Beiträge von hajo

    Hallo Vera,

    Merkmale sind weißer, schleimiger Kot.
    So etwas lässt sich mit Mitteln gegen Darmflagellaten behandeln.
    Theoretisch kann man die Nadel separieren und in einem kleinen Behälter fuer einige Tage behandeln. Wenn das Herausfangen nicht möglich ist, kann man das Futter (Frostfutter) vor der Gabe in der waesserigen Substanz traenken.
    All das vorausgesetzt, dass eine Darminfektion infrage kommt.
    Die Krankheiten der Fische sind vielfältig und oft nicht klar einzuordnen.
    Fische mit diesen Symptomen haben erfahrungsgemäß wenig Chancen.
    Überraschungen gibt es aber immer wieder.
    Ich drück dir trotzdem die Daumen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Vera,

    wie sieht es eigentlich mit der Verdauung aus?
    Ganz banale Frage: Welche Konsistenz hat das, was hinten rauskommt?
    Eher duenn und schleimig oder von fester Konsistenz?
    Diese Arten haben keine Maegen, sondern eher einen modifizierten Darmabschnitt. Dieses Organ ist recht klein und der Durchsatz schnell.
    Das hat zur Folge, dass diese Fische eigentlich permanent fressen müssten. Auf Grund der relativen Kuerze des Darms ist eine Infektion eine ernste Angelegenheit.
    Im vorliegenden Fall muss es nicht sein, aber es könnte.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Manch unkontrollierte Zuführung von Supplementen kann in unseren Aquarien zur „Überdüngung“ führen.
    Obwohl manche Stoffe sich abbauen, scheinen sich andere zu addieren oder weitere unerforschte Verbindungen einzugehen.
    Es folgen dann Mittel gegen gewisse Plagen und der Dauereinsatz von Adsorbern jeglicher Couleur und Qualität.
    Da stellt sich mir die Frage erst gar nicht, ob das auf lange Sicht gesehen, nicht Konsequenzen für unsere Fische haben wird?
    Man erinnere sich: Meeresfische trinken!
    Diese Hautläsionen, obwohl bekannt, wurden bislang nicht ausreichend untersucht.
    Daher auch die vielen Hypothesen.
    Es muss davon ausgegangen werden, dass mit unterschiedlichen Belastungsfaktoren auch unterschiedliche Auswirkungen sichtbar werden.
    Chronischer Stress oder eine Autoimmunerkrankung könnten zum Auslöser werden.
    Letztendlich hat vieles mit der Wasserqualität und dem Nahrungsangebot zu tun.
    Wenn meine Fische einen scheinbar gesunden Eindruck hinterlassen, ist das nicht immer gleichbedeutend mit einer artgerechten Ernährung.
    Auf lange Sicht gesehen können sich Mangelschäden entwickeln, auch verdeckter Natur, ohne dass man sich derer im Laufe der Zeit bewusst wird.
    Gesundheit und Krankheit sind keine sich gegenseitig ausschliessende Zustände, sondern ein Spektrum von gesunden und kranken Anteilen, die jedes Individuum in sich trägt.
    Fisch ist also nicht gesund oder krank, sondern bewegt sich irgendwo dazwischen.
    Altern ist mit Abstand der wichtigste Risikofaktor für diverse Krankheiten.
    Vorzeitiges Altern durch verdeckte Krankheiten? Kein unwesentliches Kriterium.
    Auch diese Möglichkeit sollten wir bei der Beurteilung von Fischkrankheiten in Erwägung ziehen.
    Da es gerade im vorliegenden Fall den „alten Herrn“ der Gruppe getroffen hat, ist nicht uninteressant!
    Die anderen Fische zeigten ein vorübergehendes Unwohlsein, was sicherlich ein Ausdruck ihrer stabileren Konstitution gewesen ist.
    Die Reaktionen der Fische zeigen zumindestens, dass die Ursache im Wasserhaushalt zu suchen ist.
    Ernährungsfehler möchte ich ausschliessen, da die berichtete plötzlich auftretende Apathie einiger Fische diesen Schluss kaum zulässt.
    Allerdings steht und fällt jede Hypothese mit der Genauigkeit der Beobachtung und deren Übermittlung.
    Gruß
    Hajo

    ODER auch nicht............
    Wenn die einmal abschaltet (weil die Förderdauer zu lang war), bleibt die für immer aus. Deswegen hängt meine Tunze an einer Zeitschaltuhr und wird einmal am Tag neu gestartet.
    Pro Maximalzyklus (bis zur Notabschaltung) werden maximal um die 3 Liter gefördert (das entspricht in etwa der Verdunstung für einen Tag).

    LG
    Daniel

    Ja, das kann passieren. Da ich sowieso täglich mit den Armen im Wasser bin, tangiert es mich nicht. :grinning_squinting_face:
    Der Tipp mit der Zeitschaltuhr ist daher sicherer.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Der gemeinsame Faktor von Gewebserrosionen ist die Haltung von Fischen in suboptimaler Umgebung.
    Die Ursache dieser Erkrankung scheint möglicherweise ein Konglomerat verschiedener Einflüsse zu sein, deren Ursprung weitgehend im Wassermanagement und der Ernährung zu suchen ist.
    Es gibt keine bestimmte auslösende Ursache!
    Das Syndrom kann einfach eine Reaktion auf verschiedenste Stressfaktoren sein.
    Verstärkter Einsatz von Kohle soll durch den Abrieb die Gesundheit der Fische beeinträchtigen.
    So sagte man.
    Dieser Gedanke hat sich nicht bewahrheitet, da sich unter gleichen Bedingungen auch unterschiedliche Ergebnisse zeigten.
    Bei diesem Syndrom gilt der Leitsatz: Wir wissen, dass wir nichts (genaues) wissen.
    Vermutungen und Spekulationen helfen uns im täglichen Umgang mit unseren Fischen nicht weiter.
    Die Pflege von flossigem Getier betreibe ich seit Jahrzehnten.
    Mir ist diese Krankheit noch nicht untergekommen.
    Vielleicht (oder bestimmt) ist der obligatorische Wasserwechsel nicht unerheblich für das Wohl der Fische.
    Ausserdem wird dem Wasser nur eine geringe Menge an notwendigen Supplementen zugefügt.
    Überdosierungen scheinen auf Dauer ebenfalls den Organen der Fische zu schaden!
    Gruß
    Hajo

    Noch ein kleiner Nachtrag.

    Populäre Theorien gibt es zuhauf.
    Während einige Aquarianer einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Aktivkohle und der Zunahme der Krankheit sehen, glauben andere, dass alle nützlichen Mineralien dem Wasser entzogen werden, was letztendlich zu einer erhöhten Inzidenz der Krankheit führt.
    Auch kann dadurch ein Ungleichgewicht im Versorgungssystem der Fische Schäden im Darmhaushalt erzeugen, was zu einer Abnahme der Absorption von einigen dringend benötigten Vitaminen und Mineralstoffen führen kann.
    Da die Krankheit häufig mit älteren Fischen assoziiert, kann bei älteren Fischen ein Zusammenhang mit einer verminderten Funktion des Immunsystems und einer Zunahme der Inzidenz der Krankheit bestehen.
    Wenn, wie im vorliegenden Fall, das Krankheitsbild den Anschein einer Hautliäson zeigt, ist meist nicht nur ein Faktor daran beteiligt. Ausser den bekannten Infektionskrankheiten sind Schwermetalle sowie ein akuter Vitaminmangel die Ursachen, welche zu ernsthaften Erkrankungen führen.
    Gerade in letzter Zeit beobachte ich mehr diffuse Krankheitsbilder, die speziell mit einer erhöhten Aluminiumkonzentration im Wasser einhergehen. Da die Fische und die Wirbellosen individuell darauf reagieren, ist es nicht gerade einfach, eine Antwort darauf zu finden.
    Merkwürdig ist es aber schon.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Markus!

    Kohle kann Nutzen wie auch Segen sein.
    Es kommt immer darauf an, in welchem Zeitraum und in welcher Menge!
    Kohle entfernt Spurenelemente und sogar Mikronährstoffe, die alle Fische benötigen.
    Eine falsche Vermutung war, dass Kohle sogar Erosionen des Kopfes und der Seitenlinien (HLLE) oder Löcher im Kopf (HITH) verursachen kann.
    Diese Erkenntnis hielt sich viele Jahre, bis weitere Untersuchungen darauf hinwiesen, dass stattdessen bestimmte Eisenchemikalien, die in Phosphatadsorbern verwendet werden, die Probleme verursachen.
    Auf jeden Fall gibt es aber einen Zusammenhang zwischen intensiver Kohlefilterung und einem Mangel an Spurenelementen und jenen Mikronährstoffen, die alle Fische auf Dauer benötigen.
    Dem Gedanken würde ich einmal nachgehen.
    Im vorliegenden Fall ist der von Axel gepriesene WW die vorerst sinnvollste Methode.
    Die Draufsicht aus der Ferne entbehrt einer sicheren Diagnose. Sie ist mehr eine Wahrscheinlichkeit, als eine zuverlässige Bestimmung.

    Gruß
    Hajo

    hallo hajo,

    Da habe ich ja Glück 3 anemonen im Becken zu haben den meine clownfische akzeptieren. Crispa, kuper und heteractis. Dennoch ist die jetzige genannte anemone nicht sehr hilfreich. Umso mehr könnte man in Erfahrung bringen welche Fischarten diese akzeptieren.

    Die einzige Fischart, die mit dieser Anemone zusammenlebt, ist eine bestimmte Korallengrundel. Es wuerde dann trotzdem auf ein Artenbecken zulaufen, da beim Belassen im Aquarium die Gefahr der Vernesselung anderer Tiere vorprogrammiert ist.
    Auch die der grossen Seeanemonen.
    Ausserdem kann Anemonia sulcata/viridis sehr vermehrungsfreudig werden. Das wird den Platz fuer andere Tiere im Becken einschraenken.

    Gruss
    Hajo

    hey hajo,

    Also doch von Ihr trennen. Aber wer nimmt solche art wenn sie nicht viel nützen für die clownfische Macht.

    Hallo Nico!

    Die jeweilige Anemonenfisch-Art lebt vorzugsweise mit einer bestimmten Seeanemone zusammen, da dies ihrer natürlichen Lebensweise entspricht.
    Einige Clownfisch-Arten akzeptieren allerdings auch verschiedene Symbioseanemonen.
    Heteractis und Stichodactyla sind die bevorzugten Symbioseanemonen.
    Wachsrosen gehören nicht darunter!
    Ich setze einmal voraus, das bei der Pflege von Anemonenfischen auch deren Symbiosepartner bekannt sein dürften. Jede der großen Anemonenarten beherbergen in der Natur bestimmte Amphiprion-Arten.
    Eine artgerechte Haltung dieser Fische ist im Aquarium immer anzustreben.
    Aus der Not heraus nehmen manche Anemonenfische auch z. B. Euphyllia und einige Lederanemonen als Ersatz.
    Diese Alternative ist unnatürlich und für die Fische auch kaum ein Ersatz.

    Gruß
    Hajo

    Lustige Vorstellung, wenn im Restaurant die Gäste ihre Mägen auf die Teller stülpen. :grinning_face_with_smiling_eyes: … oder Groß und Klein beim familiären Mittagessen ...
    Gruß

    Hans-Werner

    Nicht nur das!
    Es wird auch eine Menge Zeit gespart, da der Weg über den Duenn/Dickdarm entfällt. So entfallen auch Durchfall, Blähungen und Verstopfungen! :nauseated_face:
    Und sämtliche damit zusammenhängende Unverträglichkeiten.......

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Ein Quarantänebecken (Übergangsbecken) erfüllt gleich mehrere Aufgaben.
    Zum einen dient es der Akklimatisation der gestressten Fische und zum anderen ihrer Behandlung mit Medikamenten, die in einem Riffbecken nicht eingesetzt werden können.
    Ersteres ist nicht unwesentlich, da dort Neuankömmlinge stabilisiert werden können, und ihr Stress abgebaut wird, den sie während der Transporte aufgebaut und erlitten haben.
    Auch die Anpassung an die neuen Wasserparameter geschieht dort.
    Ferner besteht die Möglichkeit einer genauen Beobachtung ihres Verhaltens und die Reaktion auf das gereichte Futter.
    Denn, hat sich der Fisch dick und rund gefressen, kann er sich später den mutmaßlichen Attacken seiner Konkurrenten besser entziehen oder begegnen.
    Ist er ein Futterverweigerer stehen Optionen offen, die schwerlich in einem Gesellschaftsbecken zum zeitigen Erfolg führen.
    Im anderen Fall erlaubt ein Quarantaenebecken die Behandlung mit Medikamenten.
    Zur Prophylaxe wie auch zur Behandlung ernsterer Krankheiten.

    Gruß
    Hajo

    Sicher, Hajo, bei einem nackigen Fisch!? :grinning_squinting_face: :winking_face:
    Grüße

    Hans-Werner


    Diese Steilvorlage hätte ich auch genutzt! :grinning_squinting_face:
    Da, wie jeder wissen sollte, die Fischhaut aus 2 Schichten besteht (äussere Schicht->Oberhaut mit ihren Schleimzellen), und einer inneren Schicht aus Lederhaut mit Schuppen, liegt es doch auf der Hand, dass bei der angesprochenen Fischart wohl doch nur die Lederhaut (Unterhaut) gemeint war.
    Eine Schuppenveränderung, sofern vorhanden, wäre also nur ein optischer Hinweis auf eine darunter liegende Anomalie. Fehlen die Schuppen, tritt dies allerdings offen zutage.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralf,

    eine der schlechteren Möglichkeiten wäre Infektiöse Bauchwassersucht, eine Fischkrankheit.

    Gruß

    Hans-Werner


    Das wäre die schlechteste aller Diagnosen. :frowning_face:
    Infektiöse Bauchwassersucht bei Fischen ist meist mit ihrem Ableben verbunden.
    Allerdings werden in diesem Fall noch andere Symptome sichtbar, wie geklemmte Flossen, Glotzaugen und/oder beginnende Schuppensträupe sowie schaukelnde Schwimmbewegungen.
    Die Bauchwassersucht ist bakteriellen Ursprungs und gar nicht selten bei Aquarienfischen.
    Der geschwollene Bauch ist das Ergebnis einer sich auflösenden Leber, Niere u. a. Organen.
    Ich würde den Fisch aus dem Becken entfernen und ihn separat in einem ausreichend grossen Behältnis medikamentös behandeln. Es gibt für bakterielle Infektionen einige Mittel beim Händler deines Vertrauens. Den Versuch in der Isolation würde ich vorziehen, ehe ich zu drastischeren Methoden greifen würde.
    Infektiöse Bauchwassersucht ist sehr ansteckend!
    Gruß
    Hajo

    Kann man evtl. irgendwas mittels dünner Nadel direkt in den Fuß injizieren um sie abzulösen ?

    Wenn du bequem an den Fuss kommst, ist ein Skalpell die einfachste Lösung.
    Möglichst eng am Substrat abgeschnitten kommen sie selten wieder.
    Mit einer Pinzette zu arbeiten birgt nicht selten die Gefahr des Zerreissens und des anschliessenden Wegdriftens in schwer zugängliche Zonen.
    Ich nutze bei Bedarf beide Methoden: Linke Hand die Pinzette, rechte Hand das Skalpell. :smiling_face:
    Anschließend habe ich 3 Tage Rücken! :loudly_crying_face:
    Die natuerlichen Feinde moechte ich nicht unerwähnt lassen.
    Es wird von Schnecken, Seeigeln und Fischen berichtet.
    Den ersteren bin ich zu diesem Thema noch nicht begegnet.
    Vielleicht ist das auch gut so, denn diese Spezies wird bestimmt vor manch anderer Korallenart auch nicht halt machen wollen.
    Doch bei den Fischen haben sich bei mir einige Grosskaiser geoutet!
    Der Nutzen von zuverlaessigen, flossigen Predatoren wird in kleineren Becken durch ihr Groessenwachstum limitiert.
    Das ist das Dilemma. Nicht nur beim Thema Rhodactis!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die recht unterschiedlichen Verteidigungsmechanismen erlauben es den Korallen in der Natur, ihren Lebensraum zu verteidigen.
    Schnellwüchsige schaffen das, indem sie andere überwachsen oder abschatten.
    Andere setzen mit unterschiedlichen Methoden ihre individuelle Nesselfähigkeit oder Terpene ein.
    Im Gegensatz zu der natürlichen Umgebung finden wir in unseren Aquarien ein Sammelsurium an Arten, die sich in der Natur nie begegnet wären.
    Dieses künstliche geschaffene Biotop ist in vielen Fällen der Ursprung von vermeidbaren Verlusten bzw. unnötiger Vernesselung, die sehr oft zum Ableben der schwächeren Art führt.
    Ohne Kenntnis der individuellen Aggressivitäten der Korallen wird es leider immer wieder zu diesen vermeidbaren Unfällen kommen.
    Diese Kenntnis ist zugänglich. Man muss sich nur kümmern.
    Ich erlaube mir hier einmal den Bekanntheitsgrad der verschiedenen Verteidigungsmechanismen unserer Korallen zu hinterfragen, wobei im Vordergrund die unterschiedlichen Aggressivitätsstufen stehen sollten.
    Nur dann lassen sich auch jene Sicherheitsabstände bestimmen, die unsere Arten im Aquarium vor Schäden bewahren.
    Das ist besser für die Korallen und auch besser für den eigenen Geldbeutel.

    Gruß
    Hajo

    Ich möchte aber erst wieder neue Tiere dazu setzen, wenn die beiden alten auch das Zeitliche gesegnet haben. All zu alt werden sie offensichtlich nicht.

    Woher entnimmst du das? Was sind deine Quellen?
    Nach meinen Recherchen gibt es sehr unterschiedliche Angaben.
    Sie reichen von unbekannt über ca. 4 Jahren bis hin zu 5-8 Jahren.
    Das sind für mich zu ungenaue Beobachtungen und sicherlich einigen Defiziten gewisser Naturbeobachtungen geschuldet.
    Es erinnert mich an die damaligen Umfragen zur Lebensdauer von Grundeln
    in Gefangenschaft.
    Im Ergebnis wurden die Grundel im heimischen Aquarium deutlich älter, als in der Natur.
    Ähnlich sehe ich das bei den Meiacanthus und auch bei anderen Fischen, die wir im Aquarium pflegen. Dass dabei einige vorzeitig den Löffel abgeben, ist kein Grund, eine kurze Lebensdauer zu vermuten. Die Gründe sind andere....

    Gruss
    Hajo

    Moin Elisabeth,das würde ich so nicht unterschreiben. Ich hatte auch dasselbe Problem, von einem Verbindungsstück auf der Druckseite der Dosierpumpe ist immer wieder der Schlauch abgesprungen und das Carbo-Calcium wurde im Unterschrank verteilt :mauer: . Die anderen drei Pumpen funktionierten einwandfrei. Die Schläuche waren an allen 4 Pumpen gleich befestigt, d. h. komplett auf das Verbindungsstück aufgeschoben. Erst ein zusätzlicher Kabelbinder konnte das Problem dauerhaft lösen.

    Seit Ewig Gedenken lautet die Regel: Saugseite 1 Kabelbinder, Druckseite deren 2!
    Früher gab es feste Gummiringe oder Schellen zur Befestigung.
    Heute nimmt man einfachheitshalber Kabelbinder.
    Wer tiefe Quetschungen vermeiden will, der darf auch gerne.auf breitere Kabelbinder zurückgreifen.
    Die Schläuche meiner Dosierpumpen befestige ich immer auf diese Art und Weise.
    Wer nicht fündig wird, der kann sich auch welche beim Kriminaldauerdienst besorgen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Vibrionen habe ich bisher noch nichts von gehört. Ich werde mich gleich mal auf die Suche danach begeben. Aber so wie du es formulierst klingt es nach einer unglücklichen Verkettung, oder interpretiere ich das Falsch?


    So könnte man es deuten.
    Der Druck auf das Immunsystem des Fisches fängt bereits vor dem eigentlichen Erwerb an. (Fang, Zwischenhälterung, Transportweg, Grosshandel, Einzelhandel, Kunde)
    Also ohne unser Zutun.
    Der Fisch hat ohne eine sorgfältige Quarantäne mit seiner geschwächten Konstitution kaum eine Chance unter permanenter Stresseinwirkung bestimmten Krankheiten auszuweichen.
    Ein überstürzter Kauf, also keine längere Verweildauer beim Händler deines Vertrauens, erhöht im eigenen Becken das Risiko einer Erkrankung.
    Daher ist es ein Vorteil, vor dem Kauf einige Zeit verstreichen zu lassen.
    Vereinzelt treten Vibrio-Infektionen auch bei schlechter Frostfutter-Qualität auf.
    Mehrmals die Kühlkette unterbrochen – das war´s dann.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Robin!

    Der Verdacht liegt nahe, dass es sich hier um einen Vibrionen-Befall handeln könnte.
    Vibrionen halten sich unter schlechten Bedingungen im Bodengrund und in sauerstoffarmen Zonen des Aquariums auf.
    Die Keime vermehren sich nach der oralen Aufnahme extrem schnell im Magen- und Darmtrakt der Fische.
    Die Fische erkranken innerhalb von Stunden und sterben.
    Die Abmagerung könnte auf diese vibriöse Infektion der Darmflora hindeuten.
    Das äussere Erscheinungsbild eines Fisches wird oft von der Darmflora gesteuert.
    Brooklynella wäre eine andere Möglichkeit, da die Symptome ähnlich verlaufen.
    Jeder neu eingesetzte Fisch hat generell ein weitaus anfälligeres Immunsystem, als die bereits vorhandene Fischtruppe.
    Ich will damit sagen, dass sich beim Altbesatz eine gewisse Immunität bereits eingestellt hat. Normalerweise stabilisiert sich diese bei den Neuankömmlingen in den meisten Fällen.
    Stark gestresste Fische sind Kandidaten für jegliche Art von Infektionen!
    Voraussetzungen für ein optimales Anpassen sind sauberes Wasser und möglichst wenig Stress in der Übergangszeit.
    Der Einsatz einer UV wird meist missverstanden.
    Die UV zur Krankheitsprophylaxe oder Behandlung von bereits erkrankten Fischen ist eine Massnahme für den Dauereinsatz und nicht für ein paar Stunden bzw. Tage.
    Hantieren im Becken, speziell das Aufwirbeln von Mulm oder Bodengrund (s. oben) sollte in dieser Phase strikt vermieden werden.
    Kein Becken ist frei von bestimmten Vibrionen.
    Sind der oder die Fische durch den Transport oder die Zwischenhälterung beim Händler in ihrem Immunsystem geschädigt, sind wenig Abwehrmechanismen vorhanden und der Fisch wird infiziert. Die anderen, älteren Fische des Bestandes zeigen oft keine Anzeichen einer Übertragung. Berichte zeigen aber, dass auch das nicht auszuchliessen ist.
    Abstriche bei dieser Art von Erkrankung sollte von einem Institut durchgeführt werden.
    Oder man schneidet selbst die Bauchhöhle auf. Dann sollte man die Merkmale erkennen.
    Im Schleim der Oberhaut und der Kiemen tummeln sich oft schon kurz nach dem Ableben des Fisches vermehrt andere Bakterienstämme, als die vermuteten.
    Das macht es für den Laien unmöglich, eine präzise Diagnose zu stellen.
    Zum Beispiel: Was war die Primär- und was war die Sekundärinfektion?

    Gruß
    Hajo

    Heute hätte ich den Angler mit dem Draht fast geangelt.

    Da hast du aber Schwein gehabt......
    Laut Fischereigesetz gilt das als Straftat oder wird mit Bussgeld bestraft. Um was es sich da handelt, ist vom Bundesland abhaengig.
    Angeln ohne Angelschein wird mit Freiheitsstrafe bis zu 2 Jahren oder Geldstrafe geahndet.
    Bei späteren Verkauf des Fisches gar bis zu 5 Jahren oder einer Geldstrafe!
    Also, besser den Angler behalten! :winking_face:

    Was soll es dir nun sagen?
    Besser den Draht aus dem Wasser halten oder den Angelschein machen.
    Nach dem Gleicheitsprinzip müsste dann dein "Angler" auch angemeldet werden. :ylol :jumping:
    Gruss
    Hajo

    Hajo, Haustiere wie Hund und Katz, Schaf, Ziege und Kuh gehen auch auf Wildtiere zurück die der Mensch durch gezielte Zucht verändert hat.

    Tiere wurden vom Menschen im Laufe der Evolution zu Haus- und Nutztieren domestiziert. Das ist richtig.
    Ich kann da aber keine Parallelen erkennen.
    Ich bin gegen eine Guppyfizierung von Meerwasserfischen!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Es ist wahrscheinlich hier nicht gefragt, dennoch sollte man den Wert dieser Züchtungen kritisch hinterfragen.
    Der negative Aspekt dieser Farbmorphen scheinen die sehr verlustreichen Zuchtfolgen zu sein, die diese Arten durchstehen müssen.
    Was zu sehen ist, ist als fertiges Resultat ein extravagantes Erscheinungsbild. Ohne Zweifel.
    Der Weg dorthin wäre weniger schön zu beschreiben.....
    Die Ergebnisse jeder Zuchtfolgen sind schwerwiegende Deformationen der Kiemen, des Kopfes und der Flossen, welche besonders bei den stärksten veränderten Sorten von sog. „Snowflakes“ und anderen „Designern“ sichtbar werden.
    Leider werden diese Morphen meist von Aquarianern gekauft, die, wenn überhaupt, nur schlecht über deren Herkunft und die Prozeduren der Züchter informiert sind.
    Das Streben nach den bizarrsten Formen und anderen zweifelhaften Zuchtzielen stehen für mich stark im Kontrast zu der Ursprünglichkeit von natürlichen Nachzuchten.
    Das Ergebnis dieses Trends ist ein verlustreicher Weg, der kaum einen naturwissenschaftlichen Hintergrund hat. Hier geht es in erster Linie um monetäre Ziele, die den merkwürdigen Schönheitsidealen einiger Jäger und Sammler den Speichel fliessen lassen.
    Nur einmal zur Erinnerung:
    „Natur ist alles, was an organischen und anorganischen Erscheinungen ohne Zutun von Menschen exestiert oder sich entwickelt.“
    Bei diesem Thema bin ich, es tut mir leid, leider old school!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo
    Ich war noch garnicht fertig mit schreiben, da hat mein Handy alles schon verschickt.

    Mit, nicht jedermans sache war der Preis gemeint, den meisten ist ja schon ein
    Hanna für 75€ zuviel geschweige denn 200€

    Hallo Ewald,

    eines ist sicher: An guter Technik sollte man nicht sparen!
    Das wissen wir eigentlich alle, doch selten wird wohl danach verfahren. :frowning_face:
    Die meisten Billigprodukte werden mit der Zeit unzuverlässig.
    Auch wie verlässlich welches Produkt ist, lernt man nicht sofort, sondern erst durch Erfahrung
    mit diversen Billig-Geräten.
    Meine ganz persönliche Empfehlung war nicht qualitätsbezogen, sondern sie sollte die einfache
    Handhabung in den Vordergrund stellen.
    Dass ich dabei ein nicht ganz preiswertes Produkt erwähnt habe, ist dem reinen Zufall geschuldet. :winking_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo

    Muß Ich Dir Recht geben, aber nicht jedermans Sache.

    Warum macht man es sich so schwer?
    Sicher ist, dass temperaturabhängige Messungen, ob mit Spindel oder Refrak zu Fehlern führen können.
    Das hat nichts mit dem Gerät ansich zu tun, sondern mit der Inkompetenz oder Schludrigkeit des Messenden, Messkriterien zu ignorieren.
    Schludrigkeit bei Analysen ist aller Laster Anfang.
    Hinzu kommen noch einige Missverständnisse ob der korrekten Handhabung von Refrak und Spindel.
    Beim ersteren kann die linke Rubrik der Skala und die richtige Bestimmung des Nullpunktes genauso Fragen aufwerfen, wie der korrekte Ablesepunkt auf der Spindel.
    So können unbewusst Fehler bei der Handhabung auftreten, welche die Ergebnisse beeinflussen und letztendlich zu falschen Schlüssen führen.
    Es wird mit grosser Sicherheit Anhänger der einen oder der anderen Methode geben.
    Ich gehörte lange Jahre auch zu ihnen (3 Spindeln, 2 Refraktometer).
    Bis ich mich für ein Leitwertmessgerät entschied.
    Durchblick oder Faulheit?
    Die einen sagen so, die anderen so! :winking_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    "Eine sehr bequeme Methode zur Salinitaetsbestimmung stellt die Leitfähigkeitsmessung dar: Einschalten, die Elektrode ins Aquarium halten, ablesen und fertig."
    An dem Urteil von Armin Glaser aus dem Jahre 2008 (Ratgeber Meerwasserchemie) ist wahrhaftig nichts auszusetzen.
    Nach vielen Jahren des Herumwerkelns mit Refrak und Spindel bin ich letztendlich nach Erscheinen des Buches bei dieser sehr einfachen Methode gelandet. Referenzmessungen per Spindel führe ich nur noch sehr selten durch.
    Das Gerät GLF 100 von Greisinger ist absolut zuverlässig und robust.
    Außerdem: Made in Germany! :smiling_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    ich würde mal Joe und evtl. auch anderen Importeuren glauben, dass die Verluste bei ihnen relativ gering sind. Ich meine, Joe macht das beruflich, wenn er das sagt ...


    Hohe Verluste in den ersten Wochen und Monaten beim Endabnehmer sind eigentlich ein eigenes Thema, da kommt so viel zusammen: Die Fische wurden meist mehrfach mit Antibiotika behandelt, haben keine vernünftige Darmflora mehr und eine geschwächte Abwehr, letzteres mitbedingt durch Hunger und Stress. Sie wurden teilweise in der Exportstation oder unterwegs mit resistenten Keimen, wie Vibrio spp., infiziert. Meiner Meinung nach sind das die Ursachen für viele der sog. "Giftfänge", die in Tagen oder Wochen nach dem Kauf sterben. Von den häufig geschilderten Symptomen der "Giftfänge" her könnte das durchaus passen.

    Sicher vertraue ich da auch Joe.
    Die Glaubhaftigkeit mache ich eigentlich bei jedem einzelnen Händler an den gezählten Verlusten fest. Von den Händlern kenn ich einige. Die Verluste auch.....
    Wie zählt man eigentlich was? Und wer zählt was?
    Ich will das Problem an einem leicht veränderten Ringelnatz-Zitat erklären:
    "Jeder zählt (spinnt) auf seine Weise, der eine laut, der andere leise."
    Wenn man sehenden Auges manche Zoohandlung betritt, werden die Abgründe sichtbar.....
    Einigen macht es auch nichts aus, wenn sich der "Verlust" während der Öffnungszeiten noch im Becken befindet. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich diesen Zustand hier mit einem Foto dokumentiert.
    Was nun die Mortalität angeht, ist dieses Problem nur im Zusammenhang zu sehen.
    Wer bröselt schon die Verluste während des Fangs, vor und während des Transportes zu den bekannten Handelsketten auf? Allein sich beim Thema Mortalität auf die Verlustquote im Logistik-Bereich zu beziehen, ist mir nicht genug. Stichwort: Spätsterblichkeit!

    Gruß
    Hajo

    Guten Morgen, Bernd!

    Auch wenn es den fatalen Augenschein hat, mich bei den Fundamentalisten einzuordnen, ich bin doch eher ein Realo!
    Auch möchte ich nicht weiter in die Untiefen der Meerwasserlogistik einschliesslich ihrer negativen Aspekte eintauchen.
    Es hat sich einiges gebessert, das ist wahr.
    Einzelne Länder können vorbildliche Fangstationen und Handelsketten vorweisen. Da bin ich mir sicher.
    Die von dir erwähnten Länder sind nur kleiner Teil der Zunft. Bei der gewaltigen Menge der gehandelten Ware Fisch kommen mir eher keine positiven Gedanken.
    Bernd, wir sind im Grunde auf einer Wellenlänge. :smiling_face:
    Abschliessend noch etwas Information über die Größenordnung der Ware Fisch aus den jeweiligen Exportländern.

    Gruß
    Hajo


    Hallo Hajo,
    soweit ich dies überblicke, ist die Mortalität bei den Transporten zumindest bei den größeren Importeuren wirklich extrem gering. Die Verpackung, der Transport unter Sauerstoff und die schnellen Lieferwege werden recht professionell gestaltet.

    Hallo Bernd,

    die Verbesserungen hatte ich weiter oben ebenfalls angesprochen. Wenn auch nur in einem Nebensatz.
    Was wir sehen oder zu glauben scheinen, ist die saubere Oberfläche, die stets bei kritischen Anmerkungen herangezogen wird.
    Darunter befinden sich Schäden durch Antibiotika, (Nitrofurazone, Tetracycline etc.)
    Unterschiedlich empfindliche Fischarten haben auch eine unterschiedlich hohe Sterberate.
    Das wiegt verbesserte Frachtzustände kaum auf.
    Eine Umfrage unter US-Händlern fand heraus, dass Sterblichkeitsraten von 30% und mehr aufgrund von Giften, die beim Fangen verwendet werden, zuzüglich Haltungsschäden vor und während des Transports, nicht selten sind.
    Diese Information ist erst wenige Jahre alt.
    Gruß
    Hajo