Tubastraea öffnet seit einigen Tagen unvollständig

  • Hallo Ihr alle,

    Ich besitze seit knapp einem Jahr eine Tubastraea die sich ausgezeichnet entwickelt hat.
    Sie hatte als ich sie kaufte alles einzeln stehende Polypen, die ich Stück für Stück wieder nochgepäppelt habe. Sie hat jetzt ein geschlossenes Gewebe und sie stand auch immer
    ausgezeichnet. Aber seit ca. 1 Woche öffnet sie täglich nur eine Handvoll Polypen, erst dachte ich es liegt an dem Strömungskreisel den ich auf meiner Turbelle montiert habe, aber ein zurücksetzen der Pumpe so das sie weniger von der Strömung getroffen wird brachte ich gegensatz zur Euphilia keine Änderung.
    Nunhabe ich gestern gelesen das sie die Angewohnheit hat, nach eine Keimzellenabgabe, den Groteil der Polypen 14 Tage nicht zu öffnen, aber wie bekomme ich nun raus woran es liegt, ich möchte sie keinesfalls verlieren.

    Danke für eure Hilfe

  • Zitat

    Original von Frank Welk

    Nunhabe ich gestern gelesen das sie die Angewohnheit hat, nach eine Keimzellenabgabe, den Groteil der Polypen 14 Tage nicht zu öffnen, aber wie bekomme ich nun raus woran es liegt, ich möchte sie keinesfalls verlieren.

    Danke für eure Hilfe

    Hallo,

    bei sehr hohen Nitrat/Phosphatbelastungen/Schadstoffen, fangen sie langsam an zu kümmern und öffnen sich nicht mehr so sehr. Außerdem muss zum Beispiel genug Calcium vorhanden sein......sind halt Steinkorallen. Man sollte besser täglich füttern und darauf achten, nicht so "veklebtes" Frostfutter, wie gerade im Moment oft im Handel, zu verfüttern. Dann können sie lange "beleidigt" sein und die Futteraufnahme verweigern.
    Das mit der Keimzellenabgabe (sind Larven) kann ich nicht nachvollziehen, weil meine Tiere davor/danach immer ebenso gut fressen und das schon seit Jahren. Man geht übrigens davon aus, dass sich Tubastreas auch deshalb so kräftig vermehren, weil die Mutterstöcke/Polypen meist nur bis zu zehn Jahre alt werden und dann langsam absterben.

  • Zitat

    Original von Torsten

    Hallo,

    bei sehr hohen Nitrat/Phosphatbelastungen/Schadstoffen, fangen sie langsam an zu kümmern und öffnen sich nicht mehr so sehr. Außerdem muss zum Beispiel genug Calcium vorhanden sein......sind halt Steinkorallen. Man sollte besser täglich füttern und darauf achten, nicht so "veklebtes" Frostfutter, wie gerade im Moment oft im Handel, zu verfüttern. Dann können sie lange "beleidigt" sein und die Futteraufnahme verweigern.
    Das mit der Keimzellenabgabe (sind Larven) kann ich nicht nachvollziehen, weil meine Tiere davor/danach immer ebenso gut fressen und das schon seit Jahren. Man geht übrigens davon aus, dass sich Tubastreas auch deshalb so kräftig vermehren, weil die Mutterstöcke/Polypen meist nur bis zu zehn Jahre alt werden und dann langsam absterben.

    zu Punkt1: Phosphat und Nitrat nicht nachweisbar (Salifert)
    zu Punkt2: Calcium ca. 480 mg/l
    zu Punkt3: ich füttere sie fast täglich mit Mysis/Krill fein/Artemia
    Es sind wie oben beschrieben ein Teil der polypen offen???

    mfg frank

  • Hallo Frank,

    ich hab schon 2mal Versuche gemacht mit Futersorten und ungezielter Fütterung, weil mir das Polypenweise füttern zu mühselig war. Das Einnebeln mit Futter bei hängender Anbringung hat bei mir nur mit dem Ultramin F funktioniert, nicht mit Cyclop Eeze.
    Bei Mysis & Co muß man schon Unmenen einbringen und gucken, daß jeder Polyp was abkriegt.

    Wenn sie erstmal ne Zeitlang zu ist (Grenze so 2 Wochen max.), sollte man sie rausnehmen und in einem kleinen Behälter aufpäppeln.
    Abwarten bringt nichts (hab ich versucht), weil sie ja in dem Zustand kein Futter aufnehmen kann und nur noch mehr geschwächt wird. Nach ein paar Tagen ist sie dann wieder fit.

    Grüße Ulrike

  • Hallo Torsten und Frank,

    zu Punkt 1 :

    Es ist möglich kein Nitrat/Phosphat zu messen, wenn man eine Tubastrea-Kolonie besitzt, denn dies hängt ganz davon ab, wie gross die Polypenanzahl und die dementsprechende Futtermenge und Anzahl der Futtegaben ist.
    Ich pflege eine verzweigte schwarze Tubastrea diaphana. Anfangs als ich sie vom Händler gekauft hatte, war sie immer geschlossen 3-4 Tage ( beim Händler war sie permanent zu ). Dann nach diesen 3-4 Tagen, ging sie das erste mal halb auf ( leider um etwa 22.30 Uhr ), das war aber die Chance das erste mal sie zu Füttern. Ich füttere gefrorene gut gespühlte Artemien. Ich füttere was sie fressen konnte nach und nach gingen immer mehr Polypen ganz auf, da sie die Partikel der Fütterung der Nachbarpolypen warnehmen konnten. Schlussendlich konnte ich etwa 95% aller Polypen so richtig mästen. etwa 3-4 Polypen blieben geschlossen. Die Fütterung dauerte etwa 40-50 Minuten, bis die meisten Polypen abgearbeitet wurden und ich sag Euch, da geht eine Menge rein !
    Dieser Rythmus ( Allnächtliche Fütterung ) behielt ich 3 Wochen lang so, in der Zwischenzeit gingen dann Abend für Abend alle Polypen auf, so an die 23 Stück. Ich sah dann, dass sie ihr Gewebe ausdehnte, sich wohlfühlte und ihre Polypen nach diesen drei Wochen selbstständig bei Dunkelheit, kurz nach dem das Licht ausging, öffneten.
    Dann wollte ich mal die Wasserwerte messen, da ich nach etwa 3 Wochen starker Fütterung ( Menge war fast soviel, wie ich den Fischen verfüttere ) das Gefühl hatte, dass die Wasserqualität sich sehr verschlechtern würde ( Nitrat/Phosphat ). Mit Überraschung konnte ich feststellen, dass die Werte nicht nachweisbar waren. Ich mass nun das Leitungswasser und konnte das Nitrat nachweisen, dann wieder das Aquarienwasser, aber nichts, man musste schon Fantasie haben um eine Verfärbung zu erkennen :smiling_face:
    Jedenfalls musste ich trotzdem mit der Futtermenge zurückfahren, da einzelne Polypen begannen einen Artemienklumpen von sich zu geben, welche nicht vollständig/ oder gar nicht verdaut wurde. Nach der Reduktion der Futtermenge war ktat sie dies nur noch ganz selten, bei zuvielen Artemiengaben pro Polyp. Weiter verschob ich langsam die nächtliche Fütterungszeit in den frühen Abend, also wo noch das Dämmerlicht an ist, so dass ich erstens nicht mit der Taschenlampe füttern musste und zweitens etwas früher zu Bett gehen konnte.
    Nun konnte ich feststellen, dass diese Korallenkolonie sich vermehrte. Bei den grossen Polypen kamen immer mehr kleinere seitlich zum Vorschein, welche mit kleineren Artemien gefüttert wurden. die ganz grossen Polypen fütterte ich mal ab und zu mit Mysis oder feinem Krill und sie frassen diese ohne Probleme. Machte auch mal einen Versuch, bei dem ich einen roten Plattwurm " V. retrogemma " bekannt als " Rote Planarie " fand und verfütterte diese an die Tubastrea. Es schien, dass sie diesen Wurm mit Genuss frass. uch hatte ich mal diese weissen haarigaussehenden Nacktschnecken, welche als Parasiten fast nur auf den Montipora - Tellerkorallen hausten. Diese konnte ich mit einer Pipette absammeln und verfüttern. Auch diese Schnecken frass sie gerne. Diese Idee kam mir, weil ich früher meine Teppichanemonen mit gefangenen Borstenwürmern fütterte.
    Während der nächsten paar Wochen konnte ich sie dann am Nachmittag oder wann immer ich wollte füttern, da sie immer aufgeht, wenn ich die Fische fütterte, die Scheiben reinige, etwas im Bodengrund rühre, einen Wasserwechsel mache oder auch manchmal einfach eine spontane Reaktion zeigt.
    Auch die Futterzeiten wurden nach und nach gestreckt ( natürlich unter Beobachtung des Zustandes ), erst war es jeden Tag, dann nur noch alle zwei Tage, dann drei und heute füttere ich direkt nur noch jeden fünften Tag ( Zeitaufwand ca.15 Minuten ) und sie wächst trotzdem, da sie ja nun auch am Tag aufgeht und Futter ( Sogar Flockenfutter bleibt hängen ) von der Fischfütterung abbekommt. Natürlich fressen manchmal die Fische gefangenes Futter wieder von den Polypen ab, doch sie mag das verkraften. Und ich denke, wenn sie sich auch vermehrt, dann kann ihr Zustand eigentlich nur gesund sein.
    Ausserdem find ich es schön, wenn diese Koralle mit ihren herrlich grünfluoreszierenden ( durch endolithische Algenverursacht ) Köpfen
    ( gut sichtbar bei geschlossenem Zustand ) am Tage zu sehen ist. Auch wenn sie offen ist, ist diese Koralle am Tage ein herrlicher Blickfang. Knallschwarz mit grell-grünen Polypenhälsen und zum Kontrast haust noch eine knallgelbe Okinawagrundel in ihr.
    Diese Koralle pflege ich, die Polypen nach obenzeigend unter einem 400W HQI-Brenner ( Abstand etwa 70cm ) und bei turbulenter Strömung. Am Anfang musste ich die Pumpen bei der Fütterung ausschalten, da die Artemien nicht haften blieben, da kam aber das Problem ( wahrscheinlich ist die Nesselfähigkeit bei schlechtem Zustand zu gering ), das während der Fütterung die Polypen sich nicht mehr vollständig öffneten. Dann montierte ich eine schwächere Pumpe, welche auf die Kolonie gerichtet wurde und die Polypen öffneten sich besser. Mit der Zeit blieben die Artemien immer besser an den Tentakeln hängen und nach etwa 3-4 Wochen konnte ich die schwächere Zusatzpumpe wieder abmontieren und kann bis heute bei voller Strömung füttern, sogar grössere Dinge, wie Mysis und feiner Krill bleiben bei voller Strömung haften. Als ich diese Koralle gekauft hatte, war ein Polype am Hals beschädigt und hatte eine Gewebeverletzung, bei der man das Skelett sah. Diese Verletzung ist nun nicht mehr sichtbar und wurde vom Polypen wieder regeneriert, der in der Zwischenzeit seitlich drei kleine Polypen ausgebildet hat. Diese Koralle pflege ich nun schon seit 5 Monaten und die Polypenanzahl hat sich von ursprünglich 23 auf 35 erhöht. Wenn mann Nachts fütter und mit einer hellen Taschenlampe den vollgefressenen Polypen anstrahlt, kann man die Artemienansammlungen im Gastralraum sehen.
    Eine weitere Beobachtung war, das am Anfang die Polypen sehr kurze oder unregelmässig lange Tentakel an den Polypen hatten, welche durch gute Pflegebedingungen wieder gleichmässig lang ausgebildet wurden. Weiter konnte ich beobachten, dass machnmal die Koralle bei geschlossenen Polypen, die Polypenköpfe richtig aufbläht und diese wie Blasen erscheinen lassen. Auch das übrige Gewebe war beim Kauf ziemlich schrumpelig am Skelett anliegend. Heute ist dieses Gewebe expandiert, vom Skelett abgehoben und glatt. Auch die Farbe des Gewebes war früher eher heller Brau und heute ist es dunkelbraun-schwarz bis ganz schwarz, je nach dem, wie weit es vom Skelett abgehoben wird. Diese Koralle ist heute der Nachtaufenthalt einer Okinawa-Grundel und wird auch von ihr gegenüber grösseren Fischen, welche ihr zu nahe kommen verteidigt.
    Vor etwas 4 Tagen wollte ich es nochmals wissen und mass die Wasserwerte ( Nitrat und Phosphat ). Ergebnis Nada, Nichts - Nicht nachweisbar. Auch die anderen Korallen zeigten keinerlei Unwohlsein bezüglich dieser stärkeren Fütterung. Ich denke, das Ausspühlen der aufgetauten Artemien bringt sehr viel, sonst würde es sicher anders aussehen. Ich hatte mich früher nie an so eine Koralle herangewagt, da es immer hiess, sie sei schwer zu halten, bezüglich der aufrechterhaltenden Wasserqualität und es sehr umständlich sei, eine solche Koralle immer täglich zu füttern ( Fischkonkurrenz, geschlossene Polypen, immer in der Nacht füttern, langwierige und mühselige Fütterungen, überhängende und abgeschattete Pflege ). Heute kann ich sagen, dass es nicht so ist, da meine Erfahrungen und Erkenntnisse bezüglich dieser Koralle in eine andere Richtung bewegen.
    Hoffe hiermit einige Infos gegeben haben zu können :winking_face:

    3 Mal editiert, zuletzt von Uncle Tom (5. April 2004 um 07:48)

  • meine Tubastraea öffnet zu Tag zu Tag wieder mehr Polypen.
    Die Ursache????
    Ich habe nichts verändert nur täglich weiter gefüttert. Vielleicht noch eine Woche dann steht sie wieder in ihrer vollen Pracht mit ihren ca. 80-90 Polypen.

    Gruß Frank

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