Priolepis und Lysmata

  • Hallöchen,

    Wie einige vielleicht wissen habe ich vor über zwei Wochen eine Lysmata amboinensis in mein Becken gesetzt, diese fand sich auch sehr schnell in die Aquariengesellschaft ein- soweit so gut. Auch werden meine Fische geputzt, was denen zu gefallen scheint.

    Nun kann ich seitdem eigentlich einen immer wiederkehrenden Kontakt zwischen Priolepis und Garnele beobachten- die Garnele hält sich hin und wieder in der Höhle der Grundel auf, die Grundel sitzt häufig zusammen mit der Garnele, die beiden folgen sich bei Streifzügen durchs Becken- letzteres ist schon sehr interessant, da die Grundel dadurch offensichtlich weniger scheu geworden ist. Und man schaut schon zweimal hin, wenn die Garnele langsam über den Stein läuft und der kleine Fisch langsam hinterherschwimmt, heute kam das ganze dann umgekehrt zum Vorschein als die Grundel ihre Höhle verließ und die Garnele ihr langsam folgte... Wie ich übrigens noch erwähnen möchte ist die Grundel bei alledem nicht gestresst, d.h. keine rote Stressfärbung und kein Fluchtverhalten; auch bin ich sicher dass dieser Fisch etwaige Konkurrenten/Feinde angreifen würde- so geschehen mit meiner Porzellankrabbe, die sich in die Höhle verirrte.

    Anfänglich fand ich das ja nur merkwürdig, dann witzig, und nachdem es sich nicht wie erwartet verflüchtigt hat auch hinterfragenswert. Konnte jemand etwas ähnliches beobachten oder gibt es berichte über ein Zusammenleben dieser Arten? Mich wundert das nun sehr...

    Liebe Grüße,
    Jannes

  • Jannes,

    da gibt es ganz einfache Erklärungen:

    1. Dein Becken ist recht klein und da stolpern sie zwangsläuftig übereinander.
    2. Die Garnele lebt im Meer niemals alleine sondern immer mindestens im Paar meist sogar in der Gruppe
    3. Ich habe zwar bisher nur Priolepis ascensionensis live sehen können gehe aber davon aus das diese Beobahctung für die ganze Gattung gilt: Die Tiere lebten immer im Paar

    Fazit: Beide Tiere "leiden" and Kontakt-Armut und bilden daher eine Allianz.

    Ich ahbe das in einem Becken mit einem Esenius bicolor und einem Korallenwächter die gerne neben einander in einer Lederkoralle liegen. Auch das würde man im Meer niemals so beobachten können.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

  • Hallo Peter,

    Ok, das klingt einleuchtend. Obwohl ich nicht gedacht hätte dass soetwas auch in der Kombination Krebstier-Fisch funktioniert...

    Aber: Wenn ich nun für einen der beiden in einem größeren Becken einen Partner besorge(was ja geplant ist), wird dann der "Notpartner" quasi ausgestoßen oder weiter behalten, bzw. wird ein echter Partner dann noch anerkannt?

    Einmal editiert, zuletzt von Jannes Freiberg (2. November 2005 um 13:09)

  • Jannes,

    der richtige Partner wird immer bevorzugt werden.

    Sollte bei den Garneln kein Problem sein, GU bei den Grundeln ist die Frage? Vor allem wenn sie sich in einem kleinen Becken nicht ausweichen können. Könnte Probleme geben.

    Grüße und schönen Tag
    Peter

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