Premnas in Kupferanemone - neuer Rekord

  • Hallo!

    Nachdem ich meine Kupferanemone endlich teilen konnte (siehe Beitrag :-), ist es gestern gelungen ein Teilstück aus dem Becken zu nehmen und in das Fischbecken zu den Premnas zu setzen.
    Diese hatten zwar schon seit Monaten eine magnifica im Becken, zeigten aber genau Null Interesse an dem Tier.
    Da Premnas lt. Fachliteratur NUR in Kupferanemonen gehen wunderte ich mich nicht sonderlich darüber.
    Als wir jedoch gestern das besagte Teilstück der quadro. in das Becken zu den Premnas gaben dauerte es kaum eine Minute und BEIDE waren in die neue Anemone gekuschelt. Keine Anpassung, kein vorsichtiges Herantasten. Anemone gesehen und volle Kanne hinein. Das sich diese Tiere so schnell in eine Anemone kuscheln habe ich nie zuvor gesehen.
    Das läßt für mich den Schluss zu, dass die Premnas (die ja eben angeblich NUR in diese Art Anemone gehen) schon mit einer Möglichkeit ausgestattet sind dem Nesseln der Tiere zu entgehen OHNE sich erst anpassen zu müssen.

    Schönen Sonntag noch,
    Peter

  • Hallo Peter,
    das war bei meinen auch nicht viel anders. Der erste war sofort drinn den 2. hat er erstmal verjagt, über Nacht durfte er dann auch rein und am nächsten Morgen habe beide zusammen in der Anemone (E. quadricolor) gekuschelt. :smiling_face:

  • Hallo,

    mein clarkii hat die kupfermone auch sofort bezogen als diese in reichweite gewandert war. auch kein anpassen oder der gleichen, rein und gut. nu bewohnt er beide, die crispa und die quadri...

  • Hallo zusammen!

    Das klingt ja interessant.
    Ich habe schon mehrmals gehört, dass sich auch die Anemonenfische zuerst mal an die Nesselgifte der Anemonen "gewöhnen" müssen bzw. die Anemone nicht gleich annehmen können.

    Jetzt hätte ich noch zwei Fragen:

    1) Waren Eure Tiere die gleich in die Anemone gegangen sind Wildfänge oder Nachzuchten?

    2) Um welche Anemone hat es sich gehalndelt wenn die Tiere gleich reingegangen sind?

    Liebe Grüße,
    Peter

  • Zitat

    Original von Peter Metzner
    1) Waren Eure Tiere die gleich in die Anemone gegangen sind Wildfänge oder Nachzuchten?

    2) Um welche Anemone hat es sich gehalndelt wenn die Tiere gleich reingegangen sind?

    zu 1: keine ahnung :winking_face_with_tongue: gehe aber von wildfang aus...

    zu 2: halbes jahr eine crispa bewohnt, vor einer woche eine quadricolor eingesetzt welche ebenfalls sofort angemommen wurde. allerdings verbringt mein clarkii nach wievor die meiste zeit in der crispa. sie ist allerdings auch ne ganze ecke größer...
    der einzug in die crispa ging übrigens auch direkt nach dem einsetzen. crispa entdeckt -> sofort bezogen.
    ansonsten gilt halt noch zu sagen das clarkiis ja nicht sonderlich wählerrisch bei der anemone sind, und sich in sehr vielen arten zuhause fühlen...

    2 Mal editiert, zuletzt von PeterN (6. Juni 2004 um 13:25)

  • Meine zwei Amphiprion ocellaris bildeten mit 4 Chromis virides zuerst einen gemischten Schwarm, um dann nach ca. drei Monaten von einem Tag auf den anderen in eine E.quadricolor zu ziehen. Seit einem Jahr sind sie nun in der quadricolor und schwimmen maximal 10cm heraus.

  • Hallo,

    das mit dem anpassen an die Nesselgifte von Anemonen ist ein altes Ammenmärchen, das ein Autor von anderen abschreibt.

  • Hi Manfred,

    stimmt nicht. Das kommt auf die Anemone an. Die Kupferanemone hat so gut wie keine Nesselgifte. Deshalb ist auch keine Anpassung notwendig. Bei einer Teppichanemone habe ich es erlebt wie diese einen unvorsichtigen ocellaris gefressen hat. Die Anpassung der anderen hat fast 14 Tage gedauert. Bei einer Condylactis gigantea hat die Anpassung vom ersten Antasten bis zum einkuscheln z.B. 3 Tage gedauert. Ist also je nach Anemone und wahrscheinlich auch Anemonenfischart unterschiedlich.

    mfg Uwe

  • Hallo :smiling_face:

    Es gibt keine allgemeingültige Regel! Ein premnas wird natürlich meistens eine E.q. bevorzugen, wie er es in der Natur auch tut. Aber ich habe sie auch schon sofort in eine cripsa "schiessen" sehen.
    Weil dieses Verhalten so unterschiedlich ist, spricht das eigentlich gegen einen unabdinglichen "Gewöhnungsprozess" an ein "fremdes" Nesselgift. Ansonsten ginge das ja nicht so oft gut und eine Gewöhnung müsste immer notwendig sein, oder? Es ist daher so, dass sich die Fische ihren Genen gehorchend manchmal der "fremden" Anemonenart entziehen und einige halt weniger "mißtrauisch" sind.

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