Normalerweise, ja. Sie nehmen aber auch mit Sarcophyton oder ähnlichen Arten vorlieb.
Kardinalbarsche desgleichen.
Gruss
Hajo
Beiträge von hajo
-
-
Hallo Julia,
ich kenne keinen Händler, der keine Glasrosen hat.
Also wäre nach erfolgreicher Arbeit der Berghias, der Weg dorthin!Du vermittelst mir einen recht zoegerlichen Eindruck.
Der ist fehl am Platz, wenn es um Parasiten oder ähnliche Plagen geht.
Wehret den Anfängen!
Ich bin mir sicher, dass jetzt einige Mitleser mit dem Kopf nicken und auch etwas zu erzählen hätten......
Ob es nun Aiptasien oder Majanos oder Turbellarien sind, es sollte sofort gehandelt werden. Der schwarze Ohrenschwamm wäre auch noch Thema.
Jetzt können zwar einige mit der (vorerst) geringen Anzahl von Aiptasien argumentieren.Doch das kann sich entsprechend der täglichen Futtermenge im Wasser sehr schnell ändern.
Außerdem kommen diese Vorschläge meist von Personen, die bereits Erfahrungen mit den einschlägigen Plagen hatten, die Lage abschätzen koennen und sich dementsprechend zu helfen wissen.
Gesundbeten hilft nicht!
Durch eine falsche Einschätzung der Situation und durch temporäre, berufliche Abwesenheit hatte ich vor vielen Jahren mit einer äußerst starken Majano-Plage zu kämpfen.
Da alle bekannten, wie auch vermuteten Fressfeinde keinen zaehlbaren Erfolg brachten, musste ich per Hand und Calciumhydroxid die Massen von Majanos entfernen.
Das Becken war gross und es waren hunderte Exemplare!
Die intensive Aktion dauerte mehrere Wochen.
Hätte ich gleich eingegriffen, wäre mir viel erspart geblieben.
Ich bringe dieses Beispiel nur, um dem Irrtum zu widersprechen, Eile würde nicht nottun.
Natürlich gibt es unterschiedliche Bewertungen beim Kapitel um die Garnelen. Dabei trifft oft nicht die Garnelen die Schuld, sondern die Futtergaben für die Fische, die sich normalerweise ebenfalls im Becken aufhalten.
Diese Garnelen sind keine Nahrungsspezialisten, die ausschließlich Glasrosen auf dem Speisenplan haben.
Sie nehmen bevorzugt die Reste vom Fischfutter und lassen bei grosszügiger Fütterung die Aiptasien erst einmal links liegen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass es zu diesem Thema auch negative Berichte gibt.
Wir haben dir ja mehrere Möglichkeiten aufgezeigt.
Entscheiden musst du selbst.
Gruss
HajoGruss
Hajo -
Ich könnte noch folgende hinterherschieben:
Zwergmirakelbarsch Assessor macneilli oder A. flavissimus
oder
Meiacanthus-Arten
oder für Zwergkaiser-Fans
Centropyge argi
oder bedingt, weil Raufbold
Pseudocheilinus hexataenia
oder für die Algenkontrolle
Escenius-Arten
da Salarias wegen der Groesse und dem Algenangebot nur bedingt einzusetzen sind
oder
Symbiosegrundeln mit Knallkrebs!
oder
Pfeilgrundeln wie
Nemateleotris-Arten
Korallenwaechter, wie Neocirrhites armatus würde auch gehen.
Sie sind nicht besonders schwimmfreudig und farblich eine Augenweide!Es gibt sicherlich noch den einen oder anderen Fisch.
Sandy hat einige Möglichkeiten aufgezeigt, die jede für sich bereits eine Vielzahl von Arten darstellt. Dabei bleibt abzuwaegen, ob es nicht vielleicht klug ist, sich dabei auf wenige Arten zu beschränken.
Und das dann richtig.
Gruss
Hajo- [tt][spoiler][/spoiler][/tt]
-
Moin Hajo
Ich bin bestimmt seit vier Wochen dabei. Falls es nichts bringt werde ich unserer Katzenpflegerin den Trick mit dem FroFu zeigen. Bringt ja nix, wenn die Fische im Urlaub unkontrolliert vor sich hin hungern.Katzenpflegerin! Das isses! Wer mit Katzen umgehen kann, der kann auch
Fische fuettern.
Mach ich übrigens bei meiner Urlaubsvertretung auch. Er füttert die Fische in meinem Urlaub, und ich kümmere mich dann waehrend seiner Abwesenheit um seine Katze.
Gruss
Hajo -
Moin, da der Urlaub bevorsteht habe ich in letzter Zeit versucht, die Fische auf Flocken umzustellen ( Stichwort Futterautomat). Das klappt bei allen, ausser den Korallenwächtern. Ich füttere immer zuerst Flocken/Granulat und wenn alles gefressen wurde noch etwas FroFu. Die Korallenwächter warten immer bis das FroFu kommt. Auch mehrere Tage nur Flocken brachten keine Veränderung, ausser dass die Wächter langsam dünner wurden. Gibt's noch Empfehlungen für die Gewöhnung an das ungeliebte Trockenfutter??
Ungeliebt ist nicht das richtige Wort. Die Fische wissen es ja nicht anders.
Deswegen tun sie sich schwer, die Flocke als Nahrung zu erkennen.
In deinem Fall hätte ich viel früher mit der Umstellung begonnen.
Jetzt drückt die Zeit und der weitere Verlauf ist ungewiss.
Gefriergetrocknetes Futter ist sicherlich noch eine Option.
Dass Futterverweigerer in der Zeit der Umstellung abnehmen, ist normal.
Irgendwann kommt über den Hunger meist der Durchbruch.
Gerade Korallenwaechter beobachten sehr genau ihr Umfeld und werden zugleich von den anderen Fischen animiert auch fremdartiges zu probieren.
Meine Armatus lauern auf jedes Fitzelchen, das von oben herab trudelt.
Das hilft dir aber sicherlich nicht weiter......
Wenn alles nichts fruchtet, dann bleiben nur 3 Möglichkeiten:
- es darauf ankommen zu lassen
- den Nachbarn anlernen (mach ich seit Jahrzehnten)
- dem Händler seines Vertrauens den Auftrag gebenGruss
Hajo -
Brain storming!
Stefan, welche Fische sind sonst noch im Becken?
Ich habe noch den Flavescens und das Fuchsgesicht ausmachen können.
Beide Fische gehen beim Heranwachsen bei Futtermangel mit grosser Sicherheit an diverse Korallenpolypen. Eigene Beobachtung! Auch andere beobachteten das.
Bei den Weichen genügt bereits eine wiederholte Belaestigung, um sich länger nicht zu öffnen.Gruss
Hajo -
Stefan, reduziere erst einmal die Nährstoffe und auch das Licht für einige Zeit. Wie sieht eigentlich die Verteilung der Spektren in Prozent aus? Rot?
Gruss
Hajo -
War auch nur ein Gedanke in eine andere Richtung.
Wer Falter oder Kaiser pflegt, der weiss, wovon ich rede.
Gruss
Hajo -
Hallo Daniel,
kleine Korrektur - es sind mindestens 3 Glasrosen. Weitere sind erfahrungsgemäß zu erwarten.
Klar kann man die Heisswassermethode durchführen. Allerdings sollte man da auch an die schlecht zugänglichen Stellen herankommen.
Gruss
Hajo -
So ist es!
Gruss
Hajo -
Man muss aber dazu sagen, dass die lieben kleinen Tierchen leider nur einige Monate alt werden und dann an Altersschwäche sterben.
Deswegen empfehle ich gleich mehrere Schnecken einzusetzen. Auch gern in unterschiedlicher Groesse.
Gruss
Hajo -
Abgesehen vom evtl. Lichtproblem......
Ist sichergestellt, dass in manchen Situationen es nicht der Falter ist, der die Korallen belästigt? Auch ein Chelmon? kann mit der Zeit übergriffig werden. Vor allem bei SPS-Arten und Weichkorallen.
Die Euphyllia glabrescens steht strömungstechnisch korrekt.
Bei geringer Wasserbewegung kommt es zu Störungen und ggf. zu Abloesung des oder der Köpfe.
Bei den Krusten können die Majanos dazu beitragen, dass sie sich nicht öffnen.
Gruss
Hajo -
Hallo Stefan,
PO4 würde ich vorerst bei 0,1 lassen.
Eine zu radikale und schnelle Senkung ist kontraproduktiv!
Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du dich vorsichtig in Richtung 0,05 bewegen. Da würde ich weiter verharren.
Die LPS und speziell die Euphyllia-Arten benötigen etwas mehr an Nährstoffen, als z. B. manche SPS-Arten. Deswegen bleibt der Grat schmal in der Regulation einer optimalen Nährstoffversorgung.
Gruss
Hajo -
Nun, dem gegenüber stehen auch positive Berichte.
Das Verfahren ist stark abhängig von einer ruhigen Hand und der optimalen Positionierung des Mittels.
Was wäre dann die Alternative?
Versiegeln des Standortes und die Aktion per Skalpell sagen aus unterschiedlichen Gründen nicht zu.
Wegspritzen kommt auch nicht gut an.
Dann bleiben nur noch die bekannten Fressfeinde.
Die Auswahl hängt von der Größe des Beckens. den Gegebenheiten innerhalb und der vorhandenen Fischgesellschaft ab.
Möglich wäre der Einsatz von bestimmten Garnelenarten, wie Lysmata kuekenthali oder Lysmata wurdemanni.
Fische schliesse ich erst einmal aus.
Last but not least bleiben dann nur noch Berghia stephanieae.
Diese Schneckchen sind die absoluten, ultimativen Glasrosenfresser.
Leider werden sie verhungern, wenn die letzte Aiptasie vertilgt ist.
Nahrungsspezialisten!
Die Situation erfordert aber auch diese Methode.
Berghias sind nicht selten, sie lassen sich mit der nötigen Nahrung bestens vermehren.
Gruss
Hajo -
Hallo Julia,
es sind mehrere Mittel auf dem Markt, um Aiptasien zu vernichten, z. B. Aiptasia Ex, Aiptacap, TM Elimi Aiptas etc.
Sie sind meist erfolgreich mit Hilfe einer Spritze zu injizieren. Näheres siehe in der Gebrauchsanweisung.
Gruss
Hajo -
Hallo Stefan!
Normalerweise öffnen sich manche Korallen nicht oder nur unvollständig, wenn ihnen das Licht nicht zu schwach, sondern zu stark! erscheint, oder wenn sich gar das Spektrum zu ihren Ungunsten verschoben hat.
Letzteres ist möglich aber auch wieder ungewöhnlich, da dies bei gleichbleibender Beleuchtungsquelle (hier nicht gegeben!) einen schleichenden Prozess darstellt und die Arten sich bis zu einem gewissen Grad anpassen können.
Beim abruptem Leuchtenwechsel oder der Installation einer zusätzlichen Lichtquelle! kann sich nicht nur das Spektrum sondern auch die Intensität des Lichtes verändern. Beides ist mit Vorsicht zu geniessen, da sich ja bislang der alte Korallenbestand auf ein bestimmtes Lichtgemisch eingestellt hat. Optimal, wie (manchmal) auch suboptimal.
In einer instabilen Wassersäule, mit nicht gerade optimalen Werten kann ein Lichtschock, hervorgerufen durch eine Veränderung im Leuchtensystem, den Stress für die Korallen erhöhen.
Schon gar, wenn eine gemischte Korallenpopulation vorherrscht, die je nach den Arten, verschiedenen Lichtbedürfnissen unterliegen. Die einen darben unmittelbar, während es den anderen Arten (noch) nicht anzumerken ist.
Die in #4 gezeigten Becken zeigen ein deutlich voneinander abweichendes Lichtverhältnis.
Das erste Becken zeigt einen relativ hohen Blauanteil.
Die Intensität und das Verhältnis der Farben zueinander lassen sich auf dem Bild leider nicht beurteilen.
Das zweite (heutige) Becken hingegen weist gegenüber ersterem einen hohen Weissanteil auf.
Auch da besteht keine Kenntnis über das Verhältnis der Spektralanteile zueinander und deren Intensität.
Wenn ausschliesslich die Lichtquelle aufgestockt oder die Intensität verändert und in der Zwischenzeit auch keine Koralle versetzt wurde, würde ich vorerst die Wasserparameter als Grund ausschliessen.
Ausgenommen den schlappen PH-Wert (7,7-8,0) und den relativ hohen PO4-Wert von 0,17!
Der PH befindet sich in einem sehr niedrigen Bereich. Das lässt auf eine hohe CO2-Übersättigung schliessen, der auf den Grund gegangen werden sollte.
Der PH-Wert hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Kalzifizierungsprozess der Korallen.
Laut Untersuchungen zu diesem Thema befindet sich das Optimum bei ca. 8,2 PH. Abweichende Werte in die eine oder die andere Richtung werden als suboptimal angesehen.
Die Koralle stellt ihre physiologischen Prozesse zwar nicht ein, sie werden nur verlangsamt. Wie, das hängt u. a. auch vom Kalziumhaushalt und der Alkalität und der Korallenart ab.
Soweit die Untersuchungen.....
Ein gestörter Kalzifizierungsprozess unter gleichzeitiger, starker Beleuchtung endet selten gut.
Warum ich das jetzt anführe, hat einen einfachen Grund.
Die Anhebung des Phs in die richtige Zone und die Absenkung des PO4-Wertes dankten mir alle Korallen mit einem (jetzt) positiven Polypenbild. Insbesondere ist das bei meinen Euphyllia/Catalaphyllia-Arten sofort reproduzierbar.
Auch der erneute Wechsel auf eine höhere Beleuchtungsintensität war jetzt möglich, da vormals bei gleicher Lichtintensität die Korallen ein Unwohlsein bis hin zu späteren Gewebeschädigungen aufwiesen. Es gibt da auch keinen Bezug zu meinen Kaiserfischen.
Mein Vorschlag wäre:
1- Die Beleuchtung im Spektrum wie auch in der Intensität des ersten Beckens wieder herstellen.
Mehrere Wochen die Situation der Korallen beobachten und dann ggf. ändern.
2- Die 7 Jahre alten LEDs in die Tonne.
3- PO4-Wert zwischen 0,05-0,1 anstreben
4- Wasserwechsel
Zur Amnese gehört eigentlich ein lückenloser Bericht.
Meine Annahmen können sich daher nur auf die optischen Eindrücke stützen, die mir allerdings sehr bekannt vorkommen.
Allerdings hat jede Ferndiagnose auch ihre Schwächen....
Gruß
Hajo -
Borstenwuermer!
Stenopus hispidus ist ein guter Borstenwurmvertilger.
Es wird der Garnele nicht nur nachgesagt. Innerhalb einiger Monate hatte ein Paar dieser Scherengarnelen mein Becken borstenwurmfrei gemacht!
Anfangs hatte ich es nicht glauben wollen, da manchen Tieren etwas nachgesagt wird, was sich später als Irrtum herausstellt.
Seit dieser Zeit genießen diese Garnelen bei mir Dauerwohnrecht.
Gruss
Hajo -
Hallo Bernd,
privat sehe ich in meinem Umfeld keinerlei Möglichkeiten.
Kommerziell wären die üblichen Verdächtigen Transmarine oder wunschkoralle.de. Letzterer offeriert im Netz, hat aber momentan keine im Angebot. Wahrscheinlich hast du das aber bereits überprüft?
Falls nicht, könnte man ja vorbestellen. Es käme ja nicht auf eine Woche an, oder?
Gruss
Hajo -
Vernesselungen sehen anders aus. Dann sollten auch Schäden sowohl an der Euphyllia wie auch an der Heteractis zu sehen sein (abgerissene und/oder verklebte Tentakeln), wobei ich unter der Voraussetzung einer optimalen Pflege, die Nesselfähigkeit einer Heteractis höher einschätze.
Wie sieht es mit der Wasserbewegung aus?
Das Bild vermittelt eine Anemone, die einen privilegierten Ort (Aussenkante) für bewegtes Wasser gefunden hat. Ob ihr das weiterhin zusagt, entscheidet das Tier selbst.
Noch eines: Anemonen lieben sauberes Wasser, sonst ist die Gefahr einer Infektion gross. Diese Möglichkeit wird leider viel zu selten in Betracht gezogen.
Sorgen solltest du dir erst machen, wenn sich das Tier mit seiner Fussscheibe vom Gestein löst. Gesunde Anemonen verbleiben fest mit dem Gestein "verwachsen" und wandern höchstens auf ihm umher.
Gruss
Hajo -
Pomacanthus navarchus. Eigene Erfahrung und auch anderswo beobachtet. Eigentlich scheinen die meisten Grosskaiser nicht abgeneigt zu sein.
Du denkst aber sicher an kleinere Fische?Gruss
Hajo -
Bakterientaetigkeit und chemische Reaktionen verlaufen bei kalten Temperaturen langsamer. Ich glaube, das ist der Grund.
Allerdings kenne ich keinen, der sich daran hält.
Gruss
Hajo -
Warte erst einmal ab. Anemonen tauschen ab und an Wasser und ggf. ihre Zooxanthellen aus. Anpassungen an die Umgebungsparameter. Dann sieht das Tier genauso aus, wie auf dem Foto.
Meist noch schrumpeliger.
Gruß
Hajo -
Nun, mit Plagen muss man in der Meerwasser-Aquaristik immer rechnen.
Irgendwann tauchen sie auf, und irgendwann werden wir sie auch in den Griff bekommen.
Es gibt zwar Zeitgeister, die haben sich vor dem Einsetzen von Korallen/Fische der Desinfektion verschrieben, aber auch das ist noch keine umfassende Versicherung gegen einen späteren Befall von diversen "Unannehmlichkeiten".
Wenn ich es richtig einschätze, befinden sich in deinem Becken bereits mehr als ein Dutzend Aiptasien?
Diejenigen, die sich im Bodengrund befinden sollten leicht zu entfernen sein (Absaugen oder mit Hilfe eines Löffels o. ä. ausheben). Oder haben sie sich bereits auf der Bodenscheibe festgesetzt?
Die Aiptasien auf den Steinen kann man unterschiedlich behandeln:
Jene, die komplett mit ihrer Fußscheibe auf den Steinen sitzen, sind mit einem Natrium- oder Calciumbrei zu vernichten. Zum Beispiel: Aiptasia-X = Natriumhydroxid; JoesJuice = Calciumhydroxid.
Ich bevorzuge aus alter Gewohnheit Calciumhydroxid. Auch deswegen, weil ich mit Aiptasia-X nicht den optimalen Weg gefunden habe.
Die Anwendung besagt eine gezielte und vorsichtige Behandlung im Zentrum der Mundscheibe.
Der Vorgang entspricht einer sehr! vorsichtigen Fütterung. Die Betonung liegt hier auf Vorsicht!
Die Pumpen sind während der Behandlung für mindestens 15 Minuten abzustellen, da sonst der Brei nicht auf der Mundscheibe der Aiptasie verbleibt, sondern durch die Stömung im Wasser verteilt wird. Die Prozedur war dann umsonst.
Glasrosen, die in einer Spalte sitzen, pflege ich mit Korallenkleber einzumauern.
Vor diesem Akt sollte die Aiptasie in ihrer Spalte verschwunden sein. Anschliessend wird der Zweikomponenten-Kleber über die Spalte gelegt.
Da manche Steine weitere Risse und Spalten aufweisen, die schlechtenfalls innerhalb miteinander verbunden sind, ermöglicht es der Glasrose einen Notausgang zu finden. Deshalb vor jeder Prozedur bitte den gesamten Stein auf solche Gegebenheiten überprüfen, und diese Stellen dann gleichermassen behandeln.
Die Behandlung mit Spritze+Salzsäure erfordert eine äusserst ruhige Hand und greift ausserdem noch in den Chemiehaushalt ein. Nicht empfehlenswert für den wenig Geübten.
Alternativ lassen sich Glasrosen auch mit Fressfeinden bekämpfen!
Diese Methode favorisiere ich seit Jahren.
Auf Fische möchte ich hier nicht eingehen, da dies bei kleinen Becken keine Option darstellt.
Auch wird nach dem Entfernen des Fisches die Plage kaum aufhören, sondern wieder erblühen. Fische sind kaum in der Lage alle Orte im Riff zu erreichen.
Es helfen nur bestimmte Garnelen (Lysmata kuekenthali; Lysmata wurdemanni) oder Schnecken (Berghia stephanieae).
Letztere sind besonders effektiv, wenn im Becken keine Fressfeinde (z.B. Lippfische) und/oder starke Pumpen vorhanden sind.
Allerdings möchte ich nicht verschweigen, dass die Methode mit Garnelen oder Schnecken eine relativ kostenintensive Angelegenheit darstellt. Mit nur einer Garnele oder Schnecke anzufangen macht keinen Sinn. Es sollten deren mindestens 5-6 sein! Dann sind wir schnell bei 50-60 Euro und auch schnell darüber.
Bei der Garnelenwahl sollte man die Fütterung für längere Zeit auf ein absolutes Minimum reduzieren, da sonst bei den Krabbeltieren das Interesse an Kunstfutter größer sein wird, als an den Aiptasien.
Dieser Fehler wird mancherorts gemacht. Später wundert man sich ob des Desinteresses der Garnelen.....
Falls diese Methode aus gegebenen Zwängen nicht zu realisieren ist, bleibt nur noch die Wahl der Berghias. Für mich die erste Wahl!
An dieser Stelle sei gesagt, dass mit dem Ableben der letzten Aiptasie auch das Verhungern der Schnecken einsetzt. Theoretisch könnte man die Tiere an weitere Interessenten weitergeben und dadurch einen Aufschub erreichen. Das ist dann ein lokales Problem.
Ob das Problem vor Ort dann gelöst werden kann ist bei meiner Betrachtung Nebensache.
Ich wollte nur einige Möglichkeiten und weitere Vorgehensweisen in Erinnerung rufen und damit eine kleine Hilfestellung für weitere Überlegungen geben.
Entscheiden muss ein jeder selbst.
Gruß
Hajo -
Hallo zusammen!Lieferungen "an Bordsteinkante" oder vor den "Eingang" haben eigentlich nur versicherungstechnische Gründe. Jedenfalls werden diese immer vorgeschoben.
Häufig werden die Becken nur durch einen Fahrer angeliefert. Der lässt sich aber bestimmt mit einem Obolus überreden.
Bei mir sind ja schon etliche Becken angeliefert worden. Der Transportweg von der Straße zum Haus ist auch nicht gerade kurz.
Dennoch gab es nie Probleme, wenn Lohn in Aussicht war......
Gruss
Hajo -
Hallo Julia,
es ist ja schon die eine oder andere Möglichkeit aufgezeigt worden.
Hier nun einige Anmerkungen, basierend auf persönlicher Erfahrung.
Einmauern (ich nehme dafür den normalen Korallenkleber) klappt nur, wenn man vorab die Rückzugsmöglichkeiten der Aiptasie genauestens kontrolliert und ggf. diese gleich mit versiegelt. Sonst kann es passieren, dass die Glasrose sich durch die winzigen Hohlräume einen Notausgang sucht und später in voller Pracht wieder nervt. Lebendgestein ist prädestiniert für Kanalbildungen.
Die Aktion kann nur gelingen, wenn sich die Glasrose vorher zusammengezogen hat.
Falls nicht, läuft der Notfallplan bei der Glasrose ab und als Arterhaltungsstrategie werden die Nachkommen ausgestossen. Das wird dein Problem noch vergroessern.
Also, lass besser vorher die Aiptasie schrumpfen, bevor du den Kleber darüber legst.
Das zweite Exemplar würde ich auch per Skalpell entfernen.
Allerdings gilt auch hier die Warnung vor heftigen Aktionen!.
Die Aiptasie darf nicht merken, dass man ihr ans Leder will.
Leichte Störungen wird sie tolerieren und sich ggf. zusammenziehen.
Dann erst wäre der Zeitpunkt gekommen, das Vorhaben in die Tat umzusetzen.
Viel Erfolg!
Gruss
Hajo -
Hallo zusammen!
Die bequemste Lösung einen Filterkomplex einzurichten ist seine Platzierung innerhalb des Aquariums.
Positiv: Keine Verrohrung, kein Wasserschaden, bequeme Handhabung der Geräte, einfache Kontrolle, weil permanent sichtbar!
Negativ: Der nachträgliche Einbau geht auf Kosten des Platzangebotes.
"Platz ist in der kleinsten Hütte". Dieser Spruch verliert schnell seine Gültigkeit, wenn man sein Konzept nicht an den Massen der infrage kommenden Technik festmacht.
Damit sind wir beim Hauptproblem: Die Größe der einzelnen Filterabteile!
Wer sein Konzept nur auf möglichst wenig Platz beschränken will, der wird spätestens dann eines Besseren belehrt, wenn er seine Wunschtechnik nicht optimal oder gar überhaupt nicht in die einzelnen Abteile seines Filterkastens unterbringen kann.
Sinnvolles zu überlegen ist hier die Pflicht, sonst wird man in der Zukunft nur mit Notlösungen leben müssen, die eigentlich nicht gewollt waren, aber nun wegen Unachtsamkeit weitere Probleme aufwerfen.
Aus diesem Grund sollte man sich zu allererst Gedanken über die einzusetzenden Technik machen. Speziell über die Masse der Abschaeumer, UV und Adsorber-Anlagen und was sonst so auf dem Wunschzettel stehen wird.
Nichts ist unangenehmer, als ein zu kleines Abteil und ein zu sperrige Technik.
Gedanken über zukünftige technische Anwendungsmöglichkeiten innerhalb des Filterkastens sollten daher auch das Konzept bestimmen.
Grundsätzlich geben die Masse der technischen Geräte die Größenordnung der einzelnen Abteile vor.
Wer das vorher nicht beachtet, dem wird später sein falsches Konzept auf die Füsse fallen.
Den effektiveren AS kann ich dann nicht unterbringen, die leisere Pumpe eventuell auch nicht etc.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein Mindestmaß! von 20cm x 20cm für technisches Gerät sinnvoll ist. Auch mit dem Blick auf zukünftige technische Innovationen.
Gruss
Hajo -
Man schreibt sich hier einen Wolf und in der Zwischenzeit hat Elisabeth das Thema erledigt!

Gruss
Hajo -
Hallo Tina,
ich verfüttere immer bei kleinen Neulingen frisch geschlüpfte Artemia oder Lobstereier oder Cyclops.
Viele Grüße
KlausHallo Tina!
Die Aufnahme von Futter aus der Wassersäule ist fremd für diesen Nahrungsspezialisten, und will erst gelernt sein. Deswegen ist der momentane Status nicht ungewöhnlich.
Wenn ich es richtig verstanden habe, befindet sich im vorhandenen Bodengrund genug Nahrung in Form von Lebewesen?
Ich würde den Vorschlag von Klaus unterstuetzen, aber mit der Pipette zusätzlich eine Mixture in den Sand vor dem Bau der Grundel einbringen. Nicht auf, sondern einige Zentimeter in den Bereich vor der Höhle.
Mit Lobstereiern habe ich bei anderen Verweigern oft Erfolg gehabt. Artemia als Lebendfutter wirken manchmal Wunder!
Ein Versuch wäre es wert.
Grundsätzlich ist die Pflege dieser Grundel problematisch wenn der Bodengrund nichts hergibt.
Wenn diese Voraussetzung aber vorliegt, dennoch die Grundel mit ihrer natürlichen Nahrungsaufnahme nicht beginnt, dann liegt woanders etwas im Argen.
Wenn sich die Situation innerhalb der nächsten Woche nicht bessert, liegt eine Vorschaedigung unbekannter Art vor.
Die arteigene Nahrungsaufnahme ist dem Tier angeboren. Es braucht sie nicht zu lernen.
Man kann die Situation vielleicht mit der Pflege von Synchiropus vergleichen.
In einem Becken voll mit Kleinstlebewesen gibt es keine Probleme.
Ist aber das Becken eine Neueinrichtung, ist die Gefahr des Ablebens gross, da sie naturgemaess keine Planktonfänger sind und nur vom Boden aufnehmen. Allerdings lernen einige von ihnen sich zeitweilig umzustellen. Das wünsche ich dir auch für deine kleine Grundel.
Die Pflege ist kein Selbstläufer.
Gruss
Hajo -
Hallo Michael,
das sieht für mich nach Vitaminmangel aus.
Das kann man momentan mit Gewissheit nicht sagen.
Das Kapitel ist noch nicht gänzlich erforscht.
Es kursieren Mutmaßungen, die auf einen Mangel an bestimmten Vitaminen (A oder C) hinweisen, aber auch auf die Schädigung des Immunsystems durch Bakterien oder Viren. Diese Krankheit tritt nur in Gefangenschaft auf, in der Natur ist sie unbekannt.
Es sind auch Vermutungen im Gespräch, dass diese Gewebeschäden unter dem Einfluss von Kohlefilterung auftreten können.
Wie gesagt, es hat gänzlich noch keiner diese Krankheit wissenschaftlich untersucht.
Es wird meist mit LLE oder HLLE in Verbindung gebracht. Die Therapie ebenfalls.
Die Massnahmen bezw. der Vorschlag von Bernhard ist m. E. die einzige Möglichkeit dem Flossenzerfall Einhalt zu gebieten.
Wenn das Immunsystem über diesen Weg gestärkt werden kann, könnte das auch die Gesundung der Flossen beeinflussen.
Gruß
Hajo -
@ hajo
Mir persönlich fällt es sehr schwer Deine Texte zu lesen.
Einige eingefügte Absätze würden mir sehr helfen.Liebe Elisabeth!
Mit dieser Einschätzung stehst du nicht allein, und du bist leider nicht die erste, die mir das mit recht an den Kopf wirft.
Hätte ich oben, nach dem ersten Satz, einen Absatz gemacht, dann hätte das Ganze den gewünschten POSITIVEN Effekt gehabt. So ist der Schuss nach hinten losgegangen.
Ich bitte daher um Nachsicht.
Dein Vorhaben ist nachahmenswert und ich habe es deswegen nie in Abrede gestellt, favorisiere dennoch, wie ich bereits dargelegt habe, eine andere Methode. Grund: Weil ich persönliche Erfahrungen damit verknüpfe, und weil mir beide Seiten nicht fremd sind. Die eine Vorgehensweise schliesst die andere ja nicht aus!
Ich möchte es einmal an einer Frage festmachen: Was ist effektiver und hat mehr Erlebnisqualität? Ein Fernstudium oder ein Präsenzstudium? Die Antwort kann sich jeder selbst geben.
Interaktionen zwischen Gleichgesinnten verstärken stets den Informationsgewinn. Davon lebt die Meerwasseraquaristik im besonderen.
Gruß
Hajo -
Hallo Thomas,
..........fand so Aussagen wie "ähnlich Wespenstich" usw. Ich denke, wie bei den meisten Giften, dass jeder anders darauf reagiert.
genau aus diesem Grund habe ich mich nicht so weit aus dem Fenster gelehnt.und nur diesen Link zur Diskussion gestellt.
Meine Meiacanthus verhalten sich nach ähnlichen Muster.
Wenn doch alle meine Fische so friedlich wären........Gruss
Hajo -
-
Hallo Klaus,
besser als Paar. Nach Scott W. Michael muss der Sexualitätsmodus der Escenius-Blennies noch genauer bestimmt werden. Es ist wahrscheinlich, so, sagt er, dass es sich um protogyne Hermaphroditen handelt. Zumindestens bei einigen Arten sind die Männchen im Durchschnitt größer als die Weibchen. Diese Art von Dimorphismus ist bei protogynen Arten häufig. Die Fische sind bei Erreichen der Geschlechtsreife erst weiblich und wandeln sich nach einiger Zeit in Männchen um. Erst reifen die weiblichen Geschlechtsmerkmale, dann die männlichen.
Obwohl manche Arten auf mehreren Quadratmetern zusammenleben koennen, ist das im Aquarium mehr als fraglich.
Gruss
Hajo -
moin hajo,
das ja - allerdings ist es vielfach beim schriftlichen von vorteil, es bei bedarf wieder aufrufen zu können.Das mag für einige Dinge gelten. Manchmal verspürt man aber keine Lust mit seinen eigenen Ergüssen von gestern konfrontiert zu werden.

Gruss
Hajo -
Hallo zusammen,
obwohl manche in meinen Zeilen antagonistische Tendenzen gesehen haben, sind sie dennoch nicht respektlos. Hallo Elisabeth!
In allen Foren werden immer wieder die gleichen Fragen gestellt. ...und täglich grüsst das Murmeltier! Man könnte glauben, ein System steckt dahinter. Vielleicht eine systematische Hilflosigkeit, die eigene Empfindungen beschreibt und hofft, dass man von anderen verstanden wird?
Kontroverse Ansichten sind an der Tagesordnung und mit Kritik wird nicht hinter dem Berg gehalten. Das nennt man dann einen munteren Dialog. Ob dieser nutzbringend oder ergebnisoffen ist, kann man später von den geschriebenen Kommentaren ablesen. Auch manchmal zwischen den Zeilen.
Die Sprache aber hat eine kürzere und deutlichere Darstellungsmöglichkeit als das geschriebene Wort!Damit wäre ich bei einer anderen Art von Kommunikation unter Gleichgesinnten.
Einerseits sind wir grösstenteils im Forum zuhause, vermeiden es aber möglichst persönlichen Kontakt untereinander zu pflegen. Das habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt, dass ist meine Wahrnehmung einer immer wiederkehrende Frage nach sozialem Miteinander ausserhalb des Forums.
Nun wäre es unsinnig und auch selten machbar sich mit anderen über eine grosse Entfernung zusammen zufinden. Doch ein kleiner Kreis aus der mittelbaren und/oder unmittelbaren Umgebung genügt schon.
Vor über 30 Jahren haben wir eine Gruppe ins Leben gerufen, die bis heute Bestand hat. Nicht alle Gründungsmitglieder sind bei der Stange geblieben. Beruf und Familie setzten irgendwann andere Prioritäten. Wir hatten aber das Glück für jeden Abgang wieder einen Neuzugang zu finden. Was auch nicht einfach war, denn die Meerwasseraquarianer sind lokal meist nicht üppig vertreten. Anfänger fanden dennoch den Weg zu uns, denen wir dann mit Rat und Tat zur Seite standen. Möchten Sie Meerwasseraquarianer werden? Ja, sie befanden sich jetzt auf dem Weg dorthin.
Diese Zusammenkünfte sind turnusmässige Treffen vor den Aquarien der jeweils anderen. So sah man den laufenden Fortschritt des lebendigen und technischen Systems oder auch manchmal das Gegenteil.
Beides wurde dann zum Mittelpunkt weiterer, intensiverer Gespräche.
Der Erfahrungsaustausch wurde dadurch verlässlicher und durch die Neugier in unmittelbarer Nähe zum Geschehen blieb die Diskussion praxisnah und im Detail auch gehaltvoller, als jede verlinkte Seite es hergeben kann. Sofern man bei jeder verlinkten Seite auch die weiteren Zusammenhänge z. B. seines Problems etc. erkennt, versteht und verarbeitet.
Das Forum ist eine anonyme Diskussionsplattform mit sozialem Anstrich. Wenn sich mehr interessierte Meerwasseraquarianer in kleinen Gruppen zusammenfinden, kann gerade bei Neulingen die Begeisterungsfähigkeit gesteigert werden. Mehr noch, als auf anonymen Web-Seiten.
Ausserdem werden irrlichternden Zeitgenossen andere Perspektiven geboten. Und das hautnah!
Ich habe jetzt einmal versucht, meine Sicht auf die Dinge darzulegen. Ob wir uns nun des Forums bedienen oder in Vereinen oder privaten Gruppen den Austausch suchen, wird jeder selbst entscheiden müssen. Meine Hoffnung, dass meine Argumente Gehör finden, gründen sich auf ihre Nachfrage. Ich fühle mich nicht gedrängt, diese Methode anzusprechen. Sie wird von mir auch nur als eine Alternative zur Motivation von Gleichgesinnten gesehen. Mehr nicht.
Gruß
Hajo -
Hallo zusammen,
ist dieses Vorhaben für andere gleichgesinnte, erfahrene wie unerfahrene nutzbringend oder gar wertvoll?
Eigentlich doch nur für jenen Kreis, der sich in Foren tummelt und dort die verschiedensten Dinge aufsaugt. Meist als Mitleser oder Forenhopper. Ob das letztendlich fruchtet oder ob 1 plus 1 eine 3 wird, sei einmal dahin gestellt. Die negativen Folgen sieht man wöchentlich in den Verkaufsrubriken der Zeitungen oder im Netz. Hier werden aus Frust sogar Aquarien verschenkt! Der (wahre!) Grund steht leider nicht dabei.
Machen wir uns nichts vor, die kleinste Gemeinschaft nach der Vereinsmeierei ist die Forengemeinschaft. Der weitaus größere Anteil ist ein floatender Graubereich ausserhalb unseres Forenwirkens und unserer Einflussnahme.
Die Menschen für die richtigen Dinge zu sensibilisieren ist eine Mammutaufgabe und lässt sich nicht nur mit einer Art Leitfaden erledigen. Dieser müsste dann in seiner Komplexität erst einmal von allen von Grund auf verstanden werden. Vielleicht wird es so, wie mit allen "Bedienungsanleitungen". Liest auch kaum einer. Learning by doing ist das Stichwort!
Die enorme Vielfalt der Organismen, ihr Lebenraum und ihre Wechselbeziehungen, die ein Zusammenleben auf engstem Raum regeln, sind eine Herausforderung und ein Motiv für jeden Meerwasser-Aquarianer. Oder für den, der es erst werden möchte. Um mit der Pflege von Meerestieren Erfolg zu haben, sollten wir erst einmal ihren Lebensraum kennen.
Die Frage ist, was ist ein Korallenriff und wie beeinflusst es die Tiere, die zusammen in einem Riff leben? Welchen Einfluss haben wiederum die Tiere auf das Korallenriff? So etwas lernt man nicht im Mega-Zoo!
Wenn dieser Grundstein nicht gelegt ist, wird zur logischen Folge der gescheiterte Versuch. Das Prinzip von Versuch und Irrtum ist weit verbreitet. Ignorantentum mit all seinen Facetten ebenfalls!
Der Erwerb von Meerestieren ist eine Handlung, die uns oft über den rein optischen Reiz zum Kauf führt. Bunt und fremdartig unterlag schon immer einem gewissen Trend. Davon wird sich kaum einer freimachen können. Wenn aber die Lernfähigkeit brach liegt, das Unverständnis die Basis bleibt, verliert diese Spezies irgendwann das Interesse an ihrem Tun. Was leider in der Regel mit Kollateralschäden einhergeht. Es gilt für den Aquarianer, sein Wissen ständig zu erweitern und zu verbessern. Ein dauerhafter Erfolg in der Meeresaquaristik setzt permanentes Engagement und eine gute Beobachtungsgabe voraus.
Ich bin mir nicht sicher, ob die Möglichkeit Informationen zu sammeln durch diesen Leitfaden gestärkt wird, denn mit Mathma und den FAQs von Martin Kuhn, wie auch teilweise mit den Haltungsbedingungen bezw. dem Meerwasserlexikon, finden nicht nur Neulinge einen tieferen Einblick in die Materie der Meerwasser-Aquaristik. Parallel geben uns eine Fülle von Fachbüchern Einblicke in die wesentlichen Zusammenhänge. Es müssen diese Informationen nur verstanden und verarbeitet werden. Sonst endet mancher Traum in einer Sackgasse.
Ach ja, der Handel sollte auch in die Pflicht genommen werden und zur Aufklärung beitragen. Hier soll es noch einigen Handlungsbedarf geben......
Gruß
Hajo -
Das ist wie im richtigen Leben.

Gruss
Hajo -
Anemonen werden in der Regel nur von einem Weibchen bewohnt, deshalb kommt es zur Vertreibung.
Das kann man so nicht stehen lassen, weil diese magere Aussage für einen Laien irreführend ist.
Duldet sie ihn oder duldet sie ihn nicht?
Wenn du aber damit meinst, dass die Dominanz vom (werdenden) Weibchen ausgeht, dann ist das richtig. Falsch wäre eine Vertreibung des männlichen Tieres, denn es ist keineswegs so, dass das Weibchen ihr "Himmelbett" ausschliesslich für sich beansprucht.
Amphiprion haben ein monogames Paarungssystem, das durch protandrische Geschlechtsumwandlung aufrecht erhalten wird. Es sind sequentielle Hermaphroditen, was bedeutet, dass sie sich zuerst als Männchen entwickeln, dann erst ggf. zu Weibchen. Wobei das stärkere männliche Tier das Geschlecht wechselt und bei Reifung des Geschlechts aggressiv auf den Partner in spe einwirkt. Der wiederum beschwichtigende Verhaltensweisen an den Tag legt, um die Dame gnädig zu stimmen.
Eier werden vom Männchen gepflegt.
Gruß
Hajo -
Na also! Die Situation ist nicht ganz abwegig, da du die Tiere ja erst seit Dienstag im Becken hast. Sie müssen erst einmal mit ihrer neuen Umgebung klar kommen und sich orientieren. Das braucht manchmal etwas Zeit und die Geduld des Pflegers.
Viel Freude weiterhin!
Gruss
Hajo -
