Zeitungsmeldung Weltmeere

  • hallo

    heutiger Artikel in einer österreichischen Zeitung (Kurier):

    Leises Sterben am Meeresgrund
    UNO schlägt Alarm: Sauerstoffarme Todeszonen in Weltmeeren seit 1990 verdoppelt

    Die rasche Ausbreitung von so genannten „Todeszonen“ in den Weltmeeren könnte die Lebensgrundlage von Millionen Menschen gefährden. Davor hat gestern das Umweltprogramm der Vereinten Nationen, UNEP, zum Auftakt des Globalen Umweltministerforums auf der südkoreanischen Insel Jeju gewarnt.

    150 ZONEN Diesen toten Zonen am Meeresgrund wird durch Umweltgifte der Sauerstoff entzogen. Fische und Pflanzen sind damit ihrer Lebensgrundlage beraubt. Seit 1990 hat sich die Zahl der „Todeszonen“ nach Angaben der UNEP weltweit auf 150 verdoppelt.
    „Wenn nicht dringende Maßnahmen zur Bekämpfung der Ursachen des Problems ergriffen werden, wird es rapide eskalieren“, sagte UNEP-Direktor Klaus Töpfer. Er erinnerte daran, dass „Hunderte Millionen Menschen für Nahrungsmittelversorgung, Lebensunterhalt und Kultur auf die Ozeane angewiesen sind.“
    Schuld am Sterben der Flora und Fauna in diesen Zonen ist vor allem der in Düngemitteln enthaltene Stickstoff. Gelangt er über Flussläufe ins Meer, führt er zu einer explosionsartigen Vermehrung von Algen. Wenn die Algen auf den Meeresgrund sinken und verwesen, entziehen sie dem Wasser den Sauerstoff und ersticken alles Leben.
    Laut Angaben von Experten messen die kleinsten bekannten „Todeszonen“ weniger als einen Quadratkilometer, die größten mehr als 70.000 km² (zum Vergleich: Österreich hat eine Fläche von 84.000 km²). Relativ große Zonen befinden sich in der Ostsee, der Adria, dem Schwarzen Meer, dem Golf von Mexiko und an der US-Ostküste.
    Angesichts der alarmierenden Situation fordert die UNEP, den Gebrauch stickstoffhaltiger Düngemittel zu reduzieren. Derzeit gelangen jedes Jahr 160 Millionen Tonnen Stickstoff in die Weltmeere.
    INTERNET
    http://www.unep.org


    servus
    stefan

  • Zitat

    Original von Stefan Huber
    Angesichts der alarmierenden Situation fordert die UNEP, den Gebrauch stickstoffhaltiger Düngemittel zu reduzieren. Derzeit gelangen jedes Jahr 160 Millionen Tonnen Stickstoff in die Weltmeere.


    Tja, eine Alternative wären genmanipulierte Pflanzen, die Luftstickstoff verstoffwechseln können. Habe vor Jahren gehört, daß Forscher daran arbeiten. Weiß aber nicht, ob es da Erfolge gibt. Aber dann kommen die Naturschützer auch wieder angerannt und jammern: Eingriff in die Natur und bla und bläh ... :frowning_face: Und den Verbrauchern ist es auch wieder nicht recht, genmanipuliert, ihh! :winking_face_with_tongue: Na schaun wir mal, was dabei rauskommt. :face_with_rolling_eyes:

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