Beiträge von hajo

    Hallo zusammen,


    noch einiges an Irritationen mit Lippfischarten:
    Das Paar Cirrhilabrus naokoae sah ich im Haendlerbecken und liess beide erst einmal fuer einige Tage dort, um waehrend dieser Zeit im Becken noch etwas vorzubereiten.
    Nach ein paar Tagen informierte mich der Haendler, dass das weibliche Exemplar nicht mehr auftaucht sei, und er annahm, das Tier sei herausgesprungen. Diese Hiobsbotschaft aergerte mich sehr, denn gerade bei dieser Art sind die Weibchen im Handel mehr als rar. Dennoch sagte ich zu, das maennliches Exemplar in einigen Tagen zu holen.
    Als ich dann vor dem Becken stand, waren beide Tiere ploetzlich wieder vereint.
    Auf meine Nachfrage hin, berichtete der Haendler von einer erneuten Suchaktion, in die er auch den syphonartigen Ablauf mit einbezog. Und siehe da, nach 10 Tagen Abwesenheit, fand man den Ausreisser wohlgenaehrt im Knick des Ablaufs. Waehrend die Brueder und Schwestern im Becken darueber dem Futter hinterherjagen mussten, stand es in der ruhigeren Zone des Ablaufs und musste nur noch das Maul oeffnen, um nach dem vorbeitrudelnden Futter zu schnappen. Merkwuerdigerweise hat die absolute Dunkelheit dem Tier nichts ausgemacht, denn es schwamm jetzt in meinem Blickfeld weiter munter seine Bahnen.
    Ein anderer Fall bezog sich auf das weibliche Tier von Mccoskeries Lippfisch , das von einem Tag zum anderen verschwand. Tagelanges Suchen war umsonst, es wurde nicht gefunden. Da ich nicht mit ansehen konnte, wie der Herr alleine seine Bahnen schwamm, besorgte ich mir ein neues Weibchen und setzte es in den Abendstunden hinzu.
    Am naechsten Morgen schwammen 2 weibliche und das maennliche Tier ihre Runden. Wo sich das ehemals verschwundene Weibchen aufhielt, entzieht sich bis dato meiner Kenntnis. Ausfluege in die Filterkammern sind schon fast normale Aktivitaeten. Dort schaue ich zuerst nach, ehe ich mich beim weiteren Suchen verrenke. Meist bin ich dort erfolgreich.
    Also, was ist die Moral von der Geschicht? Nur tote Tiere sucht man nicht! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Lexo,
    ich versuch es mal so zu erklaeren::


    In der Natur stehen sie in Erwartung der Nahrung ueber den Korallenstoecken, in die sie sich gemeinsam bei Gefahr geschlossen zurueckziehen. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrmals am Tag, wie eine gut eingespielte Synchronschwimmgruppe. Gleichzeitig sind es auch ihre Schlaf- und/oder Ruheplaetze. Jedes der einzelnen Gruppenmitglieder hat dort seinen angestammten Platz in der Gruppe bezw. in der Gruppenhierarchie. Mangels "Wohnraummangel", und da alle natuerlichen Plaetze belegt sind, muessen sich z. B. die Jungfische einen anderen Korallenstock suchen.
    Aber das Leben im Aquarium ist ein anderes und stellt sie oft vor grosse Probleme. Im Gegensatz zu ihrer natuerlichen Schutzzone eines Korallenstocks, der auch noch gross genug sein muss, die ganze Gruppe aufzunehmen, bleibt ihnen in der. Enge des Aquarium nur der eher provisorische Schutz, wie viel zu kleine Korallen und Gesteinsspalten.
    Diese Raeume sind sehr knapp bemessen, und so bleibt meist das eine oder andere Tier ohne Schutz und verliert die soziale Bindung an die Gruppe. Dieses Verhalten ist ein halbwegs natuerlicher Vorgang, um durch diese Art von "Aussortierung" den Platz fuer die Arterhaltung des Rests der Gruppe zu sichern.
    In der Natur sind es meist die Jungfische oder kranke Tiere, die durch dieses Verhalten die Opfer von Predatoren werden. Die Fische bleiben nur zusammen, wenn sie gut im Futter stehen und ausreichende Schutzzonen haben. Das bedingt eine mehrfache Fuetterung pro Tag. Wenn sie nicht genug Nahrung (Plankton) bekommen, geben sie wegen Hungers ihre sichere Schutzzone auf, und machen sich auf die Suche nach Fressbarem. Das fuehrt zur Lockerung des Verbandes und im Endeffekt zur Zersplitterung der Gruppe. Auch wohl, weil der natuerliche Feinddruck wegfaellt, der diese Fische am "Ausbuechsen" hindert und dadurch an ihr schuetzendes Revier bindet. Dieser Druck, wie auch die permanente Nahrungssuche, sind wichtige Bausteine ihres sozialen Verhaltens. Wenn diese gestoert sind, aendert sich auch das Verhalten, wie man sehr oft unter Aquarienbedingungen beobachten kann.
    Ich habe es mit einer groesseren Anzahl in einem auch groesseren Becken versucht, die Tiere zusammenzuhalten. Egal, wie oft und wieviel ich aufgestockt habe, es blieben immer nur 5 Tiere uebrig. Die Gruende habe ich oben versucht zu erklaeren. Bei kleinen Becken blieben oft nur noch bis zu 3 Exemplare uebrig.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Lexo,

    der Grund ist ein Konglomerat aus suboptimaler Nahrungsdichte, Enge des Reviers bezw. des Beckens und fehlendem Feinddruck.Dieses Gemisch zerfleddert in kurzer Zeit die Sozialstruktur dieser Fische.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Grundlage jeden fairen Handels ist und bleibt Vertrauen. Es profitieren beide Seiten davon. Ist das Vertrauen erst einmal dahin, beginnt man alle Haendler ueber einen Kamm zu scheren. Der betruegerischen Spezies ist das egal, die lebt vom unfairen Wettbewerb. Es trifft dann wieder die serioesen Haendler, die meist muehsam ihrer Klientel den Unterschied erklaeren muessen. In der Hoffnung, die Spreu vom Weizen trennen zu koennen.
    Gruss
    Hajo

    Triest: Deutscher stiehlt Meerwasser in Italien


    Für seine Aquarien Deutscher stiehlt Meerwasser in Italien

    Wer in Italien Wasser, Sand oder Algen ohne Genehmigung aus dem Meer entnimmt, muss nach einem speziellen maritimen Gesetz mit einer Strafe rechnen.
    Verwendete Quellen:

    Wegen des naehrstoffreichen Wassers faellt das in Italien unter das Delikt Mundraub! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,


    "Das Meer als Genpool"/Max-Planck-Institut fuer marine Mikrobiologie.
    In Anlehnung an deinen vorzueglichen Artikel in der "Koralle" bin ich auf eine Untersuchung gestossen, deren Inhalt ich interessenhalber kurz zitiere. Auch weil ich vermute, dass manches bei uns "Normalos" nicht bekannt sein duerfte.
    Ausgangspunkt ist die allseits bekannte Algenbluete:
    "Offensichtlich verfolgen Bakterien voellig unterschiedliche Nahrungsstrategien. Manche Alphaproteobakterien koennen kleinere Naehrstoffe sehr effizient nutzen, da sie auf niedrige Nahrungskonzentrationen spezialisiert sind. Deshalb dominieren sie die Phasen zwischen den Algenblueten.
    Ulvibacter dagegen kann mit seiner Enzymausstattung das reichhaltige Angebot an Algenueberresten direkt nach der Bluete nutzen und baut als Erster die langkettigen Kohlenhydrate ab. Die Gruppen danach konzentrieren sich hingegen auf immer kleinere Molekuele und verwerten die Reste."
    "Das ist wie in der Serengeti - erst kommen die Loewen, dann die Hyaenen, die Schakale und zum Schluss die Geier", sagt Teeling.
    Die Bakterien besetzen im Meer also oekologische Nischen, die nicht wie im Regenwald raeumlich, sondern zeitlich voneinander getrennt sind. Durch ihre Spezialisierung nach der Bluete gehen sie der Konkurrenz aus dem Wege.
    Durch die zeitliche Trennung bleibt eine hohe Artenvielfalt im Bakterienplankton erhalten. Das ist fuer mich eine neue Erkenntnis!
    Nun frage ich mich, ob das auch fuer festsitzende Bakterien gilt?
    Denn gemaess dem Konkurrenzausschlussprinzip koennen Arten, die um dieselbe oekologische Nische konkurrieren, nicht dauerhaft koexistieren. Frueher oder spaeter setzt sich die staerkere Art durch. Das dies nicht fuer die freien Mikroben zutrifft, beweist uns die Forschung. Wie verhalten sich aber aufsitzende Bakterien? Genauso?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner, Hallo zusammen,

    Veränderungen im Nährstoffhaushalt wirken sich auf die natürlichen Zusammenhänge und Produktivität von Nahrungsnetzen, wie auf vitale Funktionen von Korallenriffökosystemen aus.Das ist Fakt.
    Das wird sich nicht nur auf den Holobiontismus der Korallen beziehen, sondern ebenso auf den gesamten Mikrokosmos ihrer natürlichen Habitate, wie auch des künstlichen Abbildes im Aquarium.
    Veränderungen können u. a. aus dem Anstieg der Nährstoffe erwachsen, wie PO4 und NO3, und auch dadurch, dass der PH-Wert abfällt oder sich gar in den unteren Bereichen festsetzt (Versäuerung). Beides hat, wie wir wissen, negative Folgen für das Riff, wie auch für das Beckenmilieu.
    Ein Gegensteuern mit ethanolhaltigen Substanzen führt letztendlich zu einseitigen Bakterienstämmen, auch zu den „bösen Bakterien“, wie Hans-Werner so trefflich formulierte.
    In dieser Hinsicht könnte der Gebrauch dieser Mittel zur Nährstoffsenkung eher einen Verdrängungswettbewerb auslösen, der so gar nicht optimal zur Philosophie des Erhalts einer mikrobieller Vielfalt passt. Die Umwandlungsprozesse und die Biodiversität werden gestört und verändert. Kann es nicht sein, dass langfristig gesehen, dieser Schritt in gewissen Teilen kontraproduktive Züge annimmt? Ich erinnere auch an die damaligen Diskussionen über den Vorteil geschlossener Systeme zur Dosierung von Ethanol, im Gegensatz zu der „offenen Methode“. Fragen über Fragen.....
    Das hat jetzt alles nicht so direkt etwas mit dem eigentlichen Thema zu tun. Es beschäftigt aber in diesem Zusammenhang irgendwie mein Erkenntnisstreben. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    der obige Link ist leider zum Teil etwas langatmig geschrieben. Dasändert aber nichts an der Wertigkeit dieses Themas.
    Für mich istfolgende Aussage das Kernstück:

    "Die Kenntnis der Eigenschaftenund Funktionen eines breiten Spektrums von mit Korallen assoziiertenMikroben wird in diesem Zusammenhang von entscheidender Bedeutungsein, Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass sich anhand derMischung der in und auf den Korallen lebendenMikroorganismen – ihres Mikrobioms – unter anderemfeststellen lässt, ob die Korallen dem Stress der sich veränderndenUmweltbedingungen auch in Zukunft gewachsen sind."
    Na also, die Mischung macht´s doch!
    Wenn die Mischung nicht stimmt, laboriert die Koralle.
    Da stellt sich mir die Frage nach dem Vorhandensein gesunder Korallen im Aquarium. Sind sie wirklich gesund oder haben sie sich nur kränkelnd angepasst?
    Unter "verändertenUmweltbedingungen" kann man durchaus auch die Aquarienhaltungverstehen. Letzteres ist meine persönliche Einschätzung.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    kann es nicht sein, dass erst ein gut funktionierendes Bakteriennetz, dauerhaft mit seinem eventuell syntrophen Stoffwechsel, durch seine aufgespaltenen Produkte erst in der Lage ist, die Bacs auf dem Korallenschleim optimal zu versorgen? Im Riff wie auch suboptimal im Aquarium? Ist es etwa ein spezielles Ernaehrungssystem, was zur Gesunderhaltung der Korallen o. ae. fuehrt?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    was ist aber, wenn es eine natuerliche Vernetzung unterschiedlicher Mikrobenarten gibt und das die Grundlage des Gleichgewichts gesunder Lebensformen im Riff wie auch im Aquarium ist? Die Natur liebt keine Spruenge. Gibt es diese doch, wird es auch Konsequenzen geben. Meist laufen diese nicht sauber ab.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Gedanken am Sonntag..... :smiling_face: und weil das Thema ruht!

    wenn wir zuviel an Bakterien im Becken haben, dann ist auch zuviel an Belastung vorhanden. Entsteht dadurch Druck auf alle vorhandenen Bakterienstaemme gleichermassen oder mehr auf bestimmte Spezies?
    Profitieren die verschiedenen Arten voneinander (zumindestens zeitweise) oder entstehen durch Verdraengung gar groessere Areale gleichartiger mikrobieller Schleime?
    Gibt es einen "ungesunden" Verdraengungswettbewerb?
    Leidet mit der Zeit die Vielfalt der Mikroben und dadurch auch die Wasserqualitaet und letztendlich die Korallen?
    Ein AS wuerde dieses Problem, wenn es dann eines waere, kaum loesen.
    Er koennte aber helfen, das abgeschaeumte Mikrobengemenge analysieren zu lassen.
    In der Menge,wie auch in der Vielfalt.
    Wenn dann ueber einen bestimmten Zeitraum die Vielfalt ruecklaeufig wird, die Gesamtmenge aber aehnlich gleich bleibt, dann kann das ein Hinweis auf eine Verschiebung der mikrobiellen Strukturen im Aquarium sein.
    Die Frage ist nur, was macht man dagegen?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Lexo,

    die gebraeuchlichsten Schlauchpumpen sind wahrscheinlich die von AquaMedic.
    SP3000 zum Beispiel.
    Ich selbst verwende immer noch eine uralte Schlauchpumpe von Fischer Aquaristik.
    Ich glaube, die ist mittlerweile ueber 20 Jahre alt.
    Schlauchpumpen sind sehr langlebig, wenn man sie nicht permanent im Dauerbetrieb arbeiten laesst. Aber auch fuer diese Aufgabe gibt es die geeigneten Modelle. Allerdings weniger im Aquarienhandel als im Laborbedarf.Dann allerdings sehr teuer.
    Gruss
    Hajo


    (der immer noch die originale Tunze Metering Pump verwendet, und die Lautstärke dabei locker toleriert….)


    Besondere Geraeusche koennen auch von Vorteil sein.
    Die Geraeuschkulisse eines Aquariums setzt sich aus den unterschiedlichsten Elementen zusammen.
    Wenn im Orchester eine Stimme fehlt oder aus dem Rahmen faellt, wird das bemerkt werden. Genauso verhaelt es sich mit der Technik rund um's Aquarium. So wird man oft rechtzeitig hellhoerig, um vielleicht einen aufkommenden Schaden zu verhindern.
    Klappt natuerlich weniger gut bei laengerer Abwesenheit oder Schwerhoerigkeit. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die negative Beurteilung dieses Puempchens ist nicht neu und wird haeufig mitgeteilt.
    Es gibt aber auch fuer den Osmolator die Option einer Schaltsteckdose. Seit mehreren Jahren nutze ich diese Moeglichkeit mit einer Schlauchpumpe zur Foerderung. Bislang keinerlei Beanstandungen.
    Ich wuerde mich nicht auf die kleine, minderwertige Pumpe verlassen. Ausserdem soll sie nicht gerade geraeuschlos arbeiten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Mathias,


    wenn es unbedingt ein Pseudocheilinus sein sollte, wuerde ich dir in Anbetracht des Aggressionspotentials des rubripinnis den Hexateania empfehlen. Der ist aehnlich gut drauf. :grinning_squinting_face: Jedenfalls in mancher Vergesellschaftung.
    Eine andere Moeglichkeit waere, den Fisch ab in die Fischfalle oder Schwimmschule, und das Einbringen einer anderen Cirrhilabrus-Art. Nach ein paar Tagen bis 1 Woche den Fisch wieder zurueck und abwarten. Klappt oft, aber nicht immer. Ansonsten sind Vergesellschaftungen von Zwerglippfischen nicht so spektakulaer, wie diejenigen von manchen groesseren Arten.
    Die Beckengroesse und aehnliches Farbkleid werden manchmal auch zum Faktor fuer die Unvertraeglichkeit. Eine abschliessende Bewertung kann eigentlich nur derjenige geben, der diese Fische bis zur adulten Groesse und Geschlechtsreife zusammen gepflegt hat.
    Diese Berichte sind Mangelware, da viele Fische ohne Sinn und Verstand zusammengepfercht werden und sich dann gewundert wird, wieso der eine oder andere (Lipp)Fisch aus dem Becken gesprungen ist. Es werden noch nicht einmal Zweierbeziehungen alt, da bei der beginnenden Geśchlechtreife (Umfaerbung des weiblichen Parts) der Zoff erst richtig losgeht. So bleibt dann meist nur eine Art uebrig, was eine Aufstockung zur Folge haben kann, und dann beginnt das Drama sich neu zu entwickeln.
    Mit meinen etwas pessimistischen Zeilen moechte ich nur andeuten, dass es zur Lotterie werden kann, einen harmonischen Besatz zu finden. Wenn aber die Moeglichkeit bestuende, den Unterlegenen beim Haendler zu tauschen, dann ist die Chance hoch, eine geeignete Art zu finden. Das sollte aber nicht zur Gewohnheit werden.

    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    wenn ich unterstelle, dass Borneman nicht so falsch liegt, dann bleiben mir persönlich automatisch 3 Vermutungen:

    1. die wichtigen Bakterien/Mikroben sitzen auf den Steinen, den Korallen usw. aber kaum im freien (und damit abschäumbaren) Wasser


    Vorausgesetzt!!!! dass diese Vermutungen stimmen, hat der Abschäumer keinen so großen Einfluss auf die wichtigen Mikroben auf den Steinen/Korallen.

    vielleicht doch. Ich denke da an die immer wiederkehrende Erneuerung von mikrobiellen Strukturen. Somit werden die toten Mikroben entweder durch andere Lebewesen oder durch den AS entfernt.
    Ausserdem benoetigen aerobe Bacs reichlich Sauerstoff. Den koennte der AS liefern.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,


    P04- Reduktion mit ATI Fiji Sand in Verbindung zu bringen,das hat schon was.
    Seit 14 Tagen tausche ich gerade meinen alten Bodengrund gegen ATI Fiji aus.
    Nicht radikal, sondern in kleineren Portionen. Von dem bewussten Effekt ist nichts zu merken.
    Leider. :frowning_face: :grinning_squinting_face:
    Eine Vermutung habe ich noch,kann sie aber nicht beweisen.
    Es koennte ja sein, das dieser Sand aehnliche Eigenschaften hat, wie wir sie an gewisser Keramik beobachtet haben. Das Problemder konkurrierenden Flaechen (Bakterienmatten) bei Neueinrichtung . Hier koennte, wie auch bei der Keramik, die schnelle Besiedlung der Bakterien PO4 reduziert haben. Wenn dann keinerlei nennenswerte Organik vorhanden ist, ist die Limitierung nah.
    Gruss
    Hajo

    Mir persönlich gefällt die Erklärung von Borneman ganz gut. Als "Techniker" mag ich Widersprüche nicht so sehr. Erst dann, wenn eine logische Kette aufgebaut ist, die ich auch "begreifen" kann, bin ich zufriedener.....

    LG
    Daniel


    meine. logischen Ketten hatten in der Vergangenheit schon manchen Kurzschluss :grinning_squinting_face:
    Meine Frage bezueglich der Beachtung von Bakterien war eher provokanter Natur.
    Ich teile da ganz deine Ansicht.
    Gruss
    Hajo

    So unterschiedlich sind die Ergebnisse. Shimek hatte damals noch den Austrag durch Caulerpa, Xenia und Sarcophyton untersucht.

    Borneman 2002 (Link oben, aber das wird eh wieder keiner lesen..... :loudly_crying_face: ) vermerkt dazu Folgendes (frei übersetzt durch Google):
    Das Korallenriff ist ein Ort mit hoher Primärproduktivität und hohem Nährstoffverbrauch, wobei viele Nährstoffe innerhalb der Gemeinschaft wiederverwertet werden. Viele Jahre lang galten Korallenriffe als "nährstoffarme Wüsten". In der Tat ist dies nicht der Fall. Es wäre eine sehr schlechte Annahme, dass jede artenreiche Gemeinschaft nicht stark von Nährstoffen abhängig wäre. Während die Messung der Wassersäule zeigt, dass sie relativ frei von organischem und anorganischem gelöstem Stickstoff, Kohlenstoff und Phosphor und daher "nährstoffarm" ist, ist es hauptsächlich wegen der Effizienz der Riffgemeinschaft, dass solche Wasserbedingungen erreicht werden. Gewässer um Korallenriffe sind reich an Nährstoffen in Form von verschiedenen Arten von Mikroplankton; Diese werden größtenteils von Korallenrifforganismen entfernt. Es sollte angemerkt werden, dass das meiste Plankton an Korallenriffen von dem Riff oder von nahegelegenen Gemeinschaften produziert wird und dort lebt, und nicht in großen Mengen vom offenen Ozean getragen wird.


    das, was wir hier lesen, bezieht sich auf die natuerliche Produktion von Naehrstoffen durch, und mit Hilfe aller im Riff vorkommenden Organismen.
    Eine wohlabgestimmte Gemengelage verstoffwechselter Materie traegt in der Natur permanent zum Wohl und Wachstum der Korallen bei. Abgestimmt auf bestimmte Riffgebiete. Es findet eine Vernetzung unterschiedlicher Lebensformen und deren Stoffwechselprodukten statt.
    Das ist so in unserem Aquarium nicht moeglich. Und wenn, dann unvollkommen.
    Die (moegliche) Vielfalt von mikrobiellen Strukturen foerdert auch bestimmte physiologische Reaktionen in der individuellen Lebensweise unserer gesammelten Tiere, in unserem selbst gebastelten Oekosystem. Negative, wie positive Reaktionen. Wuchs und absterben. Einige Organismen koennen sich im Aquarium anpassen, andere wiederum nicht.
    In der Natur wird es eine Vielzahl von Konsumenten geben, die zu unterschiedlichen Tageszeiten Nahrung aufnehmen. Das haette zur Folge, dass auch die Nahrung unterschiedlicher Natur sein duerfte. Und das dann wiederum auch zeitlich zu den verschiedensten mikrobiellen Aktivitaeten und deren Produkten fuehren wird.
    Was wir praktizieren, aehnelt dem Giesskannenprinzip. Wir lassen auf unsere Korallen und deren mikrobiellen Konsumenten "Naehrstoffe" regnen, die zum Teil zeitlich nicht gebraucht und/oder gar nicht erst verarbeitet werden. Das hat eine unnoetige Belastung des Milieus zur Folge und hemmt sporadisch den Ablauf des gesamten sensiblen Wirkungsgefueges. Eine Teilentlastung wird der AS bringen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht doch der Pflege unserer Mikroben mehr Beachtung schenken muessten?
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    bei vielen Arten bestehen starke individuelle Unterschiede in der Aggression. Ist auch nicht immer am Alter festzumachen. Beim Flavescens z. B. wird berichtet, dass die juvenilen Tiere ihr schuetzendes Revier besonders aggressiv gegen Artgenossen verteidigen. Macht Sinn in dieser (voruebergehenden) Lebenslage. Dagegen kann es passieren, dass ploetzlich ohne Vorwarnung, sonst friedlich gestimmte adulte Exemplare, im Aquarium zu Terroristen mutieren. Man muss dann schon genau hinsehen, was der Ausloeser gewesen ist. Leider sind solche "Ueberraschungen" nicht ausreichend dokumentiert. Moeglicherweise weil, unter welchen Umstaenden auch immer, die Tiere dann aus Vorsicht getrennt wurden oder schlechterenfalls gar nicht erst dieses Alter erreicht haben. Bei jenen, welche Aggressionen zeigten,vermute ich einmal, lag es an der beginnenden Geschlechtsreife oder am sich ploetzlich veraenderten Besatz.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ewald,

    na,ja, einer muss die Bande ja in den Griff bekommen. :grinning_squinting_face: Ist der Flavescens der groessere Vertreter oder war er der Erstling im Becken?
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    falls im Lex der Begriff "Biest" in Zusammenhang mit der Verhaltensweise des Xanthurum steht, ist das voellig daneben. Ich habe es nicht ueberprueft, aber diese Beurteilung haengt dem Fisch leider unbegruendet nach. Den Grund wuerde ich auch in den viel zu engen Aquarien sehen. Bei artgerechter Haltung wuerde ich den Charakter eher als durchsetzungsstark bezeichnen. Uebrigens passt die Pflege mit einem Flavescens ausgezeichnet. Nur sollte man dann nicht eine Art "aufstocken". Wenn sich ein Paar beginnt zu bilden ist die Harmonie vorbei, und das Einzeltier muss in der Regel entfernt werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo hajo,

    ich vermute, dass es den meisten geht wie mir: die Kapazität der Becken ist erschöpft und es ist kein Platz mehr für einen weiteren großen Fisch. Die Zahl der Leute mit Becken größeren Becken deutlich über 500l ist doch ziemlich begrenzt.


    ja, vielleicht ist das so. Vielleicht waere der relativ hohe Anschaffungspreis auch ein Argument gewesen?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ina,

    ich kann schwer verstehen, warum dieser Fisch so schlecht seinen Abnehmer findet.
    Entweder hat die Mehrzahl unserer Aquarianer zu kleine Becken oder man erinnert sich an die Rauflust dieser Art. Letzteres hat auch mehr mit einer verpatzten Vergesellschaftung zu tun. Innerartlich, wie auch zwischenartlich. Bei mir ist dieser Fisch auch mit anderen Doktoren lammfromm, wenn er z.B. als juveniles Tier nachgesetzt wird. Ein Bekannter hat sogar ein Paar,das sich mit anderen Ruepeln, wie Leucosternon bestens vertraegt.
    Der Fisch ist attraktiv, haelt das Becken algenfrei und ist gesund. Was will man mehr?
    Gruss
    Hajo

    ***Edit***
    Als neue Diskussion ausgelagert aus einem Biete-Thread für einen Z. xanthurum. Ina

    Hallo Stefan,

    zu den Borstenwurmvertilgern gehören auch die Scherengarnelen Stenopus hispidus.
    Mit der Falle hatte ich auch einmal begonnen. Bin aber zu keinem nennenswerten Ergebnis gekommen. Es haben sich anfangs mehrere Würmer darin versammelt, aber mit der Zeit wurden sie in der Falle weniger, und dafür im Becken wieder mehr. Die Falle wurde besorgt, weil ich an den Fähigkeiten meiner Hispidus zu zweifeln begann. Es tat sich optisch nichts.
    Als sich in der Falle nur die kleineren Exemplare der Borstenwürmer verliefen, gab ich die Aktion auf. Heute kann ich sagen, dass die Scherengarnelen ganze Arbeit geleistet haben.
    Der damalige Trugschluss war, dass einerseits die Population der Würmer zunahm und andereseits die Garnelen mit der Vertilgung nicht nachkamen. So war jedenfalls mein Eindruck. Es zeigt sich immer wieder, dass Geduld gefragt ist, ehe man sein Urteil fällt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Andreas,

    die von uns selbst kreierte Palette unseres Fischkonsortiums stellt uns manchmal vor Probleme, insbesondere weil die flossigen Kameraden kein so artiges Verhalten an den Tag legen, wie wir es gern hätten. Das angeborene Drohverhalten der Fische, inner- wie auch zwischenartlich, ist wenig harmonischer Natur und wirkt manchmal erschreckend abstossend auf den Betrachter. Man steht dauernd vor der Frage: Ist das jetzt arterhaltener Instinkt oder gar pathologisches Verhalten?
    Kräftemessen und Beschädigungskampf sind zwei verschiedene Verhaltensweisen, wobei bei letzterem meist ein vorangehendes Kräftemessen stattfindet. Bei all diesen Kämpfen kommt es darauf an, dass der Stärkere ermittelt wird, ohne dass ein Individium geopfert wird. Auch kann man bei verschiedenen Arten einen Unterschied auf der Aggressivitätsskala feststellen.
    Den ersten 24 Stunden messe ich grundsätzlich keine große Bedeutung zu. Wenn sich dann allerdings die Aggressivität deutlich steigert, muss genau analysiert werden.
    Unsere Aquarien sind für viele Fische eigentlich nicht groß genug, um die angeborenen aggressiven Reaktionen einer jeden Art von vornherein zu neutralisieren. Aggressionen werden nur zum Teil durch die Haltungsbedingungen relativiert. Bestenfalls führt das zu Kompromissen.
    Normalerweise geht die Konfrontation zweier einander unbekannter Fische derselben Spezies leidlich friedlich aus. Sie gewöhnen sich einander, indem der Unterlegene die Demutshaltung annimmt und die 2. Geige spielt. Man arrangiert sich. Das anfängliche Drohverhalten und ggf. die kurzen Verfolgungen legen sich mit der Zeit, bis jeder seinen Platz eingenommen hat. Ausnahmen bestätigen leider auch hier die Regel. Dann ist u. a. in vielen Fällen die Motivation die beginnende Geschlechtsreife. Das ist aber ein besonderes Thema.
    Territorialverteidigung würde ich bei Lippfischen nicht annehmen. Wenigstens nicht bei den kleinen Arten. Viele von ihnen schwimmen im Meer mit- und durcheinander. Es hat für diese Spezies auch keinen Arterhaltungswert. Der ist an und für sich die Mutter aller „Probleme“. Ich denke, ein gesundes Rivalitaetsverhalten steckt in jedem Fisch. Wie er das nun "auslebt", kommt auf den Besatz und die Größe des Aquariums an.
    Ich würde es versuchen. Wenn möglich mit einem juvenilen Tier. Da gibt es erst einmal kaum Probleme. Halichoeres sind von Hause aus keine Stinkstiefel. Bei Pseudocheilinus hexataenia wäre ich vorsichtiger. Wenn wir es nicht versuchen, kommen wir auch nicht hinter die Verhaltensweisen unserer Fische und die Konsequenzen bestimmter Vergesellschaftungen. Das ist aber das weitaus interessantere Kapitel in der Pflege unserer Fischgesellschaft. :smiling_face:

    Gruß
    Hajo

    anstatt der Lösung PH4 nimm PH9, dann passt es. Ist aber wegen der Sensibilität von PH9-kalibrierflüssigkeiten nicht zwingend nötig. Hauptsache es wird eine 2-Punkte Kalibrierung.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Robin,

    ich habe sie zusammen mit Lippfischen, Grammas, Centropyge und 2 x Zebrasoma gepflegt.
    Keine nennenswerte Vorkommnisse. Sie leben etwas zurueckgezogen.Meistens sieht man das Maennchen zuerst. Das Weib zeigte sich dann schon beim gemeinsamen Mal. Oder auch mal zwischendurch.
    Gruss
    Hajo