Spurenelemente

  • Hallo ihr da draußen,

    ich will meine Spurenelemente-Versorgung von Grotech A B C auf Balling (a la Stefan Lindner) umstellen, was muß ich dabei beachten. Reicht für die Jod-Versorgung die Gabe von verdünnter Lugolscher Lösung oder sollte man dieses Jod+ oder Jod-Lösung nach Renke zusätzlich nehmen.
    Reicht Balling-Spurenelemente aus oder sollte man Spurenelemente nach Renke dazu nehmen.

    Klärt mich bitte auf (über die Spurenelemente)!!

    Danke Frank

  • Hallo Frank,

    die Jodversorgung würde ich nicht nur über Lugol´sche Lösung betreiben, sondern LL nur zusätzlich.

    Über seine Spurenelemente hat Renke ausführliche Artikel geschrieben, wonach diese bei Kalkrotalgen ein starkes Wachstumsplus gegenüber nur Balling-Spuren erbrachten. Selbst habe ich das so direkt noch nicht verglichen.

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hi Robert,

    kurze Nachfrage: nur die zusätzlichen ohne die Balling-Spuren?

    Beste Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans- Werner

    Nur die Spuris selber...

    Aber zur genauen Erkärung:

    Ich mache schon Balling aber nicht täglich. Das heist ich messe einmal oder auch bisweilen alle zwei Wochen den CA und MG Wert und ergänze dann nach Balling.
    Ansonsten wurden zu der Zeit damals nur die Renke Elemente gegeben. ( und zwar die reinen Spurenelemente die damals im Meerwasseraquarianer veröffentlicht wurden )

    Die sind nicht schlecht aber auch nicht viel besser als andere derzeit gute Spurenelemente. Das Prob ist in meinen Augen das man sich schnell zuviel reinmacht und dann geht der Schuss nach hinten los. (braune Farben)

    Aber ich denke das ist mit allen Sachen so, so wenig ist nichts, zuviel auch nicht.

  • Hallo Robert,

    ich sehe wir schreiben da irgendwie aneinander vorbei.

    Renke hat im Meerwasseraquarianer 1/2001 eine Spurenelemente-Rezeptur veröffentlicht, die er 1:1 von meinen Veröffentlichungen in der DATZ (1, 2 u. 5/96) übernommen hat. Er schreibt das auch so und zitiert die Artikel. Das meine ich mit Balling-Spuren, nicht die Balling-Methode. In einem Artikel im Meerwasseraquarianer 4/1999 schreibt er, er habe mit zusätzlichen Gaben von Molybdän, Strontium, Eisen und Mangan ein deutlich besseres Kalkrotalgen-Wachstum erzielt. Dieser Artikel wird bei Renke 1/2001 ebenfalls zitiert.
    Während ich erstere als Balling-Spurenelemente bezeiche, sind die Renke-Spurenelemente die zusätzlichen. Das wird beispielsweise bei SL auch so angeboten. Die Renke-Spuren waren aber auch von ihm selbst nicht als alleinige Spurenelemente-Versorgung gedacht, sondern nur in Kombination mit den Balling-Spuren. Insofern kann man den Sinn von nur vier Spurenelementen hinterfragen und mich hätten die Ergebnisse interessiert.
    Meinst du mit Renke-Spuren vielleicht doch die Balling-Spuren und mit oder ohne Renke-Spuren (zusätzliches Molybdän, Eisen Mangan u. Strontium)?

    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner :smiling_face:

    Nun ja ich versuch es mal.
    Die Spuris hat ein guter bekannter gemacht, nach dem Artikel im Meerwasseraquarianer. (Veröffentlichung Renke)

    Es sind die mit Eisen, Mangan, Strontium etc.

    Sie wurden bisher einzeln angewandt. Aber auch nicht so lange das man es als Aussagekräftig ansehen könnte. (Eher sporadisch da immer mal wieder neue Sachen kommen die man probiert)

    Dennoch beeinflusst ein zuviel ganz klar das Aquarium in Sachen Farbgebung. Zuviel ist da wenig gut, wie eigentlich immer.


    Also liegt die Erklärung warum sich in Sachen Kalkrotalgen nichts tun, darin begründet das ich nur die Spuren nehme und nicht komplett Balling mache ?

  • Hallo Robert:-)

    Auch auf die Gefahr hin, dass ich nicht ganz dem Thema folge:
    Nach vielen Jahren der Versuche mit allen möglichen Mitteln, habe ich die Notbremse gezogen, denn alles hatte irgendwie Nachteile. Sei es am Wachstum, oder an der Farbbildung.
    Eines der schönsten Becken, dass ich jemals gesehen habe, wird seit Jahren nur mit einem intensiven WW betrieben und ist ein einziger Traum. Auch wenn es ab einer bestimmten Beckengrösse ins Geld gehen mag und Arbeit macht, ich tausche nur noch Wasser und zwar wöchentlich 25%!
    Aber eines bestätige ich gern:
    In meinen Becken hat sich eine Strontiumgabe positiv auf die Kalkrotalgen ausgewirkt, das ist schon richtig. Aber wie gesagt, ich mache nur noch eines......

    Einmal editiert, zuletzt von Torsten (28. Juni 2004 um 12:17)

  • Hallo Robert,

    ja, ich würde sagen Kupfer, Zink, Kobalt gehören auf jeden Fall dazu, über Chrom könnte man diskutieren, ob das in Algen irgendeine Funktion erfüllt.
    Beispielsweise ist Zink das Spurenelement der Karboanhydrase, ohne die praktisch keine Calcifizierung stattfindet. Fehlt es, nutzt ein Überangebot an Eisen und Mangan nichts, sondern es schadet eher, da auch Verdrängungsvorgänge an den Enzymen eine Rolle spielen. Es gilt also das Liebig´sche Minimumgesetz, wonach das Nährelement, das im Minimum vorliegt, das Wachstum begrenzt.

    Ich muß sagen, daß die Zugabe von Spurenelementen, dann wenn man einmal die Ww nicht hundertprozentig durchhält, von großem Vorteil sein können. So zumindest meine Erfahrungen.

    Aussagen, wonach eine Spurenelemente-Zufuhr nichts oder eher negatives bringt, befremden mich deshalb derzeit etwas. Ich kanns mal wieder nicht nachvollziehen.

    Ich wollte deshalb in Erfahrung bringen, wie du deine Spurenelemente-Zufuhr betrieben hast, um deine eher negativen Erfahrungen für mich nachvollziehbar zu machen.


    Grüße

    Hans-Werner

  • Hallo Hans-Werner

    Danke für deine umfangreichen Ausführungen.

    Mit Spuris und negativ, es ist vielleicht die falsche umschreibung. Es ist so das ein zuviel eben auch schnell die Tiere anspricht aber nicht in die Richtige Richtung. Gib mal zuviel dann schlagen die Tiere durchaus genauso mal schnell in braun um.
    So zumindest meine Erfahrung bei gleichzeitigem beibehalten der Wasserqualität.

    Ansonsten bringen Spurenelementen sicher was, man muss halt austüpfteln wieviel man braucht und mit welchen man zufrieden ist. Wobei ja heute sicher auch jeder weiss das dies von Becken zu Becken unterschiedlich sein wird, ja nach Restbedingungen.

    Zudem kann meine Erfahrung nicht auf das allgemeine gestellt oder verglichen werden, da wir einfach immer mal wechseln oder dieses oder jenes machen.
    Von daher haben Aussagen die ich mache nicht den Stellenwert wie jemand der ein Jahr damit Erfahrung sammeln konnte.
    So denke ich wenigstens... :smiling_face:

    vor allem habe ich zu zeiten von anderen Spurenelementen dann nur Strontium, und Eisen zugegeben, wobei in der Eisenmischung ja noch einges andere mit drin ist.

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