Beiträge von hajo

    Hallo Tobias,

    von der Groesse her gesehen ist mein Favorit Paracheilinus mccoskeri. Er wird nur knapp 7 cm gross. Man darf ihn ruhig in einer kleinen Gruppe halten. Das gibt Leben in der Huette!
    Aehnlich gross wird Cirrhilabrus flavidorsalis. Etwas groesser sind Cirrhilabrus rubriventralis mit ca. 8 cm und Cirrhilabrus filamentosus. Auch C. laboutei zaehlt mit knapp 8 cm noch zu den kleinsten Arten. Das Problem ist nur, woher bekomme ich diese Fische? Das Angebot im Handel entspricht nicht immer der Nachfrage. Wenn diese auch noch gezielt ist, wird die Suche zur Gluecksache. Da ist es schon besser, man gibt rechtzeitig eine Bestellung auf. Anthias und Zwerglippfische sind dauernd auf den verschiedenen Stocklisten. Dein Haendler kann dir bei der Suche behilflich sein.Groessere Lippfische wuerde ich nur als Paar einsetzen.
    Bevor dir ein bestimmter Fisch ins Auge faellt, lese dich bitte erst einmal in das Verhalten dieser Art ein. Es kann einem (rechtzeitig) die Augen oeffnen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,

    Pseudanthias dispar waere von der Groessenordnung her eine gute Wahl. Er erreicht kaum 10cm und ist als robust einzustufen. Es gibt eine Vielzahl von Anthias in der Natur, die beileibe nicht alle im Handel anzutreffen sind. Von den Massen her gesehen liegt dein Aquarium an der Grenze fuer ein gesundes Miteinander einer Gruppe Anthias. Je groesser ein Aquarium, desto einfacher und problemloser wird die Pflege der Anthias. In der Anzahl wuerde ich zwischen 5-8 waehlen. Weniger ist nicht anzuraten, da der sich anbahnende Stress mit dem Geschlechtswechsel innerhalb einer Haremsstruktur besser auf mehrere Fischruecken verteilt werden sollte.
    Mein Favorit ist und war Pseudanthias lori. Diese Art bleibt klein und ist optisch ein Hingucker. Anthias sind nicht ganz so einfach in der Haltung, wie es gemessen an ihrer Artenvielfalt scheint. Deswegen ist zu ueberlegen, ob es unbedingt diese Fische sein sollen. Wenn man ihren Anspruechen nicht gerecht wird, dezimiert sich die Gruppe und es bleibt (oft) nur ein Einzeltier uebrig. Das ist kein schoener Anblick und laesst sich auch mit einer spaeteren Aufstockung nicht so leicht "reparieren".
    Als Gesellschaft fuer den aengstlichen Doc sind Lippfische (Cirrhilabrus) keine schlechte Wahl. Sie sind keine Sandschlaefer und immer unterwegs. Meine Topfavoriten allerdings sind Meiacanthus-Arten,die allesamt im Freiwasser unterwegs sind.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,

    eigentlich gibt es keine Einwaende. Ein sehr schoener Fisch, der anfangs etwas zoegerlich ans Futter geht.
    Du solltest nur aufpassen, dass du nicht mit Pseudanthias lori nach Hause kommst. :grinning_squinting_face:
    Ist schon hin und wieder passiert. :loudly_crying_face:
    Diese Art ist aber sicherlich nicht weniger attraktiv!
    Gruss
    Hajo

    na ja, nachtaktiv ist relativ zu sehen. Wenn es Futter gibt (natuerlich tagsueber) streiten sich meine Garnelen mit den Fischen um die besten Stuecke! Sie leben zwar etwas versteckt, aber wenn sie Futter riechen, dann ist es mit der Zurueckhaltung vorbei, wobei sie auch die LPS gruendlich absuchen.
    Noch etwas zur Groessenangabe: Stenopus hispidus wird ca. 10cm (Weibchen), die S.cyanoscelis ca. 3-4 cm.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Lexo,

    es spricht nichts gegen Scherengarnelen. Stenopus hispidus sind gute Resteverwerter und eigentlich aus einem gut strukturierten Riffbecken nicht mehr wegzudenken. Je nach Groesse des Beckens sind aus Platzgruenden auch Stenopus cyanoscelis interessante Beckenbewohner. Diese kleine Stenopus-Art ist nichts fuer grosse Aquarien, da man sie dort selten zu Gesicht bekommt. Fuer kleinere Becken aber durchaus empfehlenswert. Ich pflege ein Paar Hispidus zusammen mit einem Paar Lysmata ( Weissband-Putzergarnelen). Beide Arten tolerieren sich,wobei die Stenopus die Oberhand bei Futterstreitigkeiten haben. Sonst gehen sie sich aus dem Weg.
    Noch eins zum Knoblauch. Als Prophylaxe durchaus empfehlenswert. Fuer die Behandlung einer bereits ausgebrochenen Infektion weniger.
    Gruss
    Hajo

    Es sind eben Menschen, welche diese Geräte bedienen, deshalb sollte man auch im Hinterkopf behalten, dass diese Geräte nur so gut messen wie sie gewartet werden.


    das moechte ich eigentlich nicht akzeptieren. In der Regel werden Laboranalysen professionell durchgefuehrt. Das heisst, die ermittelten Werte sind als verlaesslich einzustufen und ohne Fehl und Tadel. Was nutzt eine Laboranalyse wenn ich dieser nicht vertrauen kann? Das Praedikat "Labor" steht fuer absolute Sicherheit. Wer diese nicht leisten kann, verdient auch diese Bezeichnung nicht und darf nicht damit werben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sich die Altersgrenzen gleichermassen streng auswirken auf die gesamte Population. Wobei man den Rückgang gewisser Populationen etwas genauer betrachten sollte. Es gibt Hinweise auf bestimmte Arten von Korallengrundeln, die mangels Verlustes (durch negative Umweltfaktoren, Korallenbleiche etc.) ihrer angestammten oder bevorzugten Hauskoralle (Acropora oder Pocillopora) den Standort wechseln müssen. Das hat bei diesen Spezialisten zur Folge, dass sie die Reproduktion minimieren oder stellenweise ganz einstellen. Zumal weil sie fremde Reviere aufsuchen müssen, die von anderen Grundelarten besetzt sind. Mit all den bekannten Animositäten. Diese, für sie ungewöhnliche Situation hat auch einen gewissen Einfluss auf die Anzahl und Grössenentwicklung als neue „Untermieter“.

    Hier ein friedliches Bild von trauter Zweisamkeit, das aber nur von relativ kurzer Dauer war, da das weibliche Tier nach 2 Jahren unerwartet verstarb.
    Die gesamte Lebenszeit konnte nicht ermittelt werden, da ich das Paar bereits adult und geschlechtsreif erworben hatte.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Joe,

    bestimmt nicht nur wegen des Alters. Mehrheitlich wegen des Drucks ihrer Predatoren. Grundeln sind ein beliebtes Frassobjekt fuer allerlei raeuberische Arten. Wenn in einem bestimmten Zeitraum die Anzahl der Grundeln in ihrem Korallenstock abnimmt, ist nicht das Alter der Grund. Nicht umsonst sind diese Arten schnell geschlechtsreif und erreichen damit das adulte Stadium in kuerzester Zeit. Der "Nachschub" ist also gesichert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo, mein Gobidon Korallengrundelpaar lebte ca. 16 Jahre bei mir.

    Hut ab! Vor dem Durchhaltevermoegen der Art oder vor der besonders guten Pflege? :grinning_squinting_face:
    Wenn man sich die wissenschaftlich erfassten Daten ueber die Lebenszeiten von Grundel in ihrer natuerlicher Umgebung ansieht, erscheinen 16 Jahre als unfassbar!
    Korallengrundeln werden mit 2 bis 4 Jahren angegeben (Kuwamura et al., 1996, Munday,2001), grabende Grundeln mit 1 bis 2 Jahren ( Yanagisawa, 1982; Forrester, 1995; Reavis und Barlow, 1998; Kritzer, 2002, Hernaman and Munday,2005a), Trimma dagegen nur 12 Wochen (Winterbottom and Southcott, 2008). Eviota, speziell E.sigillata hat eine Lebenserwartung von nur 8 Wochen (Deczynski and Bellwood, 2005).
    Fazit: Wissenschafte Erkenntnisse in der Natur und Aquarienhaltung driften weit auseinander. Wahrscheinlich war das auch der eigentliche Grund der damaligen Umfrage von Charles Delbeek.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das Grundelthema ist nicht neu. Ich hatte bereits damals in einem anderen Thread (gleiches Thema) auf eine Umfrage zu den Lebenserwartungen von Grundeln unter Aquarienbedingungen hingewiesen, die J. Ch. Delbeek im Forum von Reefcentral im Jahre 2007 angestossen hatte. Die Erwartung schien gross, das Echo nicht gerade ueppig, was aber moeglicherweise auf das begrenzte Interesse zurueckzufuehren war.
    Vorlaeufiges Fazit: Grundeln koennen bei guter Pflege im Aquarium wesentlich aelter werden, als in der Natur bekannt und so dokumentiert.
    Was mir an dieser Umfrage nicht gefallen hat, war die Tatsache, dass sie nicht laenger fortgefuehrt wurde. Mit diesem relativ spaerlichen Ergebnis laesst sich nur eines beweisen: Die dort erwaehnten Arten werden im Aquarium wesentlich aelter, als angenommen. Das werden aber andere Fische bei guter Pflege auch. :smiling_face:
    Gruss
    Hajo

    moin joe,

    wenn das so ist, suche ich nochmal meine alten Luxmeter :winking_face:

    Ich habe aber eigentlich kein Problem mit den T5-Röhren, sondern mit evtl. mit meinen 17stk. 75W Led-cluster. Eigentlich habe ich auch nur etwas Problem mit den evtl. zu stark bestromten, hauptsächlich blau strahlenden clustern. Irgendwie scheine ich immer noch, wenn auch nur die im dunklen wachsenden LPS, zu toasten.


    das Problem ist mit einem Luxmeter nicht zu bewaeltigen. Dafuer sollte man andere Messverfahren heranziehen. Die Intensitaet der PAR-Strahlung bzw. die Qualitaet und Quantitaet von Photonen mit Wirkung auf die Photosynthese ist hier die eigentliche Unbekannte. Auf gut deutsch: Wo liegt die Effizienz und wo liegt die Belastungsgrenze fuer meine Korallen?
    In einem reinen Acroporen-Becken sehe ich kaum Gefahr. Wohl aber in einem Becken gemischter Vielfalt. Weil die unterschiedlichen Ansprueche der Korallen in Sachen Beleuchtungsstaerke einer einfachen Loesung im Wege stehen, sehe ich auch keinen Sinn in der Nutzung eines Luxmeters.
    Gruss
    Hajo

    moin hajo,

    auch da egal, wenn man eine alterung feststellen möchte.

    man muss halt nur zu beginn den wert festhalten.

    was aber bedeutet, dass man in dieser Zeit die Einstellungen nicht grundsaetzlich veraendert.
    Da funkt manchmal der (un)gesunde Spieltrieb dazwischen.
    Ich wollte eigentlich nur das Thema um das Luxmeter etwas differentieren und damit den background erhellen. Sonst gibt es morgen einen Run auf diese Geraete. Auch Leute in meinem Alter sind gefaehrdet. Ein Anflug von Senilitaet macht jeden Vergleich zunichte. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Es kann gut sein, dass sich in der philosophischen Betrachtung der Beleuchtungsstaerke einige Grundlagen der Messtechnik, speziell fuer das Luxmeter, geaendert haben. Dann ist das leider an mir vorbeigegangen. :frowning_face:
    Was ich noch nach damaliger Auffassung behalten habe, ist folgendes: Fuer die allgemeine Betrachtung ueber den ganz dicken Daumen genuegt ein Luxmeter den Anspruechen. Aber nur relativ gesehen.
    Die spektrale Hellempfindlichkeit des menschlichen Auges ist mit Gruen und Gelb am hoechsten. Unser Auge ist nicht fuer alle Farben des Spektrums gleich empfindlich. Das Luxmeter ist der Augenempfindlichkeit des Menschen angeglichen. Eine Koralle bewertet das ankommende Licht wesentlich anders als wir oder der Luxmeter. Fuer die Beurteilung der Beleuchtungsstaerke sind Masstaebe gesetzt und deshalb ist auch der Luxmeter dem menschlichen Farbsehen angepasst. Dieser Umstand ist sehr wichtig, wenn man Lichtquellen beurteilen will. Unsere stark blaulastig eingestellten Led-Leuchten sind ein Beispiel dafuer. Diese Leuchten geben im Gelb-Gruenen Bereich auch relativ wenig Licht ab. Der Luxmeter hat aber gerade in diesem Bereich seine besondere Staerke und wuerde das schwache Gelb-Gruen-Angebot auch prompt mit einer viel zu niedrigen Lux-Anzeige quittieren. Deswegen sind andere Messverfahren die bessere Loesung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Lexo,

    je nach Hoehe des Sandbodens kann man auf grabende Schnecken, grabende Seesterne oder grabende Seeigel zurueckgreifen. Es muessen fuer den Zweck der Reinigung nicht immer Fische eingesetzt werden. Natuerlich ist es auch eine Sache der Effektivitaet. Wahrscheinlich ist ein Paar Grundeln nutzbringender oder zumindest gleich effektiv wie ein Dutzend Schnecken oder ein halbes Dutzend Seesterne bzw. Seeigel. Diese Angaben sind nicht bindend, da Sandboden nicht ueberall im Becken Verwendung findet.Erfahrungsgemass kommt man mit einem Exemplar der o. a. Arten nicht aus.
    Gruss
    Hajo

    Deshalb meine Frage, hält sich der Bestand bei euch in Grenzen? Soviel ich weiß, gibt es keine natürlichen Fressfeinde, die in meinem Becken vielleicht fehlen könnten. Also wundere ich mich, dass sie in anderen Aquarien wohl vorhanden sind, aber der Bestand im Rahmen bleibt.

    Genauso scheint es zu sein. Den einen trifft es haerter und der andere kann damit leben. Es ist relativ zu sehen. Relativ zu den Beeintraechtigungen. In der Regel wird man erst dann zur Tat schreiten, wenn die Besiedlung ueberhand nimmt und dadurch bestimmte Korallen leiden. In solchen Faellen hat sich der Kalkbrei als nuetzlich erwiesen. Auf eine Spritze aufgezogen und dann die Oeffnung "versiegelt". Auch mit Korallenkleber kann man die Roehren gut verschliessen. Ich nehme in den" harten Faellen" den ueblichen Zweikomponentenkleber.
    Das soll jetzt aber nicht zur Vorlage a la tabula rasa von emsiger Vernichtung werden. Viele Riffbewohner stoeren sich nicht an den Faeden. Nur ab und an sollte man eingreifen. Es gibt Leute, deren Vernichtungswille aus Angst vor eingeschleppten Schmarotzern ins Unermessliche geht. Das ist aus meiner Sicht voellig sinnlos, da sich trotz groesster Aufmerksamkeit irgendwann die Untermieter ausbreiten werden.
    Auch der schoenste Rasen hinterm Haus ist auf Dauer nicht unkrautfrei! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ob man jetzt schon handeln sollte, sei mal dahingestellt.......
    In meinen Becken sind etliche von diesen Wurmschncken vertreten. Auch zwischen einigen Gonioporen sind sie bei mir zu finden. Belaestigungen bei anderen Korallen sind selten. Falls diese jedoch bei empfindlichen Korallen auftreten sollten, koennen mit einer saemigen Loesung von Calciumhydroxid die Roehren verschlossen werden. Abreissen oder abbrechen nutzt nichts. Das Tier ist auf jeden Fall schneller!! Wir sollten die Artenvielfalt in unseren Aquarien nicht schmaelern, indem wir jedes uns unbekannte Objekt blind aussortieren. Hysterie ist in diesem Fall nicht angebracht. Besser beobachten und dann evtl. handeln.
    Gruss
    Hajo

    Eine metallene Lösung ist bei den Gewichten Pflicht. Und aus Kostengründen wird V2A (o.ä.) genommen, dass nicht meerwasserfest ist. Selbst V4A ist auf Dauer nicht meerwasserfest. Um vom Stahl aus Sicherheit zu bekommen, geht das dann in Richtung Duplex- oder Superduplexstahl (oder Titan). Soviel ich weiß, gibt es diese Materialien im Aufhängungsbereich nicht - wäre auch richtig teuer.

    Titanueberzogene Bowdenzuege gibt es im Zweiradbereich bereits.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einer 1000 Euro-Leuchte die Aufhaengung kostenmaessig ins Gewicht faellt. Ich moechte mir das eigentlicht nicht vorstellen muessen!!
    Gruss
    Hajo

    das nenn ich mal ein gutes Beispiel fuer Schrott!
    Diese Unsicherheit verfolgt mich schon, seit es damals diese Aufhaengungen an HQI-Leuchten gab.
    Da diese Methode auch von den LED-Leuchten nicht wegzudenken ist, muessen wir immer mit einem Risiko rechnen. In der Regel sind die Schwachstellen die Nippel, die in den Befestigungen haengen. Diese kann man durch einen zusaetzlich angebrachten Stopper sichern. Das ist keine saubere Loesung, da permanent sichtbar, und beim evtl. Abriss des Nippels waere dann ein kompletter Tausch notwendig. Ich habe beste Erfahrung mit der Befestigung schwerer Leuchten gemacht, indem ich die mitgelieferten Seile durch Bowdenzuege (Fahrrad, Moped) ersetzt habe. Die Belastbarkeit erscheint mir weitaus sicherer.
    Gruss
    Hajo

    dem oben verlinkten Artikel kann man zweierlei entnehmen. Erstens ist Goniopora nicht gleich Goniopora, was die Ansprueche an Licht, Stroemung und Naehrstoffen angehen. Zweitens sind aus den erwaehnten Gruenden (Vorkommen geografischer Natur und/oder unterschiedliche Tiefenzone) Unsicherheiten bei der genauen Identifikation zu erwaŗten. Das macht einen Hinweis auf optimale Pflege nicht ganz einfach. Nicht bei allen Arten, aber bei den meisten. Das Fragment der Norfolkensis ist das beste Beispiel fuer den Gang aufs Glatteis. Nur die Koralliten wuerden bei diesem Beispiel zweifelsfrei Aufschluss geben. Da fehlen aber in der Regel die Angaben und der Bezug des Laien zum Muster. Der Handel hat sich bei den diversen Arten bereits auf Goniopora spec. geeinigt oder sich zumindestens an den Stocklisten orientiert, deren Wortschoepfungen einfallsreich, aber keineswegs praezise sind. So gibt es auf der einen Seite eine sichere Bestimmung der seit Jahrzehnten eingefuehrten Arten und andererseits eine Grauzone, die ausser einer Sammelbezeichnung auch noch des oefteren mit gefaerbten Exemplaren aufwartet, und damit zusaetzliche Verwirrung stiftet.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Alex,

    da ich mich schon seit vielen Jahren mit der Art Goniopora beschäftige, kann ich dir sagen, dass es nicht einfach ist, die Arten genau zu bestimmen.
    Als "Stütze" habe ich damals mit dem unten angeführten Link angefangen. Selbst bei den etwas bekannteren Arten ergeben sich manchmal Irritationen.
    Ganz zu schweigen von den diversen Kleinpolypigen, die mittlerweile überall auf dem Markt zu finden sind.
    Bei den krustig wachsenden Arten (Naturentnahmen) habe ich es mittlerweile aufgegeben nach einwandfreien Bestimmungen zu suchen.
    Gruß
    Hajo

    https://http://www.advancedaquarist.com/2005/10/aafeature2

    Hallo zusammen,

    Fressfeinde sind natuerlich der Chemie absolut vorzuziehen. Da gibt es einige Vertreter, die immer wieder erwaehnt werden. Chelidonura varians ist naturgemaess dabei, Synchiropus splendidus und Halichoeres-Arten oder Hexataenia sind bei der Bekaempfung meist erfolgreich. Einige Beobachtungen lassen den Schluss zu, dass die bekannten Fische ueberwiegend im juvenilen Stadium an Turbellarien interessiert sind, oder dass mit der Zeit anderes Futter den Turbellarien den Rang ablaeuft. Bei der Schnecke sind auf ungewohntem Terrain eines Riffaquariums einige Fallstricke zu ueberwinden, wie Propeller der Pumpen oder die Aggressivitaet der Nesseltiere. So wird es auch nicht moeglich sein, Chelidonura zur Eliminierung aufsitzender Turbellarien auf Euphyllia oder Catalaphyllia zu bewegen. Ausserdem ist das Tier sehr kurzlebig. Eine absolute Garantie im Erstversuch mit Lippfischen gibt es nicht. Es sei denn, wir haetten es in diesem Fall mit Nahrungsspezialisten zu tun. Das sind die oben erwaehnten Fische wohl kaum. So bleibt uns nur der Versuch von trial & error.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich glaube nicht, dass die Korallen ihre Basalscheibe auf Kosten des Laengenwachstums vernachlaessigen. Ein gut gebautes Fundament gibt ihnen Sicherheit fuer weiteres Wachstum in Hoehe und Breite. Alles andere waere als Fahrlaessigkeit einzustufen. So eine Unsicherheit gibt es in der Natur nicht. Schon gar nicht im Riff, wo ein Verdraengungswettbewerb vorherrscht.
    Fotos koennen uns Hinweise auf die Art geben.
    Allerdings kann man sich auch taeuschen lassen. Ich hatte einmal eine Art, die baute erst eine fuer ihre Verhaeltnisse riesige Fussscheibe aus (was Wochen dauerte), bis sie dann langsam Anstalten machte, nach oben zu streben. Der Basalbereich wurde dann nicht mehr wesentlich verbreitert. Nur in der Hoehe und Breite wurde zugelegt.
    Momentan beobachte ich das wieder an einer blauen Acro, die ich als Ableger bekommen habe. Diese waechst zwar ebenfalls langsam nach oben, bildet aber umgekehrt proportional zum Laengenwachstum ihren breiten Fussbereich aus. Aus diesem entwickeln sich nun weitere Aeste, die rasant zum Licht streben.
    Gruss
    Hajo

    nochmals zum eigentlichen Thema. Nach Armin Glaser gilt Zinn als essentielles Spurenelement fuer tierische Organismen. Es gilt in seiner anorganischen Form als wenig toxisch.
    Es haette mich auch gewundert, wenn sich PVC-Teile negativ auf die Wasserqualitaet auswirken wuerden. Natuerlich ist immer die Konzentration der limitierende Faktor. Ich wuerde mir da keinen grossen Kopf machen und es sehen wie beim Silikat: Irgendwann ist es auch aus dem Becken, oder auf ein Minimum beschraenkt. Oder verfahren, wie von Burkhardt beschrieben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es muessen nicht immer Tischacros sein. Dieses Verhalten kann man auch zeitweise an anderen Acros beobachten. Je nach Bedarf wird der Fuss verbreitert, wobei das Laengenwachstum stagniert, oder umgekehrt. Parallele Wachstumsschuebe mit gleicher Intensitaet konnte ich noch nicht beobachten. Jedenfalls nicht bei meinen Tieren. Muss aber nichts heissen.
    Man kann sich das Wachstum als einen Ernergie zehrender Vorgang vorstellen. So wird sich immer vorrangig jener Bereich einer Koralle weiter entwickeln, der dem Tier zum Vorteil gereicht.
    Hallo Joe, steile These? :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo


    Halichoeres fressen meistens Strudelwürmer, gerade wenn sie noch etwas jünger sind. Mir sind jetzt auch aus dem Kopf keine Berichte bekannt, wo es Konflikte zwischen Cirrhilabrus und Halichoeres gegeben hat.

    Ja,ja, es truegt manchmal der Schein. Denn manche Fische haben altersbedingte Vorlieben. Was in der Jugend noch interessant und schmackhaft, wird im Laufe des Heranwachsens links liegen gelassen.
    Gruss
    Hajo

    Einen Tip kann ich Euch allerdings auch geben; neben den lateinischen, auch die deutschen Namen dazu schreiben. Oder die lateinischen Bezeichnungen ganz weg lassen. So weiß jeder gleich was gemeint ist,u. muß nicht erst das Lexikon aufrufen.

    weil in wenigen Faellen selbst die wissenschaftlichen, sprich lat. Namen, nicht eindeutig sind, wird man sich sicherlich nicht an der deutschen Bezeichnung orientieren wollen. Dann waere die Verwirrung komplett. Die binaere Nomenklatur der Tier- und Pflanzenwelt laesst in ihrer Systematik da wenig Zweifel. In diese Klassifikation passen keine mundartlichen Fantasienamen. Der lateinischen Bezeichnung eine deutsche Namensgebung beizufuegen ist nicht zu kritisieren. Das Weglassen der eindeutigen! lateinischen Zuordnung schon.
    Gruss
    Hajo

    schon mal etwas von fliegenden Fischen gehört? :angel:
    Gruß, Burkhard


    Das Thema „fliegende Fische“ hatten wir schon. Es hat nur noch kein Fisch bis zum Fenster geschafft. Dort ist normalerweise die Sauerstoffsättigung höher, als auf dem Teppich..... :confused_face:
    Ein Indiz für das Vorhandensein eines Geleges?
    Jetzt höre ich besser auf, sonst habe ich schlechte Karten bei meinem nächsten Besuch in Posthausen. :loudly_crying_face:

    Gruss
    Hajo

    Hi, ich habe eine laichende 5er-Gruppe Dascyllus sp.
    Diese haben gerade ein Gelege mit mehr als 20 cm Durchmesser an der Fensterscheibe, das auch bewacht wird. Das ist mindestens das 2. Gelege.

    LG Elena Theys

    Hallo Elena,

    der Fundort macht mich stutzig! Hast du dein Geschaeft geflutet? Ich habe hoechstens mit Spinnenweben aufzuwarten. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hi Sandy,
    Super-Zusammenfassung :winking_face:

    Adsorber und Aktivkohle sollten immer am Strömungsmaximum (siehe Bedienungsanleitung) betrieben werden, um maximale Leistung zu erreichen - (außer maximale Leistung ist nicht erwünscht). Das gilt aber nur für Kreislaufsysteme (also Aquarium).Bei Nicht-Kreislaufsystemen sieht das vollkommen anders aus; da muss tatsächlich die Kontaktzeit eingehalten werden, die von einer Menge Faktoren abhängt, um optimale Adsorption zu erreichen.

    Grüße, Burkhard


    Ich beurteile den Durchfluss des Aquarienwassers aehnlich wie von Sandy beschrieben und haenge deswegen einer ganz anderen Philosophie nach, naemlich der einer Langsamfilterung, wie von Ernst Pawlowsky beschrieben:
    "Der Vorteil des langsamen Durchflusses ist, dass der Phosphatgehalt am Auslauf des Filters bei 0 mg/l liegt. Bei einem Schnellfilter ist kein Unterschied zwischen Ein- und Auslauf zu messen. Und nun kann die Erschoepfung des Granulates sehr frueh festgestellt werden: Steigt der Phosphatgehalt im Filterauslauf von 0,0 bis auf den Wert des Aquarienwassers an, hat der Adsorber kein Bindungskapazitaet mehr. Dieser Zeitpunkt kann viel frueher festgestellt werden, lange bevor der Phosphatgehalt des Aquarienwassers merklich ansteigt.
    Beim Einsatz von Aktivkohle ist es aehnlich. In einem Schnellfilter wird die Kohle von einem Biofilm ueberzogen, weil die Bakterien die Aktivkohle als Aufwuchsflaeche nutzen, und andererseits auch die adsorbierten, biologisch abbaubaren Substanzen als Futter verwerten. Durch die unspezifische Adsorbtion vieler organischer Verbindungen und den aufgewachsenen Biofilm ist die Aktivkohle haeufig nicht mehr in der Lage, ihrer eigentlichen Aufgabe nachzukommen, weil entweder die Poren schon durch andere Stoffe blockiert sind, oder weil durch den Biofilm die Diffusion der Schadstoffe gebremst wird. Eine Alternative ist hier wiederum der Einsatz eines langsamen Aktivkohlefilters. Der Unterschied zum Schnellfiler liegt in der zugefuehrten Menge an biologisch abbaubarer Substanz. Es wird bei einem Langsamfilter nur ein Bruchteil der biologisch abbaubaren Substanzmenge gegenueber dem Schnellfilter zugefuehrt. Damit ist die Futtermenge fuer die Bakterien und der entstehende Biofilm vernachlaessigbar.
    Fuer Phosphatfilter und auch fuer Nitratfilter ist es sinnvoll, dass der Langsamfilter einen Auslauf besitzt, an dem Wasserproben genommen werden koennen.
    Geht es bei einem Nitratfilter mehr um die Anpassung der Futtermenge an die zugefuehrte Nitratmenge, so soll bei einem Phosphatfilter der Erschoepfungszustand des Adsorbermaterials erkannt werden. Aktivkohlefilter koennen mangels geeignetem Test nicht auf diese Weise kontrolliert werden."
    Wer sich fuer umfassendere und optimale Filterergebnisse interessiert, siehe: "Der Meerwasseraquarianer 4/2006, Dipl.Biol. Ernst Pawlowsky.
    Gruss
    Hajo

    Bist du sicher, dass destilliertes Wasser verwendet wurde? Oder ist es entmineralisiertes Wasser? Ersteres ist rein, abhaengig von den destillierten Stufen. Letzteres beeinhaltet organische Substanzen o.ae.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    alles ist relativ. Auch die einzelnen Spektralanteile zueinander. Nicht nur das, auch die Leistung eines jeden einzelnen Kanals sollte man bei den Einstellungen ruhig beachten.
    Normalerweise ist vom Hersteller die Wattage der Farbe Rot nicht so bedeutend angesetzt, wie z.B. bei der Farbe Blau und Weiss. Was sagen uns denn 20% aus? Von welcher Lichtstaerke? Von 100W roter Led oder von 10W? Ersteres waere zuviel! Letzteres physiologisch kaum von Bedeutung. Hoechstens kosmetisch/optischer Natur.
    Meine Latuechte liefert bei Bedarf ebenfalls rote Anteile. Diese muss es sich mit 18W Gesamtanteil auch noch mit Violett teilen. Macht nach Adam Riese 9W pro Farbanteil. Bei anderen Modellen wird es in der Relation zum Gesamtspektrum nicht viel anders sein. Deswegen sind fuer mich 20% leider wenig aussagekraeftig, wenn nicht die Lichtleistung mit angegeben wird. Es ist nicht jetzt unbedingt eine kritische Anmerkung zur Eliminierung von Fadenalgen. :loudly_crying_face: Es verbessert aber gelegentlich die Diskussion, wenn es um technische Daten geht. Wir haben naturgemaess sehr unterschiedliche Leuchten ueber unseren Becken. Nicht jeder ist mit dem Produkt des anderen vertraut. Ich hoffe, dass der Themenstarter ahnt, wo mich der Schuh drueckt und meinen zarten Hinweis versteht. Freundschaft! :smiling_face:
    Gruss
    Hajo

    ist mir schon klar. Die Situation ist nicht befriedigend. Sie ist deswegen nicht befriedigend, weil es eine Vielzahl von Tests auf dem Markt gibt, die in ihrem Ergebnis nicht unterschiedlicher sein koennen. Einige Ausnahmen bestaetigen die Regel. Um den genauen Unterschied zu begreifen, muesste man sich mit den Zusammensetzungen der verschiedenen Loesungen beschaeftigen. Auch in Abhaengigkeit zum Meerwasser. Die unterschiedlich ablaufenden Reaktionen kann bestenfalls ein chemisch Versierter verstehen und den Vergleich beurteilen. Wir sehen nur das Armaturenbrett. Wie es dahinter aussieht, nicht.
    Gruss
    Hajo

    Stimmt, aber so langsam werden wir immer mehr Off Topic -


    sehe ich nicht ganz so .
    Zur eingangs gestellten Frage gehoeren nicht nur die vermeintlich soliden Tests aufgezeigt, sondern auch ruhig einmal die Schwaechen der anderen diskutiert. Wie sollte man sonst Fragen um den Qualitaetsunterschied beantworten koennen ?
    Die erste gestellte Frage zu einer Nichtuebereinstimmung beginnt doch immer mit WARUM? Dazu gehoert auch der richtige Umgang mit den Tests (was hier von einigen gut erklaert wurde). Dann erst wird das Bild komplett.
    Gruss
    Hajo

    Allerdings lern ich immer wieder Menschen kennen die sie haben wollen.
    IdR sind es SPS-Liebhaber die ihre Werte am absoluten Limit halten um das letzte Quäntchen Farbe rauszukitzeln.


    genau diese Spezies steht dann bei Gewebeschaeden auf der Matte um sich anschliessend ueber die ungenauen Tests zu beklagen. Es soll ja auch Leute geben, die aus diesem Grund PO4=0 und NO3=0 ignorieren, weil sie allen Ernstes meinen, trotz negativem Ergebnis immer noch auf der positiven Seite zu sein. Wegen einer angenommenen Toleranz der Messergebnisse im Nahbereich. Eine recht seltsame Anschauung!
    Gruss
    Hajo

    Joe, lass mich bitte noch ein wenig traeumen. :grinning_squinting_face:
    Nur bis zu dem Tag, wo wieder ein Verunsicherter auf der Matte steht und um Hilfe bittet. :frowning_face:
    Die Erfahrenen unter uns, oder soll ich besser sagen die Leidgeprueften, denn diese haben ihre Irrfahrten bereits hinter sich gebracht, werden sich ihrer halbwegs sicheren Produktfavoriten bedienen.
    Wenn bei uns ueber die Zuverlaessigkeit der unterschiedlichen Produkte diskutiert wird, kommen dabei meist die ueblich Verdaechtigen heraus. Das ist nicht ungewoehnlich, denn jeder der Anwender hat in der erweiterten Vergangenheit mehr oder weniger schlechte oder gute Erfahrungen gemacht.
    Ganz eitrig wird es bei schlechten Chargen von sonst zuverlaessigen Quellen. So etwas passiert leider auch. Wenn auch selten.
    Und die Moral von der Geschicht‘? Nichts Genaues weiss man nicht. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo