Beiträge von hajo

    HalloStefan,

    da die Krankheit bereits eine Weile grassiert, ist der Virulenzgrad hoch und weitere Opfer sind moeglicherweise zu beklagen. Es ist auch nicht abzusehen, ob in dieser Situation der Einsatz der UV einen zeitnahen Erfolg verspricht. Auch deswegen kann man nicht praezise den Verlauf und schon gar nicht das Ende der Krankheit voraussagen. Es bleibt nur die Hoffnung, dass nicht alle befallenen Fische dem Erreger zum Opfer fallen. Die Alternative waere das Herausfangen aller Fische und deren Behandlung in einem separaten Becken mit chemischen Mitteln. Wenn der Befall weit fortgeschritten ist, sich also alle Fische infiziert haben, sind zwar staerkungsfoerdernde Mittel zur Stuetzung der Immunitaet als begleitende Massnahme ratsam, doch nicht weiter effizient. Man wird jetzt den Erfolg (oder Misserfolg) der UV abwarten muessen. Selbst nach einemTotalverlust ist davon auszugehen, dass mindestens 6-8 Wochen das Aquarium frei von Fischen bleiben sollte.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    nur noch ein kleiner Hinweis fuer die Benutzung des Hanna Checkers 736! Bitte sich nicht auf den ersten gemessenen Wert verlassen. Er kann stimmen, muss aber nicht. Deswegen sollte man die Messung wiederholen. Die Kuevetten nicht noch einmal befuellen,sondern nur die eigentliche Messung wiederholen! Ich wiederhole die Messungen bis zu 5 mal, addiere die gemessenen Werte und teile durch die Anzahl der Messungen. Diese Methode ist sicherer, als der ausschliessliche Verlass auf den ersten gemessenen Wert. Eine Ueberpruefung durch eine Referenz bleibt natuerlich unbenommen.
    Gruss
    Hajo

    Die Litergroesse ist nicht nur ein ungefaehrer Anhaltspunkt, der scheinbar aus der Luft gegriffen ist, sondern er spiegelt die Erfahrung mit dieser Fischart innerhalb eines gut strukturierten Riffbeckens wider.
    Die Missachtung der Beduerfnisse wird immer zu irgendwelchen Gegenreaktionen fuehren.
    Da hilft auch wenig deine Argumentation mit den fiktiven Groessen.
    Natuerlich sollte es klar sein, dass ein Doktorfisch sich nicht nur im Bewegungsdrang von einem Fahnenbarsch unterscheidet. Leider ist das noch nicht bei allen angekommen.
    Das Festhalten an selbstgesteckten Prinzipchen hilft auch nicht weiter. So macht es wenig Sinn auf einer bestimmten Beckenlaenge zu bestehen, wenn die uebrigen Laengenmasse im Verhaeltnis nicht passen.
    Wer sich jemals an einem 500l Riffbecken versucht hat, es "doktorfischfreundlich" einzurichten, der wird schnell merken, dass abzueglich der Riffbauten recht wenig Platz uebrig bleibt.
    Sind die Docs noch klein und winzig, sind die estaetischen Proportionen gewahrt. Mit der Groessenzunahme verschiebt sich schnell das Bild. Der Fisch entwaechst seiner Umgebung. Dann koennen sich auch die gewohnten Bewegungsablaeufe aendern, weil die ehemaligen Verstecke oder Schwimmstrecken der Groesse der Fische nicht mehr entsprechen.
    Was ehemals bei Gefahr sofort ins Riff abtauchen konnte, ist diesem Vorgang sprichwoertlich entwachsen. Da sich das Aquarium dem Heranwachsenden nicht anpassen kann, der Fisch aber konstant waechst, bleibt nur noch ein gestoertes Verhaeltnis zu seiner Umgebung und auch zu seinen Artgenossen uebrig. Revierkaempfe wegen der "Weidegruende" hatte ich bereits erwaehnt.
    Fische sind nicht von Natur aus aggressiv. Sie werden unter schlechten Bedingungen im Aquarium aggressiv gemacht.
    Sicherlich traegt beim Zebrasoma ein gut durchstrukturiertes Riff zur Umschiffung von Aggressionen bei. In zu kleinen Aquarien ist das nur ein Aufschieben der Zeit.
    Mit dem Heranwachsen wird sich der nun eingeengte Bewegungsdrang in andere Kanaele entladen. Dann werden aus Kommentkaempfen Auseinandersetzungen mit toedlichem Ausgang.
    Die Reproduktion und der Drang zum Fressen dient der Arterhaltung und ist genetisch eingepflanzt. Wenn es dort Einschraenkungen gibt, kommt es zu Verhaltensaenderungen bezw. Verhaltensstoerungen, und ehemalige Phlegmatiker werden zu Aggressoren.
    Es gibt eine starke Abhaengigkeit von Fresshaeufigkeit und Aggressivitaet sowie eine deutliche Beziehung zwischen wenig Futter und Angriffshaeufigkeit (Ellen Thaler).
    Dieses Verhalten schaukelt sich mit der Anzahl von Doktorfischen im Aquarium und einem ungenuegenden Platz- wie auch Futterangebot hoch, und dann ist Schluss mit lustig!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Mit knappen 540l hat man die untere Grenze dessen erreicht, was zur Pflege eines heranwachsenden Doktorfisches geeignet ist. Es gibt auch fundamentalere Ansichten.
    Mit mehreren dieser Art wird es in dieser Räumlichkeit wegen der zu erwartenden Größen schon problematisch. Obwohl bei juvenilen Exemplaren allgemein weniger Stress anfällt, kann das bei subadulten Fischen schon ein Merkmal für eine nicht artgerechte Haltung sein. Im weitesten Sinne des Begriffs.
    Es kommen einige Dinge ins Spiel, mit denen vorher nicht gerechnet wurde. Um nur einige zu nennen: Territoritale Ansprüche, Geschlechtsreife, Futtermangel etc. All diese Faktoren können in einem räumlich stark begrenzten Behältnis den innerartlichen, wie auch den zwischenartlichen Frieden stören.
    Bei anstehender Vergesellschaftung der Arten sollte man genauestens hinschauen, wer mit wem ins Bett passt. Selbst ein gemeinsames Heranwachsen ist kein Freifahrtschein für eine immerwährende, friedliche Koexistenz. Insbesondere bei Zebrasoma-Arten! Diese Fische scheinen einen ausgeprägten Futterdrang zu besitzen, der ein Zusammenleben verschiedener Arten in kleineren Aquarien fast unmöglich macht. Es gilt den Weidegrund zu verteidigen! Die Enge ihrer Aktionsräume scheint Einfluss auf die Aggressivität zu haben. Der Besitz eines Reviers ist meist die Voraussetzung für ein aggressives Verhalten.
    Man kann jetzt darüber philosophieren, welcher Antriebsmechanismus welches Aggressionsverhalten auslöst. Wäre auch einmal interessant, diese Verhaltensmuster aufzudröseln. Aber halten wir uns doch lieber an die Erfahrung jener, die Zebrasoma-Arten zusammen gepflegt haben. Da werden wir feststellen müssen, dass es positive, wie auch negative Erfahrungen mit der Anpassung dieser Doktorfische gibt. Die Gründe sind wie oben beschrieben dort zu suchen, wo wir die Zusammenhänge nicht verstanden haben. Man kann es auch so sagen: Wer das Verhalten seiner Fische nicht deuten kann, der wird ihnen auch kein langes Leben ermöglichen.
    In diesem Sinne....

    Gruß
    Hajo

    geht's noch genauer?
    Wurden beide Fische zusammen eingesetzt, oder hintereinander? Falls hintereinander, in welchem Zeitabstand?
    Welcher Fisch ist das groessere Exemplar? Bitte eine moeglichst genaue Groessenangabe.
    Hat sich die Aggression sofort bemerkbar gemacht, oder hat sie sich langsam hochgeschaukelt? Nach welcher Zeit?
    Wie gross ist dein Becken?
    Welcher Besatz ist sonst noch vorhanden?
    Ein Foto vom Becken waere auch nicht schlecht.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Axel,

    ich weiss nicht, von welchem Rabattierungsgedanken du ausgehst. Aber generell, ja. Wenn du dich mit einigen anderen zusammentun kannst, macht eine ganze Palette Sinn. Ist nur sinnvoll, wenn du mehrere Abnehmer mit groesseren Becken zusammen bekommst. Erkundige dich einmal bei deinem Haendler. Die Hersteller bieten unterschiedliche Qualitaeten in Eimern sowie in Saecken und in verschiedenen Gebinden an. Da sollte man bei einem Preisvergleich schon genau hinschauen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    nun ja, fuer mich persoenlich waere der weitere Verlauf interessant gewesen.
    Zebrasomas koennen untereinander etwas zickig reagieren. Innerartlich,wie auch zwischenartlich. Verpaarte Individuen tun sich da besonders hervor. Nicht immer, da man auch gegenteilige Berichte liest.
    Obwohl es stressfreiere Vergesellschaftungen von Doktorfischarten gibt, dulden Einzeltiere von Flavescens und Xanthurum meist einander in Aquarien. Der Gelbe ist in der Regel der ruhigere, der Blaue eher durchsetzungsstark und manchmal von hektischer Natur. Keine Regel aber ohne Ausnahme. Was mich dann zur Frage nach den Gruenden des Konfliktverhaltens treibt. Sie werden ganz verschiedene Ursachen haben. Erst das Wissen um die Natur dieser Vorgaenge kann uns bei der Suche nach vernuenftigen Loesungen helfen.
    Gewiss, es gibt sozialvertraeglichere Fische als Doktorfische in der Enge eines Aquariums. Aber das Verhalten ist Teil ihrer Naturanlagen, welches noch durch Geschlechtsreifung, Geschlechtsumwandlung und Futterkonkurrenz beeinflusst wird.
    Weil die Ursachen einer Disharmonie keineswegs nur einen Grund haben, sondern vielschichtig sind, sollten wir genauer analysieren, wo den Fisch der Schuh drueckt.
    Aus meiner Sicht und aus langjaehriger Erfahrung mit den genannten Fischen bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass groessere Aquarien und viel Betrieb (unterschiedliche Arten) im Becken eher eine beruhigendere Wirkung auf das Konfliktverhalten haben, als viel zu kleine Becken mit mangelnder Nahrung und permanentem Druck durch die allgegenwaertige Futterkonkurrenz.
    Gruss
    Hajo

    einige andere Hersteller, wie Giesemann oder Maxspect, bieten ebenfalls voreingestellte Programme an. Das ist vorerst keine schlechte Idee und ein bequemer Weg seine Korallen an ein gewisses, moderates Spektrum zu gewoehnen.
    Gegen den Spieltrieb aber, ist kein Kraut gewachsen.
    Die Verlockung ist gross, ueber einen stark eingestellten Blaulichtanteil fluoreszierende Farben zu erwarten. Kritisch wird es erst, wenn man zu Uebertreibungen neigt. Denn Blaulicht ist nicht gleich Blaulicht, wie wir alle wissen. So verhaelt es sich auch mit den individuellen Anspruechen unserer Korallen. Diese koennen sich zum Teil nur unter Schwierigkeiten anpassen. Aber nur, wenn man ihnen dafuer genuegend Zeit gibt, sich langsam darauf einzustellen.
    Das kollidiert mancherorts mit der Unerfahrenheit des Anwenders, der leider viel zu oft den technischen Aspekt vor den der lebenden Systeme stellt.
    Hinzu kommt die aeusserst bequeme Anwendung ueber eine App, die mir alle Funktionen offen haelt, und mich quasi dauernd animiert auf dem Sofa Einstellungen zu veraendern. Wenn mir diese App noch mitteilen koennte, woher die Beleuchtungsdefizite meiner Korallen herruehren - diese Leuchte wuerde ich kaufen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    eh wir uns in diese Richtung bewegen, sollten vorab einige Dinge geklaert werden:
    Die Anwendung von Ozon, moderat angewendet, hat keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Fischgesellschaft. Auch nicht fuer die Korallen.
    Wenn das so waere, haette ich schon immer Verluste zu beklagen.
    Die Geraete des oben angegebenen Herstellers nutze ich seit Jahrzehnten.
    Indirekt waeren Schaeden allerdings moeglich, wenn sich im Wasser Substanzen befinden sollten, deren Toxizitaeten erst durch Ozon freigesetzt werden. In diesem Fall waeren alle Lebewesen im Becken betroffen.
    Hautabloesungen o. ae. sind eigentlich nur bei extrem hohen Dosen zu beobachten.
    Nach meiner Einschaetzung ist die Einstellung von 40mg/h auf das vorhandene Wasservolumen praktikabel. Es entspricht in etwa dem allgemeinen Trend, und liegt fuer dieses Geraet im Bereich der Richtlinien des Herstellers. Aus persoenlicher Sicht fuer ein Riffbecken dieser Groesse im Dauerbetrieb etwas zu hoch. Kann man machen, muss man nicht.
    Allerdings ist dabei zu beachten, dass die Luftfeuchtigkeit jeden eingestellten Wert stark relativiert. Ohne vorgeschalteten Luftentfeuchter, dessen Material auch noch regelmaessig getrocknet werden sollte, sind keine 40mg/h zu erreichen. Die Hersteller sprechen bei Raumluft von bis zu 50% Verlust!
    Um eine optimale Versorgung durch Ozon sicherzustellen, sollte in regelmaessigen Abstaenden die Reaktionsplatte ebenfalls gereinigt werden. Diese verdreckt leicht und mindert so ebenfalls den Wirkungsgrad.
    Wird das ozonisierte Wasser direkt abgefuehrt, oder ueber Kohle gefiltert?
    Ozon ueber 40mg/h ist imWohnbereich leicht wahrzunehmen. Wenn geruchsneutral, dann kein freies Ozon!
    In reinen Fischbecken habe ich so die maximale Einstellung "erriechen" koennen.
    Erst wenn absolut sicher ist, dass alle Bedingungen erfuellt sind, wuerde ich das Thema Ozon weiter verfolgen.

    Gruss
    Hajo

    Was ihr wieder denkt..... :winking_face:
    Was bei Delphinen hilft, könnte bei Faltern nicht schaden.

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    Bis jetzt sind doch noch keine schlechten Erfahrungen bezüglich des Springschutzes gesammelt worden, oder???
    Einfach mal eine Umfrage starten und den Tipp von Burkhard befolgen (also nicht den mit dem Kraftfeld :winking_face: , sondern jemanden fragen, der so was einsetzt und sein Wasser regelmäßig analysieren lässt).


    Ich lasse mein Beckenwasser nicht regelmaessig analysieren. Wie in #7 bereits erwaehnt befindet sich ein Springschutz ueber dem Becken. Es erfreut sich alles bester Gesundheit.
    Gegenteiliges waere mir sofort aufgefallen. Ob ich das aber gleich mit dem Rahmen in Verbindung gebracht haette, ist eine andere Geschichte. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Ach, Joe,

    dann musst du auch in diesem Zusammenhang, und auch fuer diese spezielle Zeit, die vielen fehlernaehrten Doktorfische erwaehnen. Auf einen gut im Futter stehenden Fisch kamen Dutzende Exemplare mit Folgen einer ungesundern Nahrungszusammenstellung.
    Angeborene Faktoren sind auch ein Grund fuer die Instabilitaet mancher Fische. Daher koennen Auffaelligkeiten auch zu einem spaeteren Zeitpunkt auftreten. Von den erworbenen Aspekten, wie mit Gift gefangenen, oder durch schaedliche Umgebungseinfluesse waehrend der Pflege hervorgerufen, einmal ganz zu schweigen.
    Ist zu damaliger Zeit ein Doktorfisch nur durch Futtertabletten alt geworden? Ich wuerde das grundsaetzlich verneinen. Denn bis man das herausgefunden haette, haette dieser Fisch alt werden und die schon damals allerorten grassierenden Infektionskrankheiten ueberstehen muessen.
    Gewiss, ich uebertreibe hier etwas. Aber mir ist nicht bekannt, dass diese Art sich in ihrem natuerlichen Umfeld ausschliesslich von Futtertabletten ernaehrt. Das wuerde nicht nur einen negativen Einfluss auf die Darmtaetigkeiten entwickeln sondern auch die physiologischen Ablaeufe durcheinander bringen. Diese Fische sind in der Natur mit prall gefuellten Daermen unterwegs. Das bedeutet auch einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Wird dieser Zustand etwa durch Futtertabletten erreicht? Ich denke, mitnichten.
    Man koennte es mit einem Menschen vergleichen, der ausschliesslich Nahrungsergaenzungsmittel in Pillenform zu sich nimmt. Die Folgen kann sich jeder selbst ausmalen.
    Gruss
    Hajo

    mir scheint es eine Stoffwechselerkrankung zu sein. Viele meinen, dass zur Gesunderhaltung der Doktorfische Gruenzeug genuegt. Das ist falsch, denn auf tierische Proteine sind sie auch angewiesen. Das bedeutet eine genuegende Versorgung durch unterschiedliche Frostfuttersorten. Artemia wird hier erwaehnt. Dieses Futter ist auch bei optimaler Qualitaet als alleiniger Proteingeber wenig geeignet. Ich wuerde mindestens 4-5 andere Frostfuttersorten abwechselnd anbieten,wie z. B. Kril, Mysis, Daphnien und, bei juvenilen Fischen, rotes Plankton. Es wird oft von Uebergriffen von Doktorfischen auf Korallen berichtet. Das ist dann das Ergebnis eines nicht artgerechten Futters. Manchmal kann man dieses Verhalten selbst bei reichlichem Futterangebot nicht unterdruecken.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich wuerde nicht darauf wetten, dass die "Springer" in einer fiktiven Mortalitaetsliste den ersten Platz einnehmen. Es sind die Infektionskrankheiten, welche nach den "Transportschaeden" ganz oben zu finden sind.
    Es gibt leider immer noch viele Fehler in der Pflege von Fischen zu verzeichnen. Das faengt bereits bei der Auswahl der Arten an, und hoert in Unkenntnis ihres Verhaltens nicht auf.
    Nicht jede Art ist sozial vertraeglich und nicht jeder Fisch harmonisiert auf Dauer mit seinen Artgenossen. Das Ergebnis ist oft Dauerstress, der dazu fuehren kann, dass der "genervte" Fisch den Sprung als einzigen Ausweg der Angst sucht.
    Schreckhaftigkeit ist auch ein Thema, welches aber meist in ueberwiegend kleineren Aquarien auftritt. Fische in groesseren Becken werden in ihrer artspezifischen Fluchtdistanz kaum eingeschraenkt und koennen sich so dem Dauerstress, sei es inner- oder zwischenartlicher Natur, besser entziehen.
    Raumteiler, die von allen Seiten einsehbar sind, tragen ebenfalls zur Schreckhaftigkeit bei. Es gibt keinen Fisch, der absichtlich sein ihm von der Natur angestammtes, nasses Element verlaesst.
    Mir sind im Laufe der Zeit auch einige, wenige Fische gesprungen. Erst nicht mehr gesehen, dann nach Monaten mumifiziert gefunden. Auch wird nicht immer in der Nacht gesprungen. Das Weibchen von Naoko's Lippfisch entzog sich tagsueber ihrem Gatten durch einen eleganten Sprung auf das Parkett. Nur weil ich mich gerade in der Naehe befand kam es nicht zu einem Drama. Das fuehrte dazu, dass zu dieser, meiner Lippfischzeit, ein mit Gaze gespannter Alurahmen den Springschutz uebernahm. Gut, da keine Tierverluste. Schlecht, weil 30%Lichtverlust!
    Naechtens koennen z.B. Krabben oder Krebse durch ihr Umherwandern die Schreckhaftigkeit ausloesen. In der Natur ist das Ergebnis ohne Folgen. Man springt halt. Im eng abgesteckten Rahmen eines Behaelters wird das dann zum Lotteriespiel.
    Gruss
    Hajo

    Werden die Alten böse oder die Bösen alt?


    Das scheint mir ja schon fast eine Frage philosophischer Natur zu sein. :grinning_squinting_face: :thumbs_up:

    Der Besitz eines Revieres ist meist die Voraussetzung fuer das Auftreten aggressiven Verhaltens. Auch erobern im allgemeinen aggressivere Individuen guenstiger gelegene und groessere Territorien. Leben etwa deswegen "boese Tiere" laenger? :loudly_crying_face:
    Das Revier muss keineswegs immer ein geschlossenes Gebiet mit festen Grenzen sein, es kann sich auch um ein Wegesystem mit einigen Fixpunkten handeln. Im Aquarium trotz der relativen Enge manchmal gut zu beobachten. Jede erzwungene Vergesellschaftung, und nichts anderes ist es, uebt Druck auf alle uebrigen Mitinsassen aus. Die einen koennen damit umgehen, die anderen nicht.
    Am zuletzt eingesetzten Fisch will jeder sein Muetchen kuehlen. Es kann zu reinen Kommentkaempfen kommen, bei den Uebrigen zum Versuch aus der alten Hierarchie auszubrechen und sich damit neu aufzustellen.
    Tatsache ist, dass die Alteingesessenen vorwiegend bei der Reviergruendung (Revierverteilung) und dann nur noch gelegentlich beim Eindringen fremder Individuen kaempfen, hoechst selten aber mit dem Nachbarn. Diese kennen mittlerweile einander und respektieren sich. Das heisst aber nicht, dass nicht doch hin und wider der Futterneid die friedlichen, nachbarschaftlichen Strukturen aushebelt.
    Schlagen mit der Schwanzflosse und Geknuffe sind das Ergebnis minimaler Aggressionen, die sehr selten weiter ausarten. Dieses Verhalten ist der sehr lebendige Ausdruck von Vitalitaet. und Gesundheit in einem doch kuenstlichen Biotop.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Undine,

    dieses Verhalten ist nicht ungewoehnlich bei verpaarten Zebrasomas. Es scheint aber, dass es weniger bis kaum Probleme mit der Vergesellschaftung von Einzeltieren gibt. Setzt man dann einen Partner hinzu, wird beim Erreichen der Geschlechtsreife gegen Vertreter der anderen Art Front gemacht.Dann ist der Friede vorbei.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ina!


    Mit sicheren Erkenntnissen bei der Zunft der Fische ist das allerdings so eine Sache.
    Man wird manchmal von Verhaltensmustern ueberrascht, mit denen man weniger gerechnet hat. Z. B. beim Beispiel Fuchsgesicht.
    In den Polypen einer bestimmten Goniopora wurde des oefteren gebadet und seit kurzem wird an einer Enzmann geknabbert. :frowning_face: Ausnahmslos nur an dieser bestimmten Acropora, obwohl sich noch andere dieser Arten im Becken befinden. Zuerst dachte ich, die Farbe Gruen haette es ihm angetan, das wuerde beim Kaninchenfisch ja nahe liegen. Denn es sind noch weitere Acros mit gruener Farbe vorhanden. Diese werden nicht behelligt.
    Clavularia belaestigt er nicht.
    Eine leichte Beeintraechtigung, bezw.Schaeden an den Spitzen der Koralle kann ich feststellen. Vielleicht ist das so eine Art von "Nahrungsergaenzungsmittel", das dieser Fisch zur Gesunderhaltung benoetigt? Vielleicht ist die Vermutung aber auch falsch. Genauso falsch wie manche Beschreibung der Arten.
    Gruss
    Hajo

    Dass Cyanos erfolgreiche Erstbesiedler nach Neueinrichtungen bzw. Veränderungen im Becken sind ist hinlänglich bekannt.

    Zwei Feststellungen habe ich gemacht.

    1. Veränderungen bei gleichzeitiger Konkurrenz z.B. durch andere Bakterien kann Cyanos innerhalb weniger Tage erfolgreich verdrängen

    2. ein hoher PH-Wert z.B. durch Atemkalk führt zum Rückgang von Cyanos

    LG
    Daniel


    Diese Methode ist merkwürdiger Weise umstritten, obwohl doch einige Erfolge damit verbunden sind. Ich gehöre auch zu dieser Fakultät, die den Einsatz von Bacs empfehlen. Warum es in einigen Fällen zu Enttäuschungen geführt hat, kann ich nicht erklären. Vielleicht lag es an der unkorrekten Dosierung, vielleicht auch an der Ungeduld der Anwender? Aber vielleicht auch an Parallelitäten, wie eine aus dem Ruder gelaufene Wasserchemie? Letzteres sollte man vorab klären, ehe man zu einer Bakterienimpfung greift. Es könnte zu einer Kontraproduktivität führen, deren Misserfolg dann oft fälschlicher Weise den Bacs zugeschrieben wird.
    Den ersten Erfolg hatte vor zig Jahren ein Bekannter, dem diese Methode empfohlen wurde. Nach ein paar Wochen war der Spuk vorbei. Anwender in unserer Runde hatten Erfolge, wie auch Misserfolge. Wo der Grund für den Misserfolg lag, wurde nie weiter verfolgt, da meist noch andere Dinge für den Zustand in Betracht kamen. Es wurden dann in der Regel andere Ungereimtheiten diskutiert, und die Impfung mit den Bacs trat dabei in den Hintergrund. So oft wird man auch nicht von dieser Plage heimgesucht, dass es zwingend den ersten Platz in den Diskussionen einnimmt.
    Vor einigen Jahren bekam ich nach einer Neueinrichtung ebenfalls kurzfristig Ärger mit der roten Plage. Allerdings mehr auf dem Bodengrund, als auf dem Gestein. Das Problem wurde dann mit einer zusätzlichen Bakterienmischung und einem Präparat zur Förderung von Kalkrotalgen gelöst. Das Ergebnis war, dass die Cyanos verschwanden, um gleichzeitig den Kalkalgen Platz zu machen.
    Das Becken hat seitdem keine Cyanos mehr gesehen!

    Mit mikrobiellen Grüßen
    Hajo

    Hallo,

    es ist nicht noetig, die Sarcophyton zu teilen.
    Ich wuerde versuchen mit einem scharfen Messer oder Klinge die Untermieter zu entfernen. Die Koralle hat sich zusammengezogen. Das ist gut. Dadurch bedingt ist die Haftung der Schwaemme nicht mehr so stabil, wie auf einer glatten, voll augepumpten Flaeche. Das Messer (Skalpell) o. ae. vorsichtig entlang der "Lederhaut" der Koralle und dem Aufwuchs fuehren. Meist loest sich dann der Schwamm. Falls nicht, schneidet man entweder den groessten Teil des Schwamms weg (der Rest wird absterben), oder trennt vorsichtig und millimetertief das Gewebe des Stammes der Sarcophyton ab. Wenn man es mit Bedacht angeht, vernarbt der Bereich und spaeter ist von der ganzen Aktion nichts mehr zu sehen. Nur die Koralle ist erst einmal "beleidigt". Letzteres nur, wenn der Schwamm bereits in dss Gewebe der Koralle hineingewachsen ist.
    Bevor du nun zur Tat schreitest, wuerde ich erst einmal weitere Reaktionen abwarten. Alle Lederkorallen ziehen sich von Zeit zu Zeit zusammen, z. B. um Wasser auszutauschen oder die Zooxanthellendichte anzupassen. Das ist ein voellig natuerlicher Vorgang. Wie lange so etwas dauert, ist nicht genau vorhersehbar. Es kann etliche Tage dauern. Deswegen achte auf die Wasserwerte, diese Korallen lieben etwas hoehere Naehrstoffwerte und eine staerkere Wasserbewegung, und warte erst einmal ab. Es kann gut sein, dass hier die Schwaemme nicht die Ursache fuer das Unwohlsein sind. Das gilt es aber erst einmal herauszufinden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    mal abgesehen von den üblichen Verächtigen, wie Wasserwerte oder Licht, ist eine Beeinträchtigung durch die Schwämme beileibe nicht auszuschliessen. Siehe unten.
    Der Schwamm hat in kurzer Zeit die Caulastrea fast zerstört.

    Gruß
    Hajo


    Hallo zusammen,

    eine geringe Tiefe behindert in vielen Faellen den Aufbau eines natuerlichen Biotops. Geringe Tiefe ist gleichzusetzen mit wenig Spielraum fuer Korallenvielfalt. Auch kann es hier zu Problemen in der Haltung von Fischen fuehren. Geringe Tiefe bedeutet in diesem Fall auch eine miserable Fluchtdistanz. Das ist gleichbedeutend mit Stress, dem die Fische bei jeder Bewegung vor der Scheibe ausgesetzt sind.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    die meisten Probleme treten dort auf, wo man unbedacht in die sozialen Strukturen der Fische eingreift. Deswegen sollte vor jedem Gedanken an Neubesatz darueber nachgedacht werden, ob weniger die Farbabstimmung im Vordergrund stehen sollte, als die soziale Vertraeglichkeit der Arten. Wenn dieser Faktor nicht beachtet wird, kommt die Fischgesellschaft schwer zur Ruhe, und Ausgrenzungen und Streitereien sind an der Tagesordnung. Die Groesse des Aquariums spielt hier ebenfalls eine Rolle. So schoen ein bunter Fischreigen anzusehen ist - er ist es oberflaechlich nur fuer den Betrachter, oft nicht fuer die Insassen, die nicht das Weite suchen koennen. "Augen auf bei der Berufswahl" koennte man auch ableiten in "Augen auf bei der Fischauswahl!"

    Gruss
    Hajo

    Lass es so, wie es ist. Das Problem ist nicht zu loesen, da die Umstaende wegen der Gegebenheiten nicht zu aendern sind. Keine anderen Barsche mehr einsetzen.

    Gruss
    Hajo

    So viele Wünsche, vielen Dank Euch allen. Gestern bin ich an einem Schild von unserem örtlichen Fitnessstudio vorbeigefahren, mit der Aufschrift "60 ist das neue 40" ..... Das macht Mut :winking_face: für die nächsten Jahre :smiling_face: .


    LG
    Daniel Plagegeist


    mach dir nichts daraus, denn alt werden ist das einzige Mittel, das man bisher gefunden hat, um lange zu leben! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo