Beiträge von hajo

    Als Tiermediziner haette ich mir die Leber auch einmal angeschaut. Gerade dann, wenn ich bei Magen/Darm nichts gefunden habe. Haette er sich die Muehe gemacht, haetten wir u. a. jetzt auch Klarheit über eine mögliche Vergiftung.
    Beim Thema Vergiftungen wuerde ich alle Teile überprüfen, die mit dem Beckenwasser in Berührung kommen. Metalle zuerst.
    Ist aber auch nur eine weitere Möglichkeit, die selten ins Spiel kommt. Krankheiten sind viel häufiger.
    Merkwürdig ist, dass die Symptome beim Ndubesatz erst nach 1 Woche auftreten. Das weist auf einen schleichenden Anstieg hin.
    Bakterielle Infektion wuerde ich dennoch nicht ausschließen. Wahrscheinlich wurde in diese Richtung gedacht. Daher der Hinweis auf die UV?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Walter,

    die PH-Wert-Messung sollte immer an Ort und Stelle erfolgen. Im Gegensatz zu Ca und KH kann sich der Wert im Transportwasser schnell verändern.
    Die Werte mit Tropftest oder Teststreifen zu ermitteln, erscheint mir wegen der Genauigkeit nicht sinnvoll. Fuer den gestandenen Meerwasser - Aquarianer ist die elektronische Messung die weitaus bessere Wahl, weil genauer. Die Tendenzen werden leichter wahrgenommen, als man es mit den o. a. Methoden erreichen wird. Kannst du dir nicht bei deinem Händler ein Gerät ausleihen? Es wäre doch nur fuer ein paar Stunden. Dann hast du auch die Gewissheit, was los ist. Allerdings sollte das Gerät vorher kalibriert werden. Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist in diesem Fall besser!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,


    es muss während einer Diskussion auch der Blick ein wenig abseits des Kernthemas erlaubt sein.
    Es ist doch nicht verkehrt den Fokus einmal mehr auf den PH-Wert zu lenken. Nahezu jede chemische Reaktion wird durch den PH-Wert beeinflusst. Es gibt vermutlich diverse biologische Effekte.
    Den Blick auch für diese Dinge zu schärfen, kann ja nicht verkehrt sein.
    Allein aus diesem Grund ist der Kommentar von Rolf wenig hilfreich. Schon gar, wenn Anfänger mitlesen, und wenn man dabei nicht ins Detail geht. Also keine Begründung liefert, sondern nur diesen einen Satz heraushaut. Was er auch in anderen Diskussionen auf diese Art und Weise einmal mehr zum Ausdruck gebracht hat.
    Aber sei es, wie es ist.
    Zur Bewertung bezw. Einschätzung des PH-Werts bezüglich seiner Schwankungen (diese sind relativ zu sehen) erinnern wir uns lieber an den „Zehnerlogarithmus“ der PH-Wert-Skala. :smiling_face:
    Je weiter wir uns von den Idealwerten (natürlicher Wert) entfernen, desto unübersichtlicher werden manche Reaktionen. Das gilt nicht nur für den PH-Wert. Insofern kann man ruhig einmal über darüber sprechen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marcel,

    wie ist das aeusserliche Erscheinungsbild der Fische? Es sollten zumindestens die Merkmale von Oodinium oder Ichtyo/Cryptocarion zu erkennen sein.
    Bitte einmal Haut und Flossen gegen das einfallende Licht betrachten. Es sollten entweder ein puderartiger Belag oder gelb/weisse Pusteln zu erkennen sein. Ausserdem werden sich die erkrankten Tiere gelegentlich an festen Gegenständen scheuern. Das sind oft die ersten Anzeichen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Wie vermeide ich das Ausbrechen von Krankheiten und auf welche Weise kann ich diese auch effektiv bekämpfen?
    Wer sich zur speziellen Aufgabe gemacht hat Fische zu pflegen, sollte sich nicht darauf verlassen, von Krankheiten verschont zu bleiben. Diese brechen beim Altbesatz gewöhnlich seltener aus, als bei den Neuzugängen. Man kann sagen, je größer ein Becken, desto größer im Verlauf der Zeit die Frequenz von Neuzugängen und mit ihnen selbstredend die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
    Schon deswegen und weil dieses Fallbeil über jedem Fischliebhaber schwebt, darf sich ruhig einmal Gedanken über die Aufstellung eines (kleinen) Übergangbeckens (früher Quarantänebecken) gemacht werden. So etwas schont die Nerven und auch den Geldbeutel. :smiling_face:
    Eine gesicherte Diagnose und schnelles Erkennen sollte Voraussetzung für die Ergreifung geeigneter Maßnahmen zur Gesundung unserer Fische sein. Informationen über die Erreger, deren Lebensweise und Übertragungswege sollten jedem Fischliebhaber geläufig sein. Zumindestens zugänglich.
    Eine UV-Anlage ist hier unbestritten das Mittel der Wahl. Sofern die richtige Kapazität gewählt wurde. Sie kann im Übergangsbecken als auch im Riffbecken ihren Dienst verrichten.
    Im letzteren setze ich sie als Dauerprophylaxe ein, da sie einen möglichen bakteriellen Infektionsdruck mindern kann und somit in dieser Phase zur Stabilisierung des Immunsystems der Fische beiträgt.
    Höchstwahrscheinlich werden jetzt wieder Argumente kommen, die ein begrenztes Platzangebot ins Feld führen, oder zusätzliche Kosten. Hier sei gesagt, je nach Heftigkeit der Infektion kann der UV-Einsatz zwar eine weitere Verbreitung mindern, ist aber absolut kein Garant für die Gesundung sämtlicher befallenen Insassen. Daher ist vorab auch hier die beste Alternative eine Kontrolle/Behandlung im separaten Becken.
    UV-Lampen sind kein Freifahrtschein zum absoluten Erfolg! Die Voraussetzung für deren Wirksamkeit sind ihr rechtzeitige Einsatz und ein richtiger Abgriff in Bodennähe. Leitungs(um)wege über TB o. ä. sind wenig effektiv. Selbst bei größter Aufmerksamkeit gelingt es nicht immer den gesamten Bestand zu retten. Aber man darf sich schon der Mühe unterziehen, diese Hilfsmittel zu nutzen.
    Ohne diese Methoden gleicht der Verlauf besagter Krankheit einem Russisch Roulette, dessen Ausgang zwar bekannt ist, die Anzahl der Opfer aber nicht. :frowning_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Reinhard,

    mit dem Hinweis auf Leistungsminderung durch Schmutz und Feuchte kommt der Hersteller seiner Informationspflicht nach. Ob, und auf welche Art und Weise ein Luft trockner benötigt wird, bleibt hier dem Anwender ueberlassen. Manche vertrauen ihrer Nase, und einige Aquarianer ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit dem Ozongeraet. Ich habe stets meinem Riechorgan vertraut, und hier und da auch dem Redox-Wert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Reinhard,

    tut mir leid, das ist leider nur eine Kopie vom FAQ des Herstellers. Ich kann da auch nichts erkennen, was auf deine These hinweist.
    In der Betriebsanleitung bezw. Bedienungsanleitung vom Sander Certizon findest du den richtigen Hinweis. :loudly_crying_face:

    Reinigung und Pflege des Ozonisators

    Die Ozonleistung geht bei hoher Luftfeuchtigkeit und Staubeinwirkung erheblich zurück. Es wurdedaher ein Ozonelement entwickelt, das problemlos geöffnet und gegebenenfalls gereinigt werden kann. Wir empfehlen bei Dauerbetrieb das Ozonelement ca. alle 3 bis 6 Wochen aufVerschmutzung zu überprüfen.

    Weil das Gerät relativ empfindlich auf Feuchtigkeit und Verschmutzung reagiert, hat man den Reinigungsvorgang vereinfacht.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Bei den baeumchenartigen Arten besteht ausserdem die Möglichkeit einzelne Teile oder Aeste mit einem Kunststofffaden abzuschnueren. Die abgebundenen Teile kann man später mühelos entfernen oder mit einem kleinen Schnitt die Trennung vollenden. Diese Methode ist weniger spektakulär als der "harte" Schnitt, aber doch etwas zeitaufwendiger, weil sanfter. Möglicherweise kommt diese Methode der natürlichen asexuellen Reproduktion mancher Weichkorallenart näher, als der radikale Eingriff.
    Gruss
    Hajo

    Normalerweise ist das kein grosses Problem. Da Sinularia sich zeitweise zum Wasseraustausch u. Ae. zusammenziehen wird, kann man diesen Zeitpunkt nutzen. Allerdings wuerde ich das mehrfache Stutzen in zeitlich voneinander unterschiedlichen Etappen vornehmen. Auch macht es wenig Sinn eine Weichkoralle in aufgepumptem zu beschneiden. Gut wäre eine Beschneidung außerhalb des Aquariums. Der Schleim bliebe dann außerhalb des Beckens.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    na ja, es kam schon etwas seltsam rüber......
    Weil unterschiedlich untergebracht und mit voneinander abweichenden Pflegemassnahmen bedacht, sind auch die Erfolge der Pfleger von Doktorfischen in gewissen Merkmalen voneinander abweichend. So auch die Berichte.
    Ja, je nach Unterbringung, Vergesellschaftung und Nahrungsangebot kann es zu Verhaltensstörungen und in einigen Fällen auch zu Übergriffen auf Korallen kommen.
    Letzteres scheint mir, nicht nur ausschliesslich aus Mangel an Quantität des Nahrungsangebots , sondern nach eigenen Beobachtungen, auch eine Unterversorgung von bestimmten Stoffen zu sein.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    ihr habt natürlich alle recht, aber der Themensteller hat trotz Nachfrage bisher weder den pH-Wert noch sonstige wichtige Werte geschrieben. Also spekulieren wir momentan, und das bringt nicht viel.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Bernd,

    nahezu jede chemische Reaktion wird durch den PH-Wert beeinflusst. Es gibt also vermutlich diverse biologische Effekte...... Es kann nicht schaden, die Situation auch von dieser Seite zu betrachten. :smiling_face: Speziell in einem geschlossenen System. Natürlich warten wir erst einmal die aktuelle Analyse ab. Dann sehen wir weiter......

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es soll ja Leute geben, die sich um den PH-Wert ihres Beckenwassers keinen Deut scheren. Ich hoffe, dass die folgenden Zeilen zumindestens zum Nachdenken anregen. Wenn nicht gar zum Umdenken.

    Es wurden bei Max Planck Feldversuche durchgeführt, die bewiesen, daß sich mit sinkendem PH auch die Anzahl der Korallen verringerte, die Artenvielfalt fiel auf 40%!
    Die Dichte verzweigter und flechtenähnlicher Steinkorallen sowie von Weichkorallen oder Schwämmen verringerte sich um runde zwei Drittel!
    Wichtigstes Ergebnis: Unterhalb von PH 7,7 wuchs das Riff nicht weiter. Nicht nur die Korallen litten unter dem gestiegenen Kohlendioxyd, sondern auch andere Kalkbildner gingen zurück.
    In den Bereichen mit hohem CO2-Gehalt gibt es 50-80% weniger junge Korallen.
    Fazit: Diese Veränderungen werden nur durch Versauerung verursacht, nicht durch den Temperaturanstieg. Diese zweite Misere käme eventuell noch hinzu.
    Nun kann sich jeder einmal Gedanken machen, wie sich eine Übersäuerung, und die ist meist gegeben, auf sein Beckenmilieu auswirken wird. In der Natur, im Ozean, ist das noch ein relativ langsamer Prozess. Im Aquarium geschieht diese Veränderung von gleich auf jetzt. Also mit unverhältnismässig raschen Reaktionen.
    Mal abgesehen von den zu erwartenden Ergebnissen einer chemischen Analyse, werde ich bei einem niedrigen PH immer den Finger in die Wunde legen. Nicht, weil ich ein sturer Kopp bin, sondern weil ich das Unwohlsein einiger meiner Korallen dem niedrigen PH-Wert zu verdanken hatte. In den höheren Bereich angehoben, verschwanden auch die negativen Anzeichen, wie z. B. fehlende oder nicht optimale Expansion des Gewebes. Die Nahrungsaufnahme wurde eingeschränkt. Alles reproduzierbar!
    Vom Tropftest zur Überprüfung des PHs würde ich persönlich abraten, da mir zu ungenau und umständlich. Eine elektronische Dauermessung sollte eigentlich zur Pflicht eines jeden Meerwasseraquarianers gehören, der Wert auf Tendenzen legt und daraus seine Schlüsse zieht.
    Gruß
    Hajo

    Nach dem Einsatz von Atemkalk konnte ich wieder die Korallen halten, die mir vorher eingegangen waren wie Cata, Euphyllia und Co.

    Nach meinen Beobachtungen kommen diese Korallen mit schlappen PH-Werten weniger zurecht. Anfangs zeigt es sich noch nicht so deutlich. Aber mit der Zeit fangen sie an zu kümmern. Erhöht man dann den PH, ist meist wieder alles im Lot.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Kristian,

    es sah in meiner Praxis so aus, dass ich mit dem Kalkwasser den Ca-Wert optimiert habe. Heute nehme ich ein anderes Verfahren. Der Nebeneffekt ist, wie von dir trefflich beschrieben, eine geringfügige Erhöhung der Alkalität. Armin Glaser beschreibt dieses Phänomen mit „unter günstigen Bedingungen!“. Wo aber sind die Bedingungen günstig? Ich denke, nicht unbedingt überall.
    Da aber diese Erhöhung nicht ausreicht, um das korrekte Verhältnis zum Calciumwert herzustellen, wird versucht, den Verbrauch der Alkalität durch zusätzliche Gaben von Carbonaten bezw. Hydrogencarbonaten auszugleichen. Ich muss gestehen, dass ich bemüht bin ein stöchiometrisches Verhältnis anzustreben. Im Alltag hingegen bewegen wir uns oft nur in Bereichsgrenzen, zwischen den empfohlenen und den unproblematischen. Der Verbrauch schwankt in diesen Grenzen in gewissen Abhängigkeiten. So sind mir eventuelle Verschiebungen, speziell auf der Alkalitätsseite nicht sonderlich auffällig geworden, da der Ausgleich auch nie in punktgenauer Größenordnung erfolgte.
    Trotzdem, hab Dank für den Einblick in deine Chemiekiste. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Habe ich auch lange Zeit gedacht. Im allgemeinen stimmt es wohl. Doch scheint es Fälle zu geben, bei der die KH trotzdem ansteigt. In unserem Fischsystem (kein Kalkreaktor, kein Ballling) steigt reproduzierbar die KH (wenn man nicht aufpasst sosgar über 12°dH), wenn der Kalkwasserreaktor in Betrieb ist. Warum weiß ich nicht. Es scheint sich CO2 bei hohem pH-Wert (im Becken ca. 8,2) zu Hydrogencarbonat/Carbonat umzuwandeln.

    Vielleicht ist das den Eigenschaften des Kalkwasserreaktors zuzuschreiben?
    Eine Anhebung der KH nach "alter Vaeter Sitte" durch angesetztes Kalkwasser per Tropfmethode oder im Nachfuellwasser versetzt, habe ich bislang noch nicht feststellen können. Ganz im Gegenteil. Ich hatte eigentlich den Eindruck, dass mit der Zeit die Kalkwassermethode einen negativen Einfluss auf die KH bekommen hatte. Ein Anstieg wäre in der damaligen Situation (Wilkens-Methode) zu schoen um wahr zu sein gewesen. Es haette mir auf einfache Art und Weise beide Probleme (niedrige Ca und niedrige KH) vom Hals gehalten. Heute nutze ich in besonderen Situationen auch noch Kalkwasser zur Stabilisierung des PHs. Ich kann aber leider keinen Anstieg der KH verzeichnen. Da muss ich naturgemäß zu anderen Methoden greifen. Leider.
    Aber vielleicht bringen besondere Verfahren (Kalkwasserreaktor) auch besondere Ergebnisse?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ronny,

    wenn alles korrekt verlaufen ist, bleibt immer noch die Frage nach der Ursache.
    Atemkalk könnte in bestimmten Situationen helfen, obwohl dann sicher die Umgebungsluft kritisch betrachtet werden müsste. Nach meiner Einschätzung betrifft das aber höchstens einen geringen Anteil aller Fälle von Übersäuerung.Versuchen sollte man es aber dennoch.
    Die Möglichkeit einer ungenauen Kalibrierung möchte ich dennoch nicht ausschliessen, da die Qualität mancher preiswerten Elektrode miserabel ist. Die Überprüfung durch Tropftests oder mit den PH-Metern befreundeter Aquarianer hilft da weiter. Die preiswerten Messketten sind in der Regel sehr träge. Sie sprechen nicht sofort an, bezw. es dauert eine Zeit, bis sich das Endergebnis einpendelt.
    Wenn aber tatsächlich eine Übersäuerung in diesem Umfang vorliegt, kann man sich bezüglich des schlappen PH-Werts mit Kalkwasser (Calciumhydroxid) helfen. Es wird hierbei nicht die Alkalität (KH) beeinflusst, sondern nur zusammen mit dem Calcium auch der PH angehoben. Wie das erfolgen kann, wirst du im „Glaser“ nachlesen können.
    Nichtsdestowenigertrotz solltest du in puncto Kohlensäure auf die Suche gehen. Zersetzungsprozesse stünden ganz weit oben auf meiner To-Do-Liste!
    Es wird bestimmt auch im allgemeinen Interesse sein, wie du die besondere Situation in den Griff bekommst. Die Aufdeckung unbeabsichtigter Fehler und anderer Ungereimtheiten gehören zur Historie eines jeden Beckens und sind für den Lernprozess eines jeden unabdingbar. Deswegen bitte weiter berichten!
    Gruß
    Hajo

    Ich weiss genau, dass das jetzt eine blöde Frage ist, sie muss aber dennoch gestellt werden. Hast du vor dem Ersteinsatz auch nach Vorschrift die Elektrode kalibriert.
    Ich frage das deswegen, weil letzten Monat ein Bekannter von mir diesen Kardinalfehler gemacht hat.
    Gruss
    Hajo

    Frag die Crew von Microbe Lift. Ich wuerde mit denen die nächsten Schritte besprechen. Danach kannst du immer noch entscheiden, was fuer dich die beste Lösung ist. Aktionen mit Bakterienpraeparaten sind sehr speziell und müssen manchmal auf die Gegebenheiten abgestimmt werden. Fuer individuelle Lösungen sind mir die Leute von ML bekannt.
    Gruss
    Hajo

    Was mich allerdings extrem wundert ist, dass ich heute just for fun mal mein bis 2021 haltbares Special Blend gemessen habe. Und jetzt kommt der Hammer: NO3 nn, aber PO4 auf 3 mg/l! Ich steh im Wald. Kann doch wohl nicht sein, dass das Special Blend auch ne Macke hat! Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder mal ähnliche Werte gemessen? So langsam blicke ich da nicht mehr durch.

    Nee, musst du nicht. Wenn ich mich noch recht erinnere, enthält Special Blend auch Bestandteile des NiteOut!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Ich denke zunächst, hier liegt ein Missverständnis vor. Die Redewendung Jenseits von gut und böse bedeutet ja, KH7 und PH 8,2 wären eine äußerst schlechte Paarung.

    Daher die Frage von Florian, der sicher der Meinung ist, KH7 und PH 8,2 sind doch eigentlich okay.

    Ich dachte, dass dieser Kelch noch gerade an mir vorbeigeht. Hatte es schon bemerkt. Asche auf mein Haupt!
    Florian hat mich zwar mit der Nase draufgestossen, aber ich hab es zu diesem Zeitpunkt nicht geschnallt!!!! Natürlich entspricht meine Wortwahl nicht dem eigentlichen Sinn. Dafür entschuldige ich mich.
    Gruss
    Hajo

    Anfangs versuche ich so wenig als moeglich zu kleben. Das hat den Vorteil, dass ich die Korallen noch ohne groesseren Aufwand umsetzen kann. Mit der Zeit bekommt man manchmal eine andere Sicht auf die Dinge und moechte die Positionen der Korallen aendern. Entweder, weil die Stroemung nicht optimal ist, oder weil Licht oder die Nachbarschaft zu anderen Korallen ueberdenkenswert wird. Erst wenn eine Zeit ins Land gegangen ist, sind die Verhaeltnisse relativ geklaert und der Kleber loest den Kabelbinder ab. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Ja. Diese Erfahrung hatte ich damals auch machen müssen. Normalerweise verschwindet der hohe Wert innerhalb einer Woche bei Reduzierung von NiteOut ll. Habe dann nur noch mit Special Blend weiter gemacht. Trotzdem bespreche die Situation mit den Leuten von Microbe Lift. Die helfen gerne.
    Gruss
    Hajo

    Also ich habe in meinem Becken vielleicht 5x ph gemessen und das Becken steht schon etliche Jahre. Stimmen die KH werte liegt der ph-Wert immer über 8. Wie soll da ein Problem entstehen? Selbst wenn der Wert zwischen 7,8 und 8,3 schwankt ist das völlig egal. Und wenn man den wirklich an die 7 hat, ist dies mit etwas Korallenbruch schnell erledigt.

    Rolf


    Kohlendioxyd ist der ph-bestimmende Faktor im Aquarium. Wenn der Gasaustausch zwischen Raumluft und Becken nicht optimal verläuft, oder ein hoher Tierbesatz oder bakterielle Zersetzung den Kohlensäuregehalt in die Höhe treibt, sind diese Vorgänge nicht unbedingt an gelegentlichem "Tropfen" abzulesen. Ausserdem ist er für Betreiber zur Kontrolle von Kalkreaktoren unerlässlich.
    Unser Aquarium ist nicht frei von Kohlensäureübersättigung bzw. Untersättigung.
    Die Tendenzen der beiden Richtungen kann ich elegant durch die PH-(Dauer)Messung kontrollieren. Eine einmal eingestellte KH sagt nichts über die Größenordnung der Schwankungen des PH-Werts aus. Wir nehmen an, er bleibt in seinen Grenzen. Die Grenzen sind aber stets auf das jeweilige Beckenmilieu bezogen. Da kann es vorkommen, dass entweder eine Untersättigung oder eine Übersättigung durch die Kohlensäure greift. Das hätte Auswirkungen auf den PH-Wert und zugleich Auswirkungen auf die Kalzifikation der Korallen. Habe ich eine stetige, natürliche Alkalität von 7 und einen PH von 8,2, dann bin ich jenseits von Gut und Böse. Aber wer hat das schon? Jedwede Abweichung in die eine oder andere Richtung hat negativen Einfluss auf die Kalzifikation und damit auf die Gesundheit der Korallen. Erhöhte Werte bezüglich der Alkalität, des PHs oder des Calciums fördern längerfristig nicht die Gesundheit der Korallen. Es liegen Studien vor, die einen Leistungsrückgang der Fotosyntheseleistung belegen.
    Deswegen müssen alle Parameter passen, nicht nur die Karbonathärte.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ronny,

    nichts dagegen einzuwenden.
    Ich persönlich nutze ein PH-Messgerät, welches mir zusätzlich die Temperatur anzeigt und auch regelt. Ist zwar etwas teurer. Dafür habe ich stets den PH und die Temperatur im Blick.
    Gruss
    Hajo

    Zum PH Wert muss ich leider eingestehen, dass ich diese Messung etwas vernachlässigt habe und gerade feststelle, dass ich aktuell keinen Test im Hause habe. :frowning_face: :upside_down_face: Ich hole mir morgen einen.

    Hallo Ronny,

    es sollte sich langsam herumgesprochen haben, dass der PH-Wert eine wesentliche Messgroesse im Meerwasser Aquarium darstellt. Insofern sind Tropf- oder Farbtests nicht die richtige Wahl. Die elektronische (Dauer) Messung ist eigentlich Pflicht um sich ein genaues Bild zu verschaffen.
    Die Höhe und die Schwankungen können Aufschluss auf andere Wasserparameter ge en, wie Alkalitaet und den richtigen Gasaustausch.
    Es ist z. B. möglich anhand der Schwankungen Rückschlüsse auf die KH seines Beckenwassers zu bekommen.
    Es gibt auch Leute, die meinen eine moderate KH ersetzt die Kontrolle des PH-Werts. Dem kann ich nicht ganz folgen, da hier eine Uebersaeuerung durch Zersetzungsprozesse keineswegs ausgeschlossen ist. Ausserdem kann der PH-Wert zur Beurteilung von Photosyntheseaktivitaeten herangezogen werden.
    Diese Informationen bekommst du nur bedingt mit der Tropferei. Es ist weit eleganter sich ein digitales Messgerät anzuschaffen. Auch bequemer!
    Gruss
    Hajo