Hallo zusammen,
noch einiges an Irritationen mit Lippfischarten:
Das Paar Cirrhilabrus naokoae sah ich im Haendlerbecken und liess beide erst einmal fuer einige Tage dort, um waehrend dieser Zeit im Becken noch etwas vorzubereiten.
Nach ein paar Tagen informierte mich der Haendler, dass das weibliche Exemplar nicht mehr auftaucht sei, und er annahm, das Tier sei herausgesprungen. Diese Hiobsbotschaft aergerte mich sehr, denn gerade bei dieser Art sind die Weibchen im Handel mehr als rar. Dennoch sagte ich zu, das maennliches Exemplar in einigen Tagen zu holen.
Als ich dann vor dem Becken stand, waren beide Tiere ploetzlich wieder vereint.
Auf meine Nachfrage hin, berichtete der Haendler von einer erneuten Suchaktion, in die er auch den syphonartigen Ablauf mit einbezog. Und siehe da, nach 10 Tagen Abwesenheit, fand man den Ausreisser wohlgenaehrt im Knick des Ablaufs. Waehrend die Brueder und Schwestern im Becken darueber dem Futter hinterherjagen mussten, stand es in der ruhigeren Zone des Ablaufs und musste nur noch das Maul oeffnen, um nach dem vorbeitrudelnden Futter zu schnappen. Merkwuerdigerweise hat die absolute Dunkelheit dem Tier nichts ausgemacht, denn es schwamm jetzt in meinem Blickfeld weiter munter seine Bahnen.
Ein anderer Fall bezog sich auf das weibliche Tier von Mccoskeries Lippfisch , das von einem Tag zum anderen verschwand. Tagelanges Suchen war umsonst, es wurde nicht gefunden. Da ich nicht mit ansehen konnte, wie der Herr alleine seine Bahnen schwamm, besorgte ich mir ein neues Weibchen und setzte es in den Abendstunden hinzu.
Am naechsten Morgen schwammen 2 weibliche und das maennliche Tier ihre Runden. Wo sich das ehemals verschwundene Weibchen aufhielt, entzieht sich bis dato meiner Kenntnis. Ausfluege in die Filterkammern sind schon fast normale Aktivitaeten. Dort schaue ich zuerst nach, ehe ich mich beim weiteren Suchen verrenke. Meist bin ich dort erfolgreich.
Also, was ist die Moral von der Geschicht? Nur tote Tiere sucht man nicht! ![]()
Gruss
Hajo
