Hallo @ll
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Es ist wieder da. Erholt, bereit neue Verwüstungen anzurichten - aber schwächer als sein Vorgänger 1997-98. Diese Woche erklärten US-Forscher der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) das Klimaphänomen El Niño offiziell für zurückgekehrt. Als Beleg führten die Meteorologen mehrere Monate unnormal warmer Wassertemperaturen im mittleren Pazifik in Folge an. Auch heftige Regenfälle entlang der südamerikanischen Pazifikküste seien ein Zeichen dafür, dass El Niño wieder da sei.
Unter ständiger Beobachtung
Die Klimaexperten sagten deutlichere El Niño-Ausprägungen für die nächsten Monate voraus. Allerdings beruhigt Vernon Kousky, Meteorologe in NOAAs Zentrum für Klimavorhersage in Camp Springs: "Dieser El Niño wird nicht so mächtig werden wie der 1997-98. Aber wir verfolgen das Phänomen genau, um eventuelle Änderungen in der Intensität festzustellen." Vor vier Jahren waren weltweit schätzungsweise 24.000 Menschen in Folge El Niño umgekommen.
Ein El Niño war fällig
Die Beobachtungen der US-Forscher decken sich mit den Vorhersagen gängiger Klimamodelle, nach denen dieser Tage wieder ein El Niño "fällig" ist. Bei dem Klimaphänomen handelt es sich um einen natürlichen ablaufenden Prozess, der sich alle paar Jahre wiederholt. Dabei kommt es einer ungewöhnlichen Erwärmung des Pazifiks, die weltweit für Überschwemmungen und Dürren verantwortlich gemacht wird.
Weltweite Auswirkungen
Die Temperaturveränderungen führen zu einem meteorologischen Dominoeffekt, indem sie Luft und Wasserströme quer über den Globus beeinflussen. Während Asien und Australien in der Folge unter starken Dürren leiden, kommt es über dem westlichen Südamerika zu sintflutartigen Regenfällen. So geschehen auch dieses Jahr, als im chilenischen Santiago Rekordniederschläge gemessen wurden.
Gravierende gesellschaftliche Folgen
Mit dem El Niño sind auch gravierende gesellschaftliche Folgen verbunden. So führen die Missernten in Südostasien zu einer Verknappung von Lebensmitteln. In Kolumbien begünstigt das anormal warme Klima das Auftreten von Malaria. Auf Europa hingegen wirkt sich das Phänomen kaum aus.
Und ein weiterführender Link:
http://karriere.t-online.de/karr/wiss/klim…ino-120702.html
[COLOR=teal[U]]Sowie eine Bilddokumentation zu El Niño: [/U]
http://karriere.t-online.de/karr/wiss/mult…tastrophen.html [/COLOR]
