Beiträge von hajo

    Hallo Ina, Hallo zusammen,

    ich möchte nicht den möglichen Berichten anderer vorgreifen, aber deine Frage erinnert mich stark an die damalige Umfrage in einem amerikanischen Forum bezüglich der Lebenserwartungen von Grundeln im Aquarium. Es kam nur kleckerweise etwas rüber. :frowning_face:
    Das hatte auch seinen Grund, denn nicht jeder pflegt Grundeln und dann fehlte die nicht unwichtige Frage nach der jeweiligen Art.
    Die Lebenserwartungen der Arten sind unterschiedlich zu sehen. Erstens ist das von Bedeutung und zweitens kommt man bei dieser Erhebung schwerlich weiter, denn die Pfleger dieser Arten sind begrenzt in ihrer Zahl und der (unterschiedlichen) Anzahl ihrer Tiere.
    Wo wir beim eigentlichen Thema wären.
    Ich behaupte einmal, dass das das Alter von Fahnenbarschen im Aquarium nicht nur von der Art und Anzahl (1:8, Michael) sondern auch vom kompletten Milieu eines fahnenbarschartigen Biotops abhängig ist. Damit meine ich zu allererst eine stimmige soziale Struktur, in der die Tiere zueinander stehen und sozial in ihr aufgehen. Verhältnis: 1 Männchen, 8 Weibchen (s. Michael 1998). Die Anzahl entspricht den Beobachtungen in der Natur. Selbst in einem riesigen Schwarm mit Dutzenden von Männchen soll das Verhältnis der Cluster ähnlich sein.
    "Im Aquarium lernen Fahnenbarsche scheinbar, dass ihnen keine Gefahr mehr droht und das überlebenswichtige Gruppenverhalten verwahrlost, was in ausgiebigen Rangordnungsgefechten seine Auswirkungen zeigt. In zu kleinen Aquarien (kleiner 800l) kommt es dann vor, dass am Ende nur noch ein Exemplar - bestenfalls zwei Individuen - verbleiben (Michael 1998)"!
    Es gibt Berichte über die Lebenserwartung im Aquarium von 2-19 Jahren! Das ist relativ zu sehen, denn es wird letztendlich meist nur über jene Tiere berichtet, die sich nicht mehr in Gesellschaft ihrer Artgenossen befinden, weil jene vorher verstorben, oder von ausgewachsenen alten Männchen. Fahnenbarsch-Resterampe. Bitte keine kleinen Aquarien und keine futterlose Zeiten! Erst wenn das gegeben ist, kann man die Lebenserwartungen untereinander und miteinander vergleichen. In den meisten Fällen kommt der Misserfolg und es bleibt letztendlich nur ein Tier übrig. Wie so oft.
    Warum? Weil wir diesen schönen Tieren in unseren kleinen bis mittelgroßen Aquarien nicht die richtige Pflege bezüglich der Aufrechterhaltung ihrer sozialen Strukturen geben können. Oder ganz banal: Es fehlt im Aquarium die natürliche psychische Spannung.
    Das Tier in der Gefangenschaft muss auf viele Reize verzichten, die sein Freileben abwechslungsreich und bis zu einem gewissen Grad aufregend gestaltet. Ein Tier, das in der Freiheit nicht achtgibt, fällt letztendlich einem Räuber zum Opfer und wird auf diesem natürlichen Wege aussortiert.
    Im Aquarium hingegen sprengt die Langeweile die artspezifischen, sozialen Strukturen mit all den bekannten und unguten Nebenwirkungen.
    Gruß
    Hajo

    Wobei ich Referenzlösungen mit 7 und 9 bevorzugen würde da der zu messende über 7 liegt .

    Gruß David

    Die Referenz 9 ist hoechst alterungsanfaellig. Länger im Gebrauch ist sie eher hinfällig. Wenn du absolut sicher bist, dass die Lösung stabil bleibt, ist das natürlich die erste Wahl. Alternativ ist nichts gegen die Referenz 4 zu sagen. Ich kenne keine großartigen Abweichungen, wenn man beide Wege miteinander vergleicht. Jedenfalls in der allgemeinen Praxis und nicht nur unter Laborbedingungen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    ich wollte eigentlich alles auf sich beruhen lassen, da auch langsam wieder die Vernunft eingekehrt sein dürfte. Die Tatsache, dass abschäumerlose, wie auch Becken mit Abschäumern ihre Daseinsberechtigung haben, ist mittlerweile bekannt und unbestritten. Warum aber unter gleichen Bedingungen die eine wie auch die andere Betreibergruppe in ihren Anfängen scheitern kann, hat noch niemand so richtig untersucht und miteinander verglichen. Behaupte ich einmal.
    Durch die Vermutung in #507 (Hans-Werner) bin ich wieder aus meiner Lethargie erwacht und habe mich an das Video erinnert. Wer nicht genau hinschaut, dem sind Dinge entgangen, die m. E. erheblich zum Gelingen dieses sehr schönen Biotops beigetragen haben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die verschiedensten Zusätze zur Wasserpflege und ein permanent wöchentlicher, nicht unbedeutender Wasserwechsel das Biotop momentan am laufen hält und die Ursache für die Stabilität der Korallen sein dürfte.
    Aber wie die Startphase aussah wurde nicht gesagt. Ob dabei der entsorgte AS ins Spiel kam und zu welchem Zeitpunkt - auch nicht. :frowning_face:
    Auch nicht, ab wann der AS sein Schattendasein antreten durfte. Mich wundert nur das Desinteresse an diesem Thema. Selbst wenn sich später herausstellen sollte, dass mithilfe des AS zumindestens die Startphase überbrückt wurde oder ggf. durch dessen Einsatz eine biologische Aufwertung erfolgte, ist diese Erkenntnis nicht unbedeutend und eventuelle Parallelitäten könnten vielleicht sichtbar werden.
    Gruß
    Hajo


    Ich weiß nicht wie sich mein Becken entwickelt hätte in der Einlaufphase ohne Abschäumer. Später, in 2-3 Jahren kann ich den Abschäumer wahrscheinlich auf kleiner Stufe laufen lassen.

    Grüße ... Klaus

    Oder auch ganz weglassen. :grinning_squinting_face: Nee, Klaus, muss nicht sein! :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Beim oben verlinkten Video hat der Betreiber des schäumerlosen Beckens bestimmt nicht den Abschäumer als Dummy entsorgt. Vielmehr denke ich, dass er diesen auch in der Anfangszeit, sprich Einfahrzeit, genutzt hat. Später dann abgeklemmt. Auch die vielen Fläschchen sprechen eine deutliche Sprache, wohin der Weg gegangen ist und auch noch geht.....
    Gruß
    Hajo

    Hallo Dieter,

    das Verhalten der Amphiprion ist nicht ungewöhnlich. Die Korallenwächter sind Anstandjaeger (sie hocken zwischen und auf den Korallen), die sich auch gerne einmal klein(st) e Fische einverleiben. Sie sind in der Natur und im Aquarium immer auf der Lauer nach vorbeidriftendem (Lebend) Futter. Auch durchstreifen sie das Becken auf der Suche nach Fressbarem. Dazu gehören kleine Garnelen sowie Larven von Fischen. Das erklärt auch die momentane Spannung zwischen den Amphiprion und dem "Räuber" Armatus. Die Nachkommen vor Räubern zu schützen ist jedem Fisch genetisch eingepflanzt. Mit der Zeit wird sich die Situation relativieren, da jeder seine Grenzen kennenlernen wird. So bleibt zu hoffen, dass mit dem Einzug des 2. Korallenwächter auch die momentanen Aggressionen halbiert werden. In und ab einem mittelgroßen Becken sehe ich weniger Probleme, als in einem kleinen Nano. Dort sind die Ausweichmoeglichkeiten gering.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    das Geschlecht ist bei juvenilen Tieren überhaupt nicht zu erkennen.
    Bei adulten und geschlechtsreifen Exemplaren wirken die Männchen bulliger und haben groessere Köpfe sowie ein groesseres, dicklippigeres Maul. Letzteres hat die Natur fuer einen Maulbrueter so eingerichtet. Da das maennliches Tier die Brutpflege übernimmt, macht das auch Sinn. Vielleicht kann man es auf einen Nenner bringen:Je groesser das Maul, desto mehr Nachkommen?
    Ob das beim Homo sapiens auch so ist?
    Muesste man einmal überprüfen. Die nächste Doktorarbeit könnte das werden.....
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dieter,

    Centropyge loriculus (Flammen-Zwergkaiser) und Centropyge acanthops (Orangeruecken-Zwergkaiser) sind keine schlechte Wahl. Allerdings wuerde ich in Gesellschaft mit den beiden Armatus auf die Loriculus verzichten wollen. Auch wegen der relativen Groesse des Beckens. Es besteht die Möglichkeit, dass über die gleichen Farben beider Arten eine dauerhafte Aggression ausgelöst wird. Muss nicht, kann aber! Mir scheint, mit der dann kompletten Fischgesellschaft bist du am Ende der Fahnenstange. Deswegen wuerde ich dir anstatt der aufgezählten Zwergkaiser den Centropyge argi empfehlen. Er ist mit der kleinste Zwerg und wuerde groessenmaessig besser passen. Mach dich mal schlau.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,

    ich haette noch etwas zum Kalibriervorgang anzumerken. Wenn du aus Ungeduld den Vorgang vorzeitig abbrichst, vielleicht weil du der Annahme bist, es tut sich nichts mehr, dann bekommst du möglicherweise im Endeffekt zu niedrige Messwerte. Manche Elektroden sind sehr traege. Es kann schon einmal sein, dass die Anpassung bis zu 1 Stunde verlaufen kann. Nur kurz mal rein und dann raus und gut ist, wird bei diesen (meist sehr preiswerten Produkten) nicht reichen.
    War nur einmal so ein Gedanke.....
    Gruss
    Hajo

    Hab einen Spiegel aussen bei der Anemone mit den Clowns befestigt und jetzt sind sie im Moment mehr an den "Fischen" dort interessiert und lassen den Korallenwächter in Ruhe.

    Das war keine schlechte Idee. Je mehr Ablenkung, desto besser. Allerdings kann das Nachsetzen vom 2. Armatus zu weiteren Missstimmungen führen. Ist zwar selten, aber es kann. Bei den Amphiprion weniger, als bei den Zwergen. Das legt sich aber bald. Gute Fütterung und eine lebendige Fischgesellschaft lenken ebenfalls ab.
    Welche Centropyge hast du denn im Blick?
    Gruss
    Hajo

    Nein, da sehe ich keine grossen Probleme. Ich habe selbst ein Paar Tibicen mit einem Paar Armatus im Becken. Falls es dennoch zu Knuffeleien kommt, wird sich das beruhigen. Besonders schnell, wenn das Miniriff genügend Versteckmoeglichkeiten bietet. Meine Armatus sitzen gern in einer Stylopora. Da wird es dann schwierig fuer jeden Raufbold....
    Genügend Rückzugsorte sind eine Voraussetzung fuer das Fischwohl und den Fischfrieden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Freunde.....,das strengt ja ganz schön an. Evt. wäre es besser,die Praxis walten lassen, statt ständig auf der Theorie rumzureiten.
    Wie heisst es so schön.....die Theorie zeigt uns,wo der Blitz einschlagen könnte; die Praxis aber zeigt uns wo der Blitz tatsächlich einschlägt.
    Mfg. Peter


    Die Antwort kannst du dir ja selbst geben. #412 zeigt ja eines der vielen abschäumerlosen Becken.
    Es bleibt allerdings für jedermann unbenommen, sich deinem Vorschlag anzuschliessen.
    Das Filmchen entbehrt in einem Punkt nicht jeglicher Komik: Der AS wurde auf das Klo ausgemustert. Friede und Freundschaft allen Herstellern von hochentwickelten Schaumrohren!!! :peace:
    Klaus, ich bekam das Bild nicht mehr aus dem Kopf, obwohl zur Zeit bei mir mal wieder entschäumt wird. :grinning_squinting_face:
    Es wird wohl mehr eine Langzeitstudie.....
    Genau wie oben anfänglich als Experiment begonnen, hat sich in nicht wenigen Fällen, und unter gewissen Voraussetzungen, das abschäumerlose Becken als doch praktikabel erwiesen.
    Das Video liess anfangs vermuten, dass gleich mit grossen Korallenblöcken aufgeforstet wurde. Das Gegenteil war der Fall. Der Betreiber startete mit Ablegern in winzigen Fragmenten. Das allein würde nicht genügen, da in diesem geschlossenen System höchstwahrscheinlich eine Vernetzung von unterschiedlichen Lebensformen einherging und die Biologie zusätzlich stabilisierte.
    Es hat mich schon erstaunt, da ich bei diesem Thema, und aus Vorsicht vor grossen Nährstoffbelastungen, immer mindestens faustgrosse Stücke genutzt habe.
    Das eine sind die Grundlagen der Naturwissenschaften, das andere sind die individuellen Erfahrungswerte. Ob die nun in der Praxis immer miteinander korrelieren, ist nicht unumstritten. Das gilt es gerauszufinden. :smiling_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    wenn ich mich nicht irre, ist Tunze dieser Philosophie wahrscheinlich treu geblieben.
    Auszug aus der Anwenderbeschreibung:
    Bei Aquarien mit stark schäumendem Wasser oder mit filtrierenden niederen Tieren kann der Skimmer zu einem Kontaktabschäumer umgebaut werden. Der Wasserkreislauf im Abschäumer ist dann teilweise geschlossen. Der Protein-Nachschub aus dem Aquarium fliesst automatisch durch den sogenannten Molekular-Ausgleichsdruck (Diffusion) an der Oberflächenabsaugung und der Bodenplatte nach. Die Tunze-Kontaktabschäumung sorgt dafür, dass nahezu kein lebendes Plankton in den Pumpenkreislauf gesaugt wird.

    Guts Nächtle
    Hajo

    Hallo zusammen,

    für das Aufkommen der Abschäumtechnik spielen naturkundliches, chemisches und ingenieurtechnisches Wissen eine Rolle.
    Ich habe es immer so gehalten, dass ich zwar die Meinungen und Ideen, und manchen diskutierten „Fortschritt“ zur Kenntnis genommen habe, aber nicht ohne den Sinn oder Unsinn derselben zu hinterfragen und zu überprüfen.
    Nicht jeder hat das Wissen oder die Fähigkeiten die Dinge gekonnt zu analysieren, doch oft genügt die alte Methode „Learning by doing“.
    Wer also etwas gegen die Abschäumung vorzutragen hat, der sollte flux beweisen, dass es auch ohne oder auch anders geht!
    Ich habe selbst Becken ohne AS laufen oder betrieben (hier vorgestellt). Sich aber auf Studien zu verlassen, von denen niemand so recht weiss, wer oder was den Antrieb gegeben hat, ist mehr als vertrauensselig. Wer daraus die richtigen Schlüsse ziehen kann, ist fein heraus.
    Diese bewusste Studie kann höchstens Diskussionsgrundlage sein, nicht aber ein Mittel um die Abschaumtechnik zu diskreditieren!
    Es mag sein, dass einem das eine oder andere Segment in den Kram passt. Es sollte aber für jedermann überprüfbar bleiben, sonst gleiten wir in Richtung Grimm´s Märchen ab.
    Der Weg der Wahrheit ist ein unbequemer und die Bereitschaft zum Vorurteil ist schnell gefasst.
    An diesem Thema haben sich schon Generationen abgearbeitet. Es ist keineswegs Neuland, was über Jahrzehnte hinweg, auch trefflich die zahlreichen wissenschaftlichen Studien beweisen.
    Ein wenig Spekulation hält jedes Thema offen. Allerdings nur bis die Wahrheit sie einholt.

    Gruß
    Hajo

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    Noch ein abschäumerloses Becken. :face_with_tongue:


    Gruß
    Hajo

    Ein bißchen Vertrauen solltest du schon in deinen Händler haben. Der hat sicher mit diesen Problemen des öfteren zu tun. Ausserdem wird er gebrieft von den Herstellern. Auch sollten die Behandlungserfolge seiner Kundschaft bei ihm auflaufen. Sehr unwahrscheinlich, dass er keinen Rat weiss.
    Gruss
    Hajo

    • Ich glaube nicht, dass er wegen Fettleibigkeit oder Gewichtsproblemen am Boden bleibt. Der Fisch verhält sich apathisch und zeigt keine natürlichen Reflexe.
    • Wegen einer möglichen Behandlung kontaktiere deinen Händler. Der sollte dich mit dem infrage kommenden Mittel versorgen.
    • Gruss
    • Hajo

    Vereinzelte Pusteln sind zu erkennen. Nach dem Verhalten ist m. E. der Fisch mit einer UV nicht mehr zu retten. Alternativ könnte die Behandlung mit kupferhaltigen Mitteln im separaten Becken helfen. Je nach Kondition des Fisches kann es zum Erfolg führen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Methode noch helfen wird. Versuchen wuerde ich es aber allemal.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,


    ich sehe für unseren Mikrokosmos Aquarium schon eine gewisse Analogie, wenn auch bei weitem nicht so dramatisch.
    Dass man nachweislich mittels Abschäumung große Belastungen reduzieren kann, schliesst sicherlich auch die Entfernung kleiner Nährstoffeinträge, wie in unseren Becken vorhanden, mit ein.
    Ich habe mich an den verlinkten Artikel erinnert, der sehr speziell ist, aber einiges erklärt.
    Die durchschnittliche Bakterienrate ergab mittels Abschäumung eine 2.6 mal geringere Belastung gegenüber einem Test ohne AS während der gesamten Periode der Untersuchung.

    Gruss
    Hajo



    https://scialert.net/fulltextmobile/?doi=jfas.2012.150.161

    War mehr ein Joke! Leider funktionierte der Smiley nicht mehr... :frowning_face:
    Langzeitlich gesehen überleben die kleinen Schnecken länger als die dicken Brummer. Es ist natürlich immer vom gesamten Nahrungsangebot abhängig. In sehr naehrstoffarmen Riffbecken wird sich alsbald eine Schneckenarmut einfinden.
    Gruss
    Hajo

    Ist der Steinaufbau aus Lebendgestein oder Riffkeramik? Normalerweise finden Schnecken immer genug zum fressen.

    Nicht ganz richtig. Sie vermehren sich nur gemäss dem Futterangebot. Viel Nahrung gleich viele Nachkommen. Wenig bis gar kein Futter dezimiert die Population entsprechend. Im Extremfall gegen Null!

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    In der Aquakultur von Meeresfischen (Speisefische, z. B Wolfsbarsch u. a.) und speziell auch in der Abalonenzucht wird nicht auf Abschäumung und/oder Ozon verzichtet. Das ist nur logisch, da sonst bei dieser Massentierhaltung auf kleinstem Raum die Wasserbelastung durch die Decke schiessen würde. Untersuchungen in dieser Richtung ergaben einen Vorteil zugunsten der Abschäumung.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,
    Was aber ist mit toten Fischen? Ich habe noch nie gehört, dass tote Fische abgeschäumt werden. So ganz freiwillig setzen die ihr Eiweiß aber auch nicht frei, die werden, behaupte ich mal, in aller Regel an Ort und Stelle mineralisiert, sprich, die Bakterien setzten beim Abbau der Fischleiche das Ammoniak direkt aus dem Fisch frei. Mit Abschäumer kann also Ammonium keine gefährlichen Konzentrationen erreichen? Wirklich?

    Dafuer hat der Gott der Fische neben dem Schaumrohr auch das Ozon erfunden.

    Gruss
    Hajo

    Einiges aus Hajo´s Mottenkiste:

    Zurückblickend sind die damaligen Meinungen der Fachwelt ebenfalls verwirrend oder als nicht ganz ausgegoren zu bezeichnen. Ein Beispiel:

    „Zusammen mit den Eiweisskolloiden entfernt der Eiweissabschäumer aus dem Wasser auch noch andere Stoffe durch Absorption an der Wand der Schaumbläschen. So werden beispielsweise die organischen Farbstoffe, die das Wasser auf Dauer gelb färben, aber auch kleine Schmutzteilchen, Algensporen und Spurenelemente auf diesem Weg entfernt. ( Frank de Graaf 1969,1975)

    In besetzten Aquarien, insbesondere dann, wenn ein biologischer Filter vorhanden ist, erübrigt sich ein Abschäumer. Das „Durchschnittsaquarium“ wir jedoch nicht ohne Abschäumer auskommen. Der Abschäumer schafft es wirklich, in kurzer Zeit Eiweissstoffe vor der Zersetzung, also bevor sie giftig werden, aus dem Becken herauszubefördern. ( Hans- A. Baensch 1992)

    Zwischen beiden Zitaten liegen 17 bezw. 23 Jahre! Eine lange Zeit um eigentlich schon damalige Missverständnisse auszubügeln oder Wissen zu präzisieren. Sollte man denken. War aber nicht so.
    Obwohl Baensch zur jüngeren Zunft gehörte, „übersah“ er geflissentlich die übrigen Bestandteile des Flotats, die wenigstens beim „älteren“ de Graaf noch erwähnt wurden.
    An diesen beiden Beispielen wird deutlich, wie zumindestens einige ungenau recherchierte Daten zu einer relativen Desinformation beitragen können, und dass man aus Mangel an genauem Wissen einfachheitshalber und gedanklich und insbesondere namentlich, beim Eiweissabschäumer gelandet bezw. verblieben ist. So der Volksmund. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    dieser Teil eines Kommentars kommt meinen obigen Gedanken schon sehr nahe:


    But I think the smaller plankton/pico plankton like Synechococcus and bacteria are very interesting and could be a great food source for at least some corals. I also think we should consider that corals have a different food uptake depending on species. Some are made to trap larger food and some smaller. Some used their polyps, some their mucus. So I don´t think we´ll find one product/food source that will benefit all types of corals.

    Dieses Faktum ist nicht neu, und es wird ja auch versucht es kommerziell auszunutzen. Dem kann man positiv etwas abgewinnen, wie auch negativ gegenüberstehen. Der Punkt aber ist, auf welche Art und Weise kommt Korallenfutter im besonderen den Korallen zugute? Mehr individuell gesehen oder gar im Kollektiv? Über ein bestimmtes Mass hinausgehend als Lebendnahrung, oder als tote Materie?
    Letzteres wohl weniger.....
    Oder einmal ganz ketzerisch gefragt: Ist das meiste Kunstfutter nichts weiter als Futter für die Bacs & Co, und werden diese dann erst später die begehrte Korallenmahlzeit? Oder anders gesagt: Wird es von denjenigen Lebewesen verstoffwechselt, die selbst oder deren Produkte anschliessend den Korallen als Nahrung zugeführt werden? Das wäre dann auf Umwegen der indirekte Weg zum Erfolg.
    Vielleicht aber auch die besonderen Eigenschaften eines Beckens ohne Abschäumung? :thinking_face: :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Lexo,

    ich nehme einmal an, dass die Muschel nicht hüpft. Das würde ja bedeuten, dass sie vertikal springt, sich mit ihren Bewegungen sichtbar vom Grund ablöst und einen anderen Platz einnimmt.. Das kann sie natürlich auch, wenn ihr die Stellung nicht gefällt. Dann verbleibt sie nicht am alten Ort.
    Ich vermute aber, dass sie zwar über den Tag verteilt ruckartig ihre Schalen bewegt, dabei aber ihre Position nicht verlässt. Wenn das so sein sollte, ist das völlig normal. Die Muschel ist im Begriff sich in ihrer Position einzurichten, z. B. am Untergrund mit ihren Byssusfäden festzusetzen (festkleben). Ein völlig natürlicher Vorgang. Ähnliche Bewegungen der Schalen gehören ebenfalls zur Reinigung ihrer Kiemen und/oder des Verdauungskanals. Das führt auch zu ruckartigen (Ausstoss)Bewegungen.
    Gruß
    Hajo

    Im Artikel wird es aber etwas konkreter, auch die Nutzung von Nahrung scheint unterschiedlich. Es ist also nicht ganz so verwunderlich, wenn in einem Aquarium die einen toll wachsen und andere nicht so recht wollen. Es hat seinen Grund, dass verschiedene Lebensräume von verschiedenen Arten bevorzugt oder dominiert werden, und selbst innerhalb des Lebensraumes kann die Nutzung (die ökologische Nische also, was dann nicht so offensichtlich ist) unterschiedlich sein.

    Ohne jetzt den Artikel vollständig gelesen zu habem (kommt noch) , erinnert mich das Thema etwas entfernt an die Gepflogenheiten einiger ahermatypischen Weich- und Hornkorallen. Hier ist die Fliessgeschwindigkeit des Wassers und die Partikelgröße der limitierende Faktor für die Nahrungsaufnahme und das Wachstum. Was letztendlich auch zu unterschiedlichen (Überlebens)Strategien in ihren Lebensräumen führen wird. Der Pflege unter "normalen Bedingungen" im Aquarium sind hier sicherlich Grenzen gesetzt.
    Gruß
    Hajo

    Kann jetzt der Eiweißabschäumer nicht doch so heisen?

    Ich glaube uns geht es zu gut um sich mit solchem Nonsens zu streiten. Da gibt es wichtigeres auch hier im Forum, wo Leute wirklich Hilfe brauchen.

    Bei uns an der Ecke gibt es ein Malergeschäft. Es trägt den Namen des Gründers von 1941. Obwohl im Laufe der Zeit die nachfolgenden Besitzer gewechselt haben, trägt es immer noch den Gründernamen über der Ladentür. Es stört sich niemand daran.
    Gruß
    Hajo

    Andre,

    möchtest du wirklich das alte Thema hochholen? Oder zettelst du gerade eine Privatfehde mit bestimmten Personen an? Ich bin mir nicht sicher, warum du gerade jetzt dieses Thema wieder aufmachst, wo doch laengere Zeit Ruhe eingekehrt ist. Es haben sich weder die Fronten bewegt noch sind weitere Beiträge aus der Mitte der Forengemeinschaft aufgelaufen. Die Gründe sind nicht schwer zu erraten. Dieses Thema hätte es verdient, sauber seziert zu werden, damit am Ende vielleicht eine Art von Pro- und Kontra-Liste den „Verhärtungen“ in den Argumentationen ein Ende setzen kann.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ronny,

    kann ich deinem Bericht entnehmen, dass einzig und allein die Anhebung des Phs das Problem gelöst hat? Insofern scheinen die Ergänzungen der Elemente eine positive Folge der PH-Stabilisierung zu sein, was sich auch auf das Wachstum niederschlagen wird. Ähnliche Probleme hatte ich mit dem niedrigen PH auch. Nach der Anhebung verschwanden alle negativen Aspekte. :smiling_face:
    Gruss
    Hajo