Wasserstandsmelder - Materialfrage

  • Hallo,

    wenn ich nen Wasserstandsmelder ins Meerwasserbecken bauen will - aus was mache ich die Elektroden? Die muessen ja aus Metall sein und mit dem Wasser Kontakt haben.

    Was tun?

    Gruß

    Roger

  • Hi,

    Ich habe meinen Professor mal auf so etwas angesprochen.
    Der meinte warum darüber Gedanken machen und sowas nicht mit Radartechnik lösen. :grinning_squinting_face:

    War mir auch zuviel Aufwand. :smiling_face:

    Ich habe aber schon seit 3 Jahren einen Temperatursensor aus V2A Stahl im Einsatz. Bis heute zeigt er keinen Rostansatz. Er wächst nur immerwieder mit Kalkalgen zu, für soas gibt es aber Essig. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Max

  • Hallo Roger!
    Ich habe solche Melder bei der Alarmanlage angeschlossen. Es gibt im handel zwei verschiedene Arten: zweimal Metal und Kontakt durch Wasser als Auslöser oder Lichtschranke.
    Beide arbeiten problemlos.
    Was den Rost betrifft kann ich bis jetzt nichts sagen, da ich die Sensoren erst seit ein paar Monaten verwende (bis jetzt aber kein Rost, obwohl schon mit Salzwasser in Berührunge gekommen).
    Selber würde ich soetwas nicht bauen, da der zeitliche Aufwand in keiner Relevanz zum Kauf eines solchen Sensors steht.

  • Halo Max,

    bekommt man so V2A Stifte? Draehte? im Baumarkt? Wie befestigt man die Zuleitung daran? Oder hast Du nen fertigen Sensor?

    Gruß

    Roger

  • Hallo Peter,

    ich komme um einen gewissen Selbstbauaufwand nicht drumrum, da ich eine halbwegs intelligente Steuerung über C-Control aufbauen möchte.

    Inkl. Temp., Füllstand, Salzgehalt, ....

    Gruß

    Roger

  • Zitat

    Original von Roger
    Hallo,

    wenn ich nen Wasserstandsmelder ins Meerwasserbecken bauen will - aus was mache ich die Elektroden? Die muessen ja aus Metall sein und mit dem Wasser Kontakt haben.

    Was tun?

    Gruß

    Roger

    Guten Tag Roger,

    Sensoren für Niveau Regelungen funktionieren nach verschiedenen Verfahren:
    Ein typisches Idustrieverfahren ist, das ein Widerstand
    zwischen einer Bezugselektode und einer oder zwei Meßelekroden gemessen wird.
    Klartext: Ziwschen zwei leitenden Stoffen (z.B. Metall)
    im Wasser leite ich einen konstanten Strom mit einer Spannung(Niedervolt). Der Widerstand ist relativ niedrig
    ca. 5KOhm. Fällt der Wasserstand wird der Widerstand hochohmig (100kOhm) weil das leitende Mittel (Dilektikum) Wasser fehlt.
    Die Auswerte Elektronic schaltet ein Relais, da wiederum
    eine Pumpe einschaltet.Bis durch die beiden Elektroden/Wasser wieder ein Stromkreis geschlossen wird.
    Es ist also egal was Du alls Meßfühler benutzt!
    Nimm einfach einen Carbonstab (Kohlefasserstab)den gibt es in Flugdrachenfachgeschäften. Dieses Material ist sehr gut für Meerwasser (keinerlei Korrision) geeignet und besitzt einen sehr hohen elektrischen Leitwert. An diesen Carbonstab befestigt Du oben eine Kupferlitze (mind.2,5mm²)am besten benutz Du dazu eine Nirosta Hülse (oder V4A) die du crimbst.(wie ein BNC Stecker,davon kannst Du auch die Hülsen nehmen) In der Leitung würde ich noch einen Einstellregler 10KOhm einbauen, um den minim. Widerstand einstellen zu können, da jeder Niveau Regler seine eignen Ohmwerte verwendet.

    Wenn Du einen Niveau Regler mit zwei Meßeletroden verwendest
    (mache ich z.B.) kannst Du hiermit einen Minimum/Maximum
    Füllstandsreglung aufbauen.

    Noch Fragen, dann frage einfach hier im Forum oder mich direkt unter eschattauer@web.de (gilt natürlich auch für alle anderen, die daran Interesse haben an diese oder anderen Methoden von Niveau reglern haben)

    Mfg Erwin

  • Hallo,

    der Tip mit dem Kohlefaserstab ist genau das, das ich suchte :smiling_face: DANKE :smiling_face: Mit Metall im AQ hab ichs nicht so gerne :smiling_face:

    Werde eine reine 0/1 Schaltung realisieren - sollte für den Fuellstand eigentlich reichen .. Muss die ja sowieso doppelt auslegen (Ausfallsicherung)

    Gruß

    Roger

  • Hallo Roger,

    Zitat

    Original von Roger
    Werde eine reine 0/1 Schaltung realisieren - sollte für den Fuellstand eigentlich reichen .. Muss die ja sowieso doppelt auslegen (Ausfallsicherung)

    Wieso doppelt und dann bloß als 0/1 Regelung?

    Nehme einen Stab mehr, einen als Anode ganz tief ins Wasser ragend, die anderen 4 als Kathoden in verschiedenen Höhen ins Wasser ragen lassen. Jetzt hast du 4 Fühler, F1 ganz oben, F2 in der Mitte und F3 + F4 unten.

    F1: if Widerstand < 100kOhm then viel zu viel Wasser drin, Nachfüllautomatik prüfen
    F2: if Widerstand > 5kOhm then Wasser nachfüllen
    F3 or F4: if Widerstand > 5kOhm then viel zu wenig Wasser drin, Nachfüllautomatik prüfen
    if F3 ungleich F4: Elektronik oder Fühler prüfen.

    Zur Ausfallsicherung: stell dir mal eine Liste auf, was alles ausfallen kann, welche Auswirkungen das hat, wie man diese Auswirkung feststellen kann und welche Aktion folgen sollte. Das wird ganz schön komplex.

  • Hallo,

    ich weiss, dass die Ausfallsicherung komplex wird :smiling_face:
    Aber die von Dir beschriebene Technik hat einen grossen Haken: Wenn der Basisstab Kontaktprobleme hat / abbricht oder sonstige Ausfallserscheinungen zeigt, dann ists aus ..

    Dann lieber 2 Basisstaebe ...

    Gruß

    Roger

  • Hallo Thomas,

    dann kann man ja noch 2 stück hinzunehmen, um das becken zu testen ! wenn der ablauf zu ist, wird permanent nachfüllwasser eingefüllt!

    also:

    F5 if widerstand >5 kOhm goto F2
    F6 if widerstand <100 kOhm goto F5

  • Hallo Roger,

    Zitat

    Original von Roger
    Wenn der Basisstab Kontaktprobleme hat / abbricht oder sonstige Ausfallserscheinungen zeigt, dann ists aus ..

    nicht ganz, denn dann fließt ja nirgendwo Strom mehr und du hast die gleichen Fehlerbedingungen wie bei viel zu wenig Wasser , das heißt, du musst sowieso die Anlage kontrollieren.

    also 7 Kohlestäbe und Leitungen (incl. Lutz's Beckenüberwachung). Reichen dann die Ports der C-Control noch? :confused_face:

    Leider bin ich da noch nicht so bewandert, aber wahrscheinlich kann man das Problem über eine Widerstandskaskade - ähnlich wie bei der Tastatur - und einem Analog-Port lösen.

  • Hallo,

    ja, der C-Control muss über einige Vorschaltungen auf die von mir brauchbare Version aufgeblasen werden.

    Gruß

    Roger

  • Hallo Roger,
    bei Conrad http://www.conrad.at/ gibt es um 20Eur ein fixfertiges Modul (185329-62), das mit IR den Abstand eines Objekt in einem Bereich von 10 bis 80cm misst (angeblich auf für den sanitären Bereich, also Wasser, geeignet) . Um den aktuellen Messwert abzurufen benötigt man lediglich eine digitale Steuer- und eine digitale Eingangsleitung. Wäre einen Versuch wert...

    Die Bedenken die ich dabei habe sind die, dass eventuell Verunreinigungen durch Salzablagerungen am Sensor dessen Funktionstüchtigkeit beeinträchtigen könnten.

    Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem Modul gemacht? Wenn nicht, werde ich mir das Teil (wenn ich wieder mal Zeit haben sollte:) mal näher ansehen und euch über die Eignung informieren...

    Lg Pierre

  • Hallo Pierre!
    Wären wir also wieder bei den zu kaufenden Sensoren.
    Ja, wie gesagt habe ich solche (aber nicht von Conrad) und bis jetzt (seit einigen Monaten) kein Problem.
    Ich kann der Idee möglichst billig eine Alarmanlage zu bauen nichts abgewinnen, da ich denke hier wird am falschen Ort gespart. Das Ding soll ohne "wenn und aber" funktionieren, denn genau dafür habe ich es.
    Klingt ein wenig so wie Kollegen die sich ein teures Motorrad kaufen und dann beim helm sparen.

  • Gute Morgen,
    so ganz verstehe ich die diskussion nicht mehr. Geht es um eine Wassrstandsanzeige oder um eine Nachfüllautomatik mit Sicherung?
    Meine Nachfüllautomatik habe ich ohne komplizierte Elektronik Wasserstandsmeldern (Conrad), die auf Basis eines Styroporkerns, der je nach Wassrstand auf einem Kunststoffstab gleitet, gebaut. So wird mit einem Melder die Nachfüllpumpe eingeschaltet und mit einem zweiten, der "umgekehrt" eingebaut ist, bei Versagen des ersten Melders und lfd. Nachfüllpumpe bei einem Maximalwasserstand die Pumpe ausgeschaltet. Die Hysterese der Melder beträgt nicht einemal 1 cm, so dass bei einem Füllvorgang nur sehr wenig Wasser nachgepumpt wird.
    MfG
    Hans-W.

  • Einen schönen guten Tag alle miteinander,

    Eure kleinen Programmierungen find ich ja Klasse auch eure Ideen Redudanz zu schaffen um Ausfälle umgehen zu können.

    Vielleich habt ihr nicht ganz so genau meinen ersten Beitrag gelesen. Es wird mit einen Konstant Strom gearbeitet
    bei konstanter Spannung. Die einzige Variable ist der Gesamt Widerstand Elektrode. Sowie der Stab bricht ändert sich der Widerstand und die Logik verhindert ein Nachfüllen der Anlage. (Aber warum sollte ein Carbonstab brechen, dieser ist hochelastisch, wird für Angeln und Flugdrachen
    jeder Art verwendet)
    Also 3 Stäbe ingesamt sind mehr als ausreichend um einen 100% Überlaufschutz zu bekommen. Was nicht so einfach verhindert werden kann, ist das die Automatik durch einen defekt nicht mehr nachfüllt.
    Hier gibt es wirklich Probleme mit der Redudanz.
    2x die komplette Electronic
    2x 3 Elektroden (carbonstäbe)
    2x 1 Pumpe
    und was ist wenn die Spannung ausfällt?
    also muß noch eine USV her mit 6-8 leistungsstarken Auto Batterien.
    Die USV fällt aus
    Kein Problem kaufen uns einfach eine zweite USV die parallel läuft.
    Das Wasser wird abgestellt, weil im drausen auf der Straße ein Rohrbruch stattgefunden hat.
    Naund bauen wir uns halt einen eignen Brunnen..........

    Ihr seht irgentwo solle man eine Grenze setzten
    wo die Prioitäten angesetz werden müssen.
    Bei einer Nachfüllautomatik ist zu verhindern, das die Automatik bei einen eventuellen Defekt ständig nachfüllt.
    und das ist (s.o.) sehr einfach zu bewerkstelligen

    Mfg
    Erwin

    PS Eine ganz einfache Sache für etwas nicht nur "Ängstliche Leute" wäre, als zusätzlichen Sicherheitfaktor, einen Mini Schwimmschalter einzubauen. Er sollte erst dann schalten wenn wirklich das absolute Maximun an Füllstand erreicht wird (Filterbecken) und er sollte zwei Wege schalten:
    1.) Trennung der Stromversorung von der Nachfüllautomatik
    2.) ein PCV-U Magnetventil das das überschüssige Wasser
    in einen Abluß leitet.
    So haben wir das bei unseren Becken realisiert mit Hinsicht darauf, das Strom ausfällt (wir versorgen, einschließlich der Strömungen unsere Aquarien von unten) und ein Rückschlagventil nicht schließt. Dann wird ungefähr 10cm
    Wasserstand über den Abfluß geleitet, bis die Strömungs-
    ausgänge (Rohre) sich über dem Wasser befinden.

  • Hallo Hans,

    um was es mir hier geht, ist ein komplexes System, welches meinen Spieltrieb befriedigt und nebenbei noch meine Becken möglichst flexibel steuert :smiling_face:

    Irgendwie muss man doch die Freizeit totschlagen *g*

    Gruß

    Roger

  • Mir war auch nicht klar, dass du ein Sicherheitssystem damit aufbauen möchtest. Aber wenn du das System absichern möchtest kannst du ja auch einfach 2 Sensoren verwenden und deren Messwerte querchecken. Der Aufbau bräuchte dann auch lediglich 3 digitale Leitungen (bin kein Vertreter für Conrad Produkte;).

    Fraglich ist es natürlich schon, ob man tatsächlich einen kontinuierlichen Messwert für den Füllstand benötigt. Ist meiner Meinung nach auch eine Frage wie verspielt man ist...

    Übrigens, ich war lange Zeit Motorradfahrer und hatte einen sehr guten Helm;)

    Lg Pierre

  • Hallo Pierre,

    nein, man braucht sicherlich keine kontinuierlichen Messwerte :smiling_face: Aber eine Anzeige welchen Monat wieviel nachgefuellt wurde, das wäre schon nett :smiling_face:

    Gruß

    Roger

  • Hallo zusammen,

    hier vielleicht noch eine Idee für Euren Spieltrieb.

    Man könnte eine Leitwertmessung mit dem Füllstandmesser vereinigen und so entscheiden ob Seewasser oder Osmosewasse nachgefüllt wird.

    Als Elektroden zwei Kohlestäbe über die der Leitwert gemessen wird. Eine sehr einfache Lösung zur Leitwertmessung findet Ihr bei Toni Gabriel. Wenn also ein Leitwert vorliegt, ist der Pegel in Ordnung. Es muß bei diesem Meßwert entschieden werden, was nachgefüllt werden soll. Liegen die Kohlestäbe trocken, funktioniert die Leiwertmessung nicht. Das ist das Nachfüllsignal. Verbunden mit der vorherigen Messung wird nun das richtige Wasser nachgefüllt. Sobald wieder eine Leitwertmessung vorliegt, ist genug aufgefüllt. Noch einen Timer mit eingebaut, damit nicht zuviel nachgefüllt werden kann, falls die Anlage versagt und einen Alarm ausgeben

    So eine Idee schiebe ich schon lange vor mir her. Mir fehlt nur die Zeit dazu. Ich habe leider keine Zeit zum Totschlagen :))

    Die Funktion kriegt nicht einmal der Aquastar hin.

    Weiß auch nicht warum noch keine Firma darauf gekommen ist. Aber mich fragt ja keiner :grinning_squinting_face:

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