Interessanter Artikel www.n-tv.de

  • Dienstag, 27. August 2002
    Keine Fische, keine Pracht
    Nur noch ein Korallenriff gesund


    Mehr als tausend Korallenriffe in aller Welt sind ernsthaft gefährdet. Bei einer ersten globalen Studie von 1107 Riffen in 60 Ländern erwies sich nur ein einziges Riff in der Nähe von Madagaskar als unberührt und gesund.

    Die untersuchten Korallenriffe erlitten in den vergangenen 20 Jahren mehr Schäden als in dem ganzen Jahrtausend zuvor, heißt es im Bericht des "Reef Check"-Programms der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA). An der internationalen 5-Jahres-Studie beteiligten sich 5000 Forscher und Experten.

    Der Untersuchung zufolge ist unter anderem das Überfischen der artenreichen Riffregionen ein Grund für die dramatische Verschlechterung der Lage. Einzelne Arten, die für Aquarien oder zum Verzehr gefischt werden, waren bis zu 95 Prozent ausgerottet. Ihr Verlust hob das ökologische Gleichgewicht in den betroffenen Korallenlandschaften aus den Angel, heißt es in der Studie.

    "Reef Check" hatte ursprünglich 1500 Riffe im Atlantik, den Indopazifik und dem Roten Meer zur Beobachtung ausgesucht, verwertete dann aber nur die Daten der 1107.

  • Hallo Jürgen

    Tja was soll man dazu sagen

    Ist mit Sicherheit einiges dran
    denn da woes Menschen hat die Hunger haben wrd eben gejagt

    Dann noch Geld verdienen mit Aquarienfischen

    und dann noch das Dateum des Checks direkt nach dem El Ninio

    Das Problem an der Sache ist das es zu vieschichtig ist als es nur an den gefangenen Tieren festzumachen.

    Vor 4 Jahren waren die Malediven schon unrettbar verloren , nie wieder Korallen hies es uns was weiss ich

    Heute gibt es zwei Meinungen

    1. Die wissenschaftler die begeistert sind von der neuen Artenvielfalt und dem schnellen Nachwachsen der Korallen

    2. Die die immer noch den Beständen nachweinen

    Wir werden es sehen

    im Jahr 2000 sollte es auch keinen Wald in Deutschland mehr geben weil der saure Regen alles kaputt macht


    Wenn solche Meldungen dazu beitragen das ein wenig Gewissenhaft mit den ressourcen umgegangen wird dann hat es ja schon etwas gebracht
    leider verzerren sie aber das Bild erheblich
    Wer sich mal im Reef Check Monitori Programm umschaut sieht das es so auch nicht ganz stimmt


    Bis dann und Grüsse
    Claude

  • Hi!
    Selbstverständlich ist dies ein vielschichtiges Problem.
    Was mich beschäftigt, ist, daß die Aquaristik offensichtlich einen signifikanten Beitrag zum Individuen- und Artensterben beiträgt. Sicherlich wäre das irrelevant (d.h. die Riffe würden es verkraften), wenn es die anderen Faktoren nicht gäbe.
    Konsequenz: Auf Aquaristik verzichten oder zumindest Verbrauch reduzieren. Letzteres kann zum einen jeder selbst: FIsche und Tiere nur dann ins Becken setzen, wenn die Bedingungen nach bestem Wissen und Gewissen optimiert für das Tier sind. Oftmals hört man Sprüche wie "die halten sich bei mir nicht" etc,.
    Zweiter und größerer Punkt: Die Art des Fangs. Wenn immer noch Riffe mit Dynamit in die Luft gejagt werden, nur um 1 % der (überlebenden) Tiere zu fangen, ist das hirnrissig. Ebenso Giftfischerei. Irgendwer sagte mir kürzlich, daß der "neueste Schrei" das Fischen mit Foto-Fixierer ist. Die Jungs sollte man in selbigen ausgiebig baden. Hier sind die Händler gefragt: Sie müssen den "Produzenten" der Aquarientiere Zertifikate einfordern, auf denen der umweltgerechte Fang bestätigt ist.

    Matthias

  • Hallo Matthias


    Es wird für den Aquarienfischfang kein Dynamit eingesetzt das ist für den Speisefischfang.

    Was soll der fotofixierer ? ich weiss nicht woher Du
    das hast ?

    Das Zyanid wird auch nur noch vereinzelt eingesetzt
    es ist den meisten Fischern einfach zu teuer geworden!
    Bei manchen Arten ist es eben nicht drin sie mit der Hand zu fangen, oder Sie werden wesentlich teuerer.


    Ein Zertifizierungssystem ist am laufen aber wie alles dauert es doch länger als man denkt.
    Die ersten Betriebe werden aber noch dieses Jahr zertifiziert.

    Informationen und Berichte darüber wird es in Sindelfingen beim Aqua Terra Symposium geben.


    Nur noch was am Rande

    solange hier und woanders Fische gekauft werden die nur mit Gift zu fangen sind,
    und auch die Preise für handgefangene nicht aktzeptiert werden , wird sich daran auch nicht viel ändern.

    Der Anteil der Aqurienfischerei ist sehr sehr klein und hat nur lokal einen messbaren Einfluss

    Im Moment läuft von England in Zusammenarbeit mit der MAC eine Untersuchung der genauen Zahl der importierten Fische.
    Selbst hierbei musste ich die Leute darauf aufmerksam machen das sie die Tiere teilweise doppelt zählen
    da sowohl der Importeur als auch der Expoteur seine Zahlen abliefert.
    Das natürlich niemand seine Quellen preisgibt kommt es eben zu diesen höheren Zahlen.

    Claude Schuhmacher

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!