ... Also schon ziemlich alt die Geschichte.
    Werde mir dann wohl auch so eine Osmoseanlage zulegen, wenn es soweit ist.

    Vielen Dank erstmal :smiling_face:

  • Zitat

    Original von AnPa
    Werde mir dann wohl auch so eine Osmoseanlage zulegen, wenn es soweit ist.

    Au weh :grinning_squinting_face:
    Also angesichts dieser ganzen Tatsachen würde ich - jetzt unabhängig vom Silikatgehalt - auch auf eine UO plus Harz setzen :winking_face:

    Unser Wasserwerk steht knapp 8km von meinem Haus entfernt - unsere Stadt hat 30.000 Einwohner, der "Wasserspender" Bodensee ist 60km entfernt, unser teil an Eigenwasser kommt aus knapp 1000m Höhe das sich allein schon durch unsere Felslandschaft filtert usw.. sicher alles idealere Voraussetzungen wie in einer Großstadt. Sollte man vielleicht auch noch dazu sagen.

  • Hallo Angelo

    Bei der Pflege von Korallen würde ich aus heutiger Sicht auf jeden Fall kein Leitungswasser nehmen. Hier sollten die Werte dauerhaft! in Ordnung sein, und das ist bei kaum einem Leitungswasser mehr der Fall.

    hier sollte Nitrat (wenig) und Phosphat (0) nicht nachweisebar sein, ebenso sollte kaum Si im Wasser zu finden sein.

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